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Actrapid, 200 IE am Tag fast ohne Wirkung!!

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 22.05.2016
    am 22.05.2016 11:29:01 | IP (Hash): 1820973716
    Hallo Leute,

    habe da mal ne Frage die sich mir über Google nicht wirklich erschließt!

    Ich hab seit etwa 8 J Diabetes Typ2, habe Übergewicht und halte mich "meistens" an meine selbst erstellten Essensvorgaben.
    Ich spritze seit meinem letzten Besuch im Krankenhaus, bei dem mein BZ durch Cortison völlig entglitten war(300.400mg(dl), täglich bis zu 4x 50IE Actrapid.

    Im Krankenhaus hat man schon Panik bekommen bei der Menge die ich Spritze aber das legte sich als man sah wie wenig es hilft!
    Aktuell bin ich Krank Zuhause und kann so durch regelmäßige Messungen und zeitlich genaues spritzen feststellen, was ich auch schon vor Monaten vermutete.
    Das Actrapid scheint nicht mehr zu nützen!

    Kann es sein das man auf bestimmte "Soerten" Insolin nicht mehr anspricht??

    Vorweg, ich nehme aktuell mehrmals täglich Ibuprofen 4x400mg und Novaminsulvon 4x500mg, wegen einer Schulterverletzung ein!

    Ein Beispiel von vorgestern:

    Ich habe vor dem Abendessen (19.45Uhr) einen Wert von 237mg/dl gemessen,50IE gespritzt Vollkornbrot mit Wurst gegessen danach einen Joghurt.
    Um 22.35Uhr habe ich wieder gemessen und einen Wert von 237mg/dl gehabt.
    Also habe ich erneut 50IE gespritzt, um 2.15Uhr waren es dann noch 170 mg/dl und morgends um 7Uhr waren es wieder 200mg/dl nüchtern!?
    Das ist kein Ausnahmefall, so verhällt es sich nachts immer!

    Wie kann das sein??

    Dieses nicht ansprechen vom Insulin ist für mich sehr seltsam und mein Diabetologe sagte mir ich solle es trotzdem weiter nehmen.......ich fühle mich etwas ratlos!!

    Spritze ich nicht und messe nur, so bewegt sich mein Blutzucker so zwischen 230mg/dl und 350mg/dl den Tag über, nur als Vergleich.
    Ich spreche extrem auf Brot und Kartoffeln an, Nudeln und Reis sind da eher zu vertragen von meinem Stoffwechsel.

    Kann mir da jemand einen Rat geben was das sein könnte oder warum so etwas passiert, bitte!!

    Vielen Dank

    Gruß Peter
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 22.05.2016 12:25:50 | IP (Hash): 564882427
    Hallo Peter,

    bei hohem BZ wirkt jedes Insulin viel weniger als bei normalem BZ. Deshalb musst du mit allen Mitteln erst mal wieder auf normale Werte runter kommen, um überhaupt eine Chance zu haben.

    Empfehlen kann ich dir:
    1. dich in einem INSULINERforum zu erkundigen, z.B. Insulinclub.de - dort hast du bessere Chancen auf hilfreiche Empfehlungen als hier,
    2. nach "(Dr.) Teupe Insulinresistenz" zu googeln - vielleicht kannst du von seinen Anleitungen etwas für dich verwenden.

    Alles Gute, Rainer
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    Mitglied seit: 22.05.2016
    am 22.05.2016 12:48:36 | IP (Hash): 1820973716
    Hallo Rainer,

    danke für die Infos, ich google gleich mal nach ihm!!

    Grüße
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    am 22.05.2016 14:06:11 | IP (Hash): 109881309
    Ich habe normal vor dem Essen einen BZ von 80-100mg/dl. Wenn ich dann z.B. um 8 Uhr morgens etwas esse, für das bei mir 25 Einheiten Actrapid passen, dann steigt mein BZ bis um 9-10 Uhr auf 250-300mg/dl an, bleibt bis um 11 Uhr rum in der Höhe und sinkt dann immer langsamer bis um 15-16 Uhr wieder auf 100-80 ab.
    Wenn ich das gleiche beim Ausgangswert von 200 machen würde, würde ich (Rainers Hinweis) die doppelte Menge Insulin für den ähnlichen Verlauf eben insgesamt um 100mg/dl höher brauchen.
    Wenn ich statt Actrapid die selbe Menge Novorapid (habe Apidra, wirkt genauso) nehmen würde, würde ich meinen Ausgangswert schon um 12-13 Uhr erreichen.

    Kurz nach meiner Diagnose mit Typ2 und Tabletten in 1991 lernte ich einen Typ1 kennen, der mich beneidete. Denn während ich meinen BZ nicht einmal messen musste, durfte er nach seinem Dok immer erst essen, wenn sein BZ nach dem voraufgegangenen Essen im Rahmen von 100-140 angekommen war. Das halte ich heute noch für einen brauchbaren Ansatz. Und dann würde ich empfehlen, die Portionen so zu bemessen, dass in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen 200mg/dl nicht überschritten werden. Vielleicht probierst Du’s mal laaangsam und vorsichtig für Dich in der guten alten Art aus?


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 22.05.2016 14:42:14 | IP (Hash): 1820973716
    Sei gegrüßt .....
    Dein Vergleich mit morgens Frühstücken und bis abends absinkendem BZ funktioniert bei mir, wenn ich arbeite hervorragend.
    Ich bin niemand der morgens frühstückt, da ich nichts runter kriege morgens, noch nicht mal Kaffee. Mir wird da schlecht!
    Aber so zw. 9-10Uhr Esse ich meistens 2 belegte Brötchen und nen Kaffee. Wenn ich jetzt sonst zu nichts komme den Tag über, so habe ich bis abends, ohne zu spritzen, einen BZ zwischen 110-90mg/dl.
    Das funktioniert ganz hervorragend. Nur Abends entgleist er, da ich dann gegen 18-19Uhr was esse und das ist dann sehr heftig.
    Auffällig ist es eigentlich nur am WE da ich da zu regelmäßigen Uhrzeiten esse und das dann in der Summe mehr ist als unter der Woche. Jetzt da ich zuhause bin, fällt es eben auf, da jetzt jeder Tag so ist als wäre es WE, also 3 Mahlzeiten.
    Selbst mit 4 Scheiben VK Kastenbrot mit Wurst und 2 Tassen Kaffee mit Milch, schießt der BZ.
    Ich gehe davon aus das ich nicht der einzige berufstätige bin, der körperlich arbeitet unter der Woche und am WE eben nicht. Daher werde ich nicht der einzige sein der so einen BZ Spiegel am WE hat.
    Mein BZ nüchtern ist im übrigen nie unter 140mg/dl, das wäre ein Traum. Da mein Diabetologe eigentlich das Actrapid als Langzeitinsulin mit Spritzstelle Oberschenkel mal vorgesehen hatte, als Alternativmethode um meine Bauchspeicheldrüse in der Nacht zu entlasten. Was leider bisher noch nie funktioniert hat.
    Daher war ja auch meine Verwirrung das bei der Menge Insulin die ich unter der Woche nicht benötige, es am WE bzw. jetzt im Krankenstand nicht funktioniert!
    Spritzstelle ist aktuell die Bauch/Bauchnabelregion, ihr wisst schon.
    Mir ist natürlich klar, das ich aktuell zu wenig Bewegung für meine Nahrungsaufnahme habe und deshalb der BZ generell höher ist als normal.
    Daher war meine Frage ja auch bezüglich der Wirksamkeit des Actrapid angesiedelt!
    Meine Frage um es zu konkretisieren ist, wiso der BZ nachts nach Insulin gabe erst sinkt und dann einige Stunden später wärend ich schlafe, wieder steigt um solch drastische Werte??

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    am 22.05.2016 15:41:32 | IP (Hash): 564882427
    Stichworte zum googeln:
    - Dawn Phänomen
    - Morgengupf

    Wenn die 4 Scheiben Kastenbrot (vermutlich kein Vollkornbrot, sondern nur dunkel gefärbt) deinen BZ so weit ansteigen lassen, warum lässt du sie dann nicht einfach weg? Versuche vielleicht mal mit einer auszukommen, die gesunde Butter lässt sich auch gut auf Wurst oder Käse schmieren.
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    am 22.05.2016 16:08:44 | IP (Hash): 1820973716
    Ich muss dich enttäuschen ich weis genau was ich esse, da ich mein Brot meistens selber backe am WE. Es ist reines VK Brot mit etwas ganzen Körnern!
    Ich habe meine Ernährung was Brotwaren, Nudeln oder Reis angeht komplett auf VK umgestellt!!
    Zu dem kann ich nicht nur mit Wurst und Käse meinen Hunger besänftigen. Daher ja das VK Material!

    Dawn Phänomen, würde die Probleme meines nüchtern BZ vollständig erklären. War mir neu!
    Danke dir

    Das mit dem Morgengupf werde ich mit meinem Diabetologen besprechen. Aber um einen Test zu fahren, werde ich mein Actrapid zur Nacht wieder ins Bein spritzen. Da ja dieser Effect des langsameren einsetzen des Insuliens, den ja mein D. haben wollte vor Monaten, jetzt diesen BZ Anstieg am morgen wieder ausgleichen sollte. Somit müsste ja das I. den anderen Hormonen die am morgen ausgeschüttet werden besser entgegen wirken können!!
    Ich werde berichten!
    Danke für die Infos!
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    am 22.05.2016 16:15:10 | IP (Hash): 109881309
    Den Anstieg am Morgen besorgen Dir Leber und Nieren. Die machen nämlich Glukose aus Eiweiß. Und zudem hat die Leber auch ne gute Menge Glukose in der Größenordnung von mehreren Scheiben Brot gespeichert.

    Eigentlich soll das alles nur dazu dienen, dass die Leber dem Blut nur immer so viel Glukose in den Körperumlauf mit gibt, wie die Zellen sich daraus dann zu ihrem Betrieb nehmen, bis das Blut dann zum neuen Aufladen wieder in der Leber ankommt. Und wo jeder Liter Blut beim kräftigen körperlichen Einsatz häufiger als einmal pro Minute durch die Leber gepumpt wird, ist die Menge Glukose erstaunlich klein, die da eben nach Bedarf(!) jeweils pro Liter nachgelegt werden muss.

    ABER bei uns Typ2 ist diese Regelung defekt. Und dieser Defekt sorgt dafür, dass die Leber beständig mehr bis sehr viel mehr als gesund an Glukose ausgibt, und dass die wenigstens in den ersten Jahren nach der Diagnosereife noch immer viel größer als gesunde Insulin-Ausgabe dem aber immer ein Stück hinterher hinkt. Dabei ist allgemein die Glukose-Ausgabe in der Gegend um Mitternacht am geringsten und nimmt dann meistens so ab 2-3 Uhr wieder mehr oder weniger mächtig zu.

    Brauchte selbst zu Anfang über 20 Einheiten Insulin pro Scheibe Brot mit etwa Deinem Blutzucker-Verlauf. Hat sich damals entscheidend verbessert, nachdem ich ein Langzeit-/Basal-Insulin dazu genommen hatte. Damit ist mein BZ morgens sehr viel weniger angestiegen und damit hab ich dann nur noch so 10 Einheiten pro Scheibe Brot gebraucht.

    Ok, heute mach ich’s längst wie Rainer vorschlägt und lasse Brot von seltenen Ausnahmen abgesehen ganz raus.


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    am 22.05.2016 22:15:50 | IP (Hash): 564882427
    The_Collecter schrieb:
    Es ist reines VK Brot mit etwas ganzen Körnern! Ich habe meine Ernährung was Brotwaren, Nudeln oder Reis angeht komplett auf VK umgestellt!!
    Zu dem kann ich nicht nur mit Wurst und Käse meinen Hunger besänftigen. Daher ja das VK Material!


    Wie kommst du zu der Annahme, dass die Kalorien aus Fett und Eiweiß weniger satt machen, als die Kalorien aus Brot. Probierees ruhig mal aus. Du wirst feststellen, dass du mit Fett sogar langanhaltender satt bleibst. Es kann höchstens sein, dass das Sättigungsgefühl ein bisschen später einsetzt. Für deinen BZ und für den Insulibedarf hätte so eine Ernährung große Vorteile. Vielleicht versucht du es wenigstens mal so lange, bis du den BZ wieder einigermaßem im Lot hast.

    Vollkorn bringt übrigens nur für Diabetiker Vorteile, die noch eine nenneswerte Eigenproduktion an Insulin haben. Der Vorteil ergibt sich aus der langsameren Verdauung nur dann, wenn die BSD mit der langsameren aber noch vorhandenen Insulinausgabe den Bedarf besser abdecken kann, als bei schnellen KH. Bei wenig Eigenproduktion bleibt nur die Feststellung: KH bleiben KH, egal ob aus Weißmehl oder Vollkorn. Aber das has du ja selbst schon festellen können.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 22.05.2016 22:20:38. Grund: .
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    am 22.05.2016 22:16:52 | IP (Hash): 2013770401


    Hallo Peter , ich bin fest der Meinung , das Deine hohen Werte mit dem Cortison zusammenhängt .

    Wenn man es nicht UNBEDINGT braucht würde ich es sofort absetzen . Es ist kein Wunder bei Cortison

    das der Zucker so hoch ist

    B.S