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HB-Wert gut, Nüchternwert schlecht
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am 13.12.2017 07:17:36 | IP (Hash): 1926295446
Hallo,
mein HB-Wert liegt mit 5,4 im grünen Bereich, aber mein Nüchternwert mit teilweise bis zu 140 macht mir Sorgen.
Mein Diabetologe meinte, daß ich mit einem HB-Wert von 5,4 keine Medikamente mehr benötigen würde und das der Nüchternwert natürlich nicht da ligen kann, wo er bei "gesunden" liegen würde.
Was meint Ihr?
Sollte ich zur Sicherheit Abends 1/2 Medformin nehmen oder welche Tips&Tricks habt ihr?
Gruß, r2d2
Bearbeitet von User am 13.12.2017 07:18:18. Grund: . -
am 13.12.2017 08:34:39 | IP (Hash): 2108455638
Guten Morgen!
Metformin kriegst Du nur auf Rezept – Du kannst natürlich Reste aufbrauchen, schaden tut das nix.
Was ich nicht mehr benutzen würde ist das Testgerät – die Dinger lügen gerne. Kann durchaus sein, dass die 140er gar keine 140 sind...
Wäre nicht das erste Testgerät für zuhause, dass es nicht ganz so genau nimmt. Im Prinzip sind das alle ;) -
am 13.12.2017 09:28:01 | IP (Hash): 1926295446
Naja, bei meiner letzten Blutuntersuchung hatte ich zuvor den Wert mit meinem Gerät gemessen.
Der Wert entsprach dem des im Labor gemessenen. Von demher sind die Werte (ich mess ja nicht nur morgens) schon einigermaßen aussagefähig. -
am 13.12.2017 09:43:39 | IP (Hash): 2108455638
r2d2 schrieb:
Von demher sind die Werte (ich mess ja nicht nur morgens) schon einigermaßen aussagefähig.
So stimMTS.
Unsere Zuhause-Testgeräte haben auch mal richtige Treffer. Und liegen oft daneben. Nicht, viel, aber eben daneben. Insofern kann die 140 auch ne 108 sein. Oder aber eine 152.
Um auf Deine Frage zurückzukommen:
Dein Arzt verschreibt Dir kein Metformin mehr? Dann wirst Du über kurz oder lang keins mehr haben...
Da macht es erst Sinn, den Nüchternwert mal zu überprüfen. -
am 13.12.2017 09:45:09 | IP (Hash): 350238387
Hast Du denn zu anderen einigermaßen Nüchternzeiten, also so 3-4 Stunden nach dem Essen, deutlich weniger mg/dl?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 13.12.2017 10:16:59 | IP (Hash): 1926295446
Ja, und mein Ø Nüchternwert morgens liegt bei 120. -
am 13.12.2017 11:45:08 | IP (Hash): 350238387
Der Morgenanstieg gilt in der Diabetologie als völlig normal, wenn auch nicht unbedingt bis 140. Nicht zuletzt, weil da dann das Frühstück noch drauf kommt. Hatte selbst schon längst auf Insulin über mehr als 10 Jahre bei immer gesünderem HBA1c und dem BZ in immer gesünderen Grenzen den ganzen großen Rest vom Tag morgens nüchtern 140-160.
Fand ich damals auch nicht gut, aber mit mehr Basal reichte es bei der Nacht für Unterzucker, und Met wollte bei mit keine messbare Wirkung machen.
Etwa 10 Tage nach dem Beginn meiner VLCD/Leberfasten-Kur war damit Schluss. Seitdem verläuft mein BZ die Nacht über bis in den Morgen praktisch waagerecht und steigt erst um 10-20mg/dl mit meinem Aufstehen an, und zwar wann immer ich das mache, also egal ob um 6 oder 9 Uhr. Und das inzwischen schon seit so etwa 4 Jahren.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 13.12.2017 12:05:41 | IP (Hash): 1926295446
Also rätst du mir zu einer Leberfasten-Kur? Wo kann ich da am besten Informationen zu erhalten? -
am 13.12.2017 13:45:08 | IP (Hash): 2089457009
Hallo,
bin seit ca. 10 Jahren Diabetiker Typ 2 und betreibe seit diesem Jahr eine eigene Seite, wo ich meine Erfahrungen zum besten gebe. (http://www.umgang-mit-diabetes-mellitus.de)
Erst einmal gebe ich deinem Arzt recht, HbA1c von 5,4 % ist super. Ein Nüchternwert des Blutzuckers von ca. 7,8 allerdings nicht.
Meine Empfehlung:
Erst mal eine Tagesprofilmessung durchführen mit 5 Messungen pro Tag und diese ggf. nach etwa einer Woche wiederholen. Das Problem, du wirst kein eigenes Messgerät haben. Befindet sich eine Apotheke in der Nähe, bietet diese evt. kostenlose Messungen des Blutzuckers an, ansonsten evt. Hausarzt oder Ausleihen von einem Bekannten. Wie das mit der Tagesprofilmessung funktioniert, erfährst du z. B. auf meiner oben aufgeführten Adresse. Stellt sich heraus, dass der Zucker tatsächlich nur morgens erhöht ist, könnte das mit Zuckerausschüttung durch die Leber in der Nacht zusammenhängen (meine Meinung, BIN KEIN ARZT!)
Metformin halte ich in solch einem Fall für ungeeignet, auch wegen der Nebenwirkungen.
Dir könnte Januvia (1x vor dem Schlafengehen) helfen. Details findest du ebenfalls auf obiger Seite.
Alle AntiDiabetika sind rezeptpflichtig. Also mit Ergebnis Tagesprofil ab zum Diabetologen und dort durchdiskutieren.
Gruß Robi. -
am 13.12.2017 13:58:11 | IP (Hash): 2108455638
Robi schrieb:
Dir könnte Januvia (1x vor dem Schlafengehen) helfen. Details findest du ebenfalls auf obiger Seite.
Alle AntiDiabetika sind rezeptpflichtig. Also mit Ergebnis Tagesprofil ab zum Diabetologen und dort durchdiskutieren.
Gruß Robi.
Hi Robi!
Tolle Seite!
Und der Tipp ist auch gut – nur ist der behandelnde Arzt der Meinung, keine Medikamente mehr verschreiben zu wollen.
Ob er mit einem Tagesprofil zu überzeugen ist oder der Doc da eher Ergbenisse auf der Waage erwartet? -
am 13.12.2017 14:24:49 | IP (Hash): 1926295446
Robi schrieb:
Das Problem, du wirst kein eigenes Messgerät haben.
???
Hab doch oben geschrieben, daß ich ein Gerät habe! -
am 13.12.2017 14:29:20 | IP (Hash): 350238387
Alle deutschen Anfragen zum Leberfasten laufen auf Dr. Worm https://www.leberfasten.com/home/ Kann man inkl. Erfahrungen von Teilnehmern in der entsprechenden Abteilung vom logi-forum finden. Da z.B. auch mein Ding völlig ohne Formula-Diät.
Worm empfiehlt Hepafast, Prof. Taylor in Newcastle, der Erfinder von Leberfasten empfiehlt Optifast und wenn das nicht verfügbar, eben ne andere Shake Marke. Shakes vor allem WG ihrer eindeutigen Portionierung, die ich mir bei meinem Ding halt selber besorgen musste.
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am 13.12.2017 14:34:00 | IP (Hash): 1926295446
Wobei, bei einem aktuellen BMI von 22,2 brauche ich nicht fasten.
Mir geht es eher um die Entgiftung / Entlastung der Leber. -
am 13.12.2017 14:59:38 | IP (Hash): 350238387
Beim Leberfasten geht es um die Befreiung der Leber und im weiteren Verlauf des Pankreas von zu viel Fett, das da nicht gespeichert gehört und die gesunden Regelfunktionen stört. Wie viel da gespeichert ist, kann man nicht von außen sehen, und wie viel zu viel ist, kann man nur ausprobieren. Bei dem einen funktionieren beide Organe mit ner Senkung von 80 auf 70% Leberfett schon wieder völlig gesund, während sie das bei der anderen erst unter 20% tun.
In den 8-10 Tagen auf 600-800 kcal/Tag, in deenen z.B. der gesunde morgentliche Nüchternwert gelingendes Entfetten als Grund für den vorher zu hohen anzeigt, hast Du maximal 1kg geschmolzen ;)
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am 14.12.2017 06:49:45 | IP (Hash): 43073022
Ok, welche Vorgehensweise empfihiehlst du mir?
Das Buch von Dr. Worm und dazu das "schweineteure" Mittelchen?
Oder wie bist du an die Sache harangegangen? -
am 14.12.2017 08:41:24 | IP (Hash): 53046137
http://forum.nicolai-worm.de/index.php/Thread/20176-Das-Leberfasten-Konzept/?pageNo=1 gleich im Eingangsbeitrag der formale Plan. Wenn Du beim Wenigeressen Angst um Deine Muskelmasse hast, nimmst Du statt des sauteuren Original-Shakes mit dem deutlichen Eiweißanteil eins von den üblichen ferkelteuren mit ähnlicher Eiweißbetonung. Ohne Angst geht auch alles, was Du dir jeden Tag einverleibst, nur halt die bisherige Menge von 1 Tag aufgeteilt auf 4 oder 5. Unübertroffen kostengünstig ;). Hier mein persönliches Beispiel http://forum.nicolai-worm.de/index.php/Thread/20365-INSULINER-Erfahrungen-z-B-mit-besonders-kleinem-Schmalhans-SchmalLOGI/?pageNo=1
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am 14.12.2017 12:48:26 | IP (Hash): 43073022
Könnt ich da auch Almased nehmen, und um den Eiweißanteil zu erhöhen ein wenig Whey-Pulver reinmachen?
Oder gibt es eine andere Art die Leber zu "entfetten"? -
am 14.12.2017 13:36:43 | IP (Hash): 53046137
Bisher geht offenbar nur Verbrauchen, und das funzt anscheinend eher und zuverlässiger, wenn’s entsprechend massiv erzwungen wird. So hab ich z.B. früher schon mal über einen längeren Zeitraum ein paar Kilos abgenommen, aber damit hat sich mein Basalbedarf nicht wesentlich verringert, und mein ausgeprägter Morgenanstieg ist mit ein paar Kilos weniger auch munter weiter gelaufen.
Medis gibt es dafür keine, und selbst wenn Du eine gute Portion Leberfett aktuell attestiert hättest, gäb es keine Garantie dafür, dass sone Entfettungs-Kur Deinen Nüchternzucker deutlich senkt. Bleibt also nur lassen oder ausprobieren - Dein Ball ;)
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am 14.12.2017 13:49:05 | IP (Hash): 2089457009
Was den Doc betrifft, dabei kann dir wahrscheinlich hier im Forum keiner helfen.
Wenn du die Möglichkeit zu einer Profilmessung hättest, könntest du dir aber zur eigenen Information ein Profil erstellen. Dann siehst du was grundsätzlich mit dir los ict, auch wenn sich natürlich keine statistisch gesicherte Aussage ergibt. In deinem Falle musst du das ja nicht in einem Diagramm darstellen. Es genügt ja wenn du dir die Werte notierst und sie dir einmal anschaust.
Ansonsten sehe ich bei diesen Werten eigentlich keine Gefahr für deine Gesundheit.
Robi -
am 14.12.2017 13:50:39 | IP (Hash): 43073022
Bei einem aktuellen BMI von 22,2 würde ich bei einer mehrwöchigen Fastenkur ja derbe ins Untergewicht rutschen - das währ bestimmt auch nicht gut.
Was ist den als Nüchternwert tollerabel um Spätfolgen auszuschließen?
Ich meine solange Nüchternwerte von Ø 120 nicht "schlimm" sind kann ich damit leben.
Sollte es allerdings "notwendig" sein, den Nüchternwert bei unter 100 zu halten,
müsst ich mir doch überlegen, ob ich wieder mit Medformin anfange. -
am 14.12.2017 13:55:08 | IP (Hash): 2089457009
sorry habe ich übersehen,
Robi -
am 14.12.2017 14:50:50 | IP (Hash): 53046137
Niemand hat einen Plan davon, was nüchtern bis 120 oder 140 vielleicht über wie viele Jahre an Schaden machen können, wenn der BZ für den Rest vom Tag immer schön im unauffälligen Rahmen bleibt. Eine nennenswerte und dem BZ wirklich statistisch zuweisbare Schadenhäufigkeit gibt es erst langsam mit HBA1c über 6 und mit BZ häufiger mit Schwankungen in der Breite von 100mg/dl und mehr und einem nennenswerten Anteil von 24 Stunden über der Nierenschwelle, also über 160-180.
In Fällen mit Werten darunter wie Deinem geht es eher um das Verlangsamen bis Stoppen der fehlgesteuerten Prozessabläufe, die sich ungehindert selbst immer weiter verstärken und den BZ einfach immer höher treiben und dann zum Eindämmen des BZ zunehmend mehr Aufwand verursachen. Aber auch diese unbegrenzte Zunahme ist nicht unbedingt sicher. Wo die Betroffenen einen diagnostizierten Diabetes haben, hat sie so ungebremst stattgefunden. Aber wegen völlig fehlender Daten kann heute niemand sagen, ob nicht vielleicht bei 9 von 10 oder 99 von 100 Menschen wie Dir diese BZ antreibenden Prozesse von selbst noch unter den Diagnose-Grenzwerten mit dem Antreiben aufhören.
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