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Blutzuckerschwankungen

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    Rang: Mitglied
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    Beiträge: 19
    Mitglied seit: 27.11.2016
    am 01.05.2017 08:48:22 | IP (Hash): 653620034
    Hallo Leute,

    mir ist heute was aufgefallen und vielleicht kann mir da einer einen Rat geben:

    Ich habe heute morgen meinen Blutzucker gemessen und hatte bei meinem ersten Wert 147mg/dl...Spaßeshalber messte ich nochmal und nahm einen anderen Finger...dann waren 131mg/dl...das erschien mir etwas komisch und hab ein drittes mal an einen anderen Finger gemessen und plötzlich war er 161mg/dl...Die Hände habe ich natürlich vorher gewaschen und gründlich abgetrocknet...Es wundert mich das je nach Finger der Blutzucker um bis zu 30mg/dl schwanken kann.

    Das wäre in meinem Fall 2 Einheiten Insulin morgens die ich mir mehr oder weniger setzen müsste...Habt ihr da vielleicht eine Idee wieso das so ist bzw was man in den Fall tun müsste?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5070
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 01.05.2017 11:22:54 | IP (Hash): 51682219
    Hallo Zoki,

    bei den Fingern der gleichen Hand gibt es eigentlich nur die Messabweichungen als Erklärung. Die würden dann aber genauso auftreten, wenn du das Blut aus dem gleichen Finger zapfst. Hast du das schon mal probiert?

    Abhilfe könnte dann nur ein anderes Messgerät mit weniger Abweichungen schaffen. Für deinen Zweck spielt dabei die Abweichung der gemessenen Werte von den tatsächlichen BZ-Werten eine geringere Rolle als die Streuung der einzelnen Messwerte. Schön wäre natürlich, wenn du ein Gerät findest, dass bei beiden Kriterien möglichst gut abschneidet.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 02.05.2017 02:02:44 | IP (Hash): 1289373529
    Hallo Zoki,
    die Abweichung 147 zu 131 liegt durchaus im Rahmen der Handmessgeräte für Patienten.
    Messe auch manchmal doppelt, wenn mir irgend etwas an den Werten nicht plausibel erscheint.

    Die angezeigte Zahl ist ein Ergebnis aus Gerät und Entnahmepunkt.
    Könnten wir wirklich an jeder Stelle unseres Körpers den Blutzucker messen, wären Unterschiede wohl noch größer.

    Ein Messsystem stellt keinen absoluten Wert dar, auch wenn wir das so gerne glauben würden.
    Ist - nur - ein Hilfsmittel und muss eingeschätzt werden.
    Messsystem meint ein Ganzes,
    was durch Finger- und Sensoren-Wechsel schon mal nicht mehr gegeben ist.

    Im Hinterkopf muss ein INSULINER auch anderes berücksichtigen.
    Insulinbedarf zur Tageszeit, welche Vorhaben.

    Tageszeit meint Insulinempfindlichkeit.
    Morgens und abends eher aufrunden, mittags und nachts abrunden.

    Vorhaben meint, welcher Energieverbrauch ist zu erwarten.
    Bei Arbeit, Sport eher abrunden, sonst aufrunden.

    Habe selbst einen Korrekturfaktor von 40 und Halbschritt-Pens, bei ca. 140 + 1 Einheit, bei 160 rechnerisch + 1,5.
    Morgens dann eher nur +1, abends - Ruhe - aufrunden 1,5 oder 2 Einheiten Korrekturinsulin.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 02.05.2017 08:02:41 | IP (Hash): 2108455638
    Elfe schrieb:

    Könnten wir wirklich an jeder Stelle unseres Körpers den Blutzucker messen, wären Unterschiede wohl noch größer.




    Da reichen schon die Finger! ;-)

    Tatsächlich ist der Blutzucker im Körper nicht immer gleich. Im Kreisluf sind rund 5 – 7 g Glukose...

    Wir messen an den Finger, weil man da am Leichtesten an's Blut drankommt. Man kann auch an den Zehen, an der Ferse, am Ohrläppchen, am Arm...


    ---
    DO NOT FEED THE TROLL!!!

    http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 03.05.2017 00:56:21 | IP (Hash): 1318740966
    TypEinser schrieb:

    Da reichen schon die Finger! ;-)

    Wir messen an den Finger, weil man da am Leichtesten an's Blut drankommt. Man kann auch an den Zehen, an der Ferse, am Ohrläppchen, am Arm...


    Ja, Finger- und Sensorwechsel hatte ich ja schon beschrieben (ev. missverständlich ausgedrückt).
    Sogar ein neuer Blutstropfen kann eine Messung beeinflussen.

    Deshalb werden beim Diabetalogen auch aus ein und dem selben Blutstropfen die Proben entnommen für Laborblutzucker (Labor-HbA1c) und auch zum vorbereitetem Handpatientenmessgerät, um das Handgerät mit dem Laborgerät in der Abweichung einschätzen zu können.

    Die Beschreibung zu den Messstellen teile ich.
    Finger als Blutentnahme für die Blutzuckerbestimmung hat sich etabliert und hat wohl auch die höchste Datenlage, um Rückschlüsse auf die Blutzuckerlage des Organismus gesamt ziehen zu können.

    Ferse als Messstelle habe ich nur mal im Fernsehen gesehen - bei Babys !
    Die Haut am Füßchen ist noch weich (bei Erwachsenen nicht mehr so), Fingerchen noch zu klein und zart.

    Ohrläppchen würde ich auch als Erwachsener nicht mögen, wegen Schmerz.

    Oberarm wird ja aktuell vom Libre Sensor genutzt.
    Allerdings nicht nur andere Stelle, sondern auch andere Methode - nicht Blut, sondern im Fettgewebe wird gemessen. Ev. deshalb auch die vielen Fragen von den Anwendern zur Einschätzung der Daten.

    Angezeigte Zahl ist eines, Einschätzung wieso/warum/weshalb gehört dazu.


    Bearbeitet von User am 03.05.2017 03:44:01. Grund: Korrektur Screibfehler
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    am 03.05.2017 10:28:39 | IP (Hash): 685384185
    Deswegen tun wir ja auch gut daran, uns immer am selben Gerät zu orientieren

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.