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Schwangerschaftsdiabetes

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    am 10.08.2016 15:18:51 | IP (Hash): 199394826
    Hallo zusammen,

    ich bin neu und erhoffe mir etwas Rat von euch.

    Eigentlich habe ich ja noch kein großes Problem aber wäre trotzdem Dankbar für jede klitzekleine Info oder auch nur einen hilfreichen Tipp der das Leben erleichtern kann ;)

    Vielleicht erstmal zu mir:

    Ich bin zum zweiten mal schwanger in der 11 ssw. In meiner ersten SS wurde mir ss-Diabetes diagnostiziert (OGTT - 90,5 - 184 - 124) mit anschließender Nacht-Insulin Behandlung für die Nüchternwerte (Basal-Insulin, ich glaube 8 Einheiten waren es) Den Rest habe ich über Ernährung in den Griff bekommen, war eigentlich alles gut (psychisch vll nicht so, aber dass vielleicht ein andermal)

    Hashimoto habe ich auch noch.

    Und jetzt habe ich vor ein paar Tagen wieder so einen ekelhaften süßen Nachgeschmack (haben das eigentlich andere auch?) wenn ich süßes/Zuckerhaltiges esse (bei KHs also Brot oder dergleichen nicht, nur Süßigkeiten oder Obst). Und prompt sind meine Werte auch wieder leicht schlechter geworden als davor (habe seit ss Beginn ab und an kontrolliert). Nun sind meine Nüchternwerte bei 90-95 und 1 Std. nachdem essen zwischen 105 und max. 130 , bis jetzt.

    Vorher hatte ich auch schon Nüchternwerte zwischen 87-93 aber das habe ich jetzt mal als meinen normalen Blutzuckerspiegel betrachtet.

    Nun sind meine Infos: Nüchternwerte nicht über 91 und 1 Std. nachdem essen nicht über 130-140. Sind die Werte noch aktuell?

    Wie streng sollte man ein ss-Diabetes behandeln? Bei meinem letzten Diabetologen haben die mich ja verrückt gemacht. Sowas möchte ich eigentlich nicht nochmal!!

    Ist es schlimm, wenn die Nüchternwerte nur minimal abweichen von der Norm, vorallem wenn meine normalen Werte nur minimal besser sind, kann es doch in der ss nicht besser sein, oder? Aber dann gleich spritzen? Oder bin ich da zu locker?

    Vorallem zeigt mir mein Körper mit dem süßen Nachgeschmack sehr deutlich, was er NICHT möchte/braucht. Natürlich achte ich auch jetzt besser auf die Ernährung. Muss aber auch erst mal testen, was er noch verträgt und was schon zuviel ist.

    Ich freue mich auf euren Input und hoffe sehr, dass ich diesmal um das Spritzen komme. (Wünsche mir nämlich eine heilsame Hausgeburt nach einem Klinik produzierten Kaiserschnitt)... ah da fällt mir glatt noch eine Frage ein:

    Sollte nun meine ss so unauffällig und gut verlaufen dass ich mir meinen Wunsch nach einer Hausgeburt erfüllen kann, wie ist das dann mit den Neugeborenen? Kann ich mit meinem Blutzuckergerät auch den Blutzucker vom Baby messen?
    Ich frage deswegen, weil wir in der Klinik total im Stich gelassen wurden und unser Baby damals in den Unterzucker gefallen ist. Und nur weil wir ein Familienzimmer hatten, hat es der Papa gemerkt, sonst wäre das echt übel ausgegangen!! (Ich habe geschlafen wie ein Stein, wegen den ganzen Medis)
  • Michael74

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    am 10.08.2016 16:09:13 | IP (Hash): 564631527
    wo liegt denn der hba1c?
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    am 10.08.2016 16:14:39 | IP (Hash): 199394826
    Das wird vermutlich ein Blutwert sein? Ich war noch bei keinem Diabetologen.
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    am 10.08.2016 17:23:46 | IP (Hash): 1543849709
    Glückwunsch zum neuen Familienprojekt :)

    Beim Nachgeschmack denke ich eher an Dein persönliches Phänomen, und wie weit das wenigstens für Dich und Deinen Blutzucker zutrifft, kannst Du ja vielleicht mal nach diesem Fahrplan austesten http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf

    Ja, Deine alten Vorgaben für nüchtern und in der Spitze nach dem Essen werden immer noch so gesehen. Denn der höher als gesunde Blutzucker der Mutter belastet die Bauchspeicheldrüse des Kindes *. Dagegen belastet Insulin, das Du spritzt, Dein Kind nicht, weil es von Dir zu Deinem Kind eine Hormon-Sperre gibt.

    Wenn Du meine Tochter wärst, würde ich Dir also empfehlen, jetzt schon locker mit dem Einhalten der Vorgaben anzufangen, damit Du dich wieder dran gewöhnt hast, wenn der Insulin-Bedarf im weiteren Verlauf weiter ansteigt. Daumendrück :)

    )*Michael
    VÖLLIG UNABHÄNGIG VOM HBA1c und auch völlig unabhängig von einer Diagnosereife! Also auch bei Müttern, bei denen kein Schwangerschafts-Diabetes diagnostiziert wird, immer dann, wenn und solange sie einen höher als gesunden Blutzucker haben!


    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 10.08.2016 17:32:30 | IP (Hash): 2004616154
    Hallo!

    Das mit dem Nachgeschmack kenne ich nicht... hängt wohl mit den Hormonen zusammen ;))


    Deine Werte sehen ja noch gut aus, Du solltest Dich beim Diabetologen vorstellen und weiter gut auf Dich und Dein Kind achten.

    Und wenn Dich was beim Diadoc stört:
    Sag es einfach!


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    am 10.08.2016 17:34:22 | IP (Hash): 2004616154
    @Michael74

    Was willst Du bei SS-Diabetes mit dem HbA1c?

    Lass dich bitte Deine sinnbefreiten Beiträge. Damit hilfst DU besser.
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    am 10.08.2016 17:37:03 | IP (Hash): 2004616154
    Rose14 schrieb:
    Das wird vermutlich ein Blutwert sein? Ich war noch bei keinem Diabetologen.




    Die Frage von Michael kannst Du getrost vergessen - Du machst bis jetzt alles richtig, und die Sache mit der Hausgeburt sollte auch klappen. Sprich mit der Hebamme über BZ-Messung, gemeinsam findet ihr da die passende Lösung.
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    am 10.08.2016 20:14:54 | IP (Hash): 728357477
    Rose14 schrieb:
    Nun sind meine Infos: Nüchternwerte nicht über 91 und 1 Std. nachdem essen nicht über 130-140. Sind die Werte noch aktuell?
    Wie streng sollte man ein ss-Diabetes behandeln? Bei meinem letzten Diabetologen haben die mich ja verrückt gemacht. Sowas möchte ich eigentlich nicht nochmal!!


    Hallo Rose,

    Glückwunsch zur SS - alles Gute fürdich und dein Baby. :=)

    Wenn deine Nüchternwerte weiter ansteigen, womit du whrscheinlich rechnen musst, dann bleibt, dann wirst du woh auch bei dieser SS nicht um Basalinsulin drumrum kommen. Richtig wichtig wird das allerdings erst in der 2. SS-Hälfte, wenn sich bei deinem Baby die BSD entwickelt, Wenn du dann über mehrere Stunden mit zhu hohem BZ ankommst, dann wird die BSD von deinem Baby gegensteuern und sehr viel Insulin ausgeben. Dadurch erhöht sich dann die Gefahr, dass das Baby größer als normal wächst. Manche Ärzte geben 90 als Zielwert an, andere geben sich mit 95 zufrieden.

    Bis zur 20. SS-Woche kannst du noch ganz in Ruhe beobachten, wie sich dein BZ entwickelt, außer natürlich, wenn er stark ansteigt. Es ist sehr viel wert, wenn du mit entsprechender Ernährung deinen BZ nach den Mahlzeiten im Griff behältst. Gegen höheren NBZ kannst du mit Ernährung nichts ausrichten, dagegen bleibt nur Basalinsulin. Dass das Spritzen nicht schlimm ist, weißt du ja aus deiner 1. SS. Die schlechte Nachbetreuung nach der Geburt ist allerdings ganz schön schlimm. Dieses Mal wisst ihr ja Bescheid und werdet so etwas nicht wieder zulassen.

    Alles Gute, Rainer
  • Michael74

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    am 10.08.2016 21:39:08 | IP (Hash): 1780319140
    Sag mal Typ einser, kannst du eigentlich auch was anderes als stänkern. Ich habe lediglich nach ihrem hba1c wert gefragt und es weder bewertet. Dir muss es echt schlecht gehen bei deinen negativen Betrachtungen anderer. Arbeite bitte mal an Dir :(
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    am 10.08.2016 21:56:44 | IP (Hash): 728357477
    @Michael,
    bei SS-Diabetes spielt der HbA1c.Wert überhaupt keine Rolle. Das solltest du wissen, weil es dir hier im Forum schon oft genug gesagt wurde. Warum belästigst du Rose mit so einer unsinnigen Frage, sie hat schon genügend Probleme.
    Du solltest lieber mal an dir arbeiten. :=(
    Bearbeitet von User am 10.08.2016 21:59:03. Grund: .
  • Elfe

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    am 10.08.2016 22:47:55 | IP (Hash): 1329236406
    Hallo,
    daß die Geburtsklinik deines ersten Kindes nicht mehr für dein zweites Kind infrage kommt, kann ich durchaus verstehen.
    Du hast aber noch genügend Zeit, dich/euch kundig zu machen, ob nicht eine andere Klinik in der Umgebung euer Vertrauen erlangt.

    Warum bitte eine Hausgeburt ? Wer soll bitte die Verantwortung für dich und dein Baby übernehmen ?
    Die Hebamme ???
    Du bist topfit nach der Geburt und misst deinem Baby mit diesem ungenauen Patientenmessgerät den Blutzucker ???
    Oder nicht, ~, dann geht's mit tatütata dann doch in die Klinik ? Mit Zeitverlust ?

    Du kennst doch die Gefahren für dein Baby und dich aus deiner ersten Schwangerschaft.
    Warum wäre ein Basalinsulin zu spritzen so schlimm für dich, wenn es für dein Baby besser ist, und dich in der Ernährung etwas flexibler macht ?
    Gibt auch Schwangere, die zu jeder Mahlzeit schnelles Insulin spritzen müssen, da warst du doch in der ersten Schwangerschaft besser dran.

    Wünsche dir, daß dein Gynäkologe dich gut betreut, und entscheidet, ob und wann ein Diabetologe mit eingeschaltet werden muss.

    °_° Elfe
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    am 10.08.2016 23:13:17 | IP (Hash): 2004616154
    Michael74 schrieb:
    Ich habe lediglich nach ihrem hba1c wert gefragt und es weder bewertet. Dir muss es echt schlecht gehen bei deinen negativen Betrachtungen anderer. Arbeite bitte mal an Dir :(




    Bitte verrate uns nicht, was Du mit der HbA1c-Fragerei bezweckst.

    Bitte lass es.

    Beherzige Deine Rat: Arbeite an Dir und hör auf, Ratsuchende zu verunsichern.


    Danke.
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    am 11.08.2016 09:47:16 | IP (Hash): 199394826
    Vielen Dank für deine liebe Antwort. Den Link habe ich tatsächlich hier im Forum sogar schon gefunden :) Vielen Dank dafür.

    Ja, ich werde definitiv nun besser auf die Ernährung achten und dabei meinen Blutzucker im Auge behalten.

    Das mit der Hormon-Sperre wusste ich vorher nicht. Was mich dabei allerdings stutzig macht ist, dass Stresshormone durchaus zum Kind durchdringen, warum dann nicht die Insulin Hormone?

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    am 11.08.2016 09:53:15 | IP (Hash): 199394826
    Vielen Dank für deinen Zuspruch. Zu einem Diabetologen werde ich wohl Früher oder Später sowieso gehen müssen. Ich möchte mir aber dann wohl einen neuen suchen. Der alte war auch etwas weiter weg, was bei wöchentlichem vorstellen, dann schon sehr nervig ist, vorallem später, wenn schon alles etwas beschwerlicher ist und Autofahren nicht mehr so angenehm ist ;)
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    am 11.08.2016 10:16:26 | IP (Hash): 199394826
    Vielen Dank :)

    Ja, ich hoffe, dass ich vielleicht doch bissl mit der Ernährung den Nüchternwert beeinflussen kann (oder kannst du mir erklären, warum das nicht möglich ist?). Heute hatte ich das erstemal seit Sonntag (72 ) wieder einen Nüchternwert von 89 ... unter 90 YEAH :D Kann natürlich auch nur Zufall sein... oder es pendelt sich gerade ein... schlechte Zuckerwerter kommen ja auch nicht von heut auf morgen.

    Ohh das es Ärzte gibt, die auch 95 akzeptieren ist ne super Info, vielleicht finde ich so einen ;) Weil, wenn man an die Sache logisch ran geht, hatte ich in der letzten ss bereits um die selbe Zeit wohl schlechte Nüchternwerte (wenn man den süßen Nachgeschmack als Anzeichen dafür wählt) Das heißt, ich hatte bis etwa zur 30 ssw (bin erst spät zum Zuckertest) einen schlechten Nüchternwert und mein Kind hatte Null Anzeichen von Übergröße bzw. vergrößerten Abdomen Umfang. (Geburtsgewicht 3535g - also komplett im Durchschnitt)

    Wenn meine Nüchternwerte wirklich ausufern ist ganz klar, dass ich Spritze. Aber ich möchte es trotzdem vermeiden, denn jedes Medikament hat Nebenwirkungen, auch Insulin. Man muss nur immer gut die Nutzen/Schadensanlayse im Blick haben.

    Das mit der Nachbetreuung werden wir definitiv dann besser im Blick haben. Wir waren damals einfach zu uninformiert und haben Blind den Ärzten vertraut. Was ich mittlerweile erfahren habe, in allen Bereichen der Medizin sehr sehr schlecht ist. Man sollte sich immer mehrere Meinung einholen, insbesondere von bereits Betroffenen (deshalb bin ich hier ;)), die wissen manchmal sogar mehr über ihre Krankheit als es so mancher Arzt tut. Erschreckend aber ist so...




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    am 11.08.2016 10:46:35 | IP (Hash): 2108455638
    Rose14 schrieb:

    Aber ich möchte es trotzdem vermeiden, denn jedes Medikament hat Nebenwirkungen, auch Insulin. Man muss nur immer gut die Nutzen/Schadensanlayse im Blick haben.



    Das ist bei vielen Medikamenten durchaus angebracht.

    Insulin hat keine Nebenwirkungen - das kannst Du auf der Schadenseite ruhig vergessen.

    Nutzen hast Du und vor allem Dein Kind (wenn Du es wirklich brauchst)!
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    am 11.08.2016 11:47:01 | IP (Hash): 199394826
    Elfe schrieb:
    Hallo,
    daß die Geburtsklinik deines ersten Kindes nicht mehr für dein zweites Kind infrage kommt, kann ich durchaus verstehen.
    Du hast aber noch genügend Zeit, dich/euch kundig zu machen, ob nicht eine andere Klinik in der Umgebung euer Vertrauen erlangt.

    Warum bitte eine Hausgeburt ? Wer soll bitte die Verantwortung für dich und dein Baby übernehmen ?
    Die Hebamme ???
    Du bist topfit nach der Geburt und misst deinem Baby mit diesem ungenauen Patientenmessgerät den Blutzucker ???
    Oder nicht, ~, dann geht's mit tatütata dann doch in die Klinik ? Mit Zeitverlust ?

    Du kennst doch die Gefahren für dein Baby und dich aus deiner ersten Schwangerschaft.
    Warum wäre ein Basalinsulin zu spritzen so schlimm für dich, wenn es für dein Baby besser ist, und dich in der Ernährung etwas flexibler macht ?
    Gibt auch Schwangere, die zu jeder Mahlzeit schnelles Insulin spritzen müssen, da warst du doch in der ersten Schwangerschaft besser dran.

    Wünsche dir, daß dein Gynäkologe dich gut betreut, und entscheidet, ob und wann ein Diabetologe mit eingeschaltet werden muss.

    °_° Elfe



    Mit den Kliniken muss ich mir noch überlegen. Das entscheidet sich auch erst, wie eben meine ss verläuft. Sollten noch weitere gravierende Probleme oder gar das Insulin dazu kommen, muss ich mir überlegen, wie ich das angehe.
    Aber das hat auch noch Zeit bis zur 36 ssw, vorher wollen Kliniken einen eh nicht sehen.

    Warum bitte eine Hausgeburt ?

    Allein das du diese Frage stellst, zeigt mir, dass du absolut keine Ahnung bezüglich Hausgeburt vs Klinikgeburt hast. Ich denke, das auszuführen bzw. zu Diskutieren sprengt hier das Thema. Solltest du allerdings ehrliches vorurteilsfreies Interesse haben, bin ich für jede Diskussion zu haben.
    Seit dem Kaiserschnitt habe ich mich mit den Themen Schwangerschaft, Geburt und Zeit danach sehr intensiv beschäftigt und bin nach wie vor sehr erschreckt über die derzeitig Situation unserer Schwangerschaftsbetreuung, Geburtshilfe und die Betreuung der Kinder.
    Solltest du dich schlau machen wollen, kann ich dir folgende Namen ans Herz legen:
    Dr. Rockenschaub - leitete die Semmelweisklinik in Österreich
    Dr. Marina Marcovich - leitete eine Frühchenstation


    Zum Thema Verantwortung übernehmen.

    ICH übernehme die Verantwortung für mich selbst und auch für mein Kind, sonst niemand. Ich will eine selbstbestimmte, Interventionsfreie Geburt. Und das nicht aus eigenen Befindlichkeiten (natürlich spielen die auch mit rein) aber hauptsächlich für mein Kind! Und ich werde eine selbstbestimmte Geburt bekommen, ob nun Daheim oder in der Klinik.

    Manchmal habe ich das Gefühl, Patienten und auch Ärzte wissen nicht, was Ärzte eigentlich für eine Funktion haben. Ärzte sollen beraten, Risiken erklären, Vor- und Nachteile möglicher Behandlungen aufzeigen. Sie sollen NICHT bestimmen, was der jeweilige Patient zu tun und zu lassen hat. ICH als Patient entscheide immer was mit mir und meinem Körper passiert. Und dazu ist es oft nötig mehr als eine Meinung einzuholen bzw. mehrere Quellen zu nutzen und vielleicht sogar zu überprüfen, ob sie überhaupt Aussagekräftig/Seriös sind.

    Zum Thema Blutzucker beim Neugeborenen. Dazu schildere ich dir den Ablauf bei der letzten Geburt.
    -Geburt: zwischen 21:29 und 21:50
    - Baby Blutzucker liegt bei ca 80 (haben auch nur ein normales Blutzuckergerät)
    -Fehlgeschlagene Stillversuche bis ca. 2 Uhr dann bin ich eingeschlafen.
    -ca. 3 Uhr Kind zittern, Zucker bei 30
    -Schwestern geben Glucose Zäpfchen und Füttern zu
    -Mit zu Füttern wird der Blutzucker normal und es kommt zu keiner Unterzuckerung mehr.

    Sprich, von Geburt bis zur Unterzuckerung liegen nicht ganz 6 Stunden.
    Ausschlaggebend für die Unterzuckerung:
    keine Milch, kein Kolostrum (ein Tropfen hätte genügt um die Unterzuckerung zu vermeiden)
    Warum keine Milch? Durch PDA werden Hormone gehemmt und auch Stresshormone aufgrund des Kaiserschnitts, sich unwohl fühlen (kein vertrauter Geruch, grelles Licht, eben Krankhaus), werden Hormone gehemmt und somit hatte ich zu anfangs keine Milch.

    Das heißt nun, wenn ich daheim gebäre, fühle ich mich wohl, habe Milch (und wenn nicht, habe ich mit Sicherheit andere Vorkehrungen, wie Glucose Zäpfchen und Kunstnahrung, getroffen) und sollten doch alle stricke reisen und ich mich unsicher fühlen, fahre ich ins Krankenhaus.

    Natürlich kann es immer zu Komplikationen kommen. Normalerweise sieht aber die Hebamme (1 zu 1 Betreuung), wenn etwas nicht stimmt oder ich merke es selbst und man handelt dementsprechend frühzeitig! In der Klinik werden Komplikationen erst zum letzten Drücker entdeckt, wenn überhaupt, und dann wird nur noch reagiert anstatt vorher zu agieren! (aufgrund mangelnder Betreuung)

    Nur weil es anderen schlechter gehen könnte als mir, muss ich doch nicht den Kopf in den Sand stecken. Ist es denn so weit hergeholt anzustreben, keine Medis nehmen zu müssen? Wohlgemerkt jedes Medikament hat auch Nebenwirkungen, auch Basalinsulin! Wenn meine Werte allerdings ausufern, ergibt auch bei mir die Risiko/Nutzenanalyse, dass ich dementsprechend agiere.

    Wie oben schon geschrieben, entscheide ICH, wann es Zeit ist zum Arzt zu gehen. Der Arzt berät mich nur.
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    am 11.08.2016 11:50:58 | IP (Hash): 199394826
    TypEinser schrieb:
    Rose14 schrieb:

    Aber ich möchte es trotzdem vermeiden, denn jedes Medikament hat Nebenwirkungen, auch Insulin. Man muss nur immer gut die Nutzen/Schadensanlayse im Blick haben.



    Das ist bei vielen Medikamenten durchaus angebracht.

    Insulin hat keine Nebenwirkungen - das kannst Du auf der Schadenseite ruhig vergessen.

    Nutzen hast Du und vor allem Dein Kind (wenn Du es wirklich brauchst)!



    Eine Nebenwirkung (leider weiß ich die Quelle nicht mehr) wäre bei einem Schwangerschaftsdiabetes, dass es das Risiko erhöht, dass Mutter und Kind später einmal an Diabetes erkranken. Natürlich ein unbehandelter Diabetes ist da weitaus schlimmer aber ich denke, das habe ich doch eigentlich geschrieben, dass ich spritzen werden, wenn es eben nötig wird?
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    am 11.08.2016 12:17:59 | IP (Hash): 2108455638
    Hallo Rose14!

    Das mit den "Nebenwirkungen" und "gespritztes Insulin löst bei Kindern Diabetes aus" stand mal auf der recht unseriösen Seite "Gesundheit / Aufklärung / Zentrum".

    Das wurde auf Betreiben mehrer moderierter Foren von der Seiten genommen – schlicht und einfach es es absolut nicht stimmt.

    Und das mit der Hausgeburt finde ich Klasse!


    PS. Der Unsinn ist wieder online... am Besten ist der Teil mit "die Bauchspeicheldrüse muss sich erst einarbeiten" und der Teil mit der "verätzten Bauschspeicheldrüse".
    Ich glaube jetzt wirklich nicht, dass Du solche Sachen konsumierst.
    Dafür machst Du Dir wirklich zu ernste Gedanken.
    Bearbeitet von User am 11.08.2016 12:55:48. Grund: Ergänzung
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    am 11.08.2016 12:55:15 | IP (Hash): 1056998532
    Nein, auch Deine Stresshormone kommen nicht zu Deinem Kind durch. Aber die machen Dich unruhig, und diese Unruhe durchzieht Deinen ganzen Körper und überträgt sich so selbstverständlich auch auf das Kind.

    Das mit der Hormon-Barriere/Schwelle ist übrigens ein bisschen gemein, denn von Deinem Kind zu Dir ist sie wohl voll durchlässig, und so können die Kleinen manche Fehlsteuerung bei ihren Müttern verursachen, die die Ärzte sich aus den Befunden der Mütter beim besten Willen nicht erklären und dann halt nur an den Haaren herbei ziehen können :(

    Apropos 30mg/dl beim Neugeborenen:
    Für Erwachsene Nichtdiabetiker gilt 50mg/dl als Unergrenze Normal-BZ. Manche fangen schon bei 60 an, sich leicht angetrunken oder unruhig und meistens auch hungrig zu fühlen. Je tiefer der BZ sinkt, umso mehr, wobei die einen bei 30 noch kaum auffallen und noch alles selbst tun und sagen können, während andere da schon nicht mehr so recht ansprechbar sind.
    Beim Neugeborenen gilt 36mg/dl als Untergrenze des gesunden BZ, 30 also in der Art zwar beschwerlich wie bei Nichtdiabetikern vielleicht 40-50, aber nicht gefährlich. Zudem ist der Neugeborenen-Stoffwechsel noch direkt auch ketogen eingestellt, kann also gleichermaßen und parallel Fett wie Glukose zu seiner Versorgung nutzen.

    Will nicht sagen, dass die da bei Euch im kranken Haus alles richtig gemacht haben, nur, dass es nicht so auf den letzten Drücker war, wie es sich Dir dargestellt hat.


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    am 11.08.2016 13:54:10 | IP (Hash): 199394826
    TypEinser schrieb:
    Hallo Rose14!

    Das mit den "Nebenwirkungen" und "gespritztes Insulin löst bei Kindern Diabetes aus" stand mal auf der recht unseriösen Seite "Gesundheit / Aufklärung / Zentrum".

    Das wurde auf Betreiben mehrer moderierter Foren von der Seiten genommen – schlicht und einfach es es absolut nicht stimmt.

    Und das mit der Hausgeburt finde ich Klasse!


    PS. Der Unsinn ist wieder online... am Besten ist der Teil mit "die Bauchspeicheldrüse muss sich erst einarbeiten" und der Teil mit der "verätzten Bauschspeicheldrüse".
    Ich glaube jetzt wirklich nicht, dass Du solche Sachen konsumierst.
    Dafür machst Du Dir wirklich zu ernste Gedanken.



    Hallo TypEinser,

    vielen Dank für deine Aufklärung. Ja, das die Seite unseriös ist mir bekannt, wie ich das gelesen hab, wohl noch nicht und hat sich dann in mein Hirn eingebrannt. Hatte schon nen ganz schlechtes Gewissen, weil ich ja laut dieser Seite mein erstes Kind bereits dann gefährdet hätte. Aber wenn das nicht so ist, ist es um so besser :))
    Wieder was gelernt. :)

    Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
    Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?
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    am 11.08.2016 14:09:53 | IP (Hash): 199394826
    hjt_Jürgen schrieb:
    Nein, auch Deine Stresshormone kommen nicht zu Deinem Kind durch. Aber die machen Dich unruhig, und diese Unruhe durchzieht Deinen ganzen Körper und überträgt sich so selbstverständlich auch auf das Kind.

    Das mit der Hormon-Barriere/Schwelle ist übrigens ein bisschen gemein, denn von Deinem Kind zu Dir ist sie wohl voll durchlässig, und so können die Kleinen manche Fehlsteuerung bei ihren Müttern verursachen, die die Ärzte sich aus den Befunden der Mütter beim besten Willen nicht erklären und dann halt nur an den Haaren herbei ziehen können :(

    Apropos 30mg/dl beim Neugeborenen:
    Für Erwachsene Nichtdiabetiker gilt 50mg/dl als Unergrenze Normal-BZ. Manche fangen schon bei 60 an, sich leicht angetrunken oder unruhig und meistens auch hungrig zu fühlen. Je tiefer der BZ sinkt, umso mehr, wobei die einen bei 30 noch kaum auffallen und noch alles selbst tun und sagen können, während andere da schon nicht mehr so recht ansprechbar sind.
    Beim Neugeborenen gilt 36mg/dl als Untergrenze des gesunden BZ, 30 also in der Art zwar beschwerlich wie bei Nichtdiabetikern vielleicht 40-50, aber nicht gefährlich. Zudem ist der Neugeborenen-Stoffwechsel noch direkt auch ketogen eingestellt, kann also gleichermaßen und parallel Fett wie Glukose zu seiner Versorgung nutzen.

    Will nicht sagen, dass die da bei Euch im kranken Haus alles richtig gemacht haben, nur, dass es nicht so auf den letzten Drücker war, wie es sich Dir dargestellt hat.


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    Hallo Jürgen,

    das mit den Hormonen wird ja immer gerne anders erzählt, von den unterschiedlichsten Stellen. Danke, dass du mich da aufgeklärt hast. Was mir allerdings bewusst war, dass das Kind Hormone an mich weiterleiten kann. Das Kind entscheidet nämlich, wann die Geburt beginnt. Das Wehen Hormon wird nämlich vom Kind produziert (bzw. es beginnt den Prozess, ich bin mir gerade nicht sicher, ob es tatsächlich Wehen produziert oder nur ein Hormon ausschüttet das bei der Mutter das Wehen Hormon anregt).

    Vielen Dank für die Aufklärung der Blutzucker Untergrenzen. Das ist für mich auf jedenfall interessant. Das mit dem Stoffwechsel würde auch erklären, dass nur ein Tropfen Kolostrum reicht (ist sehr Fetthaltig).

    Dass es damals noch keine sehr kritischen Ausmaße angenommen hat, mit dem Neugeborenen Unterzucker, war mir bewusst (hätten sonst einen Notarzt geholt) und so hat sie nur eine Schwester betreut.
    Aber ich meinte damit eher, wenn mein Partner auch eingeschlafen wäre, hätte vor morgens kein Mensch mitbekommen, dass das Kind in Unterzucker gefallen ist. Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie schnell so Blutzucker fällt, aber mit bereits Zittern (also ersten Symptome) die auch Energie kosten, kann es dann doch recht schnell gehen bzw. innerhalb von 3-4 Stunden könnte da dann schon mehr passieren...
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    am 11.08.2016 14:37:22 | IP (Hash): 2108455638
    Rose14 schrieb:

    Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
    Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?




    Es ist tatsächlich so, das bei SS-Diabetes die Hormone nicht mehr im Gleichgewicht sind und die Bauchspeicheldrüse (BSP) mit der vermehrten Insulinanforderung nicht nachkommt.
    Das fehlende Insulin per Spritze bereitzustellen ist sinnvoll:

    – Die BSP wird geschont, man vemeidet Schäden wie z.B. eine BSP-Entzündung
    – Der Körper der Mutter wird vor hohem Blutzucker geschützt
    – Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft
    – Die BSP des Kindes produziert mehr Insulin um den hohen BZ der Mutter auszugleichen, und das ist der Grund, warum Neugeborene dann unterzuckern!
    – Unbehandelter SS-Diabetes erhöht das Risiko des Kindes, das metabolische Syndrom zu entwickeln.


    Zuviel oder zuwenig Insulin spritzen ist ja eigentliche keine Nebenwirkung, eher ein Anwenderfehler ;)
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    am 11.08.2016 15:16:03 | IP (Hash): 199394826
    TypEinser schrieb:
    Rose14 schrieb:

    Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
    Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?




    Es ist tatsächlich so, das bei SS-Diabetes die Hormone nicht mehr im Gleichgewicht sind und die Bauchspeicheldrüse (BSP) mit der vermehrten Insulinanforderung nicht nachkommt.
    Das fehlende Insulin per Spritze bereitzustellen ist sinnvoll:

    – Die BSP wird geschont, man vemeidet Schäden wie z.B. eine BSP-Entzündung
    – Der Körper der Mutter wird vor hohem Blutzucker geschützt
    – Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft
    – Die BSP des Kindes produziert mehr Insulin um den hohen BZ der Mutter auszugleichen, und das ist der Grund, warum Neugeborene dann unterzuckern!
    – Unbehandelter SS-Diabetes erhöht das Risiko des Kindes, das metabolische Syndrom zu entwickeln.


    Zuviel oder zuwenig Insulin spritzen ist ja eigentliche keine Nebenwirkung, eher ein Anwenderfehler ;)



    Ich meine natürlich NICHT, kein Insulin zu spritzen wenn eindeutig ein Diabetes da ist. Die Risiken sind viel zu groß, als ein kleines Ungleichgewicht im Hormonhaushalt.

    Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft

    Was meinst du mit niedrigen Soll-Werten?

    Jetzt würde mich dann doch noch interessieren, wie ist das, wenn ich zum Arzt gehe und sag, hey ich hab zu hohe Nüchternwerte, ich habe ss-Diabetes. Dann könnte ich mir doch den OGTT Test sparen, denn aus meinen Aufzeichnungen ist ja ersichtlich, dass es so ist und der Test es quasi dann nur noch bestätigen würde, aber mir meinen Blutzucker auf ungesunde Art in die Höhe treibt.

    Oder wir nehmen an, ich mache diesen Test und es kommt raus, kein Diabetes(was ich jetzt zwar nicht glaube). Aber meine Nüchternwerte schwanken immer noch bis 95. Was dann?

    Klar das ist jetzt alles Was wäre wenn, aber würde mich einfach mal interessieren.

    Ohh da fallen mir grad noch ein paar Fragen ein :) Ich hoffe, ich Löchere euch nicht zu sehr.

    -Wie ist das bei den Neugeborenen? Können die bereits mit Unterzucker auf die Welt kommen? Rein logisch wäre das, unlogisch, da sie ja vorher noch komplett versorgt werden. Also sollte rein logisch, es aufjedenfall eine gewisse Zeit dauern, bis das Baby in Unterzucker fällt.

    -Wann fallen Neugeborene frühestens in den Unterzucker (wenn man perfekte Bedingungen hat, wie aus pulsieren lassen der Nabelschnur, kein Stress usw)?

    - Wenn Basalinsulin keine Nebenwirkungen hat, warum wird das als so extrem gefährlich angesehen? Kliniken ohne Neugeborenen intensiv lehnen einen kategorisch ab oder sowieso auch Hausgeburtshebammen. Ohne Insulin ist es dann aber kein Problem??

    - Auch wird empfohlen, dass spätestens an ET eingeleitet wird? Was für einen Sinn hat das? (Gut das wird auch bei ss-Diabetes ohne Insulin empfohlen, egal wie die Werte sind.)
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    am 11.08.2016 15:30:05 | IP (Hash): 2108455638
    Ob Du jetzt auch wieder SS-Diabetes hast kann tatsächlich nur ein Arzt feststellen.

    Dazu ist Dein BZ-Testgerät dann doch zu ungenau, und wir sind ja nun alle keine Ärzte.


    Die Soll-Werte: Das sind die Werte, die Du nicht überschreiten solltest während der SS/SS-Diabetes! ;)
    Da geht es genau darum, das Kind nicht mit einem hohen Blutzucker über die Nabelschnur zu versorgen.
    Das Kind wird dann zuviele Wachstumshormone produzieren – es wird zu groß und zu schwer und
    die Bauchspeicheldrüse des Kindes regelt dann den Blutzucker der Mutter mit.

    Sobald das Kind dann abgenabelt wird, fehlt der BZ-Übeschuss = Unterzuckerung.
    Auf die Minute genau kann das keiner Vorhersagen.
    Stress spielt da dann auch keine große Rolle mehr, das bisschen Adrenalin hebt den BZ der Mutter dann auch nicht so viel höher. Und zu hoch ist zu vermeiden, so oder so!


    Basalinsulin hat eine lange Wirkzeit, und wenn der Arzt 'ne Pfeife ist kann das schonmal schwierig werden. Sollte nicht vorkommen, aber wir sind halt alle nur Menschen....
    Und nein, normalerweise gibt es auch beim Basalinsulin keine Probleme.

    Es gibt Menschen, die ein ganzes Leben mit Basalinsulin und Bolusinsulin leben – wer als kleines Kind mit Typ 1 startet und dann über 80 Jahre alt wird hat etliche Ampullen/Pens geleert.
    Bearbeitet von User am 11.08.2016 15:31:30. Grund: .