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Schwangerschaftsdiabetes

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    am 12.08.2016 11:22:11 | IP (Hash): 199394826
    Rainer schrieb:

    Hallo Rose,

    diese Aussage ist natürlich Quatsch - ganz besonders, wenn man sie auf die sehr engen Zielwerte für SS-Diabetikerinnen beziehen will.

    Gelegentliche kleine und nicht allzu lange andauernden Überschreitungen der 90 nüchtern und 140 in der Spitze nach dem Essen sind vollkommen unproblematisch. Je höher die Überschreitungen sind und je länger sie andauern, desto höher wird das Risiko für Schädigungen des Babys. Selbst wenn das Kind sich auf Grund von nicht entdecktem oder schlecht behandeltem SS-Diabetes sehr groß wird, bedeutet das noch lange nicht, dass das Kind nicht gesund ist.

    Trotzdem macht es natürlich Sinn, das Risiko für dein Baby möglichst gering zu halten. Eine kleine Dosis Basalinsulin wie deine 8 Einheiten in der ersten SS sind wirklich kein großes Problem und du kannst dabei das beruhigende Gefühl haben, deinem Baby kein zusätzliches Risiko zuzumuten. Wie ereits gesagt, sind diese engen Grenzenfür SS-Diabetes erst in der 2. SS-Hälfte wichtig. Deshalb ist das Screening auch erst für die 24. ... 28. SS-Woche vorgesehen. Bis dahin könntest du dich theretisch an den Zielwerten für normale Diabetiker orientieren und die liegen ein ganzes Stück höher.

    Alles Gute, Rainer



    Genau so wollte ich es handhaben, war nur unsicher, ab wann es kritisch wird. Dass es nicht von Anfang an bei "normalen" Werten problematisch ist, konnte ich mir schon denken, da ich in der ersten ss ja erst so um die 30 ssw den Zuckertest gemacht habe und absolut nichts auf Diabetes hingedeutet hatte (nicht zu viel Fruchtwasser oder zu großes Kind oder irgendwelche Organschäden ) und bis zu dieser Woche habe ich mich rein nach Gefühl ernährt.... so schlecht kann es ja nicht gewesen sein...
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    am 12.08.2016 13:14:46 | IP (Hash): 199394826
    Elfe schrieb:
    Hallo Rose.

    ich habe einen ganz anderen Denkansatz als du.

    Ich als späte Typ1er bin einfach nur dankbar, daß ich den Diabetes mit Insulin behandeln kann.
    Ich bin die 4. Generation aus einer Diabetiker-Familie. Meine Urgroßmutter ist an der Zuckerkrankheit verstorben, weiß ich nur über Erzählungen, Kenntnisse/Behandlung damals nahezu unbekannt. Meinen Großeltern wurde mit unsinnigen Diäten im wahrsten Sinne des Wortes die 'gute' Butter vom Brot weggenommen, die sie doch als Kriegsgeneration so sehr vermisst hatten. Ach hätten doch meine Lieben die heutigen Möglichkeiten schon gehabt.

    Den wissenschaftlichen Fortschritt muss man auch zeitlich bewerten.
    Beruflich habe ich Kenntnisse zu chemischen Analysen und chemischen Studien.
    Um so mehr habe ich Respekt vor den Ärzten, die auch biologische und medizinische Erkenntnisse für uns Patienten anwenden.

    Die Studien, die du bezgl. Blutzucker hinterfragst, lassen sich so Google-mäßig nicht finden. Da gibt's so Einzelpublikation zu Einzelproblemen, mit Folgeschäden - die willst du gar nicht wissen.

    Vertraue darauf, daß die Einhaltung gewisser Werte einer guten Grundlage an Wissen entspricht.

    Gruß Elfe




    Ich wollte hier jetzt gar nicht signalisieren, dass Insulin schlecht ist oder dergleichen. Es tut mir natürlich auch Leid für deine Verwandten und auch natürlich für dich. Ich bin natürlich froh, dass es heutzutage so viele Möglichkeiten gibt mit chronischen Krankheiten leben zu können oder überhaupt leben zu können. Auch das die Medizin so viele Möglichkeiten bieten KANN, darf man nicht untern Tisch fallen lassen.

    In der heutigen Geburtshilfe wird leider sehr viel Unfug betrieben. Ob nun aus Unwissenheit oder gar mit Absicht (Geld ist hier das Schlagwort). Allerdings ist es nach meinem Kenntnisstand nicht nur die Geburtshilfe, bei denen soviel Unfug betrieben wird. Wenn wir uns die Fließbandmäßigen Hüft und Knie OPs anschauen, wird hier auch viel zu schnell zum Skalpell gegriffen.

    Daher, finde ich, ist es nicht ungewöhnlich wenn man auch die Behandlung von Diabetes kritisch gegenübersteht. Und auch wenn derzeit alles rund läuft. Die meisten Ärzte gut betreuen und die Patienten im Prinzip zufrieden sind damit, sollte man immer im Blick haben, ob es Neuere Erkenntnisse gibt, die der Behandelnde Arzt noch nicht kennt oder vielleicht nicht umsetzten möchte, weil er von was anderem überzeugt ist, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss.

    Was die Einhaltung von Werten betrifft. Hmm, wenn ich mir wieder im Vergleich die Geburtshilfe anschaue, gibt es so viele Werte, die die Norm bezeichnet, aber wenn man genauer hinschaut, fließen doch oftmals soviel mehr Faktoren mit rein, die entscheidend sein sollten und nicht nur eine blöde Zahl! Hier zum Beispiel die Geburt. Die wird ganz genau unterteilt, in welchen Zeitspannen, was geschehen muss. Dabei wird aber vergessen, das wir alle individuelle Menschen sind, dabei wird auch vergessen, dass Mutter und Kind in einer Symbiose leben. Dabei wird vergessen, dass Technik auch mal versagen kann... Dabei wird der prüfende Blick einer Hebamme als unwichtig bewertet.

    Bei Diabetes kann es natürlich so sein, dass der Blutzucker nun mal bei allen Menschen sehr ähnlich ist. Ich vermute mal, dass man durch Tests, Studien, Erfahrungswerte eben die Blutzucker Spannen ermittelt hat und sich eben so die einzelnen Werte ergeben haben, wie sie jetzt sind.

    Was mich mal wirklich interessieren würde, wie die SS-Diabetes Werte zustande kamen? Ich habe auch schon mal gehört, dass wohl vor ein paar Jahren die Werte noch etwas weniger streng waren. Also statt 91 dann 94 oder so als Richtwert. Hat man bei diesen Wert mehr Komplikationen festgestellt? Sind dabei mehr Kinder zu Schaden gekommen? Oder liegt hier auch wieder das Geld zugrunde? Niedrigere Werte = mehr schwangere, die spritzen müssen?

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    am 12.08.2016 13:25:43 | IP (Hash): 199394826
    TypEinser schrieb:

    Insulin selbst ist ohne Nebenwirkungen – es senkt den Blutzucker, sonst nichts.
    Allergische Reaktionen gibt es gegen verschiedene Konservierungsstoffe.
    Hypo- oder Hyper-BZ ist ja eigentlich keine echte Nebenwirkung, hier kommt es darauf an, Insulin korrekt anzuwenden.

    Die Nummer mit den Augen und dem Blutdruck kennen viele – wenn ein dauerhaft zu hoher BZ (wir sprechen da von Werten 300 + über Wochen/Monate) auf Normalniveau gebracht wird. Das ist dann aber auch keine echte Nebenwirkung, sondern eine Folge des zu hohen BZ über lange Zeit.

    Wechselwirkungen liegen meist in einer verbesserten/verschlechterten Insulinempfindlichkeit.

    Und natürlich steht das in der Packungsbeilage. Das macht Insulin aber nicht gleich zu einem gefährlichen Medikament. Natürlich muss der Anwender lernen damit umzugehen, dafür gibt es Schulungen.

    Deine Vermutung "strenge Auflagen" liegen zuerst in der Zulassung der Insuline – Du wirst als Langzeitinsulin Protaphane kennen. Dieses Insulin gibt es schon sehr lange und ist eines der wenigen, die für Schwangere überhaupt zugelassen sind.

    Die niedrigen Zielwerte dienen dem Schutz des Kindes – die Bauchspeicheldrüse des Kindes muss sonst den zu hohen Blutzucker der Mutter mitregulieren!

    Du musst vor Insulin wirklich keine Angst haben.



    Vielen Dank für die Aufklärung. Das ist natürlich auch meinem geringen Wissensstand geschuldet.

    Beim Diabetologen damals haben sie mir auch erklärt, dass wir ja doch alle Individuelle Menschen sind und jeder seinen eigenen Wohlfühl Blutzuckerwert hat. Warum geht man dann davon aus, dass das Kind bei einem Wohlfühl Blutzucker von 93 oder so, den Zucker senkt? Vorallem ist es nicht so, dass zum ende Schwangerschaft nicht sowieso ein Körpereigenes Hormon das Insulin hemmt? Dann muss das doch auch irgendeinen Sinn haben? Wie eben, dass das Kind wächst?

    Was für strenge Auflagen gibt es denn für Insuline?
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    am 12.08.2016 14:53:39 | IP (Hash): 2108455638
    Rose14 schrieb:

    Beim Diabetologen damals haben sie mir auch erklärt, dass wir ja doch alle Individuelle Menschen sind und jeder seinen eigenen Wohlfühl Blutzuckerwert hat. Warum geht man dann davon aus, dass das Kind bei einem Wohlfühl Blutzucker von 93 oder so, den Zucker senkt? Vorallem ist es nicht so, dass zum ende Schwangerschaft nicht sowieso ein Körpereigenes Hormon das Insulin hemmt? Dann muss das doch auch irgendeinen Sinn haben? Wie eben, dass das Kind wächst?

    Was für strenge Auflagen gibt es denn für Insuline?




    Klar sind alle individuell.

    Und das Ungeborene Kind hat kein BZ-Testgerät dabei... Fakt ist, dass zu hoher Blutzucker dem Kind schadet.
    Sinn macht Diabetes während der Schwangerschaft definitv nicht. Das Kind wächst – natürlich – wenn die Mutter gesunde Blutzuckerwerte hat.
    Sagen wir es mal so: Bevor man SS-Diabetes behandeln konnte, sind nur die gesunden Kinder durchgekommen... natürlich Auslese. Ich denke nicht, dass man da irgendwelche Theorien ausprobieren sollte. So schlimm ist die Hochschulmedizin dann auch wieder nicht.
    Und nein, SS-Diabetes ist kein von der Natur vorgesehenes "Bio-Programm".
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    am 12.08.2016 16:32:42 | IP (Hash): 737280647
    Rose14 schrieb:
    Bei Diabetes kann es natürlich so sein, dass der Blutzucker nun mal bei allen Menschen sehr ähnlich ist. Ich vermute mal, dass man durch Tests, Studien, Erfahrungswerte eben die Blutzucker Spannen ermittelt hat und sich eben so die einzelnen Werte ergeben haben, wie sie jetzt sind.


    Ne gesunde Automatik steuert den BZ zuverlässig nüchtern zwischen etwa 50 und 90mg/dl( in den letzten 5-10 Jahren erweitert auf bis 100) und in der Spitze meistens 1 Stunde nach dem Essen zwischen 100 und 140. Dabei eiert der Nüchtern-BZ nicht bei ein und derselben Person wild zwischen 50 und 90 oder 100, sondern verläuft beim einen vom Essensanstieg unterbrochen bei um 50 und bei der anderen eben bei um 90. Und der maximale Essenanstieg liegt gesund bei 30-50mg/dl. Die mit dem niedrigeren Nüchtern-BZ messen auch eine entsprechend niedrigere Spitze beim Essenanstieg.

    Der BZ der großen Menge der stoffwechselgesunden Menschen bewegt sich irgendwo zwischen den hier dargestellten von-bis-Rändern. Und seit der Blutzucker zuverlässig selbst gemessen werden kann, gilt dieser gesunde Bereich auch als der optimale für werdende Mütter. Nicht nur, damit die werdende Bauchspeicheldrüse nicht gleich für die Mutter mit produzieren muss, sondern auch dafür, dass der neu wachsende Organismus vor größeren als den natürlichen Blutzucker-Schwankungen und den damit verbundenen größeren Druckschwankungen in den neu wachsenden Zellsystemen verschont bleibt. Denn wo 1 Teil Glukose 5 Teile Wasser bindet, macht mehr Glukose als gesund in den Zellen schon einen räumlichen Unterschied.

    Bis zur allgemeinen Einführung der BZ-Selbstmessung in der ersten Hälfte der 90ger Jahre des vorigen Jahrhunderts war eine werdende Mutter optimal eingestellt, wenn sie 24/7 glukosefreien Urin produzierte. Dabei wurden je nach persönlicher Nierenschwelle erst BZ-Werte über 160 bis über 180mg/dl sichtbar, wenn sie zuvor über mehrere Stunden angehalten hatten. Und wenn die Frau ihren Urin nicht mit besonders viel Trinken verdünnt hatte. Aus dieser Urin-Teststreifen Zeit stammt nämlich die Idee, dass man den BZ mit Trinken senken könnte ;)

    Das galt für diagnostizierte Diabetikerinnen, wenn sie dann schwanger wurden. Was wir heute als Schwangerschaftsdiabetes kennen, wurde damals in aller Regel erst mit der Geburt eines mehr oder weniger extrem großen Kindes nachträglich diagnostiziert. Wobei das in erster Linie als Plagerei für die Mutter gesehen wurde und als nicht besonders auffällig für die Gesundheit und den Entwicklungsstand des Kindes.
    Die weit überwiegende Mehrzahl der besonders großen Neugeborenen von damals hat sich genauso wie die weit überwiegende Mehrzahl der normalgewichtigen völlig normal entwickelt.

    Dead-in-bed heißt das Syndrom, das u.a. mit dem gesund gesteuerten BZ der Mutter ausgeschlossen werden soll. Statistisch, versteht sich. Wir brauchen keine Zahlenspiele drum zu bemühen, wie unwahrscheinlich das wäre, wenn es Dich träfe, auch wenn Du ungesteuert keinen höheren BZ hättest. Dann wär’s halt trauriges Schicksal.
    Aber welchen Trost würdest Du überhaupt an Dich ran lassen, wenn Dich die ganze Zeit der Gedanke verfolgen würde, dass Du selbst nicht alles in Deiner Macht stehende für ein sehr viel glücklicheres Schicksal getan und Deinen BZ im gesunden Rahmen gesteuert hast? - Daumendrück :)


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Elfe

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    am 12.08.2016 19:08:59 | IP (Hash): 1329236406
    Rose14 schrieb:

    Was mich mal wirklich interessieren würde, wie die SS-Diabetes Werte zustande kamen? Ich habe auch schon mal gehört, dass wohl vor ein paar Jahren die Werte noch etwas weniger streng waren. Also statt 91 dann 94 oder so als Richtwert.



    Hallo Rose,

    hier kannst du lesen
    1) Leitlinie für Patientinnen (9 Seiten)
    http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Patientenleitlinien/GDM_Patienten_LL_END_2012_04_17.pdf
    2) Die evidenzbasierte* Leitlinie (89 Seiten)
    lt. Duden *"auf der Basis empirisch zusammengetragener und bewerteter wissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgend (von diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen)"
    http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/Gestationsdiabetes_EbLL_Endfassung_2011_08_11_.pdf
    Nicht so ganz einfach zu lesen, aber beantwortet ev. einen Teil deiner Fragen

    :-) Gruß Elfe

    @TypEinser @Jürgen
    Ihr habt das wirklich gut formuliert :-)
    Mir war gestern zu den negativen Auswirkungen kein gute Wortwahl eingefallen und hatte mich gedrückt.
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    am 12.08.2016 20:14:07 | IP (Hash): 515260787
    Hallo Rose,

    die von Elfe verlinkten Leitlinien der DDG kannst du dir ja mal durchlesen. Darin wird durchgägig das bestätigt, was ich dir gesagt habe. Du kannst also weiter umsichtig, aber ohne Angst und Schrecken an deine BZ-Werte herangehen.

    In den Unterlagen findest du übrigens die 95mg/dl als Zielwert für den NBZ festgelegt. Die Notwendigkeit für Basalinsulin wird bei häufiger Überschreitung der 95, nicht etwa bei gelegentlichen höheren Werten beschrieben. Auch das erhöhe Risiko für Makrosomie ist besonders für die 2. SS-Hälfte beschrieben und mit Studien belegt.

    Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass du dir in der 1. SS-Hälfte um Nüchternwerte von ca. 95mg/dl keine besonderen Sorgen machen musst. Bei diesen Werte handelt es sich auf keinen Fall um in den Unterlagen beschriebenen Hyperglykämien mit ihren schlimmen Folgen. Bleibe umsichtig, aber lass dich nicht verrückt machen.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 12.08.2016 21:59:12 | IP (Hash): 997145539
    Nun wollte ich mich bei euch bedanken für die super Aufklärung und dass ihr meine nervigen fragen ausgehalten habt ;)
    @Elfe danke für die links die werde ich.mir aufjedenfall noch durchlesen

    @Rainer ja ich werde es wohl so handhaben, wie du es mir empfohlen hast 1ss Hälfte bis 95 und danach eben die strengeren Werte und dann spätestens zum Diabetologen.

    Ansonsten wollte ich jetzt zum Schluss noch klar stellen, dass ich nicht irgendwas einfach so auf kosten meines Kindes ausprobieren wollte. Ich wollte mich einfach erkundigen, wie hart die Grenzen sind oder ob es Toleranzen auch noch gibt. Aber scheint ja dann eher nicht der Fall zu sein.

    Mein großes Problem ist einfach, dass ich... Hmm... Angst vor dem Weg habe, wenn ich spritzen muss. Denn dann stellen sich mir ziemlich viele Steine in den Weg. Was aber nicht bedeutet, dass ich mein Kind einem Risiko aussetzen werde!
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    am 12.08.2016 22:55:06 | IP (Hash): 737280647
    dummfrag: was für Steine?


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    am 13.08.2016 10:47:07 | IP (Hash): 997145539
    hjt_Jürgen schrieb:
    dummfrag: was für Steine?


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    Na einmal würde mich bei einer hausgeburt keine Hebamme begleiten.

    Ich müsste mir eine unpersönliche Riesen Klinik aussuchen, denn nur die haben eine neugeborenen intensiv. Diese Kliniken sind eher in der Stadt was für mich mindestens eine Stunde fahrt bedeutet. Und beim Münchner Verkehr kann dass in der rush hour auch schon mal länger dauern.
    Allgemein in Kliniken muss man Glück haben, das richtige Personal zu erwischen, wenn man Pech hat, bekommt man Personal das sich wenig auskennt, keinen Bock hat oder einfach der Meinung sind, Kaiserschnitt ist sicherer (solche Ärzte gibt's!)
    Viele Geburtshelfer in der Klinik haben schon vor einer normalen unproblematischeb ss angst und wenn man dann noch ein Päckchen mit bringt herrscht die helle Panik. Ganz schlechte vorraussetzungen für eine Geburt. Je mehr Angst und Stress vermittelt wird desto weniger wahrscheinlich funktioniert die Geburt nach Lehrbuch, wenn nicht sogar dadurch Probleme erst entstehen.

    Dann kommen noch die ganzen Interventionen die sie auffahren wollen.
    Dauer ctg - hat man keine Bewegungsfreiheit mehr,man muss liegen
    Pda wenn es ihnen zu lange dauert und dazu kommt der wehentropf

    Klar kann ich alles ablehnen aber es gibt in Kliniken einfach regeln die man auch als Patient beachten muss. Zum Beispiel sind Muttermundsuntersuchungen in vielen Kliniken verpflichtend. Das ist aber etwas was ich absolut nicht.mehr will!

    Wenn es dann noch blöder läuft hast du Personal denen deine Wünsche scheiß egal sind und einfach machen. Es gibt einige Fälle, in denen Frauen einfach Muttermundsuntersuchungen gemacht wurden obwohl die ausdrücklich gesagt haben Nein! Das gleiche gilt für dammschnitte. Die werden manchmal noch nicht mal angekündigt!

    Und wenn man sich weiter gegen die ganzen Maßnahmen sträubt fahren Sie Ihre Angst Schiene auf. Da wird einem permanent erzählt wie Verantwortungslos man grade ist oder das das Kind jetzt gerade stirbt und sie es vll gerade noch retten können. Leider ist es nicht immer so eindeutig ob es eine angst Schiene ist oder sie die Wahrheit sagen... Wie Handel ich dann! Kann ja schlecht bei allen zwei Minuten wehen im Internet Suche wie wahrscheinlich die Komplikation ist die sie erwähnen.

    Leider bringen Erfahrungsberichte anderer Mütter wenig, da viel zu viele so unwissend sind, dass sie meinen
    Ihnen würde das Leben gerettet, obwohl vielleicht die Komplikationen hausgemacht waren und ohne die Interventionen sie ganz normal geboren hätte.

    Bei so Kreißsaal Besichtigungen wird einem auch nur alles wunderschön dargestellt, was man nicht alles machen kann während der Geburt.... Und natürlich darf man sich bewegen und natürlich darf man eine wassergeburt machen und natürlich wurden sie einen zu nichts zwingen und natürlich verbreiten sie keine angst und Schrecken... Ja ja...

    Das nächste Problem ist, dass du unter wehen einfach nicht den Nerv hast permanent zu diskutieren. Wie soll ich denn da gebären wenn ich dauernd belagert werde?

    Ich könnte versuchen so spät wie möglich in die Klinik zu fahren aber da ist eben die Gefahr groß dass es dann vll im Auto kommt oder gar noch zu hause... Der Muttermund kann sich bei optimalen Bedingungen innerhalb von 10 Minuten vollständig öffnen...

    In anthroposophischen Kliniken hat man wohl eine größere Chance seine Wünsche durchzusetzen allerdings sind die von mir zu weit weg.

    Solltet ihr dahingehend skeptisch sein und meinen ich übertreibe dann solltet ihr in paar Foren mal die Geburtsberichte durchlesen und achtet dabei darauf wie viel sie in den Kliniken eingegriffen haben.... Und lasst euch nicht beirren wenn im Betreff steht... unsere wunderschöne Geburt...