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Unterzucker trotz Insulinsperre

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    am 18.02.2017 13:41:08 | IP (Hash): 1902650133
    Hallo Leute,
    bin neu hier und bitte nicht vom Namen täuschen lassen ich habe nur 60 kg. Ich habe seit 2003 Typ 3 Diabetes der erst mit Amaryl und vier wochen Später weil es nciht funzte auf Insulin eingestellt wurde. Ein Jahr später lies ich mir eine Insulinpumpe (Spirit und Compo) verpassen in der jetzt viele Jahre Apidra lief. Damit kam ich gut zurecht. Seit 4 Wochen habe ich nun die Accu Chek Insight und damit ein neues Insulin.
    Seither spinnen meine Blutzuckerwerte etwas. Meine Bauchspeicheldrüße hatte schon ab und an mal Schluckauf. So nenne ich das, wenn so 2-3 Tage ohne Insulin auskomme. Sonst liegt mein Bedarf mit Basalrate bei 38-49 Einheiten am Tag. Beim Pankreasschluckauf, habe ich selten Unterzucker, wenn kein Insulin läuft, aber kam auch schon vor. Der Schluckauf war bisher max 2 mal im Jahr.

    Mit der Insulinumstellung habe ich jetzt erst mal die Basalrete hochstellen müssen von 16 auf 21 Einheiten am Tag. Jetzt habe ich seit einer Woche aber diesen Schluckauf, dass über Nacht kein Insulin läuft, ich sogar mit Spätmalzeit kein Insulin spritze und ich ab 2 Uhr mit Blutzuckerwerte zwischen 40-50 mg/dl habe. Das zieht sich bis zum frühen Nachmittag hin, dass ich hier zwischen 50 bis 70er Zuckerwerte habe. Ich trinke normale Cola(zur Zeit 2 Liter am Tag), Gummibärchen zusätzlich um mich über Wasser zu halten. Ich korrigiere keine Mahlzeiten und die Pumpe läuft abgekoppelt weiter oder als 0%temporäre Basalrate. Ab dem Nachmittag muss ich dann etwas Insulin zuführen, durch die Basalrate und auch Essenskorrektur. Hier ist der Bedarf an Insulin schon wieder fast normal. Meine Blutzuckerwerte sind sonst sehr gut eingestellt. Komme selten über 160mg/dl. Insulinom schließe ich mal aus, da es entweder Phasenweise nur auftritt oder es am Nachmittag meist passt.

    Es ist nur schwierig, da ich viel mit dem Auto unterwegs bin. Ich spüre normalerweise meine Unterzucker, dachte ich zumindst, leider hat sich mein Empfinden jetzt später, weil ich vielleicht in letzter Zeit viele niedriege Werte hatte und es Nachts auch nicht gespürt habe. Habe schon 4 verschiedene Blutzuckermessgeräte über drei verschiedene Systeme mit abgecheckt. Sprich Teststreifen, Kassette und CGM. Ich habe nächste Woche sowie so ein DMP-Termin, aber mich nervt es nur, dass ich den ganzen Tag nur mit Colainfusion rumlaufen muss. Vielleicht hat einer von euch noch ne Idee. Mein Typ 3 wird wie ein Typ 1 behandelt und auch von der Kasse annerkannt. Ich habe noch immer Insulinproduktion. Wird wohl auch noch bis Lebensende in verminderter Form erhalten blieben. Aber deutlich reduziert. Danke schon mal
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    am 18.02.2017 14:31:05 | IP (Hash): 1340109190
    Maxim6 schrieb:
    Hallo Moench
    Nachdem es Dir gut ging mit dem Apidra, würde ich bei deinem Doc insistieren,
    dass Du das wieder bekommst !



    Leider lässt sich die Insight bis heute nur mit Novorapid betrieben. Leerampullen zum selber befüllen sollen seit 2 Jahren "demnächst" auf den Markt kommen...
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    am 18.02.2017 15:35:41 | IP (Hash): 898034635
    In einem anderen Forum berichtet ein Typ1 LADA während der Remission, dass, wenn er gegen tiefe Werte anfuttert, die Werte immer tiefer werden, weil die BSD immer mehr Insulin ausschüttet und dabei über's Ziel hinausschießt.

    Vielleicht wäre es einen Versuch Wert, mit weniger Cola und Gummibärchen gegenzusteuern - nur 50ml Cola oder 3 Gummibärchen bei nen Wert unter 60.

    Autofahren ist natürlich tabu, solange Du die Kontrolle nicht zurückgewonnen hast...
    Blöd, aber ein Unfall wegen oder nur während einer Hypo ist noch viel blöder...

    Dass es am Novorapid liegt, glaube ich eher nicht... ist während der tiefen Phasen ja ohnehin nicht/kaum aktiv...
  • Cracktros

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    am 18.02.2017 16:00:12 | IP (Hash): 1172950954
    Ja, dIe Schilderung hat viel Übereinstimmung mit Schilderungen der Remsionsphase von Typ 1 Diabetikern (LADA). Ich selbst bin auch Typ 1 Diabetiker, kann mich aber an keine Remissionphase errinern, auch meine Eltern können diese Phase nicht bestätigen.

    Wenn es so etwas ähnliches sein sollte, dann verfügst du noch über aktive Batas die deinen Blutzucker in den gesunden Berreich drücken wollen. Da aber Diabetiker im höheren Berreich halten, kommen dir diese Werte wie eine Unterzuckerung vor.

    Ich wüsste nicht wie man damit umgehen kann. Was sagt den deine Diabetesberaterin oDer Diabetologe dazu?

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    am 18.02.2017 16:04:58 | IP (Hash): 2128887257
    Also 40-50mg/dl mehr als 4 Stunden nach der letzten Pumpen-Ausgabe? Oder hab ich da was falsch verstanden?

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    am 18.02.2017 16:15:25 | IP (Hash): 1902650133
    danke schon mal allen.
    Das Problem an der Accu Chek Insight ist, dass es nur mit Novarapit befüllt werden kann. So wie schon Heike schreibt. Seit Wechsel treten bei mir aber die Probleme auf. Und dieses Befüllsystem wird schon lange angeboten, aber ist seit Monaten/ Jahren nicht lieferbar. Natürlich sind die Fertigampullen toll. Zu dem mit den kleineren Ampullen die Pumpe jetzt zwei mal in der Woche neu bestückt werden muss, statt nur einmal.

    An die Idee mit der Gegenregulation wie beim Lada weis nich ob beim Mody auch, dass dies der Grund ist.
    Ich habe keins von beiden bei mir geht die Bauchspeicheldrüse kaputt, weil ich Mukoviszidose habe. Erst sind die Verdauungsenzyme betroffen und dann kommt irgendwann Diabetes und andere Wehwechen dazu, weil wir eben jetzt auch älter werden. ;-)

    Es gibt bei uns Mukos das Phänomen, dass beim OGT-Test (spez. Fruchtzucker-Test auf Diabetes der auch bei der Schwangerschaft gemacht wird) wir danach auch viele von uns auch ohne Diabetes im heftigen Unterzucker rutschen. Ich kenne sogar einen Fall bei dem ein Kind Reanimiert werden musste. War selbst anwesend. Daher nicht vom hören sagen und da schon häufig auf Kur, sehe ich ja die Mukos die da Zittern den Speißesaal aufsuchen. ;-)

    Was es dann aber nich erklärt, dass ich nach einer langen Durstphase in der ich ja in der Nacht nix esse oder trinke, tortzdem niedrige BZ-Werte habe. Das Phänomen der Gegenregulation tritt ja meinst nach einer Stunde auf. Am CGM sehe ich ja, wann die BZ-Werte wieder sinken und auch rasch bei 50 oder weniger sind. Selbst bekomme ich das gerade nciht mit.

    Ich muss aber Auto fahren. Klar fahre ich mit keinem 60 Blutzucker los, aber schau schon das er wenigstens bei 80 liegt. Wir wohnen auf dem Dorf. Also müssen Kinder überall hingefahren werden. Sogar vom Schulbus abgeholt, weil keiner bis in unser 2500 Einwohnerörtchen fährt. Zumindest nicht zu den Zeiten, wenn wir ihn benötigen. Das ist ja mein größtes Problem. Ich habe auch mehrere Jobs. Ich arbeite im Nachtdienst z.B. den habe ich aber erst nächste Woche und war dann schon beim Diabetologen. Im Sommer bin ich Fluglehrer und Tandempilot (selbständig). Trotzdem habe ich Ende Februar 2 Tandemflüge und kann ich dann knicken. Und wenn ich nicht Fliege oder Schule mache ich auch mal den Fahrer für die Flugschule.

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    am 18.02.2017 16:16:17 | IP (Hash): 1902650133
    hjt_Jürgen schrieb:
    Also 40-50mg/dl mehr als 4 Stunden nach der letzten Pumpen-Ausgabe? Oder hab ich da was falsch verstanden?

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    ja Jürgen mehr als 3-4 Stunden sogar mehr als 12 Stunden nach der letzten Insulingabe.
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    am 18.02.2017 16:31:06 | IP (Hash): 1902650133
    Cracktros schrieb:
    J

    Ich wüsste nicht wie man damit umgehen kann. Was sagt den deine Diabetesberaterin oDer Diabetologe dazu?

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    Wie es mit der Remisionphase bei uns (Mukdos) aussieht kann ich nicht sagen. Selbst meine Diabetologen sind meist etwas aufgeschmissen. Weil wir uns eben Kalorienreich ernähren sollen. Der Diabetes ist auch anders. Die BSD verliert sehr langsam seine Funktion. Das geht über Jahrzehnte, dass man noch eigene Insulinausschüttung hat. Remmisionsphase ist ja ein vorübergendes erholen letzter Inselzellen, die durch die hohe Zuckerwerte bei der Erstmanifestation schaden genommen haben. Diese sterben aber beim Melitus trotzdem irgendwann ab. Ich habe aber keine schlechten Blutzuckerwerte, dass sie hätten schaden nehmen könnten und wenn sie schaden nehmen, geben sie auch nicht mehr ab als vorher, dass man einen Überdosierung von den Inselzellen bekommt.

    Mein Diabetesberater treffe ich erst kommende Woche. Deise Woche ist er im Urlaub und bisher habe ich noch nicht mit ihm darüber gesprochen.
    Aber wie schon gesagt nicht einfach. Da ich schon zwei Diabetologen hatte, die mit meiner Art und weise mich zu ernähren nicht klar gekommen sind. Zu viele KE am Tag. Zur Zeit aber eher wenig gegenüber sonst.
  • Cracktros

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    am 18.02.2017 16:45:41 | IP (Hash): 1838637090
    O.K. Aus dem Bekanntenkrei ist mir eine sehr junge Mukoviszidose Patientin bekannt. Von ihr weiß ich, dass sie alles im Krankenhaus, in Hannover, behandeln lässt. Ich wundere mich immer warum die so tolle HbA1c-Werte hat, wenn es bei ihr so ähnlich ist, dann kommen sie wohl durch die unterzuckerung.

    Die Behandlung scheint sehr Komplex zu sein, und nur wenige Spezialisten kennen sich damit aus.
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    am 18.02.2017 16:47:23 | IP (Hash): 2128887257
    Wäre interessant, was sich da in den letzten 10 Stunden Vorlauf dazu vielleicht an Muster entdecken lässt?

    Generell würde ich meinen BZ vielleicht mal ein bisschen höher steuern, also statt bislang vielleicht beabsichtigt 70-160 jetzt 80-200 und nur noch mit Ziel 100 (runter)spritzen/drücken und ab 80 so kleine Portionen zuessen/-trinken, dass der BZ damit nur gerade auf besser 90 als 100 ansteigt.
    Erst wenn um 80 als Untergrenze stabil steht, dann wieder vorsichtig anfangen und NUR die Obergrenze senken.

    Würde mir dafür 4 Wochen geben und in der Zeit auch sehr zuverlässig und ausführlich Verhaltens-Buch führen.

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