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LADA-Diabetiker - ohne Insulin Dank Velmetia?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 15.09.2017
    am 15.09.2017 17:02:32 | IP (Hash): 1590212317
    Liebe Forumsmitglieder,

    ich bin neu hier und habe mich heute im Forum angemeldet.

    Mein Diabetes- "Logbuch" in Kürze:

    47 Jahre alt, seit 3 Jahren LADA-Patient

    Diagnose LADA: 10.2014, Therapie: gesund Essen und Sport treiben

    Insulintherapie Beginn: 11.2016 - ENDE in 03.2017 (bis dahin Abasaglar/basal: 8 Einheiten, Humalog nach Bedarf (2-3x Woche: )1-3 Einheiten vor den Mahlzeiten
    Umstellung auf Velmetia 1000/50: 03.2017 - heute
    Insulinverbrauch: seit 03.2017 nur noch 2-4 Einheiten bei wirklich KH-reicher Mahlzeit wie Pizza, Schnitzel m. Pommes, Brötchen/Croissant (ca. 2x Woche) um BZ-Spitzen größer 180 zu vermeiden.
    Balsalinsulin seit 03.2017: 0 Einheiten

    Hba1c 10/2014: 6,1 - 10/2016: 6,9 (Beginn Insulintherpie)- 09/2017: 5,8 (heute/Velmetia)

    C-Peptid: 10.2014: 1,23 ng/ml 10.2016/Beginn Insulin: 0,49 06.2017 Velmetia: 0,99

    Nun meine Frage an die Experten: Mein Arzt hat mir in 03.2017 Velmetia verordnet (als Kassenrezept). Nun meint er, dass dies nicht mehr möglich ist und stellt mir ein Privatrezept aus. Offenbar wird Velmetia nicht mehr von den gesetzlichen Kassen übernommen.

    Natürlich will ich die Insulingabe solange wie es geht hinauszögern, gerade, wenn Tabletten allem Anschein nach positive Effekte haben.
    Es gibt im www ein paar Studien bezüglich Sitagliptin und Mischformen mit Metformin. Die Patienten sind nach Jahren noch immer ohne Insulin "unterwegs" - das wäre auch mein Ziel.

    Weiß hier jemand Rat?
    Danke für Eure Mühe!

    Markus
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5070
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 15.09.2017 17:28:37 | IP (Hash): 434758646
    Hallo Makke,

    ja, dass soll wohl so sein, dass es bei Velmetia zukünftig Probleme geben wird.

    Kein Problem, Velmetia ist ein Kombimedikament aus Januvia und Metformin. Lass dir die beiden Sachen einzeln verschreiben, die werden beide von den KK übernommen. Du musst dann lediglich eine Tablette mehr schlucken, an der Wirkung ändert das nichts.

    Beste Grüße, Rainer
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 15.09.2017
    am 15.09.2017 17:40:55 | IP (Hash): 1590212317
    Danke Rainer!

    Bekomme ich beide auch als LADA-Patient verschrieben? (also ich meine als gesetzlicher Kassenpatient)

    Gruß
    Markus
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5070
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 15.09.2017 19:33:40 | IP (Hash): 434758646
    Hallo Markus,

    das könnte das größere Problem sein, dass dein Arzt dir jetzt überhaupt keinen DPP4-Hemmer mehr verschreiben will, weil die für Typ1-Diabetes und LADA nicht zugelassen sind. Bei Typ1-Diabetes hätten sie auch gar keinen Sinn. Bei LADA kann es aber Sinn machen, solange noch genügend Eigeninsulin vorhanden ist. Bei dir sieht es mit dem C-Peptid-Wert von 0,99 ja noch ganz gut aus.

    Wenn dein Arzt dir bisher bei LADA Velmetia verschrieben hat, dann würde nichts gegen die Verschreibung von Januvia sprechen, es sei denn, dass er jetzt kneift. Die Probleme mit der Verschreibung von Velmetia kommen wahrscheinlich auf alle zu, die haben nichts speziell mit deinem LADA zu tun. Ob dein Doc dir Januvia oder einen anderen DPP4-Hemmer verschreibt, kannst du nur rausbekommen, wenn du es einforderst. Falls er nicht mitspielt, lohnt sich auch eine Versuch bei einem anderen Diabetologen. Ich drück dir die Daumen, dass es klappt.

    Aus deiner Aufzählung: "C-Peptid: 10.2014: 1,23 ng/ml 10.2016/Beginn Insulin: 0,49 06.2017 Velmetia: 0,99" schließe ich, dass du Velmetia für dein besseres C-Peptid verantwortlich machst. Das ist wahrscheinlich nicht so, verantwortlich dafür wird die Insulingabe sein. Es ist häufig so, dass bei LADA nach dem Beginn mit Insulin eine Remission eintritt und die BSD eine ganze Weile wieder besser arbeitet. Das gute HbA1c hast du aber auf jeden Fall auch Velmetia zu verdanken, aber ohne vorheriges Insulin hätte es bei dem C-Peptid von 0,49 kaum noch wirken können.

    Alles Gute, Rainer