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Richtige Insulinberechnung
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Elfe
Rang: Gastam 03.07.2016 01:59:51 | IP (Hash): 1546851848
Rainer schrieb:
Elfe schrieb:
Zur Erinnerung:
Svens Problem ist das händeln des Insulins und Hypos,
Gewicht ist erst mal zweitrangig.
Zur Erinnerung:
Dein Problem ist, dass du dich als absolute Stoffwechselexpertin aufspielst ...
@Sven,
ich kann dir nur empfehlen, deine Diabtestherapie mit einer moderaten KH-Reduzierung zu unterstützen. Du kannst dadurch mit weniger Insulin einen besseren und vor allem gleichmäßigeren BZ-Verlauf hinbekommen. Wahrscheinlich wird damit auch das Abspecken für dich einfacher - probiere es einfach mal aus.
Hallo Rainer,
wenn ich deine Beiträge so verfolge bist du ein Tabletten-2er mit Gewichtsproblemen !?
Hast du jemals eine Schulung besucht ?
Ein Satz aus der 1er-Schulung ist mir jedenfalls im Ohr geblieben:
"Fett macht fett".
Die simple Gleichung bezieht sich auf die Energie entspr. kcal-Menge:
1 g Fett = 39 kJ = 9,3 kcal
1 g Eiweiß = 17 kJ = 4,1 kcal
1 g Kohlenhydrate = 17 kJ = 4,1 kcal
Die KH-Menge eines Diabetikers verringert erstmals automatisch, wenn man die entspr. Ernährungsempfehlungen berücksichtigt und schnelle KHs bleiben lässt, wie zwischendurch essen, naschen, zuckerhaltige Getränke - da fällt schon viel weg.
Bei den Mahlzeiten brauche ich z.B. Sättigungs(KH)beilagen, bevorzuge aber nun mehr die Kartoffel, eher als Nudeln oder Reis. Und Brot immer auch - macht satt, geht schnell zuzubereiten, lässt sich variieren durch Belag.
Die simple Gleichung zur Gewichtsabnahme (Diabetiker oder jeder andere) ist:
Weniger Energie = Kcal aufzunehmen, als verbraucht wird. Und das kann nach Gusto gestaltet werden.
Lieber Sven, Prioritäten setzen:
1.) Hypos vermeiden
2.) KH/Insulin-Verhältnis lernen
3.) Gewichtsabnahme - ev. schon 'automatisch' durch andere Mahlzeiten-Zusammensetzung der 'Sättigungs'beilagen und Fettmenge :-)
ggfs. Steigerung des kcal-Umsatzes durch sportliche Betätigung
Rät Elfe
als informierter, logisch denkender und betroffener Mensch
@Rainer: Deine verspottende Titulierung meinerseits zeigt nur deine 'Bildungsneutralität'.
(dieses zitierte Wort habe ich innerhalb einer Nachrichtensendung als 'politisch korrekt' gelernt, als Ersatz für 'schlicht', gilt als Ersatz für ...)
Bearbeitet von User am 03.07.2016 02:25:11. Grund: . -
am 03.07.2016 12:19:14 | IP (Hash): 159517627
Elfe schrieb:
Ein Satz aus der 1er-Schulung ist mir jedenfalls im Ohr geblieben:
"Fett macht fett"...
Rät Elfe
als informierter, logisch denkender und betroffener Mensch
Habe in den letzten 3 Jahren über 25 kg abgeschmolzen, mit Fett statt KHs als meinem hauptsächlichen Energiespender (LCHF). Nicht nur mit gesundem Blutzucker, sondern auch mit halbjährlich bescheinigt hervorragenden Blutfettwerten. - Ok, ich weiß schon, die Ausnahme, die Deine Regel bestätigt ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 03.07.2016 12:20:03. Grund: Ergänzung -
Elfe
Rang: Gastam 04.07.2016 00:52:56 | IP (Hash): 1546851848
Nein, Jürgen, da schätzt du mich falsch ein.
Das ist nicht 'meine' Regel, sondern - wie gesagt - ein Zitat aus der Schulung.
Ich meine, daß die Energieempfehlung stimmt, auch aus pers. Erfahrung, auch vor meiner Diabeteszeit - wie man allerdings diese in der Nahrung aufteilt als KH/Eiweiß/Fett ist da nicht so wichtig.
Aber ich bin auch überzeugt, daß es unterschiedliche Typen gibt. Hatte mal einen Test in einer Zeitung gefunden (Link kann ich leider nicht liefern), wo man das herausfinden konnte, z.B. über Vorlieben für bestimmte Lebensmittel zu den Mahlzeiten = ich bin ein KH-Typ.
Mein männliches Umfeld bevorzugt jedenfalls Fleisch, Fett und pfeift auf die sogen. gesunde Ernährung und kommt bestens zurecht.
Grübel, grübel - und dazu habe ich mal gelesen (Link kann ich nicht liefern) - daß man mehr, im wahrsten Sinne des Wortes - auf sein 'Bauch'gefühl hören soll: Erst Essen wenn man das Hungergefühl verspürt und dem Appetit auf ? folgen soll. Denn der Organismus zeigt an, was er gerade braucht. Man muss das üben, bes. in unserer Lebensmittel- und Informations-Flut-Gesellschaft.
Jenseits aller sogen. Wissenschaft mit all ihren Studien fand ich das schlüssig.
Mit besten Grüßen
Elfe
Bearbeitet von User am 04.07.2016 01:41:50. Grund: . -
am 04.07.2016 09:53:23 | IP (Hash): 425518855
Hier im Forum hat mal jemand sehr verbissen mitgeschrieben, der LCHF ausschließlich zum Abnehmen zulassen und nicht glauben wollte, dass damit jeder zunehmen kann, der sich damit mehr Energie zuführen kann, als er verbraucht.
Und zwar nicht nach Rechnung sondern nach Personnenwaage! Also nicht in der berechneten, sondern in der tatsächlich gewogenen Bilanz!
Im Rahmen des gewogenen Gewichts-Ziels halte ich die konkrete Futter-Zusammensetzung für unerheblich. Da mag generell erstmal jeder nach seinem Geschmack glücklich werden, auch wenn die AnhängerInnen von Metabolic Typing da sicher sofort widersprechen. Nicht bezüglich des Gewichts-Resultats, sondern bezüglich des Mehrs an Vitalität, das man nach ihrer Lehre aus der persönlich passenden Zusammensetzung zieht.
Für mich bietet LCHF die einfachste Möglichkeit, meinen BZ recht einfach mit kleinen Bolus-Dosen mit gesund geringen Schwankungen wenigstens 20 von 24 Stunden im völlig gesunden Bereich zu halten :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 05.07.2016 01:34:56 | IP (Hash): 1546851848
hjt_Jürgen schrieb:
Für mich bietet LCHF die einfachste Möglichkeit, meinen BZ recht einfach mit kleinen Bolus-Dosen mit gesund geringen Schwankungen wenigstens 20 von 24 Stunden im völlig gesunden Bereich zu halten.
Hallo,
aufgrund des mir bisher unbekannten LCHF war ich auf der Homepage.
Unabhängig meiner persönlichen Umstände finde ich manches als falsch bzgl. Inhaltsstoffen
z.B. Verarbeitete Tomatenprodukte enthalten mehr Lycopin als rohe Tomaten
Rote Paprika enthalten fast mehr als das 3fache an Vitamin C als grüne.
Man kann's auch übertreiben mit der KH-Meidung bei Gemüsesorten.
So allgemeine Hinweise bzgl. verarbeiteter Lebensmittel und Zusatzstoffe gibt's auch bei anderen grundsätzlichen Empfehlungen zur Genüge.
Die Aufnahme von Vitaminen, SpurenElementen etc. ist doch für jeden wichtig.
Als Diabetiker alles nur den BZ-Werten unterzuordnen, halte ich für grundsätzlich falsch.
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am 05.07.2016 08:01:40 | IP (Hash): 1910543323
Hatte z.B. gestern als Gemüse ne halbe Salatgurke, nen halben grünen Salat, 3 große rote Paprika und 3 große Tomaten, übrigens komplett roh. Wo war das zu wenig Gemüse? Und wo hätte das vielleicht nicht in den ganz normalen LCHF gepasst?
Zur genüsslichen Info: Gut 500g rote Paprika bringen die 2BE einer Scheibe Brot. Und an Tomaten lassen sich in dem Rahmen 2 Pfund verputzen ;)
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Bearbeitet von User am 05.07.2016 08:57:46. Grund: Ergänzung -
am 05.07.2016 10:03:53 | IP (Hash): 449167480
Hallo zusammen,
gestattet mir bitte, dass ich mich kurz vorstelle: ich bin neu hier und mein Name ist Raimond. Ich bin seit über 30 Jahren Typ 1 Diabetiker und arbeite fast genauso lange als Programmierer.
Ich habe mit großem Interesse die Ausgangsfrage und die vielen Antworten verfolgt. Dabei fällt unweigerlich auf, dass die Berechnungsmethoden oftmals für viele Betroffene ein Buch mit mehr als sieben Siegeln sind!
Als Tagebuch setze ich "Diabass 5" ein (ich bin mit Version 1 oder 2 angefangen) und berechnete bis vor kurzem meine Insulineinheiten mit Excel. Wenn man einmal seine "Körper-Parameter" kennt (der behandelnde Arzt kennt sie mit Sicherheit), ist das Ausrechnen gar nicht so schwer: man muss nur die Vorgaben des Arztes und die (öffentlichen) Berechnungsformeln anwenden.
Dachte ich! Weiterentwickelte Erkenntnisse einzupflegen war nicht das Problem; die Besonderheiten des Diabetiker-Tages aber schon; und was passiert, wenn ich einen hohen Blutzucker habe und einen Halbmarathon laufen möchte?
Außerdem muss man berücksichtigen, dass die meisten Berechnungsformeln einen tückischen Fehler enthalten: Sie vermischen die tageszeitliche Insulinresistenz mit der der Kohlehydrataufnahme, was bei einem niedrigen Blutzucker häufig bei mir zu heftigen Hypoglykämien führte.
Da Excel allmählich an seine Grenzen stieß (ich wollte nicht immer mit einem PC untern Arm unterwegs sein), suchte ich nach einer geeigneten Unterstützung auf dem Handy - eine App halt.
Was ich dort zu sehen bekam, war alles Mögliche, nur keine Berechnungshilfe! Die meisten Apps (ca.95%) sind "Tagebücher" und fallen damit raus (ich habe doch schon Diabass) und der Rest rechnet falsch oder mangelhaft.
Also habe ich kurzerhand selbst eine App erstellt, welche die komplexen Anforderungen vollständig abdeckt:
ICT-Helper! (es gibt auch eine kostenlose "Light Version").
Natürlich war das gerade Werbung; aber soll ich es verheimlichen, dass es für die Berechnungsfragen eine Lösung gibt? Da bin ich ehrlich und sage nein!
Aber zurück zum Thema: was muss denn nun alles in eine Berechnung einfließen? Ganz einfach, es sind folgende Werte (bitte unbedingt mit dem behandelnden Arzt abstimmen):
der aktuelle Blutzucker (in mg/dl oder mmol/l),
der Blutzucker-Idealwert (der Zielwert),
die geplanten Kohlehydrate (KE - früher BE),
die Dauer einer vorhersehbaren körperlichen Anstrengung,
die Blutzuckerveränderung einer Insulineinheit,
die Blutzuckerveränderung einer Kohlehydrateinheit,
die Blutzuckerveränderung einer Glukose-Einheit (z.B. ein Traubenzuckerstück)
und nicht zu vergessen der tagesaktuelle Insulin-Resistenzfaktor (IR nach dem "Dr. Renner-Schema").
Wichtig: der IR schwankt üblicherweise über den Tag zwischen 3 und 0,8 (im Verhältnis zur Mittagsverträglichkeit = 1).
Ach ja, alle Werte müssen natürlich leicht änderbar sein, weil das Leben es so vorgibt. Das ist doch einfach - oder?
Ich glaube jetzt wird klar, warum man eine App nutzen sollte: damit kann man jederzeit und überall notwendiges Insulin oder zusätzlichen Traubenzucker berechnen. Mir geht es mit der App wesentlich besser als ohne.
Eine ständige, manuelle Berechnung birgt immer das Risiko „dummer“ Fehler – gerade wenn man kurz vor der Bewusstlosigkeit steht (leider habe ich da schlimme Erfahrungen machen müssen).
Gruß Raimond
Bearbeitet von User am 05.07.2016 10:07:08. Grund: einen Schreibfehler beseitigt :-( -
am 05.07.2016 10:53:13 | IP (Hash): 1910543323
Moin Raimund,
finde Deinen Ansatz am gelungendsten von allen, die ich bisher kennen gelernt habe. Nur fehlt mir darin noch das Lernen im System, das so einem Rechner leichter fällt als mir. Unbedingte Voraussetzung: fortlaufendes Einpflegen nach Möglichkeit aller relevanten Daten.
Einfaches Hausnummern-Beispiel: Ich produziere über den Tag im Schnitt 1 für mich deutlich zu niedrigen BZ. Mal im Verlaufe des frühen Vormittags, mal im Verlaufe des späten Vormittags und mal mitten am Nachmittag. Meistens nur 1 am Tag, selten 2 und praktisch nie 3. Und nie, wenn ich mich mit mal systematisch dran setze und um die betreffenden Zeiten meine Messreihen ansetze.
Vom lernenden System würde ich erwarten, dass es die Ereignisse fortlaufend sammelt, entsprechend ihren zeitlichen Umfeldern/Zusammenhängen sortiert und interpretiert/vergleicht und mir mit dem Beginn der als charakterisch entdeckten Vorläufe dazu immer zutreffendere Vorschläge zum passendem Vermeiden machen kann.
Im Grunde müsste so ein System in ähnlicher Weise auch sehr viel treffender als der aufmerksamste Dok oder Betroffene die jeweils passenden tageszeitlich und IR-mäßigen Faktoren immer zutreffender ermitteln und so die Spritzempfehlungen immer passender optimieren können. Und auch z.B. Bedarfsschwankungen infolge Infektionen oder z.B. dem weiblichen Zyklus oder … im erstaunlich engen Rahmen ausgleichen können.
Oder wo mach ich da einen Denkfehler?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 05.07.2016 12:23:48 | IP (Hash): 449167480
hjt_Jürgen schrieb:
Oder wo mach ich da einen Denkfehler?
Da es DEINE Vorstellung ist, darfs du das fordern (die Gedanken sind frei)! Aber leider gibt es zusätzliche Einflussfaktoren, die dem autaken System widersprechen - ich versuche mal ein paar aufzuzeigen:
Was passiert, wenn während der "Lernphase" Lücken entstehen (weil z.B. das Akku alle ist)?
Mit wem gleicht sich das System ab, um Irrtümer auszuschließen?
Wie kannst du ausschließen, dass z.B. eine "Marathon-Erkenntnis" einen bleibenden Eindruck hinterlässt?
...
Ich bin der Meinung, dass eine "technische Unterstützung" mit mir reden muss; ich bin der Chef - nicht der Helfer ist Chef.
Im Prinzip folge ich deinem Ansatz in meiner App, da dort alles eingetragen und berücksichtigt wird und Parameter jederzeit verändert werden können. Selbstverständlich sollte das immer in Rücksprache mit dem Arzt passieren.
Während der Entwicklungsphase habe ich die Verwendung der unterschiedlichen Parameter immer wieder probiert und dabei festgestellt, dass viele Werte recht stabil sind. In den Vergleichsberechnungen (auch mit Papier und Bleistift) konnte ich fast keine Auswirkungen auf Insulineinheiten feststellen. Aber die eigentliche Präzision kam durch die Berücksichtigung des "Dr. Renner-Schemas". Seit dem erweist sich mein ICT-Helper als recht konstant.
Zur Zeit kontrolliere ich meine Grunddaten, wie z.B den Blutzuckeranstieg pro BE wöchentlich und passe den Wert dann bei Bedarf an; damit bin ich quasi zusammen mit der App das, was du eingangs forderst: ein "Lernsystem"!
Noch ein Hinweis zur ständigen Glykosemessung: sicher wäre es auch chick, wenn ein Sensor den Blutzuckerwert selbständig an die App meldet und die mir im Notfall sogar sofort einen Krankenwagen ruft.
Zur Zeit habe ich aber darauf verzichtet, weil die Messwerte so ungenau sind. Es macht einfach keinen Sinn, eine "Präzisions-App" zu haben, wenn die maßgebliche Berechnungsgröße ungenau ist (wenn ich Müll eingebe, kann kein Gold herauskommen).
Aber, das sind alles Momenteindrücke; vieles kann sich schnell ändern und dann geht die Entwicklung weiter; manchmal sogar auf neuen Wegen!
Bearbeitet von User am 05.07.2016 12:27:20. Grund: Korrektur -
Elfe
Rang: Gastam 05.07.2016 15:35:23 | IP (Hash): 1546851848
Hallo Raimond,
ich bin mächtig beeindruckt von der Liste an Parametern, die du berücksichtigst und du das Talent hast, diese zu einer App zu verdrahten.
Die genannten Werte kann ich nachvollziehen, aber der Begriff Insulin-Resistenzfaktor im Zusammenhang mit Typ 1 ist mir neu, tauchte bisher bei keinem Arzt-Gespräch auf.
Oder wird das vielleicht in den IE/BE-Faktoren über den Tag berücksichtigt und nur der Fachbegriff IR fiel nicht ?
Deine App ist eine tolle Sache !
Die ist so gut, daß du deinen ersten Beitrag von heute 10 Uhr ev. noch einmal unter der Rubrik 'Software' einstellen könntest mit entsprechendem Thema 'App ...'.
Dort treffen sich die Technik-Begeisterten und dort wird deine App wohl eher gefunden.
Fürchte, daß hier in dieser Rubrik mit dem Thema deine Idee untergehen könnte und das wäre doch zu schade.
Mit besten Grüßen
Elfe -
am 05.07.2016 16:10:12 | IP (Hash): 1910543323
@Raimond
Klar ist das meine Vorstellung. Und ich stelle mir vor, dass der beständig korrigierende Abgleich wie ja auch bei uns mit berechnender und schätzender Steuerung immer mit dem jeweils folgenden Ergebnis kommt. Mal ein einfaches Beispiel:
Wie passend ich zum Frühstück gespritzt habe, zeigt sich standard-ict-mäßig zum Mittag. Das ist der Abgleich. Wenn ich da also ohne zwischendurch weiteres Essen und mit meinem normalen Alltags-Verhalten wiederholt höher als beabsichtigt ankomme, hab ich zum Frühstück wahrscheinlich zu wenig gespritzt. Probiere also zum nächsten ähnlichen Frühstück mit entsprechend mehr usw. usw, bis ich mein Ziel meistens erreiche.
Bisher muss ich dafür am besten an den Folgetagen möglichst gleich frühstücken, bis ich meine optimale Dosierung für dieses Frühstück gefunden habe. Mit ner selbstlernenden App stelle ich mit vor, dass die dafür notwendige Statistik im Programm-Hintergrund ablaufen kann und dazu auch parallel für z.B. 7 verschiedene Frühstücks-Varianten, die ich dafür nicht mal regelmäßig abzuwechseln brauche. Da kann die eine häufiger vorkommen und eher optimiert sein, während ne andere so selten sein kann, dass die Optimierung 1 Jahr oder sogar noch länger braucht.
NEIN, auch wenn es funktionierte, wäre das noch lange keine autarke Steuerung :)
@Elfe
Insulinresistenz ist wesentlich ne Receptor-Down-Regulation, z.B. bei allen Menschen zunehmend mit BZs über der Nierenschwelle und in diversen hormonellen Zusammenhängen und bei Typ2 als wesentliches Element der typischen Fehlsteuerung auch schon im Bereich des völlig gesunden BZ.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 05.07.2016 18:30:32 | IP (Hash): 1356264269
Nicht erschrecken, es ist immer noch Raimond - ich kann über den alten Account nicht einlogen :-(
Kurz zum IRF (Insulin-Resistenz-Faktor): Die Wirksamkeit des Insulins verändert sich durch unterschiedliche Hormonausschüttungen über den Tag. Eigentlich minütlich; ich verwende aber stündliche Faktoren; das kennt ihr bestimmt!
Häufig gelten folgende Werte (gem. dem Dr. Renner-Schema): morgens 2,5; mittags 1,0; abends 1,6 und nachts 0,7. Das heißt, dass ich morgens 2,5 mal soviel Insulin benötige, wie mittags.
Leider wird dieser Faktor häufig mit den aufzunehmenden Kohlehydraten gekoppelt, was folgendes Problem erzeugt:
Man wacht mit einem niedrigen Blutzucker (BZ) auf; z.B. 60 mg/dl. Warum auch immer will man aber nicht viel essen; z.B. nur 2 KE (Anstieg je KE 30 mg/dl); die Blutzucker-Reduzierung (IF) je Insulin-Einheit (IE) beträgt 25 und der falsch angehängte Resistenz-Faktor beträgt 2,5. Dann passiert folgendes:
(BZ (60) + (KE (2) x Anstieg (30) x Faktor (2,5)) - Zielwert (z.B. 110)) / IF (25) = 4 IE
Richtig wäre KEIN Insulin, denn 2 KE lassen den Blutzucker in diesem Beispiel auf 120 steigen! Und bei einem BZ von 60 noch 4 IE spritzen, da muss man aber schnell essen!
Noch dramatischer wird das Ganze, wenn man vor dem Frühstück noch ein paar Kniebeugen macht (ich spreche aus Erfahrung).
Dann gibt es bei dem IRF noch eine Besonderheit zu beachten: der Faktor von 2,5 gilt nur in der Spitze, so gegen 7:00 Uhr; danach fällt er schnell bis ca. 10:00 Uhr auf 1,0! Das heißt um 9:55 ist er eigentlich nicht mehr bei 2,5; wenn ich jetzt nach einer Tabelle gehe, injiziere ich u.U. zweieinhalb mal zuviel Insulin. Das muss eine automatisierte Berechnung berücksichtigen.
Es gäbe noch viel mehr anzuführen, ich belasse es erst einmal dabei!
Gruß Raimond -
Elfe
Rang: Gastam 05.07.2016 19:53:00 | IP (Hash): 1546851848
Hallo Raimond,
vielen Dank für deine Erklärungen zum IRF.
Da muss ich noch mal drüber nachdenken, hab' ich ausgedruckt.
Also bei BZ 60 (Hypogrenze) nehme ich immer erst 1 - 1,5 schnelle KEs, um auf Zielwert 100 anzuheben. In jeder Lebenslage, tags und nachts, auch vor Mahlzeiten.
Mit BZ 60 würde ich auch ohne zusätzliches Insulin beim Sport vor dem Frühstück umkippen.
Insulin spritze ich ausschließlich für die Mahlzeiten (je nach Tageszeit mit unterschiedlichem Faktor) oder mal 1-2 Einheiten zur Korrektur von hohen Werten.
So wurde ich jedenfalls geschult.
Ist vielleicht eine einfachere Erklärung für den 'gemeinen' Patienten, der das ja verstehen soll und umsetzen muss !?
Mit besten Grüßen
Elfe -
am 05.07.2016 22:01:50 | IP (Hash): 1910543323
Jetzt mal gaaaanz laaaangsam:
Raimonds Modell passt zuerst mal für ohne jede eigene Insulin-Produktion. Also für die ICT-Behandlung, ein Insulin für Essen und Trinken und ein weiteres für die Basal-Versorgung.
Also nicht in gleicher Weise für Typ2 und auch nicht in gleicher Weise für langsame Typ1 wie Lada, so lange die noch ne eigene Produktion haben und z.B. noch kein Basal-Insulin brauchen!
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 05.07.2016 22:02:43. Grund: Ergänzung -
am 06.07.2016 11:14:56 | IP (Hash): 1356264272
hjt_Jürgen schrieb:
...Also nicht in gleicher Weise für Typ2 und auch nicht in gleicher Weise für langsame Typ1 wie Lada, so lange die noch ne eigene Produktion haben und z.B. noch kein Basal-Insulin brauchen!...
Naaa, nicht so ganz: in der App berücksichtige ich ausschließlich die Bolus-Raten, da ich ja wissen möchte, was ich bei einem bestimmten Blutzucker tun muss.
Sofern kein Basal-Insulin benötigt wird, hat das ggf. einen anderen Einfluss auf die Bolus-Raten - oder auch nicht.
In der Berechnung wird aber der (jederzeit anpassbare) Wert der Blutzuckerveränderung durch Insulin benutzt (der kann mal höher oder niedriger sein), wodurch immer die individuell richtige Menge an Insulin oder z.B. Traubenzucker ausgegeben wird.
Vor allem geht es bei meinen Berechnungen aber um die Einbeziehung der 3. Säule der Diabetes-Balance: die körperliche Anstrengung!
Der Blutzucker basiert nun mal auf Insulin (egal, ob von innen oder von außen), auf der Nahrungsaufnahme und dem körperlichen Aufwand.
Und genau dieser Aufwand wird nirgens konkret berücksichtigt. Dabei muss es sich nicht gleich um einen Triatlon handeln; für die Eine (wenn sie 30 ist) ist ein 10km-Lauf eine Anstrengung, für den Anderen (wenn er 90 ist) ein Spaziergang über 500m.
Seit dem ich meinen Sport ganz einfach in die Berechnungen aufnehmen kann, erlebe ich keine "bösen Überraschungen" mehr.
Früher hat mir ein Arzt gesagt, ich solle einfach weniger Insulin nehmen, wenn ich Sport machen möchten - "wieviel weniger?" - "ausprobieren!". Das geht heute viel besser.
Gruß Raimond -
am 06.07.2016 14:02:24 | IP (Hash): 2140545289
Ich finde die App ja ganz toll. Nur frage ich mich immer noch wieso ich auf keine Normalen Werte beim BZ komme? Evtl eine Insulin Resistenz? Ich knall mir immer so 12 IE Pro Mahlzeit rein und wenn ich Glück habe lande ich dann man bei einem Wert von 100?. Und hierbei ist es egal ob ich Kohlenhydrate esse oder nicht. Natürlich sind die Ausgangswerte konstanter wenn ich Low-Carb z.b Esse als wenn ich z.b Vollkornnudeln esse.
Trotzdem bin ich da immer noch Ratlos. Mein Arzt hat weiterhin keine Zeit sagt nur die Wert bis 150 wären super ich soll mir keinen Stress machen. -
am 06.07.2016 15:51:49 | IP (Hash): 991063678
Welches Insulin und wie viel spritzt du denn basal?
Wenn du wirklich nur Kurzzeitinsulin zu den Mahlzeiten spritzt, kann es nicht funktionieren. -
am 06.07.2016 16:06:40 | IP (Hash): 1356264270
Sven3dfx schrieb:
...Ich knall mir immer so 12 IE Pro Mahlzeit rein und wenn ich Glück habe lande ich dann man bei einem Wert von 100?. Und hierbei ist es egal ob ich Kohlenhydrate esse oder nicht...
Hmmm, man könnte mal das Insulin wechseln - oder eher den Arzt? Ich möchte wirklich jedem sein Glück gönnen, aber in die Berechnung des Insulins gehört kein Glück - das muss passen! Und dabei muss der Arzt helfen!
Es gibt einfache Möglichkeiten, um herauszufinden, wie man selbst "tickt". Das ist dann die Voraussetzung für eine gute Einstellung.
Z.B. könntest du um 12 Uhr mal den Blutzucker messen. Wenn er gößer 140 mg/dl ist (aber auch nicht sehr weit darüber), spritzt du 2 IE, isst nichts (und trinkst auch nichts Süßes!), verhältst dich ruhig und misst nach 30 Minuten erneut den Blutzucker. Dann sofort etwas essen - ich möchte je kein Unglück heraufbeschwören!
Danach kannst du aber sehen, wie hoch die Absenkung pro IE und pro Stunde im Blut ist. Wenn du das an anderen Tagen wiederholst, kannst du erkennen, wie das Insulin bei dir wirkt. Aber dabei müsste dich eigentlich dein Arzt begleiten; befrag ihn mal dazu.
Ich mache solche kleinen Tests immer mal wieder und freue mich sowohl, wenn alles gleich bleibt, als auch, wenn ich eine Veränderung gefunden habe.
Gruß Raimond -
am 06.07.2016 16:35:52 | IP (Hash): 912369893
@Sven Mal dummfrag:
Deine Diagnose ist noch nicht so besonders alt, die Chance, dass es innerhalb von nem Monat funzt, daher deutlich besser als 50%. Wäre vielleicht für Dich interessanter, wie Du ohne Insulin und ohne Medikamente wieder zu einem zuverlässig gesunden Blutzucker kommen könntest?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 06.07.2016 20:09:31 | IP (Hash): 258134492
Die Diagnose ist 5 Jahre alt. Hab es aber 4 Jahre und 10 Monate ignoriert. Es könnte sein das wenn ich wieder dünn werde das alles normal wieder geht zur Zeit aber nicht. Keine Ahnung wie gut die Insulinrezeptoren und die Bauchspeicheldrüse noch funktioniert. Zum Essen spritze ich Actrapid und Abends Protaphane.
Ich will ja nicht so viel ich will einfach das, dass funzt. Ich will voralledingen klarheit warum ich was tue. Und nicht nur hau mal rin das Zeug wird schon gut gehen. Genau wieso komme ich nie unter 100 Zucker obwohl ich KH meide und ich mir 20 Einheiten Baller? Sind alles so dinge die mich brennend interessieren -
am 06.07.2016 20:21:49 | IP (Hash): 236692522
Sven3dfx schrieb:
Zum Essen spritze ich Actrapid und Abends Protaphane.
Hallo Sven,
also fehlt dir tagsüber Basalinsulin.
Die Basaldosis wird so dosiert, dass dein BZ ohne Essen relativ konstant bleibt. Wenn tagsüber das Basalinsulin fehlt musst du es mit mehr Mahlzeitinsulin ausgleichen. Einen ordenltlich berechenbaren BZ-Verlauf kannst du so nicht erreichen. -
am 06.07.2016 21:30:39 | IP (Hash): 258134492
Ich hab den Eindruck das Basal wirkt garnicht. Weil Abends mit 110 ins Bett morgens mit 150 wieder hoch. Ziel ist doch das ich morgens auch schon 100 hab oder nicht? -
am 06.07.2016 23:57:46 | IP (Hash): 912369893
Die meisten von uns wachen mit mehr BZ auf, als womit wir schlafen gegangen sind. Denn so ab etwa Mitternacht bis etwa 2-3 Uhr haben wir allgemein unseren geringsten Insulin-Bedarf. Dann steigt dieser Insulin-Bedarf wieder an, bei uns Typ2 häufig besonders munter.
Auf der anderen Seite der Wirkverlauf des Basal-Insulins, bestenfalls völlig gleichförmig. Also zur Zeit des geringsten Bedarfs genauso, wie anschließend, wenn der Bedarf wieder ansteigt. Und bei Deinem Prota haben wir keinen gleichförmigen Wirkverlauf, sondern einen breiten Hügel mit in den ersten 1-2 Stunden nach dem Spritzen langsam ansteigender und von 3-4 Stunden nach dem Spritzen wieder langsam absinkender Wirkung. Also selbst beim Spritzen um Mitternacht noch ein Teil des Wirk-Maximums zeitlich im Bereich des geringsten Bedarfs, wo also besonders wenig Insulin wirken sollte :(
Die meisten INSULINER und ihre Ärzte sehen nüchtern 100-140 als super und -160-180 immer noch als völlig ausreichend. Und ausreichend auch, wenn der BZ zur jeweils nächsten Mahlzeit da wieder eintrudelt. Und aus dieser Sicht kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, was Du dir da für Gedanken machst. Das ist immer noch im diabetisch gesunden Bereich ;)
Wenn Du nicht besonders viel Insulin-Wirkung beobachtest, liegt das einfach daran, dass Du für’n Typ2 noch herzlich wenig spritzt. Deine KollegInnen spritzen weit überwiegend mehrheitlich pro Tag 100-200 Einheiten und locker auch mehr. Nehmen dabei auch locker weiter zu, aber das ist ja unter Typ2 Insulinern - frag mal Dr. Google - auch völlig normal.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 07.07.2016 08:34:59. Grund: Korrektur -
am 07.07.2016 13:50:47 | IP (Hash): 1356264271
Sven3dfx schrieb:
...Ich will ja nicht so viel ich will einfach das, dass funzt. Ich will voralledingen klarheit warum ich was tue. Und nicht nur hau mal rin das Zeug wird schon gut gehen...
Hallo Sven,
hast du dich einmal umgesehen, wo es in deiner Nähe Diabetologen mit angeschlossener Hilfe oder Beratungsstellen gibt? Dort könntest du Antworten auf deine Fragen erhalten.
Sieh mal hier:
DDG
oder google mal selbst nach: "diabetes beratungsstellen"
Gruß Raimond
Bearbeitet von User am 07.07.2016 13:55:54. Grund: bb code ergänzt -
Elfe
Rang: Gastam 07.07.2016 16:56:53 | IP (Hash): 1678489990
Sven3dfx schrieb:
Zum Essen spritze ich Actrapid und Abends Protaphane.
Hallo Sven,
das Basal-Insulin Protaphane ist eine Suspension und muss vor jeder Injektion mindestens 10 x hin- und hergeschwenkt werden, die Lösung sollte dann homogen weiß und trübe sein. Nur so ist gewährleistet, daß die gewünschte Menge Insulin gespritzt werden kann (Oberschenkel).
Hast du dich daran gehalten ?
Bereits 2005 erhielt ich vom Arzt Levemir verschrieben, das als klare homogene Lösung vorliegt und einem dieses lästige 'Resuspendieren' erspart.
Und auf einen baldigen Termin beim Arzt würde ich bestehen und lass' dich nicht schon vom Personal abwimmeln. Sonst lass' dir eine Überweisung ausstellen und suche dir einen neuen Fach-Arzt.
Mit besten Grüßen
Elfe