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Schwangerschaftsdiabetes

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    am 11.08.2016 13:54:10 | IP (Hash): 199394826
    TypEinser schrieb:
    Hallo Rose14!

    Das mit den "Nebenwirkungen" und "gespritztes Insulin löst bei Kindern Diabetes aus" stand mal auf der recht unseriösen Seite "Gesundheit / Aufklärung / Zentrum".

    Das wurde auf Betreiben mehrer moderierter Foren von der Seiten genommen – schlicht und einfach es es absolut nicht stimmt.

    Und das mit der Hausgeburt finde ich Klasse!


    PS. Der Unsinn ist wieder online... am Besten ist der Teil mit "die Bauchspeicheldrüse muss sich erst einarbeiten" und der Teil mit der "verätzten Bauschspeicheldrüse".
    Ich glaube jetzt wirklich nicht, dass Du solche Sachen konsumierst.
    Dafür machst Du Dir wirklich zu ernste Gedanken.



    Hallo TypEinser,

    vielen Dank für deine Aufklärung. Ja, das die Seite unseriös ist mir bekannt, wie ich das gelesen hab, wohl noch nicht und hat sich dann in mein Hirn eingebrannt. Hatte schon nen ganz schlechtes Gewissen, weil ich ja laut dieser Seite mein erstes Kind bereits dann gefährdet hätte. Aber wenn das nicht so ist, ist es um so besser :))
    Wieder was gelernt. :)

    Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
    Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?
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    am 11.08.2016 14:09:53 | IP (Hash): 199394826
    hjt_Jürgen schrieb:
    Nein, auch Deine Stresshormone kommen nicht zu Deinem Kind durch. Aber die machen Dich unruhig, und diese Unruhe durchzieht Deinen ganzen Körper und überträgt sich so selbstverständlich auch auf das Kind.

    Das mit der Hormon-Barriere/Schwelle ist übrigens ein bisschen gemein, denn von Deinem Kind zu Dir ist sie wohl voll durchlässig, und so können die Kleinen manche Fehlsteuerung bei ihren Müttern verursachen, die die Ärzte sich aus den Befunden der Mütter beim besten Willen nicht erklären und dann halt nur an den Haaren herbei ziehen können :(

    Apropos 30mg/dl beim Neugeborenen:
    Für Erwachsene Nichtdiabetiker gilt 50mg/dl als Unergrenze Normal-BZ. Manche fangen schon bei 60 an, sich leicht angetrunken oder unruhig und meistens auch hungrig zu fühlen. Je tiefer der BZ sinkt, umso mehr, wobei die einen bei 30 noch kaum auffallen und noch alles selbst tun und sagen können, während andere da schon nicht mehr so recht ansprechbar sind.
    Beim Neugeborenen gilt 36mg/dl als Untergrenze des gesunden BZ, 30 also in der Art zwar beschwerlich wie bei Nichtdiabetikern vielleicht 40-50, aber nicht gefährlich. Zudem ist der Neugeborenen-Stoffwechsel noch direkt auch ketogen eingestellt, kann also gleichermaßen und parallel Fett wie Glukose zu seiner Versorgung nutzen.

    Will nicht sagen, dass die da bei Euch im kranken Haus alles richtig gemacht haben, nur, dass es nicht so auf den letzten Drücker war, wie es sich Dir dargestellt hat.


    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.



    Hallo Jürgen,

    das mit den Hormonen wird ja immer gerne anders erzählt, von den unterschiedlichsten Stellen. Danke, dass du mich da aufgeklärt hast. Was mir allerdings bewusst war, dass das Kind Hormone an mich weiterleiten kann. Das Kind entscheidet nämlich, wann die Geburt beginnt. Das Wehen Hormon wird nämlich vom Kind produziert (bzw. es beginnt den Prozess, ich bin mir gerade nicht sicher, ob es tatsächlich Wehen produziert oder nur ein Hormon ausschüttet das bei der Mutter das Wehen Hormon anregt).

    Vielen Dank für die Aufklärung der Blutzucker Untergrenzen. Das ist für mich auf jedenfall interessant. Das mit dem Stoffwechsel würde auch erklären, dass nur ein Tropfen Kolostrum reicht (ist sehr Fetthaltig).

    Dass es damals noch keine sehr kritischen Ausmaße angenommen hat, mit dem Neugeborenen Unterzucker, war mir bewusst (hätten sonst einen Notarzt geholt) und so hat sie nur eine Schwester betreut.
    Aber ich meinte damit eher, wenn mein Partner auch eingeschlafen wäre, hätte vor morgens kein Mensch mitbekommen, dass das Kind in Unterzucker gefallen ist. Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie schnell so Blutzucker fällt, aber mit bereits Zittern (also ersten Symptome) die auch Energie kosten, kann es dann doch recht schnell gehen bzw. innerhalb von 3-4 Stunden könnte da dann schon mehr passieren...
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    am 11.08.2016 14:37:22 | IP (Hash): 2108455638
    Rose14 schrieb:

    Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
    Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?




    Es ist tatsächlich so, das bei SS-Diabetes die Hormone nicht mehr im Gleichgewicht sind und die Bauchspeicheldrüse (BSP) mit der vermehrten Insulinanforderung nicht nachkommt.
    Das fehlende Insulin per Spritze bereitzustellen ist sinnvoll:

    – Die BSP wird geschont, man vemeidet Schäden wie z.B. eine BSP-Entzündung
    – Der Körper der Mutter wird vor hohem Blutzucker geschützt
    – Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft
    – Die BSP des Kindes produziert mehr Insulin um den hohen BZ der Mutter auszugleichen, und das ist der Grund, warum Neugeborene dann unterzuckern!
    – Unbehandelter SS-Diabetes erhöht das Risiko des Kindes, das metabolische Syndrom zu entwickeln.


    Zuviel oder zuwenig Insulin spritzen ist ja eigentliche keine Nebenwirkung, eher ein Anwenderfehler ;)
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    am 11.08.2016 15:16:03 | IP (Hash): 199394826
    TypEinser schrieb:
    Rose14 schrieb:

    Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
    Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?




    Es ist tatsächlich so, das bei SS-Diabetes die Hormone nicht mehr im Gleichgewicht sind und die Bauchspeicheldrüse (BSP) mit der vermehrten Insulinanforderung nicht nachkommt.
    Das fehlende Insulin per Spritze bereitzustellen ist sinnvoll:

    – Die BSP wird geschont, man vemeidet Schäden wie z.B. eine BSP-Entzündung
    – Der Körper der Mutter wird vor hohem Blutzucker geschützt
    – Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft
    – Die BSP des Kindes produziert mehr Insulin um den hohen BZ der Mutter auszugleichen, und das ist der Grund, warum Neugeborene dann unterzuckern!
    – Unbehandelter SS-Diabetes erhöht das Risiko des Kindes, das metabolische Syndrom zu entwickeln.


    Zuviel oder zuwenig Insulin spritzen ist ja eigentliche keine Nebenwirkung, eher ein Anwenderfehler ;)



    Ich meine natürlich NICHT, kein Insulin zu spritzen wenn eindeutig ein Diabetes da ist. Die Risiken sind viel zu groß, als ein kleines Ungleichgewicht im Hormonhaushalt.

    Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft

    Was meinst du mit niedrigen Soll-Werten?

    Jetzt würde mich dann doch noch interessieren, wie ist das, wenn ich zum Arzt gehe und sag, hey ich hab zu hohe Nüchternwerte, ich habe ss-Diabetes. Dann könnte ich mir doch den OGTT Test sparen, denn aus meinen Aufzeichnungen ist ja ersichtlich, dass es so ist und der Test es quasi dann nur noch bestätigen würde, aber mir meinen Blutzucker auf ungesunde Art in die Höhe treibt.

    Oder wir nehmen an, ich mache diesen Test und es kommt raus, kein Diabetes(was ich jetzt zwar nicht glaube). Aber meine Nüchternwerte schwanken immer noch bis 95. Was dann?

    Klar das ist jetzt alles Was wäre wenn, aber würde mich einfach mal interessieren.

    Ohh da fallen mir grad noch ein paar Fragen ein :) Ich hoffe, ich Löchere euch nicht zu sehr.

    -Wie ist das bei den Neugeborenen? Können die bereits mit Unterzucker auf die Welt kommen? Rein logisch wäre das, unlogisch, da sie ja vorher noch komplett versorgt werden. Also sollte rein logisch, es aufjedenfall eine gewisse Zeit dauern, bis das Baby in Unterzucker fällt.

    -Wann fallen Neugeborene frühestens in den Unterzucker (wenn man perfekte Bedingungen hat, wie aus pulsieren lassen der Nabelschnur, kein Stress usw)?

    - Wenn Basalinsulin keine Nebenwirkungen hat, warum wird das als so extrem gefährlich angesehen? Kliniken ohne Neugeborenen intensiv lehnen einen kategorisch ab oder sowieso auch Hausgeburtshebammen. Ohne Insulin ist es dann aber kein Problem??

    - Auch wird empfohlen, dass spätestens an ET eingeleitet wird? Was für einen Sinn hat das? (Gut das wird auch bei ss-Diabetes ohne Insulin empfohlen, egal wie die Werte sind.)
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    am 11.08.2016 15:30:05 | IP (Hash): 2108455638
    Ob Du jetzt auch wieder SS-Diabetes hast kann tatsächlich nur ein Arzt feststellen.

    Dazu ist Dein BZ-Testgerät dann doch zu ungenau, und wir sind ja nun alle keine Ärzte.


    Die Soll-Werte: Das sind die Werte, die Du nicht überschreiten solltest während der SS/SS-Diabetes! ;)
    Da geht es genau darum, das Kind nicht mit einem hohen Blutzucker über die Nabelschnur zu versorgen.
    Das Kind wird dann zuviele Wachstumshormone produzieren – es wird zu groß und zu schwer und
    die Bauchspeicheldrüse des Kindes regelt dann den Blutzucker der Mutter mit.

    Sobald das Kind dann abgenabelt wird, fehlt der BZ-Übeschuss = Unterzuckerung.
    Auf die Minute genau kann das keiner Vorhersagen.
    Stress spielt da dann auch keine große Rolle mehr, das bisschen Adrenalin hebt den BZ der Mutter dann auch nicht so viel höher. Und zu hoch ist zu vermeiden, so oder so!


    Basalinsulin hat eine lange Wirkzeit, und wenn der Arzt 'ne Pfeife ist kann das schonmal schwierig werden. Sollte nicht vorkommen, aber wir sind halt alle nur Menschen....
    Und nein, normalerweise gibt es auch beim Basalinsulin keine Probleme.

    Es gibt Menschen, die ein ganzes Leben mit Basalinsulin und Bolusinsulin leben – wer als kleines Kind mit Typ 1 startet und dann über 80 Jahre alt wird hat etliche Ampullen/Pens geleert.
    Bearbeitet von User am 11.08.2016 15:31:30. Grund: .
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    am 11.08.2016 15:48:01 | IP (Hash): 199394826
    Wie ungenau ist denn so ein Messgerät? Zeigt es zu viel oder zu wenig an, oder sowohl als auch?

    Das heißt ja dann, dass im kritischsten Fall, dass Kind innerhalb von Minuten in einen gefährlichen Unterzucker geraten kann. Aber ich vermute, bei gut eingestellten Werten, ob mit oder ohne Insulin, ist das eher unwahrscheinlich? Oder gibt es da auch Ausnahmen?

  • Elfe

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    am 11.08.2016 15:53:42 | IP (Hash): 1329236406
    Rose14 schrieb:

    Warum bitte eine Hausgeburt ?

    Allein das du diese Frage stellst, zeigt mir, dass du absolut keine Ahnung bezüglich Hausgeburt vs Klinikgeburt hast.



    Nö, ich leb ja auf dem Mond!

    In meiner Stadt gibt es eine Klinik mit zertifiziertem Perinatalzentrum.
    Werdende Eltern werden regelmäßig eingeladen, sich über Örtlichkeiten und Behandlungen zu informieren. Auch erscheinen in der Tagespresse Artikel, daß hier auch über rege Spendentätigkeit Spezialgeräte angeschafft werden können für die ganz Kleinen.

    Dein manifestiertes Vorurteil gegen über Basalinsulin lässt auf unzureichende Quellen schließen.
    Bitte hier lesen: http://www.Diabetes-Heute.uni-duesseldorf.de/wasistdiabetes/?TextID=1808

    °_° Elfe
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    am 11.08.2016 16:16:19 | IP (Hash): 2108455638
    So ein Testgerät hat eine zugelassene Ungenauigkeit nach oben und auch nach unten.

    Wenn Dein Kind normal groß, normal schwer auf die Welt kommt und Du Deine Werte bis dahin gut im Griff hattest, ist das Risiko einer "gefährlichen Unterzuckerung" sehr gering.
    Falls Du SS-Diabetes hast, ist eine Kontrolle des Kindes nach der Geburt (und das nicht nur einmal) so oder so angesagt.

    Gefährlich wird die Unterzuckerung, wenn sie unbehandelt über einen längeren Zeitraum bleibt. Kann ich mir bei Dir nicht vorstellen! ;))
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    am 11.08.2016 16:41:25 | IP (Hash): 199394826
    Elfe schrieb:
    Rose14 schrieb:

    Warum bitte eine Hausgeburt ?

    Allein das du diese Frage stellst, zeigt mir, dass du absolut keine Ahnung bezüglich Hausgeburt vs Klinikgeburt hast.



    Nö, ich leb ja auf dem Mond!

    In meiner Stadt gibt es eine Klinik mit zertifiziertem Perinatalzentrum.
    Werdende Eltern werden regelmäßig eingeladen, sich über Örtlichkeiten und Behandlungen zu informieren. Auch erscheinen in der Tagespresse Artikel, daß hier auch über rege Spendentätigkeit Spezialgeräte angeschafft werden können für die ganz Kleinen.

    Dein manifestiertes Vorurteil gegen über Basalinsulin lässt auf unzureichende Quellen schließen.
    Bitte hier lesen: http://www.Diabetes-Heute.uni-duesseldorf.de/wasistdiabetes/?TextID=1808

    °_° Elfe



    Was hat das Perinatalzentrum mit Hausgeburten zu tun? Oder werden diese dort auch erörtert? Wenn das allerdings eine Geburts-Klinik ist, wird sie höchstwahrscheinlich aber lieber Patentinnen anwerben wollen, anstatt sie abwerben zu wollen...

    Hmm, ich glaube, da hast du mich missverstanden oder ich habe mich falsch ausgedrückt? Ich habe kein Vorurteil dem Basalinsulin ansich. In meinem Hinterkopf ist verankert, dass jedes Medikament Nebenwirkungen hat. Man sollte, egal bei welcher Krankheit auch immer, schaun, ob die Nebenwirkungen schlimmer als die Krankheit ist? Wenn ja, suche ich mir andere Medis oder versuche die Krankheit auf andere Art zu bekämpfen oder die Symptome zu behandeln.
    Sind die Nebenwirkungen allerdings harmloser als die Krankheit, ist ganz klar, dass man Medis nimmt.

    Vielleicht anhand eines anderen Beispiels.
    Du hast eine Erkältung. Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schlappheitsgefühl ... also eine Stinknormale Erkältung.
    Nimmst du deswegen die Medis, die die übelsten Nebenwirkungen haben (z. B. Med Day med. oder wie des heißt) obwohl deine Symptome bereits durch harmlosere Medis gelindert werden könnten oder du gar ohne Medis auskommen würdest?

    Wenn du allerdings eine ausgewachsene Angina hast und bereits stärkere Medis nicht mehr helfen, wirst du irgendwann Antibotikum nehmen müssen, da auch die Krankheit Angina unbehandelt Spätfolgen hat. Klar Antibotikum ist auch nicht so toll aber deren Nebenwirkungen harmloser als die Spätfolgen der Angina.

    Also ich habe nichts gegen Basalinsulin, wenn es wirklich nötig ist. Und hier liegt der Knapppunkt. Wann ist es wirklich nötig? Wir kennen die Norm, also wenn der Nüchternwert über 91 steigt. Aber was ist wenn es um 91 rum schwankt? Spritz man dann, Spritz man nicht? Ist es wirklich schlimm, wenn es mal höher und mal niedriger ist?
    Dann kommt ja noch dazu, dass das Messgerät nicht genau misst. Hmm, wie vertrau ich dann meinen gemessenen Werten? Könnten die dann auch niedriger sein oder im schlimmen Fall sogar höher? Bei Grenzwerten ist das dann finde ich schwierig zu entscheiden.

    Da man nur in einer Klinik mit Neugeborenen Intensiv bei der Behandlung mit Insulin entbinden darf/soll, muss doch irgendwas an dem Insulin sein, dass die helle Panik verursacht? Weil ohne Insulin darf man überall entbinden....

    Und danke für den Link, der fast das ganze nochmal schön zusammen.

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    am 11.08.2016 17:16:34 | IP (Hash): 1166638286
    Was mich schon die ganze Zeit stört: Man kann doch Insulin nicht als Medikament bezeichnen.