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Schwangerschaftsdiabetes

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    am 13.08.2016 15:46:19 | IP (Hash): 1521136256
    Hallo Rose,

    ich finde es ganz toll, wie intensiv du dich mit der Geburt beschäftigst. Dabei bist du ganz bestimmt auf die unterschiedlichsten Ansichten gestoßen, hast die verschiedenen Meinungen betrachtet und hast dir dann deinen eigenen Standpunkt gebildet.

    Eine ähnlich intensive Beschäftigung steht dir nun bezüglich SS-Diabetes bevor. Am Ende musst du dir deine eigene Meinung bilden und auf dieser Grundlage deine Entscheidungen treffen. Dabei ist vieles, was andere dir als einfache schwarz-/weiß-Betrachtung verkaufen wollen, im wahren Leben sehr viel komplizierter.

    Lies dir ruhig mal die von Elfe verlinkten Unterlagen durch, am besten die zweite - die für die Profis. Du brauchst ja nicht alles, sondern nur die für dich interessanten Themen durchzulesen. Mit den Hinweisen, die du hier im Forum bekommen hast, kannst du bestimmt das meiste ganz gut verstehen. Den dort gegebenen Rat, solltest du aus meiner Sicht auf jeden Fall beachten: für die endgültigen Entscheidung für oder gegen Basalinsulin einen Laborwert bestimmen zu lassen und das Größenwachstum deinens Babys (normal oder übermäßig) mit einzubeziehen. Ich drücke dir die Daumen, dass du einen Arzt findest, der dich ernst nimmt und mit dem du alles gut besprechen kannst.

    Alles Gute, Rainer
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    am 13.08.2016 17:53:59 | IP (Hash): 1533062193
    Rose14 schrieb:
    hjt_Jürgen schrieb:
    dummfrag: was für Steine?


    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.



    Na einmal würde mich bei einer hausgeburt keine Hebamme begleiten.

    Ich müsste mir eine unpersönliche Riesen Klinik aussuchen, denn nur die haben eine neugeborenen intensiv. Diese Kliniken sind eher in der Stadt was für mich mindestens eine Stunde fahrt bedeutet. Und beim Münchner Verkehr kann dass in der rush hour auch schon mal länger dauern.
    Allgemein in Kliniken muss man Glück haben, das richtige Personal zu erwischen, wenn man Pech hat, bekommt man Personal das sich wenig auskennt, keinen Bock hat oder einfach der Meinung sind, Kaiserschnitt ist sicherer (solche Ärzte gibt's!)
    Viele Geburtshelfer in der Klinik haben schon vor einer normalen unproblematischeb ss angst und wenn man dann noch ein Päckchen mit bringt herrscht die helle Panik. Ganz schlechte vorraussetzungen für eine Geburt. Je mehr Angst und Stress vermittelt wird desto weniger wahrscheinlich funktioniert die Geburt nach Lehrbuch, wenn nicht sogar dadurch Probleme erst entstehen.

    Dann kommen noch die ganzen Interventionen die sie auffahren wollen.
    Dauer ctg - hat man keine Bewegungsfreiheit mehr,man muss liegen
    Pda wenn es ihnen zu lange dauert und dazu kommt der wehentropf

    Klar kann ich alles ablehnen aber es gibt in Kliniken einfach regeln die man auch als Patient beachten muss. Zum Beispiel sind Muttermundsuntersuchungen in vielen Kliniken verpflichtend. Das ist aber etwas was ich absolut nicht.mehr will!

    Wenn es dann noch blöder läuft hast du Personal denen deine Wünsche scheiß egal sind und einfach machen. Es gibt einige Fälle, in denen Frauen einfach Muttermundsuntersuchungen gemacht wurden obwohl die ausdrücklich gesagt haben Nein! Das gleiche gilt für dammschnitte. Die werden manchmal noch nicht mal angekündigt!

    Und wenn man sich weiter gegen die ganzen Maßnahmen sträubt fahren Sie Ihre Angst Schiene auf. Da wird einem permanent erzählt wie Verantwortungslos man grade ist oder das das Kind jetzt gerade stirbt und sie es vll gerade noch retten können. Leider ist es nicht immer so eindeutig ob es eine angst Schiene ist oder sie die Wahrheit sagen... Wie Handel ich dann! Kann ja schlecht bei allen zwei Minuten wehen im Internet Suche wie wahrscheinlich die Komplikation ist die sie erwähnen.

    Leider bringen Erfahrungsberichte anderer Mütter wenig, da viel zu viele so unwissend sind, dass sie meinen
    Ihnen würde das Leben gerettet, obwohl vielleicht die Komplikationen hausgemacht waren und ohne die Interventionen sie ganz normal geboren hätte.

    Bei so Kreißsaal Besichtigungen wird einem auch nur alles wunderschön dargestellt, was man nicht alles machen kann während der Geburt.... Und natürlich darf man sich bewegen und natürlich darf man eine wassergeburt machen und natürlich wurden sie einen zu nichts zwingen und natürlich verbreiten sie keine angst und Schrecken... Ja ja...

    Das nächste Problem ist, dass du unter wehen einfach nicht den Nerv hast permanent zu diskutieren. Wie soll ich denn da gebären wenn ich dauernd belagert werde?

    Ich könnte versuchen so spät wie möglich in die Klinik zu fahren aber da ist eben die Gefahr groß dass es dann vll im Auto kommt oder gar noch zu hause... Der Muttermund kann sich bei optimalen Bedingungen innerhalb von 10 Minuten vollständig öffnen...

    In anthroposophischen Kliniken hat man wohl eine größere Chance seine Wünsche durchzusetzen allerdings sind die von mir zu weit weg.

    Solltet ihr dahingehend skeptisch sein und meinen ich übertreibe dann solltet ihr in paar Foren mal die Geburtsberichte durchlesen und achtet dabei darauf wie viel sie in den Kliniken eingegriffen haben.... Und lasst euch nicht beirren wenn im Betreff steht... unsere wunderschöne Geburt...



    Dazu fällt mir nichts mehr ein.
    Allerdings frage ich mich, wo all die traumatisierten Babys und Mütter sind, die unter diesen schrecklichen Zuständen in Deutschland entbinden mußten. Ich kenn keine, aber ich bin ja auch unwissend, wie alle hier - bis auf eine natürlich!
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 13.08.2016 20:00:37 | IP (Hash): 997145539
    Rainer schrieb:
    Hallo Rose,

    ich finde es ganz toll, wie intensiv du dich mit der Geburt beschäftigst. Dabei bist du ganz bestimmt auf die unterschiedlichsten Ansichten gestoßen, hast die verschiedenen Meinungen betrachtet und hast dir dann deinen eigenen Standpunkt gebildet.

    Eine ähnlich intensive Beschäftigung steht dir nun bezüglich SS-Diabetes bevor. Am Ende musst du dir deine eigene Meinung bilden und auf dieser Grundlage deine Entscheidungen treffen. Dabei ist vieles, was andere dir als einfache schwarz-/weiß-Betrachtung verkaufen wollen, im wahren Leben sehr viel komplizierter.

    Lies dir ruhig mal die von Elfe verlinkten Unterlagen durch, am besten die zweite - die für die Profis. Du brauchst ja nicht alles, sondern nur die für dich interessanten Themen durchzulesen. Mit den Hinweisen, die du hier im Forum bekommen hast, kannst du bestimmt das meiste ganz gut verstehen. Den dort gegebenen Rat, solltest du aus meiner Sicht auf jeden Fall beachten: für die endgültigen Entscheidung für oder gegen Basalinsulin einen Laborwert bestimmen zu lassen und das Größenwachstum deinens Babys (normal oder übermäßig) mit einzubeziehen. Ich drücke dir die Daumen, dass du einen Arzt findest, der dich ernst nimmt und mit dem du alles gut besprechen kannst.

    Alles Gute, Rainer



    Vielen Dank, auch dafür, dass du mich nicht als Spinner abtust.
    Leider werden gerade traumatische Geburten heute nicht ernst genommen, besonders von der Allgemeinheit nicht, vorallem dann nicht, wenns Kind gesund ist.

    So werde ich es handhaben. Noch habe ich ja etwas Zeit mich ausgiebig zu informieren.
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    am 13.08.2016 20:36:29 | IP (Hash): 997145539
    EH schrieb:

    Dazu fällt mir nichts mehr ein.
    Allerdings frage ich mich, wo all die traumatisierten Babys und Mütter sind, die unter diesen schrecklichen Zuständen in Deutschland entbinden mußten. Ich kenn keine, aber ich bin ja auch unwissend, wie alle hier - bis auf eine natürlich!



    Naja da gibt es mehrere Möglichkeiten :

    - die Ärzte verkaufen ihr Handeln als lebensrettend und warum sollte das angezweifelt werden? Der Arzt muss es doch wissen.

    - Vieles ist mittlerweile normal geworden,wie eben die dammschnitte. Wie viele wissen denn, dass das ein sinnloser Eingriff ist? In meiner ersten ss wurde mir andauernd vermittelt dass das dazu gehört und absolut nicht schlimm sei... Tut ja angeblich auch gar nicht weh (ist leider nicht immer so)
    Es gibt ja noch soviel mehr, was nicht sinnvoll ist:
    Zb Einleitungen vor oder an et wenn keine Anzeichen von Problemen sind... Allerdings muss man hier auch wieder aufpassen... Dass die plazenta zum Ende hin schlechter funktioniert ist ganz normal und kein Grund für eine Einleitung außer man hat in der ss geraucht oder dergleichen.... Aber bei einer normal gesunden Frau nicht ungewöhnlich.

    - Dann gibt es einfach die Frauen, die merken bzw wissen es ist was falsch gelaufen aber keine Person haben mit den sie darüber sprechen können, weil ihnen von allen Seiten suggeriert wird, sei doch froh dass dein Kind gesund ist, da ist doch egal ob die Geburt schön war oder nicht.

    - Ubergriffe während der Geburt wie, trotz Verweigerung, Untersuchungen, kann man ähnlich wie eine Vergewaltigung sehen. Nur dass das noch weniger akzeptiert wird als eine traumatische Geburt. Sowas gibt es doch gar nicht, wird vorgehalten, das hat man bestimmt nur missverstanden!
    Anzeigen in dieser Richtung verlaufen auch meistens im Sande... Öffentlicher Träger und so...

    - Und dann gibt es Frauen, die genau so eine Geburt wollen. Das ist natürlich auch in Ordnung. Solang es selbstbestimmt ist!

    - Dann gibt es natürlich auch die Klinik Geburten die tatsächliche super verlaufen sind. Gutes informiertes Personal dass auch in dem Moment keinen Druck von oben bekommen hat, dass doch mehr Kaiserschnitte nötig wären. Leider muss man für so eine Geburt wirklich Glück haben. Oder du kommst wirklich so spät das du Grad noch in den Kreißsaal kommst.

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    am 13.08.2016 20:44:16 | IP (Hash): 997145539
    Achja und oft hängt es auch davon ab wo du bist. Es gibt Kliniken die eine 50-60% Kaiserschnitt rate haben und andere Kliniken die vll nur eine 15% rate haben...
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    am 14.08.2016 09:30:11 | IP (Hash): 1045932208
    Ich hab wirklich keine Lust auf deine (für mich) wahnhaften Ideen einzugehen und einem vernüftigen Argument bist du ja nicht zugänglich.
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    am 14.08.2016 10:12:01 | IP (Hash): 997145539
    EH schrieb:
    Ich hab wirklich keine Lust auf deine (für mich) wahnhaften Ideen einzugehen und einem vernüftigen Argument bist du ja nicht zugänglich.



    Hmm bis jetzt habe ich noch kein einziges Argument von dir gelesen. (außer du zählst das zu einem Argument: kenn ich nicht, dann gibt's das auch nicht)
    Und da finde ich, kannst du wohl am wenigsten beurteilen, ob ich zugänglich für "vernünftige" Argumente bin oder nicht.
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    am 14.08.2016 10:33:56 | IP (Hash): 1045932208
    Rose14 schrieb:
    EH schrieb:
    Ich hab wirklich keine Lust auf deine (für mich) wahnhaften Ideen einzugehen und einem vernüftigen Argument bist du ja nicht zugänglich.



    Hmm bis jetzt habe ich noch kein einziges Argument von dir gelesen. (außer du zählst das zu einem Argument: kenn ich nicht, dann gibt's das auch nicht)
    Und da finde ich, kannst du wohl am wenigsten beurteilen, ob ich zugänglich für "vernünftige" Argumente bin oder nicht.



    Nein, ich habe kein Argument vorgebracht, aber andere haben das versucht, aber du hast alle abgeschmettert und Insulin zu einem gefährlichen Medikament mit Nebenwirkungen erklärt.

    Ich hab den Thread gelesen und mich auf meine Finger gesetzt, weil mir klar war, daß es sinnlos wäre etwas zu schreiben. Zum Schluß hab ich es leider nicht mehr ausgehalten.
    Als 1981 mein Sohn zur Welt kam, wurde mein Typ2 Diabetes vollkommen ignoriert, obwohl ich mehrmals darauf hinwies. Hat keinen interessiert. Mein Kind hat 4870g gewogen als es zur Welt kam. Besondere Sorgen hab ich mir nicht gemacht, denn ich kannte das von meiner Schwester, der es ähnlich erging, aber alle Kinder waren gesund. Hinterher hat man einen Test gemacht und mir mitgeteilt, daß ich wohl Diabetes hätte. Wer hätte das gedacht!
    Ich hab auf einem Kaiserschnitt bestanden, denn das gro0e Kind in Steißlage und eine 37 Jahre alte Mutter, das war mir zu viel Risilo auf einmal. Mir ging es nämlich nur ums Kind, beweisen wollte ich niemandem etwas. Der Chefarzt wollte eine Wendung versuchen (war damals der letzte Schrei), aber mit dem Stationsarzt habe ich mich auf einen Kaiserschnitt geeinigt. Es ist also durchaus nicht so, daß man mit den Ärzten nicht reden kann.
    Nun, nach 35 Jahren hat sich doch einiges getan für Diabetes-Mütter (insbesondere für Typ2). Ich kann einfach nicht glauben, daß jemand diese alten Zustände wiederherstellen will. EIne Hausgeburt halte ich sowieso für eine Schnapsidee.
    So, das war's. Mehr habe ich nicht dazu zu sagen.
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    am 14.08.2016 12:13:19 | IP (Hash): 997145539
    Heute ist es doch nicht recht viel anders. Die Mütter werden nicht ernst genommen, genau wie du damals, werden bestenfalls als Verantwortungslos hingestellt oder als übertrieben Vorsichtig.
    Du hattest damals deine selbstbestimmte Geburt, du hast entschied, wie was gemacht wird. Genau DAS will ich. Hättest du nur den Chefarzt gehabt, wäre deine Geburt wohl anders abgelaufen... Du hattest Glück, dass der andere Arzt dich ernst genommen hat, deine Wünsche respektiert hat. Wie oft ist das damals vorgekommen? Wohl nicht so oft.
    Dazu muss man auch sagen, wenn man Entscheidungen treffen möchte, muss man Wissen haben. Das ist auch der Grund, warum ich hier bin. Ich wollte mir wissen aneignen. Es tur mir leid, dass ich dabei nicht alles glaube, was in einem Forum geschrieben wird und ich es deswegen hinterfrage. Nur weil Insulin ein Hormon ist, heißt das noch lange nicht, dass es Nebenwirkungsfrei ist. Die Pille ist auch ein Hormon und trotzdem sind einige Frauen daran gestorben. Selbst heute sterben immer noch Frauen und teilweise Kinder mit 15 Jahren daran. Sicherlich kann man nun wieder sagen man vergleicht Apfel mit Birnen. Weil das eine Lebensnotwendig ist und das andere nicht. Aber gut ich habe ja jetzt gelernt dass es Nebenwirkungsfrei ist. Das ist auch in Ordnung. Möchte ich auch nicht weiter anzweifeln sollte das nicht rüber gekommen sein.

    Mir ging es primär darum, ob die strengen Werte bei ss Diabetes wirklich so notwendig sind oder man das auch etwas lockerer sehen kann. Ein Arzt würde mir sowas niemals sagen. Daher Suche ich Infos darüber und das ich nicht nur das, was hier jemand rein schreibt, sondern eine oder mehrere Quellen, um eine gute Entscheidung treffen zu können. Auch um bei. Arzt argumentieren zu können, für oder gegen Insulin. Dazu wollte ich auch verstehen, wie die Werte zustande kamen, um mögliche Quellen besser zu verstehen. Aber Elfe hat mir netterweise ja zwei links zur Information da gelassen.

    Ich finde es ist auch nochmal was anderes einen ausgeprägten Diabetes zu haben, der mit Ernährung absolut nicht einstellbar ist oder ob man mit Ernährung viel erreichen kann und sonst nur leicht erhöhte Nüchternwerte zu haben.

    Wäre es vernünftiger, alles so zu machen, wie es die Ärzte sagen? Was mach ich dann, wenn ich plötzlich zwei oder mehr unterschiedliche Meinungen habe? Du hast es doch auch nicht gemacht, wie es der Chefarzt wollte.... Warst du deswegen Verantwortungslos oder gar unvernünftig?
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 15.08.2016 02:31:26 | IP (Hash): 1329236406
    Hallo Rose,
    wenn ich deine Beiträge so lese, meine ich, daß die Umstände der Geburt deines ersten Kindes wohl traumatisch gewesen sein müssen.

    Du möchtest jetzt alles richtig machen.
    Aber sich nur auf Zahlenwerte deines Blutzuckermessgerätes zu verlassen, darf nicht sein !
    Übrigens, hast du noch dein 'altes' von der ersten Schwangerschaft ?
    Auch bei den Messgeräten gibt es technische Fortschritte, lasse dir vom Arzt bitte eines der neuen Generation geben.

    Aufgrund deiner Erfahrung und Wissen kannst du über Ernährung die Blutzuckerwerte ev. im Bereich halten. Ob du wirklich Insulin brauchst, ist doch noch gar nicht klar.
    Selbst wenn, damit wird nur die Menge aufgefüllt, zu der, die auch dein Körper selbst produziert.

    Auch möchte ich dir abraten, irgendwelche Foren/Statistiken zu Geburten/Kaiserschnitten/usw Deutschland-/Europa-/Welt-weit zu durchforsten, wird dich nur weiter verunsichern.

    Konkret geht es doch darum, daß du in deiner Wohngegend eine Klinik deines Vertrauens findest. Viele bieten Führungen/Informationen an, die du wahrnehmen kannst. (Dabei Kopf- und Bauchgefühl zur Beurteilung mit einbeziehen.)
    Das blödeste wäre, wenn tatsächlich bei deiner gewünschten Hausgeburt die Hebamme einen Arzt/Krankenwagen rufen müsste, und du dann in das nächste Krankenhaus eingeliefert würdest, wo du eigentlich gar nicht hin wolltest. Also 'Plan B' sollte in deiner Vorbereitung durchaus eine Rolle spielen.

    Deine Skepsis gegenüber der Ärzte/Krankenhäuser bzgl. 'Geldmacherei zu unnötigen Behandlungen', sollte aber jetzt nicht deine Sorge sein.
    Du darfst und sollst jetzt egoistisch sein für dein erwartestes Kind + dein erstgeborenes Kind + deinen Mann/Vater der Kinder + Dich = Deine Familie.

    Alles Gute !
    Elfe


    Bearbeitet von User am 15.08.2016 02:39:52. Grund: .
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 16.08.2016 02:07:39 | IP (Hash): 1329236406
    Elfe schrieb:

    Aber sich nur auf Zahlenwerte deines Blutzuckermessgerätes zu verlassen, darf nicht sein !
    Übrigens, hast du noch dein 'altes' von der ersten Schwangerschaft ?
    Auch bei den Messgeräten gibt es technische Fortschritte, lasse dir vom Arzt bitte eines der neuen Generation geben.



    Hallo Rose,
    möchte meinen gestrigen Beitrag bzgl. Blutzuckermessgerät ergänzen.

    Ich musste mein Blutzuckermessgerät austauschen, aufgrund der Information, daß die Herstellung der Sensoren zu meinem 'alten' in absehbarer Zeit eingestellt wird.
    Aber solange ich beide Geräte mit entsprechenden Sensoren zur Verfügung hatte, habe ich eine Testreihe vorgenommen zwischen neu und alt.
    Eine Abweichung bis zu 35 habe ich dabei feststellen können, allerdings zu niedrig vom alten.
    In meinem persönlichen Fall hieß es, daß mein Unterzuckerproblem (kleiner 60) dann doch nicht so dramatisch war.

    Eine eigene Blutzuckerwertbestimmung auf genaue Werte auf 91 oder 94 halte ich aufgrund eines Patienten-Blutzuckermessgerätes als nicht möglich.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 45
    Mitglied seit: 10.08.2016
    am 16.08.2016 07:52:13 | IP (Hash): 997145539
    Elfe schrieb:
    Hallo Rose,
    wenn ich deine Beiträge so lese, meine ich, daß die Umstände der Geburt deines ersten Kindes wohl traumatisch gewesen sein müssen.

    Du möchtest jetzt alles richtig machen.
    Aber sich nur auf Zahlenwerte deines Blutzuckermessgerätes zu verlassen, darf nicht sein !
    Übrigens, hast du noch dein 'altes' von der ersten Schwangerschaft ?
    Auch bei den Messgeräten gibt es technische Fortschritte, lasse dir vom Arzt bitte eines der neuen Generation geben.

    Aufgrund deiner Erfahrung und Wissen kannst du über Ernährung die Blutzuckerwerte ev. im Bereich halten. Ob du wirklich Insulin brauchst, ist doch noch gar nicht klar.
    Selbst wenn, damit wird nur die Menge aufgefüllt, zu der, die auch dein Körper selbst produziert.

    Auch möchte ich dir abraten, irgendwelche Foren/Statistiken zu Geburten/Kaiserschnitten/usw Deutschland-/Europa-/Welt-weit zu durchforsten, wird dich nur weiter verunsichern.

    Konkret geht es doch darum, daß du in deiner Wohngegend eine Klinik deines Vertrauens findest. Viele bieten Führungen/Informationen an, die du wahrnehmen kannst. (Dabei Kopf- und Bauchgefühl zur Beurteilung mit einbeziehen.)
    Das blödeste wäre, wenn tatsächlich bei deiner gewünschten Hausgeburt die Hebamme einen Arzt/Krankenwagen rufen müsste, und du dann in das nächste Krankenhaus eingeliefert würdest, wo du eigentlich gar nicht hin wolltest. Also 'Plan B' sollte in deiner Vorbereitung durchaus eine Rolle spielen.

    Deine Skepsis gegenüber der Ärzte/Krankenhäuser bzgl. 'Geldmacherei zu unnötigen Behandlungen', sollte aber jetzt nicht deine Sorge sein.
    Du darfst und sollst jetzt egoistisch sein für dein erwartestes Kind + dein erstgeborenes Kind + deinen Mann/Vater der Kinder + Dich = Deine Familie.

    Alles Gute !
    Elfe




    Ja, es ist noch das Gerät von vor ca 2 Jahren.

    Auch wenn das Insulin nur ausfüllt interessiert das die Ärzte Hebammen Versicherungen und Krankenkassen wenig. Sie sehen Insulin in ss als extreme Gefahr vermitteln das auch indem die am liebsten noch vor ET einleiten.

    Das heißt, es macht keinen Unterschied für das Kind oder mich ob ich ss Diabetes mit Ernährung einstellen kann oder mit Insulin noch ein klein wenig nachhelfe?

    Das Wissen aneignen zum Thema Geburt habe ich schob lange vor dieser ss getan, um einmal die letzte Geburt zu verarbeiten und auch bei einer weiteren besser aufgestellt zu sein.

    Ja das mit den Führungen ist mehr Schein als sein, das habe ich schon beim letzten mal erlebt. In dem KH hatte ich auch ein tolles Gefühl, alle waren nett und sympathisch, die Räume sahen schön aus und das Spektrum an geburtspositionen war auch mehr als ausreichend. Das Problem ist einfach, für die Geburtshelfer ist es einfach bequemer wenn Frau auf Rücken liegt. Die denkbar schlechteste geburtsposition die man wählen könnte und wohl keine Frau instinktiv tun würde.

    Viele wissen nicht wie es eigentlich bei einer hausgeburt zugeht. Da ist es nicht so das aus dem nichts Probleme entstehen und dann ganz schnell gehandelt werden muss. Nein, eine erfahrene Hebamme beobachtet dich und erkennt schon frühzeitig dass etwas nicht stimmt und dann entscheidet man sich ggf fürs verlegen, ohne hetz und Not. Ganz normal im Auto mit vorheriger Anmeldung im KH.

    Was mir eher dann sorgen bereitet ist nach der Geburt, sollte doch der ggf unterzucker nicht so leicht einstellbar sein.

    Alles was in der Geburtshilfe schief läuft betrifft mich aber primär. Denn da stecke ich ja mitten drin. Ob nun in der ss oder zur Geburt oder danach ist es ja auch nicht viel besser. Das einzige was mir hilft ist eben Wissen um argumentieren zu können, angst habe ich davor, wenn etwas ist worüber ich mich gar nicht informiert habe. Man könnte es fast als mündliche Prüfung betrachten :D

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 10.08.2016
    am 16.08.2016 08:05:12 | IP (Hash): 997145539
    Elfe schrieb:
    Elfe schrieb:

    Aber sich nur auf Zahlenwerte deines Blutzuckermessgerätes zu verlassen, darf nicht sein !
    Übrigens, hast du noch dein 'altes' von der ersten Schwangerschaft ?
    Auch bei den Messgeräten gibt es technische Fortschritte, lasse dir vom Arzt bitte eines der neuen Generation geben.



    Hallo Rose,
    möchte meinen gestrigen Beitrag bzgl. Blutzuckermessgerät ergänzen.

    Ich musste mein Blutzuckermessgerät austauschen, aufgrund der Information, daß die Herstellung der Sensoren zu meinem 'alten' in absehbarer Zeit eingestellt wird.
    Aber solange ich beide Geräte mit entsprechenden Sensoren zur Verfügung hatte, habe ich eine Testreihe vorgenommen zwischen neu und alt.
    Eine Abweichung bis zu 35 habe ich dabei feststellen können, allerdings zu niedrig vom alten.
    In meinem persönlichen Fall hieß es, daß mein Unterzuckerproblem (kleiner 60) dann doch nicht so dramatisch war.

    Eine eigene Blutzuckerwertbestimmung auf genaue Werte auf 91 oder 94 halte ich aufgrund eines Patienten-Blutzuckermessgerätes als nicht möglich.

    Gruß Elfe



    Aber wie alt war dein altes Messgerät? Ist das auch schon bei 2 Jahre?

    Wenn diese genaue Bestimmung nicht möglich ist, dann wäre es doch vom Arzt sehr unprofessionell aufgrund solcher Werte Insulin anzuordnen oder?
    Wie läuft es denn normalerweise ab? Wenn der Diabetes aufgrund der eigenen Messwerte schlechter wird und man mehr Insulin bräuchte, wird dann auch nur nach den Messwerten gegangen oder blutmessungen vorgenommen?

    Jetzt noch eine andere Frage:
    Mir wurde hier erklärt das nüchtern Werte nicht durch Nahrung beeinflussbar sind. Mit meinem Gerät hatte ich jetzt schon den Eindruck dass wenn ich abends kein Getreide esse meine Nüchternwerte besser sind als mit. Jetzt vorgestern war ein schlechter Tag ich hatte seit dem Frühstück nix gegessen und brauchte ein schnelles essen am Abend. Da sind mir nur die Tiefkühl Pizza Baguettes in die Hände gefallen die ich einfach essen musste. Am Morgen hatte ich dann einen Wert von 85. Nach dem Essen 143. Wenn wir jetzt mal da von ausgehen die Werte würden Stimmen, kann mir das bitte jemand genauer erklären wie das mit dem Nüchternwert ist, damit ich das verstehe?
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    am 16.08.2016 08:33:02 | IP (Hash): 1327987
    Selbst beim echten Labortest ist der einzelne BZ-Wert nicht besonders viel wert. Wenn es dabei auf eine bestimmte Höhe ankommt und eine Messung um plusminus 10% davon abweicht, gilt die nur mit dem Durchschnitt aus einer Reihe von mehreren Messungen unter vergleichbaren Umständen als bestätigt oder eben auch nicht. Ansonsten aus einem mehrstündigen Messzusammenhang wie z.B. beim oGTT.

    Auch für die eigene Steuerung ist der Messzusammenhang über einen Verlauf ausschlaggebend und nicht der einzelne Wert. Wenn ich 70mg/dl messe, muss ich für meine passende Reaktion wissen, ob der letzte Bolus zu der Zeit noch eifrig wirkt oder ob er schon ausgewirkt hat.
    Wenn während der Wirkzeit des Bolus könnte BEI MIR 1BE in den meisten aller Fälle völlig zum Bremsen vor dem Beginn von ner Hypo reichen.
    Wenn nach Wirkauslauf, wäre das ja zwar unten aber in meinem Zielbereich und 1BE würde MICH wieder deutlich über MEINE angestrebte Nüchternwert-Obergrenze von 90 bringen, und ich würde ne Stunde bis 2 weiter wahrscheinlich wieder auf unter 90 korrigieren wollen. Also praktisch mehr Insulin spritzen und mehr essen, als ich eigentlich will.

    Um beurteilen zu können, in welcher Situation man einen Wert misst/gemessen hat, muss man wissen, in welchem Verlaufsbereich in der eigenen Wirkkurve(n) man gemessen hat. Altmodisch kann man die persönlichen (nicht die im Internet!) Wirkkurven von den verschiedenen Nahrungsmitteln und vom jeweils gebrauchten Insulin mit eigenen systematischen Testreihen rausfinden. Neumodisch kann man sich dafür beim Diabetologen ein CGM leihen.


    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
    Bearbeitet von User am 16.08.2016 09:05:36. Grund: Ergänzung
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 17.08.2016 02:23:33 | IP (Hash): 1329236406
    Rose14 schrieb:

    Aber wie alt war dein altes Messgerät? Ist das auch schon bei 2 Jahre?

    Wenn diese genaue Bestimmung nicht möglich ist, dann wäre es doch vom Arzt sehr unprofessionell aufgrund solcher Werte Insulin anzuordnen oder?
    Wie läuft es denn normalerweise ab? Wenn der Diabetes aufgrund der eigenen Messwerte schlechter wird und man mehr Insulin bräuchte, wird dann auch nur nach den Messwerten gegangen oder blutmessungen vorgenommen?

    Jetzt noch eine andere Frage:
    Mir wurde hier erklärt das nüchtern Werte nicht durch Nahrung beeinflussbar sind. Mit meinem Gerät hatte ich jetzt schon den Eindruck dass wenn ich abends kein Getreide esse meine Nüchternwerte besser sind als mit. Jetzt vorgestern war ein schlechter Tag ich hatte seit dem Frühstück nix gegessen und brauchte ein schnelles essen am Abend. Da sind mir nur die Tiefkühl Pizza Baguettes in die Hände gefallen die ich einfach essen musste. Am Morgen hatte ich dann einen Wert von 85. Nach dem Essen 143. Wenn wir jetzt mal da von ausgehen die Werte würden Stimmen, kann mir das bitte jemand genauer erklären wie das mit dem Nüchternwert ist, damit ich das verstehe?



    Hallo Rose,
    mein 'altes' Messgerät war wesentlich älter.
    Wie gesagt, die Herstellung der Sensoren wurde angekündigt eingestellt, und brauchte ein neueres.

    Ich brauche schon lange Insulin, weil meine Bauchspeicheldrüse schleichend den Geist aufgibt, Insulingaben höher werden, der Arzt auf den HbA1c-Wert schaut, ist mit runden 6,5 soweit o.k.
    Die Blutuntersuchungen finden alle 3 Monate statt, die Überprüfung des Messgerätes in der Praxis - wie beschrieben - war so einigermaßen o.k., aber nur ein paar mal und auch nur auf Wunsch von mir bei der MFA.
    Auch habe ich eher ein Unterzuckerproblem, mit ein/zwei Einheiten zuviel geht's schon heftig nach unten, da liegt dann auch das Augenmerk des Arztes drauf.

    Meinen kleinen Test mit Restsensoren mit 'altem' im Vergleich zum neuem Testgerät hat selbst meinen Arzt erstaunt ;-).

    Dein Nüchternwert von 85 ist doch super !
    Nach welcher Zeitspanne nach den Baguettes hast du die 143 gemessen ?
    Dieses Essen ist eigentlich o.k., das Weißmehl (schnell) wird durch Käse (Fett, langsam) gebremst, geht also nicht so schnell ins Blut.
    Eine Mahlzeit braucht Zeit, um sich als Blutzucker messbar bemerkbar zu machen.
    Die Stärke aus dem Baguette muss sich während der Verdauung in Zuckermoleküle aufspalten. Da Fett des Belages schwer verdaulich ist, verzögert sich die Verdauung.
    Eine normale Mahlzeit (Fleisch, Beilage, Gemüse) wird mit ca. 3 h geschätzt, eine 'richtige' Pizza mit bis zu 7 h (heißt bei schnellem Insulin die Menge aufteilen in zwei Portionen - 'Parade'-Beispiel in der Diabetes Schulung).

    Nach einer Mahlzeit also die Verdauungszeit beim Messen berücksichtigen - ev. sogar zweimal messen im zeitlichen Abstand, wenn dir das lieber ist.
    'Abends' keine Kohlenhydrate ist übrigens auch nicht so genau. Wenn du am frühen Abend dein Abendbrot isst, ca. 3 - 4 h vorm Schlafengehen, müsste die Mahlzeit verdaut sein und sollte keinen Einfluss auf den Nüchternwert haben.
    Ein ev. Anstieg am Morgen hat andere Gründe (hormonelle), zeigt sich aber nicht bei jedem Menschen, vielleicht meinte deine Praxis in der Erklärung dieses Phänomen.

    :-) Gruß
    Elfe


    Bearbeitet von User am 17.08.2016 02:27:26. Grund: .
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    am 17.08.2016 11:13:57 | IP (Hash): 1897583369
    @Elfe

    1. auch bei 100 völlig neuen Geräten der selben Marke und des selben Modells würdest Du aus der selben Teststreifen-Packung aus dem selben großen Blutstropfen bei labormäßig 90mg/dl nur einen Teil 90ger Anzeigen bekommen und den großen Rest über einen weiten Bereich von um 75 bis um 105 verstreut.
    Messe selbst mit einem 4 Jahre alten Gerät. Wollte das nicht zuletzt wg des moderneren Designs vor 1 Jahr mit einem neuen ersetzten. Das liegt seitdem hier sehr wenig gebraucht im Schub, weil es bei vergleichenden Testreihen recht regelmäßig 10% weniger (Korrektur: hier hate ich fälschlich mehr geschrieben) als das alte Gerät angezeigt hat.

    2. die Verstoffwechselung von gegessenen KHs bis zur Übergabe der Glukose daraus ins Blut hat ihre mengenmäßige Spitze bis um etwa 1 Stunde nach dem Essen erreicht und ist 2 bis in seltenen Fällen allerspätestens 3 Stunden nach dem Essen vollständig durch.
    Dabei gelangt nur ein Bruchteil der aufgenommen Glukose sofort über die Leber hinaus in den Ganzkörper-Kreislauf und der Rest gesund nach Bedarf bis zum persönlichen Nüchtern-BZ und diabetisch gestört eben praktisch beliebig hoch darüber hinaus.

    3. die Glukose für die Aufrechterhaltung eines gesunden Blutzuckerverlaufs auch während mehrstündiger bis mehrtägiger Fastenzeiten kommt vorwiegend aus der Aufbereitung von Eiweiß im Rahmen der Glukoneogenese in Leber und Nieren https://de.wikipedia.org/wiki/Gluconeogenese
    Bei gesunder Leistung werden so in 24 Stunden 160-200g Glukose hergestellt, diabetisch fehlgesteuert locker das Doppelte und noch mehr.

    Wenn ich meinen BZ mit messen-spritzen-essen steuern würde, hätte ich vielleicht 4 von 24 Stunden einen völlig gesunden und 6,5-7 beim HBA1c.
    Dass ich mir tatsächlich alltäglich 20 von 24 Stunden im völlig gesunden Rahmen mache, und die restlichen 4 meistens nicht nennenswert weit darüber hinaus, und das völlig ohne nennenswerte Hypo-Anfänge und völlig ohne richtige Hypos mit Schwitzen und Zittern usw. liegt schlicht daran, dass ich nicht vor, sondern nach dem Essen messe, und zwar dann, wenn die meiste Wirkung vom Essen und dem dafür gespritzten Insulin durch ist. DANN kann ich super sehen, ob mein BZ bis in den Unterzuckerbereich absinken will und Zeit ist, dieses Absinken mit einer kleinen Belohnung (Obst oder leckere Süßigkeit) zu stoppen, oder ob er so viel höher über dem angestrebten Bereich verläuft, dass ich für das nächste ähnliche Essen mehr Bolus spritzen müsste. Oder sogar so hoch, dass er ohne etwas Nachspritzen nicht einmal mehr in den Nähe von meinem Zielbereich kommt.

    Für Deinen Geschmack vielleicht ein bisschen ausführlich, aber mein alltäglicher Zielbereich ist genau der, der in der Schwangerschaft mehr oder weniger dringend empfohlen wird.


    ----------------------------------------------
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    Bearbeitet von User am 17.08.2016 18:29:21. Grund: Korrektur
  • Elfe

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    am 18.08.2016 01:25:02 | IP (Hash): 1745904375
    Hallo Jürgen,
    bin mit deinen Thesen nach wie vor überkreuz.

    Mag daran liegen, daß du Typ 2 und ich Typ 1er bin, andere Schulungen hatte und mich eigentlich normal ernähre, nicht nach der deiner Rohkost, KH-armen.
    Deiner Organ-Leber-These mag ich auch nicht folgen.
    Warum sollten Kohlenhydrate den Umweg über die Leber nehmen, wenn schon im Verdauungstrakt Glukose über die Magen-/Darmwand - die ersten sogar über die Mundschleimhaut - in den Blutkreislauf übergehen ?
    Die Zeitangaben zum Übergang von KHs sind definitiv zu kurz.
    Das kennt eigentlich jeder Mensch - über das Sättigungsgefühl. Ein Stück Fleisch mit Pommes oder Vollkornbrot mit Käse brauchen wesentlich länger zur Verdauung als ein weißes Brötchen mit Marmelade, die Diabetiker tunlichst lassen sollen, weil eben die Spitze innerhalb 1 h erfolgt.
    Auch messe ich vor der Mahlzeit den Blutzucker und kann ggf. eine Korrektur zum Mahlzeiteninsulin hinzu geben.
    -----------------
    Liebe Rose,
    jetzt haben wir dich total verwirrt, tut mir sehr leid !
    Mit einem Insulin-Mangel muss ich zu jeder Mahlzeit Kohlenhydrate schätzen und entsprechend schnelles Insulin spritzen. Das schnelle Insulin bedeutet, daß es 3 h (bis zu 4 h) wirkt.
    Und um die Mahlzeiten einschätzen zu können, war in den Schulungen auch die Verdauung Thema.
    Manches Essen dauert deutlich länger als die Wirkungszeit des Insulins. Eine normale Mahlzeit - wie beschrieben - wird mit 3 h geschätzt.

    In diesem Forum siehst du ganz gegensätzliche Ansichten von Diabetikern, die auch noch unterschiedlich sind innerhalb der groben Einteilung Typ 1 (Insulin-Mangel) und Typ 2 (Insulin-Wirkung), wobei die Schwangerschaftsdiabetes auch schon wieder etwas anderes ist.

    Gestern hatte ich dir eine verhältnismäßig frühe Abendessenzeit - mit KHs - geraten.
    Ein guter Sattmacher als Zwischenmahlzeit ist Eiweiß: z.B. als Naturjoghurt mit Einrühren von ein paar Tropfen flüssigen Süßstoff, oder eingeschnibbeltes Obst, oder 1 Teelöffel Marmelade.
    Naturjoghurt mit (gefriergetrocknete) Kräuter einrühren zu Kartoffeln gehört auch zu meinen bevorzugten Essen.
    Kann auch nicht ohne Kohlenhydrate ;-)

    Gruß Elfe
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 18.08.2016 08:15:23 | IP (Hash): 22248384
    Elfe schrieb:
    Deiner Organ-Leber-These mag ich auch nicht folgen.
    Warum sollten Kohlenhydrate den Umweg über die Leber nehmen, wenn schon im Verdauungstrakt Glukose über die Magen-/Darmwand - die ersten sogar über die Mundschleimhaut - in den Blutkreislauf übergehen ?


    "Nährstoffe, die aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden, gelangen über die Pfortader (Vena portae) zur Leber und werden dann von dieser je nach Bedarf ans Blut abgegeben oder aus dem Blut entfernt." Hier z.B. zu lesen https://de.wikipedia.org/wiki/Leber Es gibt keinen Weg an der Leber vorbei und keine Autobahn da durch. Sondern ALLE Nahrung wird IN der Leber bearbeitet und VON der Leber in den Ganzkörper-Umlauf gegeben.
    Die Idee, dass Glukose schon in nennenswertem Umfang durch die Mundschleimhaut aufgenommen würde, ist ein alter Mythos, der wie weitere Mythen zwar weiter durch die DDG Schulungen geistert, aber keinen systematischen Nachmessungen standhält.

    ----------------------------------------------
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    Bearbeitet von User am 18.08.2016 08:17:10. Grund: Ergänzung
  • Elfe

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    am 19.08.2016 00:39:57 | IP (Hash): 1745904375
    Hallo Jürgen,
    dein Link und fast alles was man zur Kohlenhydrataufnahme im www finden kann, betrifft immer die Aufspaltung einer komplexen Nahrung, die über Enzyme aufgespalten wird.
    Daß eine Aufspaltung von Stärke über das Enzym Amylase schon im Mund stattfindet, zeigt ein kleiner Versuch: Ein Stück weißes Brötchen/Baguette kauen, kauen, kauen - und dann schmeckt 's auf einmal süß.

    Wenn ich aber puren Traubenzucker in einer Unterzuckersituation zerkaue und schlucke, ist innerhalb von ein paar Minuten eine Besserung der Symptome schon spürbar, nach ein paar weiteren auch im Blutzucker selbst messbar, Transport bis in die Fingerkuppe braucht ja auch Zeit.
    Ob nun ein Teil des Traubenzuckers über die Mundschleimhaut aufgenommen wird (da streiten sich die Gelehrten) oder im oberen Teil des Dünndarms, sei dahin gestellt. Ein Umweg über die Leber erscheint mir aus beschriebenen zeitlichen Gründen als nicht wahrscheinlich.

    Hier noch zum Lesen:
    Einfachzucker werden auch schon über die Darmwand aufgenommen -
    http://www.medizin-kompakt.de/anatomie/stoffwechsel/kohlenhydrate/aufnahme-resorption

    Verdauungszeit einer Mahlzeit ca. drei Stunden, als Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag -
    http://www.medizin-fuer-kids.de/bibliothek/koerperfunktionen/verdauungssystem.htm

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 19.08.2016 00:42:48. Grund: .
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    am 19.08.2016 09:22:12 | IP (Hash): 492696425
    hjt_Jürgen schrieb:
    Selbst beim echten Labortest ist der einzelne BZ-Wert nicht besonders viel wert. Wenn es dabei auf eine bestimmte Höhe ankommt und eine Messung um plusminus 10% davon abweicht, gilt die nur mit dem Durchschnitt aus einer Reihe von mehreren Messungen unter vergleichbaren Umständen als bestätigt oder eben auch nicht. Ansonsten aus einem mehrstündigen Messzusammenhang wie z.B. beim oGTT.

    Auch für die eigene Steuerung ist der Messzusammenhang über einen Verlauf ausschlaggebend und nicht der einzelne Wert. Wenn ich 70mg/dl messe, muss ich für meine passende Reaktion wissen, ob der letzte Bolus zu der Zeit noch eifrig wirkt oder ob er schon ausgewirkt hat.
    Wenn während der Wirkzeit des Bolus könnte BEI MIR 1BE in den meisten aller Fälle völlig zum Bremsen vor dem Beginn von ner Hypo reichen.
    Wenn nach Wirkauslauf, wäre das ja zwar unten aber in meinem Zielbereich und 1BE würde MICH wieder deutlich über MEINE angestrebte Nüchternwert-Obergrenze von 90 bringen, und ich würde ne Stunde bis 2 weiter wahrscheinlich wieder auf unter 90 korrigieren wollen. Also praktisch mehr Insulin spritzen und mehr essen, als ich eigentlich will.

    Um beurteilen zu können, in welcher Situation man einen Wert misst/gemessen hat, muss man wissen, in welchem Verlaufsbereich in der eigenen Wirkkurve(n) man gemessen hat. Altmodisch kann man die persönlichen (nicht die im Internet!) Wirkkurven von den verschiedenen Nahrungsmitteln und vom jeweils gebrauchten Insulin mit eigenen systematischen Testreihen rausfinden. Neumodisch kann man sich dafür beim Diabetologen ein CGM leihen.


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    Vielen Dank für die Erklärung, dass war mir tatsächlich nicht klar, dass selbst blutmessungen nicht ganz genau sind.
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    am 19.08.2016 09:32:59 | IP (Hash): 492696425
    Elfe schrieb:
    [

    Hallo Rose,
    mein 'altes' Messgerät war wesentlich älter.
    Wie gesagt, die Herstellung der Sensoren wurde angekündigt eingestellt, und brauchte ein neueres.

    Ich brauche schon lange Insulin, weil meine Bauchspeicheldrüse schleichend den Geist aufgibt, Insulingaben höher werden, der Arzt auf den HbA1c-Wert schaut, ist mit runden 6,5 soweit o.k.
    Die Blutuntersuchungen finden alle 3 Monate statt, die Überprüfung des Messgerätes in der Praxis - wie beschrieben - war so einigermaßen o.k., aber nur ein paar mal und auch nur auf Wunsch von mir bei der MFA.
    Auch habe ich eher ein Unterzuckerproblem, mit ein/zwei Einheiten zuviel geht's schon heftig nach unten, da liegt dann auch das Augenmerk des Arztes drauf.

    Meinen kleinen Test mit Restsensoren mit 'altem' im Vergleich zum neuem Testgerät hat selbst meinen Arzt erstaunt ;-).

    Dein Nüchternwert von 85 ist doch super !
    Nach welcher Zeitspanne nach den Baguettes hast du die 143 gemessen ?
    Dieses Essen ist eigentlich o.k., das Weißmehl (schnell) wird durch Käse (Fett, langsam) gebremst, geht also nicht so schnell ins Blut.
    Eine Mahlzeit braucht Zeit, um sich als Blutzucker messbar bemerkbar zu machen.
    Die Stärke aus dem Baguette muss sich während der Verdauung in Zuckermoleküle aufspalten. Da Fett des Belages schwer verdaulich ist, verzögert sich die Verdauung.
    Eine normale Mahlzeit (Fleisch, Beilage, Gemüse) wird mit ca. 3 h geschätzt, eine 'richtige' Pizza mit bis zu 7 h (heißt bei schnellem Insulin die Menge aufteilen in zwei Portionen - 'Parade'-Beispiel in der Diabetes Schulung).

    Nach einer Mahlzeit also die Verdauungszeit beim Messen berücksichtigen - ev. sogar zweimal messen im zeitlichen Abstand, wenn dir das lieber ist.
    'Abends' keine Kohlenhydrate ist übrigens auch nicht so genau. Wenn du am frühen Abend dein Abendbrot isst, ca. 3 - 4 h vorm Schlafengehen, müsste die Mahlzeit verdaut sein und sollte keinen Einfluss auf den Nüchternwert haben.
    Ein ev. Anstieg am Morgen hat andere Gründe (hormonelle), zeigt sich aber nicht bei jedem Menschen, vielleicht meinte deine Praxis in der Erklärung dieses Phänomen.

    :-) Gruß
    Elfe




    Die 143 habe ich etwa eine Stunde nach dem essen gemessen. Also nicht so optimal. Aber auch noch nicht so schlecht, denn in meiner letzten ss war der Wert nach einer Pizza um die 160 also deutlich schlechter.

    Das mit der Verdauungszeit ist natürlich interessant aber wie das dann bei mir später in der ss ausschaut weiß ich nich nicht, da ja in der letzten ne Pizza für mich nicht so gut war.

    Jetzt habe ich die letzten 5 Tage tatsächlich Nüchternwerte immer unter 90 gehabt, sogar zwischen 82 und 85. Scheinbar normalisiert sich das ganze wieder etwas... Habe ja jetzt dann die kritischen ersten 3 Monate bald rum. Vielleicht hat das auch damit zu? Obwohl ich im Netz was gelesen habe, dass die erste Zeit der Blutzucker niedriger sein sollte... Hmm war bei mir jetzt eher umgekehrt...

    Das heißt zwar nicht dass es so bleibt aber ich freu mich trotzdem :)
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    am 19.08.2016 13:30:00 | IP (Hash): 58825109
    Elfe schrieb:
    Hallo Jürgen,
    dein Link und fast alles was man zur Kohlenhydrataufnahme im www finden kann, betrifft immer die Aufspaltung einer komplexen Nahrung, die über Enzyme aufgespalten wird.
    Daß eine Aufspaltung von Stärke über das Enzym Amylase schon im Mund stattfindet, zeigt ein kleiner Versuch: Ein Stück weißes Brötchen/Baguette kauen, kauen, kauen - und dann schmeckt 's auf einmal süß.

    Wenn ich aber puren Traubenzucker in einer Unterzuckersituation zerkaue und schlucke, ist innerhalb von ein paar Minuten eine Besserung der Symptome schon spürbar, nach ein paar weiteren auch im Blutzucker selbst messbar, Transport bis in die Fingerkuppe braucht ja auch Zeit.
    Ob nun ein Teil des Traubenzuckers über die Mundschleimhaut aufgenommen wird (da streiten sich die Gelehrten) oder im oberen Teil des Dünndarms, sei dahin gestellt. Ein Umweg über die Leber erscheint mir aus beschriebenen zeitlichen Gründen als nicht wahrscheinlich.

    Hier noch zum Lesen:
    Einfachzucker werden auch schon über die Darmwand aufgenommen -
    http://www.medizin-kompakt.de/anatomie/stoffwechsel/kohlenhydrate/aufnahme-resorption


    Bin immer wieder begeistert, wenn mir jemand mit so ner tollen Steilvorlage widerspricht :)

    Im Link steht eindeutig:
    Verdauen beginnt im Mund und geht weiter durch Magen und Darm und bedeutet im Medizinsprech in so kleine Bestandteile zerlegen, dass die durch die Darmwand aufgenommen=resorbiert werden können.
    Resorbtion=Aufnahme erfolgt in nennenswerter Menge nirgendwo vorher, sondern (Zitat wörtlich!) "durch die Darmwand mit Weitertransport über die Pfortader zur Leber - dort findet der eigentliche Stoffwechsel statt".
    Um welche Mengen und Geschwindigkeiten es dabei geht finden wir hier
    http://www.internisten-im-netz.de/de_leber-allgemeines_848.html
    schrieb:
    Die etwa 1,5 Kilogramm schwere Leber ist die größte Drüse und das zentrale Organ für den Stoffwechsel des Körpers. In ihr werden lebenswichtige Nährstoffe gespeichert und das Blut von Giftstoffen befreit. Knapp 2.000 Liter Blut werden jeden Tag durch die Leber gepumpt, das entspricht 1,5 Liter pro Minute. Dies bedeutet, dass das Gesamtblutvolumen täglich 350- bis 500-mal durch die Leber fließt.




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    Bearbeitet von User am 19.08.2016 13:31:12. Grund: Ergänzung
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    am 21.08.2016 10:05:18 | IP (Hash): 2000489680
    Rose14 schrieb:
    Die 143 habe ich etwa eine Stunde nach dem essen gemessen. Also nicht so optimal. Aber auch noch nicht so schlecht, denn in meiner letzten ss war der Wert nach einer Pizza um die 160 also deutlich schlechter.
    Jetzt habe ich die letzten 5 Tage tatsächlich Nüchternwerte immer unter 90 gehabt, sogar zwischen 82 und 85. Scheinbar normalisiert sich das ganze wieder etwas... Habe ja jetzt dann die kritischen ersten 3 Monate bald rum. Vielleicht hat das auch damit zu? Obwohl ich im Netz was gelesen habe, dass die erste Zeit der Blutzucker niedriger sein sollte... Hmm war bei mir jetzt eher umgekehrt...
    Das heißt zwar nicht dass es so bleibt aber ich freu mich trotzdem :)


    Hallo Rose,

    ich hoffe, dass du von Zeit zu Zeit noch hier in deinen Thread reinschaust, auch wenn die beiden ihn für ihre Diskussionen missbrauchen, die mit deiner Situation kaum etwas zu tun haben. Du brauchst dir auch keinen Angst um dein BZ-Testgerät einjagen zu lassen. Wenn du damit gut durch deine erste SS gekommen bist, dann nimm es weiter. Bei einem neuen Gerät kannst du genauso gut ein schlechteres erwischen. Wenn es ein Markengerät ist - davon gehe ich mal aus - dann erfüllte es auf jeden Fall auch Anforderungen, die unterdessen leicht verschärften wurden.

    Ich freue mich für dich, dass deine Werte sich wieder etwas normalisiert haben und drücke die Daumen, dass sie auch in Zukunft nicht viel weiter nach oben gehen. In der Tat könntest du bei einer eiweißreichen- oder fettreichen Mahlzeit mal stichprobenweise nach einer weiteren halben Stunde nachsehen, ob dein BZ dann weiter angestiegen ist oder nicht. Wenn nicht, dann kannst du davon ausgehen, dass die 143 wirklich ungefähr die Spitze gewesen sind. Solche kurzzeitigen geringen Überschreitungen des Zielwertes nach der Mahlzeit würden auch in der zweiten SS-Hälfte nicht problematisch sein. Die BSD deines Babys soll ja arbeiten, nur eben nicht über lange Zeit auf Volllast. Bei Überschreitung des Nüchternzielwertes geht man davon aus, dass der BZ über längere Zeit zu hoch verläuft. Deshalb ist das kritischer zu sehen, als die Überschreitungen nach den Mahlzeiten. Wenn du deine Mahlzeitwerte in der ersten SS mit der Ernährung gut im Griff behalten konntest, dann wird dir das bestimmt in dieser SS auch wieder gelingen.

    Hier habe ich übrigens noch eine interessante Fachdsisskussion innerhalb der DDG zum SS-Diabetes:
    http://www.diabetologie-online.de/a/1783814
    Der Autor spricht genau die zwei Punkte an, die auch dir auf der Seele brennen dürften - ob Insulin um jeden Preis sein muss und die Betrachtung jeder Geburt bei SS mit Insulinbehandlung als schwerer Fall. Er sieht deshalb Schulungsbedarf bei seinen Kollegen, um Übertherapie zu vermeiden. Du siehst, dass es richtig ist, dass du dir deine eigenen Gedanken machst und nicht nur blind auf deine Ärzte vertraust.

    Alles Gute, Rainer
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    Aber natürlich! Warum blind auf Ärzte vertrauen?
    Es gibt ja schließlich Rainer!!
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    Hallo EH,

    ich würde auch keinen Arzt vertrauen und immer eine zweite oder auch dritte Meinung
    einholen, auch von Rainer.

    Gruß Wolle
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