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Habe ich Diabetes oder nicht? Chance es wegzukriegen?

  • Rainer

    Rang: Gast
    am 03.01.2009 00:30:36
    Hallo Sina,

    dein A1c und deine oGTT-Werte, zumindest der 1h-Wert passen aus meine Sicht nicht ganz zusammen. Deshalb ist es nicht ganz eindeutig, ob du Diabetes hast oder nicht. Aber Klaus hat recht, eigentlich ist das ganz egal. Wenn du das Ruder rumreissen willst, dann kannst du das jetzt tun.

    Arbeite weiter an deinem Gewicht, bewege dich viel und ernähre dich bewusst. Dann kannst du die Krankheit auf dem jetzigen, noch leicht handhabbaren Stand halten und brauchst keinerlei Angst vor diabetischen Folgeerkrankungen zu haben. Miss einfach mal 2 Wochen lang 1 Stunde nach dem Essen deine Werte und probiere aus, was dich über 140 bringt. Wahrscheinlich musst du dich zusätzlich zu dem, was du jetzt schon tust, gar nicht viel einschränken.

    Das ist mehr Wert, als genau zu wissen, ob du schon Diabetes, Prädiabetes oder noch gar keine ärztlich anerkannte Stoffwechselstörung hast. So sehr viel würde dir dein Doc sowieso nicht helfen, schließlich hast du ja schon einen A1c unter 6,5. Ich glaube allerdings nicht, dass das ausreicht, um ein Fortschreiten der Krankheit wirksam zu verhindern. Das schafft dein Doc nicht, das kannst nur du bewerkstelligen. Du bist auf dem besten Weg dorthin - mach weiter so. von Rainer
  • Stefan

    Rang: Gast
    am 03.01.2009 08:32:22
    Hallo Sina!

    Wie ist man darauf gekommen, bei deinen Nüchternwerten einen oGTT zu machen bzw. den HbA1c-Wert zu bestimmen?

    Der HbA1c-Wert beträgt bei stoffwechselgesunden Menschen nicht 5 %, sondern er bewegt sich zwischen 4 und 6 %. 6,4 und 6,5 % sind unter Einbeziehung einer entsprechenden Toleranz durchaus akzeptabel!

    Bei Nüchternwerten um 85 mg/dl bzw. 119 mg/dl im Verlauf einer Infektion, kann wohl von Diabetes mellitus keine Rede sein. Üblich wäre es, nach ein bis zwei Jahren erneut den Nüchternwert zu bestimmen.

    Manchmal ergeben sich endlose Diskussionen, weil betroffene Menschen (auch Diabetiker) oftmals dazu tendieren, bei anderen nach Symptomen zu suchen.

    Stefan
  • Sina

    Rang: Gast
    am 03.01.2009 09:52:27
    @freimaurer:
    ich finde es eine unverschämtheit mich als fake zu bezeichnen.
    meine eltern gaben mir diesen namen. und fertig.
    ich habe ernsthafte sorgen und probleme mit dem thema diabetes. also lass mich bitte hier mit den anderen über mein problem reden. ich bin sehr froh, dass ich sehr viele gute aspekte hier bisher bekommen habe.

    so..zu den anderen aussagen:
    der zuckertest wurde bei mir gemacht, weil mein internist meinte 114 als nüchternwert oder 110 findet er zu hoch. sieht keinen diabetes, aber er fand aufgrund meines hohen übergewichtes solle man mal checken, wie meine zuckerverbrennung funktioniert. daraufhin haben wir den zuckertest gemacht.
    er war dann der meinung, dass die werte allesamt leicht erhöht sind und wir extrem aufpassen müssen.
    nachdem ich ein wenig ein hyperchonder bin *g* rannte dann ICH auf meine idee in die apotheke um diesen hba1c machen zu lassen, von dem ich eben gehört hatte. so kam dann dieser erste wert von 6,6 zustande.
    gestern kam ich auf die idee ihn einfach noch mal machen zu lassen mit diesem 6,4 ergebnis.
    der aspekt, dass es genetisch bedingt ist und es durchaus sein kann, dass ich die symptome so oder so bekommen hätte, irgendwann, nur später und jetzt halt durch diese lotterlebensweise früher, leuchtet mir sehr ein. ich denke um es irgendwie auf dem stand zu halten, werde ich wirklich lebenslang so weitermachen müssen wie jetzt.
    das mit dem messen, 1,2,3 stunden nach dem essen und mal 14 tage protokollieren, werde ich auf jeden fall machen. ich besorge mir heute so ein gerät. sind diese dinger wirklich zuverlässig? empfehlungen, sofern man hier produkte nennen darf?
    also wenn ich alles richtig verstanden habe, habe ich keinen diabetes, aber mit sicherheit sowas wie eine vorstufe, die mich dringend wachrütteln muss. von Sina
  • Sinaa

    Rang: Gast
    am 03.01.2009 10:00:09
    Nachtrag:
    ich wundere mich im übrigen auch, wegen diesem ersten Hba1c wert und den werten von diesem zuckertoleranztest. in meinen augen passt das auch nicht ganz zam.
    kann noch was anderes mit reinspielen?: die letzten 2-3 jahre war ich permanent unter extremen dauerstress, psychisch völlig ausgelaugt, phasenweise depressiv, schlafstörungen usw. könnte das auch dauerhaft irgendwie negativ mit reingespielt haben? von Sinaa
  • Franziska

    Rang: Gast
    am 03.01.2009 10:07:52
    Hallo Sina,

    formal hat man mit einem Hba1c > 6 % Diabetes (je nach Labor). Wenn er dann da ist, ist der Zielwert der Behandlung 6,5% oder 7%. Ist unlogisch, ist aber so.

    Besser ist es, wie alle o.g Schreiber sagen, ehrgeizig zu sein und um 5% anzustreben, so lange es geht.
    Da Du relativ gute Nüchternwerte hast aber einen HbA1c zwischen 6,4-6,6, vermute ich, dass Du schon ordentlich hohe postprandiale Werte hast weit über >140. Daher musst Du bei der Ernährung auch vor allem auf Stärke achten, die wird sehr unterschätzt in ihrer BZ-erhöhenden Potenz. In abnehmender Schnelligkeit verhalten sich KH wie folgt:

    1. Glucose (OGTT, Traubenzucker), 2. Stärke (Nudeln, Brot, Reis, Kartoffeln etc.) 3. Zucker (klassicher Rohrzucker in Süßigkeiten), 4. Fructose (Obst. Cave Bananen, enthalten Stärke), 5. Laktose (Milch, Milchprodukte pur). 6. Zellulose (Salat und die meisten Gemüse) praktisch KH-frei. Also KH eher von hinten essen (4-6).

    Schau mal unter index-essen.de (3 w davor) und esse viel von allen LM mit einer GL (glykämischen Last) unter 5, wenig von den LM mit 5-10 und kaum über 10.

    Die BZ-Geräte sind heute alle in etwa gleich gut oder schlecht, dürfen bis zu 20% nach oben und unten abweichen, das ist noch recht viel, daher mehrmals essen und einen Trend verfolgen. Richtig nacgelfest sind Laborwerte. Dennoch kriegst Du mit dem Messgerät schon mit, Du richtig isst oder nicht.

    LG

    Franziska
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 03.01.2009 11:47:39
    nur zur klarstellung,
    der nüchternwert zur diabetes definition lautet 110mg/dl vollblut entspr 127mg/dl plasma.
    alles darüber gilt als pos diagnose.
    und mit der 5% hba1c von gesunden wurden früher die hplc geräte "kalibriert" (eingestellt wäre besser). bevor man sog referenzlösungen für diesen zweck hergestellt hat.
    daher kann ein gesunder keinen wert über 6% haben denn dann würde er die bz kriterien reißen.
    und die ddg empfiehlt eindeutig für dm ler hba1c unter 6,5%
    mfg. klaus von klausdn
  • Stefan

    Rang: Gast
    am 03.01.2009 17:23:27
    Hallo Sina!

    "die letzten 2-3 jahre war ich permanent unter extremen dauerstress, psychisch völlig ausgelaugt, phasenweise depressiv, schlafstörungen usw."

    Wer therapiert bei dir diese ernsthaften Erkrankungen?

    Immer zuerst an grundlegende Ursachen denken, bevor man sich mit Symptomen wie erhöhten Blutzuckerwerten beschäftigt!

    Z.B. ist bei Depressionen die Cortisolausschüttung erhöht (Thieme: Atlas der Physiologie). Also Übergewicht und erhöhter Blutzucker!

    Stefan
  • Sina

    Rang: Gast
    am 03.01.2009 22:12:17
    tja stefan, da hast du natürlich recht...
    diese grunddinge wie depris usw. werden bei mir erst seit kurzem angepackt, weil dieser hebel, erst vor kurzem endlich in die richtige richtung kippte.
    kann es sein, dass diese erhöhten werte auch durch diese permanente deprierkrankung usw kommen?
    zugenommen habe ich aus rein psychischen gründen, weil ich wirklich so schwach nervlich war, dass ich ein lotterleben bezüglich der ernährung geführt habe.
    erst jetzt habe ich die stabilität gewonnen an allen baustellen zu schuften.
    ich denke die erhöhten werte kommen natürlich von meinem erheblichen übergewicht, aber dass diese permanente psychische komponente da wirklich reinspielen kann, war mir in der form nicht bewusst :-( von Sina
  • Sinaa

    Rang: Gast
    am 03.01.2009 22:25:10
    noch eine frage hintendran:
    wie ist es mit fettarmem joghurt (0,2 prozent fett), natürlich ungesüsst, also pur.
    ist das okay und gesund und jeden tag essbar? dazu gabs die verschiedensten antworten, als ich das schon mal andere fragte. von Sinaa
  • Stefan

    Rang: Gast
    am 04.01.2009 09:52:12
    Hallo Sina!

    Diabetes mellitus Typ 2 muß als Systemerkrankung verstanden werden. Z.B. im Deutschen Ärzteblatt sind immer wieder interessante Beiträge zum Thema zu finden.

    Ich mag hier nicht klären, ob Joghurt gesund ist oder nicht und ich mag hier auch keinnesfalls eine Diskussion über homogenisierte Milch bzw. Milhprodukte anzetteln. Eigentlich genügt ein einziger Satz: "Natürliche Ernährung ist gesund!"

    Stefan