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Mangelfrühchen nach Gestose/Diabetes.
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am 13.06.2016 18:18:24 | IP (Hash): 2141669598
Hallo ihr Lieben,
Bereits in der Schwangerschaft war ich hier unterwegs weil bei mir "Gestationsdiabetes" diagnostiziert wurde. Danach war die Schwangerschaft die reine Ärztehölle die schließlich damit endete dass meine Tochter per Notkaiserschnitt als untergewichtiges Mangelfrühchen geholt werden musste.
Leider habe ich seit der Entbindung 15 KG zugenommen und habe keine Ahnung warum. Wiege nun 95 KG... Mit den Blutzuckerstreifen die ich noch zuhause hatte hab ich dann mal gemessen und hatte 205 mg/dl... dachte ich seh nicht richtig.
Nüchternwerte letzte Woche wie folgt, der niedrigste war 96, der höchste 111. Allerdings sind die Teststreifen schon einige Monate geöffnet (die alten übrigen von der Schwangerschaft.)
Wenn ich mich Kohlenhydratfrei bzw arm ernähre komme ich nicht über 139.
Nun aber zur Vorgeschichte; Bereits mit 18 hat man bei mir eine gestörte Glukosetoleranz festgestellt. Die Reaktion meiner Hausärztin darauf war "Nehmen Sie halt ab." Naja, wenn's so leicht wäre gäbe es wohl keine dicken Leute...
Vor der ersten Kinderwunschbehandlung wurde PCOS mit massiver Insulinresistenz (HOMA Index 6, x) festgestellt, doch mit Metformin wurde ich dann schließlich schwanger.
In SSW 18 schickte mich meine Gyn dann zum Diabetologen zum OGTT, der war natürlich pathologisch.
Nun rufe ich heute wieder in der Diabetologiepraxis an und wollte einen Termin. Kann ich wohl erst im September haben... na herzlichen Dank.
Meine Hausärztin war mir auch keine große Hilfe, sie verschrieb mir nicht mal Teststreifen und meinte ich solle halt nur noch eine Scheibe Brot auf ein mal essen...
Was mich halt so aufregt ist dass mir jeder einen OGTT aufschwatzen will, dabei bin ich doch selber nicht blöd und weiß wie man richtig misst, und wenn mein Messgerät 205 mg/dl anzeigt erübrigt sich der OGTT doch oder irre ich mich???
Nun bin ich natürlich am Boden zerstört, da die Dame am Telefon der Diabetologiepraxis (keine Ärztin, entweder Diätassistentin oder Arzthelferin) meite "Sie sind mit den Werten auf jeden Fall lebenslang Insulinpflichtig und müssen ganz dringend ihr Gewicht reduzieren.)
Sie meinte dann auch dass man überprüfen müsse was für ein Diabetes es ist (wobei ich noch nie davon ausgegangen bin dass es Typ 1 bei mir sein könnte)
Stimmt es dass diese Werte generell Insulinpflichtig sind? Kann ich da wirklich mit Gewichtsreduktion nichts mehr retten?
Besonders große Angst macht mir auch die Sache mit der Familienplanung, die bei uns eigentlich noch nicht abgeschlossen war. Hat man überhaupt eine Chance auf eine normale, unproblematische Schwangerschaft und eine spontane Entbindung trotz Typ 2? So etwas wie bei meiner Tochter würde ich einem weiteren Kind wirklich gerne ersparen wollen...
Vielen Dank,
euer verzweifeltes Warzenwürstchen.
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am 13.06.2016 18:55:33 | IP (Hash): 1540866745
Warzenwurst schrieb:
Stimmt es dass diese Werte generell Insulinpflichtig sind? Kann ich da wirklich mit Gewichtsreduktion nichts mehr retten?
So ein Quatsch - schieb diese blödsinnige Aussage einfach beiseite und warte die Untersuchung des Diabetologen ab.
Wenn die Werte nicht großartig weiter nach oben gehen, dann reicht auch der Termin im September aus. Die Teststreifen sind, wenn du die Dose immer gut verschlossen hast und sie nicht feucht geworden sind, sehr wahrscheinlich noch gut. Der späte Termin ist zwar nicht schön, aber allemal besser als ein schneller Termin bei einem Arzt, der sich nicht richtig auskennt.
Bis zu dem kannst du ja ein bisschen darauf achten, welche Sachen deinen BZ am meisten nach oben treiben und davon dann weniger essen. Die strengen Grenzen, die du während der SS beachten musstest, brauchst du nicht einzuhalten. Dein erwachsene Körper verträgt wesentlich mehr, als das ungeborene Baby.
Ich denke, dass du mit dem Diabetologen auch über eine weitere SS reden kannst. Er wird dich bestimmt etwas beruhigen können und dich, wenn es so weit ist, ordentlich betreuen.
Alles Gute, Rainer -
am 13.06.2016 20:04:29 | IP (Hash): 1232221164
Glückwunsch zum, wenn auch verfrühten, aber doch wohl gelungenen Familienprojekt :)
Und unsere Testgeräte sind genau genommen Schätzgeräte und werden zur Diagnose nicht anerkannt. Dazu ist auch nicht anerkannt, dass Du nach irgendwas irgendwann über 200 misst, sondern dass der Arzt das 2 Stunden ruhigen Absitzens im Wartezimmer nach Deinem Genuss der Testlösung macht. Wenn Du also einen oGTT machen würdest und da über 200 nach 2 Stunden auf dem Arztgerät hättest, hättest Du einen diagnostizierten Diabetes und damit Anspruch auf die Einstellung beim Diabetologen. Vielleicht sogar einen schnelleren Behandlungs-Termin. Wenn Deine Hausärztin kurzfristig sonen oGTT anbietet, würde ich den an Deiner Stelle machen.
Das wäre der normale Weg, und den würde ich an Deiner Stelle in jedem Fall gehen. Auf dem würdest Du ganz sicher auch für Dich passende Möglichkeiten für die weitere Familienplanung aufgezeigt bekommen.
Vor allem die gewichtigeren von uns haben häufig noch eine weitere Möglichkeit, wenn sie die denn nutzen mögen. Wenn Du dich dazu durchringen könntest, wäre durchaus möglich, dass Der Diabetologe Dir beim Termin im September einen völlig gesunden Blutzucker und einen völlig gesunden HOMA-Index bescheinigt. Wie es mit welchen Aussichten gehen kann, findest Du hier recht anschaulich beschrieben http://www.welt.de/print/wams/wissen/article154910443/Alles-auf-Zucker.html
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Michael74
Rang: Gastam 14.06.2016 07:40:19 | IP (Hash): 843377875
Schön zu sehen, dass keiner der Experten mehr den hba1c empfiehlt um zu sehen wie Dein Status ist....................weiter so!
Gruß -
Michael74
Rang: Gastam 14.06.2016 09:29:04 | IP (Hash): 843377875
finde es gut dass Jürgen und Rainer da dazugelernt haben -
am 14.06.2016 12:26:23 | IP (Hash): 2108455638
Michael74 schrieb:
Schön zu sehen, dass keiner der Experten mehr den hba1c empfiehlt um zu sehen wie Dein Status ist....................weiter so!
Gruß
Michael74 schrieb:
finde es gut dass Jürgen und Rainer da dazugelernt haben
Kannst Du uns bitte mal erklären, was DAS mit jemanden zu tun hat, der seine Diagnose bereits bekommen hat?
– Bitte nochmal die Diagnoserichtlinien durchlesen
– Uns erklären, warum Du in diesem Fall den HbA1c anführst, ausführlich und mit Deinen eigenen Worten. Alles andere untermauert Deinen TROLL-Status. -
Michael74
Rang: Gastam 14.06.2016 14:05:09 | IP (Hash): 843377875
Du hast schon gelesen dass bei der jungen Dame noch kein Diabetes erkannt wurde. Bitte richtig lesen lernen Typ Einser, dies wäre wirklich von Vorteil für uns alle hier. Ein Schwangerschaftsdiabetes ist später kein Diabetes . -
am 14.06.2016 14:20:05 | IP (Hash): 2108455638
Michael74 schrieb:
Du hast schon gelesen dass bei der jungen Dame noch kein Diabetes erkannt wurde. Bitte richtig lesen lernen Typ Einser, dies wäre wirklich von Vorteil für uns alle hier. Ein Schwangerschaftsdiabetes ist später kein Diabetes .
Den Ball kann ich so zurückspielen:
Warzenwurst schrieb:
"Gestationsdiabetes" diagnostiziert
Vorgeschichte; Bereits mit 18 ....gestörte Glukosetoleranz festgestellt.
Vor der ersten Kinderwunschbehandlung wurde PCOS mit massiver Insulinresistenz (HOMA Index 6, x) festgestellt...
In SSW 18 schickte mich meine Gyn dann zum Diabetologen zum OGTT, der war natürlich pathologisch.
Liebes Warzenwürstchen,
Lass Dich von einer Sprechstundenhilfe nicht verunsichern. Insulinpflicht wird einem schnell an den Kopf geschmissen – und warum sollte eine Sprechstundenhilfe mehr Wissen haben als z.B. Michael74.
Rainer und Jürgen haben das Wichtige gepostet!
Viele Grüße und "Daumen drück"
Andy -
Michael74
Rang: Gastam 14.06.2016 18:07:20 | IP (Hash): 795320798
Hi Andy
Schon Okay, ich nehme Deine Entschuldigung an, sowas kann einem ja mal passieren, das ist kein Problem für mich......
Wenn Du sonst noch fragen haben solltest helfe ich Dir gerne weiter.
Gruß