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Diabetes Insipidus
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am 05.09.2016 04:29:22 | IP (Hash): 830686530
Hallo :)
Ich heiße Marcel, bin 19 Jahre alt und auf der Suche nach weiteren Personen die mit Diabetes Insipidus leben. Ich habe mir bereits die älteren Beiträge in diesem Forum über das Thema durchgelesen und fühle mich dazu aufgetragen meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Alleine um dieses Thema wieder aufleben zu lassen.
Erstmal ein paar Informationen wie sich das Ganze auf mich und mein Leben bisher ausgewirkt hat.
Fangen wir erstmal ganz von vorne an... Nach den Erzählungen meiner Eltern habe ich mich als Kind über Nacht sehr oft eingenässt (fast täglich). Auch nach einigen Jahren, obwohl das Bettnässen dann eigentlich ganz natürlich aufhört. Da mein Papa seit seiner Geburt auch Diabetes Insipidus hat erschlich sich bei meinen meine Eltern recht schnell der Verdacht das ich womöglich auch unter Diabetes Insipidus leide. Deswegen haben Sie mir dann einfach mal einen Nasenspritzer Minirin vor dem zu Bett gehen gegeben und siehe da... das Bett ist trocken geblieben und der nachträgliche Besuch beim Arzt ergab, dass ich dieselbe Erkrankung aufweise. Seitdem nehme ich regelmäßig das Nasenspray "Nocutil" (3-mal am Tag) und lebe damit ganz normal und ohne Einschränkung.
Nur extrem ärgerlich und anstrengend, wenn ich mal vergesse das Medikament einzunehmen...
Das durchgehende Durstgefühl und nach jedem Trinken direkt wieder das Verlangen zu haben auf die Toilette zu müssen. Das fordert den Körper extrem, wenn man im halbstündigen Takt mehrere Liter Wasser trinkt und quasi sofort wieder rauslassen muss. Daher erzwinge ich mich in solchen Situationen keine Getränke zu mir zu nehmen und abzuwarten bis ich endlich wieder das Nasenspray nehmen kann. Ab und zu ist das Durstgefühl allerdings so unerträglich das ich einfach was trinken muss, selbst wenn ich genau weiß das es eigentlich keinen Sinn macht. Nach paar Stunden merkt man dann deutlich das die Konzentration nachlässt und nur noch ans Trinken denken kann. In solchen Momenten ist es wirklich die Hölle auf Erden. Nicht zu vergessen das unangenehme Gefühl sich immer wieder abzumelden, oder die Gruppe von Leuten verlassen zu müssen um wieder mal auf die Toilette zu gehen. Ich muss gar nicht erwähnen, dass man überall wo man sich rum treibt nach Möglichkeiten umguckt seinen Druck abzulassen. Ich bin deswegen extrem froh das Medikament täglich benutzen zu können, damit mir sowas zumindest sehr oft erspart bleibt.
Was mich jetzt besonders interessiert:
Wie lebt ihr mit Diabetes Insipidus? Wie sieht euer Alltag aus? Gibt es Unterschiede zu mir?
Was nehmt ihr für Medikamente? Habt ihr vielleicht schon verschiedene ausprobiert? Gab es in der Wirkung Unterschiede? (Habe bislang nur „Nocutil“ genommen und bin damit auch zufrieden)
Würde mich sehr gerne mit euch über dieses Thema austauschen.
Stellt mir gerne Fragen, wenn ihr welche habt. Freue mich über Rückmeldung.
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am 05.09.2016 18:26:35 | IP (Hash): 236694698
Hallo Marcel,
sei nicht traurig, wenn sich zu deinen Fragen hier niemand meldet. Das ist ein Forum zum Austausch über Diabetes mellitus.
Diabetes mellitus und Diabetes insipidus haben nur einen Teil der vor Urzeiten entstandenen Bezeichnung gemeinsam, ansonste besteht zwischen dem "honigsüßen Durchfluss" und dem "Durchfluss ohne Geschmack" nicht der geringste Zusammenhang.
Vielleicht meldet sich ja doch noch jemand.
Beste Grüße, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.