Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Selbstdiagnose mit Blutzuckermessgerät sinnvoll?
-
am 27.04.2017 11:07:02 | IP (Hash): 1287110006
Hallo zusammen :-)
Verunsichert durch viele Berichte, über unentdeckte Diabetes und die Folgen, möchte ich gerne herausfinden, ob ich eventuell auch unter dieser Krankheit leide, ohne es zu wissen.
Einen Arztbesuch, mit langen Wartezeiten auf einenTermin und im Wartezimmer, würde ich gerne erst mal umgehen, wenn es möglich ist, mit einem Blutzuckermessgerät zumindest erst mal einen konkreten Anhaltspunkt zu bekommen.
Bei VersandApotheken gibt es Blutzuckermessgeräte für rund 5 EUR, die auch in Tests gut bewertet wurden. Ergibt es einen Sinn, sich so ein Gerät zu kaufen und dann selber den Blutzucker zu testen, oder haben die Messergebnisse, mit diesen Geräten keine große Aussagekraft?
-
Michael74
Rang: Gastam 27.04.2017 11:22:35 | IP (Hash): 1282926266
Maxo schrieb:
Hallo zusammen :-)
Verunsichert durch viele Berichte, über unentdeckte Diabetes und die Folgen, möchte ich gerne herausfinden, ob ich eventuell auch unter dieser Krankheit leide, ohne es zu wissen.
Einen Arztbesuch, mit langen Wartezeiten auf einenTermin und im Wartezimmer, würde ich gerne erst mal umgehen, wenn es möglich ist, mit einem Blutzuckermessgerät zumindest erst mal einen konkreten Anhaltspunkt zu bekommen.
Bei VersandApotheken gibt es Blutzuckermessgeräte für rund 5 EUR, die auch in Tests gut bewertet wurden. Ergibt es einen Sinn, sich so ein Gerät zu kaufen und dann selber den Blutzucker zu testen, oder haben die Messergebnisse, mit diesen Geräten keine große Aussagekraft?
Ich denke mal wirklich, dass Du uns hier ein wenig verarschen willst. Wenn ich denke, dass ich an einer Krankheit leide, dann gehe ich zum Arzt und nehme mir die Zeit im Wartezimmer. Der wird dann vermutlich den hba1c Wert bestimmen und schwupp weißt Du was Sache ist. Wenn der dann über der Norm liegt bestimmt er wohl Deinen Blutzucker. Du musst also noch nicht mal nüchtern erscheinen??
-
am 27.04.2017 14:24:32 | IP (Hash): 2108455638
Hallo Maxo!
Selbstdiagnose mit einem Blutzuckermessgerät – klappt nicht.
Im Diagnose-Grenzbereich arbeiten die Dinger viel zu ungenau, dazu kommen potentielle Anwenderfehler.
Es sei denn Du misst da gleich ordentlich hohe Werte... Da reicht aber das BZ-Messangebot der Apotheke. Sparst Du einige Euro und die Teststreifen Deines "gut-getesten-Sparsets" laufen nicht ab...
Wenn Du "eventuell unter dieser Krankheit" leidest, dann reicht ein kurzer Stopp beim Hausarzt, HbA1c testen lassen (dafür muss man weder nüchtern noch früh morgens beim Arzt aufschlagen) und dann irgendwann mal nach dem Ergebnis fragen.
Gibt's denn einen Grund für die Panik?
---
DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
am 27.04.2017 19:43:09 | IP (Hash): 670222486
Hallo Maxo,
ich halte auch einen Besuch beim Arzt für sinnvoller.
Wenn du alleine messen willst oder in der Apotheke ein paar Werte messen lässt, dann musst die Ungenauigkeit der Handmessgeräte berücksichtigen und einiges beachten:
- Du darfst nicht von einem einzigen Wert ausgehen, sondern musst versuchen mehrere Werte unter ähnlichen Bedingungen zu bekommen. Dann kannst du einzelne Ausreißer feststellen, die immer mal wieder vorkommen.
- Auch nach dem Streichen der Ausreißer darfst du die Werte nicht auf die Goldwaage legen. 20 mg/dl mehr oder weniger kommen schnell zustande, unter Umständen sogar noch mehr.
- Deshalb sagen dir die Werte nur etwas, wenn sie Grenzen stark überschreiten. Mit den mit dem Handgerät gemessenen Nüchternwerte kannst du, außer wenn sie mehrfach sehr hoch liegen, nicht viel anfangen.
- Am meisten nützen dir BZ-Werte in 1 ... 1,5 Stunden nach einer KH-reichen Mahlzeit. An diesen Werten könntest du erkennen, ob vielleicht Probleme vorliegen, die den Besuch bei deinem Arzt dringend angeraten sein lassen. Bei mehrfach auftretenden Werten über 200 mg/dl würde ich es auf jeden Fall genauer untersuchen lassen.
Beste Grüße, Rainer
-
am 28.04.2017 01:33:52 | IP (Hash): 792369495
Hallo Maxo,
obwohl Rainer sich windet wie ein Aal und dir sowohl-als-auch-Ratschläge erteilen möchte, kann man da einige sinnvolle Tipps rausziehen.
Da du keine Beschwerden hast, ist ein Arztbesuch völlig unbegründet. Deine Idee aus Neugierde und zur Prophylaxe, dir ein Messgerät zuzulegen, ist daher genau die richtige. Wenn du im Zeitfenster von 0,5-1,5 Stunden nach dem Essen eine Zeit lang deinen Blutzucker misst, dann bekommst du ein gutes Bild deiner Lage. Sollten die Werte in dieser Zeit um und unter 140 liegen, dann brauchst du dir um Diabetes derzeit keine Sorgen machen. Sollten die Werte deutlich darüber liegen, z.B. im Bereich um 200 oder sogar darüber, dann hättest du sehr wichtige Anhaltspunkte zur weiteren ärztlichen Abklärung.
Ein Blutzuckermessgerät sollte sich heute in jeder Hausapotheke finden, genauso wie ein Fieberthermometer oder ein Blutdruckmessgerät. Du machst mit dem Erwerb so oder so nichts falsch. Viel Spaß beim Messen. -
am 28.04.2017 05:04:46 | IP (Hash): 341926920
Geh auf http://www.accu-chek.de/ und hol dir eine Gerät kostenlos...
Gibt es von verschiedenen Herstellern... -
Michael74
Rang: Gastam 28.04.2017 08:05:10 | IP (Hash): 1988738776
Hallo Maxo
Bevor Du Dich hier von Rainer und purea verrückt machen lässt und Dein neues großes Hobby des BZ Messens entdeckst (Ihres ist es seit Jahren)
Lies Dir mal die Praxisleitlinien der DDG auf deren Internetseite durch. Da stössst Du ziemlich schnell auf ein Diagramm mit den Diagnoserichtlinien, herausgegeben von Fachleuten. Wenn Du diese Schritte gehst kannst Du Dir höchstwahrscheinlich ein anderes spannendes Hobby als Das Blutzuckermessen zulegen und musst den Platz des Fieberthermometers nicht räumen.
Denk bloß daran das in Foren keine Leute ganz schnell verrückt gemacht werden. Als lass Dir wie es auch Typ Einser und die Fachleute der DDG sagen, einfach mal den hba1c bestimmen, dann hast du ne sichere Grundlage. -
am 29.04.2017 22:10:47 | IP (Hash): 4806909
Immer mehr Nichtdiabetiker begrenzen ihre alltäglichen BZ-Verlaeufe und verzichten auf höhere Spitzen. Manche "nur" weil sie das für gesünder halten, andere, weil sie mit den Spitzen noch innerhalb des gesunden Rahmens Befindlichkeits-Stoerungen erfahren und diese Erfahrung gern vermeiden möchten. Dafür reicht ein einfaches Handgerät.
Okay, dabei geht es nicht um Diabetes, aber bei aller Diabetes Behandlung geht es um nichts anderes, als um das kurz und langfristige Vermeiden von mehr oder weniger beschwerlichen Störungen. Warum man dazu erst eine zertifizierte Diagnose oder nicht braucht, will mir nicht so Recht einleuchten?
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 30.04.2017 14:41:56 | IP (Hash): 1514386025
Vielen Dank für eure Antworten. Ein Arztbesuch ist wahrscheinlich immer die beste Lösung, aber ich habe mir jetzt einfach mal so ein Gerät bestellt. Damit kann ich 10 Messungen machen und dann sehen, wie hoch die Werte sind.
Panik habe ich nicht, aber "Visite" gesehen :-) Die Sendung für Hypochonder. Sollte man vielleicht besser gar nicht anschauen.
Allerdings ist Diabetes ja wirklich eine sehr verbreitete Krankheit und ich habe ein paar Symptome, die darauf hindeuten könnten, andere Symptome, wie z.B. starken Durst habe ich gar nicht. Das ist mir erst mal alles zu vage, um mir daraufhin einen Arztbesuch anzutun. -
am 30.04.2017 16:03:01 | IP (Hash): 775878356
Hallo Maxo,
mit 10 Messungen kann man nicht viel anfangen, ich würde Dir auch einen Besuch beim Doktor empfehlen, um den Hb1Ac Wert ermitteln zu lassen. Der sagt mehr aus als dutzende Messungen, denn er ist der Langzeitwert von 90 Tagen und relativiert kurzfristige, zufällige und zeitweise natürlich auftretende Schwankungen.