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Abends extreme Blutzucker anstiege
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am 27.11.2017 23:37:00 | IP (Hash): 657151692
Hallo in die Runde!
Ich schlage mich seit einiger zeit damit rum, dass ab ca. 17 uhr mein Blutzucker von 120-140 auf teilweise 300-320 ansteigt. Natürlich bin ich damit bei meiner Ärztin gewesen aber iwie bringt das auch nichts. Deshalb wollte ich hier einfach mal fragen ob jemand das Problem kennt und mir evtl. einen Tipp geben kann.
Ich spritze abends um 22 uhr 24E Levemir und morgens um 8 18E Levemir.
Ich habe schon überlegt das Levemir morgens erst um 10 zu spritzen um den wirkungs Höhepunkt in genau die Zeit zu verschieben.
Ich habe langsam nämlich keine vertrauen mehr in meine Ärztin.
Ps.: zwischen 12.30uhr und 15 uhr kann ich mit gewaschenen Hypos rechnen momentan, unter anderem deshalb der gedanke den wirkungs Höhepunkt vom Levemir zu verschieben.
Schon einmal vielen dank für etwaige antworten.
LG Thomas -
am 27.11.2017 23:56:14 | IP (Hash): 962579077
Hallo Thomas,
das Verschieben wäre auf jeden Fall eine gute Idee. Du wirst ja schnell feststellen können, ob es dann besser passt. Eine andere Idee wäre. dass du dich auf Lantus oder besser noch auf Toujeo umstellen lässt. Die wirken deutlich gleichmäßiger.
Du könntest auch mal einen Basalratentest machen um zu sehen, wie gut oder wie schlecht dein Basalinsulin in der Dosis und zu diesen Spritzzeiten überhaupt passt. Eine gute Anleitung findest du hier: http://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene/therapie/basalinsulin/basaltest.html
Vermutlich bist du Typ2-Diabetiker. Spritzt du auch Mahlzeitinsulin oder deckst du den Mahlzeitbedarf mit anderen Diabetesmedikamenten ab? Ist deine Ärztin eine Diabetologin? Wenn nicht, dann solltest du dich besser zu einem Fachmann in Behandlung begeben.
Beste Grüße, Rainer -
am 28.11.2017 08:24:03 | IP (Hash): 657151692
Hallo Rainer,
danke für deine Antwort. Der Basalratentest hört sich sehr gut an. Das könnte mich bestimmt weiter bringen.
Ich bin übrigens Typ-1 Diabetiker und spritze natürlich auch zum essen. Die Einstellungen stimme aber, da ich ca. 3 stunden nach dem essen wieder ungefähr bei meinem Ausgangswert lande. Bei meiner Ärztin handelt es sich um eine Diabetologin aber ich bin nicht der einzige der vertrauens Probleme hat bei ihr.
LG Thomas -
am 28.11.2017 09:43:34 | IP (Hash): 622108599
Kein Arzt kann wissen, wie viele weniger mg/dl eine Einheit von welchem Insulin zu welcher Tageszeit in welcher Zeitspanne mit welcher physischen Aktivität bei Dir macht. Das kannst ausschließlich Du selbst, indem Du das systematisch austestest.
Dafür könnte Deine Diabetologin Dir sicher für ein paar Tage ein CGM leihen. Damit könntest Du ohne jede Stunde ein Loch schön sehen, wann und nach welchem Input an IEs und BEs und Aktivitäten (müsstest Du natürlich fleißig nachhalten) Dein BZ zu welchen Gipfeln und zu welchen Tälern neigt, und Dein Spritz- und Ess- und sonstiges Verhalten schön zielgerichtet damit synchronisieren. Daumensrück
Um welche Zeit(en) isst Du eigentlich zum Mittag?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 28.11.2017 13:48:05. Grund: Ergänzung -
Elfe
Rang: Gastam 29.11.2017 00:31:58 | IP (Hash): 1510242877
Hallo Thomas,
Hypos mittag/nachmittag kann als Grund schon sein, daß sich die Levemirgaben in der Menge mit entspr. Wirkungszeit überlappen. Wenn du dann mit Zusatz-KHs gegenregulierst, wäre auch der hohe BZ-Wert um 17 Uhr erklärbar.
Je größer die Menge an Levemir, desto länger die Wirkzeit.
Die Hypos zeigen an, daß die Morgengabe Levemir zu hoch ist, würde ich reduzieren.
Für Kontrolle Abendgabe Insulin ist für mich der Nüchternwert morgens maßgeblich, ob Menge stimmt.
Für Basalratentest tagsüber lasse ich Frühstück und Mittagessen als Mahlzeiten aus und messe BZ-Werte.
Basal soll nur Grundstoffwechsel abdecken, so theoretisch.
Ohne Frühstück (nebst Mahlzeiteninsulin) steigen jedoch meine BZ-Werte immer an.
Sehe zu hohe Menge Basal erst am Nachmittag, wenn hohes Basal BZ-Werte senkt, was nicht sein soll.
Muss dann Basal reduzieren.
Dein Anstieg auf 300er BZ-Werte können auch auf nicht so guten Mahlzeiteninsulin-Umgang schließen.
IE/BE-Faktor tageszeitlich muss ausgetestet werden, Korrektureinheiten ebenso.
Wie/warum/wieso/weshalb sollte im Diabetologen-Gespräch erklärt werden.
Habe Arbeitsblätter entsprechend erhalten, damit aufgrund eigener Aufzeichnungen die Insuline dosiert werden sollen.
Habe selber Levemir wesentlich geringer dosiert mit abends 5 und morgens 7 Einheiten. Zwischenzeitlich mal 1 mittags, Grund war Anstieg BZ längst nach Mittagspause vor Nachhausefahren und Abendessen.
Gruß Elfe