Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Blutzucker
-
am 18.12.2016 11:32:02 | IP (Hash): 628978783
Hallo Tanja,
Tarabas hat hier einen guten Tipp mit einer tollen Erklärung gegeben:
Tarabas schrieb:
Ich teile in solchen Fällen auch den Bolus, aber nur an zwei (oder drei) Orte aber zurselben Zeit. Damit wirkt das Insulin deutlich schneller.
Folgendes Bild: nimm einen Liter Wasser und mache damit einen 1l-Eisblock. Daneben kommen zwei Halbliter-Blöcke. Und dann noch ein Liter Wasser in ganz normale kleine Eiswürfel. Was ist zuerst komplett geschmolzen aka welches Insulin hat am schnellsten gewirkt? Wohlgemerkt bei derselben Menge Wasser, die am Ende jeweils auf dem Boden rumfließt.
In der Tat geht es für den Abbau der postprandialen Spitzen darum, dass das Insulin im Blut ähnlich schnell wie die Glukose present ist. Das lässt den BZ gar nicht erst so hoch werden um ihn dann hinterher mühsam mit dem tröpfchenweise ankommenden Insulin wieder abzusenken.
Novo Nordisks hat da eine interessante Entwicklung in der Pipeline, die vielleicht schon 2017 auf den Markt kommt, das faster-acting Insulin Aspart. Das dürfte besonders für Typ 1er bei fehlender Eigenproduktion für einen wesentlich besseren postprandialen BZ-Verlauf sorgen. Ich würde an deiner Stelle die weitere Entwicklung dieses Insulins aufmerksam verfolgen und so schnell wie möglich versuchen, darauf umzusteigen.
Ich glaube übrigens, dass du dir bei kurzzeitigen Spitzen um 200mg/dl noch keine allzu großen Sorgen machen musst. (Bei 300mg/dl sollte man das unbedingt, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.) Versuche daran zu arbeiten, aber nimm es sportlich und lass dir nicht gleich das Leben vermiesen, wenn es nicht so richtig klappt.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 18.12.2016 11:34:22. Grund: . -
Cracktros
Rang: Gastam 18.12.2016 11:50:50 | IP (Hash): 274279983
Leute,
gibt mir mal einer eine Erklärung warum weniger Insulin für zu viel Glukose, die Glukose reduziert? -
am 18.12.2016 12:17:02 | IP (Hash): 1916821412
versteh ich so nicht, mach mal deutlicher oder Beispiel
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 18.12.2016 13:41:13 | IP (Hash): 912661328
Jürgen,
im Zusammenhang mit Postprandialen BZ Spitzen fand ich kürzlich den Tipp die Insulingabe zeitlich zu splitten. Und in diesem Zusammenhang stellt sich die Frage warum weniger Insulin, zumnotwendigen Zeitpunkt , die Spitzen reduzieren soll. -
am 18.12.2016 14:36:57 | IP (Hash): 1916821412
Henne ich so als Empfehlung zu verzögerten postprandialen Spitzen, die ich aber z.B. bei mir noch nie beobachtet habe. Heißt nicht, dass andere die nicht kriegen können.
Wie Du's darstellst, kann ich mir das genauso wenig wie Du vorstellen. So wenig, dass es mich schon wieder reizt, es mal systematisch zu überprüfen, wenn ich mal 2-3 Tage Laune dazu habe. Systematisch überprüfen heißt bei mir, unter gleichen Bedingungen Verläufe nach verschiedenen Eingaben zu vergleichen.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 18.12.2016 14:59:29 | IP (Hash): 912661328
Ich kann diese Systematik kaum erzeugen, da mein Stoffwechsel, bedingt durch eine unregelmäßige Lebensführung , öfter der Systematik entflieht. -
Elfe
Rang: Gastam 19.12.2016 01:08:21 | IP (Hash): 595491198
Cracktros schrieb:
Da NovoRapid, bei mir, keine lange Wirkdauer hat korrigiere ich schon nach zwei Stunden, wenn die Werte über 200 mg/dl anzeigen und ich hinterher keinen Sport mache.
Den Spritz -Ess-Abstand lasse ich jedoch nie länger als 20 Minuten werden, da ich ansonsten Unterzuckere. Ich mache den Spritz Abstand abhängig von meinen Ausgangswerten und der verfügbarkeit der Kohlehydrate. Meiner erfahrung nach ist eine weitere Möglichkeit, für solche Spitzen, eine fehlerhafte Basalrate.
Hallo Cracktros,
Novorapid hat eine Wirkungsdauer von 3 - 5 h, soweit der Beipackzettel.
Da ich nun auch mit Hypos zu kämpfen habe, korrigiere ich hohe Werte nach 3 h, eigentlich früher als der ärztlichen Anweisung 4 h.
Spritz/Ess-Abstand bei dem kurzwirkenden Insulin würde nur bei sehr hohen Werten Sinn machen (lt. Schulung). Wie gesagt, leichte Mahlzeit vor - schwere Mahlzeit nach ist so meine Erfahrung.
Und selbst das ist für mich schwierig. Hängt wohl auch mit persönlichem Stoffwechsel zusammen.
Nach Steak & Pommes mit Nachspritzen von geschätztem KHs schaffte ich das mal gerade noch so wankenderweise nach Hause, Unterzucker ! um mit einem kompletten Block Dextros entgegensteuern zu müssen. Später dann Überzucker, mit Insulin zu korrigieren.
Also wieso, weshalb, warum ?
Errechnete Insulinmenge passte nicht zur zeitlichen Verwertbarkeit der eingenommenen Lebensmittel zur Wirkungskurve des Insulins.
So schwierig, für sich das allein herauszufinden !
Basalrate ist auch eine Möglichkeit, stimme dir zur.
Wenn sich allerdings hohe Werte sich im Tagesverlauf vermehrt zeigen, erhöhe ich in 0,25 Schritten das Mahlzeiteninsulin und beobachte wie sich die Werte entwickeln.
Gruß Elfe
P.S.: Diese Eiswürfelgeschichte ist voll daneben = physikalisch ... .
Verdauung, Nahrung, Medikament, Insulin ist ein biochemischer Prozess !
-
am 19.12.2016 08:55:17 | IP (Hash): 2108455638
Elfe schrieb:
P.S.: Diese Eiswürfelgeschichte ist voll daneben = physikalisch ... .
Verdauung, Nahrung, Medikament, Insulin ist ein biochemischer Prozess !
Hi!
Die Sache funktioniert aber prima! ;-))
-
am 19.12.2016 13:19:23 | IP (Hash): 991063678
Elfe schrieb:
P.S.: Diese Eiswürfelgeschichte ist voll daneben = physikalisch ... .
Verdauung, Nahrung, Medikament, Insulin ist ein biochemischer Prozess !
Hallo Tarabas,
keine Angst, dein gutes Bild wird nicht gleich dadurch schlecht, dass es den Verständnishorizont von Elfe übersteigt. So etwas passiert hier im Forum öfter mal.
@Elfe, Bilder sollen die Tatsachen anhand von leicht verständlichen, vergleichbaren Tatsachen aus anderen Lebensbereichen verdeutlichen. Wichtig ist dabei lediglich, dass der Vergleich gut passt, ob er aus der Physik, Chemie, Astronomie oder sonstwoher kommt, ist dafür nicht von Bedeutung. Übrigens folgen auch physiologisch Prozesse physikalischen Gesetzen. Irgenwelche Gegensätze lassen sich dazwischen nicht konstruieren.
Bearbeitet von User am 19.12.2016 20:12:57. Grund: . -
am 19.12.2016 17:13:28 | IP (Hash): 1550338284
Rainer schrieb:
Elfe schrieb:
P.S.: Diese Eiswürfelgeschichte ist voll daneben = physikalisch ... .
Verdauung, Nahrung, Medikament, Insulin ist ein biochemischer Prozess !
Hallo Tarabas,
keine Angst, dein gutes Bild wird nicht gleich dadurch schlecht, dass es den Verständnishorizont von Elfe übersteigt. So etwas passiert hier im Forum öfter mal.
Keine Sorge :-)
@Elfe: Die Abgabe von Insulin aus dem gespritzen Reservoir ist Physik, auch wenn Insulin danach natürlich biochemisch wirkt. Es geht um die reaktionsfähige Oberfläche des Reservoirs. Und um die altbekannte Regel: dreifache Menge = doppelte Wirkzeit. Hintergrund ist ganz simpel, daß mit steigender Menge die Oberfläche nicht in gleichem Maße zunimmt. Also 1l-Eiskugel hat nicht die doppelte Oberfläche wie zwei HalbLiter-Eiskugeln.