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Frage an die ICT Anwender

  • Dibein

    Rang: Gast
    am 09.01.2017 21:15:36 | IP (Hash): 1675282737
    ich will mal sehen was die Diabetologin so freigibt. Derzeit kann ich mir keine großen privaten Investitionen leisten (Krankengeld) und bin daher erstmal auf das wohlwollend er Kasse angewiesen. Aber wenn die Dia. Praxis weiter so nett ist wie bisher sollte da was gehen.
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    am 09.01.2017 21:29:33 | IP (Hash): 8018504
    Hi Dirk!

    So interessiert und engagiert wie Du wird das kein großes Ding.

    Ein CGM wäre natürlich klasse!

    ICT baut aber auch stark auf die Mitarbeit des Patienten. Deine Ärztin wird sich freuen! ;)
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 09.01.2017 22:03:23 | IP (Hash): 1675282737
    Danke. Die Wiedergewinnung von Lebensqualität steht absolut im Focus.
    Ich sammle mir bei http://www.diabetesinfo.de/ schon mal das Grundwissen für die Basalrate und Bolus, Bolus Korrektur, BE-Faktor und den ganzn Kram zusammen um am Freitag nicht wie der Ochs vorm Berg zu stehen wenn wir das erste Gespräch haben.

    Ich habe heute bei der ersten Schulung gesehen das man sich auch in die Krankheit ergeben kann. Von den 9 Teilnehmer waren 7 recht teilnahmslos. Man konnte förmlich erahnen "Diabetes + Metformin = alles ist gut"
    Nachdem man(n)/Frau dann auch noch erfuhr das die Teilnahme freiwillig ist konnte man förmlich in einigen Gesichtern lesen "mich hast du hier das letzte mal gesehen". Ich bin mal gespannt auf den nächsten Termin.;)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 09.01.2017 23:42:24 | IP (Hash): 8018506
    Mit ICT wirst Du freier.

    Allerdings wirst Du auch einige Hürden bezwingen müssen. Auch nach Jahren lernt man immer wieder neues dazu.
    Aber das ist Freiheit wert!

    Ich reise viel durch die Welt - sowas halten auch heute noch einige Ärzte für gewagt, viele INSULINER sind unsicher...

    Dabei kann man als Insuliner viel erreichen, es gibt sogar Typ 1- Piloten...
    In Deutschland undenkbar.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 10.01.2017 01:03:51 | IP (Hash): 2048543983
    Dirk_B. schrieb:
    Pssst- bin gerade in der Schulung und darf nix schreiben sonst bekomme ich sie wieder mit dem Lineal;)

    Aber in Wirklichkeit ist das alles sehr nett hier. Der Grund meiner "Umfrage" ist der ob ich den Arzt bitten soll meine Therapie zu überprüfen. Ich persönlich tendiere eher zu ICT als zu dem Schnellschuss vom Hausarzt. Die Diabetologin hatte das auch im ersten Gespräch schon anklingen lassen das sie eher zu ICT tendiert. Nun suche ich Argumente für mich und für oder gegen einen Wechsel. Eure Antworten geben mir zumindest eine Vorstellung auch wenn ich natürlich weiß das ich diese nicht einfach adaptieren kann.



    Hallo Dirk,
    schreibe zumindest Stichworte auf, ob Schulung, Arztgespräch, ... Job, schon in der Schulzeit angewöhnt - mit anschließender häuslicher Reinschrift, wobei man das Gesagte noch im Ohr hat.

    Alles mitschreiben geht in einer Schulung natürlich nicht.
    Habe mir deshalb das verwendete Schulungsmaterial dann in Buchform nachgekauft.

    Aktuelle Ausgaben sind jetzt
    1) http://www.buecher.de/shop/fachbuecher/gut-leben-mit-typ-1-diabetes/jaeckle-renate-hirsch-axel-dreyer-manfred/products_products/detail/prod_id/29934675/
    http://www.blickinsbuch.de/item/c04f8453d579ef5c58cb97043d8014e2
    - wobei 'Typ 1' dich nicht abschrecken sollte, sondern der Untertitel 'Arbeitsbuch zur Basis-Bolus-Therapie' relevant ist
    2) http://www.buecher.de/shop/kochen--backen/kalorien-mundgerecht/broschiertes-buch/products_products/detail/prod_id/39931050/
    http://www.blickinsbuch.de/item/393ab3d4451f31d2b32647219c9cdfb8

    Eine ICT macht dich auf alle Fälle freier in deiner Lebensgestaltung.
    Mahlzeiteninsulin musst du nur spritzen, wenn du auch wirklich Kohlenhydrate zu dir nimmst.
    Etliche Lebensmittel haben jedoch keine anzurechnenden Kohlenhydrate - wie Gemüse, Käse, Wurst u.a.m. (2), womit man auch einen stressigen Tag mit Hunger ohne Insulingabe übersteht.

    Deine aktuelle Schulung 'Typ 2 + Metformin' wäre da nur unzureichend.
    ICT ist etwas schwieriger, gar nicht so verbreitet.
    Selbst in 'meiner' großen Diabetes-Schwerpunktpraxis ist es schwierig, genügend Teilnehmer für eine ICT-Schulung bzw. auch Hypo-Schulung (musste dahin zur Nachhilfe) zusammen zu bekommen.

    Gruß Elfe
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 10.01.2017 08:08:32 | IP (Hash): 1036726354
    Elfe schrieb:

    Hallo Dirk,
    schreibe zumindest Stichworte auf, ob Schulung, Arztgespräch, ... Job, schon in der Schulzeit angewöhnt - mit anschließender häuslicher Reinschrift, wobei man das Gesagte noch im Ohr hat.

    Alles mitschreiben geht in einer Schulung natürlich nicht.
    Habe mir deshalb das verwendete Schulungsmaterial dann in Buchform nachgekauft.



    Das sagte unsere Dozentin auch und sagte "nicht mitschreiben. Es gibt am Ende das Buch zur Schulung.
    Elfe schrieb:

    Aktuelle Ausgaben sind jetzt
    1) http://www.buecher.de/shop/fachbuecher/gut-leben-mit-typ-1-diabetes/jaeckle-renate-hirsch-axel-dreyer-manfred/products_products/detail/prod_id/29934675/
    http://www.blickinsbuch.de/item/c04f8453d579ef5c58cb97043d8014e2
    - wobei 'Typ 1' dich nicht abschrecken sollte, sondern der Untertitel 'Arbeitsbuch zur Basis-Bolus-Therapie' relevant ist
    2) http://www.buecher.de/shop/kochen--backen/kalorien-mundgerecht/broschiertes-buch/products_products/detail/prod_id/39931050/
    http://www.blickinsbuch.de/item/393ab3d4451f31d2b32647219c9cdfb8


    Da werde ich sicher das eine oder andere lesen. Danke für die Empfehlungen.

    Elfe schrieb:

    Deine aktuelle Schulung 'Typ 2 + Metformin' wäre da nur unzureichend.
    ICT ist etwas schwieriger, gar nicht so verbreitet.
    Selbst in 'meiner' großen Diabetes-Schwerpunktpraxis ist es schwierig, genügend Teilnehmer für eine ICT-Schulung bzw. auch Hypo-Schulung (musste dahin zur Nachhilfe) zusammen zu bekommen.

    Gruß Elfe



    Ich denke das es darauf in unserem Gespräch am Freitag hinauslaufen wird. Frau Diabetologin hat wohl auch mit Grund gefragt wie lange ich noch AU bin und somit Zeit habe. Aber ich gehe davon aus das ich in der Typ2 Schulung an der ich jetzt Teilnehme auch schon einige spezifische Dinge mitbekomme.

    Wir sind da zu neunt. Davon sieben Ladies. Die ersten der Teilnehmer verdrehten schon bei der Vorstellungsrunde die Augen weil denen diese zu lange dauerte und zwei wiesen schon bei der Begrüßung auf den Bus hin den sie bekommen müssen. Als die Assistentin dann auch noch erwähnte das die Schulung natürlich eine freiwillige Sache ist konnte man bei dem einen oder anderen schon die Abmeldung von den Augen ablesen.
    Dazu ist zu erwähnen das das nicht an der Qualität der Dozierenden liegen kann.
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    am 10.01.2017 10:48:33 | IP (Hash): 801521704
    Das grundsätzliche Missverständnis hat Elfe hier schon mit ihrem ersten Buchvorschlag ansgesprochen, denn Typ2 ist nun mal NICHT Typ1, auch dann nicht, wenn er wie Typ1 ICT macht oder Pumpe nutzt. Aber einstweilen geht alle ICT- und Pumpen-Therapie von Typ1 aus.

    Was dabei zu Anfang besonders auffallen kann:
    1. BE-Faktoren sind bei Typ2 praktisch immer um ein Vielfaches größer als bei Typ1.
    2. Die Wirkkurven vom Insulin zum Essen verlaufen beim Typ2 zeitlich sehr viel länger und in der Intensität deutlich flacher als beim Typ1
    3. Selbst mit schnellstem Analoginsulin können mit Typ2 vor allem morgens zum Frühstück locker 30 und mehr Minuten beobachtet werden, in denen das Insulin nach dem Spritzen praktisch noch überhaupt nicht wirkt.

    Schon mit diesen 3 Punkten müssten Typ2er als erstes lernen, dass sie eben nicht einfach so eine normale Menge KHs ausgleichen können und es nicht ihrer Doofheit schulden, wenn sie die vorgegebenen Ziele nicht so einfach wie mit Faktoren und Gramm ausgerechnet erreichen.

    Alle solche Punkte versammelt würden eine lange und kompliziert zu berücksichtigende Liste machen. Einfacher scheint mir aus heutiger Sicht vor allem bei Betroffenen mit etwas Technik- und Spiel-Neigung die Vorstellung des BZ-Verlaufs wie ein ferngesteuertes Modell-Auto, das es möglichst viele von 24 Stunden in der Spur zu halten gilt, also z.B. zuerst mal in der zwischen 80 und 200mg/dl.

    Was die Geschichte zum Sport macht: Alle Steuer-Eingaben kommen mit mehr oder weniger Verzögerung und mehr oder weniger stark bei dem Autochen an. Und je besser man sich mit der Zeit auf diese Verzögerungen und Veränderungen und z.T. auch Beschleunigungen und Verstärkungen einstellen lernt, desto optionsreicher kann man die Spur halten und ggf. durchaus auch enger fassen. Und mir altem Sack macht das Spiel noch immer Spaß, jeden Tag auf’s neue :)


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 10.01.2017 12:13:29 | IP (Hash): 1036726354
    Hi Jürgen,

    Es ist meine Ambition die Sache nach der Einweisung und Schulung durch die Diabetologen behutsam anzugehen. Für mich wird es spannend sein zu sehen wie das zusammen-und gegeneinander der Elemente in der Praxis funktioniert.
    Gerade zu Beginn der Therapie werde ich das was die Diabetologin sagt erst mal artig umsetzen und wenn ich ein Maß an Sicherheit in der grundsätzlichen Anwendung habe auch ganz sicher das eine oder andere ausprobieren. Bestimmt werde ich auch hier Rat holen wenn ich etwas nicht verstehe.
    Ganz sicher werde ich mir da auch alle technischen Möglichkeiten die den Umgang mit den Medikamenten erleichtern (weiter) zu nutze machen - und das mit Hingabe;). Ich bin mal gespannt ob ich ein CGM oder FGM verschrieben/genehmigt bekomme. Nach allem was ich über das FreeStyle Libre gelesen habe denke ich doch das ich auch damit, nach einer Eingewöhnung, zurechtkommen würde. Ich denke schon das ich das mit der notwendigen Gelassenheit sehen würde bis man das Gerät kennt zumal man ja immer noch Vergleichsmessungen macht. Aber das wäre akut "nice to have" auch wenn ich darin eine riesige Vereinfachung sehe.

    Was mich gerade interessiert wie ermittelt der Dok. eigentlich die genaue Basalrate und die BE-Faktoren für die verschiedenen Tageszeiten? Wird das ausgetestet? Oder hat die Medizinfrau da Messmöglichkeiten?
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    am 10.01.2017 12:47:32 | IP (Hash): 801521704
    Dok hat kein Maggi ;)

    Nach Deinen bisherigen Behandlungs-Ergebnissen kriegst Du zunächst mal zu kleine Faktoren, eher viiiiel zu kleine. Die sollst Du dann entweder bis zum nächsten Termin durchziehen und immer schön viel zu hohe BZ-Ergebnisse aufschreiben, bis daraus eben beim nächsten Termin dann etwas größere Faktoren verordnet werden und so weiter bis zum nächsten Termin und.... Oder sollst Du dann in kleinen Schritten selbst nach und nach so anpassen, dass ärztlich vorgegebene Zielbereiche immer besser erreicht werden.

    Mit ausschließlich ärztlichen Anpassungen kann das Spiel locker bis zum halben Jahr dauern bis z.B. ein Bereich von täglich 80 bis 280 mg/dl einigermaßen zuverlässig erreicht wird. Wenn Du selbst z.B. alle 2-3 Tage in kleinen Schritten anpassen darfst, würdest Du das selbe Ziel recht sicher in 3-6 Wochen erreichen.

    Im Autobild: Die ärztliche Fernsteuerung steuert aus Deinen Rückmeldungen an den Arzt und mit ihren Anweisungen an Dich praktisch Deine Fernsteuerung.


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
    Bearbeitet von User am 10.01.2017 12:59:37. Grund: Ergänzung
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 10.01.2017 13:56:54 | IP (Hash): 1036726354
    hjt_Jürgen schrieb:
    Dok hat kein Maggi ;)



    Das sag mal nicht - ich meine durch einen Türspalt gesehen zu haben wie sie unerlaubte Regentänze gemacht hat.;)

    Aber das was du schreibst deckt sich mit meiner Erwartung.

    Habe im übrigen gerade mal mit der DAK telefoniert und meine Situation geschildert. Ich bekam da die Auskunft das, wenn die Ärztin das FreeStyle Libre verschreibt und:
    - Ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus voliegt
    - Eine intensivierte Insulinbehandlung durchgeführt wird
    - Die festgelegten individuellen Therapieziele zur Stoffwechseleinstellung können, auch bei Beachtung der jeweiligen Lebenssituation, schwer erreicht werden.
    - Die Patientin oder der Patient muss vor der ersten Anwendung des Flash Glukose Messsystems in der Anwendung des Gerätes geschult sein. Dazu stehen auch Online-Hilfen auf der Internet-Seite des Herstellers zur Verfügung: www.freestylelibre.de

    Das werde ich wohl begründet bekommen. Dazu kommt noch meine Durchblutungsstörung in der linken Hand und die damit reduzierte Anzahl an "Blutfingern". Und dann schauen wir mal.

    Dann wird dem Antrag in der Regel entsprochen. Für ein CGM sieht sie schwarz. Wenn dann nur ein Leihgerät für sehr begrenzten Zeitraum und wahrscheinlichSelbstzahlung für die Sensoren.

    Und falls das noch jemanden interessiert: Da ich gerade das Telefon in der Hand hatte habe ich auch gleich mal die Pendiq Frau belästigt. Dort sagte man mir das der aktuelle Pen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unter Umständen ohne Zweifel zum Monatsende wieder verfügbar ist. Der 2.0 wird im Mai 2017 kommen (Aber ich glaube das ist schon das gefühlt 2344262ste Terminupdate).

    Bearbeitet von User am 10.01.2017 13:57:43. Grund: Korrektur