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Schwangerschaftsdiabetes
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am 27.09.2016 11:22:26 | IP (Hash): 199394826
Steffi1980 schrieb:
Aber psychisch belastet hat mich das nicht. Vielleicht, weil die Diabetes damals für mich nichts unbekanntes war.
Was gut oder schlecht gelaufen ist? Auf die Diabetes bezogen? Da fand ich mich immer gut aufgehoben. Das würde ich sofort wieder machen. Auch die Kaiserschnitte, auch wenn ich jedem davon abraten, der die Wahl hat. Ich hätte spontan geboren und habe das auch so mit meinem Gyn abgesprochen. Aber das Risiko war mir zu hoch. Es ist alles gut gegangen, also würde ich es genau so wieder machen. Und ich sehe in Ärzten auch nur Menschen, die eben das Beste geben, aber nicht alles beeinflussen können.
Für mich kam es schon sehr unerwartet, ehrlich gesagt, habe ich überhaupt nicht damit gerechnet.
Ich meinte eigentlich mehr so das Gesamtbild. Schwangerschaft, Geburt und Betreuung deiner Kinder und auch deine Betreuung nach der Geburt.
Darf ich fragen, was für Risiken du befürchtet hattest, bei einer natürlichen Geburt? -
am 27.09.2016 11:24:13 | IP (Hash): 199394826
Rainer schrieb:
Hallo Rose,
ergänzend zu Steffis Antworten, ich möchte dich noch mal bezüglich der Unterzuckerungen etwas beruhigen. Es ist richtig, dass du mit den wenigen Einheiten Basalinsulin so gut wie nicht gefährlich unterzuckern kannst. Bei den 8 Einheiten, die über ca. 12 Stunden wirken, sind das weniger als 1 IE pro Stunde. Selbst wenn das in manchen Situationen etwas zu viel wäre, könnte deine Leber es mit entsprechender Glukoseausgabe gut ausgleichen. Bei Kurzzeitinsulin in einer höheren Dosis ist die Gefahr von Hypos natürlich größer.
Die andere Frage spannende Frage, inwiefern Unterzuckerungen deinem Baby schaden können, siehst du richtig. Deine Unterzuckerungen, solange es keine schweren Unterzuckerungen mit Wegtreten sind, schaden dem Baby nicht. Das liegt einmal daran, dass das Baby seinen BZ selbst reguliert. Bei zu niedrigem BZ wird die Leber des Babys die gespeicherte Glukose ausgeben und damit seinen eigene BZ so gut wie möglich regulieren.
Es gibt aber noch eine andere Regelung die dein Baby vor Unterzuckerung schützt. Deine eigenen Zellen werden nämlich in so einem Fall insuliresistent geschaltet, so dass sie nur wenig Glukose aus dem Blut fischen, damit genug davon bei deinem Baby ankommt. Das ist das Standardbeispiel für physiologische Insulinresistenz, die nichts mit der krankhaften, der pathologischen Insulinresistenz zu tun hat. Diese physiologisch Insulinresistenz stellt sicher, dass dein Baby ausreichend mit Glukose versorgt wird, selbst wenn sie bei dir mal etwas knapp werden sollte.
LG Rainer
Hallo Rainer,
danke dir, wieder mal was gelernt. Schritt für Schritt Richtung Ziel :) -
am 27.09.2016 14:18:06 | IP (Hash): 1867080128
Rose14 schrieb:
Steffi1980 schrieb:
Ich meinte eigentlich mehr so das Gesamtbild. Schwangerschaft, Geburt und Betreuung deiner Kinder und auch deine Betreuung nach der Geburt.
Darf ich fragen, was für Risiken du befürchtet hattest, bei einer natürlichen Geburt?
Betreuung während der 1. Schwangerschaft war normal. Nicht zuviel, völlig angemessen. Bei der Geburt ebenfalls und danach auch. Ich bin nach 48 Stunden eh nach Hause.
Bei der zweiten wurde ich quasi überbetreut. Die haben sich alle wahnsinnig Mühe gegeben, ich war ab der 30. Woche dreimal die Woche zur Untersuchung, ich wurde über alles aufgeklärt. Für mein Kind war das okay, für mich selbst fast schon zuviel. Bei der Geburt war eine Verwandte mit im OP, weil trotz geplantem Termin das ganze doch eher gemacht wurde, weil dem Arzt die Herztöne nicht gefielen. Mein Mann war da gerade weg (normal hätte er noch Zeit gehabt). Im Op waren alle super da ich von der PDA aber mega Kopfschmerzen bekommen habe, wurde ich danach abgeschossen. Mein Sohn war da aber schon geboren. Es wurde alles unternommen, damit ich zu meinem Sohn konnte. Der lag nämlich nicht in der gleichen Klinik.
Bei meiner dritten Schwangerschaft haben die mich auch von Anfang an zu sehr verhätschelt. Ich steh da nicht so drauf. Ich hatte eine Risikoschwangerschaft, ok, es wurde öfter untersucht, ok. Aber ich war nur schwanger. Nicht totkrank. Teilweise hatte ich aber das Gefühl behandelt zu werden, wie ein rohes Ei.
Bei der Geburt lief es ähnlich wie bei meinem Sohn. Da hatte ich dann Kreislauf. Dass meine Tochter nicht atmet, haben sie mir im OP nicht gesagt. Erst als alles wieder gut war und ich oben. Ich bekam lediglich die Info, dass sie in die Kinderklinik muss.
Aber für mich ist das alles eben ein KH Aufenthalt gewesen. Rein gehen, Kind bekommen, raus. Fertig. Besondere Betreuung habe ich da nicht erwartet.
Letzten Monat habe ich meine Gebärmutter entfernt bekommen, da waren sie auch schon fast nervig mit dem betüdeln. Ich möchte am liebsten in Ruhe gelassen werden.
Für mich war das aber auch nie was super besonderes im Kontext der Behandlung. Dass ich schwanger war und ein Baby bekommen, war für mich selber natürlich das Größte. Aber ich habe keine Samthandschuhe erwartet.
Was ich bei der spontanen Geburt befürchtet habe? Erstmal nix. Ich wollte ja eine spontane Geburt. Da aber auch sie mit dem Geburtsgewicht hoch war, ich schon einen Kaiserschnitt hatte und meine Diabetes schwer zu regulieren war in der dritten, hat mein Gyn mir das nahegelegt, um Risiken zu minimieren und Evenualit auszuschließen. Also habe ich zugestimmt. Da bei Geburtstermin ein Gewicht von 5000g zu erwarten war, war ich jetzt auch nicht unbedingt scharf darauf, eine spontane Geburt zu erzwingen
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am 27.09.2016 16:33:11 | IP (Hash): 199394826
Steffi1980 schrieb:
Rose14 schrieb:
Steffi1980 schrieb:
Ich meinte eigentlich mehr so das Gesamtbild. Schwangerschaft, Geburt und Betreuung deiner Kinder und auch deine Betreuung nach der Geburt.
Darf ich fragen, was für Risiken du befürchtet hattest, bei einer natürlichen Geburt?
Betreuung während der 1. Schwangerschaft war normal. Nicht zuviel, völlig angemessen. Bei der Geburt ebenfalls und danach auch. Ich bin nach 48 Stunden eh nach Hause.
Bei der zweiten wurde ich quasi überbetreut. Die haben sich alle wahnsinnig Mühe gegeben, ich war ab der 30. Woche dreimal die Woche zur Untersuchung, ich wurde über alles aufgeklärt. Für mein Kind war das okay, für mich selbst fast schon zuviel. Bei der Geburt war eine Verwandte mit im OP, weil trotz geplantem Termin das ganze doch eher gemacht wurde, weil dem Arzt die Herztöne nicht gefielen. Mein Mann war da gerade weg (normal hätte er noch Zeit gehabt). Im Op waren alle super da ich von der PDA aber mega Kopfschmerzen bekommen habe, wurde ich danach abgeschossen. Mein Sohn war da aber schon geboren. Es wurde alles unternommen, damit ich zu meinem Sohn konnte. Der lag nämlich nicht in der gleichen Klinik.
Bei meiner dritten Schwangerschaft haben die mich auch von Anfang an zu sehr verhätschelt. Ich steh da nicht so drauf. Ich hatte eine Risikoschwangerschaft, ok, es wurde öfter untersucht, ok. Aber ich war nur schwanger. Nicht totkrank. Teilweise hatte ich aber das Gefühl behandelt zu werden, wie ein rohes Ei.
Bei der Geburt lief es ähnlich wie bei meinem Sohn. Da hatte ich dann Kreislauf. Dass meine Tochter nicht atmet, haben sie mir im OP nicht gesagt. Erst als alles wieder gut war und ich oben. Ich bekam lediglich die Info, dass sie in die Kinderklinik muss.
Aber für mich ist das alles eben ein KH Aufenthalt gewesen. Rein gehen, Kind bekommen, raus. Fertig. Besondere Betreuung habe ich da nicht erwartet.
Letzten Monat habe ich meine Gebärmutter entfernt bekommen, da waren sie auch schon fast nervig mit dem betüdeln. Ich möchte am liebsten in Ruhe gelassen werden.
Für mich war das aber auch nie was super besonderes im Kontext der Behandlung. Dass ich schwanger war und ein Baby bekommen, war für mich selber natürlich das Größte. Aber ich habe keine Samthandschuhe erwartet.
Was ich bei der spontanen Geburt befürchtet habe? Erstmal nix. Ich wollte ja eine spontane Geburt. Da aber auch sie mit dem Geburtsgewicht hoch war, ich schon einen Kaiserschnitt hatte und meine Diabetes schwer zu regulieren war in der dritten, hat mein Gyn mir das nahegelegt, um Risiken zu minimieren und Evenualit auszuschließen. Also habe ich zugestimmt. Da bei Geburtstermin ein Gewicht von 5000g zu erwarten war, war ich jetzt auch nicht unbedingt scharf darauf, eine spontane Geburt zu erzwingen
Welche Risiken oder Eventualitäten wären das gewesen? Sorry wenn ich so nachhake..
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am 27.09.2016 17:19:36 | IP (Hash): 1867080128
Hab ich dich geschrieben.
Unterzuckerung des Kindes, Unterzuckerung bei mir, schwere Geburt durch hohes Geburtsgewicht, je länger der Tag dauert, desto höher das Gewicht meine Symphyse hatte mir die letzten Wochen einige Schwierigkeiten gemacht, so dass ein zusätzliches Schmerzproblem hätte werden können.
Das ist das was ich behalten habe. Letztendlich hat mich der Arzt beraten und ich habe ihm vertraut, ansonsten wäre ich dort auch nicht in Behandlung gewesen. Und ich wollte das Risiko so gering wie möglich halten. -
am 20.02.2017 10:52:50 | IP (Hash): 2087968183
Ich wollte euch mal auf den neuesten Stand bringen.
Bin jetzt in der 39 ssw. Ich habe keinen ogtt test machen lassen sondern immer nur schön selbst gemessen.
Als kleine Zusammenfassung. Meine Hebamme hat immer mal wieder den HbA1c-Wert genommen der immer bei 4,9- 5,0 war. Also absolut super. Mir ist in der gesamten Schwangerschaft aufgefallen, dass es Wochen gab in denen mein Zucker extrem schwankte und kaum regulierbar war. Das war vorallem um die 20.ssw und um die 30 ssw. Hier haben bei mir die Werte ziemlich genau jeweils 2 Wochen gesponnen. Da hatte ich erhöhte Nüchternwerte allerdings nur einmal über 100 ansonsten meist zwischen 90 und 100. Die Werte nach dem essen waren aber niemals höher als 140.
Nach diesen 2 Wochen war der Spuk vorbei und die Werte hatten sich auf nüchtern unter 90 eingependelt.
Seit ungefähr 2 Monaten habe ich sogar vorzeige Nüchternwerte zwischen 75 und max 85.
Ich komme mittlerweile zu dem Fazit dass mir in der ersten ss der ogtt das "Genick" gebrochen hat. Mein Körper hat diesen Belastungstest einfach nicht vertragen und vermutlich dadurch einen Diabetes entwickelt. Wie ich darauf komme? In meiner ersten ss habe ich mich tatsächlich gesunder und Kohlenhydrat bzw Zucker technisch besser ernährt als in dieser ss. Seit geraumer Zeit mache ich in dieser ss auch schon keinen Sport mehr. Radl fahren ist wegen Bauch einfach schon lange nicht mehr möglich und für anderen Sport habe ich keine Zeit.
Meiner Hausgeburt steht somit nichts im Wege. -
am 20.02.2017 11:07:10 | IP (Hash): 1785697032
Danke für Update! Glückwusch zum bisherigen guten Gelingen und Daumendrück für's weitere :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 20.02.2017 17:38:15 | IP (Hash): 625555447
Rose14 schrieb:
Meiner Hausgeburt steht somit nichts im Wege.
Hallo Rose,
das freut mich sehr. :=)
Alles Gute für dich und dein Baby, Rainer
Bearbeitet von User am 20.02.2017 23:17:04. Grund: .