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Vorstellung und gleich ne Frage
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Cracktros
Rang: Gastam 24.12.2016 11:34:57 | IP (Hash): 117583463
Tipp - Das Basalinsulin Lantus benötigt ca 2 - 3 Tage bis es seine Wirkung, bei Dosiänderung, gleichmäßig zeigt. Zusätzlich verändert eine änderung der Basal-Dosis auch die BE/I.E Faktoren, wodurch der gesamte Stoffwechsel in Aufregung kommt.
Deswegen sollte eine Änderung der Basalrate nicht auf Grund eines einmaligen erreignisses durchgeführt werden.
Etwas was man in der Schulung lernt. Schulungen sollten, meiner Meinung nach, alle Diabetiker gemacht haben.
Bearbeitet von User am 24.12.2016 11:36:08. Grund: gedoppelt. -
am 24.12.2016 15:52:28 | IP (Hash): 1428020974
Irgendwas spielt verrückt:
bei 109 heute morgen zum Frühstück 8 Einheiten vorab gesetzt, ein Ei (ist Weihnachten!) und ein Brötchen mit magerer Wurst und Diätmarmelade,
nach drei Stunden 260!
Denke doch, das durch die Bestrahlung und die nun noch zusätzlichen Tabletten zu meinen sonstigen die schon da etwas wirbeln.
Bisher bin ich immer gut zu Schuss gekommen, aber seit der Spritze für Pneumokokken, Grippe, Pamorelin ung den Tabletten Prednisol und Tamsulosin zusätzlich zu meinen anderen, denke ich spinnt mein Körper ein bißchen.
Habe bei 260 mit 16 Einheiten gegengehalten und bin nun um 15:30 Uhr ohne Essen auf 130 runter.
Werde Rainers Rat befoglen und die Langzeitdosis langsamer steigern (meine Diabetologin hat sich noch nicht gerührt).
Mit dem Berechnen habe ich ne Tabele, nach der ich mich richte, für die Umrechnung BE/IE, aber wenn ich nichts esse, was soll ich dann ansetzen?
Ok, momentan bin ich gut, versuche dies zu halten und nach den Feiertagen muss neu eingestellt werden (vielleicht noch fairerweise: habe ne Entzündung in den Bronchien, darum auch Prednisol, 2 Stück am Tag).
Weihnachten, so viel Verlockungen und ich muss mich kasteien, seufz.
Aber es gibt wirklich schlimmeres, daher
FRÖHLICHE WEIHNACHTEN EUCH ALLEN
wünscht
der Flüstermann (nomen est omen)
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Cracktros
Rang: Gastam 24.12.2016 15:57:17 | IP (Hash): 117583463
Das ist eine Wichtige Information, die du gegeben hast.
Welche zusätzlichen Tabletten nimmst du ein? Sind sie Kortikoidhaltig?
Ergänzung
Ich wäre mit der Erhöhung des Basalinsulins sehr vorsichtig. Zumindest dann wenn du keine schweren Unterzuckerungen erleiden möchtest. Handelt es sich z.B. um eine Entzündung und fehlt plötzlich der Grund für die erhöhten Werte landest du Fix in einer Unterzuckerspierale. Und schwubs bist du schnell im KH als dir lieb ist. Das Basal lässt sich nicht von einer Minute auf die andere reduzieren. Manche, hier im Forum, schreiben über Sachen von denen sie keine Ahnung haben.
Bearbeitet von User am 24.12.2016 16:14:23. Grund: ergänzung -
am 24.12.2016 19:11:57 | IP (Hash): 1428020974
Ja, Prednisol ist ein Kortokoid, wegen den Bronchien!
Abendessen (seit Frühstück, sonst nichts):
- vorher gemessen 130,
- gespritzt 8 Einheiten HumaLog
1,5 Brötchen, ca 50 Gramm Vollkornbrötchen
6 stück saure Bratwürste mit Zwiebeln
1 Flasche (0,5 Liter) alkoholfreies Bier (0.00 zucker, 0,0 Alkohol)
- 1 Stunde nach Essen: 303!
Bin immer noch hungrig!
Und schockiert, das gibt es doch nicht!
Geerade gegoogelt und siehe da:
das Prednisol scheint die Ursache zu sein!
Bin aber sowieso damit fertig, heuter früh die letzten 2 eingeworfen (obwohl mein schwerer Husten noch nicht abgeklungen ist).
Obwohl ichden Beipackzettel aufmerksam gelesen habe, diese Nebenwirkung zusammen mit diabetis war -zumindest nicht so deutlcih- beschrieben.
Erst im Netz habe ich es so als gravierend beschrieben gefunden (und dank Cracktros)
Na jetzt mal watchful waiting und active controlling (um bei der Krebssprache zu bleiben),
würde sagen Gefahr erkannt, nun wird sie gebannt
Danke an alle,
lg
Flüstermann (nomen est omen)
Bearbeitet von User am 24.12.2016 19:13:48. Grund: geändert -
am 24.12.2016 19:21:58 | IP (Hash): 2032192411
"...aber wenn ich nichts esse, was soll ich dann ansetzen?" fragst Du. Und Du bist der einzige, der diese Frage beantworten kann.
Denn was unsere Typ2 fehlgesteuerten Lebern wann mehr und wann weniger zusätzlich zum normalen Anteil von dem an Glukose ausgeben, was wir gerade gegessen haben oder wenn wir lange Zeit überhaupt nicht gegessen haben, kann uns auch der beste Arzt nicht sagen. Das können wir nur alltäglich selbst mit dem individuellen Verlauf unseres Blutzucker systematisch beobachten und messen und zusammen mit allen weiteren Aktivitäten, die den BZ beeinflussen können, in der jeweiligen Zeit notieren.
Einfach mal morgen mit dem Beobachten anfangen:
Zeit notieren, Messwert + IE + BEs, und nach dem Essen in Halbstundenschritten messen, bis der BZ nach dem Ansteigen und Sinken genauso hoch bleibt, wie ne halbe Stunde zuvor, oder sogar wieder ansteigt.
Wenn das Sinken in der Höhe vom Start vor dem Essen aufhört, hat die Insulinmenge zur Futtermenge gepasst. - Einfach mal anfangen :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Cracktros
Rang: Gastam 24.12.2016 23:19:15 | IP (Hash): 117583463
Zur Kortikoidbehandlung bei gleichzeitiger Insulintherapie gibt es Schemata, die angewendet werden können.
Ich finde dieses Schema ein wenig beängstigend, da es so hohe Gaben erfordert, aber es war das einzige welches einigermaßen zum Thema gehören könnte.
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/375041/schema-insulininjektion-kortikoidtherapie.html
Ich Bespreche so etwas, vor der Einnahme, mit einer Fachkraft.
Bearbeitet von User am 24.12.2016 23:20:36. Grund: + -
am 24.12.2016 23:34:52 | IP (Hash): 2032192411
Unsere Typ2 Herausforderung: von den Wirkverläufen beim Insulin bis zu möglichen Schemata bei Medi-Nebenwirkungen ist praktisch ALLES auf Typ1 ausgerichtet. Wir können zwar bei den 1ner Kollegen mögliche Trends abgucken, aber wie das bei uns funzt, kann nur jeder von uns systematisch bei sich selbst austesten.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.12.2016 09:53:27 | IP (Hash): 1428020974
Tja Erfahrung macht klug:
- nachdem es gestern noch mal rund ging, scheint nun Ruhe eingekehrt (OK, Prednisol ist auch aus)
Das es so heftig wird, habe ich nicht gedacht, zumal im Beipack dies auch nicht als so schwerwiegend erwähnt war (Hinweis: bei Diabetikern kann es zu erhöhten Blutzuckerwerten führen - wer denkt da an Hi-Werte?)
Daher nochmal Dank an Euch und besonders für den Hinweis auf die Messmethode vor und nach zum Mengenvergleich des zu spritzenden Insulins, das werde ich mal genau verfolgen (aufschreiben und analysieren).
Bisher immer gemessener Wert zu Tabelle mit Angabe wieviel zu dem Wert zu spritzen ist, hat ja uch gut funktioniert, bisher.
Noch schöne Feiertage wünsch ich euch
euer -dankbarer-
Flüstermann (nomen est omen)
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Cracktros
Rang: Gastam 25.12.2016 10:34:27 | IP (Hash): 1994390496
hjt_Jürgen schrieb:
Unsere Typ2 Herausforderung: von den Wirkverläufen beim Insulin bis zu möglichen Schemata bei Medi-Nebenwirkungen ist praktisch ALLES auf Typ1 ausgerichtet. Wir können zwar bei den 1ner Kollegen mögliche Trends abgucken, aber wie das bei uns funzt, kann nur jeder von uns systematisch bei sich selbst austesten.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Es ist bei Menschen mit Typ 1 Diabetes auch nicht anders. In der Theorie klingt alles ganz einfach; zur gegeben Menge KH -und der geplanten Bewegung- die passende Menge Insulin geben - +- Korektur- und alles ist gut. Die Praxis lehrt uns aber etwas anderes. Nicht umsonst gibt es also die verschiedenen Phasen im Diabetiker da sein: Manifestation, eventuell Honeymoon, Lehrjahre usw. Bei Typ 1 Diabetes ist, im Gegensatz zu Typ 2, nur so, dass keine Zeit bleibt sich an den Diabetes zu gewöhnen. Es geht gleich los mit der Insulintherapie. Dafür wird man von Diäten, Sportprogrammen verschont.
Eine Vernünftige Tagebuchführung, die nicht nur KH und I.E. beinhaltet, und Analyse ist unerlässlich.
@Flustermann
Das Thema Medikamente und Insulin ist Bestandteil von Schulungen. Der erwähnte Eintrag ist aussagekräftig genug. Was aber viel wichtiger ist, ist der verschreibende Arzt hat er dich nicht darauf hingewiesen. Wusste er von deinem Diabetes?
Bearbeitet von User am 25.12.2016 11:42:26. Grund: , -
am 25.12.2016 16:58:32 | IP (Hash): 865611849
Hallo Harald,
nach dem Absetzen des Cortisonpräparates wird dein BZ sich nun bestimmt wieder in geordneten Bahnen bewegen. Allerdings denke ich, dass du den allgemeinen Anstieg nicht nur auf das Krankenhausessen schieben kannst, sondern dass eine Anpassung der Insulinmengen brauchst. Die ist nun allerdings nicht mehr so eilig, du kannst sie in Ruhe im neuen Jahr angegehen. Besser wäre eine gute Schulung, die dich in die Lage versetzt, die Insulindosis bei Bedarf alleinen nach oben oder auch nach unten anzupassen. Rede mal mit deiner Diabetologin über eine neue Schulung.
Dass dein Lungenarzt sich nicht um deinen Diabetes gekümmert und einfach so das Prednisolon verschrieben hat, finde ich auch empörend. Beschwere dich mal kräftig bei ihm. Selbst wenn du es nicht mehr brauchst und darüber Bescheid weißt, wird man nur so erreichen können, dass er in Zukunft beim Verschreiben auch die möglichen Folgen für Diabetiker angemessen beachtet.
Ich habe mir auch über deine gesundheitliche GesaMTSituation Gedanken gemacht, die ja wirklich nicht sehr gut ist. Besonders für deine Nieren wäre sehr wichtig, dass du ein besseres HbA1c hinkriegst um zu erreichen, dass sich deren Funktion nur langsam verschlechtert und du noch eine Weile vom Stadium 5 mit Dialyse veschont bleibst. Ich denke allerdings, dass du mit deinen ganzen Krankheiten und Medikamenten deinen BZ mit Insulin ohne permanente Hypogefahr nicht viel besser hinbekommen wirst. Dshalb einfach mal die folgenden Gedanken als Anregung, um dich damit zu befassen und eventuell mit deiner Diabetologin darüber zu reden:
Bisher gab es keine Diabetestabletten, die bei stark eingeschränkter Nierenfunktion gegeben werden durften und es blieb nur Insulin übrig. Auf Grund der äußerst positiven Ergebnisse der EMPA-REG-OUTCOME Studie (lies hier und hier) auch bezüglich der Nierenfunktion ändert sich das und mit Empagliflozin steht zukünftig ein SGLT-2-Hemmer (die Pinkelpille) zur Verfügung. Wahrscheinlich reicht die Tablette alleine bei dir nicht mehr aus. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass du in Kombination mit Basalinsulin ohne Hypogefahr sehr viel bessere BZ-Werte erreichst und damit deine verbleibende Nierenfunktion eine ganze Weile länger erhalten kannst als nur mit Insulin. Sieh dir das einfach mal an und beschäftige dich mit Empagliflozin (Jardiance®). Die Entscheidung liegt natürlich bei dir und bei deiner Diabetologin - einvernehmlich.
Alles Gute, Rainer
Bearbeitet von User am 26.12.2016 13:40:37. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.