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unklarheiten zu blutzucker werten

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    am 06.10.2016 12:06:18 | IP (Hash): 1449777100
    bei mir wurde bei einem gesundheits-checkup ein nüchter blutzucker von 102 festgestellt. empfehlung des arztes war mehr bewegung und weniger kohlenhydrate. bin 37 jahre alt, männlich und BMI ist 24. ich hab dann noch mal den a1c messen lassen, war 4.8%.

    war ehrlich gesagt, etwas irritiert über den nüchtern blutzucker da ich 2 oder 3 mal die woche sport machen, nicht übergewichtig bin und meistens 100g bis 200g kohlenhydrate essen. auch in meiner familie haben alle einen nüchtern blutzucker zwischen 80 und 90.

    da ich eventuelle probleme gerne früh abfangen möchten, habe ich mir blutzuckermessgerät geholt.

    nüchern:
    96, 101, 95, 96, 99, 92, 106, 107, 94
    (bei den werten über 100 habe ich viel kohlenhydrate am abend davor gegessen. bei den anderen hab ich mich eher low carb ernährt (ca. 100g kohlenhydrate)

    die werte nach dem essen waren eigentlich ganz okay. bei essen mit ca. 40-50g KH waren die werte meistens ca. 120 nach einer stunde und wieder ca 95 nach zwei stunde.

    bei zwei extremen tests, sahen sie so aus:

    150g Schokoladenkekse (90g carbs, 37g fat, 9g protein)
    davor: 91
    1 stunde: 131
    1 stunde 30 mins: 90
    2 stunden: 122
    2 stunden 30 min: 123
    3 stunden: 123
    3 stunden 30 mins: 90

    75g Glucose Drink aus der apotheke
    nüchtern/davor: 94
    30 min: 175
    1 stunde: 178
    1 stunden 30 mins: 147
    2 stunden: 123
    2 stunden 30 mins: 107
    3 stunden: 64

    ich hab mir jetzt noch mal eine meinung von einem arzt geholt, der auch diabetes als sein fachgebiet bezeichnet.

    seine meinung war, dass der BZ von 102 normal wäre, da um 10:00 nach ca 12 stunden fasten gemessen wurde und der blutzucker durch das cortisol und andere hormone ansteigt. die andere nüchern werte mitte 90 die ich zuhause gemessen habe, wären auch normal.

    auch die werte des OGTT den ich zuhause gemacht habe empfand der normal. die spitze wäre okay, wichtig wäre der wert nach zwei stunden.

    ich wahr ehrlich gesagt ein bisschen überrascht. ich hab bisher gelesen, dass studien belegt haben, dass bereits ab einen nüchtern BZ von ca 90 die ersten negativen dinge passieren können und dass viele denn denkfehler machen, davon auszugehen, dass 99 noch total normal ist und ab 100 hat man dann auf einmal prädiabetes.

    zu dem OGTT hab ich gelesen, dass der wert nach 2 stunden zwar für die diagnose relevant ist, dass es davor aber aber auch keine so extreme spitze geben sollte.

    wie sehr ihr das?
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    am 06.10.2016 13:04:06 | IP (Hash): 2108455638
    Hallo!

    Was für Studien hast Du denn da gelesen?

    Dein Arzt hat völllig recht, und hier

    http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2015/DuS_S2-15_Herr_Jannaschk_S98-S101_Kerner-Br%C3%BCckel_Definition.pdf

    ist was "amtliches" zu lesen.

    Übrigens, Dein Testgerät für zuhause hat eine zugelassene Streuung wie eine Flinte an der Schießbude: Je "Höher", desto ungenauer.
    Frag altgediente INSULINER – wir müssen mit den Dingern unsere Dosis berechnen. Da merkt man schnell, welchen Werten man trauen kann und wann man nochmal testen muss.

    Bleib weiter so schön gesund!
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    am 06.10.2016 13:50:10 | IP (Hash): 1449777100
    hier wird auf mehrere studien verwiesen:

    https://chriskresser.com/when-your-%E2%80%9Cnormal%E2%80%9D-blood-sugar-isn%E2%80%99t-normal-part-2/

    http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php

    wie gesagt, das problem ist, dass das ganze eher ein kontinuum ist. es ist nicht so, dass ein BZ von 99 keinerlei probleme mit sich führ, aber bei 100 man auf einmal krank ist und aufpassen muss.

    "amtlichen empfehlungen" haben das problem, dass der wert nicht zu niedrig sein darf, da sonst zu viele leute als krank eingestuft werden, die es eigentlich nicht sind.. und umgekehrt, wenn der grenzwert zu hoch ist.

    dass es dazu verschiedene ansicht gibt, zeigt zum beispiel dass die WHO den grenzwert bei 110 sieht, deutsche und amerikanische diabetes organisationen jedoch bei 100.

    ich dachte einfach, dass der zweite arzt, dass etwas persönlicher sieht. so in die richtung "ein bisschen am oberen ende von normal, achte sie auf ihre ernährung und so weiter"... aber nicht "alles total normal, beruhigen sie sich".

    nicht, dass ich zwingend die diagnose prädiabetes bekommen möchte. aber ich will einfach sicherstellen, dass ich dem arzt auch längerfristig vertrauen kann.

    die sehr hohe spitze in der ersten stunde des zuhause gemachten OGTT ist auch normal?
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    am 06.10.2016 14:17:17 | IP (Hash): 2108455638
    Na, die beiden Links sind ja nun kaum von der eigene Meinung gefärbt....

    Man darf nicht vergessen: Menschen sind keine Maschinen, und nur weil jemand meint, ein höheres Risiko bei irgendwelchen Werten zu erkennen (in kleinsten Gruppen), so muss das dann ja wirklich nicht unbedingt stimmen.


    Verlass Dich einfach auf Deinen Arzt.

    Du kannst natürlich auch das Netz durchforsten, Dich irre machen lassen (auch hier im Forum gibt's da einen Experten für), das ganze dann in 2 x Sport täglich und zart gegartes Gemüse mit ohne alles münden lassen...

    Deine Werte sehen gut aus, altersbedingt ab 40 dann alle 2 Jahre checken lassen.

    Viele Grüße
    Andy


    PS. Es gibt weitaus mehr im Diabetes-Universum als den "Alterzucker".... Einige wenige erwischt der Typ 1 (dagegen gibt's rein gar nichts), dann neben dem bekannten Typ 2b "DICK FAUL GEFRÄSSIG im Volksmund) noch den Typ 2a - da ist man eben nicht dick, und dann noch die MODY-Typen... und auch da kannst Du Diät halten und Sport treiben bis zum umfallen...
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    am 06.10.2016 15:01:16 | IP (Hash): 431036507
    tom36_ schrieb:
    seine meinung war, dass der BZ von 102 normal wäre, da um 10:00 nach ca 12 stunden fasten gemessen wurde und der blutzucker durch das cortisol und andere hormone ansteigt. die andere nüchern werte mitte 90 die ich zuhause gemessen habe, wären auch normal.


    Da wird Der Diabetologe vermutlich recht haben, aber man sollte nicht vergessen das dem Typ 2 erstmal eine (mehrjährige) sog. Insulinresistenz vorausgeht.
    Ob eine Insulinresistenz vorliegt, kann man im Blutbild anhand des vorhandenen Insulins bzw. C-Peptid erkennen - Stichwort "HOMA-Index".

    TypEinser schrieb:
    Es gibt weitaus mehr im Diabetes-Universum als den "Alterzucker".... Einige wenige erwischt der Typ 1 (dagegen gibt's rein gar nichts), dann neben dem bekannten Typ 2b "DICK FAUL GEFRÄSSIG im Volksmund) noch den Typ 2a - da ist man eben nicht dick, und dann noch die MODY-Typen... und auch da kannst Du Diät halten und Sport treiben bis zum umfallen...


    Typ 1, Typ 2, Typ 3 (8 Unterformen die verschiedene Ursachen haben), Typ 4 (Gestations- bzw. Schwangerschafts-Diabetes), Typ LADA u. Typ MODY (12 Unterformen die verschiedene Ursachen haben) - Inkl. Unterformen also 24 Typen.
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    am 06.10.2016 16:31:35 | IP (Hash): 692889022
    Poth schrieb:

    Da wird Der Diabetologe vermutlich recht haben



    war ein internist der sich unter anderem auf diabetis, bluthochdruck und metabolisches syndrom spezialisiert.

    Poth schrieb:
    aber man sollte nicht vergessen das dem Typ 2 erstmal eine (mehrjährige) sog. Insulinresistenz vorausgeht.
    Ob eine Insulinresistenz vorliegt, kann man im Blutbild anhand des vorhandenen Insulins bzw. C-Peptid erkennen - Stichwort "HOMA-Index"..



    darum ging es mir letztendlich. ich hab immer wieder gelesen, dass man ja nicht von heute auf morgen diabetes bekommt und warnzeichen dass es in die richtung geht (zum beispiel insulinresistenz) teilweise schon vorher erkennnbar sind.

    da ich mit meinem nüchtern bz sicher am oberen bereich von normal bin, dachte zumindest, dass der arzt es für sinnvoll hält, bestimmte warnzeichen wie insulinresistenz auszuschließen.
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    am 06.10.2016 16:56:31 | IP (Hash): 431036507
    Bei mir war der Nüchternblutzucker im Jahr 2008 bei ~106mg/dl u. 2013 wurde die Diagnose insulinpflichtiger Diabetes mit einem Nüchternblutzucker von ~350mg/dl (postprandial bis 600mg/dl) gestellt - Hätte mein Hausarzt fünf Jahr zuvor die Diagnose "Insulinresistenz" gestellt, dann würde ich heute vielleicht noch nicht an der Nadel (ICT) hängen...

    Natürlich sollte man nun nicht in Panik geraten u. dem Arzt auf den Füßen stehen, aber man sollte zum. mal nachhaken ob das C-Peptid bestimmt wurde u. wie hoch dieses war.
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    am 06.10.2016 17:52:22 | IP (Hash): 692889022
    Poth schrieb:

    Natürlich sollte man nun nicht in Panik geraten u. dem Arzt auf den Füßen stehen, aber man sollte zum. mal nachhaken ob das C-Peptid bestimmt wurde u. wie hoch dieses war.



    C-Peptid oder insulin bestimmt. auch dass ich den OGTT zuhause gemacht habe, empfand der arzt als komplett verrückt.
  • Elfe

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    am 06.10.2016 19:03:56 | IP (Hash): 1132797398
    Hallo Tom,

    dein Arzt hat sich wirklich 'unglücklich' ausgedrückt, aber vielleicht hat er nur deine Methodik hinterfragt mit 'Apotheken-Glucose-Drink'.
    Die Testlösung ist im übrigen nur 75 g Traubenzucker in 300 ml Wasser.
    http://www.gesundheits-lexikon.com/Vorsorge-Diagnostik/Vorsorge-Mann/Oraler-Glukosetoleranztest-oGTT-.html

    All deine selbst gemessenen Werte sind in Ordnung !
    Auch unter den verschärften Bedingungen wie KH-reiches Abendessen und Nüchternwerten; Schokokeksen.

    Bei deinen Zitaten handelt es sich um zwei USA-Links, die man nicht wirklich als Studien bezeichnen kann.
    Immer heißt es auch, die Quellen zu recherchieren und zu hinterfragen:
    1) Der Chris ist rein 'zufällig' Anhänger der Paleo(Steinzeit)-Ernährung und Autor des entsprechenden Buches ?
    https://chriskresser.com/about/
    2) http://www.phlaunt.com/diabetes/bio.php
    ... nun ja.

    Vertraue da mehr auf unser deutsches Gesundheitssystem mit entsprechenden Quellen.

    Gruß Elfe

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    am 06.10.2016 20:08:59 | IP (Hash): 76630862
    Wenn ein Diabetes die fachoffiziell zu seiner Diagnose gesetzten Grenzwerte überschreitet, fängt die Störung nicht erst an, die den Blutzucker ungesund hoch ansteigen lässt, sondern ist dann schon in vollem Gange. Denn die Organe, die in unserer Blutzucker-Automatik genial zusammenarbeiten, gleichen die Störungen einzelner Teammitglieder über einen weiten Bereich aus. So fehlen z.B. einem Typ1 bei Erreichen eines der Diagnose-Grenzwerte schon bis zu 80% seiner Beta-Zellen. Und ganz ähnlich ist es doch mit den Störungen bei den meisten übrigen Diabetes mellitus Formen.

    Die Diagnose-Grenzwerte sollen ja auch nicht sagen, wo der Diabetes anfängt, sondern ab wann er als medizinisch behandlungspflichtig gilt. Und so gesehen ist auf den ersten Blick klar, dass niemand mit dem Blutzucker unter den Diagnose-Grenzwerten einen Anspruch auf ärztliche Leistung hat, aber dass jedem völlig frei steht, seinen höher als gesund gemessenen Blutzucker in völlig eigener Regie und natürlich ohne Medikamente in den gesunden Verlaufs-Bereich zu senken.


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    am 06.10.2016 20:15:58 | IP (Hash): 692889022
    Elfe schrieb:

    Bei deinen Zitaten handelt es sich um zwei USA-Links, die man nicht wirklich als Studien bezeichnen kann.
    Immer heißt es auch, die Quellen zu recherchieren und zu hinterfragen



    klar, aber blind würde ich dem deutschen gesundheitssystem auch nicht vertrauen.

    wie gesagt, ganzheitlich gesehen haben die das problem, dass keine feinere abstufungen als normal, prädiabetes und diabetes gemacht werden können und die empfehlungen immer für die breite bevölkerung verwendenbar sein müssen.

    da spielt auch immer eine kosten/nutzen rechnung mit rein. nur weil die grenze zb bei 100g nüchtern liegt, heisst es nicht, dass bewiesen ist, dass es keinen unterschied zwischen 85 und 95 gibt was risiken und potentielle schäden angeht.

    es wird halt eine grenze definiert ab der es wirtschaftlich sinnvoll ist die diagnose zu stellen und mit der mehr leuten geholfen als geschadet wird.

    das heisst aber meiner meinung nicht, dass alle leute unterhalb dieser grenze von einem arzt gleich behandelt werden sollten.

    ich würde die dinge auch nicht nur aufgrund den bios der autoren bewerten. die links die chris zum beispiel in dem artikel verlinkt sind von ganz "normalen" ärzten.
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    am 06.10.2016 20:17:48 | IP (Hash): 692889022
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wenn ein Diabetes die fachoffiziell zu seiner Diagnose gesetzten Grenzwerte überschreitet, fängt die Störung nicht erst an, die den Blutzucker ungesund hoch ansteigen lässt, sondern ist dann schon in vollem Gange.



    wie siehst du meine situation und werte? was würdest du mir empfehlen?
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    am 06.10.2016 22:21:23 | IP (Hash): 837475139
    tom36_ schrieb:
    C-Peptid oder insulin bestimmt. auch dass ich den OGTT zuhause gemacht habe, empfand der arzt als komplett verrückt.

    Hallo Tom,

    dein Arzt hat Recht, zumindest wenn du die Werte auf KK-Kosten bestimmt haben wolltest. Ohne den leisesten Verdacht auf Diabetes kann er das niemals begründen. Wenn du es selbst bezahlst, hätte er sicher nichts dagegen. Wenn anhand des HOMA-Indexes eine Insulinresistenz wahrscheinlich wäre, dann könnte dein Arzt sowieso nichts dagegen tun, weil es dafür keine Pillen gibt. Gegen IR helfen nur geeignete Ernährung und regelmäßige Bewegung. Den Rat kann dir dein Doc aber auch ohne irgendwelche Werte geben, weil das in jedem Fall für die Gesundheit gut ist.

    Über deine Werte brauchst du dir aus meiner Sicht nicht die geringsten Sorgen zu machen. Ich würde an deiner Stelle jährlich mal überprüfen, ob alles noch so ist, mehr brauchst du nicht zu tun. Du hast dir ja schon bei Jenny Ruhl*) vieles über gesunden BZ durchgelesen. Selbst Jenny Ruhl, die auf ihren Seiten http://www.phlaunt.com für straffe BZ-Werte plädiert, sieht den Fall von leicht erhöhten Nüchternwerten bei guten pp Werten als unproblematisch an. Lies dir mal dazu hier den letzten Absatz "If Your Post Meal Numbers Are Normal Don't Fret About High Fasting Readings" durch.

    Beste Grüße, Rainer


    *) Die Bemerkung von Elfe über die Seiten von Jenny Ruhl kannst du einfach unter "dümmer geht nimmer" verbuchen.
    Bearbeitet von User am 06.10.2016 22:30:06. Grund: .
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    am 06.10.2016 23:03:04 | IP (Hash): 682882938
    Doch ja, Folgekrankheiten-Risiko gibt es auch schon im Prädiabetes-Bereich. So um die 10 von 100 Neudiagnosen bringen schon so eine Folgekrankheit mit, wo aber in allen Beobachtungen/Studien auch nur annähernd verlässliche Aussagen dazu fehlen, wie da die Verteilung ist bezüglich Blutzucker-Verlaufshöhe und den Monaten und Jahren, die die Betroffenen dafür gebraucht haben. Aber mit einiger Wahrscheinlichkeit werden die Einschläge mit höheren und länger höheren Verläufen dichter. Und kommen in sehr gesunden Verläufen wie Deinem mit dem einzigen winzigen vielleicht-Makel allenfalls als seltenste Ausreißer vor.

    Vielleicht-Makel schlicht deswegen, weil es keine harten Fakten gibt, die ein Risiko allein aus einem erhöhten Nüchternwert herleiten. In der weit überwiegenden Mehrzahl aller beobachteten Fälle gibt es praktisch noch gar keine Folgekrankheiten, so lange ein einzelner und willkürlich definierter Gesund-Grenzwert minimal überschritten wird.
    Selbst mit einem HBA1c von 7 = gute Diabetes-Behandlung erleiden die weitaus meisten Betroffenen im Zeitrahmen von 10 Jahren noch keine Folgekrankheit und auch nach 20 Jahren noch verhältnismäßig wenige.

    Die Herausforderung für die Medizin: Bei welchem Gemessenen stehen morgens nüchtern 110 für noch ganz gesund und bei welchem für angehenden Diabetes?
    Hintergrund noch mal ausdrücklich: Wg der guten Zusammenarbeit unseres Blutzucker-Automatik-Teams verläuft der Blutzucker bei einer Störung nicht immer = Anfang von Diabetes völlig unauffällig weiter bis sie einen Grad erreicht hat, bei dem das Team sie nicht mehr unter der Decke halten kann. Dann wird der Blutzucker meistens zuerst nach den Mahzeiten und dann nüchtern und dann zwischendurch und insgesamt immer höher verlaufen, wenn der Betroffene diese Enwicklung nicht nach Kräften zu bremsen versucht.

    Wie Rainer schon geschrieben hat, ist die Anleitung von Jenny Ruhl ein super Blutzucker-Anstiegs-Bremsmittel. Ebenso auch die 10.000 täglichen Schritte von Prof. Schwarz/Dresden. Kann man auch zusammen einsetzen, wenn man mag und kann. Und auch wenn der Blutzucker damit dann wieder 24/7 im völlig gesunden Rahmen verläuft, ist in aller Regel eine Tendenz Richtung Diabetes=ursprüngliche Störung, wenn sie den da war (niemand weiß bis heute, was einen Diabetes wirklich auslöst und macht) nicht ausgeräumt, sondern praktisch nur in der krankmachenden Wirkung neutralisiert und vielleicht an der weiteren Progression gehindert.

    So wie ich z.B. denke, dass mein Blutzucker heute noch völlig ohne Medis gesund verlaufen würde, wenn ich von meiner Diagnose in 1991 an täglich wie die letzten 3 Jahre gegessen und mich 2 Stunden am Tagt intensiv bewegt hätte. Weil ich das erst die letzten 3 Jahre mache, brauche ich nur sehr viel weniger als fachärztlich normal an Insulin. Für meinen gesunden Blutzucker. Und gesunder Blutzucker ist für einen INSULINER völlig ungesund.

    Warum verwirre ich Dich so? Weil Du dir Dein eigenes Bild machen musst. Und vergiss dabei die einfachen Profitmechanismen. Wenn Du Arzt wärst und einen neuen Diabetiker so einstellen müsstest, dass der wenigstens HBA1c 7 schafft, würden Dir die Haare vielleicht nicht nur grau werden, sondern auch noch ausfallen.


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  • Elfe

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    am 06.10.2016 23:08:40 | IP (Hash): 1132797398
    Hallo Tom,
    von 'blind vertrauen' dem deutschen Gesundheitssystem hat niemand etwas gesagt, zumal Medikamente der europäischen Zulassung unterliegen.

    Wirtschaftliche Aspekte als Unterstellung mögen nur z.T. eine Berechtigung haben.
    Die Nüchternwerte zur Diagnose Diabetes liegen übrigens höher als 100
    http://www.diabetes-ratgeber.net/laborwerte/blutzucker

    In Summe sind dein HbA1c-Wert und eigen gemessene Tests völlig in Ordnung !

    Oh doch, die Bios sind schon wichtig, warum/weshalb/wieso etwas so toll sein soll.

    Gruß Elfe

    @Rainer, bitte schön, 'beweise' ! doch mal, warum 'die Elfe' dümmer als dumm bzgl. der Jenny sein soll, die sich ev. schlicht eine Insulin-Behandlung in den USA nicht leisten kann !
    Nach deiner Wunderblümchen-Suche als nur zweiten Schritt mit deiner LowCarb/HighFat-These festgefahren, passt dir die Jenny (auch Link 1) wunderbar in deinen Kram.
    Für weitere Schritte bzgl. Wissenschaft bist du persönlich nicht zugänglich, deine Forum-Beiträge dem entsprechend fragwürdig.
    Bearbeitet von User am 07.10.2016 00:40:23. Grund: .
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    am 07.10.2016 09:15:11 | IP (Hash): 692889022
    Rainer schrieb:

    dein Arzt hat Recht, zumindest wenn du die Werte auf KK-Kosten bestimmt haben wolltest. Ohne den leisesten Verdacht auf Diabetes kann er das niemals begründen..


    für mich ist nachvollziehbar, dass es keinen verdacht auf diabetes gibt. aber sind prädiabetes bzw insulinresistenz komplett ausgeschlossen?

    wie du schon sagst, die empfehlungen sind die gleichen. aber ich würde einfach gerne wissen was sache ist, damit ich das ganze nicht so locker oder zu paranoid sehe und es weiterhin vernüftig verfolgen kann.

    mit der abrechnung ist das eigentlich kein problem. ich bin privat versichert und in der gleichen praxis wurde von einem anderen arzt auch mal alle möglichen werte bestimmt, die eigentlich ehrlich gesagt, eher "optional" waren.

    Rainer schrieb:
    Selbst Jenny Ruhl, die auf ihren Seiten http://www.phlaunt.com für straffe BZ-Werte plädiert, sieht den Fall von leicht erhöhten Nüchternwerten bei guten pp Werten als unproblematisch an. Lies dir mal dazu hier den letzten Absatz "If Your Post Meal Numbers Are Normal Don't Fret About High Fasting Readings" durch.


    ja, die pp werte sind bei mir scheinbar wirklich normal.

    was mich irritiert hat, war der OGTT zuhause. bisher hab ich immer gelesen, dass das diagnose-kriterium zwar der wert nach zwei stunden ist, aber der wert nach einer stunde auch nicht so hoch sein sollte.. der "crash" auf 64 nach 3 stunden sieht auch irgendwie merkwürdig aus. mein normaler blutzucker ist ja immer ca 95..

    oder hab ich da was falsch verstanden? :)
    Bearbeitet von User am 07.10.2016 10:24:53. Grund: Fehler
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    am 07.10.2016 09:23:02 | IP (Hash): 692889022
    hjt_Jürgen schrieb:

    Warum verwirre ich Dich so? Weil Du dir Dein eigenes Bild machen musst.



    macht alles sind. dass es dazu sehr viele verschiedene ansichten gibt, habe ich inzwischen auch gesehen :)

    neben mehr bewegung, weniger KH.. was würdest du an meiner stelle machen?

    irgendwann noch mal einen OGTT beim arzt machen, wo auch insulin und c-peptid bestimmt wird? sonst irgendwas?
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    am 07.10.2016 10:38:32 | IP (Hash): 2045999331
    Wenn es etwas gäbe, was sich im Falle eines Testergebnisses, das einen angefangenen Diabetes nahelegen könnte, zur Abwendung/Heilung tun ließe, würde ich jede Untersuchung befürworten. Wo es bislang aber da Nullkommanix gibt, sehe ich für solche Untersuchungen bei gesundem HBA1c keinen Sinn. Zumal ja eine ärztliche Diabetes-Behandlung auch nix zurück dreht, sondern nur im risikoärmeren Blutzucker-Bereich hält.

    Persönlich ziehe ich einem risikoärmeren den gesunden Verlaufs-Bereich vor und empfehle das auch allen mit einer gestörten Blutzucker-Automatik. Wer das als Nochnicht-Diabetiker mit gezielt passendem Essen und den berühmten 10.000 Schritten (oder Ähnlichem) jeden Tag macht (Diabetiker ggf. zusätzlich mit dem noch nötigen Minimum an Medikation), bremst damit in den allermeisten Fällen nicht nur die diabetische Weiterentwicklung und das Folgekrankheiten-Risiko auf nahe Null, sondern beugt damit auch den Zivilisations-Plagen vor, die sich auch ohne Diabetes einstellen. Und genießt super Fitness und Vitalität. Deswegen betrachte ich meinen Diabetes auch nicht mehr als chronische Krankheit, sondern als meinen Gesundheits-Coach :)


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  • Elfe

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    am 07.10.2016 16:28:56 | IP (Hash): 1132797398
    Als Ergänzung zu Jürgens Ausführungen bitte diesen Artikel mit einer guten Übersicht zu Prädiabetes bzw. Vorbeugung ansehen:
    http://www.gesund.at/f/praediabetes
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    am 07.10.2016 21:13:51 | IP (Hash): 1254116068
    Besonders interessant finde ich in solchen wie Sammlungen wie dem Link immer die Ansage, dass komplexe KHs den BZ gleichmäßiger ansteigen lassen als Einfach- und Zweifach-Zucker.
    Hab noch nirgendwo gefunden, was gleichmäßiger heißen soll. Die CGM-Kurven, die ich bislang im Rahmen von Selbshilfe Gruppen von Typ2 (keine Studien!) dazu gesehen habe, sind bei jeweils den selben Personen mit gleichen KH-Mengen in den verschieden langen Ketten praktisch deckungsgleich. Entspricht meinen eigenen Messreihen nach dem Essen.

    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat z.B. LOGI inzwischen als gesund anerkannt - mit einer Einschränkung, mit der sie alle LowCarb-Varianten bedenkt: Sie neigten dazu, zu wenige Ballaststoffe zu enthalten. Interessant finde ich, dass die DGE die Einschränkung auch dann noch stereotyp wiederholt, wenn man dem Sprecher die LOGI-Pyramide direkt vor Augen hält. Des Unsinns Auflösung: Er antwortet nicht direkt auf LOGI, so wie die DGE das bis heute nicht direkt gemacht hat, sondern spricht allgemein von Erfahrungen mit LowCarb.


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    am 07.10.2016 21:17:34 | IP (Hash): 692889022
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wenn es etwas gäbe, was sich im Falle eines Testergebnisses, das einen angefangenen Diabetes nahelegen könnte, zur Abwendung/Heilung tun ließe, würde ich jede Untersuchung befürworten. Wo es bislang aber da Nullkommanix gibt, sehe ich für solche Untersuchungen bei gesundem HBA1c keinen Sinn.



    meinst du damit, dass es keine tests gibt die auf eine insulinresistenz hindeuten können oder dass es anhand meiner werte keinen sinn macht diese tests zu machen?

    ich verstehen schon, dass du einfach generell empfiehlst dich gesund zu ernähren und sich zu bewegen. aber auch da gibt es ja große unterschiede. es wäre halt super einen test zu haben, mit dem man sehen kann ob man strenger sein muss oder ob dass alles so passt.

    wie gesagt, klar a1c und nüchtern bz.. aber wie du selbst schreibst, wenn die sich bemerkbar machen, ist die krankheit schon in vollem gange. wenn es warnzeichen geben würde, die man früher erkennen könnte, wäre das halt super.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 08.10.2016 01:32:25 | IP (Hash): 1132797398
    hjt_Jürgen schrieb:
    Besonders interessant finde ich in solchen wie Sammlungen wie dem Link immer die Ansage, dass komplexe KHs den BZ gleichmäßiger ansteigen lassen als Einfach- und Zweifach-Zucker.
    Hab noch nirgendwo gefunden, was gleichmäßiger heißen soll. Die CGM-Kurven, die ich bislang im Rahmen von Selbshilfe Gruppen von Typ2 (keine Studien!) dazu gesehen habe, sind bei jeweils den selben Personen mit gleichen KH-Mengen in den verschieden langen Ketten praktisch deckungsgleich. Entspricht meinen eigenen Messreihen nach dem Essen.



    Hallo Tom und Jürgen,
    das sagt eigentlich schon die Bezeichnung. Ein Einfach-Zucker ist sofort für den Körper verfügbar. Ein Zweifachzucker muss schon aufgespalten werden, ein Mehrfachzucker = Stärke sowieso.
    http://www.onmeda.de/naehrstoffe/kohlenhydrate-einteilung-der-kohlenhydrate-3803-2.html
    Soweit die Chemie, die Theorie.
    Aber so isoliert nimmt natürlich niemand seine Nahrung auf, sondern kombiniert mit Fetten und Eiweiß, die eben auch für einen 'bremsenden' gleichmäßigeren Blutzuckerverlauf sorgen.
    KH-Mengen sind also gar nicht so relevant, sondern wie sehr sind diese in Kombination (pur) für Blutzuckerspitzen verantwortlich.
    Beispiel: Weißes Brötchen, dünn Margarine, Marmelade - nicht gut
    Gleiches weißes Brötchen, dünn Margarine, Käse + Vollkornbrot - gut
    Einzelne Lebensmittel zu verbannen, ist gar nicht nötig.

    Tom, bei dem Link http://www.gesund.at/f/praediabetes hast du ganz bestimmt ganz viele Haken setzen können, Risikofaktoren wie Gewicht etc. betreffen dich nicht. Auch deine Werte sind o.k.. Du musst dir wirklich keine Sorgen machen. Wenn du den HbA1c jährlich überprüfen lassen lässt, beruhigt dich das im Arztgespräch hoffentlich.

    Info - 'Verschiedene Ansichten' hast du super gut bezeichnet. Ein großer Unterschied ist, ob man sich als 2er allmählich in eine Diabetes-Behandlung vertraut machen kann, oder ich als 1er von heute auf morgen mit Insulinpen und Ernährung konfrontiert wurde, mit Crashkurs Ernährung mit KH/Insulinberechnung und weiterer Schulung, die 2er nicht unbedingt 'verschrieben' bekommen.
    Die Einigkeit bzgl. Blutzuckerwerten lässt sich vermutlich nur über ein solches Forum mit Betroffenen erkennen, jenseits der recherchierbaren Websites.

    Lieber Tom, du brauchst dich wirklich nicht weiter sorgen. Alles gut !

    Gruß Elfe

    Bearbeitet von User am 08.10.2016 01:39:49. Grund: -
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    am 08.10.2016 08:19:58 | IP (Hash): 837475139
    tom36_ schrieb:
    was mich irritiert hat, war der OGTT zuhause. bisher hab ich immer gelesen, dass das diagnose-kriterium zwar der wert nach zwei stunden ist, aber der wert nach einer stunde auch nicht so hoch sein sollte.. der "crash" auf 64 nach 3 stunden sieht auch irgendwie merkwürdig aus. mein normaler blutzucker ist ja immer ca 95.

    Hallo Tom,

    ich she es so, dass du vielleicht eine leichte Störung der BZ-Automatik hast. Wenn man die überhaupt schon als Prädibetes einordnen kann, dann wirklich nur ganz am unteren Ende. Dein selbstgebastelter oGTT hat eventuell gar keine Störung, sondern eine Überreaktion auf die Glukoselösung gezeigt. So etwas passiert, wenn man nicht mindestens 3 Tage vorher eine Menge KH gegessen hat. Weil du berichtest, dass du die KH teilweise moderat reduzierst, könnte das so gewesen sein.

    Wenn nicht, sehe ich in deinen Werten auch kein riesiges Problem. Sehr wahrscheinlich laufen viele Erwachsene mit solchen leichten Störungen rum und nur wenige davon bekommen Diabetes. Sieh dir mal diese Graphik auf den Seiten von Jenny Ruhl zum normalen BZ-Verlauf an und betrachte nicht nur die dicke Mittellinie für den BZ-Verlauf, sondern die Grenzen, in denen sich in der Praxis der BZ bei den meisten gesunden Testpersonen aufgehalten hat. Da liegen sogar deine oGTT-Werte mit der besonders hohen Belastung voll drin.

    Du isst allerdings nicht jeden Tag zum Frühstück 75g Traubenzucker pur. Bei deinen normalen Mahlzeiten sollte der BZ schon in den gesunden Grenzen bleiben, was bei dir keine große Herausforderung sein dürfte. Ich weiß nicht, ob dir Elfes Frühstücksempfehlung mit dem Brötchen, dünn Margarine und dann noch eine Scheibe Vollkorntoast drauf gefallen hat. Ich würde dir für einen guten BZ eher ein kleines Brötchen, schön lecker und knusprig, mit reichlich gesunder Butter und Belag, dazu ein oder zwei Frühstückseier empfehlen. Du wirst am besten wissen, auf was du mehr Appetit hast. Vielleicht schmeckt dir ja auch die gekratzte Margarine besser. Elfe wird in ihrer charmanten Art vielleicht behaupten, dass ich nur so rede, weil ich mir ihre "gute" Margarine nicht leisten kann :lol:.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 08.10.2016 12:50:12. Grund: .
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    am 08.10.2016 10:06:43 | IP (Hash): 1071482728
    Als Insulinresistenz wird einmal Blutzucker im Prädiabetes-Bereich bezeichnet, also messbar.
    Und dann bei einem beliebigen Blutzucker mehr als bei Gesunden an Insulin. Die namensgebende Idee dabei: Das Mehr an Insulin ist notwendig, weil die peripheren (Muskel-) Zellen infolge krankhafter Veränderung der Aufnahme von Insulin und folglich auch Glukose Widerstand=Resistenz leisten.

    ABER schon ne Woche nach Magenverkleinerungen oder -umgehungen oder dem Beginn von deren diätischem Nachbau mit Very Low Caloric Diet (600-800 kcal/Tag) normalisiert sich das Glukose-Insulin-Verhältnis in den weitaus meisten Fällen, und damit deutlich bevor daraus irgendwelche Auswirkungen irgendwas an den Muskelzellen verändern könnten. Bedeutet im naheliegenden Umkehrschluss schlicht und ergreifend, dass irgendwie krankhaft sich dem Insulin widersetzende Muskelzellen eigentlich sofort aus dem Kreis der Verdächtigen für das Phänomen gestrichen werden können, das nach ihnen benannt ist. Eigentlich, denn die Medizin ist bekannt dafür, dass sie lange braucht, bis neue Erkenntnisse in alltägliche Diagnosen und Behandlungen finden.

    Und dann bleibt ja auch immer noch zu klären, was denn warum unter welchen Bedingungen zu dem irreführend Insulinresistenz genannten Missverhältnis von Glukose und Insulin geführt hat/führt. Am einfachsten natürlich das, was mit der einen Woche an nahezu Fasten auffällig verringert wird, und das sind Fetteinlagerungen in Leber und Pankreas.

    ABER stopp! Die Normalisierung von Glukose und Insulin gelingt bei den verschiedensten Graden von Verfettung in Leber und Pankreas. Also beim einen schon bei der Verringerung von 80 auf 60% und bei der anderen erst auf 20%. Und dann laufen wahrscheinlich jede Menge Mitmenschen mit 100% und völlig gesundem Glukose-Insulin-Verhältnis rum.
    Bedeutet vielleicht, dass man Fettmengen-Typen einrichten müsste - oder aber annehmen, dass die Fettmenge über der jeweiligen Schwelle der gesunden Regulierung von irgendwas gefördert wird, was die Medizin noch nicht als Diabetes-Generator im Visier hat.

    Langer Schreibe kurzer Sinn: Es gibt bislang keinen bekannten Anfangspunkt und damit Auslöser von dem Prozess, in dessen Verlauf der Blutzucker immer weiter schwankend immer höher verläuft, der mit dem Überschreiten der gesunden Grenzwerte Prädiabetes und mit dem Überschreiten der diabetischen Grenzwerte dann eben Diabetes genannt wird.

    Es gibt mithin auch keinen einzementierten Pflock=irgend einen messbaren Wert, mit dem man die Frage nach zukünftig Diabetes oder nicht eindeutig festmachen könnte. Deswegen orientieren sich pro-aktive Prädiabetiker in meinem Bekanntenkreis schlicht an ihrem Blutzucker und verhalten sich mit Essen & Bewegen so, dass ihr Blutzucker von Ausnahmen abgesehen 24/7 im gesunden Rahmen verläuft. Nach einer mehr oder weniger langen Test- und Eingewöhnungs-Phase nach Anleitungen wie der von Jenny reicht vielen heute/seit Jahren zu ihrer Bestätigung/Versicherung, wenn sie 1 oder 2 Tage im viertel, meistens im halben Jahr mal etwas systematischer nachschauen, ob sich an ihrem Blutzucker-Verlauf etwas geändert hat. - Und wenn sie sehr neugierig sind, auch schon mal nach einem seeehr KH-reichen Essen.

    Und so lange nur Dein morgendlicher Nüchternwert ein bisschen höher auffällt und nicht nennenswert weiter ansteigt, wäre das für mich an Deiner Stelle die passende Perspektive. Daumendrück :)


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 08.10.2016 17:20:44 | IP (Hash): 1132797398
    Rainer schrieb:
    Ich würde dir für einen guten BZ eher ein kleines Brötchen, schön lecker und knusprig, mit reichlich gesunder Butter und Belag, dazu ein oder zwei Frühstückseier empfehlen.


    So etwas als tägliches Frühstück anzupreisen mit reichlich tierischen gesättigten Fetten, unfassbar !
    Was sagen denn deine Blutgefäße dazu ?
    Adern dicht, aber der BZ war o.k. !?
    http://gesund.co.at/gute-fette-schlechte-fette-12491/
    Bearbeitet von User am 08.10.2016 17:22:17. Grund: .