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Frage
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Michael74
Rang: Gastam 13.11.2016 19:35:44 | IP (Hash): 867935522
endlich räumst du hier wieder auf purea
danke -
am 13.11.2016 22:40:19 | IP (Hash): 653714075
Mit dem ZWEI-Stunden-Wert über 200 heißt das Kind Diabetes. Wenn beim 1-Stunden-Wert über 300 der 2-Stunden-Wert unter 200 liegt, ist der Diabetes noch nicht diagnosereif :(
Deswegen finde ich den Tanz um die Diagnose und Diagnose-Werte auch so absolut irrsinnig. Denn wer seinen BZ zuweilen über dem gesunden Rahmen entdeckt, kann seinen BZ lange Jahre und vielleicht sogar manchmal für immer allein mit Essen und Bewegen 24 von 24 Stunden im gesunden Bereich halten. Bedeutet nicht, dass damit was geheilt wäre, aber für viele von uns super be-handelt.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 13.11.2016 23:11:22 | IP (Hash): 1638492774
purea schrieb:
purea schrieb:
Der Beginn von Diabetes T2 ist dadurch gekennzeichnet, wie Jürgen darlegte, dass er lange recht normale Werte zeigt und sich allmählich über auffällige Spitzen nach dem Essen offenbart, völlig symptomfrei.
Genau das hat Jürgen doch aber sinngemäß gesagt! Ein T2 hat mitunter eine vieljährige unerkannte Vorgeschichte.
Was heißt "Vorgeschichte"? Typ 2 ist eine gesteigerte Insulinresistenz. Wer mehr Insulin braucht als ein Gesunder, der hat eine Resistenz. Das ist die Vorgeschichte. Aber die merkt man (wenn nicht noch eine verzögerte Erstantwort dazu kommt) eben nicht. Nicht im 1c und auch nicht im BZ! Denn die BSD hat viel Reserven! Der Körper gibt zu Anfang einfach das Mehr Insulin ab, was gebraucht wird.
schrieb:
Da krachte ich dann auf über 200 nach 1h und die "Sensation" war perfekt. Dabei ist das eben gar keine Sensation, sondern der Regelverlauf bei T2. Ich hatte einfach nur das sensationelle Glück, per Zufall Kenntnis darüber zu erlangen.
Kannst Du bitte eine Quelle dafür geben, daß ein 1h-Wert unter 200 sein muß? Ich finde auf die Schnelle ausschließlich Einstufungen, wo ein Wert nach ZWEI Stunden von Interesse ist.
http://flexikon.doccheck.com/de/Oraler_Glukosetoleranztest
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.11.2016 00:17:43 | IP (Hash): 1543947072
Tarabs schrieb:
Was heißt "Vorgeschichte"?
Vorgeschichte heißt Rechtsverschiebung des Blutzuckerverlaufs. Das wird dir Jürgen bestimmt gleich erklären ;). Die Rechtsverschiebung geht dem Diabetes T2 immer vor. Auch steigt natürlich irgendwann die Amplitude. Dass eine Insulinresistenz nur 1 oder 0 kennt, ist eine recht amüsante Behauptung. Der Prozess verläuft schleichend und nicht wie beim T1 rapid.
Tarabas schrieb:
Kannst Du bitte eine Quelle dafür geben, daß ein 1h-Wert unter 200 sein muß? Ich finde auf die Schnelle ausschließlich Einstufungen, wo ein Wert nach ZWEI Stunden von Interesse ist.
Der 1h-Wert wird beim oGtt IMMER abgenommen. Je nach Arzt werden die Messintervalle sogar auf 30 Minuten verkürzt., das hatte ich auch ein Mal. In meinem Fall ist das auch angeraten, da ich sehr schnell verstoffwechsele. 60g gekochte Haferflocken haben bei mir z.B. nach ca. 20-30 Minuten ihren Peak, der so bei 190 liegt. Dann überschießt die Insulinausgabe und nach ca. 45 Minuten bin ich wieder bei um 140.
Das macht deshalb Sinn, weil die Werte unter 2h sehr wichtige Informationen über das Ausmaß der Störung bereithalten. So kann es gerade zu Beginn der Störung vorkommen, dass der 0,5h oder 1h-Wert auf über 200 schießt, es dann zu einer alimentären Hypo kommt und der 2h-Wert sehr gut ausfällt. Würde man hier nur den 2h-Wert nehmen, hätte man ein völlig falsches Bild, nämlich das eines Kerngesunden. Das ist natürlich völliger Quatsch.
In einem anderen Faden hatte eine Dame über ihren kürzlichen oGtt erzählt, welcher nach 1h 190 und nach 2h 137 hatte. Obwohl der für die Krankenkasse maßgebliche 2h-Wert noch unter der Diagnoseschwelle lag, hat der Arzt völlig korrekt einen Prädiabetes diagnostiziert.
Bearbeitet von User am 14.11.2016 00:24:38. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 14.11.2016 02:16:09 | IP (Hash): 1858383829
Bei 60 g !gekochten! Haferflocken muss man sich nicht wundern.
Die Insulinreaktion als überschießend und als 'alimentäre Hypoglykämie' zu bezeichnen, ist gewagt.
In den zu Anfang zitierten Praxisrichtlinien wird nicht von 'Prädiabetes' gesprochen, sondern von einem erhöhten Risiko. Und 140 nach 2 h wäre auf der Grenze.
Damit laufen viele von uns herum, wenn man sich die Familiengeschichten ansieht, bzw. auch von hier im Forum berichtetem Schwangerschaftsdiabetes.
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2016/dus_2016_S2_Supplement_Praxisempfehlungen_DIfE___Deutscher_Diabetes-Risiko-Test__DRT__Online-PDF.pdf
Auf Ernährung (Vollwert) zu achten plus Bewegung wird allgemein für die Gesundheit empfohlen und soll auch insbesondere als Vorbeugung zu Herzkreislauferkrankungen bis hin zu Osteoporose helfen.
Mag für euch persönliche Gründe geben, den 'Prädiabetes' so zu befürchten.
Wo vor habt ihr Angst ?
Vor der Diagnose Diabetes ? Oder Spätschäden ?
Diagnose ist nicht schön, lässt sich aber mit leben.
Spätschäden lassen sich durchaus vermeiden, mit Einhaltung der berichteten HbA1c- und BZ-Werten.
Die 'Verzuckerung' der Blutkörperchen tritt irreversibel erst nach 4 h hohen BZ-Werten auf.
Bearbeitet von User am 14.11.2016 02:30:30. Grund: . -
am 14.11.2016 15:27:12 | IP (Hash): 1638492774
purea schrieb:
Dass eine Insulinresistenz nur 1 oder 0 kennt, ist eine recht amüsante Behauptung.
Sie ist nicht nur amüsant. Sie ist mir von Dir in den Mund gelegt. Natürlich gibt es schwache und stärker werdende Resistenzen. Und irgendwann ist die Resistenz so groß, daß auch die BSD mit vollem Power den BZ nicht mehr im üblichen Rahmen halten kann. DANN steigt BZ und auch alsbald der 1c.
schrieb:
Tarabas schrieb:
Kannst Du bitte eine Quelle dafür geben, daß ein 1h-Wert unter 200 sein muß? Ich finde auf die Schnelle ausschließlich Einstufungen, wo ein Wert nach ZWEI Stunden von Interesse ist.
Der 1h-Wert wird beim oGtt IMMER abgenommen. Je nach Arzt werden die Messintervalle sogar auf 30 Minuten verkürzt., ...
Ich glaube Dir gerne daß der 1h Wert genommen wird. Das war aber nicht meine Frage: Hast Du Quellen, die sagen: Diagnose (Prä)Diabetes kann gestellt werden, wenn der 1h Wert einen BZ von XY übersteigt, auch wenn der 2h Wert unter der Diagnosegrenze ist? DAS ist das entscheidende für die Frage, ob ein 1h Wert Diagnosewert hat.
Bearbeitet von User am 14.11.2016 15:27:33. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 14.11.2016 18:35:50 | IP (Hash): 1858383829
"Anders als der Zweistundenwert gibt es keine Referenzwerte für den Einstundenwert im OGTT. Der Einstundenwert ist schlechter reproduzierbar, da er unter anderem auch stark von der Resorptionsgeschwindigkeit und Magen-Darmmotilität abhängt. Auch fehlen prospektive Studien für die klinische Relevanz ..."
Zitat aus diesem Text - letzter Absatz:
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0028-1123992 -
am 14.11.2016 20:06:35 | IP (Hash): 653714169
Wenn Du mal überlegst, welchen Aufwand die Natur mit der Blutzucker-Automatik treibt, damit der Blutzucker gesund unter allen alltäglich möglichen Umständen nicht in den Unterzucker absinkt und nicht über die Nierenschwelle ansteigt und die meisten von 24 Stunden im Bereich von 0,7-1g Glukose pro Liter Blut hält, erscheinen mir solche Studienanforderungen ein bisschen witzig ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 15.11.2016 00:16:13 | IP (Hash): 1858383829
Themen sollten hier eigentlich sachlich und auf persönliche Erfahrungen beruhend diskutiert werden.
Die Fragenden lassen Sachlichkeit vermissen mit 'amüsantem Todlachen'.
Um Prädiabetes muss man sich dann jedenfalls keine Sorgen mehr machen.
Bearbeitet von User am 15.11.2016 17:04:47. Grund: .