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Schwangerschaftsdiabetes
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am 19.08.2016 09:32:59 | IP (Hash): 492696425
Elfe schrieb:
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Hallo Rose,
mein 'altes' Messgerät war wesentlich älter.
Wie gesagt, die Herstellung der Sensoren wurde angekündigt eingestellt, und brauchte ein neueres.
Ich brauche schon lange Insulin, weil meine Bauchspeicheldrüse schleichend den Geist aufgibt, Insulingaben höher werden, der Arzt auf den HbA1c-Wert schaut, ist mit runden 6,5 soweit o.k.
Die Blutuntersuchungen finden alle 3 Monate statt, die Überprüfung des Messgerätes in der Praxis - wie beschrieben - war so einigermaßen o.k., aber nur ein paar mal und auch nur auf Wunsch von mir bei der MFA.
Auch habe ich eher ein Unterzuckerproblem, mit ein/zwei Einheiten zuviel geht's schon heftig nach unten, da liegt dann auch das Augenmerk des Arztes drauf.
Meinen kleinen Test mit Restsensoren mit 'altem' im Vergleich zum neuem Testgerät hat selbst meinen Arzt erstaunt ;-).
Dein Nüchternwert von 85 ist doch super !
Nach welcher Zeitspanne nach den Baguettes hast du die 143 gemessen ?
Dieses Essen ist eigentlich o.k., das Weißmehl (schnell) wird durch Käse (Fett, langsam) gebremst, geht also nicht so schnell ins Blut.
Eine Mahlzeit braucht Zeit, um sich als Blutzucker messbar bemerkbar zu machen.
Die Stärke aus dem Baguette muss sich während der Verdauung in Zuckermoleküle aufspalten. Da Fett des Belages schwer verdaulich ist, verzögert sich die Verdauung.
Eine normale Mahlzeit (Fleisch, Beilage, Gemüse) wird mit ca. 3 h geschätzt, eine 'richtige' Pizza mit bis zu 7 h (heißt bei schnellem Insulin die Menge aufteilen in zwei Portionen - 'Parade'-Beispiel in der Diabetes Schulung).
Nach einer Mahlzeit also die Verdauungszeit beim Messen berücksichtigen - ev. sogar zweimal messen im zeitlichen Abstand, wenn dir das lieber ist.
'Abends' keine Kohlenhydrate ist übrigens auch nicht so genau. Wenn du am frühen Abend dein Abendbrot isst, ca. 3 - 4 h vorm Schlafengehen, müsste die Mahlzeit verdaut sein und sollte keinen Einfluss auf den Nüchternwert haben.
Ein ev. Anstieg am Morgen hat andere Gründe (hormonelle), zeigt sich aber nicht bei jedem Menschen, vielleicht meinte deine Praxis in der Erklärung dieses Phänomen.
:-) Gruß
Elfe
Die 143 habe ich etwa eine Stunde nach dem essen gemessen. Also nicht so optimal. Aber auch noch nicht so schlecht, denn in meiner letzten ss war der Wert nach einer Pizza um die 160 also deutlich schlechter.
Das mit der Verdauungszeit ist natürlich interessant aber wie das dann bei mir später in der ss ausschaut weiß ich nich nicht, da ja in der letzten ne Pizza für mich nicht so gut war.
Jetzt habe ich die letzten 5 Tage tatsächlich Nüchternwerte immer unter 90 gehabt, sogar zwischen 82 und 85. Scheinbar normalisiert sich das ganze wieder etwas... Habe ja jetzt dann die kritischen ersten 3 Monate bald rum. Vielleicht hat das auch damit zu? Obwohl ich im Netz was gelesen habe, dass die erste Zeit der Blutzucker niedriger sein sollte... Hmm war bei mir jetzt eher umgekehrt...
Das heißt zwar nicht dass es so bleibt aber ich freu mich trotzdem :) -
am 19.08.2016 13:30:00 | IP (Hash): 58825109
Elfe schrieb:
Hallo Jürgen,
dein Link und fast alles was man zur Kohlenhydrataufnahme im www finden kann, betrifft immer die Aufspaltung einer komplexen Nahrung, die über Enzyme aufgespalten wird.
Daß eine Aufspaltung von Stärke über das Enzym Amylase schon im Mund stattfindet, zeigt ein kleiner Versuch: Ein Stück weißes Brötchen/Baguette kauen, kauen, kauen - und dann schmeckt 's auf einmal süß.
Wenn ich aber puren Traubenzucker in einer Unterzuckersituation zerkaue und schlucke, ist innerhalb von ein paar Minuten eine Besserung der Symptome schon spürbar, nach ein paar weiteren auch im Blutzucker selbst messbar, Transport bis in die Fingerkuppe braucht ja auch Zeit.
Ob nun ein Teil des Traubenzuckers über die Mundschleimhaut aufgenommen wird (da streiten sich die Gelehrten) oder im oberen Teil des Dünndarms, sei dahin gestellt. Ein Umweg über die Leber erscheint mir aus beschriebenen zeitlichen Gründen als nicht wahrscheinlich.
Hier noch zum Lesen:
Einfachzucker werden auch schon über die Darmwand aufgenommen -
http://www.medizin-kompakt.de/anatomie/stoffwechsel/kohlenhydrate/aufnahme-resorption
Bin immer wieder begeistert, wenn mir jemand mit so ner tollen Steilvorlage widerspricht :)
Im Link steht eindeutig:
Verdauen beginnt im Mund und geht weiter durch Magen und Darm und bedeutet im Medizinsprech in so kleine Bestandteile zerlegen, dass die durch die Darmwand aufgenommen=resorbiert werden können.
Resorbtion=Aufnahme erfolgt in nennenswerter Menge nirgendwo vorher, sondern (Zitat wörtlich!) "durch die Darmwand mit Weitertransport über die Pfortader zur Leber - dort findet der eigentliche Stoffwechsel statt".
Um welche Mengen und Geschwindigkeiten es dabei geht finden wir hier
http://www.internisten-im-netz.de/de_leber-allgemeines_848.html
schrieb:
Die etwa 1,5 Kilogramm schwere Leber ist die größte Drüse und das zentrale Organ für den Stoffwechsel des Körpers. In ihr werden lebenswichtige Nährstoffe gespeichert und das Blut von Giftstoffen befreit. Knapp 2.000 Liter Blut werden jeden Tag durch die Leber gepumpt, das entspricht 1,5 Liter pro Minute. Dies bedeutet, dass das Gesamtblutvolumen täglich 350- bis 500-mal durch die Leber fließt.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 19.08.2016 13:31:12. Grund: Ergänzung -
am 21.08.2016 10:05:18 | IP (Hash): 2000489680
Rose14 schrieb:
Die 143 habe ich etwa eine Stunde nach dem essen gemessen. Also nicht so optimal. Aber auch noch nicht so schlecht, denn in meiner letzten ss war der Wert nach einer Pizza um die 160 also deutlich schlechter.
Jetzt habe ich die letzten 5 Tage tatsächlich Nüchternwerte immer unter 90 gehabt, sogar zwischen 82 und 85. Scheinbar normalisiert sich das ganze wieder etwas... Habe ja jetzt dann die kritischen ersten 3 Monate bald rum. Vielleicht hat das auch damit zu? Obwohl ich im Netz was gelesen habe, dass die erste Zeit der Blutzucker niedriger sein sollte... Hmm war bei mir jetzt eher umgekehrt...
Das heißt zwar nicht dass es so bleibt aber ich freu mich trotzdem :)
Hallo Rose,
ich hoffe, dass du von Zeit zu Zeit noch hier in deinen Thread reinschaust, auch wenn die beiden ihn für ihre Diskussionen missbrauchen, die mit deiner Situation kaum etwas zu tun haben. Du brauchst dir auch keinen Angst um dein BZ-Testgerät einjagen zu lassen. Wenn du damit gut durch deine erste SS gekommen bist, dann nimm es weiter. Bei einem neuen Gerät kannst du genauso gut ein schlechteres erwischen. Wenn es ein Markengerät ist - davon gehe ich mal aus - dann erfüllte es auf jeden Fall auch Anforderungen, die unterdessen leicht verschärften wurden.
Ich freue mich für dich, dass deine Werte sich wieder etwas normalisiert haben und drücke die Daumen, dass sie auch in Zukunft nicht viel weiter nach oben gehen. In der Tat könntest du bei einer eiweißreichen- oder fettreichen Mahlzeit mal stichprobenweise nach einer weiteren halben Stunde nachsehen, ob dein BZ dann weiter angestiegen ist oder nicht. Wenn nicht, dann kannst du davon ausgehen, dass die 143 wirklich ungefähr die Spitze gewesen sind. Solche kurzzeitigen geringen Überschreitungen des Zielwertes nach der Mahlzeit würden auch in der zweiten SS-Hälfte nicht problematisch sein. Die BSD deines Babys soll ja arbeiten, nur eben nicht über lange Zeit auf Volllast. Bei Überschreitung des Nüchternzielwertes geht man davon aus, dass der BZ über längere Zeit zu hoch verläuft. Deshalb ist das kritischer zu sehen, als die Überschreitungen nach den Mahlzeiten. Wenn du deine Mahlzeitwerte in der ersten SS mit der Ernährung gut im Griff behalten konntest, dann wird dir das bestimmt in dieser SS auch wieder gelingen.
Hier habe ich übrigens noch eine interessante Fachdsisskussion innerhalb der DDG zum SS-Diabetes:
http://www.diabetologie-online.de/a/1783814
Der Autor spricht genau die zwei Punkte an, die auch dir auf der Seele brennen dürften - ob Insulin um jeden Preis sein muss und die Betrachtung jeder Geburt bei SS mit Insulinbehandlung als schwerer Fall. Er sieht deshalb Schulungsbedarf bei seinen Kollegen, um Übertherapie zu vermeiden. Du siehst, dass es richtig ist, dass du dir deine eigenen Gedanken machst und nicht nur blind auf deine Ärzte vertraust.
Alles Gute, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.08.2016 17:37:39 | IP (Hash): 399430540
Aber natürlich! Warum blind auf Ärzte vertrauen?
Es gibt ja schließlich Rainer!! -
am 22.08.2016 11:30:16 | IP (Hash): 2072991218
Hallo EH,
ich würde auch keinen Arzt vertrauen und immer eine zweite oder auch dritte Meinung
einholen, auch von Rainer.
Gruß Wolle1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.08.2016 12:03:53 | IP (Hash): 360082268
Wolle schrieb:
Hallo EH,
ich würde auch keinen Arzt vertrauen und immer eine zweite oder auch dritte Meinung
einholen, auch von Rainer.
Gruß Wolle
Es steht dir natürlich frei, wen du um Rat fragst.
Wenn ich Zweifel an einer Diagnose eines Arztes habe, frage ich einen anderen Arzt, aber keinen Laien,
Rainer brauch ich dazu erst recht nicht, im Internet recherchieren kann ich selbst. -
Elfe
Rang: Gastam 22.08.2016 19:06:22 | IP (Hash): 2046177090
Rose14 schrieb:
Jetzt habe ich die letzten 5 Tage tatsächlich Nüchternwerte immer unter 90 gehabt, sogar zwischen 82 und 85. Scheinbar normalisiert sich das ganze wieder etwas... Habe ja jetzt dann die kritischen ersten 3 Monate bald rum. Vielleicht hat das auch damit zu? Obwohl ich im Netz was gelesen habe, dass die erste Zeit der Blutzucker niedriger sein sollte... Hmm war bei mir jetzt eher umgekehrt...
Das heißt zwar nicht dass es so bleibt aber ich freu mich trotzdem :)
Liebe Rose,
deine Nüchternwerte sind doch super.
Statt 'Netz-Suche' wäre ein Gespräch mit deinem Arzt/deinen Ärzten aber besser.
Denn dein Arzt kennt dich ..., im Netz findest du alles und nichts, die mit deiner persönlichen Situation ev. gar nichts gemein hat und dich nur verunsichert.
Ich war heute in 'meiner' Diabetes-Praxis zur Routine-Untersuchung.
Dort waren auch schwangere Frauen, sowohl auch Mütter mit ihren Babies zur Nachsorge bzgl. Normalisierung der Blutzuckerwerte nach der Geburt.
Diese zauberten ein Lächeln auf den Gesichtern des Fachpersonals mit bevorzugter, fast liebevoller Behandlung, als auch den Patienten im Wartezimmer mit aufmunternden Gesten. Dieser besonderen Situation kann sich keiner entziehen.
Bitte habe Vertrauen in die Ärzte.
Alles Gute !
Wünscht Dir und Euch
Elfe
Auch hier im Forum bitte Beiträge kritisch bewerten.
Soweit ich das beurteilen kann,
:-) ist EH die einzige, die wirklich etwas zu Schwangerschaft, Geburt und Diabetes aus persönlicher Erfahrung sagen kann.
:-( Wenn Jürgen von Bolus schreibt, meint er schnelles Insulin, was du gar nicht brauchst! Und dieses Leber-Glucose-Brimborium ist unübersichtlich.
Wenn ich seine Beiträge lese, denke ich immer "Warum einfach, wenn 's kompliziert geht !"
:-( Rainer 'missbraucht' jedes Thema, um seinen Senf dazu zugeben, ob passend oder nicht.
Bearbeitet von User am 22.08.2016 19:11:41. Grund: . -
am 25.08.2016 08:48:06 | IP (Hash): 492696425
Rainer schrieb:
Hallo Rose,
ich hoffe, dass du von Zeit zu Zeit noch hier in deinen Thread reinschaust, auch wenn die beiden ihn für ihre Diskussionen missbrauchen, die mit deiner Situation kaum etwas zu tun haben. Du brauchst dir auch keinen Angst um dein BZ-Testgerät einjagen zu lassen. Wenn du damit gut durch deine erste SS gekommen bist, dann nimm es weiter. Bei einem neuen Gerät kannst du genauso gut ein schlechteres erwischen. Wenn es ein Markengerät ist - davon gehe ich mal aus - dann erfüllte es auf jeden Fall auch Anforderungen, die unterdessen leicht verschärften wurden.
Ich freue mich für dich, dass deine Werte sich wieder etwas normalisiert haben und drücke die Daumen, dass sie auch in Zukunft nicht viel weiter nach oben gehen. In der Tat könntest du bei einer eiweißreichen- oder fettreichen Mahlzeit mal stichprobenweise nach einer weiteren halben Stunde nachsehen, ob dein BZ dann weiter angestiegen ist oder nicht. Wenn nicht, dann kannst du davon ausgehen, dass die 143 wirklich ungefähr die Spitze gewesen sind. Solche kurzzeitigen geringen Überschreitungen des Zielwertes nach der Mahlzeit würden auch in der zweiten SS-Hälfte nicht problematisch sein. Die BSD deines Babys soll ja arbeiten, nur eben nicht über lange Zeit auf Volllast. Bei Überschreitung des Nüchternzielwertes geht man davon aus, dass der BZ über längere Zeit zu hoch verläuft. Deshalb ist das kritischer zu sehen, als die Überschreitungen nach den Mahlzeiten. Wenn du deine Mahlzeitwerte in der ersten SS mit der Ernährung gut im Griff behalten konntest, dann wird dir das bestimmt in dieser SS auch wieder gelingen.
Hier habe ich übrigens noch eine interessante Fachdsisskussion innerhalb der DDG zum SS-Diabetes:
http://www.diabetologie-online.de/a/1783814
Der Autor spricht genau die zwei Punkte an, die auch dir auf der Seele brennen dürften - ob Insulin um jeden Preis sein muss und die Betrachtung jeder Geburt bei SS mit Insulinbehandlung als schwerer Fall. Er sieht deshalb Schulungsbedarf bei seinen Kollegen, um Übertherapie zu vermeiden. Du siehst, dass es richtig ist, dass du dir deine eigenen Gedanken machst und nicht nur blind auf deine Ärzte vertraust.
Alles Gute, Rainer
Vielen Dank für deine Anmerkung. Das werde ich mal probieren noch eine halbe Stunde später zu messen. Auch einen Dank für den Link. Sowas war eigentlich eins der Dinge die ich gesucht habe, eine kritische Sicht der derzeitigen Praxis.
Ja blind den Ärzten zu vertrauen passiert mir nicht mehr, solange ich die Möglichkeit habe, die Aussagen zu überprüfen und genau hier liegt meine Angst, dass ich das eben nicht kann und gezwungen bin zu vertrauen und im Nachhinein sich wieder rausstellt dass das ein Fehler war. Die anderen sind hier von dieser Aussage nicht so begeistert allerdings vermute ich mal, dass ihr Vertrauen auch noch nicht nach hinten los gegangen ist. -
am 25.08.2016 09:13:21 | IP (Hash): 492696425
Elfe schrieb:
Liebe Rose,
deine Nüchternwerte sind doch super.
Statt 'Netz-Suche' wäre ein Gespräch mit deinem Arzt/deinen Ärzten aber besser.
Denn dein Arzt kennt dich ..., im Netz findest du alles und nichts, die mit deiner persönlichen Situation ev. gar nichts gemein hat und dich nur verunsichert.
Ich war heute in 'meiner' Diabetes-Praxis zur Routine-Untersuchung.
Dort waren auch schwangere Frauen, sowohl auch Mütter mit ihren Babies zur Nachsorge bzgl. Normalisierung der Blutzuckerwerte nach der Geburt.
Diese zauberten ein Lächeln auf den Gesichtern des Fachpersonals mit bevorzugter, fast liebevoller Behandlung, als auch den Patienten im Wartezimmer mit aufmunternden Gesten. Dieser besonderen Situation kann sich keiner entziehen.
Bitte habe Vertrauen in die Ärzte.
Alles Gute !
Wünscht Dir und Euch
Elfe
Auch hier im Forum bitte Beiträge kritisch bewerten.
Soweit ich das beurteilen kann,
:-) ist EH die einzige, die wirklich etwas zu Schwangerschaft, Geburt und Diabetes aus persönlicher Erfahrung sagen kann.
:-( Wenn Jürgen von Bolus schreibt, meint er schnelles Insulin, was du gar nicht brauchst! Und dieses Leber-Glucose-Brimborium ist unübersichtlich.
Wenn ich seine Beiträge lese, denke ich immer "Warum einfach, wenn 's kompliziert geht !"
:-( Rainer 'missbraucht' jedes Thema, um seinen Senf dazu zugeben, ob passend oder nicht.
Also bis auf ein paar Zahlen bezüglich blutwerte und selbst gemessenen Zucker Werten kennt mich mein Arzt auch nicht besser als ich mich selbst wahrscheinlich kennt er mich noch weniger.
Ich recherchiere schon ziemlich lange im.netz und bin dahin gehend nicht wirklich naiv und projiziere nicht alles "mögliche" auf mich. Auch hier im Thread betrachte ich die Infos kritisch vergleiche sie teilweise auch mit dem Wissen was mir damals Der Diabetologe vermittelt hat.
Ich finde, in einer diabetologischen Praxis ist das Arzt, Helfer und Patienten Verhältnis ganz was anderes als in einer normalen Arzt Praxis. Aber trotzdem kann mir ein Helfer oder Arzt mit einem Lächeln im Gesicht den gleichen schmarrn erzählen wie ein mürrischer Arzt der keinen Bock mehr auf seinen Job hat. Ich glaube ja noch nicht einmal dass falsche Behandlung mutwillig geschehen sondern schlicht aus der überzeugung dass genau so richtig ist.
Was glaubst du was los ist, wenn ich jetzt zum Diabetologen gehe? Erst mal werden sie mich zusammen scheißen warum ich denn nicht schon früher gekommen bin vorallem wenn ich von meinen selbstmessungen erzähle. Dann wird erst mal ein Termin zum ogtt gemacht. Am besten gleich am nächsten Tag. Dann wird irgendein wert wohl nicht in die Norm passen und dann geht's schon weiter. Nach einer, maximal zwei Wochen werden sie wieder mit irgendwelchen Werten unzufrieden sein und mir Insulin aufdrücken ob nun schnelles oder nachtinsulin ist dann schon egal. Und sollte ich.mich dahingehend wehren wird sofort die Angst und Panik Schiene hoch gefahren von wegen mein Kind verkümmert in meinem Leib.
Solange meine Werte in meinen Augen in Ordnung sind, ich selbst was tun kann, werde ich nicht vor der ssw 20-24 zum Arzt Rennen. Vielleicht habt ihr solche Ärzte noch nie erlebt, ich schon, deswegen werde ich erst gehen, wenn kein Weg dran vorbei führt. Trotz dass ich sehr informiert bin lassen mich solche Aussagen die weit unter die Gürtel Linie gehen auch nicht kalt!
Ich hoffe du empfindest das nicht als Angriff, ich bin dahingehend nur sehr wütend und kann das dann auch nicht allzu nett formulieren.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 26.08.2016 01:20:43 | IP (Hash): 2046177090
Liebe Rose,
meine Sorge gilt dir und deinem Baby !
Du schleppst mit Wut und Skepsis so vieles mit dir.
Du brauchst einen Diabetes-Arzt, dem du deine Bedenken schildern kannst und dich angenommen fühlst - wäre vordringlich zu recherchieren und aufzusuchen.
Wie beschrieben, werden in meiner Praxis Schwangere bevorzugt behandelt, da wird auch so ein Normalo-Diabetiker-Termin wie mich, abgekürzt.
Selbstverständlich mit meiner Zustimmung ! Weil es um zwei Leben geht - der Mutter und des Kindes.
Mein Diabetes-Arzt kennt mich - mit all meinen Werten, im Überblick zu anderen Patienten (wenn sich bei ihm eine Augenbraue hebt, merke ich, daß ich doch eher ein Sonderfall bin) und auch Tränen-Verzweiflungs-Reaktionen meinerseits hat er überstanden.
Dort fühle ich mich als Person insgesamt wirklich angenommen, und meiner Internetrecherche bzgl. Schocking-Diabetes-Spätfolgen habe ich eingestellt - zeigen sich nach vielen vielen Jahren nach Diagnose nicht. Weiß um die Gefahr, versuche BZ-Werte im Bereich zu halten, wird im Arzt-Gespräch bewertet.
Hier geht es aber um Dich. Mit Sorgfalt gilt es jetzt, einen Diabetes-Arzt deines Vertrauens zu finden. Mit Internet-Recherche/Arztsuche für deinen Wohnort in Vorauswahl, aber auch beim Termin eigenes Bauchgefühl nutzen = Empathie = Summe der unterbewußten Erfahrungen plus Kopf = Wissen.
Herzlich Elfe