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Diabetiker Typ 1 - Diät

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    am 13.10.2016 16:27:34 | IP (Hash): 1510079031
    Hallo Elfe,
    ich habe u.a. einige deiner ehemaligen Posts gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass du eine Kohlenhydratanhängerin (Vegetarieren?) bist, was ich auch nicht Verurteile. Ich habe mich Jahre lang auch High Carb und low Fat ernährt (bzw. immer "High" Protein und dann low Fat / low Carb).
    Die Umstellung von Low Fat High Carb zu High Fat Low Carb war für mich für die ersten 4 Wochen wie die Hölle auf Erden (Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, grobmotorisches Verhalten), bis mein Körper "effektiv" Nüsse in Energie umwandeln konnte.
    Habe natürlich anfangs abgenommen (5 kg, auf 80 kg), aber dann unterbewusst angefangen so viel Fette dazu zu essen, dass sich das Gewicht stabilisiert hat, und dann weiterhin auch noch 100- 200 Gramm Haferflocken pro Tag konsumiert.

    Wirklich besser fühle ich mich mit wenig Kohlenhydraten nicht (da bleibt das Hochgefühl weg), aber dafür bleibt der Blutzucker stabil, da die Fehlertoleranz bei wenig Kohlenhydraten geringer ist .(Betrachte ich als akzeptablen Tradeoff).

    Zugegeben ich habe inzwischen auch ein leicht gestörtes Verhältnis zu Lebensmitteln entwickelt. Essen macht mir mittlerweile auch keinen Spaß mehr, da habe ich mir andere Bereiche im Leben gesucht die diese Leere füllen.
    Zum Glück bin ich (vielleicht genetisch bedingt) in der Lage so ziemlich alles mit genügend Wasser zu verschlingen wo andere aufgeben würden (z.B. halbes kg trockener Tunfisch mit Wasser; ausgetrockenter fettarme Hünchenbrust am Stück mit Brockoli /Gemüse notfalls auch roh).

    Mmh, so keine Ahnung was ich jetzt noch schreiben will, ach ja auf meine programmierte Maschine verlasse ich mich, da ich die ja selbst programmiert habe/ selber programmieren kann (also einstellen) xD, Aber gut die Pflasterallergie disqualifiziert die Pumpe natürlich.

    Ps: Wer kennt als Low Carb Esser das Gefühl unterzuckert zu sein obwohl der Blutzucker so bei 140 mg/dl liegt, also Gehirn meldet Unterzuckerung, obwohl keine körperlichen Symptome vorhanden sind ? (das ist einfach mal ein echt beschissenes Gefühl).

    Grüße M4x
    Bearbeitet von User am 13.10.2016 16:43:58. Grund: x
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    am 13.10.2016 17:18:35 | IP (Hash): 175205607
    Schon mal daran gedacht, dass etwas völlig anderes sein könnte, was Du als Unterzuckergefühl bei Glukose am oberen postprandialen Gesundrand beschreibst? Unter der Voraussetzung, dass Dein BZ normal nüchtern zwischen 80 und 120, max 140, spielt?


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 14.10.2016 16:17:12 | IP (Hash): 1783180193
    @Jürgen

    Ja, dass könnte damit zusammenhängen dass der Blutzuckerpegel bei mir seit einigen Tagen zu hoch ist (170) (vielleicht wegen Ernährungsumstellung (kaloriendefizit, Basalratenanpassung)).
    Allerdings war das Unterzuckerungsgefühl deswegen nie so stark ausgeprägt (wie bei 40 bei einem Normalpegel von 120) , ich denke mal dass das Kaloriendefizit über die Tage da auch Einfluss drauf haben könnte (ich habe wieder 1 kg abgenommen),
    Na ja, ich melde mich wieder wenn ich mein Ziel erreicht habe.

    Schönes Wochenende
    M4x
    Bearbeitet von User am 14.10.2016 16:18:45. Grund: -
  • Elfe

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    am 14.10.2016 19:05:23 | IP (Hash): 1464532840
    Hallo Max,
    ja, stimmt - ich bin ein Kohlenhydrat-Typ.
    Dabei meine ich mit dieser Bezeichnung aber den Stoffwechsel-Typ.
    Durch einen Zeitungsartikel bin ich mal auf das Thema Ernährungstypen aufmerksam geworden, in dem nach Eiweiß-, Kohlenhydrat-, Misch-Typ unterschieden wird. Grundsätzlich wird da nach Verwertbarkeit von Nahrung durch den persönlichen Organismus unterschieden und das wird uns in die Wiege gelegt.

    Schätze mich als Kohlenhydrat-Typ ein, weil ich ohne KH-Morgenkick für nichts zu gebrauchen bin, Fleisch nur schwer aufschließen und verwerten kann, bekommt mir nicht u.a.m.
    Bei einem eigentlich normalen Essen mit Fleisch, KH- und Gemüse-Beilage passen dann die Zeiten des BZ mit der 3 h-Wirkung des Insulins nicht zusammen und habe erst Unterzucker, später Überzucker. Mit FPEs zu rechnen, war auch nicht so erfolgreich. Passe lieber die Mahlzeitzusammensetzung an.

    Ich meine, daß der Organismus sich durch Signale meldet, auch durch Vorlieben für bestimmte Lebensmittel, Appetit, und auch durch Unwohlsein, wenn was fehlt.
    Vielleicht überhören wir das ja, weil ständig neue Diäten, Ernährungskonzepte, Wundermittel angepriesen werden.
    Da du ja schon von Kind an mit den Diabetes-Regeln aufgewachsen bist, bestand vielleicht gar nicht so die Möglichkeit für dich, in dich hineinzuhorchen. Deine jetzige Diät scheint deinem Körper nicht zu bekommen und der meldet sich.
    Hier findest du eine Übersicht zum Thema: http://www.dr-barbara-hendel.de/bewusstes-leben/ernaehrung/ernaehrungsformen/ernaehrung-nach-dem-stoffwechseltyp/
    Dieses Buch wird aktuell beworben: https://www.vakverlag.de/leseproben/978-3-86731-107-6.pdf

    Insulinpumpe war nur kurze Zeit ein Thema. Hatte Bedenken - wohin mit dem Anhängsel in allen Lebenslagen, Pumpenschulung, Testen ...
    Ist vielleicht auch meinem älteren Alter geschuldet ;-) - bin erst mit 40 erkrankt.

    Gruß Elfe
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    am 15.10.2016 11:30:28 | IP (Hash): 1067799909
    Elfe schrieb:
    Ich meine, daß der Organismus sich durch Signale meldet, auch durch Vorlieben für bestimmte Lebensmittel, Appetit, und auch durch Unwohlsein, wenn was fehlt.
    Hier findest du eine Übersicht zum Thema: http://www.dr-barbara-hendel.de/bewusstes-leben/ernaehrung/ernaehrungsformen/ernaehrung-nach-dem-stoffwechseltyp/

    Ich glaube nicht an so eine Einteilung in Stoffwechseltypen und denke, dass das an erster Stelle Gewoghnheitssache ist. Ich habe schon genügend zuckersüchtige gesehen, die innerhalb von ein paar Monaten komplett von der Zucker- und KH-Sucht weggekommen sind und dann ganz andere Sachen vermisst haben. Sehr wichtig ist eine starke Motivation, die dabei hilft, diese paar Monate ohne Rückfall durchzuhalten.

    Max, wenn deine LC-Ernährung für dich eine Qual ist, dann liegt das wohl eher daran, dass du nicht das richtige isst. Ich kann nur immer wieder mehr Fett anpreisen, weil es seh schmackhaft ist und gut und langanhaltend sättigt. Als andere Ernährung mit moderater KH-Reduzierung kann ich LOGI (keine Bücher kaufen, du kannst dich im Forum informieren) empfehlen. Das ist eine Ernährung, die mit ihrem vielen Gemüse und ohne Lightprodukte stark an eine Mittelmeerdiät herankommt. Es gibt aber bestimmt noch andere geeignete LC-Ernährungen. Du musst diejenige finden, die am besten für dich passt und mit du langfristig zufrieden leben kannst.
    Bearbeitet von User am 15.10.2016 16:41:41. Grund: .
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 15.10.2016 17:36:17 | IP (Hash): 1464532840
    Diese Stoffwechseltyp-Einteilung wird wirklich kontrovers diskutiert und ist wissenschaftlich nicht belegt, zumal als Abnehmprogramm. Dennoch könnte eine andere Nahrungszusammensetzung bei einem Unwohlsein helfen.
    Wie gesagt, bin durch einen Zeitungartikel auf dieses Thema aufmerksam geworden. Einfach mal so als Denkanstoß, mal mehr auf sich zu achten, und vielleicht als Erklärungversuch verschiedener Vorlieben bei der Ernährung verschiedener Menschen.
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    am 15.10.2016 21:10:56 | IP (Hash): 896586730
    Hi Leute,
    danke für die Sorge, ich habe meine Ernährung die letzten 2 Tage nochmal angepasst und mir gehts wieder gut xD. Der Stoffwechsel arbeitet wieder auf Hochtouren und die Verdauung funktioniert wieder.
    Ich habe den Fleischkonsum halbiert(200gramm), Gemüsekonsum verdoppelt (roh mind 1kg bzw soviel ich reinkriege), Fett (nur Erdnüsse) auf 300 gramm erhöht, Kohlenhydrate: 2x40 gramm Haferflocken mit Wasser und werfe zusätzlich jetzt 6g Arginin / Tag ein (soll keine Werbung sein).
    Meine 1,5 Liter Mezzo-mix / Tag komplett gestrichen.
    Koffein gestrichen.
    Habe heute 2 Stunden am Stück trainiert und trotzdem noch das Gefühl einen Halbmarathon laufen zu können.

    Liest sich fast wie ein Sportforum post xD.

    Grüße M4x
    Bearbeitet von User am 16.10.2016 09:17:30. Grund: mg -> gramm
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 16.10.2016 01:53:52 | IP (Hash): 1464532840
    M4x schrieb:

    Also ich mit meinen "jungen" ´Jahren (27) blicke auf ein 22 jahre langes Typ 1 Diabetikerleben zurück, mit 6 Krankenhausaufenthalte aufgrund von Hypoglykämien d.h. Bewusstlosigkeit in Verbindung mit Knochenbrüchen durch Krampfanfälle (in verbindung mit Stürzen), Alkohol, Koma, GrippeInfektion, dabei ständig schwankende Blutzuckerwerte in den schlimmsten Phasen zwischen 20mg/dl - 600 mg/dl (hat sich inzwischen "normalisiert" für Diabetikerverhältnisse). Dann halt dieses beschissene Mikromanagement mit den Kohlenhydrate unterhalb des Tages um ja nicht über 140 oder unter 70 zu kommen.



    Hallo Max,
    habe deinen Text aus einem anderen Thema zu deinem Thema kopiert.

    Als Kind schon Typ 1er zu sein, habe ich mir schon schwierig vorgestellt, aber deine Beschreibungen - oh je.
    Als späte 1erin war mein Weg keinesfalls so schwer wie deiner. Mit Werten ca. 400 mg/dl und HbA1c ca. 8 ev. nicht gar so schlimm, allerdings als Summe der Stoffwechselstörungen war ich mehr als abgemagert, anderes Problem. Allerdings war ich erst 40 bei Diagnosestellung, hatte also normale Jahrzehnte.

    Dein Mikromanagement ist streng. Ist das ärztlich angeordnet oder von dir selber oktroyiert ?
    Ohne Pumpe, mit Pens, messe ich erst 3 h nach Mahlzeit und bin froh, wenn ich unter der Nierenschwelle von 180 mg/dl bleibe (Korrektur). Auch Ausreißer machen sich eigentlich (trotz persönlicher Befürchtungen) im HbA1c-Wert gar nicht so bemerkbar.
    Aufgrund selbst gemessener Werte um 30 mg/dl sollte ich sogar hohe Werte tolerieren, um wieder ein Gefühl für Hypos zu entwickeln. Klappte nicht so ganz - also Hypokurs. Selbst dort wurde der untere Wert auf 60 mg/dl gesetzt.
    Sei bitte nicht so streng mit dir !

    Vielleicht hilft dir dieser Link weiter
    http://www.buecher.de/shop/diabetes/das-steiner-prinzip/steiner-matthias/products_products/detail/prod_id/42684987/ und Leseprobe anklicken.
    Autor: Männlich - Typ 1er - Pumpenträger - Gewichtheber

    Für mich jedenfalls auch ein Vorbild, um Typ 1er-Probleme in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und zu bewältigen, als Minderheit zu den 2er-Vorsorge-Kampagnen.

    Herzlichst Elfe
    Bearbeitet von User am 16.10.2016 02:18:23. Grund: .
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    am 16.10.2016 09:45:04 | IP (Hash): 2104192993
    Trotz meines alten Vorbildes Doc Bernstein würde ich als Typ1 meinen normalen BZ-Rahmen bei min 80 bis max 200mg/dl sehen. Damit Plusminus 20mg/dl Puffer, die nach oben bestimmt nicht weh tun und nach unten vor ner Hypo bewahren.

    Denn Du hast ja keine fehlfunktionierenden Betas mehr die beim Typ2 bei höheren BZs immer noch reichlich aus der eigenen Produktion beisteuern und besonders reichlich an intaktem Proinsulin für Arteriosklerose und den erleichterten Ansatz zusätzlicher Pfunde.

    Und dann könntest Du Bei Deinem Dok mal ein CGM ausleihen und aus dem Vergleich der BZ-Kurve mit nem engmaschigen Futter- und Aktivitäten-Protokoll rausfinden, womit genau Du dir Deine Spitzen vor allem nach unten produzierst, und solche Produktionen dann gezielt vermeiden. Daumendrück!


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    am 16.10.2016 09:46:01 | IP (Hash): 459286110
    Hallo,
    also ja ich messe so 4 mal am Tag, + weiter male bei Gefühl von Unterzucker, / Oberzucker bzw. immer 1-2h nach Kohlenhydraten (Haferflocken) ("selbstverordnet")
    hba1c war letztes Jahr bei 6.5.
    Meinen Hausarzt ist egal wie oft ich messe, den interessiert nur der hba1c (1x Jahr) und eventuelle Unterzuckerungen.
    Zu Unterzuckerungen:
    "Aufgrund selbst gemessener Werte um 30 mg/dl sollte ich sogar hohe Werte tolerieren", ich hoffe du führst diese Werte nicht selbst herbei. 30 mg/dl ist bei mir so der Gefahrenbereich wo das Denken schwierig wird und laufen noch schwieriger (Bis 20 mg/dl kann ich mich am Tag noch selbst mit Traubenzucker versorgen, dann gehen die Lichter aus).
    Zum Sport:
    Ich bin da so reingerutscht und habe den ursprünglich eigentlich auch nur wegen den Diabetes Empfehlungen 30 min / Tag aktiv zu sein gemacht. Mittlerweile ist dass meine 30 min Flucht aus dem Alltag. Die positiven Nebeneffekte neben den stabileren Blutzucker nehme ich da einfach mal so mit xD. Das ist auch immer eine gute Möglichkeit um den eigenen Stresslevel zu senken.

    @Jürgen: Die Idee ein CGM auszuleihen um Stoffwechseländerungen / Gewichtsänderungen den Blutzucker zu analysieren finde ich gut, danke. Ich werde da mal eine Anfrage stellen.

    PS:
    Schön dass der Steiner so viel abgenommen hat, ich werde mir mal sein Buch ansehen, wusste gar nicht dass der auch Diabetiker ist.

    Schönes Restwochenende
    Grüße M4x
    Bearbeitet von User am 16.10.2016 10:30:33. Grund: -