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total verunsichert - einige Fragen

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    Mitglied seit: 07.02.2017
    am 07.02.2017 15:13:29 | IP (Hash): 559573754
    Ein herzliches Hallo an alle,

    ich bin neu hier und habe mich angemeldet, weil ich im Moment total verunsichert bin (37 Jahre) . Ich habe ein 6 Monate altes Kind und in der Schwangerschaft hatte ich einen fraglichen Gestationsdiabetes (Werte: nüchtern: 5,1, 1h: 7,4 2h: 4,8) War beim Diabetologen und habe mit Ernährung und Sport (aber wirklich auch nur damit die Werte nach den Mahlzeiten im Zielbereich (1h weniger 7,8) halten können. meine Nüchtern-Werte waren immer ok. Nun meinte man zu mir nach der SS würde sich der Stoffwechsel wieder normalisieren und wenn ich stille sei da auch hilfreich, so dass ich die letzten 6 Monate keinen Gedanken mehr daran verschwendet habe und weil ich es als Nervenfutter brauchte verdammt viel Süßkram gegessen habe (ca. 1 Tafel Schokolade täglich, dann abends noch Pudding, zwischendurch Kuchen usw.) Ich habe dennoch nur 2 Kilo zugenommen und bin eh normalgewichtig, weswegen ich mir erst Recht keine Gedanken machte. Allerdings wurde bei mir 2012 schon mal eine Insulinresistenz diagnostiziert (beim OGTT wurden die Insulin-Werte mit geprüft - war damals in einer Kinderwunschbehandlung). Na ja soviel zur Vorgeschichte. Jedenfalls habe ich in den letzten zwei Wochen mal wieder meine Werte überprüft und nach KH-Reichen Mahlzeiten nach 2 Stunden einen Wert von 8,4 gehabt bzw. nach 1 h auch mal 9,9. das war in der vorletzten Woche so. Wenn ich da KH-reduziert gegessen habe, waren die Werte noch ok (nur vereinzelt mal bei 8,1 nach 1 h). Diese Woche esse ich auch kh-reduziert und lande da nach 1h schon bei Werten von 9,0! Das macht mir richtig Angst! Ich weiß ich war mit dem Naschen total leichtsinnig, aber es war schnell verfügbare Energie und ich bin mit dem Kleinen viel allein. Hab mich auch wenig bewegt, da mein Kind keinen Kinderwagen mochte und auch keine Trage. Meine Beobachtung ist, dass die erste Phase der Insulinausschüttung deutlich verzögert ist. Messe ich nach einen 1h-Wert von 9,0 nach 15 Minuten noch mal, dann ist er oft bereits wieder bei 6, und.
    Meint ihr nach 6 Monaten furchtbarem Essen kann ich das wieder in den Griff bekommen?
    Im November hatte ich einen Vorfall, dass ich auf einem Auge für 30 Minuten total verschwommen gesehen habe. Hatte Angst es könnte eine TIA sein. Man schickte mich in der Rettungsstelle aber nur zum Augenarzt, der alles für i.O. befand. Habe nun Angst, dass ich mit den BZ-Werten schon deutliche Schäden an Gefäßen hervorgerufen habe. Zumal die Werte unter dem ganzen Süßkram mit hoher Sicherheit im diabetischen Bereich lagen. Zudem habe ich seit 4 Wochen so ein Kribbeln in den Zehen, wenn ich über den Fußrücken streiche. Nervenschädigung? Habe mein Leben lang schon immer gern genascht und womöglich rächt sich das jetzt. Und wie gesagt die IR wurde bereits 2012 diagnostiziert... Habe aber bis auf die vergangenen 6 Monate immer viel Sport gemacht.
    Habe davon gelesen, dass eine Haferkur über 2 Tage eine Art Reset bewirken. Hat das schon jemand ausprobiert? Funktioniert das? Ich bin ja noch in der Stillzeit und will nicht abnehmen (muss es ja auch nicht) um die Schadstoffe aus dem Fettgewebe nicht ans Kind weiterzugeben.
    Einen HA-Termin habe ich in zwei Wochen. Aber vielleicht kann mich hier erst mal jemand beruhigen ich will doch noch meine Enkelkinder aufwachsen sehen und im Moment sehe ich nur schwarz... Trau mich bald gar nix mehr zu essen, da selbst KH-reduzierte Kost den BZ nicht immer unter 7,8 hält.

    Liebe Grüße
    Friederike

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    am 07.02.2017 18:29:24 | IP (Hash): 1026043707
    Hallo Friederike,
    Wirklich beantworten kann ich dir deine Fragen leider nicht.
    Ich kann Dir nur sagen das es mir sehr ähnlich geht wie Dir, wenn du lust hast kannst du das hier nachlesen
    http://www.diabetes-forum.de/forum/topic/12377/Hallo-ich-bin-neu-hier

    So wirklich weit gekommen bin ich nicht...
    Der zweite diabetologe bei dem ich war meinte man soll erstmal die Stillzeit abwarten und erst danach einen weiteren ogtt machen um zu sehen wo man steht, vorher wird eh nur bei stark erhöhten werten mit Insulin behandelt
    ..
    Darunter vielen meine Werte wohl nicht, zumal meine ogtt werte nicht so hoch waren wie meine werte nach dem Essen...warum konnte der arzt mir nicht beantworten...er tippt auf Messfehler...

    Gruß cassy
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    am 07.02.2017 19:43:32 | IP (Hash): 1136773607
    Friederike1 schrieb:
    Meint ihr nach 6 Monaten furchtbarem Essen kann ich das wieder in den Griff bekommen?

    ja, das funktioniert ganz bestimmt.

    Ansonsten solltest du dich wieder beruhigen, zu Panik besteht üerhaupt kein Grund. Deine BZ-Werte sind vielleicht nicht mehr ganz normal, aber von Diabetes bist du wahrscheinlich noch ein Stück weit weg. Selbst wenn dein Arzt Diabetes feststellen sollte, würdest du noch ganzam Anfang stehen. Es bestehen gute Chancen, dass du die Störung wieder zurückdrehen kannst.

    Warte jetzt erst mal ab, was bei der Untersuchung von deinem Arzt rauskommt. Je nach dem Ergebnis kannst du dann entscheiden, ob du nur ein bisschen gesünder leben willst oder ob du dein Leben total umkrempelst. Berichte mal, was bei dem Arzttermin rauskommen ist.

    Alles Gute, Rainer
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    am 07.02.2017 20:20:04 | IP (Hash): 1637007192
    Hallo Cassy, hallo Rainer,

    danke für eure Antworten!
    @ Cassy: ja, da scheinen wir wohl im gleichen Boot zu sitzen. Habe deinen Eintrag auch mal gelesen. Ich denke auch dass ein OGTT wohl erst nach der Stillzeit Sinn macht. Bis dahin werde ich es wirklich mit Ernährungsumstellung versuchen. Bin aber mal auf meinen HBA1C gespannt. Hat man den bei dir denn mal bestimmt? Aber es ist schon Mist, da hat man so ein kleines süßes Wesen zu Hause und sorgt sich jetzt so dermaßen um seine Gesundheit... Dir alles Gute und ich freu mich von dir zu hören, wenn es bei dir neues gibt oder eben einfach auch so. :-)

    @ Rainer: Ich versuche mal wieder von meiner Panik runterzukommen, neige nur immer gleich dazu zu katatrophisieren... Zumal eben schon so merkwürdige Erscheinungen aufgetreten sind (verschwommen sehen und kribbeln in den Zehen) Hast du zufällig Infos zu einer Haferkur? Also ob es was bringen könnte? Ich berichte von meinem Arztbesuch...

    Liebe Grüße
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    am 07.02.2017 20:24:24 | IP (Hash): 1026043707
    Ja das ist schon alles Mist...
    Mein Hba1c wert lag im Dezember bei 5,2, also noch relativ ok...

    Übrigens meine Hebamme rät in der stillzeit dringend von low carb Ernährung ab!

    Gruß cassy
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    am 07.02.2017 21:08:52 | IP (Hash): 2621682
    Was mir nicht so recht einleuchten will: Warum macht Ihr euch son Druck? Was ist denn soooo schlimm am Diabetes? Wir können doch super damit zurecht kommen - superer wie mir scheint, als mit der Art, wie Ihr euch dagegen zu stemmen und zu sträuben scheint. Oder was seh ich da so komplett daneben?

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 07.02.2017 22:34:29 | IP (Hash): 1136773607
    Friederike1 schrieb:
    Hast du zufällig Infos zu einer Haferkur? Also ob es was bringen könnte?

    Hallo Friederike,

    ich persönlich habe bisher keine Haferkur gemacht. Ich habe allerdings aufgehört, über Haferkuren zu lästern. Ich kann mir gut vorstellen, das man mit den wertvollen Ballaststoffen, besonders Beta-Glucan und den Phytaminen aus Hafer etwas gegen Insulinresistenz erreichen kann. Die geringere Kalorienmenge an den Hafertagen spielt natürlich auch eine Rolle. Ich denke, dass solche Hafertage für dich mit Insulinresistenz und eventuell einer beginnenden Diabetesentwicklung sogar noch mehr geeignet sind als für langjährige Diabetiker. In diesem Artikel hast du ein paar Erläuterungen und eine kurze Anleitung dafür:
    http://www.diabetes-ratgeber.net/Ernaehrung/Was-bringen-Haferkuren-bei-Diabetes-492633.html
    Du kannst ja mal einen Versuch wagen.

    Alles Gute, Rainer
    Bearbeitet von User am 07.02.2017 22:55:49. Grund: .
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    am 08.02.2017 09:05:16 | IP (Hash): 1259349147
    Hallo Cassy,

    direkt low carb will ich auch nicht machen. Aber eben bevorzugt VK-Produkte wählen. Obst esse ich ja trotzdem auch, aber eben nicht pur sondern mit Joghurt oder Quark. Ich versuche halt einen geeigneten Mittelweg zu finden. Wie hast du deine Ernährung jetzt angepasst?

    LG
    Friederike
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    am 08.02.2017 09:09:12 | IP (Hash): 1259349147
    Hallo Jürgen,

    das es erst einmal ein Schock ist vielleicht mit Diabetes konfrontiert zu sein, finde ich erst einmal normal. Oder hast du es von Anfang an so gelassen genommen? Zudem ist es nun mal eine Erkrankung mit unschönen Folgeerscheinungen. Die brauche ich nicht wirklich und ganz ehrlich ich will meine Enkel noch aufwachsen sehen, möglichst ohne bereits einen Apoplex o. Ä. gehabt zu haben.
    Sicher reagiere ich im Moment vielleicht etwas zu panisch, aber ja, ich habe eben Angst.

    LG
    Friederike
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    am 08.02.2017 09:18:21 | IP (Hash): 1259349147
    Hallo Rainer,
    danke dir für den Link! auch wenn du offensichtlich nicht so viel davon hältst. Ja, aber einen Versuch ist es allemal Wert. Werde es ausprobieren, wenn ich nicht mehr so viel stille, da ich jetzt die Kalorienmenge jetzt noch nicht so reduzieren möchte.

    LG
    Friederike