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total verunsichert - einige Fragen

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    am 08.02.2017 09:32:14 | IP (Hash): 1101263926
    Doch, kann ich verstehen, wenigstens aus meiner Vergangenheit. Denn als mir der Dok in 1991 mit HBA1c 15und meine Diagnose eröffnet hat, war den Blutzucker selber Messen und gesund Steuern noch praktisch völlig unbekannt. Damals normale Perspektive: 8-10 Jahre Tabletten, in dem Rahmen erste Folgekrankheit. Dann Insulin und noch mehr Folgekrankheit.

    Dass ich bis heute keine Folgekrankheit beklagen muss, verdanke ich einer Riesenportion Glück, und dem helfe ich seit vielen Jahren inzwischen damit, dass ich meinen Blutzucker gezielt mit proaktivem Be-Handlungsverhalten wenigstens 20 von 24 Stunden im völlig gesunden Bereich steuere.

    Hab dafür gerade mit HBA1c unter 6 einen neuen Thread angefangen. Denn meine Erfahrung und die, die ich dazu bei anderen sehen kann, sagt, dass wir mit solch gezieltem Verhalten nicht nur manchen Verzicht und manche Anstrengung leisten, sondern dass wir uns damit sogar überdurchschnittlich gesund halten können. Und das halte ich für alles andere als angstmachend :)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 08.02.2017 10:43:57 | IP (Hash): 651098776
    hjt_Jürgen schrieb:
    Was mir nicht so recht einleuchten will: Warum macht Ihr euch son Druck? Was ist denn soooo schlimm am Diabetes? Wir können doch super damit zurecht kommen - superer wie mir scheint, als mit der Art, wie Ihr euch dagegen zu stemmen und zu sträuben scheint. Oder was seh ich da so komplett daneben?

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    Euch wird ja auch geholfen, Ihr bekommt Medikamente, und noch viel wichtiger Beratung...
    mich berät leider niemand, außer euch hier im Forum....also heißt es für mich erstmal mich alleine durchzuschlagen, mit dem kleinst möglichen Risiko für Folgeschäden...

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    am 08.02.2017 10:57:25 | IP (Hash): 651098776
    Hallo Friederike,
    Ich versuche es im Moment mit einem Mittelweg, nicht so viele Kohlenhydrate das der Wert ständig zu hoch geht, aber auch nicht so wenig das meine kleine drunter leiden könnte...

    Meine Hebamme hat mir mindestens 30g Kohlenhydrate pro Mahlzeit empfohlen.
    Das kommt in der Regel ganz gut hin mit den Blutzuckerwerten, ab und zu ist auch mal 145 oder sogar mal 150 dabei gewesen beim 1Std Wert. Mein 2 Std, Wert liegt bei angemessener KH Menge und Art so zwischen 90 und 100. (Wenn es nicht grade Pommes waren)
    Die Werte im allgemeinen scheinen bei mir aber Momentan rückläufig zu sein, mein Zyklus scheint sich auch grade wieder einzustellen, eventuell liegt es daran...
    Ich habe gelesen das bei manchen Frauen der Blutzucker mit den Zyklusphasen schwankt, dass halte ich bei mir für sehr wahrscheinlich, mal sehen wie sich das so entwickelt.
    Heute morgen 1 Std nach dem Frühstück war der BZW nur bei 87, obwohl es ca 30g Kohlenhydrate gewesen sein müssten, laut Nährwertangaben....es war ein Vollkornbrötchen vom Biobäcker (reines Vollkornmehl und Zuckerfrei) mit Quark und Kräutern. Mal sehen was gleich der 2 STd. Wert sagt...

    Ich Ernähre mich im allgemeinen im Moment von vielen Vollkornprodukten und versuche auf Zucker weitestgehend zu verzichten, dass ist zwar eine teure Angelegenheit, denn vieles gibt es Zuckerfrei ja nur im Bioladen, aber es schmeckt mir ganz gut.
    Wenn ich es doch mal süß brauche esse ich Zott Balance Sahnejoghurt oder süße mir Quark oder Joghurt mit Xucker. Mandelmehl habe ich mir auch bestellt, damit wollte ich mal versuchen zu backen, ich backe nämlich sehr gerne, aber wenn man nie mehr etwas davon essen kann macht das ja auch gar keinen Spaß.

    Gruß Cassy

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    am 08.02.2017 11:08:23 | IP (Hash): 2108455638
    cassy81 schrieb:
    Euch wird ja auch geholfen, Ihr bekommt Medikamente, und noch viel wichtiger Beratung...
    mich berät leider niemand, außer euch hier im Forum....also heißt es für mich erstmal mich alleine durchzuschlagen, mit dem kleinst möglichen Risiko für Folgeschäden...





    Das ist so nicht ganz richtig!

    Ein Beispiel für Typ 1:
    Man bekommt eine mehr oder weniger gute Grundschulung. Den Rest muss man selbst irgendwie hinkriegen.
    Dazu führt man ein Tagebuch, muss Rückschlüsse auf zu hohe/zu niedrige Werte ziehen können, muss den Tag planen können und dann noch abschätzen können, wieviele Kohlenhydrate in den Lebensmitteln stecken, manche müssen sogar noch Kalorien berücksichtigen. Für INSULINER mit Neigung zu Adrenalinstößen oder für viele Frauen vor der Periode ist es echt schwierig, vernünftige (und wechselnde!) Einstellungen zu finden. Wobei der Arzt an der Einstellung kaum mitwirken kann, denn der sieht die Werte 1 x im Quartal, in schwierigen Phasen vielleicht 2 x die Woche.

    Typ 2er ohne Teststreifen auf Metformin haben da noch weniger Kontrolle.
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    am 08.02.2017 17:54:51 | IP (Hash): 328065533
    Hi Cassy,
    na deine Werte hast du doch super im Griff. Toll! Wie gesagt, letzte Woche waren sie bei mir auch besser. Diese Woche trotz ähnlicher Ernährung sind sie schlechter. Meine Regel habe ich aber noch gar nicht wieder bekommen. So in etwa wie du mache ich das auch mit der Ernährung. Ich ersetzte zwar schon mal abends eine Scheibe VK-Brot durch Eiweißbrot usw. aber im Großen und Ganzen meide ich auch einfach die einfachen KH. Ich achte jetzt nicht auf Grammzahlen, ich schaue einfach wann meine Werte gut und schlecht sind und richte mich danach aus.
    Ich habe jetzt allerdings in der Woche schon wieder ein Kilo abgenommen, was ich gar nicht möchte, da ich schlank bin und ich habe Mühe genug Kalorien zu mir zu nehmen, wenn ich jetzt so auf die Ernährung achte. Ich esse schon viele Nüsse und spare nicht an Öl usw. aber mit dem ganzen Süßkram hatte ich doch deutlich mehr Kalorien täglich zu mir genommen... Mich hat es eh verwundert warum davon nichts hängenblieb, wundert mich jetzt noch...
    Ich drück uns die Daumen, dass wir die Kurve kriegen!
    Liebe Grüße
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    am 08.02.2017 18:55:36 | IP (Hash): 651098776
    Das Problem mit der Gewichtsabnahme habe ich ja leider auch. Mittlerweile bin ich schon im Untergewicht und so richtig eine Lösung ist noch nicht in Sicht.
    Diese Woche habe ich aber glaub ich weniger abgenommen...
    Da ich ungern Fleisch esse ist es auch manchmal schwierig genug Kalorien zusammen zu bekommen...
    Dazu dann die viele Bewegung...

    Gruß cassy
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    am 09.02.2017 11:07:08 | IP (Hash): 293615411
    Hallo Jürgen,

    diese differenzierte Antwort hilft dann schon eher weiter ;-) Aber du schreibst ja auch selbst, dass eine große Portion Glück dazu gehört, dass du trotz Anpassung deines Lebensstils bisher von Folgeerscheinungen verschont geblieben bist. Nichtsdestotrotz macht es Mut das zu lesen und es freut mich natürlich für dich.
    Man hat eben immer gleich das Schlimmste vor Augen, wenn man eine blöde Diagnose (aber soweit ist es ja bei mir noch nicht mal - Arzttermin steht ja noch aus) gestellt bekommt. Ich neige jedenfalls dazu. Und da tut es auch gut Mut machende Berichte von euch zu lesen, dass man eben doch mehr bewirken kann als man vielleicht anfangs denkt.

    Hallo Cassy,

    ja, irgendwie komisch. Trotz Normalgewicht und bei dir nun schon Untergewicht Probleme mit dem Zuckerstoffwechsel... Wäre doch zu schön, wenn man das System einmal runterfahren könnte und wieder neu starten... Na ja, wird schon irgendwie!
    Alles Gute!
  • Elfe

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    am 10.02.2017 01:35:51 | IP (Hash): 703198088
    Hallo Friederike und Hallo Cassy,

    "Frauen die an einer Schwangerschaftsdiabetes leiden, können auf längere Sicht das Diabetes Typ-II Risiko um 40 Prozent verringern, wenn sie ihr Kind stillen."
    http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/stillen-mindert-diabetes-typ-2-risiko-9016187.php

    Das macht ihr zwei vollkommen richtig, wie auch bei Ernährung auf vollwertig und ausgewogen zu achten (einfache Kohlenhydrate meiden).

    Wie schön, daß ihr zwei beiden euch hier im Forum gefunden habt.
    Ihr könntet euch auch - unterhalb des öffentlichen Radars - über 'Private Nachrichten' austauschen.

    Herzlichst Elfe
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    am 10.02.2017 15:05:56 | IP (Hash): 548877029
    Friederike1 schrieb:
    Aber du schreibst ja auch selbst, dass eine große Portion Glück dazu gehört, dass du trotz Anpassung deines Lebensstils bisher von Folgeerscheinungen verschont geblieben bist.


    Neenee, ich hab geschrieben, dass ich Glück hatte verschont geblieben zu sein, als ich über Jahre bis zu meiner Diagnose mit extrem hohem Zucker rumgelaufen bin und anschließend auch noch mal gute 10 Jahre mit fachoffiziell gut behandeltem.#

    Seit ich meinen Blutzucker wenigstens 20 von 24 Stunden im völlig gesunden Bereich steuere, bin ich da auf kein Glück mehr angewiesen, wie dieser alte Berufs-Diabetiker seit nem halben Jahrhundert lebendig demonstriert :) http://www.diabetes-book.com/bernstein-life-with-diabetes/

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    am 23.02.2017 12:13:49 | IP (Hash): 1255758010
    Hallo,

    ich melde mich mal wieder zurück. Wollte ja noch eine Rückmeldung zu meinen Werten beim Arzt geben.
    Diese sind absolut in Ordnung: Nüchtern-BZ: 3,3 (zu Hause messe ich meist 4,6 o. Ä) und der HBA1C lag bei 5,1. Im Vorjahr wurde dieser schon mal gecheckt, da war er noch 4,7. Also ein bisschen schlechter ist er schon, aber ja wohl noch völlig im Rahmen. Meine Cholesterin-Werte (Gesamt, HDL und LDL sind "nur" zu hoch).

    Was ich aber nach wie vor nicht verstehe: Wieso habe ich so krasse postprandiale Werte: neulich 1 1/2 Teller Linseneintopf (mit Würstchen). 1 Stunde später hatte ich eine 10,2 auf dem Messgerät. Linsen sind klar KH, aber ja eigentlich gute... Und gestern nach einem Asia-Imbiss (habe mir zu Hause extra VK-Nudeln dazu gemacht nach einer Stunde UND nach zwei Stunden noch 8,2.
    Ich werde jetzt definitiv wieder mehr Bewegung ins Spiel bringen um die Insulinresistenz abzuschwächen... Habt ihr aber vielleicht noch eine Erklärung für diese hohen Werte nach dem Essen? Soll das Stillen so viel durcheinanderbringen?
    Muss ich mir über diese BZ-Spitzen überhaupt Gedanken machen? Meine HÄ meinte nur, die Werte seien doch in Ordnung. Ich solle einfach aufhören zu messen und gesund leben... Ok, gesund leben will ich ja auch... aber ich habe eben immer gern eine Erklärung für unverständliche Phänomene?

    Liebe Grüße und ich freue mich noch mal auf Rückmeldung von euch!
    Friederike