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Richtige Insulinberechnung

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    Mitglied seit: 02.06.2016
    am 23.06.2016 19:13:27 | IP (Hash): 527360866
    Kann mir jemand erklären wie ich richtig berechne welche Menge Insulin ich spritzen muss.

    Als Vorgeschichte leider habe ich meine Diabetes Schulungen erst im September ich spritze vom Arzt angeordnet immer 12 i.e. Achso bin 175cm groß und 135-140kg Schwer. Ich hab ein wenig selbst rumexperimentiert gibg aber Wohl in die Hose. ich wache morgens mit 130-150 BZ auf. Abend gehe ich meistens so mit 100-120 im Bett. Eigentlich würde ich gerne meine Werte morgens auch wieder dort haben. Nun zu den Experimenten mit dem Insulin ging voll in die Hose. Hab soviel gespritzt das ich wohl in der Nacht unterzuckere und morgens dann mit 200+ Aufwache. Zum Glück scheint mein Körper in der Hinsicht wohl zu funktionieren da ich ja noch tippen kann. Jedenfalls macht es mir zu schaffen das ich nicht weiss in welcher Situation ich wie viel Insulin aufnehmen soll. Das Insulin wirkt bei mir ca nach 4 Stunden. Also rein logisch für mich wäre den Zucker der wahrscheinlich in der Zeit schon weg ist nicht mit in die Dosis einzurechnen also nur das was längere Zeit den BZ anhebt. Also ich berechne immer vor dem Essen wie viel Kohlenhydrate ich zu mir nehme und daher kann ich das schon ziemlich genau einschätzen.

    Meine Frage nun:

    Also mein Zielwerte sollte vorerst 100 sein. Wie viel Einheiten Insulin muss ich spritzen wenn ich z.b den Zucker um 10 senken möchte? Welche Menge Insulin spritzt man Pro BE? Wenn ich z.b einen BZ von 150 habe und nehme 4 BE auf und will auf 100 BZ kommen ich bin Ratlos. Sicher spielt dann auch Aktvität und Gewicht eine Rolle bei der Menge. Aber solange ich keine Schulungen hatte ich bin Ratlos ^^ Vielleicht kann jemand hier ein wenig Licht ins dunkel bringen.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 24.06.2016 01:45:22 | IP (Hash): 1275205469
    Sven3dfx schrieb:

    Meine Frage nun:

    Also mein Zielwerte sollte vorerst 100 sein. Wie viel Einheiten Insulin muss ich spritzen wenn ich z.b den Zucker um 10 senken möchte? Welche Menge Insulin spritzt man Pro BE? Wenn ich z.b einen BZ von 150 habe und nehme 4 BE auf und will auf 100 BZ kommen ich bin Ratlos.



    Hallo Sven,
    so habe ich auch angefangen, Zielwert = 100.
    Auch eine Anfänger-Empfehlung war - voraus gesetzt schnelles Insulin - einen Korrekturfaktor von 50. D. h. eine Einheit Insulin senkt den Blutzucker um 50 (mittlerweile ist meiner durch Ausprobieren herunter auf 40, also kaum verändert). Also empfehle ich dir bei deiner 150er Frage, eine Einheit als Korrektur zu spritzen.
    Deine Abendwerte sind super, der morgendliche Anstieg könnte auch Stoffwechsel bedingt sein.
    Ca. um 3 Uhr beginnt der Körper sich auf das Aufwachen vorzubereiten, da werden verschiedenste Stoffe / Hormone in den Körper ausgeschüttet, ev. gibt auch die Leber daraufhin Zucker aus ihrem Speicher ab. - Die Leber magst du nicht, wie du schon mehrfach bei anderen Themen gesagt hast, trotzdem, dieses Organ ist lebenswichtig - !
    Du könntest dir den Wecker stellen auf 3 Uhr und dann den Blutzucker messen. O.k. ist gut, zu hoch, mit Insulin korrigieren.
    Den Morgen-Anstieg gen. Gupf musste ich auch wegspritzen. Mittlerweile spritze ich zusätzliches Verzögerungsinsulin erst zum Zubettgehen, also spät bzw. früh, wie du/ihr an meinen Beitragszeiten sehen könnt, bin ich eher eine Nachteule ;-)
    Bearbeitet von User am 24.06.2016 01:55:29. Grund: .
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    am 24.06.2016 10:09:13 | IP (Hash): 566865021
    Kenne Leute, die 0,5IE/BE und weniger brauchen und solche, die 10IE/BE und noch viiiiel mehr brauchen.

    Eine Standard-Dosierung z.B. nach Körpergewicht oder Länge und Breite o.ä. gibt es nicht. Jede ärztliche Anfangs- oder Neu-Einstellung beginnt sehr vorsichtig mit zu wenig Insulin und wird dann vorsichtig mit der Zeit so weit erhöht, bis der Arzt mit dem HBA1c zufrieden ist. Das gilt selbstverständlich ebenso wie für die Bolus- auch für die Korrektur-Faktoren und für’s Basal-Insulin.

    Wer’s für sich passender machen will, beobachtet einfach zuerst einmal, wie der BZ mit seiner gegenwärtigen Einstellung konkret verläuft. Bedeutet Messen z.B. in Halbstunden-Schritten nach dem Essen und Zuschauen, wie der BZ zuerst ansteigt und dann wieder sinkt. Und wann er zu sinken aufhört und vielleicht sogar wieder ansteigt, ist der persönliche Wirkauslauf vom Bolus-Insulin erreicht. Das kann beim einen 2-3 Stunden nach dem Spritzen von schnellem Analog-Insulin sein und bei der anderen 4-5 Stunden.

    Wenn mit dem Wirkauslauf vom Bolus der Start-BZ von vor dem Essen erreicht wird, haben Futter und Insulin zusammen gepasst. Auch dann, wenn in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen ein seeehr viel höherer Wert gemessen wird, als man eigentlich haben möchte. Wer sone Spitze misst und die dann runter spritzt, muss das dann ja insgesamt zu viele Insulin ne Stunde bis spätestens 2 weiter wieder aufessen
    Und klar, wenn der Auslauf-BZ höher liegt als der Start-BZ, war’s zu wenig Insulin, und wen drunter, war’s zu viel.


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 24.06.2016 19:16:09 | IP (Hash): 1275205469
    hjt_Jürgen schrieb:

    Wer’s für sich passender machen will, beobachtet einfach zuerst einmal, wie der BZ mit seiner gegenwärtigen Einstellung konkret verläuft. Bedeutet Messen z.B. in Halbstunden-Schritten nach dem Essen und Zuschauen, wie der BZ zuerst ansteigt und dann wieder sinkt. Und wann er zu sinken aufhört und vielleicht sogar wieder ansteigt, ist der persönliche Wirkauslauf vom Bolus-Insulin erreicht. Das kann beim einen 2-3 Stunden nach dem Spritzen von schnellem Analog-Insulin sein und bei der anderen 4-5 Stunden.



    Halte diesen 0,5 h-Takt für überflüssig. Ich will die Spitzen gar nicht sehen, macht mich nur nervös. Erst nach Ablauf der Insulin-Wirkung nach 4 h macht das eigentlich Sinn. Bei entspr. Mahlzeiten sollte das klappen. Selbst bei einem Basalratentest wird nur stündlich gemessen.
    Ausnahmen für früheres messen:
    - bevor ich Autofahre, ob zu niedrig und besser keine Korrektur bei hoch
    - nach Aufnahme von Traubenzucker/Saft zum Ansteigen nach UZ, ~15 min warte ich da aber auch
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    am 26.06.2016 12:25:21 | IP (Hash): 1317485922
    eine Einheit Insulin senkt den Zucker um 40-50? Warum baller ich mir dann 12 Einheiten manchmal auch so 20-30?. Hat das dann mit meinem Gewicht zu tun das, dass Insulin nicht wirkt? Oder ist am Pen wenn ich auf bspw. 10 drehe das nicht 10 Einheiten. Und warum geht mein Zucker nie unter 100 xD.

    Ja das mit dem Morgens macht sinn stehe immer um 7 auf da sollte ja Energie da sein.
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    am 26.06.2016 15:17:22 | IP (Hash): 1792706429
    Elfe schrieb:
    Halte diesen 0,5 h-Takt für überflüssig. Ich will die Spitzen gar nicht sehen, macht mich nur nervös. Erst nach Ablauf der Insulin-Wirkung nach 4 h macht das eigentlich Sinn....


    Naja, wo ich meine Spitzen nach dem Essen möglichst unter der Nierenschwelle und besser haben und dabei keine hypo haben will, hat für mich vor ein paar Jahren ein paar Wochen Lernen in der Art ne Menge Sinn gemacht.

    Seit ich meine ganz persönliche(n) Insulin-Wirkkurve(n) kenne, kann ich mit einer Messung ab etwa 1 Stunde nach einem Essen sehen, wie passend ich gespritzt habe und bei nem niedriger als erwarteten Wert ne Kleinigkeit nachessen und bei nem höher als erwarteten mit gutem Erfolg direkt ein bisschen mehr Bewegung nutzen.
    Und wenn ich nach nem sehr KH-reichen Frühstück um 8 oder 9 Uhr zum Mittag um 13 Uhr noch z.B. um 180 messe, weiß ich, dass ich da nur den einfachen Bolus und noch keine Korrektur brauche, weil die 20 und vielleicht mehr Einheiten Apidra vom Frühstück da bei mir noch nicht ausgewirkt haben.

    Für mich finde ich daher sehr nützlich, systematisch ergründet zu haben, mit welchem BZ-Verlauf das Apidra bei mir wirkt.

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    Bearbeitet von User am 26.06.2016 17:25:30. Grund: Ergänzung
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 27.06.2016 01:24:00 | IP (Hash): 101083412
    Sven3dfx schrieb:
    eine Einheit Insulin senkt den Zucker um 40-50? Warum baller ich mir dann 12 Einheiten manchmal auch so 20-30?. Hat das dann mit meinem Gewicht zu tun das, dass Insulin nicht wirkt?



    Hallo Sven,
    ev. haben wir uns da missverstanden, wollte dich nicht verwirren, bin ev. auch schon 'betriebsblind'.
    Mit Korrekturfaktor ist die Insulinmenge gemeint, die ZUSÄTZLICH gespritzt wird, ohne Mahlzeit, nur um den hohen Ausgangswert zu senken - also als Anfänger bei BZ 150 plus eine Einheit.

    Das Mahlzeiteninsulin, also BE zu Einheiten, ist etwas anderes. Spritzt du 12 Einheiten zu jeder Mahlzeit, egal zu welcher Tageszeit ? Wäre auch nur der Einstieg. Ich habe auch mit 1 zu 1 angefangen, 1 BE zu 1 Einheit.
    In der ICT-Schulung lernte ich dann, daß die Insulinempfindlichkeit über den Tag (Biorhythmus) berücksichtigt werden muss. Die gleiche Menge BEs brauchen morgens, mittags, abends unterschiedliche Insulinmengen, das berücksichtigt man über sogen. Faktoren.
    Beispiel: mittags habe ich einen Faktor von 1, bleibt bei 1 Einheit zu 1 BE, abends habe ich einen Faktor von 2, muss also für die gleiche Menge BEs die doppelte Menge Insulin spritzen. Die sogen. Faktoren können auch wesentlich höher ausfallen, ist bei jedem Menschen anders.
    Übrigens ist man nachts am Insulinempfindlichsten, deshalb habe dir zur ggf. Nacht hin das vorsichtige + 1 Einheit zur Korrektur empfohlen.

    Insulin ist schwierig zu dosieren, gibt leider keine einfachen Antworten. So unterschiedlich wie wir als Menschen sind (Mann & Frau mit entspr. Hormonen, Stoffwechsel, Gewicht), so unterschiedlich ist die Dosierung.

    Dazu noch eine Anekdote aus meiner ersten Typ 1er-Schulung.
    Wir waren zusammengewürfelt mit langjährigen 1er und mich als Anfänger, untergewichtig, mit panischer Angst vor der ersten Hypo.
    Und einen stattlichen erfahrenen 1er aus der Gruppe treffe ich zufällig im Supermarkt, der mir fröhlich erzählte, daß er erst die benötigte Menge fürs Essen spritzt, er dann aber erst einmal einkaufen geht - denn das Insulin braucht eine Zeit, um durch sein Bauchfett zur Wirkung zu gelangen.
    War für mich in meiner Situation genau gegensätzlich.
    So unterschiedlich wir auch waren, die Angst hat er mir jedenfalls genommen.
    Bearbeitet von User am 27.06.2016 01:26:33. Grund: Korrektur
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    Mitglied seit: 02.06.2016
    am 27.06.2016 21:51:00 | IP (Hash): 1152618764
    Naja ich würde halt auch gerne mal mit jemanden reden weil ich komm halt garnicht klar. Die Ärtze haben auch keine Zeit für mich leider. Haben alle selbst zuviel zu tun. Was ich für mich persönlich herrausgefunden habe. Gehe ich zum Sport brauch ich nicht spritzen geht noch von alleine weg denke das schonmal positiv. Auch relativ schnell vor dem Sport gemessen 150 nach dem Sport noch 100. Nach gut ner Stunde rumhampeln.

    Ich spritze bei jeder Mahlzeit 12 Einheiten und halt morgens egal ob ich esse oder nicht das ich auf einen normalen Wert komme.


    Vor dem schlafen gehen Spritze ich halt auch damit ich dann morgens nicht so krass raus komme aus der Nacht... auch 12 Einheiten.

    Ich hatte halt gehofft das ich hier meine Antworten finde und vllt auch wen mit dem man sich länger unterhalten kann vllt auch mal telen oder so schreiben find ich so mühsehlig weil auch die antworten immer so lange dauern und befriedigt mit den Antworten bin ich auch noch nicht.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 28.06.2016 02:50:56 | IP (Hash): 101083412
    Hallo Sven,
    habe dir nach bestem Wissen und Gewissen geantwortet.
    Nun gut, war für dich als Naja-Kommentator nicht passend.

    Eine Forums-Antwort kann dir die Schulung im September nicht ersetzen, aber bei der Wartezeit als Überbrückung könnten dir Betroffene helfen.
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    am 28.06.2016 07:39:34 | IP (Hash): 1018521123
    Hallo Elfe,

    das naja war jetzt nicht auf dich oder das Forum hier bezogen. Sondern eher wie unverantwortlich die Ärtze sind das Sie einen So ins kalte Wasser springen lassen. Und wenn man da Mist baut weil man keine Ahnung hat landet man mal ganz schnell auf dem Friedhof. Ich bin jetzt 2x Unterzuckert weil ich auf eigene Faust gehandelt habe. Hätte auch Schief gehen können. Ist meine eigene Schuld aber bei halbwegs richtiger Erklärung was vllt 20 Minuten dauert wäre das nicht passiert. Nun ist es halt so ich geb mir halt die ganze Zeit die Einheiten und das wars. Eines hat zum anderen geführt hab gleichzeitig ne Low-Carb Diät begonnen was mal garnicht ging. Entziehe doppelt dem Körper die KH. Was garnicht geht mit dem übermässigen vielen Insulin vernichte ich das bisschen was eh schon da ist und dann kommt durch die Nahrung kein neues rein. Absulut tötliche Kombi. Naja habs ja nun selbst gerafft. Trotzdem im Schlaf unterzuckern ist echt lebensgefährlich...