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Schwangerschaftsdiabetes
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am 10.08.2016 15:18:51 | IP (Hash): 199394826
Hallo zusammen,
ich bin neu und erhoffe mir etwas Rat von euch.
Eigentlich habe ich ja noch kein großes Problem aber wäre trotzdem Dankbar für jede klitzekleine Info oder auch nur einen hilfreichen Tipp der das Leben erleichtern kann ;)
Vielleicht erstmal zu mir:
Ich bin zum zweiten mal schwanger in der 11 ssw. In meiner ersten SS wurde mir ss-Diabetes diagnostiziert (OGTT - 90,5 - 184 - 124) mit anschließender Nacht-Insulin Behandlung für die Nüchternwerte (Basal-Insulin, ich glaube 8 Einheiten waren es) Den Rest habe ich über Ernährung in den Griff bekommen, war eigentlich alles gut (psychisch vll nicht so, aber dass vielleicht ein andermal)
Hashimoto habe ich auch noch.
Und jetzt habe ich vor ein paar Tagen wieder so einen ekelhaften süßen Nachgeschmack (haben das eigentlich andere auch?) wenn ich süßes/Zuckerhaltiges esse (bei KHs also Brot oder dergleichen nicht, nur Süßigkeiten oder Obst). Und prompt sind meine Werte auch wieder leicht schlechter geworden als davor (habe seit ss Beginn ab und an kontrolliert). Nun sind meine Nüchternwerte bei 90-95 und 1 Std. nachdem essen zwischen 105 und max. 130 , bis jetzt.
Vorher hatte ich auch schon Nüchternwerte zwischen 87-93 aber das habe ich jetzt mal als meinen normalen Blutzuckerspiegel betrachtet.
Nun sind meine Infos: Nüchternwerte nicht über 91 und 1 Std. nachdem essen nicht über 130-140. Sind die Werte noch aktuell?
Wie streng sollte man ein ss-Diabetes behandeln? Bei meinem letzten Diabetologen haben die mich ja verrückt gemacht. Sowas möchte ich eigentlich nicht nochmal!!
Ist es schlimm, wenn die Nüchternwerte nur minimal abweichen von der Norm, vorallem wenn meine normalen Werte nur minimal besser sind, kann es doch in der ss nicht besser sein, oder? Aber dann gleich spritzen? Oder bin ich da zu locker?
Vorallem zeigt mir mein Körper mit dem süßen Nachgeschmack sehr deutlich, was er NICHT möchte/braucht. Natürlich achte ich auch jetzt besser auf die Ernährung. Muss aber auch erst mal testen, was er noch verträgt und was schon zuviel ist.
Ich freue mich auf euren Input und hoffe sehr, dass ich diesmal um das Spritzen komme. (Wünsche mir nämlich eine heilsame Hausgeburt nach einem Klinik produzierten Kaiserschnitt)... ah da fällt mir glatt noch eine Frage ein:
Sollte nun meine ss so unauffällig und gut verlaufen dass ich mir meinen Wunsch nach einer Hausgeburt erfüllen kann, wie ist das dann mit den Neugeborenen? Kann ich mit meinem Blutzuckergerät auch den Blutzucker vom Baby messen?
Ich frage deswegen, weil wir in der Klinik total im Stich gelassen wurden und unser Baby damals in den Unterzucker gefallen ist. Und nur weil wir ein Familienzimmer hatten, hat es der Papa gemerkt, sonst wäre das echt übel ausgegangen!! (Ich habe geschlafen wie ein Stein, wegen den ganzen Medis) -
Michael74
Rang: Gast -
am 10.08.2016 16:14:39 | IP (Hash): 199394826
Das wird vermutlich ein Blutwert sein? Ich war noch bei keinem Diabetologen. -
am 10.08.2016 17:23:46 | IP (Hash): 1543849709
Glückwunsch zum neuen Familienprojekt :)
Beim Nachgeschmack denke ich eher an Dein persönliches Phänomen, und wie weit das wenigstens für Dich und Deinen Blutzucker zutrifft, kannst Du ja vielleicht mal nach diesem Fahrplan austesten http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf
Ja, Deine alten Vorgaben für nüchtern und in der Spitze nach dem Essen werden immer noch so gesehen. Denn der höher als gesunde Blutzucker der Mutter belastet die Bauchspeicheldrüse des Kindes *. Dagegen belastet Insulin, das Du spritzt, Dein Kind nicht, weil es von Dir zu Deinem Kind eine Hormon-Sperre gibt.
Wenn Du meine Tochter wärst, würde ich Dir also empfehlen, jetzt schon locker mit dem Einhalten der Vorgaben anzufangen, damit Du dich wieder dran gewöhnt hast, wenn der Insulin-Bedarf im weiteren Verlauf weiter ansteigt. Daumendrück :)
)*Michael
VÖLLIG UNABHÄNGIG VOM HBA1c und auch völlig unabhängig von einer Diagnosereife! Also auch bei Müttern, bei denen kein Schwangerschafts-Diabetes diagnostiziert wird, immer dann, wenn und solange sie einen höher als gesunden Blutzucker haben!
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.08.2016 17:32:30 | IP (Hash): 2004616154
Hallo!
Das mit dem Nachgeschmack kenne ich nicht... hängt wohl mit den Hormonen zusammen ;))
Deine Werte sehen ja noch gut aus, Du solltest Dich beim Diabetologen vorstellen und weiter gut auf Dich und Dein Kind achten.
Und wenn Dich was beim Diadoc stört:
Sag es einfach!
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am 10.08.2016 17:34:22 | IP (Hash): 2004616154
@Michael74
Was willst Du bei SS-Diabetes mit dem HbA1c?
Lass dich bitte Deine sinnbefreiten Beiträge. Damit hilfst DU besser. -
am 10.08.2016 17:37:03 | IP (Hash): 2004616154
Rose14 schrieb:
Das wird vermutlich ein Blutwert sein? Ich war noch bei keinem Diabetologen.
Die Frage von Michael kannst Du getrost vergessen - Du machst bis jetzt alles richtig, und die Sache mit der Hausgeburt sollte auch klappen. Sprich mit der Hebamme über BZ-Messung, gemeinsam findet ihr da die passende Lösung. -
am 10.08.2016 20:14:54 | IP (Hash): 728357477
Rose14 schrieb:
Nun sind meine Infos: Nüchternwerte nicht über 91 und 1 Std. nachdem essen nicht über 130-140. Sind die Werte noch aktuell?
Wie streng sollte man ein ss-Diabetes behandeln? Bei meinem letzten Diabetologen haben die mich ja verrückt gemacht. Sowas möchte ich eigentlich nicht nochmal!!
Hallo Rose,
Glückwunsch zur SS - alles Gute fürdich und dein Baby. :=)
Wenn deine Nüchternwerte weiter ansteigen, womit du whrscheinlich rechnen musst, dann bleibt, dann wirst du woh auch bei dieser SS nicht um Basalinsulin drumrum kommen. Richtig wichtig wird das allerdings erst in der 2. SS-Hälfte, wenn sich bei deinem Baby die BSD entwickelt, Wenn du dann über mehrere Stunden mit zhu hohem BZ ankommst, dann wird die BSD von deinem Baby gegensteuern und sehr viel Insulin ausgeben. Dadurch erhöht sich dann die Gefahr, dass das Baby größer als normal wächst. Manche Ärzte geben 90 als Zielwert an, andere geben sich mit 95 zufrieden.
Bis zur 20. SS-Woche kannst du noch ganz in Ruhe beobachten, wie sich dein BZ entwickelt, außer natürlich, wenn er stark ansteigt. Es ist sehr viel wert, wenn du mit entsprechender Ernährung deinen BZ nach den Mahlzeiten im Griff behältst. Gegen höheren NBZ kannst du mit Ernährung nichts ausrichten, dagegen bleibt nur Basalinsulin. Dass das Spritzen nicht schlimm ist, weißt du ja aus deiner 1. SS. Die schlechte Nachbetreuung nach der Geburt ist allerdings ganz schön schlimm. Dieses Mal wisst ihr ja Bescheid und werdet so etwas nicht wieder zulassen.
Alles Gute, Rainer -
Michael74
Rang: Gastam 10.08.2016 21:39:08 | IP (Hash): 1780319140
Sag mal Typ einser, kannst du eigentlich auch was anderes als stänkern. Ich habe lediglich nach ihrem hba1c wert gefragt und es weder bewertet. Dir muss es echt schlecht gehen bei deinen negativen Betrachtungen anderer. Arbeite bitte mal an Dir :( -
am 10.08.2016 21:56:44 | IP (Hash): 728357477
@Michael,
bei SS-Diabetes spielt der HbA1c.Wert überhaupt keine Rolle. Das solltest du wissen, weil es dir hier im Forum schon oft genug gesagt wurde. Warum belästigst du Rose mit so einer unsinnigen Frage, sie hat schon genügend Probleme.
Du solltest lieber mal an dir arbeiten. :=(
Bearbeitet von User am 10.08.2016 21:59:03. Grund: . -
Elfe
Rang: Gastam 10.08.2016 22:47:55 | IP (Hash): 1329236406
Hallo,
daß die Geburtsklinik deines ersten Kindes nicht mehr für dein zweites Kind infrage kommt, kann ich durchaus verstehen.
Du hast aber noch genügend Zeit, dich/euch kundig zu machen, ob nicht eine andere Klinik in der Umgebung euer Vertrauen erlangt.
Warum bitte eine Hausgeburt ? Wer soll bitte die Verantwortung für dich und dein Baby übernehmen ?
Die Hebamme ???
Du bist topfit nach der Geburt und misst deinem Baby mit diesem ungenauen Patientenmessgerät den Blutzucker ???
Oder nicht, ~, dann geht's mit tatütata dann doch in die Klinik ? Mit Zeitverlust ?
Du kennst doch die Gefahren für dein Baby und dich aus deiner ersten Schwangerschaft.
Warum wäre ein Basalinsulin zu spritzen so schlimm für dich, wenn es für dein Baby besser ist, und dich in der Ernährung etwas flexibler macht ?
Gibt auch Schwangere, die zu jeder Mahlzeit schnelles Insulin spritzen müssen, da warst du doch in der ersten Schwangerschaft besser dran.
Wünsche dir, daß dein Gynäkologe dich gut betreut, und entscheidet, ob und wann ein Diabetologe mit eingeschaltet werden muss.
°_° Elfe -
am 10.08.2016 23:13:17 | IP (Hash): 2004616154
Michael74 schrieb:
Ich habe lediglich nach ihrem hba1c wert gefragt und es weder bewertet. Dir muss es echt schlecht gehen bei deinen negativen Betrachtungen anderer. Arbeite bitte mal an Dir :(
Bitte verrate uns nicht, was Du mit der HbA1c-Fragerei bezweckst.
Bitte lass es.
Beherzige Deine Rat: Arbeite an Dir und hör auf, Ratsuchende zu verunsichern.
Danke. -
am 11.08.2016 09:47:16 | IP (Hash): 199394826
Vielen Dank für deine liebe Antwort. Den Link habe ich tatsächlich hier im Forum sogar schon gefunden :) Vielen Dank dafür.
Ja, ich werde definitiv nun besser auf die Ernährung achten und dabei meinen Blutzucker im Auge behalten.
Das mit der Hormon-Sperre wusste ich vorher nicht. Was mich dabei allerdings stutzig macht ist, dass Stresshormone durchaus zum Kind durchdringen, warum dann nicht die Insulin Hormone?
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am 11.08.2016 09:53:15 | IP (Hash): 199394826
Vielen Dank für deinen Zuspruch. Zu einem Diabetologen werde ich wohl Früher oder Später sowieso gehen müssen. Ich möchte mir aber dann wohl einen neuen suchen. Der alte war auch etwas weiter weg, was bei wöchentlichem vorstellen, dann schon sehr nervig ist, vorallem später, wenn schon alles etwas beschwerlicher ist und Autofahren nicht mehr so angenehm ist ;) -
am 11.08.2016 10:16:26 | IP (Hash): 199394826
Vielen Dank :)
Ja, ich hoffe, dass ich vielleicht doch bissl mit der Ernährung den Nüchternwert beeinflussen kann (oder kannst du mir erklären, warum das nicht möglich ist?). Heute hatte ich das erstemal seit Sonntag (72 ) wieder einen Nüchternwert von 89 ... unter 90 YEAH :D Kann natürlich auch nur Zufall sein... oder es pendelt sich gerade ein... schlechte Zuckerwerter kommen ja auch nicht von heut auf morgen.
Ohh das es Ärzte gibt, die auch 95 akzeptieren ist ne super Info, vielleicht finde ich so einen ;) Weil, wenn man an die Sache logisch ran geht, hatte ich in der letzten ss bereits um die selbe Zeit wohl schlechte Nüchternwerte (wenn man den süßen Nachgeschmack als Anzeichen dafür wählt) Das heißt, ich hatte bis etwa zur 30 ssw (bin erst spät zum Zuckertest) einen schlechten Nüchternwert und mein Kind hatte Null Anzeichen von Übergröße bzw. vergrößerten Abdomen Umfang. (Geburtsgewicht 3535g - also komplett im Durchschnitt)
Wenn meine Nüchternwerte wirklich ausufern ist ganz klar, dass ich Spritze. Aber ich möchte es trotzdem vermeiden, denn jedes Medikament hat Nebenwirkungen, auch Insulin. Man muss nur immer gut die Nutzen/Schadensanlayse im Blick haben.
Das mit der Nachbetreuung werden wir definitiv dann besser im Blick haben. Wir waren damals einfach zu uninformiert und haben Blind den Ärzten vertraut. Was ich mittlerweile erfahren habe, in allen Bereichen der Medizin sehr sehr schlecht ist. Man sollte sich immer mehrere Meinung einholen, insbesondere von bereits Betroffenen (deshalb bin ich hier ;)), die wissen manchmal sogar mehr über ihre Krankheit als es so mancher Arzt tut. Erschreckend aber ist so...
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am 11.08.2016 10:46:35 | IP (Hash): 2108455638
Rose14 schrieb:
Aber ich möchte es trotzdem vermeiden, denn jedes Medikament hat Nebenwirkungen, auch Insulin. Man muss nur immer gut die Nutzen/Schadensanlayse im Blick haben.
Das ist bei vielen Medikamenten durchaus angebracht.
Insulin hat keine Nebenwirkungen - das kannst Du auf der Schadenseite ruhig vergessen.
Nutzen hast Du und vor allem Dein Kind (wenn Du es wirklich brauchst)! -
am 11.08.2016 11:47:01 | IP (Hash): 199394826
Elfe schrieb:
Hallo,
daß die Geburtsklinik deines ersten Kindes nicht mehr für dein zweites Kind infrage kommt, kann ich durchaus verstehen.
Du hast aber noch genügend Zeit, dich/euch kundig zu machen, ob nicht eine andere Klinik in der Umgebung euer Vertrauen erlangt.
Warum bitte eine Hausgeburt ? Wer soll bitte die Verantwortung für dich und dein Baby übernehmen ?
Die Hebamme ???
Du bist topfit nach der Geburt und misst deinem Baby mit diesem ungenauen Patientenmessgerät den Blutzucker ???
Oder nicht, ~, dann geht's mit tatütata dann doch in die Klinik ? Mit Zeitverlust ?
Du kennst doch die Gefahren für dein Baby und dich aus deiner ersten Schwangerschaft.
Warum wäre ein Basalinsulin zu spritzen so schlimm für dich, wenn es für dein Baby besser ist, und dich in der Ernährung etwas flexibler macht ?
Gibt auch Schwangere, die zu jeder Mahlzeit schnelles Insulin spritzen müssen, da warst du doch in der ersten Schwangerschaft besser dran.
Wünsche dir, daß dein Gynäkologe dich gut betreut, und entscheidet, ob und wann ein Diabetologe mit eingeschaltet werden muss.
°_° Elfe
Mit den Kliniken muss ich mir noch überlegen. Das entscheidet sich auch erst, wie eben meine ss verläuft. Sollten noch weitere gravierende Probleme oder gar das Insulin dazu kommen, muss ich mir überlegen, wie ich das angehe.
Aber das hat auch noch Zeit bis zur 36 ssw, vorher wollen Kliniken einen eh nicht sehen.
Warum bitte eine Hausgeburt ?
Allein das du diese Frage stellst, zeigt mir, dass du absolut keine Ahnung bezüglich Hausgeburt vs Klinikgeburt hast. Ich denke, das auszuführen bzw. zu Diskutieren sprengt hier das Thema. Solltest du allerdings ehrliches vorurteilsfreies Interesse haben, bin ich für jede Diskussion zu haben.
Seit dem Kaiserschnitt habe ich mich mit den Themen Schwangerschaft, Geburt und Zeit danach sehr intensiv beschäftigt und bin nach wie vor sehr erschreckt über die derzeitig Situation unserer Schwangerschaftsbetreuung, Geburtshilfe und die Betreuung der Kinder.
Solltest du dich schlau machen wollen, kann ich dir folgende Namen ans Herz legen:
Dr. Rockenschaub - leitete die Semmelweisklinik in Österreich
Dr. Marina Marcovich - leitete eine Frühchenstation
Zum Thema Verantwortung übernehmen.
ICH übernehme die Verantwortung für mich selbst und auch für mein Kind, sonst niemand. Ich will eine selbstbestimmte, Interventionsfreie Geburt. Und das nicht aus eigenen Befindlichkeiten (natürlich spielen die auch mit rein) aber hauptsächlich für mein Kind! Und ich werde eine selbstbestimmte Geburt bekommen, ob nun Daheim oder in der Klinik.
Manchmal habe ich das Gefühl, Patienten und auch Ärzte wissen nicht, was Ärzte eigentlich für eine Funktion haben. Ärzte sollen beraten, Risiken erklären, Vor- und Nachteile möglicher Behandlungen aufzeigen. Sie sollen NICHT bestimmen, was der jeweilige Patient zu tun und zu lassen hat. ICH als Patient entscheide immer was mit mir und meinem Körper passiert. Und dazu ist es oft nötig mehr als eine Meinung einzuholen bzw. mehrere Quellen zu nutzen und vielleicht sogar zu überprüfen, ob sie überhaupt Aussagekräftig/Seriös sind.
Zum Thema Blutzucker beim Neugeborenen. Dazu schildere ich dir den Ablauf bei der letzten Geburt.
-Geburt: zwischen 21:29 und 21:50
- Baby Blutzucker liegt bei ca 80 (haben auch nur ein normales Blutzuckergerät)
-Fehlgeschlagene Stillversuche bis ca. 2 Uhr dann bin ich eingeschlafen.
-ca. 3 Uhr Kind zittern, Zucker bei 30
-Schwestern geben Glucose Zäpfchen und Füttern zu
-Mit zu Füttern wird der Blutzucker normal und es kommt zu keiner Unterzuckerung mehr.
Sprich, von Geburt bis zur Unterzuckerung liegen nicht ganz 6 Stunden.
Ausschlaggebend für die Unterzuckerung:
keine Milch, kein Kolostrum (ein Tropfen hätte genügt um die Unterzuckerung zu vermeiden)
Warum keine Milch? Durch PDA werden Hormone gehemmt und auch Stresshormone aufgrund des Kaiserschnitts, sich unwohl fühlen (kein vertrauter Geruch, grelles Licht, eben Krankhaus), werden Hormone gehemmt und somit hatte ich zu anfangs keine Milch.
Das heißt nun, wenn ich daheim gebäre, fühle ich mich wohl, habe Milch (und wenn nicht, habe ich mit Sicherheit andere Vorkehrungen, wie Glucose Zäpfchen und Kunstnahrung, getroffen) und sollten doch alle stricke reisen und ich mich unsicher fühlen, fahre ich ins Krankenhaus.
Natürlich kann es immer zu Komplikationen kommen. Normalerweise sieht aber die Hebamme (1 zu 1 Betreuung), wenn etwas nicht stimmt oder ich merke es selbst und man handelt dementsprechend frühzeitig! In der Klinik werden Komplikationen erst zum letzten Drücker entdeckt, wenn überhaupt, und dann wird nur noch reagiert anstatt vorher zu agieren! (aufgrund mangelnder Betreuung)
Nur weil es anderen schlechter gehen könnte als mir, muss ich doch nicht den Kopf in den Sand stecken. Ist es denn so weit hergeholt anzustreben, keine Medis nehmen zu müssen? Wohlgemerkt jedes Medikament hat auch Nebenwirkungen, auch Basalinsulin! Wenn meine Werte allerdings ausufern, ergibt auch bei mir die Risiko/Nutzenanalyse, dass ich dementsprechend agiere.
Wie oben schon geschrieben, entscheide ICH, wann es Zeit ist zum Arzt zu gehen. Der Arzt berät mich nur.
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am 11.08.2016 11:50:58 | IP (Hash): 199394826
TypEinser schrieb:
Rose14 schrieb:
Aber ich möchte es trotzdem vermeiden, denn jedes Medikament hat Nebenwirkungen, auch Insulin. Man muss nur immer gut die Nutzen/Schadensanlayse im Blick haben.
Das ist bei vielen Medikamenten durchaus angebracht.
Insulin hat keine Nebenwirkungen - das kannst Du auf der Schadenseite ruhig vergessen.
Nutzen hast Du und vor allem Dein Kind (wenn Du es wirklich brauchst)!
Eine Nebenwirkung (leider weiß ich die Quelle nicht mehr) wäre bei einem Schwangerschaftsdiabetes, dass es das Risiko erhöht, dass Mutter und Kind später einmal an Diabetes erkranken. Natürlich ein unbehandelter Diabetes ist da weitaus schlimmer aber ich denke, das habe ich doch eigentlich geschrieben, dass ich spritzen werden, wenn es eben nötig wird? -
am 11.08.2016 12:17:59 | IP (Hash): 2108455638
Hallo Rose14!
Das mit den "Nebenwirkungen" und "gespritztes Insulin löst bei Kindern Diabetes aus" stand mal auf der recht unseriösen Seite "Gesundheit / Aufklärung / Zentrum".
Das wurde auf Betreiben mehrer moderierter Foren von der Seiten genommen – schlicht und einfach es es absolut nicht stimmt.
Und das mit der Hausgeburt finde ich Klasse!
PS. Der Unsinn ist wieder online... am Besten ist der Teil mit "die Bauchspeicheldrüse muss sich erst einarbeiten" und der Teil mit der "verätzten Bauschspeicheldrüse".
Ich glaube jetzt wirklich nicht, dass Du solche Sachen konsumierst.
Dafür machst Du Dir wirklich zu ernste Gedanken.
Bearbeitet von User am 11.08.2016 12:55:48. Grund: Ergänzung -
am 11.08.2016 12:55:15 | IP (Hash): 1056998532
Nein, auch Deine Stresshormone kommen nicht zu Deinem Kind durch. Aber die machen Dich unruhig, und diese Unruhe durchzieht Deinen ganzen Körper und überträgt sich so selbstverständlich auch auf das Kind.
Das mit der Hormon-Barriere/Schwelle ist übrigens ein bisschen gemein, denn von Deinem Kind zu Dir ist sie wohl voll durchlässig, und so können die Kleinen manche Fehlsteuerung bei ihren Müttern verursachen, die die Ärzte sich aus den Befunden der Mütter beim besten Willen nicht erklären und dann halt nur an den Haaren herbei ziehen können :(
Apropos 30mg/dl beim Neugeborenen:
Für Erwachsene Nichtdiabetiker gilt 50mg/dl als Unergrenze Normal-BZ. Manche fangen schon bei 60 an, sich leicht angetrunken oder unruhig und meistens auch hungrig zu fühlen. Je tiefer der BZ sinkt, umso mehr, wobei die einen bei 30 noch kaum auffallen und noch alles selbst tun und sagen können, während andere da schon nicht mehr so recht ansprechbar sind.
Beim Neugeborenen gilt 36mg/dl als Untergrenze des gesunden BZ, 30 also in der Art zwar beschwerlich wie bei Nichtdiabetikern vielleicht 40-50, aber nicht gefährlich. Zudem ist der Neugeborenen-Stoffwechsel noch direkt auch ketogen eingestellt, kann also gleichermaßen und parallel Fett wie Glukose zu seiner Versorgung nutzen.
Will nicht sagen, dass die da bei Euch im kranken Haus alles richtig gemacht haben, nur, dass es nicht so auf den letzten Drücker war, wie es sich Dir dargestellt hat.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 11.08.2016 13:54:10 | IP (Hash): 199394826
TypEinser schrieb:
Hallo Rose14!
Das mit den "Nebenwirkungen" und "gespritztes Insulin löst bei Kindern Diabetes aus" stand mal auf der recht unseriösen Seite "Gesundheit / Aufklärung / Zentrum".
Das wurde auf Betreiben mehrer moderierter Foren von der Seiten genommen – schlicht und einfach es es absolut nicht stimmt.
Und das mit der Hausgeburt finde ich Klasse!
PS. Der Unsinn ist wieder online... am Besten ist der Teil mit "die Bauchspeicheldrüse muss sich erst einarbeiten" und der Teil mit der "verätzten Bauschspeicheldrüse".
Ich glaube jetzt wirklich nicht, dass Du solche Sachen konsumierst.
Dafür machst Du Dir wirklich zu ernste Gedanken.
Hallo TypEinser,
vielen Dank für deine Aufklärung. Ja, das die Seite unseriös ist mir bekannt, wie ich das gelesen hab, wohl noch nicht und hat sich dann in mein Hirn eingebrannt. Hatte schon nen ganz schlechtes Gewissen, weil ich ja laut dieser Seite mein erstes Kind bereits dann gefährdet hätte. Aber wenn das nicht so ist, ist es um so besser :))
Wieder was gelernt. :)
Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?
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am 11.08.2016 14:09:53 | IP (Hash): 199394826
hjt_Jürgen schrieb:
Nein, auch Deine Stresshormone kommen nicht zu Deinem Kind durch. Aber die machen Dich unruhig, und diese Unruhe durchzieht Deinen ganzen Körper und überträgt sich so selbstverständlich auch auf das Kind.
Das mit der Hormon-Barriere/Schwelle ist übrigens ein bisschen gemein, denn von Deinem Kind zu Dir ist sie wohl voll durchlässig, und so können die Kleinen manche Fehlsteuerung bei ihren Müttern verursachen, die die Ärzte sich aus den Befunden der Mütter beim besten Willen nicht erklären und dann halt nur an den Haaren herbei ziehen können :(
Apropos 30mg/dl beim Neugeborenen:
Für Erwachsene Nichtdiabetiker gilt 50mg/dl als Unergrenze Normal-BZ. Manche fangen schon bei 60 an, sich leicht angetrunken oder unruhig und meistens auch hungrig zu fühlen. Je tiefer der BZ sinkt, umso mehr, wobei die einen bei 30 noch kaum auffallen und noch alles selbst tun und sagen können, während andere da schon nicht mehr so recht ansprechbar sind.
Beim Neugeborenen gilt 36mg/dl als Untergrenze des gesunden BZ, 30 also in der Art zwar beschwerlich wie bei Nichtdiabetikern vielleicht 40-50, aber nicht gefährlich. Zudem ist der Neugeborenen-Stoffwechsel noch direkt auch ketogen eingestellt, kann also gleichermaßen und parallel Fett wie Glukose zu seiner Versorgung nutzen.
Will nicht sagen, dass die da bei Euch im kranken Haus alles richtig gemacht haben, nur, dass es nicht so auf den letzten Drücker war, wie es sich Dir dargestellt hat.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Hallo Jürgen,
das mit den Hormonen wird ja immer gerne anders erzählt, von den unterschiedlichsten Stellen. Danke, dass du mich da aufgeklärt hast. Was mir allerdings bewusst war, dass das Kind Hormone an mich weiterleiten kann. Das Kind entscheidet nämlich, wann die Geburt beginnt. Das Wehen Hormon wird nämlich vom Kind produziert (bzw. es beginnt den Prozess, ich bin mir gerade nicht sicher, ob es tatsächlich Wehen produziert oder nur ein Hormon ausschüttet das bei der Mutter das Wehen Hormon anregt).
Vielen Dank für die Aufklärung der Blutzucker Untergrenzen. Das ist für mich auf jedenfall interessant. Das mit dem Stoffwechsel würde auch erklären, dass nur ein Tropfen Kolostrum reicht (ist sehr Fetthaltig).
Dass es damals noch keine sehr kritischen Ausmaße angenommen hat, mit dem Neugeborenen Unterzucker, war mir bewusst (hätten sonst einen Notarzt geholt) und so hat sie nur eine Schwester betreut.
Aber ich meinte damit eher, wenn mein Partner auch eingeschlafen wäre, hätte vor morgens kein Mensch mitbekommen, dass das Kind in Unterzucker gefallen ist. Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie schnell so Blutzucker fällt, aber mit bereits Zittern (also ersten Symptome) die auch Energie kosten, kann es dann doch recht schnell gehen bzw. innerhalb von 3-4 Stunden könnte da dann schon mehr passieren... -
am 11.08.2016 14:37:22 | IP (Hash): 2108455638
Rose14 schrieb:
Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?
Es ist tatsächlich so, das bei SS-Diabetes die Hormone nicht mehr im Gleichgewicht sind und die Bauchspeicheldrüse (BSP) mit der vermehrten Insulinanforderung nicht nachkommt.
Das fehlende Insulin per Spritze bereitzustellen ist sinnvoll:
– Die BSP wird geschont, man vemeidet Schäden wie z.B. eine BSP-Entzündung
– Der Körper der Mutter wird vor hohem Blutzucker geschützt
– Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft
– Die BSP des Kindes produziert mehr Insulin um den hohen BZ der Mutter auszugleichen, und das ist der Grund, warum Neugeborene dann unterzuckern!
– Unbehandelter SS-Diabetes erhöht das Risiko des Kindes, das metabolische Syndrom zu entwickeln.
Zuviel oder zuwenig Insulin spritzen ist ja eigentliche keine Nebenwirkung, eher ein Anwenderfehler ;) -
am 11.08.2016 15:16:03 | IP (Hash): 199394826
TypEinser schrieb:
Rose14 schrieb:
Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?
Es ist tatsächlich so, das bei SS-Diabetes die Hormone nicht mehr im Gleichgewicht sind und die Bauchspeicheldrüse (BSP) mit der vermehrten Insulinanforderung nicht nachkommt.
Das fehlende Insulin per Spritze bereitzustellen ist sinnvoll:
– Die BSP wird geschont, man vemeidet Schäden wie z.B. eine BSP-Entzündung
– Der Körper der Mutter wird vor hohem Blutzucker geschützt
– Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft
– Die BSP des Kindes produziert mehr Insulin um den hohen BZ der Mutter auszugleichen, und das ist der Grund, warum Neugeborene dann unterzuckern!
– Unbehandelter SS-Diabetes erhöht das Risiko des Kindes, das metabolische Syndrom zu entwickeln.
Zuviel oder zuwenig Insulin spritzen ist ja eigentliche keine Nebenwirkung, eher ein Anwenderfehler ;)
Ich meine natürlich NICHT, kein Insulin zu spritzen wenn eindeutig ein Diabetes da ist. Die Risiken sind viel zu groß, als ein kleines Ungleichgewicht im Hormonhaushalt.
Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft
Was meinst du mit niedrigen Soll-Werten?
Jetzt würde mich dann doch noch interessieren, wie ist das, wenn ich zum Arzt gehe und sag, hey ich hab zu hohe Nüchternwerte, ich habe ss-Diabetes. Dann könnte ich mir doch den OGTT Test sparen, denn aus meinen Aufzeichnungen ist ja ersichtlich, dass es so ist und der Test es quasi dann nur noch bestätigen würde, aber mir meinen Blutzucker auf ungesunde Art in die Höhe treibt.
Oder wir nehmen an, ich mache diesen Test und es kommt raus, kein Diabetes(was ich jetzt zwar nicht glaube). Aber meine Nüchternwerte schwanken immer noch bis 95. Was dann?
Klar das ist jetzt alles Was wäre wenn, aber würde mich einfach mal interessieren.
Ohh da fallen mir grad noch ein paar Fragen ein :) Ich hoffe, ich Löchere euch nicht zu sehr.
-Wie ist das bei den Neugeborenen? Können die bereits mit Unterzucker auf die Welt kommen? Rein logisch wäre das, unlogisch, da sie ja vorher noch komplett versorgt werden. Also sollte rein logisch, es aufjedenfall eine gewisse Zeit dauern, bis das Baby in Unterzucker fällt.
-Wann fallen Neugeborene frühestens in den Unterzucker (wenn man perfekte Bedingungen hat, wie aus pulsieren lassen der Nabelschnur, kein Stress usw)?
- Wenn Basalinsulin keine Nebenwirkungen hat, warum wird das als so extrem gefährlich angesehen? Kliniken ohne Neugeborenen intensiv lehnen einen kategorisch ab oder sowieso auch Hausgeburtshebammen. Ohne Insulin ist es dann aber kein Problem??
- Auch wird empfohlen, dass spätestens an ET eingeleitet wird? Was für einen Sinn hat das? (Gut das wird auch bei ss-Diabetes ohne Insulin empfohlen, egal wie die Werte sind.)
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am 11.08.2016 15:30:05 | IP (Hash): 2108455638
Ob Du jetzt auch wieder SS-Diabetes hast kann tatsächlich nur ein Arzt feststellen.
Dazu ist Dein BZ-Testgerät dann doch zu ungenau, und wir sind ja nun alle keine Ärzte.
Die Soll-Werte: Das sind die Werte, die Du nicht überschreiten solltest während der SS/SS-Diabetes! ;)
Da geht es genau darum, das Kind nicht mit einem hohen Blutzucker über die Nabelschnur zu versorgen.
Das Kind wird dann zuviele Wachstumshormone produzieren – es wird zu groß und zu schwer und
die Bauchspeicheldrüse des Kindes regelt dann den Blutzucker der Mutter mit.
Sobald das Kind dann abgenabelt wird, fehlt der BZ-Übeschuss = Unterzuckerung.
Auf die Minute genau kann das keiner Vorhersagen.
Stress spielt da dann auch keine große Rolle mehr, das bisschen Adrenalin hebt den BZ der Mutter dann auch nicht so viel höher. Und zu hoch ist zu vermeiden, so oder so!
Basalinsulin hat eine lange Wirkzeit, und wenn der Arzt 'ne Pfeife ist kann das schonmal schwierig werden. Sollte nicht vorkommen, aber wir sind halt alle nur Menschen....
Und nein, normalerweise gibt es auch beim Basalinsulin keine Probleme.
Es gibt Menschen, die ein ganzes Leben mit Basalinsulin und Bolusinsulin leben – wer als kleines Kind mit Typ 1 startet und dann über 80 Jahre alt wird hat etliche Ampullen/Pens geleert.
Bearbeitet von User am 11.08.2016 15:31:30. Grund: . -
am 11.08.2016 15:48:01 | IP (Hash): 199394826
Wie ungenau ist denn so ein Messgerät? Zeigt es zu viel oder zu wenig an, oder sowohl als auch?
Das heißt ja dann, dass im kritischsten Fall, dass Kind innerhalb von Minuten in einen gefährlichen Unterzucker geraten kann. Aber ich vermute, bei gut eingestellten Werten, ob mit oder ohne Insulin, ist das eher unwahrscheinlich? Oder gibt es da auch Ausnahmen?
-
Elfe
Rang: Gastam 11.08.2016 15:53:42 | IP (Hash): 1329236406
Rose14 schrieb:
Warum bitte eine Hausgeburt ?
Allein das du diese Frage stellst, zeigt mir, dass du absolut keine Ahnung bezüglich Hausgeburt vs Klinikgeburt hast.
Nö, ich leb ja auf dem Mond!
In meiner Stadt gibt es eine Klinik mit zertifiziertem Perinatalzentrum.
Werdende Eltern werden regelmäßig eingeladen, sich über Örtlichkeiten und Behandlungen zu informieren. Auch erscheinen in der Tagespresse Artikel, daß hier auch über rege Spendentätigkeit Spezialgeräte angeschafft werden können für die ganz Kleinen.
Dein manifestiertes Vorurteil gegen über Basalinsulin lässt auf unzureichende Quellen schließen.
Bitte hier lesen: http://www.Diabetes-Heute.uni-duesseldorf.de/wasistdiabetes/?TextID=1808
°_° Elfe -
am 11.08.2016 16:16:19 | IP (Hash): 2108455638
So ein Testgerät hat eine zugelassene Ungenauigkeit nach oben und auch nach unten.
Wenn Dein Kind normal groß, normal schwer auf die Welt kommt und Du Deine Werte bis dahin gut im Griff hattest, ist das Risiko einer "gefährlichen Unterzuckerung" sehr gering.
Falls Du SS-Diabetes hast, ist eine Kontrolle des Kindes nach der Geburt (und das nicht nur einmal) so oder so angesagt.
Gefährlich wird die Unterzuckerung, wenn sie unbehandelt über einen längeren Zeitraum bleibt. Kann ich mir bei Dir nicht vorstellen! ;)) -
am 11.08.2016 16:41:25 | IP (Hash): 199394826
Elfe schrieb:
Rose14 schrieb:
Warum bitte eine Hausgeburt ?
Allein das du diese Frage stellst, zeigt mir, dass du absolut keine Ahnung bezüglich Hausgeburt vs Klinikgeburt hast.
Nö, ich leb ja auf dem Mond!
In meiner Stadt gibt es eine Klinik mit zertifiziertem Perinatalzentrum.
Werdende Eltern werden regelmäßig eingeladen, sich über Örtlichkeiten und Behandlungen zu informieren. Auch erscheinen in der Tagespresse Artikel, daß hier auch über rege Spendentätigkeit Spezialgeräte angeschafft werden können für die ganz Kleinen.
Dein manifestiertes Vorurteil gegen über Basalinsulin lässt auf unzureichende Quellen schließen.
Bitte hier lesen: http://www.Diabetes-Heute.uni-duesseldorf.de/wasistdiabetes/?TextID=1808
°_° Elfe
Was hat das Perinatalzentrum mit Hausgeburten zu tun? Oder werden diese dort auch erörtert? Wenn das allerdings eine Geburts-Klinik ist, wird sie höchstwahrscheinlich aber lieber Patentinnen anwerben wollen, anstatt sie abwerben zu wollen...
Hmm, ich glaube, da hast du mich missverstanden oder ich habe mich falsch ausgedrückt? Ich habe kein Vorurteil dem Basalinsulin ansich. In meinem Hinterkopf ist verankert, dass jedes Medikament Nebenwirkungen hat. Man sollte, egal bei welcher Krankheit auch immer, schaun, ob die Nebenwirkungen schlimmer als die Krankheit ist? Wenn ja, suche ich mir andere Medis oder versuche die Krankheit auf andere Art zu bekämpfen oder die Symptome zu behandeln.
Sind die Nebenwirkungen allerdings harmloser als die Krankheit, ist ganz klar, dass man Medis nimmt.
Vielleicht anhand eines anderen Beispiels.
Du hast eine Erkältung. Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schlappheitsgefühl ... also eine Stinknormale Erkältung.
Nimmst du deswegen die Medis, die die übelsten Nebenwirkungen haben (z. B. Med Day med. oder wie des heißt) obwohl deine Symptome bereits durch harmlosere Medis gelindert werden könnten oder du gar ohne Medis auskommen würdest?
Wenn du allerdings eine ausgewachsene Angina hast und bereits stärkere Medis nicht mehr helfen, wirst du irgendwann Antibotikum nehmen müssen, da auch die Krankheit Angina unbehandelt Spätfolgen hat. Klar Antibotikum ist auch nicht so toll aber deren Nebenwirkungen harmloser als die Spätfolgen der Angina.
Also ich habe nichts gegen Basalinsulin, wenn es wirklich nötig ist. Und hier liegt der Knapppunkt. Wann ist es wirklich nötig? Wir kennen die Norm, also wenn der Nüchternwert über 91 steigt. Aber was ist wenn es um 91 rum schwankt? Spritz man dann, Spritz man nicht? Ist es wirklich schlimm, wenn es mal höher und mal niedriger ist?
Dann kommt ja noch dazu, dass das Messgerät nicht genau misst. Hmm, wie vertrau ich dann meinen gemessenen Werten? Könnten die dann auch niedriger sein oder im schlimmen Fall sogar höher? Bei Grenzwerten ist das dann finde ich schwierig zu entscheiden.
Da man nur in einer Klinik mit Neugeborenen Intensiv bei der Behandlung mit Insulin entbinden darf/soll, muss doch irgendwas an dem Insulin sein, dass die helle Panik verursacht? Weil ohne Insulin darf man überall entbinden....
Und danke für den Link, der fast das ganze nochmal schön zusammen.
-
am 11.08.2016 17:16:34 | IP (Hash): 1166638286
Was mich schon die ganze Zeit stört: Man kann doch Insulin nicht als Medikament bezeichnen. -
Elfe
Rang: Gastam 11.08.2016 17:22:14 | IP (Hash): 1329236406
In deinem Beispiel vergleichst du Äpfel mit Birnen !
Auch dein Rückschluss Neugeborenen Intensiv zu Insulin ist falsch.
Bei INSULINERn (auch anderen Diabetikern) wird bei jedem Krankenhausaufenthalt/OPs die BZ-Einstellung berücksichtigt, als ernstzunehmenden zusätzlichen Parameter.
Sei es aus Sorge um den Patienten, um Komplikationen zu vermeiden oder meinetwegen auch um Regressansprüche zu verhindern.
-
Blutzuckermessgeräte haben leider einen plus/minus 15 % zugelassenen Toleranzbereich. Sind also um auf einen genauen BZ-Punkt zu bestimmen nicht ganz so geeignet.
Mein Messgerät lasse ich beim Diabetologen mit überprüfen. Aus einem Blutstropfen wird die Probe für den HbA1c-Wert und aktuellem Blutzucker fürs Labor entnommen. Aus dem selben Blutstropfen lasse ich in den Sensor meines Messgerätes das Blut einsaugen und kann dann die Abweichung zwischen Labor und Messgerät berechnen.
°_° Elfe -
am 11.08.2016 17:39:47 | IP (Hash): 2004616154
Nur zum Verständnis:
Die BZ-Testgeräte reichen für zuhause aus.
Wofür die Teile nicht taugen:
Zur Diagnose!
Und ob/wann man Insulin braucht - dafür hat man den Fachmann, sprich Diabetologen.
Zugelassenes Insulin ist frei von Nebenwirkungen.
Insulin ist ein Hormon, kein Medikament. -
am 11.08.2016 18:59:23 | IP (Hash): 997145539
Elfe schrieb:
In deinem Beispiel vergleichst du Äpfel mit Birnen !
Auch dein Rückschluss Neugeborenen Intensiv zu Insulin ist falsch.
Bei INSULINERn (auch anderen Diabetikern) wird bei jedem Krankenhausaufenthalt/OPs die BZ-Einstellung berücksichtigt, als ernstzunehmenden zusätzlichen Parameter.
Sei es aus Sorge um den Patienten, um Komplikationen zu vermeiden oder meinetwegen auch um Regressansprüche zu verhindern.
-
Blutzuckermessgeräte haben leider einen plus/minus 15 % zugelassenen Toleranzbereich. Sind also um auf einen genauen BZ-Punkt zu bestimmen nicht ganz so geeignet.
Mein Messgerät lasse ich beim Diabetologen mit überprüfen. Aus einem Blutstropfen wird die Probe für den HbA1c-Wert und aktuellem Blutzucker fürs Labor entnommen. Aus dem selben Blutstropfen lasse ich in den Sensor meines Messgerätes das Blut einsaugen und kann dann die Abweichung zwischen Labor und Messgerät berechnen.
°_° Elfe
Also ich habe gegoogelt nach dem Beipackzettel von insuman basal. Hier zum nachlesen:
http://m.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Insuman-Basal-100I.E.ml-Patrone-3088277.html
Hier steht
1. Es ist ein Arzneimittel =Medikament wenn man die Definition von Medikament googelt
2. Stehen hier durchaus Nebenwirkungen drin, können gerne alle nachlesen
3. Ich vermute, das Insulin behandelten ss Diabetes so strenge Auflagen hat, weil das Insulin Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hat und vermutlich hat man auch Angst das es noch weitere gibt, die aber noch nicht entdeckt wurden.
Also hat das weniger.mit den bz zu tun weil sonst würde ein ss Diabetes ohne Insulin genauso strenge Auflagen haben.
Was das Messgerät angeht, dass ist erschreckend! Wie kann dann ein Diabetologe mir aufgrund meiner Messwerte Insulin verschreiben wenn das doch so stark abweicht? Denn damals musste ich erst ein oder zwei Wochen nach Diagnose, als ich immer so im 90er Bereich rum gesxhwankt bin basal Insulin spritzen...
Aber wenn ich mich recht erinnere wurde mein Messgerät genauso damals eingestellt allerdings hatten wir da eine minimale Abweichung von 1 Einheit.
Bearbeitet von User am 11.08.2016 19:13:35. Grund: Zu früh abgeschickt -
Elfe
Rang: Gastam 11.08.2016 19:09:22 | IP (Hash): 1329236406
Und, was soll das jetzt ?
Es geht um BLUTZUCKER !!!!
Das Insulin hilft, die BLUTZUCKER-WERTE im gesunden Bereich zu halten.
Warum ist das so schwer zu begreifen !?!
:-( -
am 11.08.2016 19:33:59 | IP (Hash): 997145539
Elfe schrieb:
Und, was soll das jetzt ?
Es geht um BLUTZUCKER !!!!
Das Insulin hilft, die BLUTZUCKER-WERTE im gesunden Bereich zu halten.
Warum ist das so schwer zu begreifen !?!
:-(
Das hat auch niemand angezweifelt... Ich habe lediglich die Dinge hinterfragt.
-
Elfe
Rang: Gastam 11.08.2016 19:34:27 | IP (Hash): 1329236406
Rose14 schrieb:
Also ich habe gegoogelt nach dem Beipackzettel von insuman basal. Hier zum nachlesen:
http://m.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Insuman-Basal-100I.E.ml-Patrone-3088277.html
Hier steht
1. Es ist ein Arzneimittel =Medikament wenn man die Definition von Medikament googelt
2. Stehen hier durchaus Nebenwirkungen drin, können gerne alle nachlesen
3. Ich vermute, das Insulin behandelten ss Diabetes so strenge Auflagen hat, weil das Insulin Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hat und vermutlich hat man auch Angst das es noch weitere gibt, die aber noch nicht entdeckt wurden.
Also hat das weniger.mit den bz zu tun weil sonst würde ein ss Diabetes ohne Insulin genauso strenge Auflagen haben.
Wir haben uns gerade wohl so elektronisch verhakt, habe nur meinen Beitrag als dein Zitat gesehen - und nicht verstanden.
Ich bitte dich um Entschuldigung.
Insulin ist in sofern ein Medikament, weil es verschreibungspflichtig ist.
Die Warnhinweise dienen der Dosierung (Unterzuckergefahr), aber deshalb gibt 's die Dosierung vom Arzt verordnet.
Wenn du den Beipackzettel liest, siehst du welche Nebenwirkungen und auch die Häufigkeit.
Die Zulassung von Medikamenten in der EU machen so einen Beipackzettel beängstigender, als er eigentlich sein sollte.
https://www.medikamente-per-klick.de/images/ecommerce/09/70/09709473_2013-12_de_o.pdf
Ein hoher Blutzucker jenseits der Grenzwerte sind 100 %ig schädlich.
Bearbeitet von User am 11.08.2016 19:40:57. Grund: Korrektur -
am 11.08.2016 19:47:30 | IP (Hash): 997145539
Elfe schrieb:
Ein hoher Blutzucker jenseits der Grenzwerte sind 100 %ig schädlich.
Das ist doch mal eine Aussage ;)
Gibt es dazu Studien oder Statistiken oder dergleichen, wo man auch die Daten Erhebung und welche eingeflossen sind sieht? -
am 11.08.2016 21:00:14 | IP (Hash): 515260787
Rose14 schrieb:
Elfe schrieb:
Ein hoher Blutzucker jenseits der Grenzwerte sind 100 %ig schädlich.
Das ist doch mal eine Aussage ;)
Gibt es dazu Studien oder Statistiken oder dergleichen, wo man auch die Daten Erhebung und welche eingeflossen sind sieht?
Hallo Rose,
diese Aussage ist natürlich Quatsch - ganz besonders, wenn man sie auf die sehr engen Zielwerte für SS-Diabetikerinnen beziehen will.
Gelegentliche kleine und nicht allzu lange andauernden Überschreitungen der 90 nüchtern und 140 in der Spitze nach dem Essen sind vollkommen unproblematisch. Je höher die Überschreitungen sind und je länger sie andauern, desto höher wird das Risiko für Schädigungen des Babys. Selbst wenn das Kind sich auf Grund von nicht entdecktem oder schlecht behandeltem SS-Diabetes sehr groß wird, bedeutet das noch lange nicht, dass das Kind nicht gesund ist.
Trotzdem macht es natürlich Sinn, das Risiko für dein Baby möglichst gering zu halten. Eine kleine Dosis Basalinsulin wie deine 8 Einheiten in der ersten SS sind wirklich kein großes Problem und du kannst dabei das beruhigende Gefühl haben, deinem Baby kein zusätzliches Risiko zuzumuten. Wie ereits gesagt, sind diese engen Grenzenfür SS-Diabetes erst in der 2. SS-Hälfte wichtig. Deshalb ist das Screening auch erst für die 24. ... 28. SS-Woche vorgesehen. Bis dahin könntest du dich theretisch an den Zielwerten für normale Diabetiker orientieren und die liegen ein ganzes Stück höher.
Alles Gute, Rainer
-
Elfe
Rang: Gastam 11.08.2016 21:25:52 | IP (Hash): 1329236406
Hallo Rose.
ich habe einen ganz anderen Denkansatz als du.
Ich als späte Typ1er bin einfach nur dankbar, daß ich den Diabetes mit Insulin behandeln kann.
Ich bin die 4. Generation aus einer Diabetiker-Familie. Meine Urgroßmutter ist an der Zuckerkrankheit verstorben, weiß ich nur über Erzählungen, Kenntnisse/Behandlung damals nahezu unbekannt. Meinen Großeltern wurde mit unsinnigen Diäten im wahrsten Sinne des Wortes die 'gute' Butter vom Brot weggenommen, die sie doch als Kriegsgeneration so sehr vermisst hatten. Ach hätten doch meine Lieben die heutigen Möglichkeiten schon gehabt.
Den wissenschaftlichen Fortschritt muss man auch zeitlich bewerten.
Beruflich habe ich Kenntnisse zu chemischen Analysen und chemischen Studien.
Um so mehr habe ich Respekt vor den Ärzten, die auch biologische und medizinische Erkenntnisse für uns Patienten anwenden.
Die Studien, die du bezgl. Blutzucker hinterfragst, lassen sich so Google-mäßig nicht finden. Da gibt's so Einzelpublikation zu Einzelproblemen, mit Folgeschäden - die willst du gar nicht wissen.
Vertraue darauf, daß die Einhaltung gewisser Werte einer guten Grundlage an Wissen entspricht.
Gruß Elfe
-
am 12.08.2016 10:22:02 | IP (Hash): 2108455638
Rose14 schrieb:
Also ich habe gegoogelt nach dem Beipackzettel von insuman basal. Hier zum nachlesen:
http://m.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Insuman-Basal-100I.E.ml-Patrone-3088277.html
Hier steht
1. Es ist ein Arzneimittel =Medikament wenn man die Definition von Medikament googelt
2. Stehen hier durchaus Nebenwirkungen drin, können gerne alle nachlesen
3. Ich vermute, das Insulin behandelten ss Diabetes so strenge Auflagen hat, weil das Insulin Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hat und vermutlich hat man auch Angst das es noch weitere gibt, die aber noch nicht entdeckt wurden.
Insulin selbst ist ohne Nebenwirkungen – es senkt den Blutzucker, sonst nichts.
Allergische Reaktionen gibt es gegen verschiedene Konservierungsstoffe.
Hypo- oder Hyper-BZ ist ja eigentlich keine echte Nebenwirkung, hier kommt es darauf an, Insulin korrekt anzuwenden.
Die Nummer mit den Augen und dem Blutdruck kennen viele – wenn ein dauerhaft zu hoher BZ (wir sprechen da von Werten 300 + über Wochen/Monate) auf Normalniveau gebracht wird. Das ist dann aber auch keine echte Nebenwirkung, sondern eine Folge des zu hohen BZ über lange Zeit.
Wechselwirkungen liegen meist in einer verbesserten/verschlechterten Insulinempfindlichkeit.
Und natürlich steht das in der Packungsbeilage. Das macht Insulin aber nicht gleich zu einem gefährlichen Medikament. Natürlich muss der Anwender lernen damit umzugehen, dafür gibt es Schulungen.
Deine Vermutung "strenge Auflagen" liegen zuerst in der Zulassung der Insuline – Du wirst als Langzeitinsulin Protaphane kennen. Dieses Insulin gibt es schon sehr lange und ist eines der wenigen, die für Schwangere überhaupt zugelassen sind.
Die niedrigen Zielwerte dienen dem Schutz des Kindes – die Bauchspeicheldrüse des Kindes muss sonst den zu hohen Blutzucker der Mutter mitregulieren!
Du musst vor Insulin wirklich keine Angst haben. -
am 12.08.2016 11:22:11 | IP (Hash): 199394826
Rainer schrieb:
Hallo Rose,
diese Aussage ist natürlich Quatsch - ganz besonders, wenn man sie auf die sehr engen Zielwerte für SS-Diabetikerinnen beziehen will.
Gelegentliche kleine und nicht allzu lange andauernden Überschreitungen der 90 nüchtern und 140 in der Spitze nach dem Essen sind vollkommen unproblematisch. Je höher die Überschreitungen sind und je länger sie andauern, desto höher wird das Risiko für Schädigungen des Babys. Selbst wenn das Kind sich auf Grund von nicht entdecktem oder schlecht behandeltem SS-Diabetes sehr groß wird, bedeutet das noch lange nicht, dass das Kind nicht gesund ist.
Trotzdem macht es natürlich Sinn, das Risiko für dein Baby möglichst gering zu halten. Eine kleine Dosis Basalinsulin wie deine 8 Einheiten in der ersten SS sind wirklich kein großes Problem und du kannst dabei das beruhigende Gefühl haben, deinem Baby kein zusätzliches Risiko zuzumuten. Wie ereits gesagt, sind diese engen Grenzenfür SS-Diabetes erst in der 2. SS-Hälfte wichtig. Deshalb ist das Screening auch erst für die 24. ... 28. SS-Woche vorgesehen. Bis dahin könntest du dich theretisch an den Zielwerten für normale Diabetiker orientieren und die liegen ein ganzes Stück höher.
Alles Gute, Rainer
Genau so wollte ich es handhaben, war nur unsicher, ab wann es kritisch wird. Dass es nicht von Anfang an bei "normalen" Werten problematisch ist, konnte ich mir schon denken, da ich in der ersten ss ja erst so um die 30 ssw den Zuckertest gemacht habe und absolut nichts auf Diabetes hingedeutet hatte (nicht zu viel Fruchtwasser oder zu großes Kind oder irgendwelche Organschäden ) und bis zu dieser Woche habe ich mich rein nach Gefühl ernährt.... so schlecht kann es ja nicht gewesen sein... -
am 12.08.2016 13:14:46 | IP (Hash): 199394826
Elfe schrieb:
Hallo Rose.
ich habe einen ganz anderen Denkansatz als du.
Ich als späte Typ1er bin einfach nur dankbar, daß ich den Diabetes mit Insulin behandeln kann.
Ich bin die 4. Generation aus einer Diabetiker-Familie. Meine Urgroßmutter ist an der Zuckerkrankheit verstorben, weiß ich nur über Erzählungen, Kenntnisse/Behandlung damals nahezu unbekannt. Meinen Großeltern wurde mit unsinnigen Diäten im wahrsten Sinne des Wortes die 'gute' Butter vom Brot weggenommen, die sie doch als Kriegsgeneration so sehr vermisst hatten. Ach hätten doch meine Lieben die heutigen Möglichkeiten schon gehabt.
Den wissenschaftlichen Fortschritt muss man auch zeitlich bewerten.
Beruflich habe ich Kenntnisse zu chemischen Analysen und chemischen Studien.
Um so mehr habe ich Respekt vor den Ärzten, die auch biologische und medizinische Erkenntnisse für uns Patienten anwenden.
Die Studien, die du bezgl. Blutzucker hinterfragst, lassen sich so Google-mäßig nicht finden. Da gibt's so Einzelpublikation zu Einzelproblemen, mit Folgeschäden - die willst du gar nicht wissen.
Vertraue darauf, daß die Einhaltung gewisser Werte einer guten Grundlage an Wissen entspricht.
Gruß Elfe
Ich wollte hier jetzt gar nicht signalisieren, dass Insulin schlecht ist oder dergleichen. Es tut mir natürlich auch Leid für deine Verwandten und auch natürlich für dich. Ich bin natürlich froh, dass es heutzutage so viele Möglichkeiten gibt mit chronischen Krankheiten leben zu können oder überhaupt leben zu können. Auch das die Medizin so viele Möglichkeiten bieten KANN, darf man nicht untern Tisch fallen lassen.
In der heutigen Geburtshilfe wird leider sehr viel Unfug betrieben. Ob nun aus Unwissenheit oder gar mit Absicht (Geld ist hier das Schlagwort). Allerdings ist es nach meinem Kenntnisstand nicht nur die Geburtshilfe, bei denen soviel Unfug betrieben wird. Wenn wir uns die Fließbandmäßigen Hüft und Knie OPs anschauen, wird hier auch viel zu schnell zum Skalpell gegriffen.
Daher, finde ich, ist es nicht ungewöhnlich wenn man auch die Behandlung von Diabetes kritisch gegenübersteht. Und auch wenn derzeit alles rund läuft. Die meisten Ärzte gut betreuen und die Patienten im Prinzip zufrieden sind damit, sollte man immer im Blick haben, ob es Neuere Erkenntnisse gibt, die der Behandelnde Arzt noch nicht kennt oder vielleicht nicht umsetzten möchte, weil er von was anderem überzeugt ist, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss.
Was die Einhaltung von Werten betrifft. Hmm, wenn ich mir wieder im Vergleich die Geburtshilfe anschaue, gibt es so viele Werte, die die Norm bezeichnet, aber wenn man genauer hinschaut, fließen doch oftmals soviel mehr Faktoren mit rein, die entscheidend sein sollten und nicht nur eine blöde Zahl! Hier zum Beispiel die Geburt. Die wird ganz genau unterteilt, in welchen Zeitspannen, was geschehen muss. Dabei wird aber vergessen, das wir alle individuelle Menschen sind, dabei wird auch vergessen, dass Mutter und Kind in einer Symbiose leben. Dabei wird vergessen, dass Technik auch mal versagen kann... Dabei wird der prüfende Blick einer Hebamme als unwichtig bewertet.
Bei Diabetes kann es natürlich so sein, dass der Blutzucker nun mal bei allen Menschen sehr ähnlich ist. Ich vermute mal, dass man durch Tests, Studien, Erfahrungswerte eben die Blutzucker Spannen ermittelt hat und sich eben so die einzelnen Werte ergeben haben, wie sie jetzt sind.
Was mich mal wirklich interessieren würde, wie die SS-Diabetes Werte zustande kamen? Ich habe auch schon mal gehört, dass wohl vor ein paar Jahren die Werte noch etwas weniger streng waren. Also statt 91 dann 94 oder so als Richtwert. Hat man bei diesen Wert mehr Komplikationen festgestellt? Sind dabei mehr Kinder zu Schaden gekommen? Oder liegt hier auch wieder das Geld zugrunde? Niedrigere Werte = mehr schwangere, die spritzen müssen?
-
am 12.08.2016 13:25:43 | IP (Hash): 199394826
TypEinser schrieb:
Insulin selbst ist ohne Nebenwirkungen – es senkt den Blutzucker, sonst nichts.
Allergische Reaktionen gibt es gegen verschiedene Konservierungsstoffe.
Hypo- oder Hyper-BZ ist ja eigentlich keine echte Nebenwirkung, hier kommt es darauf an, Insulin korrekt anzuwenden.
Die Nummer mit den Augen und dem Blutdruck kennen viele – wenn ein dauerhaft zu hoher BZ (wir sprechen da von Werten 300 + über Wochen/Monate) auf Normalniveau gebracht wird. Das ist dann aber auch keine echte Nebenwirkung, sondern eine Folge des zu hohen BZ über lange Zeit.
Wechselwirkungen liegen meist in einer verbesserten/verschlechterten Insulinempfindlichkeit.
Und natürlich steht das in der Packungsbeilage. Das macht Insulin aber nicht gleich zu einem gefährlichen Medikament. Natürlich muss der Anwender lernen damit umzugehen, dafür gibt es Schulungen.
Deine Vermutung "strenge Auflagen" liegen zuerst in der Zulassung der Insuline – Du wirst als Langzeitinsulin Protaphane kennen. Dieses Insulin gibt es schon sehr lange und ist eines der wenigen, die für Schwangere überhaupt zugelassen sind.
Die niedrigen Zielwerte dienen dem Schutz des Kindes – die Bauchspeicheldrüse des Kindes muss sonst den zu hohen Blutzucker der Mutter mitregulieren!
Du musst vor Insulin wirklich keine Angst haben.
Vielen Dank für die Aufklärung. Das ist natürlich auch meinem geringen Wissensstand geschuldet.
Beim Diabetologen damals haben sie mir auch erklärt, dass wir ja doch alle Individuelle Menschen sind und jeder seinen eigenen Wohlfühl Blutzuckerwert hat. Warum geht man dann davon aus, dass das Kind bei einem Wohlfühl Blutzucker von 93 oder so, den Zucker senkt? Vorallem ist es nicht so, dass zum ende Schwangerschaft nicht sowieso ein Körpereigenes Hormon das Insulin hemmt? Dann muss das doch auch irgendeinen Sinn haben? Wie eben, dass das Kind wächst?
Was für strenge Auflagen gibt es denn für Insuline? -
am 12.08.2016 14:53:39 | IP (Hash): 2108455638
Rose14 schrieb:
Beim Diabetologen damals haben sie mir auch erklärt, dass wir ja doch alle Individuelle Menschen sind und jeder seinen eigenen Wohlfühl Blutzuckerwert hat. Warum geht man dann davon aus, dass das Kind bei einem Wohlfühl Blutzucker von 93 oder so, den Zucker senkt? Vorallem ist es nicht so, dass zum ende Schwangerschaft nicht sowieso ein Körpereigenes Hormon das Insulin hemmt? Dann muss das doch auch irgendeinen Sinn haben? Wie eben, dass das Kind wächst?
Was für strenge Auflagen gibt es denn für Insuline?
Klar sind alle individuell.
Und das Ungeborene Kind hat kein BZ-Testgerät dabei... Fakt ist, dass zu hoher Blutzucker dem Kind schadet.
Sinn macht Diabetes während der Schwangerschaft definitv nicht. Das Kind wächst – natürlich – wenn die Mutter gesunde Blutzuckerwerte hat.
Sagen wir es mal so: Bevor man SS-Diabetes behandeln konnte, sind nur die gesunden Kinder durchgekommen... natürlich Auslese. Ich denke nicht, dass man da irgendwelche Theorien ausprobieren sollte. So schlimm ist die Hochschulmedizin dann auch wieder nicht.
Und nein, SS-Diabetes ist kein von der Natur vorgesehenes "Bio-Programm".
-
am 12.08.2016 16:32:42 | IP (Hash): 737280647
Rose14 schrieb:
Bei Diabetes kann es natürlich so sein, dass der Blutzucker nun mal bei allen Menschen sehr ähnlich ist. Ich vermute mal, dass man durch Tests, Studien, Erfahrungswerte eben die Blutzucker Spannen ermittelt hat und sich eben so die einzelnen Werte ergeben haben, wie sie jetzt sind.
Ne gesunde Automatik steuert den BZ zuverlässig nüchtern zwischen etwa 50 und 90mg/dl( in den letzten 5-10 Jahren erweitert auf bis 100) und in der Spitze meistens 1 Stunde nach dem Essen zwischen 100 und 140. Dabei eiert der Nüchtern-BZ nicht bei ein und derselben Person wild zwischen 50 und 90 oder 100, sondern verläuft beim einen vom Essensanstieg unterbrochen bei um 50 und bei der anderen eben bei um 90. Und der maximale Essenanstieg liegt gesund bei 30-50mg/dl. Die mit dem niedrigeren Nüchtern-BZ messen auch eine entsprechend niedrigere Spitze beim Essenanstieg.
Der BZ der großen Menge der stoffwechselgesunden Menschen bewegt sich irgendwo zwischen den hier dargestellten von-bis-Rändern. Und seit der Blutzucker zuverlässig selbst gemessen werden kann, gilt dieser gesunde Bereich auch als der optimale für werdende Mütter. Nicht nur, damit die werdende Bauchspeicheldrüse nicht gleich für die Mutter mit produzieren muss, sondern auch dafür, dass der neu wachsende Organismus vor größeren als den natürlichen Blutzucker-Schwankungen und den damit verbundenen größeren Druckschwankungen in den neu wachsenden Zellsystemen verschont bleibt. Denn wo 1 Teil Glukose 5 Teile Wasser bindet, macht mehr Glukose als gesund in den Zellen schon einen räumlichen Unterschied.
Bis zur allgemeinen Einführung der BZ-Selbstmessung in der ersten Hälfte der 90ger Jahre des vorigen Jahrhunderts war eine werdende Mutter optimal eingestellt, wenn sie 24/7 glukosefreien Urin produzierte. Dabei wurden je nach persönlicher Nierenschwelle erst BZ-Werte über 160 bis über 180mg/dl sichtbar, wenn sie zuvor über mehrere Stunden angehalten hatten. Und wenn die Frau ihren Urin nicht mit besonders viel Trinken verdünnt hatte. Aus dieser Urin-Teststreifen Zeit stammt nämlich die Idee, dass man den BZ mit Trinken senken könnte ;)
Das galt für diagnostizierte Diabetikerinnen, wenn sie dann schwanger wurden. Was wir heute als Schwangerschaftsdiabetes kennen, wurde damals in aller Regel erst mit der Geburt eines mehr oder weniger extrem großen Kindes nachträglich diagnostiziert. Wobei das in erster Linie als Plagerei für die Mutter gesehen wurde und als nicht besonders auffällig für die Gesundheit und den Entwicklungsstand des Kindes.
Die weit überwiegende Mehrzahl der besonders großen Neugeborenen von damals hat sich genauso wie die weit überwiegende Mehrzahl der normalgewichtigen völlig normal entwickelt.
Dead-in-bed heißt das Syndrom, das u.a. mit dem gesund gesteuerten BZ der Mutter ausgeschlossen werden soll. Statistisch, versteht sich. Wir brauchen keine Zahlenspiele drum zu bemühen, wie unwahrscheinlich das wäre, wenn es Dich träfe, auch wenn Du ungesteuert keinen höheren BZ hättest. Dann wär’s halt trauriges Schicksal.
Aber welchen Trost würdest Du überhaupt an Dich ran lassen, wenn Dich die ganze Zeit der Gedanke verfolgen würde, dass Du selbst nicht alles in Deiner Macht stehende für ein sehr viel glücklicheres Schicksal getan und Deinen BZ im gesunden Rahmen gesteuert hast? - Daumendrück :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 12.08.2016 19:08:59 | IP (Hash): 1329236406
Rose14 schrieb:
Was mich mal wirklich interessieren würde, wie die SS-Diabetes Werte zustande kamen? Ich habe auch schon mal gehört, dass wohl vor ein paar Jahren die Werte noch etwas weniger streng waren. Also statt 91 dann 94 oder so als Richtwert.
Hallo Rose,
hier kannst du lesen
1) Leitlinie für Patientinnen (9 Seiten)
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Patientenleitlinien/GDM_Patienten_LL_END_2012_04_17.pdf
2) Die evidenzbasierte* Leitlinie (89 Seiten)
lt. Duden *"auf der Basis empirisch zusammengetragener und bewerteter wissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgend (von diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen)"
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/Gestationsdiabetes_EbLL_Endfassung_2011_08_11_.pdf
Nicht so ganz einfach zu lesen, aber beantwortet ev. einen Teil deiner Fragen
:-) Gruß Elfe
@TypEinser @Jürgen
Ihr habt das wirklich gut formuliert :-)
Mir war gestern zu den negativen Auswirkungen kein gute Wortwahl eingefallen und hatte mich gedrückt. -
am 12.08.2016 20:14:07 | IP (Hash): 515260787
Hallo Rose,
die von Elfe verlinkten Leitlinien der DDG kannst du dir ja mal durchlesen. Darin wird durchgägig das bestätigt, was ich dir gesagt habe. Du kannst also weiter umsichtig, aber ohne Angst und Schrecken an deine BZ-Werte herangehen.
In den Unterlagen findest du übrigens die 95mg/dl als Zielwert für den NBZ festgelegt. Die Notwendigkeit für Basalinsulin wird bei häufiger Überschreitung der 95, nicht etwa bei gelegentlichen höheren Werten beschrieben. Auch das erhöhe Risiko für Makrosomie ist besonders für die 2. SS-Hälfte beschrieben und mit Studien belegt.
Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass du dir in der 1. SS-Hälfte um Nüchternwerte von ca. 95mg/dl keine besonderen Sorgen machen musst. Bei diesen Werte handelt es sich auf keinen Fall um in den Unterlagen beschriebenen Hyperglykämien mit ihren schlimmen Folgen. Bleibe umsichtig, aber lass dich nicht verrückt machen.
Beste Grüße, Rainer -
am 12.08.2016 21:59:12 | IP (Hash): 997145539
Nun wollte ich mich bei euch bedanken für die super Aufklärung und dass ihr meine nervigen fragen ausgehalten habt ;)
@Elfe danke für die links die werde ich.mir aufjedenfall noch durchlesen
@Rainer ja ich werde es wohl so handhaben, wie du es mir empfohlen hast 1ss Hälfte bis 95 und danach eben die strengeren Werte und dann spätestens zum Diabetologen.
Ansonsten wollte ich jetzt zum Schluss noch klar stellen, dass ich nicht irgendwas einfach so auf kosten meines Kindes ausprobieren wollte. Ich wollte mich einfach erkundigen, wie hart die Grenzen sind oder ob es Toleranzen auch noch gibt. Aber scheint ja dann eher nicht der Fall zu sein.
Mein großes Problem ist einfach, dass ich... Hmm... Angst vor dem Weg habe, wenn ich spritzen muss. Denn dann stellen sich mir ziemlich viele Steine in den Weg. Was aber nicht bedeutet, dass ich mein Kind einem Risiko aussetzen werde! -
am 12.08.2016 22:55:06 | IP (Hash): 737280647
dummfrag: was für Steine?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 13.08.2016 10:47:07 | IP (Hash): 997145539
hjt_Jürgen schrieb:
dummfrag: was für Steine?
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Na einmal würde mich bei einer hausgeburt keine Hebamme begleiten.
Ich müsste mir eine unpersönliche Riesen Klinik aussuchen, denn nur die haben eine neugeborenen intensiv. Diese Kliniken sind eher in der Stadt was für mich mindestens eine Stunde fahrt bedeutet. Und beim Münchner Verkehr kann dass in der rush hour auch schon mal länger dauern.
Allgemein in Kliniken muss man Glück haben, das richtige Personal zu erwischen, wenn man Pech hat, bekommt man Personal das sich wenig auskennt, keinen Bock hat oder einfach der Meinung sind, Kaiserschnitt ist sicherer (solche Ärzte gibt's!)
Viele Geburtshelfer in der Klinik haben schon vor einer normalen unproblematischeb ss angst und wenn man dann noch ein Päckchen mit bringt herrscht die helle Panik. Ganz schlechte vorraussetzungen für eine Geburt. Je mehr Angst und Stress vermittelt wird desto weniger wahrscheinlich funktioniert die Geburt nach Lehrbuch, wenn nicht sogar dadurch Probleme erst entstehen.
Dann kommen noch die ganzen Interventionen die sie auffahren wollen.
Dauer ctg - hat man keine Bewegungsfreiheit mehr,man muss liegen
Pda wenn es ihnen zu lange dauert und dazu kommt der wehentropf
Klar kann ich alles ablehnen aber es gibt in Kliniken einfach regeln die man auch als Patient beachten muss. Zum Beispiel sind Muttermundsuntersuchungen in vielen Kliniken verpflichtend. Das ist aber etwas was ich absolut nicht.mehr will!
Wenn es dann noch blöder läuft hast du Personal denen deine Wünsche scheiß egal sind und einfach machen. Es gibt einige Fälle, in denen Frauen einfach Muttermundsuntersuchungen gemacht wurden obwohl die ausdrücklich gesagt haben Nein! Das gleiche gilt für dammschnitte. Die werden manchmal noch nicht mal angekündigt!
Und wenn man sich weiter gegen die ganzen Maßnahmen sträubt fahren Sie Ihre Angst Schiene auf. Da wird einem permanent erzählt wie Verantwortungslos man grade ist oder das das Kind jetzt gerade stirbt und sie es vll gerade noch retten können. Leider ist es nicht immer so eindeutig ob es eine angst Schiene ist oder sie die Wahrheit sagen... Wie Handel ich dann! Kann ja schlecht bei allen zwei Minuten wehen im Internet Suche wie wahrscheinlich die Komplikation ist die sie erwähnen.
Leider bringen Erfahrungsberichte anderer Mütter wenig, da viel zu viele so unwissend sind, dass sie meinen
Ihnen würde das Leben gerettet, obwohl vielleicht die Komplikationen hausgemacht waren und ohne die Interventionen sie ganz normal geboren hätte.
Bei so Kreißsaal Besichtigungen wird einem auch nur alles wunderschön dargestellt, was man nicht alles machen kann während der Geburt.... Und natürlich darf man sich bewegen und natürlich darf man eine wassergeburt machen und natürlich wurden sie einen zu nichts zwingen und natürlich verbreiten sie keine angst und Schrecken... Ja ja...
Das nächste Problem ist, dass du unter wehen einfach nicht den Nerv hast permanent zu diskutieren. Wie soll ich denn da gebären wenn ich dauernd belagert werde?
Ich könnte versuchen so spät wie möglich in die Klinik zu fahren aber da ist eben die Gefahr groß dass es dann vll im Auto kommt oder gar noch zu hause... Der Muttermund kann sich bei optimalen Bedingungen innerhalb von 10 Minuten vollständig öffnen...
In anthroposophischen Kliniken hat man wohl eine größere Chance seine Wünsche durchzusetzen allerdings sind die von mir zu weit weg.
Solltet ihr dahingehend skeptisch sein und meinen ich übertreibe dann solltet ihr in paar Foren mal die Geburtsberichte durchlesen und achtet dabei darauf wie viel sie in den Kliniken eingegriffen haben.... Und lasst euch nicht beirren wenn im Betreff steht... unsere wunderschöne Geburt...
-
am 13.08.2016 15:46:19 | IP (Hash): 1521136256
Hallo Rose,
ich finde es ganz toll, wie intensiv du dich mit der Geburt beschäftigst. Dabei bist du ganz bestimmt auf die unterschiedlichsten Ansichten gestoßen, hast die verschiedenen Meinungen betrachtet und hast dir dann deinen eigenen Standpunkt gebildet.
Eine ähnlich intensive Beschäftigung steht dir nun bezüglich SS-Diabetes bevor. Am Ende musst du dir deine eigene Meinung bilden und auf dieser Grundlage deine Entscheidungen treffen. Dabei ist vieles, was andere dir als einfache schwarz-/weiß-Betrachtung verkaufen wollen, im wahren Leben sehr viel komplizierter.
Lies dir ruhig mal die von Elfe verlinkten Unterlagen durch, am besten die zweite - die für die Profis. Du brauchst ja nicht alles, sondern nur die für dich interessanten Themen durchzulesen. Mit den Hinweisen, die du hier im Forum bekommen hast, kannst du bestimmt das meiste ganz gut verstehen. Den dort gegebenen Rat, solltest du aus meiner Sicht auf jeden Fall beachten: für die endgültigen Entscheidung für oder gegen Basalinsulin einen Laborwert bestimmen zu lassen und das Größenwachstum deinens Babys (normal oder übermäßig) mit einzubeziehen. Ich drücke dir die Daumen, dass du einen Arzt findest, der dich ernst nimmt und mit dem du alles gut besprechen kannst.
Alles Gute, Rainer -
am 13.08.2016 17:53:59 | IP (Hash): 1533062193
Rose14 schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
dummfrag: was für Steine?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Na einmal würde mich bei einer hausgeburt keine Hebamme begleiten.
Ich müsste mir eine unpersönliche Riesen Klinik aussuchen, denn nur die haben eine neugeborenen intensiv. Diese Kliniken sind eher in der Stadt was für mich mindestens eine Stunde fahrt bedeutet. Und beim Münchner Verkehr kann dass in der rush hour auch schon mal länger dauern.
Allgemein in Kliniken muss man Glück haben, das richtige Personal zu erwischen, wenn man Pech hat, bekommt man Personal das sich wenig auskennt, keinen Bock hat oder einfach der Meinung sind, Kaiserschnitt ist sicherer (solche Ärzte gibt's!)
Viele Geburtshelfer in der Klinik haben schon vor einer normalen unproblematischeb ss angst und wenn man dann noch ein Päckchen mit bringt herrscht die helle Panik. Ganz schlechte vorraussetzungen für eine Geburt. Je mehr Angst und Stress vermittelt wird desto weniger wahrscheinlich funktioniert die Geburt nach Lehrbuch, wenn nicht sogar dadurch Probleme erst entstehen.
Dann kommen noch die ganzen Interventionen die sie auffahren wollen.
Dauer ctg - hat man keine Bewegungsfreiheit mehr,man muss liegen
Pda wenn es ihnen zu lange dauert und dazu kommt der wehentropf
Klar kann ich alles ablehnen aber es gibt in Kliniken einfach regeln die man auch als Patient beachten muss. Zum Beispiel sind Muttermundsuntersuchungen in vielen Kliniken verpflichtend. Das ist aber etwas was ich absolut nicht.mehr will!
Wenn es dann noch blöder läuft hast du Personal denen deine Wünsche scheiß egal sind und einfach machen. Es gibt einige Fälle, in denen Frauen einfach Muttermundsuntersuchungen gemacht wurden obwohl die ausdrücklich gesagt haben Nein! Das gleiche gilt für dammschnitte. Die werden manchmal noch nicht mal angekündigt!
Und wenn man sich weiter gegen die ganzen Maßnahmen sträubt fahren Sie Ihre Angst Schiene auf. Da wird einem permanent erzählt wie Verantwortungslos man grade ist oder das das Kind jetzt gerade stirbt und sie es vll gerade noch retten können. Leider ist es nicht immer so eindeutig ob es eine angst Schiene ist oder sie die Wahrheit sagen... Wie Handel ich dann! Kann ja schlecht bei allen zwei Minuten wehen im Internet Suche wie wahrscheinlich die Komplikation ist die sie erwähnen.
Leider bringen Erfahrungsberichte anderer Mütter wenig, da viel zu viele so unwissend sind, dass sie meinen
Ihnen würde das Leben gerettet, obwohl vielleicht die Komplikationen hausgemacht waren und ohne die Interventionen sie ganz normal geboren hätte.
Bei so Kreißsaal Besichtigungen wird einem auch nur alles wunderschön dargestellt, was man nicht alles machen kann während der Geburt.... Und natürlich darf man sich bewegen und natürlich darf man eine wassergeburt machen und natürlich wurden sie einen zu nichts zwingen und natürlich verbreiten sie keine angst und Schrecken... Ja ja...
Das nächste Problem ist, dass du unter wehen einfach nicht den Nerv hast permanent zu diskutieren. Wie soll ich denn da gebären wenn ich dauernd belagert werde?
Ich könnte versuchen so spät wie möglich in die Klinik zu fahren aber da ist eben die Gefahr groß dass es dann vll im Auto kommt oder gar noch zu hause... Der Muttermund kann sich bei optimalen Bedingungen innerhalb von 10 Minuten vollständig öffnen...
In anthroposophischen Kliniken hat man wohl eine größere Chance seine Wünsche durchzusetzen allerdings sind die von mir zu weit weg.
Solltet ihr dahingehend skeptisch sein und meinen ich übertreibe dann solltet ihr in paar Foren mal die Geburtsberichte durchlesen und achtet dabei darauf wie viel sie in den Kliniken eingegriffen haben.... Und lasst euch nicht beirren wenn im Betreff steht... unsere wunderschöne Geburt...
Dazu fällt mir nichts mehr ein.
Allerdings frage ich mich, wo all die traumatisierten Babys und Mütter sind, die unter diesen schrecklichen Zuständen in Deutschland entbinden mußten. Ich kenn keine, aber ich bin ja auch unwissend, wie alle hier - bis auf eine natürlich!1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.08.2016 20:00:37 | IP (Hash): 997145539
Rainer schrieb:
Hallo Rose,
ich finde es ganz toll, wie intensiv du dich mit der Geburt beschäftigst. Dabei bist du ganz bestimmt auf die unterschiedlichsten Ansichten gestoßen, hast die verschiedenen Meinungen betrachtet und hast dir dann deinen eigenen Standpunkt gebildet.
Eine ähnlich intensive Beschäftigung steht dir nun bezüglich SS-Diabetes bevor. Am Ende musst du dir deine eigene Meinung bilden und auf dieser Grundlage deine Entscheidungen treffen. Dabei ist vieles, was andere dir als einfache schwarz-/weiß-Betrachtung verkaufen wollen, im wahren Leben sehr viel komplizierter.
Lies dir ruhig mal die von Elfe verlinkten Unterlagen durch, am besten die zweite - die für die Profis. Du brauchst ja nicht alles, sondern nur die für dich interessanten Themen durchzulesen. Mit den Hinweisen, die du hier im Forum bekommen hast, kannst du bestimmt das meiste ganz gut verstehen. Den dort gegebenen Rat, solltest du aus meiner Sicht auf jeden Fall beachten: für die endgültigen Entscheidung für oder gegen Basalinsulin einen Laborwert bestimmen zu lassen und das Größenwachstum deinens Babys (normal oder übermäßig) mit einzubeziehen. Ich drücke dir die Daumen, dass du einen Arzt findest, der dich ernst nimmt und mit dem du alles gut besprechen kannst.
Alles Gute, Rainer
Vielen Dank, auch dafür, dass du mich nicht als Spinner abtust.
Leider werden gerade traumatische Geburten heute nicht ernst genommen, besonders von der Allgemeinheit nicht, vorallem dann nicht, wenns Kind gesund ist.
So werde ich es handhaben. Noch habe ich ja etwas Zeit mich ausgiebig zu informieren. -
am 13.08.2016 20:36:29 | IP (Hash): 997145539
EH schrieb:
Dazu fällt mir nichts mehr ein.
Allerdings frage ich mich, wo all die traumatisierten Babys und Mütter sind, die unter diesen schrecklichen Zuständen in Deutschland entbinden mußten. Ich kenn keine, aber ich bin ja auch unwissend, wie alle hier - bis auf eine natürlich!
Naja da gibt es mehrere Möglichkeiten :
- die Ärzte verkaufen ihr Handeln als lebensrettend und warum sollte das angezweifelt werden? Der Arzt muss es doch wissen.
- Vieles ist mittlerweile normal geworden,wie eben die dammschnitte. Wie viele wissen denn, dass das ein sinnloser Eingriff ist? In meiner ersten ss wurde mir andauernd vermittelt dass das dazu gehört und absolut nicht schlimm sei... Tut ja angeblich auch gar nicht weh (ist leider nicht immer so)
Es gibt ja noch soviel mehr, was nicht sinnvoll ist:
Zb Einleitungen vor oder an et wenn keine Anzeichen von Problemen sind... Allerdings muss man hier auch wieder aufpassen... Dass die plazenta zum Ende hin schlechter funktioniert ist ganz normal und kein Grund für eine Einleitung außer man hat in der ss geraucht oder dergleichen.... Aber bei einer normal gesunden Frau nicht ungewöhnlich.
- Dann gibt es einfach die Frauen, die merken bzw wissen es ist was falsch gelaufen aber keine Person haben mit den sie darüber sprechen können, weil ihnen von allen Seiten suggeriert wird, sei doch froh dass dein Kind gesund ist, da ist doch egal ob die Geburt schön war oder nicht.
- Ubergriffe während der Geburt wie, trotz Verweigerung, Untersuchungen, kann man ähnlich wie eine Vergewaltigung sehen. Nur dass das noch weniger akzeptiert wird als eine traumatische Geburt. Sowas gibt es doch gar nicht, wird vorgehalten, das hat man bestimmt nur missverstanden!
Anzeigen in dieser Richtung verlaufen auch meistens im Sande... Öffentlicher Träger und so...
- Und dann gibt es Frauen, die genau so eine Geburt wollen. Das ist natürlich auch in Ordnung. Solang es selbstbestimmt ist!
- Dann gibt es natürlich auch die Klinik Geburten die tatsächliche super verlaufen sind. Gutes informiertes Personal dass auch in dem Moment keinen Druck von oben bekommen hat, dass doch mehr Kaiserschnitte nötig wären. Leider muss man für so eine Geburt wirklich Glück haben. Oder du kommst wirklich so spät das du Grad noch in den Kreißsaal kommst.
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am 13.08.2016 20:44:16 | IP (Hash): 997145539
Achja und oft hängt es auch davon ab wo du bist. Es gibt Kliniken die eine 50-60% Kaiserschnitt rate haben und andere Kliniken die vll nur eine 15% rate haben... -
am 14.08.2016 09:30:11 | IP (Hash): 1045932208
Ich hab wirklich keine Lust auf deine (für mich) wahnhaften Ideen einzugehen und einem vernüftigen Argument bist du ja nicht zugänglich. -
am 14.08.2016 10:12:01 | IP (Hash): 997145539
EH schrieb:
Ich hab wirklich keine Lust auf deine (für mich) wahnhaften Ideen einzugehen und einem vernüftigen Argument bist du ja nicht zugänglich.
Hmm bis jetzt habe ich noch kein einziges Argument von dir gelesen. (außer du zählst das zu einem Argument: kenn ich nicht, dann gibt's das auch nicht)
Und da finde ich, kannst du wohl am wenigsten beurteilen, ob ich zugänglich für "vernünftige" Argumente bin oder nicht.
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am 14.08.2016 10:33:56 | IP (Hash): 1045932208
Rose14 schrieb:
EH schrieb:
Ich hab wirklich keine Lust auf deine (für mich) wahnhaften Ideen einzugehen und einem vernüftigen Argument bist du ja nicht zugänglich.
Hmm bis jetzt habe ich noch kein einziges Argument von dir gelesen. (außer du zählst das zu einem Argument: kenn ich nicht, dann gibt's das auch nicht)
Und da finde ich, kannst du wohl am wenigsten beurteilen, ob ich zugänglich für "vernünftige" Argumente bin oder nicht.
Nein, ich habe kein Argument vorgebracht, aber andere haben das versucht, aber du hast alle abgeschmettert und Insulin zu einem gefährlichen Medikament mit Nebenwirkungen erklärt.
Ich hab den Thread gelesen und mich auf meine Finger gesetzt, weil mir klar war, daß es sinnlos wäre etwas zu schreiben. Zum Schluß hab ich es leider nicht mehr ausgehalten.
Als 1981 mein Sohn zur Welt kam, wurde mein Typ2 Diabetes vollkommen ignoriert, obwohl ich mehrmals darauf hinwies. Hat keinen interessiert. Mein Kind hat 4870g gewogen als es zur Welt kam. Besondere Sorgen hab ich mir nicht gemacht, denn ich kannte das von meiner Schwester, der es ähnlich erging, aber alle Kinder waren gesund. Hinterher hat man einen Test gemacht und mir mitgeteilt, daß ich wohl Diabetes hätte. Wer hätte das gedacht!
Ich hab auf einem Kaiserschnitt bestanden, denn das gro0e Kind in Steißlage und eine 37 Jahre alte Mutter, das war mir zu viel Risilo auf einmal. Mir ging es nämlich nur ums Kind, beweisen wollte ich niemandem etwas. Der Chefarzt wollte eine Wendung versuchen (war damals der letzte Schrei), aber mit dem Stationsarzt habe ich mich auf einen Kaiserschnitt geeinigt. Es ist also durchaus nicht so, daß man mit den Ärzten nicht reden kann.
Nun, nach 35 Jahren hat sich doch einiges getan für Diabetes-Mütter (insbesondere für Typ2). Ich kann einfach nicht glauben, daß jemand diese alten Zustände wiederherstellen will. EIne Hausgeburt halte ich sowieso für eine Schnapsidee.
So, das war's. Mehr habe ich nicht dazu zu sagen.
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am 14.08.2016 12:13:19 | IP (Hash): 997145539
Heute ist es doch nicht recht viel anders. Die Mütter werden nicht ernst genommen, genau wie du damals, werden bestenfalls als Verantwortungslos hingestellt oder als übertrieben Vorsichtig.
Du hattest damals deine selbstbestimmte Geburt, du hast entschied, wie was gemacht wird. Genau DAS will ich. Hättest du nur den Chefarzt gehabt, wäre deine Geburt wohl anders abgelaufen... Du hattest Glück, dass der andere Arzt dich ernst genommen hat, deine Wünsche respektiert hat. Wie oft ist das damals vorgekommen? Wohl nicht so oft.
Dazu muss man auch sagen, wenn man Entscheidungen treffen möchte, muss man Wissen haben. Das ist auch der Grund, warum ich hier bin. Ich wollte mir wissen aneignen. Es tur mir leid, dass ich dabei nicht alles glaube, was in einem Forum geschrieben wird und ich es deswegen hinterfrage. Nur weil Insulin ein Hormon ist, heißt das noch lange nicht, dass es Nebenwirkungsfrei ist. Die Pille ist auch ein Hormon und trotzdem sind einige Frauen daran gestorben. Selbst heute sterben immer noch Frauen und teilweise Kinder mit 15 Jahren daran. Sicherlich kann man nun wieder sagen man vergleicht Apfel mit Birnen. Weil das eine Lebensnotwendig ist und das andere nicht. Aber gut ich habe ja jetzt gelernt dass es Nebenwirkungsfrei ist. Das ist auch in Ordnung. Möchte ich auch nicht weiter anzweifeln sollte das nicht rüber gekommen sein.
Mir ging es primär darum, ob die strengen Werte bei ss Diabetes wirklich so notwendig sind oder man das auch etwas lockerer sehen kann. Ein Arzt würde mir sowas niemals sagen. Daher Suche ich Infos darüber und das ich nicht nur das, was hier jemand rein schreibt, sondern eine oder mehrere Quellen, um eine gute Entscheidung treffen zu können. Auch um bei. Arzt argumentieren zu können, für oder gegen Insulin. Dazu wollte ich auch verstehen, wie die Werte zustande kamen, um mögliche Quellen besser zu verstehen. Aber Elfe hat mir netterweise ja zwei links zur Information da gelassen.
Ich finde es ist auch nochmal was anderes einen ausgeprägten Diabetes zu haben, der mit Ernährung absolut nicht einstellbar ist oder ob man mit Ernährung viel erreichen kann und sonst nur leicht erhöhte Nüchternwerte zu haben.
Wäre es vernünftiger, alles so zu machen, wie es die Ärzte sagen? Was mach ich dann, wenn ich plötzlich zwei oder mehr unterschiedliche Meinungen habe? Du hast es doch auch nicht gemacht, wie es der Chefarzt wollte.... Warst du deswegen Verantwortungslos oder gar unvernünftig? -
Elfe
Rang: Gastam 15.08.2016 02:31:26 | IP (Hash): 1329236406
Hallo Rose,
wenn ich deine Beiträge so lese, meine ich, daß die Umstände der Geburt deines ersten Kindes wohl traumatisch gewesen sein müssen.
Du möchtest jetzt alles richtig machen.
Aber sich nur auf Zahlenwerte deines Blutzuckermessgerätes zu verlassen, darf nicht sein !
Übrigens, hast du noch dein 'altes' von der ersten Schwangerschaft ?
Auch bei den Messgeräten gibt es technische Fortschritte, lasse dir vom Arzt bitte eines der neuen Generation geben.
Aufgrund deiner Erfahrung und Wissen kannst du über Ernährung die Blutzuckerwerte ev. im Bereich halten. Ob du wirklich Insulin brauchst, ist doch noch gar nicht klar.
Selbst wenn, damit wird nur die Menge aufgefüllt, zu der, die auch dein Körper selbst produziert.
Auch möchte ich dir abraten, irgendwelche Foren/Statistiken zu Geburten/Kaiserschnitten/usw Deutschland-/Europa-/Welt-weit zu durchforsten, wird dich nur weiter verunsichern.
Konkret geht es doch darum, daß du in deiner Wohngegend eine Klinik deines Vertrauens findest. Viele bieten Führungen/Informationen an, die du wahrnehmen kannst. (Dabei Kopf- und Bauchgefühl zur Beurteilung mit einbeziehen.)
Das blödeste wäre, wenn tatsächlich bei deiner gewünschten Hausgeburt die Hebamme einen Arzt/Krankenwagen rufen müsste, und du dann in das nächste Krankenhaus eingeliefert würdest, wo du eigentlich gar nicht hin wolltest. Also 'Plan B' sollte in deiner Vorbereitung durchaus eine Rolle spielen.
Deine Skepsis gegenüber der Ärzte/Krankenhäuser bzgl. 'Geldmacherei zu unnötigen Behandlungen', sollte aber jetzt nicht deine Sorge sein.
Du darfst und sollst jetzt egoistisch sein für dein erwartestes Kind + dein erstgeborenes Kind + deinen Mann/Vater der Kinder + Dich = Deine Familie.
Alles Gute !
Elfe
Bearbeitet von User am 15.08.2016 02:39:52. Grund: . -
Elfe
Rang: Gastam 16.08.2016 02:07:39 | IP (Hash): 1329236406
Elfe schrieb:
Aber sich nur auf Zahlenwerte deines Blutzuckermessgerätes zu verlassen, darf nicht sein !
Übrigens, hast du noch dein 'altes' von der ersten Schwangerschaft ?
Auch bei den Messgeräten gibt es technische Fortschritte, lasse dir vom Arzt bitte eines der neuen Generation geben.
Hallo Rose,
möchte meinen gestrigen Beitrag bzgl. Blutzuckermessgerät ergänzen.
Ich musste mein Blutzuckermessgerät austauschen, aufgrund der Information, daß die Herstellung der Sensoren zu meinem 'alten' in absehbarer Zeit eingestellt wird.
Aber solange ich beide Geräte mit entsprechenden Sensoren zur Verfügung hatte, habe ich eine Testreihe vorgenommen zwischen neu und alt.
Eine Abweichung bis zu 35 habe ich dabei feststellen können, allerdings zu niedrig vom alten.
In meinem persönlichen Fall hieß es, daß mein Unterzuckerproblem (kleiner 60) dann doch nicht so dramatisch war.
Eine eigene Blutzuckerwertbestimmung auf genaue Werte auf 91 oder 94 halte ich aufgrund eines Patienten-Blutzuckermessgerätes als nicht möglich.
Gruß Elfe -
am 16.08.2016 07:52:13 | IP (Hash): 997145539
Elfe schrieb:
Hallo Rose,
wenn ich deine Beiträge so lese, meine ich, daß die Umstände der Geburt deines ersten Kindes wohl traumatisch gewesen sein müssen.
Du möchtest jetzt alles richtig machen.
Aber sich nur auf Zahlenwerte deines Blutzuckermessgerätes zu verlassen, darf nicht sein !
Übrigens, hast du noch dein 'altes' von der ersten Schwangerschaft ?
Auch bei den Messgeräten gibt es technische Fortschritte, lasse dir vom Arzt bitte eines der neuen Generation geben.
Aufgrund deiner Erfahrung und Wissen kannst du über Ernährung die Blutzuckerwerte ev. im Bereich halten. Ob du wirklich Insulin brauchst, ist doch noch gar nicht klar.
Selbst wenn, damit wird nur die Menge aufgefüllt, zu der, die auch dein Körper selbst produziert.
Auch möchte ich dir abraten, irgendwelche Foren/Statistiken zu Geburten/Kaiserschnitten/usw Deutschland-/Europa-/Welt-weit zu durchforsten, wird dich nur weiter verunsichern.
Konkret geht es doch darum, daß du in deiner Wohngegend eine Klinik deines Vertrauens findest. Viele bieten Führungen/Informationen an, die du wahrnehmen kannst. (Dabei Kopf- und Bauchgefühl zur Beurteilung mit einbeziehen.)
Das blödeste wäre, wenn tatsächlich bei deiner gewünschten Hausgeburt die Hebamme einen Arzt/Krankenwagen rufen müsste, und du dann in das nächste Krankenhaus eingeliefert würdest, wo du eigentlich gar nicht hin wolltest. Also 'Plan B' sollte in deiner Vorbereitung durchaus eine Rolle spielen.
Deine Skepsis gegenüber der Ärzte/Krankenhäuser bzgl. 'Geldmacherei zu unnötigen Behandlungen', sollte aber jetzt nicht deine Sorge sein.
Du darfst und sollst jetzt egoistisch sein für dein erwartestes Kind + dein erstgeborenes Kind + deinen Mann/Vater der Kinder + Dich = Deine Familie.
Alles Gute !
Elfe
Ja, es ist noch das Gerät von vor ca 2 Jahren.
Auch wenn das Insulin nur ausfüllt interessiert das die Ärzte Hebammen Versicherungen und Krankenkassen wenig. Sie sehen Insulin in ss als extreme Gefahr vermitteln das auch indem die am liebsten noch vor ET einleiten.
Das heißt, es macht keinen Unterschied für das Kind oder mich ob ich ss Diabetes mit Ernährung einstellen kann oder mit Insulin noch ein klein wenig nachhelfe?
Das Wissen aneignen zum Thema Geburt habe ich schob lange vor dieser ss getan, um einmal die letzte Geburt zu verarbeiten und auch bei einer weiteren besser aufgestellt zu sein.
Ja das mit den Führungen ist mehr Schein als sein, das habe ich schon beim letzten mal erlebt. In dem KH hatte ich auch ein tolles Gefühl, alle waren nett und sympathisch, die Räume sahen schön aus und das Spektrum an geburtspositionen war auch mehr als ausreichend. Das Problem ist einfach, für die Geburtshelfer ist es einfach bequemer wenn Frau auf Rücken liegt. Die denkbar schlechteste geburtsposition die man wählen könnte und wohl keine Frau instinktiv tun würde.
Viele wissen nicht wie es eigentlich bei einer hausgeburt zugeht. Da ist es nicht so das aus dem nichts Probleme entstehen und dann ganz schnell gehandelt werden muss. Nein, eine erfahrene Hebamme beobachtet dich und erkennt schon frühzeitig dass etwas nicht stimmt und dann entscheidet man sich ggf fürs verlegen, ohne hetz und Not. Ganz normal im Auto mit vorheriger Anmeldung im KH.
Was mir eher dann sorgen bereitet ist nach der Geburt, sollte doch der ggf unterzucker nicht so leicht einstellbar sein.
Alles was in der Geburtshilfe schief läuft betrifft mich aber primär. Denn da stecke ich ja mitten drin. Ob nun in der ss oder zur Geburt oder danach ist es ja auch nicht viel besser. Das einzige was mir hilft ist eben Wissen um argumentieren zu können, angst habe ich davor, wenn etwas ist worüber ich mich gar nicht informiert habe. Man könnte es fast als mündliche Prüfung betrachten :D
-
am 16.08.2016 08:05:12 | IP (Hash): 997145539
Elfe schrieb:
Elfe schrieb:
Aber sich nur auf Zahlenwerte deines Blutzuckermessgerätes zu verlassen, darf nicht sein !
Übrigens, hast du noch dein 'altes' von der ersten Schwangerschaft ?
Auch bei den Messgeräten gibt es technische Fortschritte, lasse dir vom Arzt bitte eines der neuen Generation geben.
Hallo Rose,
möchte meinen gestrigen Beitrag bzgl. Blutzuckermessgerät ergänzen.
Ich musste mein Blutzuckermessgerät austauschen, aufgrund der Information, daß die Herstellung der Sensoren zu meinem 'alten' in absehbarer Zeit eingestellt wird.
Aber solange ich beide Geräte mit entsprechenden Sensoren zur Verfügung hatte, habe ich eine Testreihe vorgenommen zwischen neu und alt.
Eine Abweichung bis zu 35 habe ich dabei feststellen können, allerdings zu niedrig vom alten.
In meinem persönlichen Fall hieß es, daß mein Unterzuckerproblem (kleiner 60) dann doch nicht so dramatisch war.
Eine eigene Blutzuckerwertbestimmung auf genaue Werte auf 91 oder 94 halte ich aufgrund eines Patienten-Blutzuckermessgerätes als nicht möglich.
Gruß Elfe
Aber wie alt war dein altes Messgerät? Ist das auch schon bei 2 Jahre?
Wenn diese genaue Bestimmung nicht möglich ist, dann wäre es doch vom Arzt sehr unprofessionell aufgrund solcher Werte Insulin anzuordnen oder?
Wie läuft es denn normalerweise ab? Wenn der Diabetes aufgrund der eigenen Messwerte schlechter wird und man mehr Insulin bräuchte, wird dann auch nur nach den Messwerten gegangen oder blutmessungen vorgenommen?
Jetzt noch eine andere Frage:
Mir wurde hier erklärt das nüchtern Werte nicht durch Nahrung beeinflussbar sind. Mit meinem Gerät hatte ich jetzt schon den Eindruck dass wenn ich abends kein Getreide esse meine Nüchternwerte besser sind als mit. Jetzt vorgestern war ein schlechter Tag ich hatte seit dem Frühstück nix gegessen und brauchte ein schnelles essen am Abend. Da sind mir nur die Tiefkühl Pizza Baguettes in die Hände gefallen die ich einfach essen musste. Am Morgen hatte ich dann einen Wert von 85. Nach dem Essen 143. Wenn wir jetzt mal da von ausgehen die Werte würden Stimmen, kann mir das bitte jemand genauer erklären wie das mit dem Nüchternwert ist, damit ich das verstehe? -
am 16.08.2016 08:33:02 | IP (Hash): 1327987
Selbst beim echten Labortest ist der einzelne BZ-Wert nicht besonders viel wert. Wenn es dabei auf eine bestimmte Höhe ankommt und eine Messung um plusminus 10% davon abweicht, gilt die nur mit dem Durchschnitt aus einer Reihe von mehreren Messungen unter vergleichbaren Umständen als bestätigt oder eben auch nicht. Ansonsten aus einem mehrstündigen Messzusammenhang wie z.B. beim oGTT.
Auch für die eigene Steuerung ist der Messzusammenhang über einen Verlauf ausschlaggebend und nicht der einzelne Wert. Wenn ich 70mg/dl messe, muss ich für meine passende Reaktion wissen, ob der letzte Bolus zu der Zeit noch eifrig wirkt oder ob er schon ausgewirkt hat.
Wenn während der Wirkzeit des Bolus könnte BEI MIR 1BE in den meisten aller Fälle völlig zum Bremsen vor dem Beginn von ner Hypo reichen.
Wenn nach Wirkauslauf, wäre das ja zwar unten aber in meinem Zielbereich und 1BE würde MICH wieder deutlich über MEINE angestrebte Nüchternwert-Obergrenze von 90 bringen, und ich würde ne Stunde bis 2 weiter wahrscheinlich wieder auf unter 90 korrigieren wollen. Also praktisch mehr Insulin spritzen und mehr essen, als ich eigentlich will.
Um beurteilen zu können, in welcher Situation man einen Wert misst/gemessen hat, muss man wissen, in welchem Verlaufsbereich in der eigenen Wirkkurve(n) man gemessen hat. Altmodisch kann man die persönlichen (nicht die im Internet!) Wirkkurven von den verschiedenen Nahrungsmitteln und vom jeweils gebrauchten Insulin mit eigenen systematischen Testreihen rausfinden. Neumodisch kann man sich dafür beim Diabetologen ein CGM leihen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 16.08.2016 09:05:36. Grund: Ergänzung -
Elfe
Rang: Gastam 17.08.2016 02:23:33 | IP (Hash): 1329236406
Rose14 schrieb:
Aber wie alt war dein altes Messgerät? Ist das auch schon bei 2 Jahre?
Wenn diese genaue Bestimmung nicht möglich ist, dann wäre es doch vom Arzt sehr unprofessionell aufgrund solcher Werte Insulin anzuordnen oder?
Wie läuft es denn normalerweise ab? Wenn der Diabetes aufgrund der eigenen Messwerte schlechter wird und man mehr Insulin bräuchte, wird dann auch nur nach den Messwerten gegangen oder blutmessungen vorgenommen?
Jetzt noch eine andere Frage:
Mir wurde hier erklärt das nüchtern Werte nicht durch Nahrung beeinflussbar sind. Mit meinem Gerät hatte ich jetzt schon den Eindruck dass wenn ich abends kein Getreide esse meine Nüchternwerte besser sind als mit. Jetzt vorgestern war ein schlechter Tag ich hatte seit dem Frühstück nix gegessen und brauchte ein schnelles essen am Abend. Da sind mir nur die Tiefkühl Pizza Baguettes in die Hände gefallen die ich einfach essen musste. Am Morgen hatte ich dann einen Wert von 85. Nach dem Essen 143. Wenn wir jetzt mal da von ausgehen die Werte würden Stimmen, kann mir das bitte jemand genauer erklären wie das mit dem Nüchternwert ist, damit ich das verstehe?
Hallo Rose,
mein 'altes' Messgerät war wesentlich älter.
Wie gesagt, die Herstellung der Sensoren wurde angekündigt eingestellt, und brauchte ein neueres.
Ich brauche schon lange Insulin, weil meine Bauchspeicheldrüse schleichend den Geist aufgibt, Insulingaben höher werden, der Arzt auf den HbA1c-Wert schaut, ist mit runden 6,5 soweit o.k.
Die Blutuntersuchungen finden alle 3 Monate statt, die Überprüfung des Messgerätes in der Praxis - wie beschrieben - war so einigermaßen o.k., aber nur ein paar mal und auch nur auf Wunsch von mir bei der MFA.
Auch habe ich eher ein Unterzuckerproblem, mit ein/zwei Einheiten zuviel geht's schon heftig nach unten, da liegt dann auch das Augenmerk des Arztes drauf.
Meinen kleinen Test mit Restsensoren mit 'altem' im Vergleich zum neuem Testgerät hat selbst meinen Arzt erstaunt ;-).
Dein Nüchternwert von 85 ist doch super !
Nach welcher Zeitspanne nach den Baguettes hast du die 143 gemessen ?
Dieses Essen ist eigentlich o.k., das Weißmehl (schnell) wird durch Käse (Fett, langsam) gebremst, geht also nicht so schnell ins Blut.
Eine Mahlzeit braucht Zeit, um sich als Blutzucker messbar bemerkbar zu machen.
Die Stärke aus dem Baguette muss sich während der Verdauung in Zuckermoleküle aufspalten. Da Fett des Belages schwer verdaulich ist, verzögert sich die Verdauung.
Eine normale Mahlzeit (Fleisch, Beilage, Gemüse) wird mit ca. 3 h geschätzt, eine 'richtige' Pizza mit bis zu 7 h (heißt bei schnellem Insulin die Menge aufteilen in zwei Portionen - 'Parade'-Beispiel in der Diabetes Schulung).
Nach einer Mahlzeit also die Verdauungszeit beim Messen berücksichtigen - ev. sogar zweimal messen im zeitlichen Abstand, wenn dir das lieber ist.
'Abends' keine Kohlenhydrate ist übrigens auch nicht so genau. Wenn du am frühen Abend dein Abendbrot isst, ca. 3 - 4 h vorm Schlafengehen, müsste die Mahlzeit verdaut sein und sollte keinen Einfluss auf den Nüchternwert haben.
Ein ev. Anstieg am Morgen hat andere Gründe (hormonelle), zeigt sich aber nicht bei jedem Menschen, vielleicht meinte deine Praxis in der Erklärung dieses Phänomen.
:-) Gruß
Elfe
Bearbeitet von User am 17.08.2016 02:27:26. Grund: . -
am 17.08.2016 11:13:57 | IP (Hash): 1897583369
@Elfe
1. auch bei 100 völlig neuen Geräten der selben Marke und des selben Modells würdest Du aus der selben Teststreifen-Packung aus dem selben großen Blutstropfen bei labormäßig 90mg/dl nur einen Teil 90ger Anzeigen bekommen und den großen Rest über einen weiten Bereich von um 75 bis um 105 verstreut.
Messe selbst mit einem 4 Jahre alten Gerät. Wollte das nicht zuletzt wg des moderneren Designs vor 1 Jahr mit einem neuen ersetzten. Das liegt seitdem hier sehr wenig gebraucht im Schub, weil es bei vergleichenden Testreihen recht regelmäßig 10% weniger (Korrektur: hier hate ich fälschlich mehr geschrieben) als das alte Gerät angezeigt hat.
2. die Verstoffwechselung von gegessenen KHs bis zur Übergabe der Glukose daraus ins Blut hat ihre mengenmäßige Spitze bis um etwa 1 Stunde nach dem Essen erreicht und ist 2 bis in seltenen Fällen allerspätestens 3 Stunden nach dem Essen vollständig durch.
Dabei gelangt nur ein Bruchteil der aufgenommen Glukose sofort über die Leber hinaus in den Ganzkörper-Kreislauf und der Rest gesund nach Bedarf bis zum persönlichen Nüchtern-BZ und diabetisch gestört eben praktisch beliebig hoch darüber hinaus.
3. die Glukose für die Aufrechterhaltung eines gesunden Blutzuckerverlaufs auch während mehrstündiger bis mehrtägiger Fastenzeiten kommt vorwiegend aus der Aufbereitung von Eiweiß im Rahmen der Glukoneogenese in Leber und Nieren https://de.wikipedia.org/wiki/Gluconeogenese
Bei gesunder Leistung werden so in 24 Stunden 160-200g Glukose hergestellt, diabetisch fehlgesteuert locker das Doppelte und noch mehr.
Wenn ich meinen BZ mit messen-spritzen-essen steuern würde, hätte ich vielleicht 4 von 24 Stunden einen völlig gesunden und 6,5-7 beim HBA1c.
Dass ich mir tatsächlich alltäglich 20 von 24 Stunden im völlig gesunden Rahmen mache, und die restlichen 4 meistens nicht nennenswert weit darüber hinaus, und das völlig ohne nennenswerte Hypo-Anfänge und völlig ohne richtige Hypos mit Schwitzen und Zittern usw. liegt schlicht daran, dass ich nicht vor, sondern nach dem Essen messe, und zwar dann, wenn die meiste Wirkung vom Essen und dem dafür gespritzten Insulin durch ist. DANN kann ich super sehen, ob mein BZ bis in den Unterzuckerbereich absinken will und Zeit ist, dieses Absinken mit einer kleinen Belohnung (Obst oder leckere Süßigkeit) zu stoppen, oder ob er so viel höher über dem angestrebten Bereich verläuft, dass ich für das nächste ähnliche Essen mehr Bolus spritzen müsste. Oder sogar so hoch, dass er ohne etwas Nachspritzen nicht einmal mehr in den Nähe von meinem Zielbereich kommt.
Für Deinen Geschmack vielleicht ein bisschen ausführlich, aber mein alltäglicher Zielbereich ist genau der, der in der Schwangerschaft mehr oder weniger dringend empfohlen wird.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 17.08.2016 18:29:21. Grund: Korrektur -
Elfe
Rang: Gastam 18.08.2016 01:25:02 | IP (Hash): 1745904375
Hallo Jürgen,
bin mit deinen Thesen nach wie vor überkreuz.
Mag daran liegen, daß du Typ 2 und ich Typ 1er bin, andere Schulungen hatte und mich eigentlich normal ernähre, nicht nach der deiner Rohkost, KH-armen.
Deiner Organ-Leber-These mag ich auch nicht folgen.
Warum sollten Kohlenhydrate den Umweg über die Leber nehmen, wenn schon im Verdauungstrakt Glukose über die Magen-/Darmwand - die ersten sogar über die Mundschleimhaut - in den Blutkreislauf übergehen ?
Die Zeitangaben zum Übergang von KHs sind definitiv zu kurz.
Das kennt eigentlich jeder Mensch - über das Sättigungsgefühl. Ein Stück Fleisch mit Pommes oder Vollkornbrot mit Käse brauchen wesentlich länger zur Verdauung als ein weißes Brötchen mit Marmelade, die Diabetiker tunlichst lassen sollen, weil eben die Spitze innerhalb 1 h erfolgt.
Auch messe ich vor der Mahlzeit den Blutzucker und kann ggf. eine Korrektur zum Mahlzeiteninsulin hinzu geben.
-----------------
Liebe Rose,
jetzt haben wir dich total verwirrt, tut mir sehr leid !
Mit einem Insulin-Mangel muss ich zu jeder Mahlzeit Kohlenhydrate schätzen und entsprechend schnelles Insulin spritzen. Das schnelle Insulin bedeutet, daß es 3 h (bis zu 4 h) wirkt.
Und um die Mahlzeiten einschätzen zu können, war in den Schulungen auch die Verdauung Thema.
Manches Essen dauert deutlich länger als die Wirkungszeit des Insulins. Eine normale Mahlzeit - wie beschrieben - wird mit 3 h geschätzt.
In diesem Forum siehst du ganz gegensätzliche Ansichten von Diabetikern, die auch noch unterschiedlich sind innerhalb der groben Einteilung Typ 1 (Insulin-Mangel) und Typ 2 (Insulin-Wirkung), wobei die Schwangerschaftsdiabetes auch schon wieder etwas anderes ist.
Gestern hatte ich dir eine verhältnismäßig frühe Abendessenzeit - mit KHs - geraten.
Ein guter Sattmacher als Zwischenmahlzeit ist Eiweiß: z.B. als Naturjoghurt mit Einrühren von ein paar Tropfen flüssigen Süßstoff, oder eingeschnibbeltes Obst, oder 1 Teelöffel Marmelade.
Naturjoghurt mit (gefriergetrocknete) Kräuter einrühren zu Kartoffeln gehört auch zu meinen bevorzugten Essen.
Kann auch nicht ohne Kohlenhydrate ;-)
Gruß Elfe
-
am 18.08.2016 08:15:23 | IP (Hash): 22248384
Elfe schrieb:
Deiner Organ-Leber-These mag ich auch nicht folgen.
Warum sollten Kohlenhydrate den Umweg über die Leber nehmen, wenn schon im Verdauungstrakt Glukose über die Magen-/Darmwand - die ersten sogar über die Mundschleimhaut - in den Blutkreislauf übergehen ?
"Nährstoffe, die aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden, gelangen über die Pfortader (Vena portae) zur Leber und werden dann von dieser je nach Bedarf ans Blut abgegeben oder aus dem Blut entfernt." Hier z.B. zu lesen https://de.wikipedia.org/wiki/Leber Es gibt keinen Weg an der Leber vorbei und keine Autobahn da durch. Sondern ALLE Nahrung wird IN der Leber bearbeitet und VON der Leber in den Ganzkörper-Umlauf gegeben.
Die Idee, dass Glukose schon in nennenswertem Umfang durch die Mundschleimhaut aufgenommen würde, ist ein alter Mythos, der wie weitere Mythen zwar weiter durch die DDG Schulungen geistert, aber keinen systematischen Nachmessungen standhält.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 18.08.2016 08:17:10. Grund: Ergänzung -
Elfe
Rang: Gastam 19.08.2016 00:39:57 | IP (Hash): 1745904375
Hallo Jürgen,
dein Link und fast alles was man zur Kohlenhydrataufnahme im www finden kann, betrifft immer die Aufspaltung einer komplexen Nahrung, die über Enzyme aufgespalten wird.
Daß eine Aufspaltung von Stärke über das Enzym Amylase schon im Mund stattfindet, zeigt ein kleiner Versuch: Ein Stück weißes Brötchen/Baguette kauen, kauen, kauen - und dann schmeckt 's auf einmal süß.
Wenn ich aber puren Traubenzucker in einer Unterzuckersituation zerkaue und schlucke, ist innerhalb von ein paar Minuten eine Besserung der Symptome schon spürbar, nach ein paar weiteren auch im Blutzucker selbst messbar, Transport bis in die Fingerkuppe braucht ja auch Zeit.
Ob nun ein Teil des Traubenzuckers über die Mundschleimhaut aufgenommen wird (da streiten sich die Gelehrten) oder im oberen Teil des Dünndarms, sei dahin gestellt. Ein Umweg über die Leber erscheint mir aus beschriebenen zeitlichen Gründen als nicht wahrscheinlich.
Hier noch zum Lesen:
Einfachzucker werden auch schon über die Darmwand aufgenommen -
http://www.medizin-kompakt.de/anatomie/stoffwechsel/kohlenhydrate/aufnahme-resorption
Verdauungszeit einer Mahlzeit ca. drei Stunden, als Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag -
http://www.medizin-fuer-kids.de/bibliothek/koerperfunktionen/verdauungssystem.htm
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 19.08.2016 00:42:48. Grund: . -
am 19.08.2016 09:22:12 | IP (Hash): 492696425
hjt_Jürgen schrieb:
Selbst beim echten Labortest ist der einzelne BZ-Wert nicht besonders viel wert. Wenn es dabei auf eine bestimmte Höhe ankommt und eine Messung um plusminus 10% davon abweicht, gilt die nur mit dem Durchschnitt aus einer Reihe von mehreren Messungen unter vergleichbaren Umständen als bestätigt oder eben auch nicht. Ansonsten aus einem mehrstündigen Messzusammenhang wie z.B. beim oGTT.
Auch für die eigene Steuerung ist der Messzusammenhang über einen Verlauf ausschlaggebend und nicht der einzelne Wert. Wenn ich 70mg/dl messe, muss ich für meine passende Reaktion wissen, ob der letzte Bolus zu der Zeit noch eifrig wirkt oder ob er schon ausgewirkt hat.
Wenn während der Wirkzeit des Bolus könnte BEI MIR 1BE in den meisten aller Fälle völlig zum Bremsen vor dem Beginn von ner Hypo reichen.
Wenn nach Wirkauslauf, wäre das ja zwar unten aber in meinem Zielbereich und 1BE würde MICH wieder deutlich über MEINE angestrebte Nüchternwert-Obergrenze von 90 bringen, und ich würde ne Stunde bis 2 weiter wahrscheinlich wieder auf unter 90 korrigieren wollen. Also praktisch mehr Insulin spritzen und mehr essen, als ich eigentlich will.
Um beurteilen zu können, in welcher Situation man einen Wert misst/gemessen hat, muss man wissen, in welchem Verlaufsbereich in der eigenen Wirkkurve(n) man gemessen hat. Altmodisch kann man die persönlichen (nicht die im Internet!) Wirkkurven von den verschiedenen Nahrungsmitteln und vom jeweils gebrauchten Insulin mit eigenen systematischen Testreihen rausfinden. Neumodisch kann man sich dafür beim Diabetologen ein CGM leihen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Vielen Dank für die Erklärung, dass war mir tatsächlich nicht klar, dass selbst blutmessungen nicht ganz genau sind. -
am 19.08.2016 09:32:59 | IP (Hash): 492696425
Elfe schrieb:
[
Hallo Rose,
mein 'altes' Messgerät war wesentlich älter.
Wie gesagt, die Herstellung der Sensoren wurde angekündigt eingestellt, und brauchte ein neueres.
Ich brauche schon lange Insulin, weil meine Bauchspeicheldrüse schleichend den Geist aufgibt, Insulingaben höher werden, der Arzt auf den HbA1c-Wert schaut, ist mit runden 6,5 soweit o.k.
Die Blutuntersuchungen finden alle 3 Monate statt, die Überprüfung des Messgerätes in der Praxis - wie beschrieben - war so einigermaßen o.k., aber nur ein paar mal und auch nur auf Wunsch von mir bei der MFA.
Auch habe ich eher ein Unterzuckerproblem, mit ein/zwei Einheiten zuviel geht's schon heftig nach unten, da liegt dann auch das Augenmerk des Arztes drauf.
Meinen kleinen Test mit Restsensoren mit 'altem' im Vergleich zum neuem Testgerät hat selbst meinen Arzt erstaunt ;-).
Dein Nüchternwert von 85 ist doch super !
Nach welcher Zeitspanne nach den Baguettes hast du die 143 gemessen ?
Dieses Essen ist eigentlich o.k., das Weißmehl (schnell) wird durch Käse (Fett, langsam) gebremst, geht also nicht so schnell ins Blut.
Eine Mahlzeit braucht Zeit, um sich als Blutzucker messbar bemerkbar zu machen.
Die Stärke aus dem Baguette muss sich während der Verdauung in Zuckermoleküle aufspalten. Da Fett des Belages schwer verdaulich ist, verzögert sich die Verdauung.
Eine normale Mahlzeit (Fleisch, Beilage, Gemüse) wird mit ca. 3 h geschätzt, eine 'richtige' Pizza mit bis zu 7 h (heißt bei schnellem Insulin die Menge aufteilen in zwei Portionen - 'Parade'-Beispiel in der Diabetes Schulung).
Nach einer Mahlzeit also die Verdauungszeit beim Messen berücksichtigen - ev. sogar zweimal messen im zeitlichen Abstand, wenn dir das lieber ist.
'Abends' keine Kohlenhydrate ist übrigens auch nicht so genau. Wenn du am frühen Abend dein Abendbrot isst, ca. 3 - 4 h vorm Schlafengehen, müsste die Mahlzeit verdaut sein und sollte keinen Einfluss auf den Nüchternwert haben.
Ein ev. Anstieg am Morgen hat andere Gründe (hormonelle), zeigt sich aber nicht bei jedem Menschen, vielleicht meinte deine Praxis in der Erklärung dieses Phänomen.
:-) Gruß
Elfe
Die 143 habe ich etwa eine Stunde nach dem essen gemessen. Also nicht so optimal. Aber auch noch nicht so schlecht, denn in meiner letzten ss war der Wert nach einer Pizza um die 160 also deutlich schlechter.
Das mit der Verdauungszeit ist natürlich interessant aber wie das dann bei mir später in der ss ausschaut weiß ich nich nicht, da ja in der letzten ne Pizza für mich nicht so gut war.
Jetzt habe ich die letzten 5 Tage tatsächlich Nüchternwerte immer unter 90 gehabt, sogar zwischen 82 und 85. Scheinbar normalisiert sich das ganze wieder etwas... Habe ja jetzt dann die kritischen ersten 3 Monate bald rum. Vielleicht hat das auch damit zu? Obwohl ich im Netz was gelesen habe, dass die erste Zeit der Blutzucker niedriger sein sollte... Hmm war bei mir jetzt eher umgekehrt...
Das heißt zwar nicht dass es so bleibt aber ich freu mich trotzdem :) -
am 19.08.2016 13:30:00 | IP (Hash): 58825109
Elfe schrieb:
Hallo Jürgen,
dein Link und fast alles was man zur Kohlenhydrataufnahme im www finden kann, betrifft immer die Aufspaltung einer komplexen Nahrung, die über Enzyme aufgespalten wird.
Daß eine Aufspaltung von Stärke über das Enzym Amylase schon im Mund stattfindet, zeigt ein kleiner Versuch: Ein Stück weißes Brötchen/Baguette kauen, kauen, kauen - und dann schmeckt 's auf einmal süß.
Wenn ich aber puren Traubenzucker in einer Unterzuckersituation zerkaue und schlucke, ist innerhalb von ein paar Minuten eine Besserung der Symptome schon spürbar, nach ein paar weiteren auch im Blutzucker selbst messbar, Transport bis in die Fingerkuppe braucht ja auch Zeit.
Ob nun ein Teil des Traubenzuckers über die Mundschleimhaut aufgenommen wird (da streiten sich die Gelehrten) oder im oberen Teil des Dünndarms, sei dahin gestellt. Ein Umweg über die Leber erscheint mir aus beschriebenen zeitlichen Gründen als nicht wahrscheinlich.
Hier noch zum Lesen:
Einfachzucker werden auch schon über die Darmwand aufgenommen -
http://www.medizin-kompakt.de/anatomie/stoffwechsel/kohlenhydrate/aufnahme-resorption
Bin immer wieder begeistert, wenn mir jemand mit so ner tollen Steilvorlage widerspricht :)
Im Link steht eindeutig:
Verdauen beginnt im Mund und geht weiter durch Magen und Darm und bedeutet im Medizinsprech in so kleine Bestandteile zerlegen, dass die durch die Darmwand aufgenommen=resorbiert werden können.
Resorbtion=Aufnahme erfolgt in nennenswerter Menge nirgendwo vorher, sondern (Zitat wörtlich!) "durch die Darmwand mit Weitertransport über die Pfortader zur Leber - dort findet der eigentliche Stoffwechsel statt".
Um welche Mengen und Geschwindigkeiten es dabei geht finden wir hier
http://www.internisten-im-netz.de/de_leber-allgemeines_848.html
schrieb:
Die etwa 1,5 Kilogramm schwere Leber ist die größte Drüse und das zentrale Organ für den Stoffwechsel des Körpers. In ihr werden lebenswichtige Nährstoffe gespeichert und das Blut von Giftstoffen befreit. Knapp 2.000 Liter Blut werden jeden Tag durch die Leber gepumpt, das entspricht 1,5 Liter pro Minute. Dies bedeutet, dass das Gesamtblutvolumen täglich 350- bis 500-mal durch die Leber fließt.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 19.08.2016 13:31:12. Grund: Ergänzung -
am 21.08.2016 10:05:18 | IP (Hash): 2000489680
Rose14 schrieb:
Die 143 habe ich etwa eine Stunde nach dem essen gemessen. Also nicht so optimal. Aber auch noch nicht so schlecht, denn in meiner letzten ss war der Wert nach einer Pizza um die 160 also deutlich schlechter.
Jetzt habe ich die letzten 5 Tage tatsächlich Nüchternwerte immer unter 90 gehabt, sogar zwischen 82 und 85. Scheinbar normalisiert sich das ganze wieder etwas... Habe ja jetzt dann die kritischen ersten 3 Monate bald rum. Vielleicht hat das auch damit zu? Obwohl ich im Netz was gelesen habe, dass die erste Zeit der Blutzucker niedriger sein sollte... Hmm war bei mir jetzt eher umgekehrt...
Das heißt zwar nicht dass es so bleibt aber ich freu mich trotzdem :)
Hallo Rose,
ich hoffe, dass du von Zeit zu Zeit noch hier in deinen Thread reinschaust, auch wenn die beiden ihn für ihre Diskussionen missbrauchen, die mit deiner Situation kaum etwas zu tun haben. Du brauchst dir auch keinen Angst um dein BZ-Testgerät einjagen zu lassen. Wenn du damit gut durch deine erste SS gekommen bist, dann nimm es weiter. Bei einem neuen Gerät kannst du genauso gut ein schlechteres erwischen. Wenn es ein Markengerät ist - davon gehe ich mal aus - dann erfüllte es auf jeden Fall auch Anforderungen, die unterdessen leicht verschärften wurden.
Ich freue mich für dich, dass deine Werte sich wieder etwas normalisiert haben und drücke die Daumen, dass sie auch in Zukunft nicht viel weiter nach oben gehen. In der Tat könntest du bei einer eiweißreichen- oder fettreichen Mahlzeit mal stichprobenweise nach einer weiteren halben Stunde nachsehen, ob dein BZ dann weiter angestiegen ist oder nicht. Wenn nicht, dann kannst du davon ausgehen, dass die 143 wirklich ungefähr die Spitze gewesen sind. Solche kurzzeitigen geringen Überschreitungen des Zielwertes nach der Mahlzeit würden auch in der zweiten SS-Hälfte nicht problematisch sein. Die BSD deines Babys soll ja arbeiten, nur eben nicht über lange Zeit auf Volllast. Bei Überschreitung des Nüchternzielwertes geht man davon aus, dass der BZ über längere Zeit zu hoch verläuft. Deshalb ist das kritischer zu sehen, als die Überschreitungen nach den Mahlzeiten. Wenn du deine Mahlzeitwerte in der ersten SS mit der Ernährung gut im Griff behalten konntest, dann wird dir das bestimmt in dieser SS auch wieder gelingen.
Hier habe ich übrigens noch eine interessante Fachdsisskussion innerhalb der DDG zum SS-Diabetes:
http://www.diabetologie-online.de/a/1783814
Der Autor spricht genau die zwei Punkte an, die auch dir auf der Seele brennen dürften - ob Insulin um jeden Preis sein muss und die Betrachtung jeder Geburt bei SS mit Insulinbehandlung als schwerer Fall. Er sieht deshalb Schulungsbedarf bei seinen Kollegen, um Übertherapie zu vermeiden. Du siehst, dass es richtig ist, dass du dir deine eigenen Gedanken machst und nicht nur blind auf deine Ärzte vertraust.
Alles Gute, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.08.2016 17:37:39 | IP (Hash): 399430540
Aber natürlich! Warum blind auf Ärzte vertrauen?
Es gibt ja schließlich Rainer!! -
am 22.08.2016 11:30:16 | IP (Hash): 2072991218
Hallo EH,
ich würde auch keinen Arzt vertrauen und immer eine zweite oder auch dritte Meinung
einholen, auch von Rainer.
Gruß Wolle1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.08.2016 12:03:53 | IP (Hash): 360082268
Wolle schrieb:
Hallo EH,
ich würde auch keinen Arzt vertrauen und immer eine zweite oder auch dritte Meinung
einholen, auch von Rainer.
Gruß Wolle
Es steht dir natürlich frei, wen du um Rat fragst.
Wenn ich Zweifel an einer Diagnose eines Arztes habe, frage ich einen anderen Arzt, aber keinen Laien,
Rainer brauch ich dazu erst recht nicht, im Internet recherchieren kann ich selbst. -
Elfe
Rang: Gastam 22.08.2016 19:06:22 | IP (Hash): 2046177090
Rose14 schrieb:
Jetzt habe ich die letzten 5 Tage tatsächlich Nüchternwerte immer unter 90 gehabt, sogar zwischen 82 und 85. Scheinbar normalisiert sich das ganze wieder etwas... Habe ja jetzt dann die kritischen ersten 3 Monate bald rum. Vielleicht hat das auch damit zu? Obwohl ich im Netz was gelesen habe, dass die erste Zeit der Blutzucker niedriger sein sollte... Hmm war bei mir jetzt eher umgekehrt...
Das heißt zwar nicht dass es so bleibt aber ich freu mich trotzdem :)
Liebe Rose,
deine Nüchternwerte sind doch super.
Statt 'Netz-Suche' wäre ein Gespräch mit deinem Arzt/deinen Ärzten aber besser.
Denn dein Arzt kennt dich ..., im Netz findest du alles und nichts, die mit deiner persönlichen Situation ev. gar nichts gemein hat und dich nur verunsichert.
Ich war heute in 'meiner' Diabetes-Praxis zur Routine-Untersuchung.
Dort waren auch schwangere Frauen, sowohl auch Mütter mit ihren Babies zur Nachsorge bzgl. Normalisierung der Blutzuckerwerte nach der Geburt.
Diese zauberten ein Lächeln auf den Gesichtern des Fachpersonals mit bevorzugter, fast liebevoller Behandlung, als auch den Patienten im Wartezimmer mit aufmunternden Gesten. Dieser besonderen Situation kann sich keiner entziehen.
Bitte habe Vertrauen in die Ärzte.
Alles Gute !
Wünscht Dir und Euch
Elfe
Auch hier im Forum bitte Beiträge kritisch bewerten.
Soweit ich das beurteilen kann,
:-) ist EH die einzige, die wirklich etwas zu Schwangerschaft, Geburt und Diabetes aus persönlicher Erfahrung sagen kann.
:-( Wenn Jürgen von Bolus schreibt, meint er schnelles Insulin, was du gar nicht brauchst! Und dieses Leber-Glucose-Brimborium ist unübersichtlich.
Wenn ich seine Beiträge lese, denke ich immer "Warum einfach, wenn 's kompliziert geht !"
:-( Rainer 'missbraucht' jedes Thema, um seinen Senf dazu zugeben, ob passend oder nicht.
Bearbeitet von User am 22.08.2016 19:11:41. Grund: . -
am 25.08.2016 08:48:06 | IP (Hash): 492696425
Rainer schrieb:
Hallo Rose,
ich hoffe, dass du von Zeit zu Zeit noch hier in deinen Thread reinschaust, auch wenn die beiden ihn für ihre Diskussionen missbrauchen, die mit deiner Situation kaum etwas zu tun haben. Du brauchst dir auch keinen Angst um dein BZ-Testgerät einjagen zu lassen. Wenn du damit gut durch deine erste SS gekommen bist, dann nimm es weiter. Bei einem neuen Gerät kannst du genauso gut ein schlechteres erwischen. Wenn es ein Markengerät ist - davon gehe ich mal aus - dann erfüllte es auf jeden Fall auch Anforderungen, die unterdessen leicht verschärften wurden.
Ich freue mich für dich, dass deine Werte sich wieder etwas normalisiert haben und drücke die Daumen, dass sie auch in Zukunft nicht viel weiter nach oben gehen. In der Tat könntest du bei einer eiweißreichen- oder fettreichen Mahlzeit mal stichprobenweise nach einer weiteren halben Stunde nachsehen, ob dein BZ dann weiter angestiegen ist oder nicht. Wenn nicht, dann kannst du davon ausgehen, dass die 143 wirklich ungefähr die Spitze gewesen sind. Solche kurzzeitigen geringen Überschreitungen des Zielwertes nach der Mahlzeit würden auch in der zweiten SS-Hälfte nicht problematisch sein. Die BSD deines Babys soll ja arbeiten, nur eben nicht über lange Zeit auf Volllast. Bei Überschreitung des Nüchternzielwertes geht man davon aus, dass der BZ über längere Zeit zu hoch verläuft. Deshalb ist das kritischer zu sehen, als die Überschreitungen nach den Mahlzeiten. Wenn du deine Mahlzeitwerte in der ersten SS mit der Ernährung gut im Griff behalten konntest, dann wird dir das bestimmt in dieser SS auch wieder gelingen.
Hier habe ich übrigens noch eine interessante Fachdsisskussion innerhalb der DDG zum SS-Diabetes:
http://www.diabetologie-online.de/a/1783814
Der Autor spricht genau die zwei Punkte an, die auch dir auf der Seele brennen dürften - ob Insulin um jeden Preis sein muss und die Betrachtung jeder Geburt bei SS mit Insulinbehandlung als schwerer Fall. Er sieht deshalb Schulungsbedarf bei seinen Kollegen, um Übertherapie zu vermeiden. Du siehst, dass es richtig ist, dass du dir deine eigenen Gedanken machst und nicht nur blind auf deine Ärzte vertraust.
Alles Gute, Rainer
Vielen Dank für deine Anmerkung. Das werde ich mal probieren noch eine halbe Stunde später zu messen. Auch einen Dank für den Link. Sowas war eigentlich eins der Dinge die ich gesucht habe, eine kritische Sicht der derzeitigen Praxis.
Ja blind den Ärzten zu vertrauen passiert mir nicht mehr, solange ich die Möglichkeit habe, die Aussagen zu überprüfen und genau hier liegt meine Angst, dass ich das eben nicht kann und gezwungen bin zu vertrauen und im Nachhinein sich wieder rausstellt dass das ein Fehler war. Die anderen sind hier von dieser Aussage nicht so begeistert allerdings vermute ich mal, dass ihr Vertrauen auch noch nicht nach hinten los gegangen ist. -
am 25.08.2016 09:13:21 | IP (Hash): 492696425
Elfe schrieb:
Liebe Rose,
deine Nüchternwerte sind doch super.
Statt 'Netz-Suche' wäre ein Gespräch mit deinem Arzt/deinen Ärzten aber besser.
Denn dein Arzt kennt dich ..., im Netz findest du alles und nichts, die mit deiner persönlichen Situation ev. gar nichts gemein hat und dich nur verunsichert.
Ich war heute in 'meiner' Diabetes-Praxis zur Routine-Untersuchung.
Dort waren auch schwangere Frauen, sowohl auch Mütter mit ihren Babies zur Nachsorge bzgl. Normalisierung der Blutzuckerwerte nach der Geburt.
Diese zauberten ein Lächeln auf den Gesichtern des Fachpersonals mit bevorzugter, fast liebevoller Behandlung, als auch den Patienten im Wartezimmer mit aufmunternden Gesten. Dieser besonderen Situation kann sich keiner entziehen.
Bitte habe Vertrauen in die Ärzte.
Alles Gute !
Wünscht Dir und Euch
Elfe
Auch hier im Forum bitte Beiträge kritisch bewerten.
Soweit ich das beurteilen kann,
:-) ist EH die einzige, die wirklich etwas zu Schwangerschaft, Geburt und Diabetes aus persönlicher Erfahrung sagen kann.
:-( Wenn Jürgen von Bolus schreibt, meint er schnelles Insulin, was du gar nicht brauchst! Und dieses Leber-Glucose-Brimborium ist unübersichtlich.
Wenn ich seine Beiträge lese, denke ich immer "Warum einfach, wenn 's kompliziert geht !"
:-( Rainer 'missbraucht' jedes Thema, um seinen Senf dazu zugeben, ob passend oder nicht.
Also bis auf ein paar Zahlen bezüglich blutwerte und selbst gemessenen Zucker Werten kennt mich mein Arzt auch nicht besser als ich mich selbst wahrscheinlich kennt er mich noch weniger.
Ich recherchiere schon ziemlich lange im.netz und bin dahin gehend nicht wirklich naiv und projiziere nicht alles "mögliche" auf mich. Auch hier im Thread betrachte ich die Infos kritisch vergleiche sie teilweise auch mit dem Wissen was mir damals Der Diabetologe vermittelt hat.
Ich finde, in einer diabetologischen Praxis ist das Arzt, Helfer und Patienten Verhältnis ganz was anderes als in einer normalen Arzt Praxis. Aber trotzdem kann mir ein Helfer oder Arzt mit einem Lächeln im Gesicht den gleichen schmarrn erzählen wie ein mürrischer Arzt der keinen Bock mehr auf seinen Job hat. Ich glaube ja noch nicht einmal dass falsche Behandlung mutwillig geschehen sondern schlicht aus der überzeugung dass genau so richtig ist.
Was glaubst du was los ist, wenn ich jetzt zum Diabetologen gehe? Erst mal werden sie mich zusammen scheißen warum ich denn nicht schon früher gekommen bin vorallem wenn ich von meinen selbstmessungen erzähle. Dann wird erst mal ein Termin zum ogtt gemacht. Am besten gleich am nächsten Tag. Dann wird irgendein wert wohl nicht in die Norm passen und dann geht's schon weiter. Nach einer, maximal zwei Wochen werden sie wieder mit irgendwelchen Werten unzufrieden sein und mir Insulin aufdrücken ob nun schnelles oder nachtinsulin ist dann schon egal. Und sollte ich.mich dahingehend wehren wird sofort die Angst und Panik Schiene hoch gefahren von wegen mein Kind verkümmert in meinem Leib.
Solange meine Werte in meinen Augen in Ordnung sind, ich selbst was tun kann, werde ich nicht vor der ssw 20-24 zum Arzt Rennen. Vielleicht habt ihr solche Ärzte noch nie erlebt, ich schon, deswegen werde ich erst gehen, wenn kein Weg dran vorbei führt. Trotz dass ich sehr informiert bin lassen mich solche Aussagen die weit unter die Gürtel Linie gehen auch nicht kalt!
Ich hoffe du empfindest das nicht als Angriff, ich bin dahingehend nur sehr wütend und kann das dann auch nicht allzu nett formulieren.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 26.08.2016 01:20:43 | IP (Hash): 2046177090
Liebe Rose,
meine Sorge gilt dir und deinem Baby !
Du schleppst mit Wut und Skepsis so vieles mit dir.
Du brauchst einen Diabetes-Arzt, dem du deine Bedenken schildern kannst und dich angenommen fühlst - wäre vordringlich zu recherchieren und aufzusuchen.
Wie beschrieben, werden in meiner Praxis Schwangere bevorzugt behandelt, da wird auch so ein Normalo-Diabetiker-Termin wie mich, abgekürzt.
Selbstverständlich mit meiner Zustimmung ! Weil es um zwei Leben geht - der Mutter und des Kindes.
Mein Diabetes-Arzt kennt mich - mit all meinen Werten, im Überblick zu anderen Patienten (wenn sich bei ihm eine Augenbraue hebt, merke ich, daß ich doch eher ein Sonderfall bin) und auch Tränen-Verzweiflungs-Reaktionen meinerseits hat er überstanden.
Dort fühle ich mich als Person insgesamt wirklich angenommen, und meiner Internetrecherche bzgl. Schocking-Diabetes-Spätfolgen habe ich eingestellt - zeigen sich nach vielen vielen Jahren nach Diagnose nicht. Weiß um die Gefahr, versuche BZ-Werte im Bereich zu halten, wird im Arzt-Gespräch bewertet.
Hier geht es aber um Dich. Mit Sorgfalt gilt es jetzt, einen Diabetes-Arzt deines Vertrauens zu finden. Mit Internet-Recherche/Arztsuche für deinen Wohnort in Vorauswahl, aber auch beim Termin eigenes Bauchgefühl nutzen = Empathie = Summe der unterbewußten Erfahrungen plus Kopf = Wissen.
Herzlich Elfe -
am 26.08.2016 18:10:09 | IP (Hash): 1391058435
Hallo Rose,
schön, dass du noch reinschaust und offensichtlich mit einigen von meinen Informationen auch etwas anfangen kannst.
Es ist schon lustig, dass Elfe genau das machst, was du so schön beschrieben hast: sie lächelt dir ins Gesicht und erklärt dir mit einer aufgesetzten Freundlichkeit, dass du auf jeden Fall deinem Baby schadest, wenn du nicht sofort zum Diabetologen gehst. Dass deine Werte vollommen gesund sind und dass du sie sehr gut überwachst, hat für Elfe nichts zu sagen. Ich finde, dass du mit deinem BZ für dich und dein Baby alles bestens im Griff hast. Du hast deine Werte unter Beobachtung, passt dein Essen entsprechend an und informierst dich tiefgründig über SS-Diabetes. Mit den gesammelten Informationen hast du die besten Chancen, in der zweiten SS-Hälfte die erforderliche Therapie - so wie es ein soll - im Einvernehmen mit dem Arzt als gemeinsame Entscheidung festlegen zu können. Dass ein paar ältere oder auch ein paar jüngere unflexible Leute dieses Einvernehmen lieber durch blindes Vertrauen ersetzen wollen, braucht dich nicht weiter zu stören. Du gehst trotz solcher blödsinnigen Forderungen deinen richtigen Weg - ich wünsche dir alles Gute dabei.
Rainer -
Elfe
Rang: Gastam 27.08.2016 00:11:57 | IP (Hash): 2046177090
Liebe Rose,
Dir habe ich geschrieben und du kannst meinen Beitrag bestimmt besser einschätzen und verstehen bzgl. nonverbale Kommunikation von Mensch zu Mensch über Augenkontakt, Gesichtsausdruck, Gesten.
Im Verlauf der Schwangerschaft ist ev. eine Konsultation eines Diabetes-Arztes notwendig, Sorgfalt bei der Auswahl ist wichtig, denn der dich bei deiner ersten Schwangerschaft begleitet hat, kommt wohl nicht mehr in Frage.
Als Typ 2er Mann mit Kohlenhydrat-Phobie ist Rainer nicht unbedingt der beste Ratgeber für dich.
Herzlichst Elfe -
am 27.08.2016 09:58:27 | IP (Hash): 357145081
Elfe schrieb:
Liebe Rose,
Als Typ 2er Mann mit Kohlenhydrat-Phobie ist Rainer nicht unbedingt der beste Ratgeber für dich.
Herzlichst Elfe
Wenn du dich da bloß nicht irrst. Der allwissende Rainer hat bestimmt schon mehrere Schwangerschaften durchgemacht - Mann hin oder her! (i.o.)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.08.2016 11:51:31 | IP (Hash): 492696425
Vielleicht muss ich es deutlich schreiben.
Hier ist niemand für mich verantwortlich, dass bin ich schon ganz allein. Es muss mich auch niemand an die Hand nehmen oder mir dem Weg ebnen oder vorgeben. Den Weg geh ich auch allein bzw mit meinem Partner zusammen. Aber der hat Gott sei dank vertrauen in mich und sieht es ähnlich wie ich. Vielleicht solltet ihr auch mehr Vertrauen in mich setzten und keine Angst haben. Auch bilde ich mir.meine Meinung selbst. Dazu habt ihr mir auch schon dakenderweise einige gute Infos dagelassen, mit denen ich gut arbeiten kann.
Ich weiß zwar nicht, warum ihr so gegen Rainer seid, ist mir ehrlich gesagt auch egal. Was ich bis jetzt von ihm gelesen habe, war für mich in Ordnung und ich war auch froh kritische Infos von ihm zu erhalten. Wenn euch die aufstoßen dann bitte Argumente dagegen her bzw Quellen die das widerlegen. Aber ehrlich gesagt habe ich vieles was in dem Artikel beschrieben wurde ähnlich empfunden. An seinen anderen Anregungen kann ich jetzt nichts verwerfliches finden. Eher was nützliches wie eine halbe Stunde später nochmal zu messen.
Und wenn man nach Geschlecht gehen würde und ob man schon schwanger war, dürfte ich mir ja auch nur Ärztinnen suchen die schonmal schwanger waren? Leider gibt es da nicht so massig viele. Und wenn heißt das noch lange nicht dass die auch gut sind. Hatte ich schon eine Frauenärztin die sogar ich glaube 3 Kinder hat. Die hat wirklich hinterlistig behandelt und auch wieder mit Ängsten argumentiert. Und die war auch extrem beleidigt dass ich ihre Behandlungsempfehlung nicht angenommen habe. Schlussfolgerung: Ärztin + bereits leibliche Kinder = kein Garant für gute kompetente Behandlung
Ich glaube wir brauchen hier auch nicht groß weiter diskutieren. Mein Weg steht für mich fest, wie ich das auch schon geschrieben habe. Den werde ich jetzt so gehen.
Wenn später in der ss nun der Diabetes schlimmer oder unkontrollierbar wird, werde ich mich bestimmt nochmal hier melden. Sollte ich doch eine Hausgeburt machen, werde ich euch bestimmt über das Erlebnis teilhaben lassen und wenn es nur dabei hilft einer anderen Frau Mut zu zusprechen, es nicht vornherein auszuschließen :)2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.08.2016 18:49:39 | IP (Hash): 357145081
Eine Frage stellt sich mir aber dennoch: Warum schreibst du in einem Forum, wenn du die Meinungen anderer User ablehnst und sie sogar (jedenfalls stellt sich das mir so dar) als übergriffig empfindest?
Bearbeitet von User am 27.08.2016 19:12:27. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.08.2016 20:22:12 | IP (Hash): 1009420696
Ich schließe mich da mal EH an....lese schon seit Tagen mit und frage mich, was eigentlich deine Intension ist?
Du weißt alles besser als Ärzte, begründest es auch (für mich sind deine Begründungen allerdings in keiner Weise nachvollziehbar), hast deine Entscheidung schon getroffen, fragst hier nach, lehnst aber jeden vernünftigen Vorschlag ab...wie muss man das verstehen?
Wie auch immer - dir und dem Baby alles Gute und einen guten Start!1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 29.08.2016 02:01:17 | IP (Hash): 2046177090
Sorry,
da haben sich mit Rose und Rainer ja zwei getroffen, die nur das googeln, um die vorgefasste Laien-Meinung zu bestätigen, was im www ja keine Kunst ist, die von einander abschreiben, sich gegenseitig zitieren und so manche Quelle fragwürdig ist; jenseits des gesunden Menschenverstandes und medizinischen Fortschritten.
Aber der Rainer hat mal wieder ein Fleißkärtchen gesammelt, der Vater des Kindes übernimmt keine eigene Verantwortung, sondern hält sich raus, 'Symbiose' ist von Roses Seite nicht zu sehen, eher Eigensinn.
Hoffe inständig, daß das Baby gesund zur Welt kommt und in dieser Familie gesund aufwachsen kann.
Meint entsetzt und traurig
Elfe
-
am 29.08.2016 11:36:52 | IP (Hash): 492696425
Meine Mutter hat mir vor zig Jahren mal erklärt, wer nur mit ausdrücken oder Beleidigungen argumentieren kann, hat keine anderen richtigen Argumente, keine die wirklich was Aussagen oder etwas bekräftigen würden. Sprich dieser jemand ist am Ende seines Lateins und weiß sich nicht mehr anders zu helfen/wehren als mit Ausdrücken oder Beleidigungen.
Wer so tief beleidigt wie du Elfe, braucht nicht erwarten, dass ich dir auch nur einen funken Respekt entgegen Zolle geschweige denn einen Rat von dir auch nur ansatzweise annehme.
Eigentlich tust du mir leid, da du wohl an den Worten von den Göttern in weiß hängst und alles genau nach Anweisung umsetzt. Ist dann natürlich verständlich, wenn dann jemand wie ich daher komme und einfach diese Worte anzweifelt, dass dich das verunsichert und du dich schützen willst. Was wäre denn wenn du selbst hinter die Kulissen schaust und dann womöglich feststellen musst, dass wohl doch ein funken Wahrheit an meinen Aussagen waren und nicht alles so koscher ist wie behauptet?
Eigentlich machst du es genauso wie so viele Ärzte, wenn der Patient die Behandlungsempfehlung nicht annimmt ist dieser beleidigt und fängt an mit angst zu argumentieren oder gar zu beleidigen.
Habe ich deiner Ansicht nach kein Recht auf eine eigene Meinung? Du hast mir empfohlen zum Arzt zu gehen und ich habe gesagt, ich gehe erst wenn meine Werte schlecht werden oder eben ab der 20 ssw. Das passt dir nicht und jetzt fängst du an unter die Gürtel Linie zu schießen. Warum? Hast du keine Argumente mehr? Bist du sauer das einer sich deiner nicht gebeugt hat? Hast du Angst dass dadurch vielleicht andere hier sich auch mal gegen deinen Rat entscheiden könnten? Dass dein Rat vielleicht auch nicht mehr so angesehen ist, wie er wohl momentan hier geschätzt wird? (zumindest habe ich den Eindruck, daß er geschätzt wird)
Auch bilde ich mir selbst eine Meinung, wer für mich gute oder schlechte Beiträge schreibt. Da interessiert es mich nicht was DU gut findest und was nicht. Vorallem mit der beleidigenden Argumentation, kann ich das wohl kaum ernst nehmen.
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am 29.08.2016 11:52:36 | IP (Hash): 492696425
EH schrieb:
Eine Frage stellt sich mir aber dennoch: Warum schreibst du in einem Forum, wenn du die Meinungen anderer User ablehnst und sie sogar (jedenfalls stellt sich das mir so dar) als übergriffig empfindest?
Ich habe hier viele meiner Fragen beantwortet bekommen und sogar noch mehr Wissen erhalten. Ich kann es gerne kurz zusammenfassen was für mich wichtig war bzw was mir jetzt aus dem stegreif einfällt.
1. Wollte ich wissen, ob die Werte noch aktuell sind. Sind Sie also 90-140-120
2. Wollte ich wissen, wie streng man die Werte betrachten bzw umsetzen kann/soll. Da wurde mir eben erklärt, daß dies die Werte sind, die ein Zucker gesunder Mensch hat. Dass man hier davon ausgehen kann, dass die Insulin pumpe vom Kind nicht belastet wird, ab der 20ssw etwa. War eine sehr wichtige Information für mich, da ich das nun auch verstehe.
3. Wollte ich wissen, was das Insulin für Nebenwirkungen hat
3a um einmal zu wissen wann ich für mich entscheide Insulin zu spritzen um den Kind möglichst wenig zu schaden
3B und wie gefährlich das insulin bei der Geburt ist, da die Ärzte hier regelrecht Panik schieben ala Einleitung spätestens ab ET weil das Kind belastet wird (wurde mir damals vom Diabetologen höchstpersönlich erklärt)
3a wurde ich belehrt, das Insulin keine Nebenwirkungen hat und die Hormone auch nicht zum Kind durch dringen. Sehr wertvolle Info. (was die Aussage vom Arzt als falsch erweist oder?)
3B wurde für mich persönlich noch nicht so beantwortet oder ich habe es überlesen.
Die einzige Meinung die ich abgelehnt habe, war sofort ohne ersichtlichen Grund zum Arzt zu rennen.
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am 29.08.2016 12:08:55 | IP (Hash): 1682951148
Rose14 schrieb:
EH schrieb:
Eine Frage stellt sich mir aber dennoch: Warum schreibst du in einem Forum, wenn du die Meinungen anderer User ablehnst und sie sogar (jedenfalls stellt sich das mir so dar) als übergriffig empfindest?
Ich habe hier viele meiner Fragen beantwortet bekommen und sogar noch mehr Wissen erhalten. Ich kann es gerne kurz zusammenfassen was für mich wichtig war bzw was mir jetzt aus dem stegreif einfällt.
1. Wollte ich wissen, ob die Werte noch aktuell sind. Sind Sie also 90-140-120
2. Wollte ich wissen, wie streng man die Werte betrachten bzw umsetzen kann/soll. Da wurde mir eben erklärt, daß dies die Werte sind, die ein Zucker gesunder Mensch hat. Dass man hier davon ausgehen kann, dass die Insulin pumpe vom Kind nicht belastet wird, ab der 20ssw etwa. War eine sehr wichtige Information für mich, da ich das nun auch verstehe.
3. Wollte ich wissen, was das Insulin für Nebenwirkungen hat
3a um einmal zu wissen wann ich für mich entscheide Insulin zu spritzen um den Kind möglichst wenig zu schaden
3B und wie gefährlich das insulin bei der Geburt ist, da die Ärzte hier regelrecht Panik schieben ala Einleitung spätestens ab ET weil das Kind belastet wird (wurde mir damals vom Diabetologen höchstpersönlich erklärt)
3a wurde ich belehrt, das Insulin keine Nebenwirkungen hat und die Hormone auch nicht zum Kind durch dringen. Sehr wertvolle Info. (was die Aussage vom Arzt als falsch erweist oder?)
3B wurde für mich persönlich noch nicht so beantwortet oder ich habe es überlesen.
Die einzige Meinung die ich abgelehnt habe, war sofort ohne ersichtlichen Grund zum Arzt zu rennen.
Ich kann mich nicht erinneren, daß irgendjemand dir geraten hätte, ohne Grund zum Arzt zu rennen. Offenbar liest du nur, was du lesen willst. Elfe hat dir geraten, dir einen komptetenten Diabetologen zu suchen. Dem kann ich mich nur anschließen, aber du traust ja lieber einem User in einem Forum, der von Diabetes und besonders von Schwangerschaft soviel versteht, wie die Kuh vom Seiltanzen.
Jeder vernünftige Arzt hätte dir deine Fragen beantworten können - aber wenn man die gesamte Ärzteschaft in Bausch und Bogen als unfähig hinstellt, dann wird's natürlich eng.
Daß im Internet jede Menge Unsinn verzapft wird, sollte dir eigentlich auch bekannt sein. Vielleich entschließt du dich ja doch noch, eine Diabetesschulung für Schwangere mitzumachen, das wäre hilfreich.
Allerdings glaube ich nicht daran., denn wem nicht zu raten ist, dem ist nicht zu helfen.
-
am 29.08.2016 12:48:03 | IP (Hash): 492696425
EH schrieb:
Rose14 schrieb:
EH schrieb:
Eine Frage stellt sich mir aber dennoch: Warum schreibst du in einem Forum, wenn du die Meinungen anderer User ablehnst und sie sogar (jedenfalls stellt sich das mir so dar) als übergriffig empfindest?
Ich habe hier viele meiner Fragen beantwortet bekommen und sogar noch mehr Wissen erhalten. Ich kann es gerne kurz zusammenfassen was für mich wichtig war bzw was mir jetzt aus dem stegreif einfällt.
1. Wollte ich wissen, ob die Werte noch aktuell sind. Sind Sie also 90-140-120
2. Wollte ich wissen, wie streng man die Werte betrachten bzw umsetzen kann/soll. Da wurde mir eben erklärt, daß dies die Werte sind, die ein Zucker gesunder Mensch hat. Dass man hier davon ausgehen kann, dass die Insulin pumpe vom Kind nicht belastet wird, ab der 20ssw etwa. War eine sehr wichtige Information für mich, da ich das nun auch verstehe.
3. Wollte ich wissen, was das Insulin für Nebenwirkungen hat
3a um einmal zu wissen wann ich für mich entscheide Insulin zu spritzen um den Kind möglichst wenig zu schaden
3B und wie gefährlich das insulin bei der Geburt ist, da die Ärzte hier regelrecht Panik schieben ala Einleitung spätestens ab ET weil das Kind belastet wird (wurde mir damals vom Diabetologen höchstpersönlich erklärt)
3a wurde ich belehrt, das Insulin keine Nebenwirkungen hat und die Hormone auch nicht zum Kind durch dringen. Sehr wertvolle Info. (was die Aussage vom Arzt als falsch erweist oder?)
3B wurde für mich persönlich noch nicht so beantwortet oder ich habe es überlesen.
Die einzige Meinung die ich abgelehnt habe, war sofort ohne ersichtlichen Grund zum Arzt zu rennen.
Ich kann mich nicht erinneren, daß irgendjemand dir geraten hätte, ohne Grund zum Arzt zu rennen. Offenbar liest du nur, was du lesen willst. Elfe hat dir geraten, dir einen komptetenten Diabetologen zu suchen. Dem kann ich mich nur anschließen, aber du traust ja lieber einem User in einem Forum, der von Diabetes und besonders von Schwangerschaft soviel versteht, wie die Kuh vom Seiltanzen.
Jeder vernünftige Arzt hätte dir deine Fragen beantworten können - aber wenn man die gesamte Ärzteschaft in Bausch und Bogen als unfähig hinstellt, dann wird's natürlich eng.
Daß im Internet jede Menge Unsinn verzapft wird, sollte dir eigentlich auch bekannt sein. Vielleich entschließt du dich ja doch noch, eine Diabetesschulung für Schwangere mitzumachen, das wäre hilfreich.
Allerdings glaube ich nicht daran., denn wem nicht zu raten ist, dem ist nicht zu helfen.
Naja es kam.fur mich so rüber als müsste ich sofort unverzüglich zum Arzt. Und es wurde ja permanent drauf rum geritten. Wie oft habe ich geschrieben dass ich mir zur rechten Zeit einen Diabetologen Suche? Wohl oft genug.
Die Fragen habe ich bereits bei dem Arzt gefragt (in der ersten ss) und was kam als Antwort. Das ist so, das muss so und fertig. (natürlich kompetent ausgeschmückt und referiert) Diese Diabetes Schulung habe ich bereits hinter mir, also das wo einem alles erklärt wird und dann eine ernahrungsberatung mit inbegriffen ist. Naja da war der gleiche Tenor. Ist so und muss so.
Weißt du, nur weil ich die Meinung auch eines nicht so akzeptierten Mitgliedes hier nicht gleich als.schlecht abstempel heißt das nicht dass er jetzt der Guru für mich ist. Ich fand den Hinweis eine halbe Stunde später erneut zu messen gut und auch der Artikel spiegelt schon manches wieder.
Wenn dir an diesem Beitrag was falsch vor kommt dann sag es doch einfach und komm.mir nicht mit irgendwelchen Anschuldigungen dass er keine Ahnung hat. Woher weiß ich denn das du oder sonst wer hier Ahnung hat und mir nicht irgendeinen Bären aufbinden will? Wenn jetzt der Rainer daher kommt und sagt, du und Elfe lebt Hintern Mond und habt noch weniger Ahnung. Sowas hilft.mir nicht. Mir hilft Informationen zu bekommen und mir selbst eine Meinung zu bilden. Aber das stößt hier wohl an die guten Manieren.
Was glaubst du, warum ich gerade hier nach Infos frage? Gerade weil ich weiß wie viel Schrott im Netz steht und es oft schwierig ist diesen von guten Infos zu unterscheiden. Aber dazu sollten die Personen die Infos als Schrott bezeichnen auch argumentieren können warum dieser Schrott ist. -
am 29.08.2016 12:48:44 | IP (Hash): 344456141
zu 3b:
Die werdende Mutter mit Insulin ruft beim Mediziner standardmäßig Typ1 BZ-Verläufe im Rahmen von HBA1c wenigstens bis 7 auf, also bis an die 18 von 24 Stunden an 200mg/dl. Bedeutet für den Pankreas des Kindes, dass der beständig Insulin für die Mutter mit ausgeben muss.
Wenn mit dem Abnabeln dann für den Eigenbedarf ausreichen würde, muss sich der kleine Organismus eben auf den mehr oder weniger viel kleineren Eigenbedarf umstellen. Das dauert einige Stunden bis Tage, und darauf muss die Geburtsbegleitung vorbereitet sein und direkt nach der Geburt ggf. mit passend gesteuerter Glukose-Infusion reagieren.
Mit dem BZ der Mutter im für die Schwangerschaft empfohlenen Bereich gibt es so eine Fehlanpassung beim Kind nicht.
Mit dem BZ der Mutter während der Schwangerschaft im Bereich wenigstens unterhalb der Nierenschwelle sind solche Komplikationen nicht bekannt und auch darüber keineswegs die Regel. So schreibt EH bislang eigentlich immer sehr beruhigend von ihren im Ergebnis guten Mutter-Erfahrungen in einer Zeit, in der Schwangerschafts-Diabetes normal erst nachträglich mit dem besonders großen Kind und dann eben auch manchmal mit der mehr oder weniger schweren und anhaltenden Hypo des Kindes diagnostiziert wurde.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 29.08.2016 12:50:57. Grund: Ergänzung -
am 29.08.2016 13:07:40 | IP (Hash): 492696425
hjt_Jürgen schrieb:
zu 3b:
Die werdende Mutter mit Insulin ruft beim Mediziner standardmäßig Typ1 BZ-Verläufe im Rahmen von HBA1c wenigstens bis 7 auf, also bis an die 18 von 24 Stunden an 200mg/dl. Bedeutet für den Pankreas des Kindes, dass der beständig Insulin für die Mutter mit ausgeben muss.
Wenn mit dem Abnabeln dann für den Eigenbedarf ausreichen würde, muss sich der kleine Organismus eben auf den mehr oder weniger viel kleineren Eigenbedarf umstellen. Das dauert einige Stunden bis Tage, und darauf muss die Geburtsbegleitung vorbereitet sein und direkt nach der Geburt ggf. mit passend gesteuerter Glukose-Infusion reagieren.
Mit dem BZ der Mutter im für die Schwangerschaft empfohlenen Bereich gibt es so eine Fehlanpassung beim Kind nicht.
Mit dem BZ der Mutter während der Schwangerschaft im Bereich wenigstens unterhalb der Nierenschwelle sind solche Komplikationen nicht bekannt und auch darüber keineswegs die Regel. So schreibt EH bislang eigentlich immer sehr beruhigend von ihren im Ergebnis guten Mutter-Erfahrungen in einer Zeit, in der Schwangerschafts-Diabetes normal erst nachträglich mit dem besonders großen Kind und dann eben auch manchmal mit der mehr oder weniger schweren und anhaltenden Hypo des Kindes diagnostiziert wurde.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Den ersten Absatz habe ich nicht ganz verstanden. Mit Insulin vermeide ich ja im optimal Fall dass das Kind kein Insulin mit produzieren muss, da ich ja den Wert unten halte wie wenn ich gesund wäre? Warum ruft das beim Mediziner diesen Fall hervor wenn ich doch regelmäßig Messe und diese Werte super sind? Wenn wir jetzt vom optimal Fall ausgehen. Es gibt natürlich auch ss Diabetes das überhaupt nicht einstellbar ist. Weder mit Nahrung noch mit Insulin aber das ist bei mir ja nicht gegeben.
Vorallem habe ich bei meiner letzten ss kein einziges mal über 184 gemessen und das war der Wert beim ogtt.. Mit dem Gerät nie höher als 160. Wie kann es dann sein dass ich über mehrere Stunden um die 200 haben soll? -
am 29.08.2016 13:14:05 | IP (Hash): 1682951148
Rose14 schrieb:
Wenn dir an diesem Beitrag was falsch vor kommt dann sag es doch einfach und komm.mir nicht mit irgendwelchen Anschuldigungen dass er keine Ahnung hat. Woher weiß ich denn das du oder sonst wer hier Ahnung hat und mir nicht irgendeinen Bären aufbinden will? Wenn jetzt der Rainer daher kommt und sagt, du und Elfe lebt Hintern Mond und habt noch weniger Ahnung. Sowas hilft.mir nicht. Mir hilft Informationen zu bekommen und mir selbst eine Meinung zu bilden. Aber das stößt hier wohl an die guten Manieren.
Was glaubst du, warum ich gerade hier nach Infos frage? Gerade weil ich weiß wie viel Schrott im Netz steht und es oft schwierig ist diesen von guten Infos zu unterscheiden. Aber dazu sollten die Personen die Infos als Schrott bezeichnen auch argumentieren können warum dieser Schrott ist.
Ich wiederhole mich gerne. Solche Fragen stellt man in der Regel einem Arzt und wenn dir die Antwort des einen nicht gefällt, dann geh zu einem zweiten. Oder gibt es in deiner Umgebung nur einen Diabetolgoen?
Was Rainer betrifft, so kann ich dir genau sagen, warum er keine besonders große Erfahrung mit Diabetes haben kann (denn es sind ja Erfahrungen, die hier im Forum gefragt sind und nicht Auszüge aus Internetartikeln).
Ich kenne Rainer seit Jahren aus verschiedenen Foren und bis vor nicht allzulanger Zeit hat immer stolz verkündet, daß er seinen Diabetes ausschließlich mit Logi-Kost "behandelt". Mag ja sein, daß er das getan hat, aber dann hat er keine tieferen Kenntnisse bzw, Erfahrungen mit Insulin und daß er keine persönlichen Erfahrung mit Schwangerschaften haben kann, liegt auf der Hand. Er ist auch nie bereit, sich einer Diskussion zu stellen, er antwortet einfach nicht. Das sagt mir genug und ich traue ihm nicht.
Bei Elfe z.B. merkt man sofort, daß sie Erfahrung hat, aber das ist dir entgangan, weil sie nicht sofort deiner Meinung zugestimmt hat.
Ich habe allerdings wenig Lust mit dir hier über Kaisers Bart zu streiten, dazu ist mir meine Zeit zu schade. -
am 29.08.2016 13:23:18 | IP (Hash): 1682951148
hjt_Jürgen schrieb:
zu 3b:
Die werdende Mutter mit Insulin ruft beim Mediziner standardmäßig Typ1 BZ-Verläufe im Rahmen von HBA1c wenigstens bis 7 auf, also bis an die 18 von 24 Stunden an 200mg/dl. Bedeutet für den Pankreas des Kindes, dass der beständig Insulin für die Mutter mit ausgeben muss.
Wenn mit dem Abnabeln dann für den Eigenbedarf ausreichen würde, muss sich der kleine Organismus eben auf den mehr oder weniger viel kleineren Eigenbedarf umstellen. Das dauert einige Stunden bis Tage, und darauf muss die Geburtsbegleitung vorbereitet sein und direkt nach der Geburt ggf. mit passend gesteuerter Glukose-Infusion reagieren.
Mit dem BZ der Mutter im für die Schwangerschaft empfohlenen Bereich gibt es so eine Fehlanpassung beim Kind nicht.
Mit dem BZ der Mutter während der Schwangerschaft im Bereich wenigstens unterhalb der Nierenschwelle sind solche Komplikationen nicht bekannt und auch darüber keineswegs die Regel. So schreibt EH bislang eigentlich immer sehr beruhigend von ihren im Ergebnis guten Mutter-Erfahrungen in einer Zeit, in der Schwangerschafts-Diabetes normal erst nachträglich mit dem besonders großen Kind und dann eben auch manchmal mit der mehr oder weniger schweren und anhaltenden Hypo des Kindes diagnostiziert wurde.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Ja, das ist es ja. Ich habe einen Sohn und meine Schwester hat zwei Töcher während der Schwangerschaft zur Welt gebracht. Messen konnten wir beide nicht, das war damals noch nicht möglich. Ich bin aber sicher, daß ich (und auch meine Schwester) fast immer über 200 hatten, eher mehr denn weniger. Natürlich hatten wir große Kinder. Laut Aussage es Frauenarztes damals: "... weil sie die Glucose im Blut der Mutter abschöpften"
Nun hatten aber weder mein Sohn noch die Töchter meiner Schwester irgendwelche Hypo-Probleme nach der Geburt und auch die Größe der Kinder weist darauf hin, daß sie eben kein Insulin ausgegeben haben.
Ich habe also gelinde Zweifel an der Behauptung, daß die kindliche BSD für die Mutter mitarbeitet. Beweisen kann ich das natürlich nicht, aber ich warte ab, auch das wird noch geklärt werden.
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am 29.08.2016 13:33:19 | IP (Hash): 492696425
EH schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
zu 3b:
Die werdende Mutter mit Insulin ruft beim Mediziner standardmäßig Typ1 BZ-Verläufe im Rahmen von HBA1c wenigstens bis 7 auf, also bis an die 18 von 24 Stunden an 200mg/dl. Bedeutet für den Pankreas des Kindes, dass der beständig Insulin für die Mutter mit ausgeben muss.
Wenn mit dem Abnabeln dann für den Eigenbedarf ausreichen würde, muss sich der kleine Organismus eben auf den mehr oder weniger viel kleineren Eigenbedarf umstellen. Das dauert einige Stunden bis Tage, und darauf muss die Geburtsbegleitung vorbereitet sein und direkt nach der Geburt ggf. mit passend gesteuerter Glukose-Infusion reagieren.
Mit dem BZ der Mutter im für die Schwangerschaft empfohlenen Bereich gibt es so eine Fehlanpassung beim Kind nicht.
Mit dem BZ der Mutter während der Schwangerschaft im Bereich wenigstens unterhalb der Nierenschwelle sind solche Komplikationen nicht bekannt und auch darüber keineswegs die Regel. So schreibt EH bislang eigentlich immer sehr beruhigend von ihren im Ergebnis guten Mutter-Erfahrungen in einer Zeit, in der Schwangerschafts-Diabetes normal erst nachträglich mit dem besonders großen Kind und dann eben auch manchmal mit der mehr oder weniger schweren und anhaltenden Hypo des Kindes diagnostiziert wurde.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Ja, das ist es ja. Ich habe einen Sohn und meine Schwester hat zwei Töcher während der Schwangerschaft zur Welt gebracht. Messen konnten wir beide nicht, das war damals noch nicht möglich. Ich bin aber sicher, daß ich (und auch meine Schwester) fast immer über 200 hatten, eher mehr denn weniger. Natürlich hatten wir große Kinder. Laut Aussage es Frauenarztes damals: "... weil sie die Glucose im Blut der Mutter abschöpften"
Nun hatten aber weder mein Sohn noch die Töchter meiner Schwester irgendwelche Hypo-Probleme nach der Geburt und auch die Größe der Kinder weist darauf hin, daß sie eben kein Insulin ausgegeben haben.
Ich habe also gelinde Zweifel an der Behauptung, daß die kindliche BSD für die Mutter mitarbeitet. Beweisen kann ich das natürlich nicht, aber ich warte ab, auch das wird noch geklärt werden.
Darf ich fragen, wie nach deiner Meinung nach dann eine Hypo entsteht? (das ist also ohne Vorwurf oder anzweifeln deiner Ansichten gemeint!) -
am 29.08.2016 14:39:55 | IP (Hash): 344456141
Wo alle Nährstoffe von der Mutter zum Baby durchgereicht werden, kommen auch z.B. 200mg/dl der Mutter beim Baby an und müssen da vom kleinen Pankreas beständig auf die für das Baby normalen 60-80 gesenkt werden. Also nicht missverstehen: Nur für den Anteil des mütterlichen Kreislaufs, der zum Umlauf durch das Baby abzweigt, wird vom Baby-Pankreas ggf. entsprechend mehr Insulin gefordert.
Ne Hypo gibt es immer dann, wenn gerade mehr Insulin und weniger Glukose dafür umlaufen, dass die erforderliche Mindesthöhe für den ausreichenden BZ unterschritten wird. Das ist übrigens völlig dynamisch selbstregelnd. Denn Unterzucker löst vollautomatisch die Mehrausgabe von Glukose aus der Leber aus, die nur in den Fällen nicht im Rahmen von 5-10 Minuten (schneller als jede Cola) für den gesunden Anstieg ausreicht, in denen die Insulin-Ausgabe fehlgesteuert/krankhaft erheblich überhöht ist oder in denen zu viel Insulin von außen zugeführt wird.
Kurze Unter- oder Überschreitungen von irgendwelchen Allgemeingrößen sind bei Neugeborenen eher normal und geben sich in den ersten Lebenstagen mit zunehmender Gewöhnung an die komplette Selbstversorgung :)
Mit immer weniger Ärzten für immer mehr Betroffene orientiert sich die Medizin immer mehr an statistisch basierten Stichworten und -größen und immer weniger am individuellen Einzelfall. Wirft also z.B. alle werdenden Mütter mit Insulin in den Risiko-Geburten-Topf. Auch wenn sie sich mit dem Insulin einen völlig gesunden Blutzucker machen.
Aber weil der gesunde BZ für werdende Mütter richtig ist, würde man Dir den z.B. auch dann im kranken Haus zu erhalten versuchen, wenn Du nach einem Unfall längere Zeit nicht bei Bewußtsein wärst.
Ganz im Gegensatz zu mir, denn ich käme da vollautomatisch in den Typ2 Opa Topf mit dem empfohlenen HBA1c um 7 und würde meinen BZ beim Aufwachen schon nach 1 Tag statt normal bei mir zwischen 70 und 90 eher um 200mg/dl finden. - So ist halt das Leben ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 29.08.2016 17:02:41 | IP (Hash): 2046177090
Nein, Rose,
Ich bin nicht beleidigt, aber du !
Und das der Rainer meine Beiträge bewertet und sich als Hobbypsychologe aufführt, hast du wohl übersehen (tut der auch bei anderen Themen). Das machst du jetzt auch, oder vorher willst du wissen, daß ich an den 'weißen' Göttern hänge und die brave Patientin bin ?
Was mich aber extrem stört, ist, daß nach ellenlangen Erklärungen immer noch kommt "Ich entscheide allein!" Die Skepsis gegenüber Ärzten und Kliniken nicht aufzubrechen scheint, wenn dir sonst nix einfällt, kommt Geldgier. Fehlt nur noch die Weltverschwörung.
Im übrigen ist die Suche nach Studien im Internet äußerst schwierig, hatte dir aber dennoch den Link zu den Leitlinien geschickt, die nicht einfach zu lesen sind. Auch dort gibt es etliche Literaturangaben, allerdings nur mit Zitat, Zusammenfassung, Schlussfolgerung - so ist das in der Wissenschaft.
Wenn man sich sonst so manche Publikation ansieht, ist im Ansatz schon zu sehen, daß die Testpersonen bzgl. Anzahl und Testbedingungen fragwürdig sind.
Ich kann so etwas sehr wohl einschätzen. Habe beruflich mit chemischen Studien zu tun, schwierig genug, hunderte von Messdaten zu ordnen und zu bewerten; geschweige, wenn noch der menschliche Organismus mit all seinen Vorgängen mit hinein spielt. Ich weiß auch daher, wie schwierig das ist und auch wo meine Grenzen sind.
Nur Blutzucker als einzigen Entscheidungswert zu nehmen, ist unklug.
Im übrigen vermisse ich das Thema Ernährung als gesamtes, bzgl. Vitamine und Inhaltsstoffen, die wir auch brauchen. Die LowCarb- und Rohkost-Anhänger hier im Forum wollen da auch nichts von wissen.
Elfe -
am 29.08.2016 17:30:53 | IP (Hash): 1682951148
Rose14 schrieb:
EH schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
zu 3b:
Die werdende Mutter mit Insulin ruft beim Mediziner standardmäßig Typ1 BZ-Verläufe im Rahmen von HBA1c wenigstens bis 7 auf, also bis an die 18 von 24 Stunden an 200mg/dl. Bedeutet für den Pankreas des Kindes, dass der beständig Insulin für die Mutter mit ausgeben muss.
Wenn mit dem Abnabeln dann für den Eigenbedarf ausreichen würde, muss sich der kleine Organismus eben auf den mehr oder weniger viel kleineren Eigenbedarf umstellen. Das dauert einige Stunden bis Tage, und darauf muss die Geburtsbegleitung vorbereitet sein und direkt nach der Geburt ggf. mit passend gesteuerter Glukose-Infusion reagieren.
Mit dem BZ der Mutter im für die Schwangerschaft empfohlenen Bereich gibt es so eine Fehlanpassung beim Kind nicht.
Mit dem BZ der Mutter während der Schwangerschaft im Bereich wenigstens unterhalb der Nierenschwelle sind solche Komplikationen nicht bekannt und auch darüber keineswegs die Regel. So schreibt EH bislang eigentlich immer sehr beruhigend von ihren im Ergebnis guten Mutter-Erfahrungen in einer Zeit, in der Schwangerschafts-Diabetes normal erst nachträglich mit dem besonders großen Kind und dann eben auch manchmal mit der mehr oder weniger schweren und anhaltenden Hypo des Kindes diagnostiziert wurde.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Ja, das ist es ja. Ich habe einen Sohn und meine Schwester hat zwei Töcher während der Schwangerschaft zur Welt gebracht. Messen konnten wir beide nicht, das war damals noch nicht möglich. Ich bin aber sicher, daß ich (und auch meine Schwester) fast immer über 200 hatten, eher mehr denn weniger. Natürlich hatten wir große Kinder. Laut Aussage es Frauenarztes damals: "... weil sie die Glucose im Blut der Mutter abschöpften"
Nun hatten aber weder mein Sohn noch die Töchter meiner Schwester irgendwelche Hypo-Probleme nach der Geburt und auch die Größe der Kinder weist darauf hin, daß sie eben kein Insulin ausgegeben haben.
Ich habe also gelinde Zweifel an der Behauptung, daß die kindliche BSD für die Mutter mitarbeitet. Beweisen kann ich das natürlich nicht, aber ich warte ab, auch das wird noch geklärt werden.
Darf ich fragen, wie nach deiner Meinung nach dann eine Hypo entsteht? (das ist also ohne Vorwurf oder anzweifeln deiner Ansichten gemeint!)
Ich weiß es nicht. Ich kann mir eine Hypo beim Baby nur vorstellen, wenn die Mutter durch zugespritztes Insulin auf extrem niedere Werte gebracht wurde. Wie ich schrieb, wurde der Typ2 Diabetes bei Schwangeren früher einfach ignoriert und heute werden die BZ-Werte viel zu sehr gewaltsam gedrückt. Ein Mittelweg wäre m.E. die bessere Lösung.
Ich möchte betonen, daß das meine persönliche Laienmeinung ist und keinesfalls als Rat oder sonstige Einmischung zu verstehen ist. -
am 29.08.2016 17:34:05 | IP (Hash): 1682951148
hjt_Jürgen schrieb:
Wo alle Nährstoffe von der Mutter zum Baby durchgereicht werden, kommen auch z.B. 200mg/dl der Mutter beim Baby an und müssen da vom kleinen Pankreas beständig auf die für das Baby normalen 60-80 gesenkt werden. Also nicht missverstehen: Nur für den Anteil des mütterlichen Kreislaufs, der zum Umlauf durch das Baby abzweigt, wird vom Baby-Pankreas ggf. entsprechend mehr Insulin gefordert.
Ne Hypo gibt es immer dann, wenn gerade mehr Insulin und weniger Glukose dafür umlaufen, dass die erforderliche Mindesthöhe für den ausreichenden BZ unterschritten wird. Das ist übrigens völlig dynamisch selbstregelnd. Denn Unterzucker löst vollautomatisch die Mehrausgabe von Glukose aus der Leber aus, die nur in den Fällen nicht im Rahmen von 5-10 Minuten (schneller als jede Cola) für den gesunden Anstieg ausreicht, in denen die Insulin-Ausgabe fehlgesteuert/krankhaft erheblich überhöht ist oder in denen zu viel Insulin von außen zugeführt wird.
Kurze Unter- oder Überschreitungen von irgendwelchen Allgemeingrößen sind bei Neugeborenen eher normal und geben sich in den ersten Lebenstagen mit zunehmender Gewöhnung an die komplette Selbstversorgung :)
Mit immer weniger Ärzten für immer mehr Betroffene orientiert sich die Medizin immer mehr an statistisch basierten Stichworten und -größen und immer weniger am individuellen Einzelfall. Wirft also z.B. alle werdenden Mütter mit Insulin in den Risiko-Geburten-Topf. Auch wenn sie sich mit dem Insulin einen völlig gesunden Blutzucker machen.
Aber weil der gesunde BZ für werdende Mütter richtig ist, würde man Dir den z.B. auch dann im kranken Haus zu erhalten versuchen, wenn Du nach einem Unfall längere Zeit nicht bei Bewußtsein wärst.
Ganz im Gegensatz zu mir, denn ich käme da vollautomatisch in den Typ2 Opa Topf mit dem empfohlenen HBA1c um 7 und würde meinen BZ beim Aufwachen schon nach 1 Tag statt normal bei mir zwischen 70 und 90 eher um 200mg/dl finden. - So ist halt das Leben ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Naja Jürgen. Wenn das Baby aber selbst die Glucose im mütterlichen Blutanteil senkt, dann dürfte es eigentlich bei der Geburt keine "Übergröße" haben.