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Neueinstellung nötig?
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am 16.09.2016 17:06:51 | IP (Hash): 1978834111
Hallo ihr Lieben,
aktuell hat sich in meinem Leben einiges verändert. Meine Diabetes Diagnose habe ich damals 2 Wochen vor Anfang meiner Ausbildung bekommen. Also lebe ich jetzt seit über 3 Jahren mit dem Diabetes. Ich bin jetzt vor ca. 2-3 Wochen in meine erste eigene Wohnung gezogen und muss sagen, dass mir der Zucker echt teilweise Probleme macht. Ich habe oft sehr starke Zuckerschwankungen. Und zwar in beide Richtungen. Entweder wirklich sehr hoch oder halt auch sehr tief. Saß den einen Tag schon mit der Notrufnummer eingetippt in der Bude, weil, ich das Problem hatte, dass der Zucker egal was ich gemacht habe einfach weiter gesackt ist. Hat sich dann allerdings später wieder eingependelt. Ich hatte jedoch extreme Panik und habe auch am ganzen Körper geschwitzt. Heute auf Arbeit fast das gleiche. Ich laufe den ganzen morgen mit einem guten Wert rum und messe dann um ca. 14 Uhr und sehe aufeinmal einen Wert von 350! Da habe ich natürlich erstmal etwas gegengespritzt, war jedoch etwas vorsichtiger, da ich mir diesen hohen Wert einfach nicht erklären konnte. Um 16 Uhr heute war es dann soweit, dass ich unruhig / nervös wurde und gemessen habe und aufeinmal einen 60er Wert hatte. Ich verstehe einfach nicht wie solche Schwankungen zustande können kommen?
Ich esse regelmäßig. Also morgens mein Frühstück, dann auf Arbeit je nach Lage spätestens um 12:30, frühestens um 11:30 mein Mittag und halt Abends gegen 17 / 18 Uhr auch nochmal was. Ansonsten ist zu sagen, dass ich einen Bürojob ausübe, bei dem auch keine großen körperlichen Anstrengungen entstehen.
Ich bin echt momentan am überlegen, ob ich mit meinem Diabetologen rede wie der das sieht, wegen einer Neueinstellung vllt in einer Klinik(bad lauterberg zb).
Was meint ihr?
VG -
am 16.09.2016 22:55:22 | IP (Hash): 490855621
Hab bislang gedacht, dass heute nur noch alte 2er fix eingestellt werden und dass die Ärzte mit jungen 1nern die erste brauchbare Einstellung so erarbeiten, dass die dabei gleichzeitig lernen, wie sie ihre Faktoren selbst anpassen können, wenn sich warum auch immer daran was ändert.
So eine Schulung würde ich an Deiner Stelle dringend anstreben und nur dort zur Einstellung gehen, wo sie damit zusammen angeboten wird.
Doc Bernstein war der erste Typ1, der Ende der 70ger Jahre des vorigen Jahrhunderts mit dem ersten Vorläufer unserer heutigen Testgeräte seinen Blutzucker selbst getestet und gefunden hat, dass der mit seiner damaligen Einstellung in 24 Stunden munter zwischen 40 und 400mg/dl schwankte. Er war damals noch kein Doc, sondern Techniker, und hat sich dann daran gemacht, systematisch zu beobachten, was an Futter seinen BZ in welcher Zeit um wie viel erhöhte, und um wie viel in welcher Zeit wie viel von seinem Insulin den wieder senkte. Und mit welchen Mengen er die BZ-Wirkung von Futter und Insulin nach und nach so aufeinander abstimmen konnte, dass die bei ihm zu einem immer gesünderen BZ-Verlauf führten. Keine Hexerei, kann jeder, Du natürlich auch :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.09.2016 10:04:23 | IP (Hash): 1422844714
Wenn du erst überzuckert warst, korrigiert hast und dann unterzuckert warst, dann ist evtl einfach deine Korrekturregel zu hoch...?
Ansonsten kann ich dir sagen, dass ich z.B. liebend gerne solche Schulungen/Neueinstellungen mache und das auch wirklich alle paar Jahre nutze (leider kriege ich meine Werte auch nicht so gut in den Griff, was allerdings auch gerne mal an mir liegt). Ich bin übrigens 24 und habe Diabetes seit 16 Jahren...
Also wenn du so eine Schulung/Neueinstellung gerne machst, dann mach das ruhig, ist halt auch einfacher. Wenn nicht dann miss öfter, korrigier weniger oder setz den BE/KE-Faktor runter...einfach mal rumprobieren.
Ich kann die Schulung im Asklepios Westklinikum (in Hamburg in Rissen) sehr empfehlen. Die in Quakenbrück wurde mir selber auch schon empfohlen.
Aber das musst du alles selber für dich entscheiden, oder auch zusammen mit deinem Diabetologen, der muss dich ja sowieso da hin überweisen.