Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Behindertenausweis
-
am 19.12.2016 19:59:07 | IP (Hash): 1996958545
Hallo ich bin Chiara und mitlerweile 17 Jahre alt,
ich weiß das Thema wird hier oft angeschrieben und mit der Zeit nervt es auch.
Allerdings würde Ich gerne mal ein paar andere Meinungen hören.
Seid kurzem denke ich darüber nach einen Behindertenausweis zu beantragen, weil ich erst jetzt durch eine Schulung richtig mitbekommen habe das ich als Diabetikerin einen GdB von 50 hätte.
Ich habe den Diabetes im Sommer jetzt 10 Jahre und möchte warscheinlich in ein paar Jahren Studieren, deshalb hätte ich gerne einige Erfahrungswerte welche Einschränkung ich durch den Ausweis hätte. Den Vorteilen bin ich mir im klaren, ich möchte später allerdings nicht bereuen einen beantragt zu haben.
Weil ich nicht weiß, was ich dadurch für Einschränkung habe.
Über jegliche Antwort würde ich mich freuen :) -
am 19.12.2016 21:28:11 | IP (Hash): 1524612749
Die Einstellungen zum Leben mit Behinderung(en) sind breit gefächert von auf der einen Seite “ich bin aber gar nicht behindert und will so viel von alles können und machen wie irgend geht mit ohne Arme und ohne Beine” bis hin zu “wie kann ich mich allein mit insulinpflichtigem Diabetes vor möglichst viel Können- und Machenmüssen drücken?”
Kenne nur Personaler, die KEINE Menschen mit Behinderungen einstellen, weil sie die selbst dann nur wieder los werden können, wenn die ihren Job nur mehr oder weniger suboptimal machen, wenn ihr Laden Konkurs anmeldet.
An Deiner Stelle würde ich ALLES daran setzen, dass mein Diabetes mich jeden Tag an NICHTS hindert und dass ich wenigstens genauso leistungsfähig wäre wie mein Ebenbild ohne Diabetes. Daumendrück. Und vielleicht googelst Du mal nach flashbang05 ?
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 19.12.2016 22:03:30 | IP (Hash): 349041217
Hallo,
ich kenne mich damit auch nicht wirklich aus, aber auch ich habe darüber nachgedacht. Was mich, vom Antrag, ferngehalten hat, ist die Tatsache, dass er -nach Genehmigung- nicht mehr Rückgängig zu machen ist. -
am 20.12.2016 00:07:31 | IP (Hash): 1373399545
hallo erstmal...es ist SEHR sehr schwer einen GdB von 50 nur mit einer diabetes zu bekommen....Stell einfach mal einen antrag & du wirst überrrascht sein wie schnell eine ablehnung kommt...einspruch hilft kaum.... -
Elfe
Rang: Gastam 20.12.2016 01:28:28 | IP (Hash): 1757493877
Hallo Chiara,
in deiner jetzigen Situation möchte ich dir davon abraten!
Du bist 17 Jahre alt, noch Schülerin ?
Machst noch den Führerschein und möchtest studieren und erst dann feste Stelle ?
Ein Behindertenausweis ergibt bei dir kaum Vorteile (manchmal reduzierter Eintritt), steuerlich spielt das bei dir auch keine Rolle.
Eher körperbehinderte Behinderte werden durch Politik gefördert
http://karrierebibel.de/mitarbeiter-mit-behinderung-einstellen/
Bei einer Einstellung sind fachliche Kenntnisse und Soft Skills wesentlich.
Und sollte dir auf deinem Lebensweg wichtig sein.
Gruß Elfe
P.S.: Habe selber einen Ausweis beantragt und erhalten, der Grund war jedoch Kündigungsschutz zu einer langjährigen Stelle, als älteren LADA-Person.
-
am 20.12.2016 17:50:01 | IP (Hash): 1744622990
Sollte es Dir gelingen den GdB 50 zu bekommen, rate ich Dir diesen anzunehmen. Mir ist keine gesetzliche Grundlage bekannt die Dich verpflichten würde Allen und Jedem auf die Nase zu binden dass Du behindert bist. Wer es nicht von Dir erfährt, weiß es also nicht. Im Berufsleben kann es von Vorteil sein einen GdB zu haben - Kündigungsschutz u.a. - aber auch hier gilt: Du entscheidest wer was über Deine Person erfährt.
Ich empfinde z.B. den Tipp von Unfallbeteiligten nicht schlecht, keinen Diabetikerausweis mit sich herumzuschleppen. Im Unfallfall wird in jedem Fall eine Blutprobe entnommen und die behandelnden Ärzte stellen Diabetes fest ( außerdem kann ich es diesen mitteilen - aber nur diesen ); oberflächliche ( vor allem ) Polizeibeamte stellen gern bei Unfällen in denen Diabetiker sich outen, vorschnell eine kaum rücknehmbare Schuld des Diabetikers im Unfallbericht fest. Er sei "unterzuckert" gewesen, habe Probleme beim Fahren u.ä. - und dann schlage Dich mal mit Versicherungen rum. Spaß ohne Ende erwartet Dich -
am 25.01.2017 14:30:36 | IP (Hash): 19386010
Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung raten beantrage die Schwerbehinderung. Ich habe meinen Ausweis seit 26 Jahren (habe meinen damals mit 20 bekommen) und bisher keine Nachteile dadurch gehabt. Im Gegenteil du wirst, wenn du später arbeiten gehst steuerlich begünstigt (auch Kfz-Steuer) etc, und wie mein Vorredner schon ganz richtig gesagt hat du bis niemandem verpflichtet deine Schwerbehinderung anzugeben. Aber einen GDB 50 zu bekommen wird schwer.