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Auf dem Weg zum Diabetes?

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 31.10.2016
    am 31.10.2016 22:09:16 | IP (Hash): 1805122549
    Guten Abend,

    vorab: ich weiß nicht mal, ob ich hier richtig bin. Aber ich verzweifle ein wenig. Zu mir: ich bin inzwischen 27 Jahre alt, 176cm groß, wiege 65kg. Nehme seit ca. 17 Jahren Schilddrüsenhormone wegen Hashimoto Thyreoiditis, damals festgestellt nachdem meine Periode 4 Wochen durchging, ich massiv Haarausfall hatte und mein Gewicht explosionsartig nach oben ging.
    Das Gewicht ging nach Reha wieder runter, mir ging es gut. Bis ich mit 15 die Pille bekommen habe. Ich stand einmal frühs beim Arzt, hatte einen Termin zur Blutentnahme und ging natürlich nüchtern hin. Die Praxis war brechend voll und ich merkte immer mehr, wie mir zittrig und schwitzig wurde, bis ich irgendwann "Blind" war, mich nicht mehr richtig bewegen sondern nur noch zucken konnte und einen großperligen Schweißausbruch bekam, ich hatte mich dann irgendwann an die Wand gelehnt und wo es kurz wieder "besser" wurde, habe ich mich auf einem leeren Platz gesessen, bzw. bin hingewankt. . Mein Hausarzt meinte damals zu mir, ich hatte bestimmt Hunger. Inzwischen weiß ich, dass das Unterzuckerungen waren.
    Nach meinem Umzug in eine größere Stadt wurde 2010 bei mir ein OGTT gemacht (bin seit dem beim Endokrinologen u. gynäkologischer Endokrinologin in Behandlung wegen der Schilddrüse u. gyn. Kram).
    Die Werte waren wie folgt:
    Glucose nü. 77,00 mg/dl (60-100,00)
    Glu. oGTT 60 89,00 mg/dl
    Glu. oGTT 120 147,00 mg/dl
    Glu. oGTT 150 75,00 mg/dl
    Insulin basal: 7,90 mIE/l (3,21-16,23)
    Insulin Probe2: 31,50
    Insulin Probe3: 26,10 mIE/l

    Diagnose: minimale IR

    Da ich dort nur max. jährlich in Behandlung war, zur Kontrolle, und nie auf meine weiteren Probleme eingegangen wurde, sowie sich meine Beschwerden auch besserten nachdem ich die Pille abgesetzt habe aufgrund div. anderer Unverträglichkeiten, kurz hier zum Vergleich mein HBA1c:
    HbA1c 5,00% (4,80 - 5,90) - viele Unterzuckerungen
    HbA1c 4,9% (4,80 - 5,90) - kurz vor Absetzen
    nach Pillenabsetzen:
    HbA1c % 5,4 (4,8-5,9 5,40) - keine Unterzuckerung mehr

    Zur Info: seit meinem 16. Lebensjahr, wo kurz zuvor mein Gewicht auf knapp 100kg gestiegen ist, habe ich schon nach kurzer Zeit mein Gewicht erfolgreich auf 70kg reduzieren können (einige Jahre hat es dennoch gedauert) und bin nun seit ca. 2 Jahren zwischen 65-70kg.

    Seit 2 Jahren bekomme ich auch zur Stabilisierung Metformin 2000, was mir sehr gut bekommt. Off label natürlich. Seit Juli ernähre ich mich, mit wenigen "Ausnahmen", vegetarisch, auch das bekommt mir gut und ich kann mein Gewicht auch weiter reduzieren, was ich natürlich auch möchte um keinen DM 2 zu bekommen.

    Ende September war ich jetzt zur Kontrolle beim Endokrinologen, da ich nach wie vor Keton/Azeton im Urin habe, ein stärkeres Durstempfinden und bei einmaliger Kontrolle auch Glucose im Urin hatte und trotz, dass ich knapp 17h nüchtern war (ohne zu essen oder trinken! also eine ganz brave Patientin) , sowie gefühlsmäßig kurz vor der Unterzuckerung stand (für mich verständlich, da ja lange Zeit keine Nahrungsaufnahme), kamen folgende Werte raus (ich habe sie aus dem eMail Anhang direkt kopiert):
    Referenzwerte
    Glucose 110,00 mg/dl+ 0,00 - 0,00
    Insulin 2,10 µIU/ml 1,90 - 102,00
    HbA1c 5,00 % 4,00 - 6,00

    Ich messe jetzt zu Hause meinen BZ Wert und sowohl nach dem Essen, als auch vor dem Essen oder nüchtern, ist er nie höher als bei 5,5 mmol, wobei er nach dem Essen meistens sogar fällt (nie unter 4,0), egal ob ich nun Früchte esse, oder zuckerhaltiges, o.ä.
    Vielleicht könnt ihr mir einfach helfen, ich bin langsam wirklich verzweifelt :(
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    am 01.11.2016 06:19:25 | IP (Hash): 1190058331
    Hallo Janina,

    und was ist jetzt dein Problem? Machst du dir wirklich wegen dem einen einzigen BZ-Wert nüchtern von 110 mg/dl Sorgen?

    Lass es sein, deine Werte sind perfekt. Ein einziger leicht erhöhter Nüchternwert hat nichts zu sagen. Der muss auch nicht unbedingt "nüchtern" gewesen sein, weil die Glukose nicht nur aus deinem Essenm sondern auch aus den Gkykogenspeichern der Leber kommt. Die gibt am Morgen sowieso eine Menge davon aus. Schon ein kleine bisschen Stress sorgt z,B, dafür, dass sie mehr ausgibt, Dein gesunder Stoffwechsel regelt den BZ mit mehr Insulin dann auch wiede runter. Für das Messergebnis ist aber entscheidend, zu welchem Zeitpunkt zufällig das Blut abgenommen wurde. Ein viel zu hoher Nüchternwert wäre bedenklich, dein ganz leicht erhöhter ist es wikrlich nicht, zumal alle anderen Werte stimmen.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 01.11.2016 07:00:50 | IP (Hash): 2108455638
    Jaina schrieb:
    ...und ich merkte immer mehr, wie mir zittrig und schwitzig wurde, bis ich irgendwann "Blind" war, mich nicht mehr richtig bewegen sondern nur noch zucken konnte und einen großperligen Schweißausbruch bekam, ich hatte mich dann irgendwann an die Wand gelehnt und wo es kurz wieder "besser" wurde, habe ich mich auf einem leeren Platz gesessen, bzw. bin hingewankt. .

    Mein Hausarzt meinte damals zu mir, ich hatte bestimmt Hunger.

    Inzwischen weiß ich, dass das Unterzuckerungen waren.
    (



    Guten Morgen!


    In all den Jahren habe ich so etwas noch nicht erlebt. Und etliche andere Diabetiker können von sowas nicht berichten - obwohl Insulinpflichtige grundsätzlich das Risiko einer Hypo haben.

    Deine Befindlichkeiten lassen da eher auf einen Kreislaufkollaps schließen – und Dein Arzt dürfte mit dem Hunger-Hinweis im Schwarzen liegen.

    Die Ketone im Urin kommen garantiert nicht von zu hohem Blutzucker – eben weil Du sowas nicht vorweisen kannst. Und der Begriff "Hungerketone" passt auf Deine Kreislaufbeschwerden schon ganz prima....

    Für was kriegst Du das Metformin? PCO?

     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    Mitglied seit: 31.10.2016
    am 01.11.2016 12:12:48 | IP (Hash): 570993438
    TypEinser schrieb:
    Jaina schrieb:
    ...und ich merkte immer mehr, wie mir zittrig und schwitzig wurde, bis ich irgendwann "Blind" war, mich nicht mehr richtig bewegen sondern nur noch zucken konnte und einen großperligen Schweißausbruch bekam, ich hatte mich dann irgendwann an die Wand gelehnt und wo es kurz wieder "besser" wurde, habe ich mich auf einem leeren Platz gesessen, bzw. bin hingewankt. .

    Mein Hausarzt meinte damals zu mir, ich hatte bestimmt Hunger.

    Inzwischen weiß ich, dass das Unterzuckerungen waren.
    (



    Guten Morgen!


    In all den Jahren habe ich so etwas noch nicht erlebt. Und etliche andere Diabetiker können von sowas nicht berichten - obwohl Insulinpflichtige grundsätzlich das Risiko einer Hypo haben.

    Deine Befindlichkeiten lassen da eher auf einen Kreislaufkollaps schließen – und Dein Arzt dürfte mit dem Hunger-Hinweis im Schwarzen liegen.

    Die Ketone im Urin kommen garantiert nicht von zu hohem Blutzucker – eben weil Du sowas nicht vorweisen kannst. Und der Begriff "Hungerketone" passt auf Deine Kreislaufbeschwerden schon ganz prima....

    Für was kriegst Du das Metformin? PCO?




    Huhu ihr beiden und vielen Dank für eure Erklärungen. Es beruhigt mich ungemein, da auf meine Fragen eben mein Arzt nie reagiert hat (bis auf der Hausarzt damals).

    Ich bekomme das metformin wegen einer insulinresistenz.

    Auf jeden Fall bin ich jetzt deutlich beruhigter :) danke !
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 01.11.2016 17:54:14 | IP (Hash): 514356430
    Hallo Jaina,

    bzgl. Diabetes sind deine angegebenen Werte sehr gut:
    HbA1c, OGTT und selbst gemessene Blutzuckerwerte vor/nach Essen sind völlig unbedenklich.

    Ein 110er Nüchternblutzucker sollte dich nicht beunruhigen.
    Gegen Morgen (ca. 3 Uhr) wird so einiges an 'Wachwerd'-Hormonen ausgeschüttet, die bewirken, daß Zucker aus der Leber (Zuckerspeicher) ausgeschüttet wird, den du dann je nach Aufstehzeit messen kannst.

    Werte vor deiner Verschreibung des Metformin, zumal in dieser hohen Dosierung, hast du nicht beschrieben.
    Ob das wirklich sein muss, bzgl. Blutzucker erschließt sich so nicht. Allerdings soll dieses Medikament auch beim Abnehmen helfen.
    Ev. noch mal ärztlich hinterfragen.

    Gewicht zu deiner Größe sind jetzt doch super.
    Deine frühere Gewichtszunahme könnte auch mit der Pille zu tun gehabt haben.
    Unterzuckerung mit Pille und ohne Pille nicht mehr, ist ja ein Ding.
    Hatte auch so alles an Nebenwirkungen der Pille, die frau so haben kann. Auch abgesetzt.
    Allerdings weit vor meiner Diabetes-Zeit mit Unterzuckerkenntnissen.

    Vegetarische Ernährung zum Gewichthalten ist eigentlich nicht notwendig.
    Fleisch, je nach Sorte, enthält gar nicht so viel Kalorien,
    im Gegensatz zu manchem vegetarischen Gericht mit viel Sahne und Käse (Gemüseauflauf z.B.).

    Ernähre mich aber auch vorwiegend vegetarisch mit Zusatz Milch, Milchprodukten, Ei.
    Aber eher aus Gewissensgründen. Das Tierchen überlebt zumindest bei den Produkten aus Biohaltung.
    Mein Arzt 'spuckte' damals das Wort 'Vegetarismus' fast wie ein Schimpfwort oder Krankheitsbezeichnung aus. Egal, trotzdem. Ernährungsbestandteile lassen sich auch so aufnehmen.
    (Vegan wäre schwierig.)

    Liebe Grüße
    Elfe
    Bearbeitet von User am 01.11.2016 18:13:46. Grund: .