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protaphane wirkt unterschiedlich je ampulle!?
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aline
Rang: Gastam 22.10.2010 01:29:48
hallo,
ich habe etwas seltsames bei anwendung des basalinsulins protaphane penfill beobachtet (ich bin seit 12 jahren typ 1, 27 jahre)
als allererstes sind die ersten 2 tage einer neuen ampulle immer von dauerunterzuckerungen geprägt. wirkt das da irgendwie besser, wenn es frisch ist? oxidiert es an der luft oder sonstwas???
naja, daran hab ich mich inzwischen gewöhnt, aber meine letzte ampulle war so seltsam, ständig bin ich mit abends guten werten, wo ich normalerweise immer super werte morgens hatte, plötzlich bei 250 etc morgens aufgewacht.
jetzt - neue ampulle - war ich die letzten 4 nächte nachts mit 35 zucker unterwegs um essen zu suchen. also GANZ komisch. ich bin fest davon überzeugt dass die ampullen verschieden sind. ich habe nämlich sonst nichts anders gemacht.
das ist ja wohl nicht so toll oder??
und gefährlich!
was soll man da tun, ich kann ja nicht jedesmal bei ner neuen meinen zucker neu einstellen....
kennt das jemand?
viele grüße
aline -
Jürgen
Rang: Gastam 22.10.2010 10:30:45
Moin Aline,
so eine ähnliche Darstellung hab ich mal geschildert bekommen, als unsere Selbsthilfegruppe noch funktionierte. Dabei stellte sich dann raus, dass der nette ältere Herr sein Prota nie vor dem Spritzen gemischt hat. Du weißt, nicht schütteln, sondern rollen und wenden. Er hatte immer gedacht, dass das weiße Zeug, das sich in der Patrone absetzte, irgendwie Gammel war :-(
Und noch 2 Punkte: Erstens hast Du mit Prota morgens und abends eben morgens und abends große Basallöcher. Damit müsstest Du eigentlich morgens und abends sehr viel größere BE-Faktoren als mittags haben, weil Du diese Löcher notgedrungen mit Bolus stopfen musst. Und damit hast Du um die Mitte der Prota-Wirkzeit irgendwo zwischen 4 und 6 Stunden nach dem Spritzen einen ausgeprägten Prota-Wirkgipfel. Kann das sein, dass Deine Unterzuckerungen in so eine Zeit fallen?
Und zweitens werde ich nie begreifen, wie man stumpf über Tage und in manchen Fällen sogar Wochen zu hohe oder zu niedrige BZ produzieren und die Insulinmenge(n) oder/und Spritzzeit(en) nicht entsprechend ändern kann. Auch wieder Erinnerung an Selbsthilfegruppe: Mit Prota regelmäßig Unterzucker bei 24-1 Uhr und kaum eine nennenswerte Absenkung von morgens nüchtern. Wann spritzte die gute Frau? Wenn sie sich nach der Tagesschau zum Fernsehen setzte, also recht regelmäßig 8.15 Uhr. Und eine Menge, die bei ihr etwa 8-10 Stunden wirkte. Also Wirkgipel nach 4-5 Stunden, passend 24-1 Uhr und damit in der Zeit, in der die allermeisten von uns das wenigste Insulin in 24 Stunden brauchen, und morgens um 8 für ihre Nüchternmessung längst ausgelaufene Prota-Wirkung.
Beide Probs lösten sich an dem Tag auf, an dem sie vor dem Schlafengehen um 23-24 Uhr spritzte :-)
Bisdann, Jürgen -
peter
Rang: Gastam 22.10.2010 10:34:49
nicht ganz, aber mein problem mit nph insulin,
war reduziert hoher nüchtern, erhöht nachts hypo auch hoher nüchtern, habe ständig mit dem wirkgipfel gekämpft, spritzzeitpunkt , halbe einheiten pen usw. das nervt.
seit levemir ist dieses problem wie weggeblasen,
selbst bei start in die nacht mit 80 keine probleme und 80 füh.
kann das nur empfehlen. besoders für wenig(ie)
bedarf. -
aline
Rang: Gastam 22.10.2010 19:28:35
ha, ja levemir haben sie mir dann auch gegeben... aber der nächste arzt war davon komplett entsetzt und meinte das wär nicht gut für eher junge leute. UND ich hab davon immer so quaddeln bekommen, weil dieser INSULINERsatzstoff halt so große moleküle sind und alles irgendwie verstopfen etc. also davon wieder weg fand ich ne tolle idee:-)
nee also rollen tu ich die ampullen schon, und ich spritze nur einmal, morgens 20 einheiten (bzw halt nur 15 oder bis 25 wenn die ampulle ma wieder zickt...
kann man also auch morgens und abends und dann eher so die hälfte jedesmal?? der arzt hat einfach gesagt MORGENS, aber aufteilen fänd ich ne ganz gute idee!
vielen dank schonmal... -
Daniela
Rang: Gastam 22.10.2010 20:09:38
Huhu,
spritzt Du mit Pen oder U100-Spritze?
Ich empfehle Dir diese Beobachtungen auf jeden Fall mal mit U100-Spritze zu checken, der Pen ist tierisch ungenau.
LG, Daniela -
aline
Rang: Gast -
Jürgen
Rang: Gastam 23.10.2010 00:15:25
Quaddeln sind natürlich ein Grund, zu einem anderen Insulin zu wechseln. Prota ist da unter denen mit der längeren Wirkung das bewährteste. Wer sich damit allerdings eine gleichbleibende Insulinwirkung machen will, muss seine Tagesdosis schon auf 3 Injektionen im 8-Stunden-Takt aufteilen. Kann dabei aber z.B. auch für die 8 Stunden mit dem meisten Anteil an körperlicher Bewegung gezielt weniger spritzen, wenn der Blutzucker-Verlauf das empfiehlt. Was passt, kann man nur ausprobieren.
Was nach Deiner Schilderung definitiv nicht passt, sind die Mediziner, denen Du für Dein Insulin vertraust. Was spritzt Du eigentlich zum Essen? von Jürgen