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Polyneuropathie seit Insulinbehandlung

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    Mitglied seit: 26.02.2017
    am 26.02.2017 19:12:36 | IP (Hash): 523789548
    Hallo zusammen,

    Vor 8 Wochen wurde bei mir Typ 2 mit einem HBA1C von 12,8 festgestellt.
    Es ging auch gleich mit Insulin los, so dass ich jetzt gute Werte unter 120 habe.

    Mein Problem ist, kurz nach Beginn der Behandlung ging bei mir das typische Kribbeln im ganzen Fuß, bis in den Unterschenkel los. Mittlerweile hat der Neurologe Schmerzmittel dagegen verschrieben.
    Vorher hatte ich auch schon ein leichtes Taubheitsgefühl in den Zehen, aber das ist kein Vergleich mit den jetzigen Problemen.

    Meine Diabetes Ärztin meint, das geht vorbei. Aber ehrlich gesagt ist sie auch ein wenig ratlos und kann sich das nicht erklären. Schließlich sind die Werte gut!

    Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen bei Behandlungsbeginn gemacht? Ist die Polyneuropathie irgendwann besser geworden?

    Viele Grüße
    Jens
    Bearbeitet von User am 26.02.2017 19:13:31. Grund: Verschrieben
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    am 26.02.2017 20:07:46 | IP (Hash): 938435469
    Hallo Jens,
    dein Blutzucker ist sehr schnell gesunken - wobei ich mir nicht sicher bin was du mit unter 120 sagen willst. Nüchtern? PP?

    Es gibt Untersuchungen, die vermuten lassen, dass eine zu schnelle Senkung des Blutzuckers Neuropathien und andere Folgekrankheiten begünstigt.

    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=56505
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25392197

    Gleichzeitig war dein Blutzucker unter Umständen schon sehr lange zu hoch, so dass die Schäden evtl. schon vor Behandlungsbeginn angefangen habe...

    Eine Neuropathie bildet sich oft durch eine gute Blutzuckereinstellung zumindest teilweise wieder zurück. Ich drücke dir ganz fest die Daumen.
    Bearbeitet von User am 26.02.2017 20:35:46. Grund: Originalquelle ergänzt
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    am 26.02.2017 23:27:44 | IP (Hash): 1136326521
    Hi Jens!

    Verlasse Dich bei BZ-Zielwerten auf Deinen Arzt.

    Das Geschreibsel des Forentrolls M ist für Dich als Anfänger ein prima Weg zu schweren Hypos - und die sind für Blutgefäße echter Stress.
    Deine Diabetologin kann sich bei solchen Dingen nicht festlegen- keiner weiß wie lange Du mit dem Typ 2 schon rumläufst.
    Wobei die Erfahrung sagt, das eine gute Blutzucker-Führung einiges wiedee ins Lot bringt.
    Eine gute Blutzucker-Führung bedeutet so niedrig wie möglich, dabei keine Hypos und möglichst unter 250 als (Ausrutscher)-Spitze bleiben.



    ---
    DO NOT FEED THE TROLL!!!
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    am 27.02.2017 13:09:59 | IP (Hash): 1361257428
    Danke dir für den sehr interessanten Artikel und die guten Wünsche.

    Ich frage mich nur, warum das nicht schon längst Allgemeinwissen der Diabetesärzte ist und die entsprechend danach handeln, statt einen so schnell wie möglich in die Normwerte zu spritzen.
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    am 27.02.2017 14:00:03 | IP (Hash): 1169039360
    Jens69 schrieb:

    Ich frage mich nur, warum das nicht schon längst Allgemeinwissen der Diabetesärzte ist und die entsprechend danach handeln, statt einen so schnell wie möglich in die Normwerte zu spritzen.



    Einfach, weil es sowohl zu lange Zeit zu hohen Werte, als auch zu schnelles Absenken die Gefäße schädigen kann, aber nicht muss.

    Also die Wahl zwischen Pest und Cholera...

    Bearbeitet von User am 27.02.2017 14:13:30. Grund: Interpunktion
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    am 27.02.2017 16:18:43 | IP (Hash): 1543837726
    Jens69 schrieb:
    Danke dir für den sehr interessanten Artikel und die guten Wünsche.

    Ich frage mich nur, warum das nicht schon längst Allgemeinwissen der Diabetesärzte ist und die entsprechend danach handeln, statt einen so schnell wie möglich in die Normwerte zu spritzen.


    Ein bisschen seeeehr fürwitzig. Denn bei den Behandlungen mit bariatrischen OPs bei den wirklich dicken Typ2ern wird in über 50% der Fälle VÖLLIG NORMAL GESUNDER BLUTZUCKER innerhalb 1 Woche erreicht. Dieses Phänomen tritt vollautomatisch und ohne Medis ein und lässt sich nicht von außen steuern. UND im Zusammenhang dieser Fälle, die alle auch in der Folgezeit sehr genau beobachtet werden müssen, gibt es keine auffälligen PNP-Häufungen.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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