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Spritzen - ab und zu

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    am 24.09.2017 07:40:29 | IP (Hash): 705022681
    Niemand kann mit Insulin auch nur einigermaßen passend umgehen, ohne das zuvor über Wochen individuell angepasst und eingeübt zu haben. Und auch dann kann sich die passende Dosierung mit der Zeit und vor allem auch situativ gewaltig ändern. Also vergiss das Insulin für den Sonderfall.

    Aber vielleicht fängst Du in Deinen Überlegungen schlicht mal von der anderen Seite an, also von der eines gut bis zufriedenstellend behandelten Diabetes?

    Also vor den Mahlzeiten 100-140mg/dl, in den Spitzen nach den Mahlzeiten locker über 200 und Langzeitwert HBA1c bis 7,5. Wenn dieser Rahmen überschritten wird, wird die Medikation verstärkt. Also passt genauso, wenn kein Medikation genommen wird, bis dieser Rahmen überschritten wird.

    Auf diese Weise hast Du vielleicht ausreichend Luft für wenigstens 1 Expeditionsjahr. Klar wäre beruhigend, wenn Du Deinen Blutzucker alle paar Wochen mal überprüfen könntest. Dafür würde ich für die Expedition einzeln verpackte Streifen empfehlen, damit nicht die ganze Packung altert, wenn Du einen raus nimmst, z.B. FreeStyle Precisision. Daumendrück


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 24.09.2017 10:13:42 | IP (Hash): 688584431
    ophi schrieb:
    Hilfe ! Ich bin jetzt echt verwirrt.
    Also meine Situation sieht so aus, dass ich GAR KEINE AHNUNG vom Spritzen habe bisher. Ich weiß nicht, wieviel man so spritzt um was zu erreichen. Was wäre eine Minidosis?
    Und spritzt man auch, wenn man zwischendurch mal einen Bonbon, eine Kugel Eis oder ne Hand voll Chips isst?
    Ich weiß nichts davon und mein Arzt wollte auch erst einmal nicht mit mir darüber reden (Zeitmangel blabla, sei sowieso noch nicht so weit... ). Aber die Ratschläge meines Arztes sind unter aller Sau ("ganz normal essen"- "also auch mal ne Pizza?" - "Nein!" - "also auch mal Kuchen, Waffel, normales Brot, ne gute Portion Obst, mal Saft, Kakao..." - "nein, maximal eins davon einmal pro Woche" - was bleibt denn da übrig? Von Würstchen kotze ich bald!). Ich habe kein Medikament verschrieben bekommen, soll in 1 Jahr(!!) wiederkommen, dabei habe ich schon deutlich prädiabetische Werte.

    Mein Hausarzt - kein Spezialist, aber mit offenerem Ohr - würde mir Insulin verschreiben, oder auch Metformin - er sieht meine Werte als nicht kritisch an (er habe auch ab und zu 200) und würde wenn eher zu Metformin tendieren, da ich bei exakt gleichem Essen mit gleichem "Ausgangswert" sehr unterschiedliche 1- und 2-Stundenwerte habe (1 h manchmal um die 120, mal in Richtung 200, 2 h manchmal 130, manchmal 70). Das ist also schwer kalkulierbar und er fürchtet, dass ich mit Insulin in Unterzuckerungen geraten könnte, meint aber, dass ich ein klein wenig spritzen könnte, falls ich von vorneherein weiß, dass ich sehr viel und kh-reich essen werde.
    Was meint Ihr?




    Sorry falls du das schon erwähnt hast, aber wie ist der HbA1c ? Das sagt mehr aus als deine gelegentlichen BZ Messungen.
    Ist er unter 6 so muss keine Hektik gemacht werden, zwischen 6 und 6,5 sollte man das genau im Auge behalten, alle 3 Monate HbA1c prüfen.
    Ist er über 6,5 muss gehandelt werden, kann aber Metformin ausreichend sein.
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    am 24.09.2017 17:09:53 | IP (Hash): 1120529466
    Rainer schrieb:
    ...Wenn weniger Glukose zur Verfügung steht, dann verbrennen sie einfach Fett oder Eiweiß und werden damit bestens versorgt - mit weniger Glukose und OHNE JEDEN MANGEL.


    Schreib ich doch: Die übliche Begründung, dass die Zellen mit mehr Glukose und mehr Insulin im Blut zu ihrer ausreichenden Energieversorgung gezwungen werden müssten, ist voll daneben :)

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    am 24.09.2017 21:13:26 | IP (Hash): 1662128011
    ophi schrieb:

    Und spritzt man auch, wenn man zwischendurch mal einen Bonbon, eine Kugel Eis oder ne Hand voll Chips isst?




    Kommt drauf an. Ein T1 sowieso, der hat ja kein eigenes Insulin. Der reinen Lehre nach für T2 bei ITC, ja.

    Ich selber: meist ja. Also ein Bonbon nicht, der hat nicht genug KH glaub ich. Aber ich habe leckere zuckerfreie Bonbons. Eis. Ja. Chips .. ne Handvoll ... na ja.

    Wenn ich - dank Libre Sensor - sehe, ich bin eh gut unten (unter 100) und in wenigen Stunden eß ich eh richtig, dann laß ich es auch mal mit Insulin. Bin ich zum Essen dann halt auf 120 oder so und korrigiere dann. Aber wenn es geht, dann spritzen. Also zb an der Eisdiele oder so. Geil wäre neben dem Libre dann natürlich ne Pumpe. Knöpchen drücken und alles automatisch ...

    Zu allem anderen: mach es zusammen mit einem Arzt. Mit Teststreifen. Dann würde ICH es jedenfalls in Deiner Sitation versuchen. Jedenfalls mit Metformin. Wenn man es magenmäßig verträgt, dann nehmen, nehmen, nehmen.
    Bearbeitet von User am 24.09.2017 21:14:30. Grund: .
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    am 25.09.2017 18:41:48 | IP (Hash): 1288121492
    hjt_Jürgen schrieb:
    Schreib ich doch: Die übliche Begründung, dass die Zellen mit mehr Glukose und mehr Insulin im Blut zu ihrer ausreichenden Energieversorgung gezwungen werden müssten, ist voll daneben :)

    Es war noch nie die Aufgabe von Insulin, die Energieversorgung sicher zu stellen. Insulin sorgt dafür, dass die Glukose aus dem Blut rauskommt und in die Muskelzellen reinkommt. Wenn das bei pathologish insulinresistenten Muskelzellen nicht richtig funktioniert, dann steigt der BZ an, was die Betazellen, solange sie das noch können, zu weitere Insulinsekretion veranlasst - jede einzelne Betazelle für sich. An dieser Stelle ist es wirklich sehr einfach gelöst und du brauchst nichts zu vereinfachen oder komplizirerter zu machen.

    Ich finde es übrigens erschreckend, auf was für einer schmalen Wissenbasis du deine These aufgebaut hast, es gäbe keine patholigische und keine physiologische Insulinresistenz. Eine weitere Diskussion auf so einer Ebene halte ich für wenig sinnvoll. Du darfst gerne deinen nächsten Einwand bringen und dir mangels Widerspruch einbilden, dass du Recht behalten hast und uns alle von deiner These überzeugen konntest.
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    am 27.09.2017 01:56:05 | IP (Hash): 951409809
    Irgendwie verstehe ich diesen Thread nicht...jemand will Insulin spritzen, damit er/sie mehr futtern kann...obwohl kein Diabetes vorhanden ist?

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    - Diabetestyp 2
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    am 01.10.2017 21:44:57 | IP (Hash): 172789411
    es liegt kein Diabetes vor, aber Prädiabetes. Soweit ich gelesen habe, wird aus Prädiabetes mit meinen Werten innerhalb weniger Monate richtige Diabetes.
    und ich diäte (für meine Verhältnisse) relativ streng, um die Werte zu halten (ich weiß, es geht noch strenger, aber für mich ist es einfach schon sehr hart). Außerdem sind meine Werte sehr unregelmäßig.

    Meine letzten Messungen (ich messe unregelmäßig, da ich die Streifen selber zahlen muss):
    vor dem Frühstück 96, 1 h danach 157, 2 h danach (währenddessen keine Bewegung o.ä.) 72
    am Tag drauf, absolut identisches Frühstück:
    vor dem Frühstück: 95, 1 h danach 111

    ich weiß nicht, ob ich mit so schwankenden Werten um Metformin bitten sollte, aber soweit ich weiß, ist es gut, früh damit anzufangen... Von ab und zu Spritzen ratet ihr ja eher ab.
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    am 01.10.2017 22:33:07 | IP (Hash): 528606594
    ophi schrieb:
    Soweit ich gelesen habe, wird aus Prädiabetes mit meinen Werten innerhalb weniger Monate richtige Diabetes.

    Wenn du das wirklich irgendwo so gelesen hast, dann war das der größte Blödsinn, der jemals verbreitet wurde,

    Bleibe achtsam aber auch COOL und freue dich darüber, dass du keinen Diabetes hast.

    Beste Grüße, Rainer
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