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Blutzucker
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Cracktros
Rang: Gastam 19.12.2016 18:23:35 | IP (Hash): 349041217
Elfe schrieb:
Cracktros schrieb:
Da NovoRapid, bei mir, keine lange Wirkdauer hat korrigiere ich schon nach zwei Stunden, wenn die Werte über 200 mg/dl anzeigen und ich hinterher keinen Sport mache.
Den Spritz -Ess-Abstand lasse ich jedoch nie länger als 20 Minuten werden, da ich ansonsten Unterzuckere. Ich mache den Spritz Abstand abhängig von meinen Ausgangswerten und der verfügbarkeit der Kohlehydrate. Meiner erfahrung nach ist eine weitere Möglichkeit, für solche Spitzen, eine fehlerhafte Basalrate.
Hallo Cracktros,
Novorapid hat eine Wirkungsdauer von 3 - 5 h, soweit der Beipackzettel.
Da ich nun auch mit Hypos zu kämpfen habe, korrigiere ich hohe Werte nach 3 h, eigentlich früher als der ärztlichen Anweisung 4 h.
Spritz/Ess-Abstand bei dem kurzwirkenden Insulin würde nur bei sehr hohen Werten Sinn machen (lt. Schulung). Wie gesagt, leichte Mahlzeit vor - schwere Mahlzeit nach ist so meine Erfahrung.
Und selbst das ist für mich schwierig. Hängt wohl auch mit persönlichem Stoffwechsel zusammen.
Nach Steak & Pommes mit Nachspritzen von geschätztem KHs schaffte ich das mal gerade noch so wankenderweise nach Hause, Unterzucker ! um mit einem kompletten Block Dextros entgegensteuern zu müssen. Später dann Überzucker, mit Insulin zu korrigieren.
Also wieso, weshalb, warum ?
Errechnete Insulinmenge passte nicht zur zeitlichen Verwertbarkeit der eingenommenen Lebensmittel zur Wirkungskurve des Insulins.
So schwierig, für sich das allein herauszufinden !
Basalrate ist auch eine Möglichkeit, stimme dir zur.
Wenn sich allerdings hohe Werte sich im Tagesverlauf vermehrt zeigen, erhöhe ich in 0,25 Schritten das Mahlzeiteninsulin und beobachte wie sich die Werte entwickeln.
Gruß Elfe
P.S.: Diese Eiswürfelgeschichte ist voll daneben = physikalisch ... .
Verdauung, Nahrung, Medikament, Insulin ist ein biochemischer Prozess !
Die Wirkdauer von NovoRapid hängt von der Menge an I.E. ab. Bei geringen Mengen ist die Wirkdauer geringer als bei hohen Mengen. Da ich einen niedrigen Insulinbedarf habe, sind auch die aplezierten Mengen gering. Hinzu kommt, dass ich nur Spitzen über 220mg/dl abfange. Und auch diese nur vorsichtig. Das ist sicherlich n i c h t die die Lösung für jeden, da ein erhebliches Risiko der Unterzuckerung besteht.
Bearbeitet von User am 19.12.2016 18:25:07. Grund: + -
Elfe
Rang: Gastam 19.12.2016 23:59:45 | IP (Hash): 1757493877
Tarabas schrieb:
Keine Sorge :-)
@Elfe: Die Abgabe von Insulin aus dem gespritzen Reservoir ist Physik, auch wenn Insulin danach natürlich biochemisch wirkt. Es geht um die reaktionsfähige Oberfläche des Reservoirs. Und um die altbekannte Regel: dreifache Menge = doppelte Wirkzeit. Hintergrund ist ganz simpel, daß mit steigender Menge die Oberfläche nicht in gleichem Maße zunimmt. Also 1l-Eiskugel hat nicht die doppelte Oberfläche wie zwei HalbLiter-Eiskugeln.
Hallo Tarabas,
diese Erklärung verwirrt mich noch mehr.
Das Reservoir = Eisblock/-kugel ist in deinem Vergleich das Insulin ?
Aber du teilst doch den Bolus, also nicht zwei- bis dreifache Menge, sondern aufteilen in verlängerte Wirkungszeit.
Andersherum wäre für mich plausibel.
Als wirkendes Instrument zum Schmelzen wäre das die Raumtemperatur = Insulin.
Eisblock symbolisiert dann eine 'schwere' Mahlzeit mit Eiweiß/Fett, braucht länger Zeit zum Auftauen = Aufteilen des Insulins.
Kleine Eiswürfel symbolisieren eine 'leichte' Mahlzeit = bei gleicher Raumtemperatur wesentlich kürzere Zeit zum Schmelzen = kein Aufteilen des Insulins.
Danke für dein :-).
:-) Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 20.12.2016 00:01:11. Grund: . -
am 20.12.2016 20:08:39 | IP (Hash): 567846674
Elfe schrieb:
Hallo Tarabas,
diese Erklärung verwirrt mich noch mehr.
Das Reservoir = Eisblock/-kugel ist in deinem Vergleich das Insulin ?
Aber du teilst doch den Bolus, also nicht zwei- bis dreifache Menge, sondern aufteilen in verlängerte Wirkungszeit.
Danke für dein :-).
Wie kommst du darauf, dass durch die mengenmäßige (nicht zeitmäßige) Aufteilung eine verlängerte Wirkzeit herauskommen könnte? Dafür gibt es nicht den geringsten Anhaltspunkt.
Wie dir wahrscheinlich bekannt sein dürfte, wird das Insulin in das Unterhautfettgewebe gespritzt. Es bildet dort ein Depot, aus dem es vor allem von der Oberfläche aus in die Kapillargefäße diffundiert und so nach und nach in den Blutkreislauf gelangt. Dieser Vorgang kann durch mengenmäßige Aufteilung auf mehrere Spritzstellen und somit auf mehrere kleinere Depots beschleunigt werden. Verglichen werden kann das sehr gut mit Eis, welches in einem großen Block auf Grund der geringeren Oberfläche viel langsamer schmilzt als mehrere kleine Würfel mit dem gleichen GesaMTVolumen.
Ein schnellerer und höherer Wirkeintritt ist bei Kurzzeitinsulin wünschenswert. Er entspricht mehr der natürlichen Freisetzung von Insulin in der 1. Phase und kann dafür sorgen, dass nach den Mahlzeiten wesentlich geringere BZ-Spitzen entstehen. Ich hoffe, diese Erklärung hilft dir dabei, dass auch du das sehr gut passende Bild von Tarabas erkennst und du es nicht weiter missverstehen musst wie auch das ":-)".
Bearbeitet von User am 21.12.2016 06:08:27. Grund: . -
Elfe
Rang: Gastam 20.12.2016 23:40:21 | IP (Hash): 1757493877
Hallo Rainer,
dein Link führte unter einem anderen Thema zur deinem Zitat:
Tarabas schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
Und zusätzlich lässt sich die hohe Spitze dadurch senken, dass man für die ganze Mahlzeit spritzt und die dann aber auf 2mal mit etwa ner Stunde dazwischen aufteilt. Das brauchst Du auch nicht genau zu überwachen, und die Wirkung kannst Du dann schön an Deiner Libre-Kurve sehen.
Aufteilen ist sinnvoll. Aber warum mit einer Stunde dazwischen? Damit verlängert sich bloß die Wirkung, aber die Wirkkurve bleibt recht flach. Um hohe, frühe Spitzen abzufangen, kann das da helfen?
Ich teile in solchen Fällen auch den Bolus, aber nur an zwei (oder drei) Orte aber zurselben Zeit. Damit wirkt das Insulin deutlich schneller.
Folgendes Bild: nimm einen Liter Wasser und mache damit einen 1l-Eisblock. Daneben kommen zwei Halbliter-Blöcke. Und dann noch ein Liter Wasser in ganz normale kleine Eiswürfel. Was ist zuerst komplett geschmolzen aka welches Insulin hat am schnellsten gewirkt? Wohlgemerkt bei derselben Menge Wasser, die am Ende jeweils auf dem Boden rumfließt.
Mein persönliches Problem betrifft aber nicht kurzzeitige Spitzen (nicht relevant), sondern eine Verlängerung des kurzwirkenden Insulins.
Eiweiß/Fettlastige Mahlzeiten brauchen einen Bolus, der bis zu 6 - 8 h wirken soll, was ein 3 - 5 h wirkendes Insulin nicht leisten kann. Eine Methode ist, errechneten Bolus aufzuteilen = 50 % sofort und 50 % zur Verdauungshalbzeit. Zusätzliches Insulin für FPE (Fett-Protein-Einheit) ev. notwendig, muss für jede Person ausprobiert und getestet werden.
Alle INSULINER sollten sich damit auseinander setzen, 1er und 2er.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 20.12.2016 23:41:16. Grund: . -
Cracktros
Rang: Gastam 20.12.2016 23:49:26 | IP (Hash): 1329941287
Hallo Elfe,
für den Fall, dass dein Problem in Wirklichkeit keine Basal-Lücke ist, ist die beste Lösung eine technische Lösung. Die Insulinpumpe. FPEs scheinen die wenigsten Diabetiker zu beachten. Es ist auch praktisch diese mit den Basalinsulin abzudecken, wenn es funktioniert.