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Frage zur Diagnose
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am 15.03.2017 09:49:57 | IP (Hash): 639331374
Hallo liebe Forenmitglieder,
ich komme gerade vom Arzt und bin etwas verwirrt. Kurz zu meiner Vorgeschichte:
In beiden Schwangerschaften hatte ich einen insulinpflichtigen Gestationsdiabetes. Familiäre Vorbelastung ist sowohl väterlicher (Typ 2) als auch mütterlicherseits (Typ 1) jeweils bei den Omas vorhanden.
Nach der letzten Schwangerschaft (Geburt Oktober 2015) habe ich immer mal wieder Tagesprofile gemessen, die jedes Mal in Ordnung waren. Mein Nüchternwert war noch nie wirklich niedrig, aber auch nicht zu hoch (90-102). Vor einigen Wochen maß ich mal wieder meinen BZ und hatte da einen Nüchternwert von 115. Also maß ich noch ein paar weitere Tage. Der Wert bewegte sich immer zwischen 100-120. Daraufhin machte ich einen Termin zum OGTT aus. Bis dahin waren die Werte nach dem Essen etwas höher als sonst, aber noch ok. Den Belastungstest "bestand" ich mit einem Nüchternwert im Graubereich (112) und einem Abfall nach einer Stunde (79). Nach 2 Stunden war alles super. Hier muss ich dazu sagen, dass ich in beiden Schwangerschaften keine schlechten OGTT hatte. In der letzten SS "bestand" ich noch den Test und musste 3 Wochen später bereits spritzen...
In den letzten Wochen wurden meine Werte immer schlechter. Morgens schwankt der Wert meist so bei 125-135. Nach dem Essen bei 140-180. Über 200 geht er da nie.
Hinzu kommt, dass ich starke Abnehmprobleme habe. ich habe in beiden Schwangerschaften sehr viel zugenommen und hatte immer extreme Probleme abzunehmen. Nach der ersten SS ging auch gar nichts (selbst bei 1500kcal und ausreichend Bewegung). Ich musste dazu tatsächlich eine "Diät" mit 1 Apfel und einem Joghurt am Tag machen, um wieder mein voriges Gewicht zu erreichen.
Dieses Mal ist es wieder so. Es geht kaum ein Kilo runter. Ich bin nicht wirklich dick, aber habe schon noch leichtes Übergewicht und würde gerne 15kg abnehmen. Allerdings kann es ja nicht richtig sein, dass man SO wenig essen muss. Da ich jahrelang unter Essstörungen litt, kenne ich mich ganz gut mit Abnehmen aus und möchte schon aus diesem Grund eigentlich nicht mehr so wenig essen müssen.
Heute war ich dann zur Besprechung der Blutergebnisse und es war alles ok! Es wurde die Insulinmenge im Blut gemessen und das war alles im Normbereich. Einzig das Cholesterin ist an der oberen Normgrenze, aber sonst war alles bestens. Auch der Langzeitwert war vor ein paar Wochen gut (allerdings waren da die Werte ja auch noch viel besser).
Der Arzt sprach davon, dass manche Menschen einfach einen hohen Blutzuckerspiegel hätten...
Allerdings war es ja nicht immer so. Ich messe seit mehr als 5 Jahren meinen Blutzucker regelmäßig und da war immer alles super!
Er hat mir trotzdem Metformin verschrieben, um zu schauen, ob sich dadurch das Abnehmproblem löst.
Aber wie kommen die hohen Werte zustande (vor allem morgens), wenn ich kein Diabetes habe?
Hat jemand Erfahrung damit?
Viele Grüße,
Schnuppen -
Michael74
Rang: Gastam 15.03.2017 12:04:53 | IP (Hash): 1538400076
Einfache Antwort............Diabetes -
am 15.03.2017 12:19:12 | IP (Hash): 2108455638
Michael74 schrieb:
Einfache Antwort............Diabetes
Michaela mal wieder. Du sollst doch keine Diagnosen stellen!
@Schnuppen
Bist Du aktuell auf Diät, dazu ohne Kohlenhydrate? Das kann höhere Nüchternwerte generieren.
Unsere liebe Michaela ist gerne dabei mit Diagnosen und ihre Dyskalkulie sorgt dafür, dass sie die Grenzwerte nicht richtig einordnen kann – zumal für Diagnosen eh der Arzt zuständig ist und auch bezahlt wird. Und er (hoffentlich) eine umfangreiche Anamese durchführt.
Beobachte das ganze und vertraue Deinem Arzt!
Und viel Erfolg beim Abnehmen... ich arbeite auch gerade ein paar Kilos ab.
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-17767181 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.03.2017 12:23:03 | IP (Hash): 1290945614
falsch geantwortet
Bearbeitet von User am 15.03.2017 12:25:32. Grund: Korrektur -
Michael74
Rang: Gastam 15.03.2017 12:49:16 | IP (Hash): 1538400076
sehe ich genauso Jürgen, Typ Einser hat halt komische Ansichten ! -
am 15.03.2017 13:12:03 | IP (Hash): 2108455638
Michael74 schrieb:
sehe ich genauso Jürgen, Typ Einser hat halt komische Ansichten !
Du hast heute wohl eine Clown gefrühstückt! Toll kombiniert!
Endlich mal was nützliches von Dir! LOL!
hjt_Jürgen schrieb:
falsch geantwortet
Grund: Korrektur
Er meinte zwar was anderes, aber als Kalauer auch gut!
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am 15.03.2017 13:38:54 | IP (Hash): 639331374
Nein, ich verzichte nicht auf Kohlenhydrate. Hin und wieder lasse ich das Abendessen weg bzw. esse da nur Rohkost und dann habe ich am nächsten Tag eher Werte über 130.
Ich bin nur verunsichert, weil man gerade bezüglich der Nüchternwerte liest, dass die Diagnose quasi fest ist, wenn man über 125 kommt. An sich mache ich mir jetzt keine großen Sorgen, weil alle Werte ja noch nicht gesundheitsgefährdend sind.
Allerdings denke ich schon, dass es doch eine Ursache haben muss. Und der würde ich schon gerne auf den Grund gehen. Ich hab noch nie etwas davon gehört, dass man einfach so hohe Blutzuckerwerte hat?
Da ich mich mit dem Thema noch nicht ausreichend beschäftigt habe, frage ich mich, ob es Sinn macht, sich ggf. eine zweite Meinung einzuholen bzw. nochmal einen Rundum-Check beim Endokrineologen zu veranlassen.
Das Problem mit dem Abnehmen besteht ja auch schon länger. Ich habe es bisher immer auf einen ruinierten Stoffwechsel durch meine Essstörung geschoben, allerdings muss das ja auch irgendwann mal gut sein.
Edit: Mein Cholesterin und Triglyceridwert sind auch beide im oberen Normalbereich. Das passt im Prinzip auch nicht wirklich zu meinem Ess- und Kochverhalten.
Bearbeitet von User am 15.03.2017 13:50:38. Grund: Ergänzung -
am 15.03.2017 14:01:39 | IP (Hash): 2108455638
Du bist ja nun Diabetisch vorbelastet.
Wenn Du nach Rohkost höhere Morgenwerte hast, dann würde ich Abends eben keine Rohkost zu mir nehmen. Gleiches bei "Abendessen weglassen".
Wenn das zu einer höheren Glukoseausschüttung Nachts führt, dann ist "gesunde" Rohkost eben nicht gesund.
Ruinierte Stoffwechsel, Schlacken und solche Dinge gibt es im Prinzip nicht. Du kannst jederzeit auf eine vernünftige, ausgewogene Ernährung zurückgreifen – Du merkst schnell was Dir wirklich guttut.
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am 15.03.2017 17:06:17 | IP (Hash): 639331374
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
Die Untersuchungen wurden alle beim Diabetologen gemacht. Der fand meine Werte gar nicht tragisch, hatte ich das Gefühl... Vielleicht messe ich dem auch zuviel Bedeutung bei?
Ich will da jetzt auch nicht überreagieren, vielleicht hab ich immer noch diese "Panikmache" von den Schwangerschaften im Kopf, da war das alles ja sehr, sehr streng mit den Werten. -
Elfe
Rang: Gastam 15.03.2017 18:56:15 | IP (Hash): 1194202248
Schnuppen schrieb:
Nein, ich verzichte nicht auf Kohlenhydrate. Hin und wieder lasse ich das Abendessen weg bzw. esse da nur Rohkost und dann habe ich am nächsten Tag eher Werte über 130.
Ich bin nur verunsichert, weil man gerade bezüglich der Nüchternwerte liest, dass die Diagnose quasi fest ist, wenn man über 125 kommt. An sich mache ich mir jetzt keine großen Sorgen, weil alle Werte ja noch nicht gesundheitsgefährdend sind.
Hallo,
Diagnose Diabetes wird nicht nur aufgrund des Nüchternwertes bestimmt.
Ist der Wert grenzwertig, wird ein zweite Untersuchung hinzugenommen, der oGTT, den du gut bestanden hast, als dritter Wert wäre dein Langzeitwert HbA1c interessant - wurde der bestimmt und weißt du den ?
https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2016/dus_2016_S2_Supplement_Praxisempfehlungen_M%C3%BCller-Wieland_Definition__Klassifikation_und_Diagnostik_des_DM_Online-PDF.pdf
Außerdem meine ich erkannt zu haben, daß dein Nüchternwert beim Arzt mit 112 vor oGTT durchaus niedriger ist, als selbst gemessen mit deinem Handgerät.
Vielleicht haben deine höheren Morgenwerte auch einen anderen Grund.
Gegen Morgen wird zum Wachwerden ein Hormon-Cocktail abgegeben und der Blutzucker kann steigen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dawn-Ph%C3%A4nomen
Im übrigen hat sich deine Lebenssituation mit dem zweiten Kind verändert und du hast mehr Aufgaben, Sorge, zu bewältigen, was dich ggfs. schon morgens unter Stress setzen könnte - Stresshormone sind Gegenspieler zum Insulin, Blutzuckererhöhung die Folge.
Abendessen weglassen ist keine gute Idee.
Rohkost abends auch nicht (es sei denn früher Abend), rumpelt dir sonst nur als schwerverdaulich im Magen/DarMTRakt herum.
Ein leichtes Abendessen, was bis zum Zubettgehen weitgehend verdaut ist, kannst du dir gönnen.
Du hast Metformin verschrieben bekommen, was einerseits auf den Blutzucker wirkt, andererseits beim Abnehmen helfen kann.
Ob das wirklich nötig ist ? Ohne eigentliche Diagnose ?
Habe da persönlich Zweifel,
bin allerdings bereits mit Insulinen unterwegs, als 1er.
Gruß Elfe