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Frage zur Diagnose

  • Rang: Anfänger
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    am 15.03.2017 09:49:57 | IP (Hash): 639331374
    Hallo liebe Forenmitglieder,

    ich komme gerade vom Arzt und bin etwas verwirrt. Kurz zu meiner Vorgeschichte:
    In beiden Schwangerschaften hatte ich einen insulinpflichtigen Gestationsdiabetes. Familiäre Vorbelastung ist sowohl väterlicher (Typ 2) als auch mütterlicherseits (Typ 1) jeweils bei den Omas vorhanden.
    Nach der letzten Schwangerschaft (Geburt Oktober 2015) habe ich immer mal wieder Tagesprofile gemessen, die jedes Mal in Ordnung waren. Mein Nüchternwert war noch nie wirklich niedrig, aber auch nicht zu hoch (90-102). Vor einigen Wochen maß ich mal wieder meinen BZ und hatte da einen Nüchternwert von 115. Also maß ich noch ein paar weitere Tage. Der Wert bewegte sich immer zwischen 100-120. Daraufhin machte ich einen Termin zum OGTT aus. Bis dahin waren die Werte nach dem Essen etwas höher als sonst, aber noch ok. Den Belastungstest "bestand" ich mit einem Nüchternwert im Graubereich (112) und einem Abfall nach einer Stunde (79). Nach 2 Stunden war alles super. Hier muss ich dazu sagen, dass ich in beiden Schwangerschaften keine schlechten OGTT hatte. In der letzten SS "bestand" ich noch den Test und musste 3 Wochen später bereits spritzen...
    In den letzten Wochen wurden meine Werte immer schlechter. Morgens schwankt der Wert meist so bei 125-135. Nach dem Essen bei 140-180. Über 200 geht er da nie.
    Hinzu kommt, dass ich starke Abnehmprobleme habe. ich habe in beiden Schwangerschaften sehr viel zugenommen und hatte immer extreme Probleme abzunehmen. Nach der ersten SS ging auch gar nichts (selbst bei 1500kcal und ausreichend Bewegung). Ich musste dazu tatsächlich eine "Diät" mit 1 Apfel und einem Joghurt am Tag machen, um wieder mein voriges Gewicht zu erreichen.
    Dieses Mal ist es wieder so. Es geht kaum ein Kilo runter. Ich bin nicht wirklich dick, aber habe schon noch leichtes Übergewicht und würde gerne 15kg abnehmen. Allerdings kann es ja nicht richtig sein, dass man SO wenig essen muss. Da ich jahrelang unter Essstörungen litt, kenne ich mich ganz gut mit Abnehmen aus und möchte schon aus diesem Grund eigentlich nicht mehr so wenig essen müssen.
    Heute war ich dann zur Besprechung der Blutergebnisse und es war alles ok! Es wurde die Insulinmenge im Blut gemessen und das war alles im Normbereich. Einzig das Cholesterin ist an der oberen Normgrenze, aber sonst war alles bestens. Auch der Langzeitwert war vor ein paar Wochen gut (allerdings waren da die Werte ja auch noch viel besser).
    Der Arzt sprach davon, dass manche Menschen einfach einen hohen Blutzuckerspiegel hätten...
    Allerdings war es ja nicht immer so. Ich messe seit mehr als 5 Jahren meinen Blutzucker regelmäßig und da war immer alles super!

    Er hat mir trotzdem Metformin verschrieben, um zu schauen, ob sich dadurch das Abnehmproblem löst.
    Aber wie kommen die hohen Werte zustande (vor allem morgens), wenn ich kein Diabetes habe?
    Hat jemand Erfahrung damit?

    Viele Grüße,
    Schnuppen
  • Michael74

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    am 15.03.2017 12:04:53 | IP (Hash): 1538400076
    Einfache Antwort............Diabetes
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    am 15.03.2017 12:19:12 | IP (Hash): 2108455638
    Michael74 schrieb:
    Einfache Antwort............Diabetes




    Michaela mal wieder. Du sollst doch keine Diagnosen stellen!


    @Schnuppen

    Bist Du aktuell auf Diät, dazu ohne Kohlenhydrate? Das kann höhere Nüchternwerte generieren.

    Unsere liebe Michaela ist gerne dabei mit Diagnosen und ihre Dyskalkulie sorgt dafür, dass sie die Grenzwerte nicht richtig einordnen kann – zumal für Diagnosen eh der Arzt zuständig ist und auch bezahlt wird. Und er (hoffentlich) eine umfangreiche Anamese durchführt.

    Beobachte das ganze und vertraue Deinem Arzt!
    Und viel Erfolg beim Abnehmen... ich arbeite auch gerade ein paar Kilos ab.


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    http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718
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    am 15.03.2017 12:23:03 | IP (Hash): 1290945614
    falsch geantwortet
    Bearbeitet von User am 15.03.2017 12:25:32. Grund: Korrektur
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 15.03.2017 12:49:16 | IP (Hash): 1538400076
    sehe ich genauso Jürgen, Typ Einser hat halt komische Ansichten !
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    am 15.03.2017 13:12:03 | IP (Hash): 2108455638
    Michael74 schrieb:
    sehe ich genauso Jürgen, Typ Einser hat halt komische Ansichten !




    Du hast heute wohl eine Clown gefrühstückt! Toll kombiniert!
    Endlich mal was nützliches von Dir! LOL!

    hjt_Jürgen schrieb:
    falsch geantwortet
    Grund: Korrektur


    Er meinte zwar was anderes, aber als Kalauer auch gut!


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    am 15.03.2017 13:38:54 | IP (Hash): 639331374
    Nein, ich verzichte nicht auf Kohlenhydrate. Hin und wieder lasse ich das Abendessen weg bzw. esse da nur Rohkost und dann habe ich am nächsten Tag eher Werte über 130.

    Ich bin nur verunsichert, weil man gerade bezüglich der Nüchternwerte liest, dass die Diagnose quasi fest ist, wenn man über 125 kommt. An sich mache ich mir jetzt keine großen Sorgen, weil alle Werte ja noch nicht gesundheitsgefährdend sind.

    Allerdings denke ich schon, dass es doch eine Ursache haben muss. Und der würde ich schon gerne auf den Grund gehen. Ich hab noch nie etwas davon gehört, dass man einfach so hohe Blutzuckerwerte hat?

    Da ich mich mit dem Thema noch nicht ausreichend beschäftigt habe, frage ich mich, ob es Sinn macht, sich ggf. eine zweite Meinung einzuholen bzw. nochmal einen Rundum-Check beim Endokrineologen zu veranlassen.
    Das Problem mit dem Abnehmen besteht ja auch schon länger. Ich habe es bisher immer auf einen ruinierten Stoffwechsel durch meine Essstörung geschoben, allerdings muss das ja auch irgendwann mal gut sein.

    Edit: Mein Cholesterin und Triglyceridwert sind auch beide im oberen Normalbereich. Das passt im Prinzip auch nicht wirklich zu meinem Ess- und Kochverhalten.
    Bearbeitet von User am 15.03.2017 13:50:38. Grund: Ergänzung
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    am 15.03.2017 14:01:39 | IP (Hash): 2108455638
    Du bist ja nun Diabetisch vorbelastet.

    Wenn Du nach Rohkost höhere Morgenwerte hast, dann würde ich Abends eben keine Rohkost zu mir nehmen. Gleiches bei "Abendessen weglassen".
    Wenn das zu einer höheren Glukoseausschüttung Nachts führt, dann ist "gesunde" Rohkost eben nicht gesund.

    Ruinierte Stoffwechsel, Schlacken und solche Dinge gibt es im Prinzip nicht. Du kannst jederzeit auf eine vernünftige, ausgewogene Ernährung zurückgreifen – Du merkst schnell was Dir wirklich guttut.

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    am 15.03.2017 17:06:17 | IP (Hash): 639331374
    Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!

    Die Untersuchungen wurden alle beim Diabetologen gemacht. Der fand meine Werte gar nicht tragisch, hatte ich das Gefühl... Vielleicht messe ich dem auch zuviel Bedeutung bei?

    Ich will da jetzt auch nicht überreagieren, vielleicht hab ich immer noch diese "Panikmache" von den Schwangerschaften im Kopf, da war das alles ja sehr, sehr streng mit den Werten.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 15.03.2017 18:56:15 | IP (Hash): 1194202248
    Schnuppen schrieb:
    Nein, ich verzichte nicht auf Kohlenhydrate. Hin und wieder lasse ich das Abendessen weg bzw. esse da nur Rohkost und dann habe ich am nächsten Tag eher Werte über 130.

    Ich bin nur verunsichert, weil man gerade bezüglich der Nüchternwerte liest, dass die Diagnose quasi fest ist, wenn man über 125 kommt. An sich mache ich mir jetzt keine großen Sorgen, weil alle Werte ja noch nicht gesundheitsgefährdend sind.


    Hallo,
    Diagnose Diabetes wird nicht nur aufgrund des Nüchternwertes bestimmt.
    Ist der Wert grenzwertig, wird ein zweite Untersuchung hinzugenommen, der oGTT, den du gut bestanden hast, als dritter Wert wäre dein Langzeitwert HbA1c interessant - wurde der bestimmt und weißt du den ?
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2016/dus_2016_S2_Supplement_Praxisempfehlungen_M%C3%BCller-Wieland_Definition__Klassifikation_und_Diagnostik_des_DM_Online-PDF.pdf

    Außerdem meine ich erkannt zu haben, daß dein Nüchternwert beim Arzt mit 112 vor oGTT durchaus niedriger ist, als selbst gemessen mit deinem Handgerät.

    Vielleicht haben deine höheren Morgenwerte auch einen anderen Grund.
    Gegen Morgen wird zum Wachwerden ein Hormon-Cocktail abgegeben und der Blutzucker kann steigen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Dawn-Ph%C3%A4nomen

    Im übrigen hat sich deine Lebenssituation mit dem zweiten Kind verändert und du hast mehr Aufgaben, Sorge, zu bewältigen, was dich ggfs. schon morgens unter Stress setzen könnte - Stresshormone sind Gegenspieler zum Insulin, Blutzuckererhöhung die Folge.

    Abendessen weglassen ist keine gute Idee.
    Rohkost abends auch nicht (es sei denn früher Abend), rumpelt dir sonst nur als schwerverdaulich im Magen/DarMTRakt herum.

    Ein leichtes Abendessen, was bis zum Zubettgehen weitgehend verdaut ist, kannst du dir gönnen.

    Du hast Metformin verschrieben bekommen, was einerseits auf den Blutzucker wirkt, andererseits beim Abnehmen helfen kann.

    Ob das wirklich nötig ist ? Ohne eigentliche Diagnose ?

    Habe da persönlich Zweifel,
    bin allerdings bereits mit Insulinen unterwegs, als 1er.

    Gruß Elfe
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    Mitglied seit: 15.03.2017
    am 15.03.2017 19:40:24 | IP (Hash): 639331374
    Ganz lieben Dank für deine ausführliche Antwort!

    Mein HbA1c-Wert war vor ein paar Wochen gut. Tja, das OGTT. Wie gesagt, in der ersten Schwangerschaft hatte ich nur einen minimal erhöhten Nüchternwert von 92 (was für mich tatsächlich normal ist, wie ich jetzt weiß) und sonst war alles super. So bin ich zum Glück ja überhaupt "Diabetiker" geworden. Erst Wochen später wurden meine Werte nach dem Essen auch schlecht. Ohne diesen zufällig erhöhten Wert wäre das wahrscheinlich gar nicht aufgefallen.
    In der zweiten Schwangerschaft machte ich aufgrund der Vorgeschichte sogar zwei OGTT und beide waren gut. Und dann ging es plötzlich so rapide bergab, dass ich 3 Wochen danach bereits spritzen musste.
    Darum vertraue ich dem OGTT nicht besonders ;)

    Die Nüchternwerte jetzt beim letzten OGTT hatte ich zu der Zeit Zuhause auch (immer so 110-120). Das ist jetzt schon ein paar Wochen her. Es wurde dann peu a peu immer höher morgens bis zu den jetzigen Werten (über 125). Zu der Zeit hatte ich auch 1 Stunde nach dem Essen oft zunächst einen Blutzuckerabfall und der 2 Stunden-Wert war dann nur leicht erhöht oder sogar normal. Jetzt sind die 2-Stunden-Werte eigentlich meist erhöht.
    Wie gesagt, es scheint in den letzten Wochen irgendwas passiert zu sein. Aber was, kann ich nicht sagen.

    Da die Werte ja nicht wirklich "hoch" sind, ist sicher kein akutes Handeln gefragt. Dennoch muss es ja einen Grund für diesen Wandel geben.

    Kann das Gewicht da einen Einfluss haben? Ich wiege aktuell ca 75kg bei 1,70. Mein Vorschwangerschaftsgewicht waren 60kg. Es sind ja schon noch einige Kilos zuviel...

    Was würden die Experten mir hier denn raten? Soll ich es einfach so laufen lassen? Soll ich an der Ernährung schrauben? Im Prinzip ernähren wir uns ziemlich gesund. Allein der Kinder wegen. Ich koche jeden Tag frisch, überwiegend vegetarisch, bio und gemüselastig. Nachmittags gibt es Obst. Abends gibt es selbstgebackenes Brot und Gurke/Tomaten/Karotten/Paprika. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nie mal was ungesundes oder Süßes esse, aber insgesamt würde ich unsere Ernährung als gut bezeichnen.

    Würde ich momentan abnehmen wollen, würde ich komplette Mahlzeiten streichen müssen. So war es letztes Mal auch. Das war ungesund und nicht gerade vorbildlich. Aber da ging das Gewicht dann irgendwann gut runter.

    Dass ich Metformin einfach so bekommen habe, hat mich auch sehr gewundert. Vielleicht hinterfrage ich deshalb auch so... Ich sehe das einerseits selbst kritisch, aber andererseits klammere ich mich gerade auch an jeden Strohhalm was das Gewicht betrifft...
    Und eben diese Aussage "Das ist halt bei manchen Leuten so..."
    Ich finde es eben schon komisch, dass ich eine kleine Scheibe Dinkelbrot und etwas Salatgurke esse und dann einen Wert von 170 habe...
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 15.03.2017 20:24:38 | IP (Hash): 1194202248
    Hallo
    wie war denn dein HbA1c-Wert ?
    Deutlich unter Grenzwert 5,7 wäre dann kein Grund zur Sorge.

    So wie du deine Ernährung beschreibst bist du schon fast zu vorsichtig, auch für die Familie gesamt:
    Vermisse Milch, Milchprodukte wie Joghurt und Käse, Ei, Fleisch.
    Frisch kochen und Bio ist bestimmt gut, dennoch ist auch Eiweiß und Calcium wichtig.

    Im übrigen ist Eiweiß gut sättigend, besser als so manche Kohlenhydrate.

    Mein Arzt spricht das Wort Vegetarismus im übrigen eher wie eine Krankheit aus (ich hatte zuviel Reportagen über Tierhaltung gesehen und konnte nichts tierisches mehr herunter bekommen) und hat mir ins Gewissen geredet. Nun Milchprodukte, Ei ja, Fleisch eher wenig.

    Selbstgebackenes Dinkelbrot vorbildlich. Wenn du darauf statt Rohkost Scheibenkäse oder Frischkäse geben würdest, macht dich das satter und die Kohlenhydrate des Brotes gehen auch langsamer ins Blut.

    Ansonsten an 'Obst nachmittags' gäbe es etwas zu verbessern.
    Obst hat unterschiedliche Mengen an Zucker: o.k. Apfel, Erdbeeren noch weniger, Weintrauben und Banane eher mehr.
    https://www.kohlenhydrate-tabellen.com/kohlenhydrate-tabellen/fruechte-und-obst/

    Würde Blutzucker und Abnehmen deutlich trennen.
    Für Blutzucker auf die Zusammenstellung der Mahlzeiten achten - 1. Priorität,
    als 2. zum Abnehmen mal Kcal zusammenrechnen, was sich da so auf addiert.

    Gruß Elfe

    P.S.: Mein Lieblingsrezept für selbstgebackenes Brot (fix gemacht und schmeckt)
    http://www.chefkoch.de/rezepte/116481049185488/3-Minuten-Brot.html
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    am 15.03.2017 20:44:23 | IP (Hash): 578313389
    Hallo Schnuppen,

    mit deinen oGTT-Werten hätte ich es genauso gesehen wie dein Diabetologe. Bei so guten Nachessenswerten sind leicht erhöhte Nüchternwerte zwar ein Grund, weiter aufmerksam zu sein, aber nicht unbedingt schlimm. Deine jetzt stark angestiegenen Nüchternwerte sind allerdings auch aus meiner Sicht bedenklich.

    Schnelles Handeln ist nicht nötig, weil die BZ-Werte insgesamt noch nicht sehr hoch sind. Die schnelle Entwicklung eines Typ1-Diabetes, die durchaus auch zu befürchten wäre, ist bei deinen normalen Insulinwerten beim oGTT so gut wie ausgeschlossen. Ich würde an deiner Stelle das Metformin nehmen und sorgfältig beobachten, ob es einen guten Einfluss auf deine Nüchternwerte hat. Falls nicht, dann macht das Medikament keinen Sinn. Dein Arzt hat dir hoffentlich gesagt, dass man Metformin für eine besssere Verträglichkeit langsam einschleichen soll.

    Die Idee, sich bei einem Endokrinologen gründlich durchchecken zu lassen, ist gar nicht verkehrt. Ich drück dir die Daumen, dass du einen kompetenten Arzt findest.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 15.03.2017 21:26:40 | IP (Hash): 639331374
    Vielen Dank für die Antworten, das hilft mir wirklich schon weiter!

    Elfe:
    Doch, es gibt auch Milchprodukte! Ich esse sie eher in Form von Käse oder Milch im Kaffee ;). Die Kinder aber natürlich mehr (Milch zum Müsli, Joghurt usw.). Auch Eier gibt es am WE zum Frühstück. Fleisch unter der Woche eher nicht, höchstens als Wurst aufs Brot. Aber am WE essen wir Fleisch (wenn mein Mann mit isst ;) ).

    Der HbA1C-Wert war "sehr gut". Leider hab ich ihn vergessen. Aber er sagte heute auch nochmal, dass er super war. Aber wie gesagt, seit dem Termin hat sich einiges verändert.


    Rainer: Ich denke, so werde ich es auch machen. Langsam legt sich das Chaos im Kopf auch etwas. Meine Teststreifen sind alle und ich werde erstmal keine neuen kaufen und einfach mal eine Zeit gar nicht messen. Das Metformin soll ich mit halber Dosierung einschleichen. Und in ein paar Wochen werde ich mal wieder messen und schauen, wie es aussieht.

    Und dann entscheide ich, ob ich mir nochmal den Endokrineologen antue oder nicht.

    Aber würdet ihr mir insgesamt zustimmen, dass IRGENDWAS nicht stimmt (muss ja gar nichts schlimmes sein) oder kann es tatsächlich sein, dass es "halt einfach so ist". Denn es ist im Prinzip genau diese Aussage, die ich merkwürdig finde. Ich habe diese Werte seit einigen Wochen, da kann man doch nicht sagen "Es gibt halt so Menschen....". "So ein Mensch" war ich doch bis jetzt auch nicht.

    In 3 Monaten muss ich wieder zum Diabetologen und dann wird besprochen, ob das Medikament was hilft oder nicht.

    Trotzdem schonmal vielen Dank. Viele Antworten haben mir schon sehr geholfen.
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    am 15.03.2017 22:05:08 | IP (Hash): 578313389
    Hallo Schuppan,

    das halte ich für einen guten Plan.

    Ich habe noch mal eine Idee zu Messfehlern. Du bist ja beim BZ messen keine Anfängerin, deshalb sind Messfehler als Ursache nicht sehr wahrscheinlich. Trotzdem kann man in diese Richtung nicht vorsichtig genug sein. Teststreifen, die nicht ganz in Ordnung sind, würdest du mit der neuen Dose ausschließen. Vielleicht gönnst du deinem Gerät auch noch neue Batterien. Du wärst nicht die erste, die wegen schwächelnder Batterien höhere Werte beobachtet, obwohl die Batterieanzeige noch keine Meldung gibt.

    Aber jetzt gönn dir erst mal ein Messpause, um etwas zur Ruhe zu kommen.

    Alles Gute, Rainer
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 16.03.2017 00:42:44 | IP (Hash): 1194202248
    Schnuppen schrieb:
    Elfe:
    Doch, es gibt auch Milchprodukte! Ich esse sie eher in Form von Käse oder Milch im Kaffee ;). Die Kinder aber natürlich mehr (Milch zum Müsli, Joghurt usw.). Auch Eier gibt es am WE zum Frühstück. Fleisch unter der Woche eher nicht, höchstens als Wurst aufs Brot. Aber am WE essen wir Fleisch (wenn mein Mann mit isst ;) ).

    Der HbA1C-Wert war "sehr gut". Leider hab ich ihn vergessen. Aber er sagte heute auch nochmal, dass er super war. Aber wie gesagt, seit dem Termin hat sich einiges verändert.



    Hallo,
    als Milchprodukt möchte ich dir doch sehr Joghurt empfehlen, außerhalb von Käse und Kaffeemilch.
    Gibt's in mehren Fettstufen, ist so und so durch Eiweiß sättigend.
    Als Bioghurt durchaus süß (mit Obst) oder auch herzhaft (Salatdressing, zu Pellkartoffeln) anwendbar.
    Du selbst musst dich nicht anders ernähren als dein Mann und deine Kinder bzgl. Fleisch und Milchprodukten.

    Meine, daß der Termin in drei Monaten beim Diabetologen ausreicht.
    Den dabei bestimmten HbA1c-Wert gilt es dann zu bewerten, der viel aussagekräftiger ist, als selbst gemessene Einzelwerte (5,7 ist so die Grenze zur Diagnose).

    Mir scheint, daß du noch immer die strengen Gestationsdiabetes-Regeln im Kopf hast.
    Diese beruhen allerdings auf Vorsorge des ungeborenen Kindes.
    Aber auch nach glücklicher Geburt sind Mütter weiterhin verunsichert, wie auch hier in diesem Forum zu lesen ist, leider :-(.

    Der HbA1c-Wert zeigt, wie sich die vermeintlich hohen Werte wirklich auswirken - 1 h/ 2 h/Nüchtern-Werte.
    Den HbA1c-Wert zu bestimmen, auch aufgrund des Gestationsdiabetes und ev. familiärer Vererbung ist angebracht. In welchem Zeitraum, viertel-, halb-, ganz-jährlich, wird dir dein Diabetologe sagen.

    Gruß Elfe
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    am 16.03.2017 11:24:59 | IP (Hash): 639331374
    @Rainer: Vielen Dank für deine Einschätzung. Neue Batterien waren eh fällig und ganz neue Teststreifen hatte ich auch besorgt. Aber ich denke auch, eine Messpause ist einfach jetzt gut und schaden tut es meiner Gesundheit ja nicht. Und sollte sich da was entwickeln, kann ich es ja eh nicht ändern. Mehr als gut ernähren und viel bewegen geht ja gar nicht.

    @Elfe: Du hast Recht. Ich glaube auch, dass man durch die "Panikmache" in der Schwangerschaft total verunsichert ist. Zumal der Verlauf am Ende auch schwierig war und unter anderem deswegen eingeleitet wurde, hörte ich da auch von verschiedenen Ärzten "Sie müssen nach der Geburt gut aufpassen, Sie sind so ein Kandidat"...

    Mit der Ernährung gibt es ein Missverständnis. Ich verzichte auf nichts, auch nicht wegen dem Blutzucker. Ich bin nur nicht so der Joghurt-/Quark-Typ ;) Das essen die Kinder ja doch öfter mal als Snack, ich eher nicht.
    Und auch das Thema Abnehmen sehe ich ganz genauso. Es zählt die kcal-Bilanz am Ende des Tages. Meine Hausärztin kam auch direkt mit "Keine Kohlenhydrate", aber das möchte ich auch nicht. Ich habe jahrelang auf so viel verzichtet und habe mir mein normales Essverhalten hart erarbeitet. Da möchte ich einfach auch nicht so ein Wissenschaft daraus machen. Sicher kann man an der einen oder anderen Stelle schauen, dass man sich weniger Kohlenhydrate nimmt, aber gänzlich verzichten? Da hätte ich den Rest meines Lebens schlechte Laune ;)
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    am 16.03.2017 13:35:16 | IP (Hash): 2108455638
    Hi Schnuppen

    Vergiss den Beiträg mit den vielen Therapievorschlägen und "neuer Richtlinie" bezüglich der Diagnostik.
    Alleine schon "Trottel Doktoren" sollten Dir einen Überblick über die Ernsthaftigkeit des Beitrages geben...

    Zumal der sinnfreie Beitrag eh gelöscht wird. Dem Forenbetreiber sei Dank.

    ---
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    http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718
    Bearbeitet von User am 16.03.2017 13:37:38. Grund: .
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    am 16.03.2017 22:22:49 | IP (Hash): 1601457005
    acd, kämpf weiter für die Wahrheit ;-)

    Immerhin sollte man nicht vergessen, dass:


    1. "This study reports the results from a 22-year prospective study on fasting blood glucose as a predictor of cardiovascular death. ...it was found that men in the highest glucose quartile (fasting blood glucose above 85 mg per dl) had a significantly higher mortality rate from cardiovascular diseases compared with those in the three lowest quartiles."
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10333902

    2. "...non-diabetics with postprandial glucose above 140 mg per dl (normally measured two hours after a meal) are at significant risk for many diseases including retinal damage to the eye, arterial blockage, oxidative stress, increased inflammation, endothelial dysfunction, reduced coronary blood flow, increased cancer risk."
    www.idf.org/webdata/docs/Guideline_PMG_final.pdf

    3. "In a study where after-meal glucose spikes were impeded, heart attacks rates dropped an astounding 91 percent. 32 Even when someone suffers a heart attack, the amount of damage to the heart muscle is significantly reduced when steps are taken ahead of time to reduce post-meal glucose surges. 32-36

    The Honolulu Heart Program found that the risk of coronary artery disease correlated with glucose levels measured one hour after a 50 gram oral glucose load. The incidence of coronary artery disease was twice as high in patients with postprandial glucose levels between 157 and 189 mg per dL compared to those with levels under 144 mg per dL. 37

    The Whitehall Study of British male civil servants showed that blood glucose levels of 96 mg per dL or higher two hours after a meal were associated with a two-fold increase in mortality from coronary artery disease.39

    Another British study, the Islington Diabetes Survey, reported that the incidence of major coronary artery disease was 17 percent in subjects with impaired glucose tolerance, typically defined as 2-hour postprandial glucose levels of 140-199 mg per dL, compared with 9 percent in subjects with normal glucose tolerance.40

    The Oslo Study indicated that risk of fatal stroke in diabetic patients increased by 13 percent for each 18 mg per dL elevation in postprandial glucose.41"
    http://www.lef.org/Magazine/2012/2/Doctors-Overlook-Leading-Cause-Premature-Death/Page-01

    4. "Bei Gesunden wird das Blutzuckerniveau in einem sehr engen Bereich zwischen 90 und 120 mg pro dl gehalten, selbst nach üppigen Mahlzeiten oder langen Fastenperioden."
    http://www.diabetes-deutschland.de/archiv/archiv_2787.htm

    5."Ganz allgemein gilt, dass die diagnostischen Kriterien in den vergangenen Jahren verschärft wurden und wahrscheinlich in Zukunft noch strenger ausgelegt werden, da die diabetischen Folgeschäden schon bei relativ niedrigen hyperglykämischen Werten auftreten können."
    http://www.aerztezeitung.de/medizin/med_specials/diabetes-im-blick2009/article/528480/optimal-prae-postprandiale-blutzuckerwerte-messen.html

    6. "Der HbA1C-Wert kann trügen. Bereits bei einem Wert unter 6,5 Prozent könne der Glucosestoffwechsel gestört sein und sogar Patienten mit manifestem Diabetes könnten normal niedrige Werte haben, sagte der niedergelassene Diabetologe. Das kardiovaskuläre Risiko steigt aber nicht erst bei einem manifesten Diabetes, sondern schon im Stadium der gestörten Glucosetoleranz." http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=40897

    7. Polyneuropathie schon bei Prädiabetes
    PNP entwickelt sich bereits in prädiabetischen Stadien. Die Prävalenz ist hier schon ähnlich hoch wie bei frisch diagnostiziertem Diabetes. Ähnlich war dies bereits in einer deutschen Studie deutlich geworden.
    https://link.springer.com/article/10.1007/S15006-015-7613-y


    Und so etwas wissen die "Fachärzte" nicht....echt erbärmlich.