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Tricks zur Zuckersenkung

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    am 14.12.2017 17:12:41 | IP (Hash): 1706645231
    Hallo Ihr,

    folgende Tricks zur Senkung des BZ habe ich gehört und gelesen. (Hintergrund: Bin Prädiabetikerin auf Diät, eher untergewichtig, tausche mich vielerorts mit Menschen in ähnlicher Lage aus). Was haltet Ihr davon? Manches klingt skurril, aber offenbar funktioniert es für den einen oder anderen?!
    Am besten antwortet mit Nennung der Nummern:

    1. Nudeln & Co. in der Mikrowelle oder am Herd erneut aufwärmen. Soll chemische Zusammensetzung positiv verändern.

    2. Weißbrot, Nudeln, Reis und Co. nicht zu gut kauen, soll die Verdauung verlangsamen.

    3. Zimt, Berberitze, Zwiebeln etc. konsumieren - soll sich positiv auswirken

    4. Gras rauchen ohne Tabak - soll den Stresslevel senken und damit das Cortisol. Alternativ Meditation (bei wem es klappt).

    5. Vor dem Essen von KH erst einmal etwas Fettiges oder Eiweißhaltiges essen.

    6. Nüchternheit vermeiden, viele kleine Portionen essen, so dass der Magen nie total leer ist

    7. Vitamin D -Zufuhr stark erhöhen bzw. Sonne tanken :-D

    8. Magnesium-Zufuhr stark erhöhen

    9. Abführende Nahrung, Mittel oder Magnesium mit selbiger Wirkung, wenn zuviel KH aufgenommen werden.

    10. Viel Scharfes essen.


    bin gespannt auf Eure Erfahrungen!



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    am 14.12.2017 17:32:39 | IP (Hash): 53046137
    hey, veräppeln kann ich mich selber ;)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 14.12.2017 17:41:57 | IP (Hash): 1706645231
    sehr witzig.
    zu vitamin d, zwiebelextrakt und gras gibt es wissenschaftliche studien (s google), die ziMTStudien kennt ihr ja sicher. ich selber habe gerade mit scharfer ernährung gute erfahrungen gemacht! der aufwärmtipp ist von meiner diabetologin. also erst denken, dann dissen.
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    am 14.12.2017 17:59:48 | IP (Hash): 687955220
    Als ich trotz Beschwichtigungen (inklusive Lächerlichmachen durch eine Diabetikerin) die Sache selbst in die Hand genommen habe (also extrem viel messen und beobachten; wie man das systematisch macht, will ich jetzt hier nicht episch ausführen- das ist leicht zu finden und zu lernen), habe ich natürlich auch versucht einige "Tricks" anzuwenden: Rohe Zwiebeln und Chili esse ich bspw. seit Jahren praktisch täglich, ich habe Chiasamen/-gel vor dem Essen geschluckt, noch langsamer gegessen, viel Curcuma und Ingwer verwendet, schwarzen Kaffee und grünen Tee getrunken, ich bin unmittelbar nach dem Essen (1h) sehr schnell zu Fuß gegangen.
    Bloß: es hat alles nichts genutzt. Die IR ist zu stark. Sobald ich mehr als 30-35g KH pro Mahlzeit gegessen hatte, eskalierten die Werte.
    Unter Metformin passiert das nicht mehr. Natürlich achte ich jetzt trotzdem noch auf ballaststoffreiche Ernährung, Low Carb, interm. Fasten, wenig essen, Vitamin-D-Spiegel etc., aber meine jetzt normalen BZ-Werte verdanke ich Metformin.
    Du kannst nur für Dich selbst herausfinden, ob die von Dir genannten Maßnahmen helfen, Deine Werte zu verbessern. Dafür musst Du mal systematisch beobachten, ob eine Speise mit roher Zwiebel einen Unterschied oder nicht. Ich würde keine großen Erwartungen hegen.
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    am 14.12.2017 18:01:34 | IP (Hash): 53046137
    Freund Google kennt jede Menge wissenschaftliche Studien, die Dir ähnlich überzeugend die Gegenteile von Deinen Wünschen belegen. Über ZiMTSandalen hatten wir hier schon vor Jahren unseren Spaß. Einzig wirklich nachweis- und nachmessbar das Ding mit dem Abkühlen und aufwärmen. Dabei werden recht exakt 10% der enthaltenen Stärke BZ-unwirksam, also von 10 Nudeln 1 :)

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    am 14.12.2017 18:30:52 | IP (Hash): 1706645231
    meine Situation ist so, dass ich nicht bereit dazu bin, weiterhin deutlich zu diäten. ich sehe auch durch meine Diät zudem recht wenig Erfolg (was möglicherweise daran liegt, dass ich dadurch viel Stress empfinde und stetig schlechte Laune habe, sprich Cortisol dürfte hoch sein). Okay, Weißbrot kann ich offenbar morgens nicht essen und bin da auch bereit dazu, darauf zu verzichten, und wo es geht auch auf Nudeln, Pizza und Reis, Gummisüssigkeiten, zuckerhaltige Bonbons und Honig habe ich fast ganz verbannt - aber wenn es nach meiner Ärztin geht, soll ich von Vollkornbrot, Kohlsorten, Haferschleim und Rührei leben (letzteres ist für mich mit einem Kindheitstrauma verbunden, davon kotze ich augenblicklich). Sehr unCOOL.

    Meine Ärztin ist zudem nicht bereit, mir Metformin, Insulin oder sonst was zu verschreiben und besteht auf der Diät. Es ist übrigens schon die zweite Ärztin, nachdem die erste mir mein Tagesessen einfach halbiert hat (wobei ich NICHT abnehmen möchte).

    Da muss man sich also andere Strategien überlegen!



    Off-Topic: Heute habe ich nach einem Crepe mit Apfelmuss - viel ist das nicht, aber halt ziemlich KH-haltig nach 1 1/2 h später 130 gemessen. habe das Crepe auf die Hand gegessen, mich also etwas bewegt während des Futterns, jedoch nicht schnell. Meint Ihr, das dürfte ich mir öfter mal genehmigen?
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    am 14.12.2017 18:42:06 | IP (Hash): 687955220
    Im Prinzip kannst Du Dir einiges hin und wieder erlauben. Ein gelegentlicher Blutzucker von 180+ wird Dich nicht sofort töten ;-) Es gönnen sich auch Menschen gelegentlich einen Vollrausch, obwohl der Hirn- und Leberzellen schädigt. Dafür gibt es aber kein Meßgerät ;-)

    Der Ansatz des Arztes ist insofern richtig: AntiDiabetika sollten nicht dazu verführen einen schlechten Lebensstil beizubehalten/ zu entwickeln (nach dem Motto: jetzt darf ich wieder). Ich würde es abhängig machen von meinen Werten. Wenn Du wirklich häufig schlechte Nüchternwerte und schlechte postprandiale Werte hast (180+) hast, trotz normaler Ernährung, dann würde ich den Arzt wechseln und mir Metformin verschreiben lassen. Wenn Deine Störung noch nicht so weit gediehen ist und Du mittels Ernährung und Sport einigermaßen gute BZ-Werte halten kannst, dann versuche es so. Bereits 5kg Gewichtsabnahme können viel verändern.
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    am 15.12.2017 10:20:30 | IP (Hash): 1922179689
    Manches aus der Liste wird sich schon auswirken aber ist nicht so gesund.

    2) ist kauen ja ein erster Schritt der Verdauung. Ungekaut wird die Nahrung im Magen wahrscheinlich langsamer aufgenommen.
    Es ist halt nicht so toll Nahrung ungekaut zu schlucken und gesund bestimmt auch nicht.

    4) Gras rauchen, naja, wie lange soll der Effekt denn anhalten und wie will müsste man dann rauchen? Taugt nicht so für den Alltag. Weniger Stress ist aber sicher gut.

    5) Dass fettiges vor/zur Mahlzeit die Aufnahme verlangsamt ist auch bekannt.

    9) "Abführende Nahrung" klingt für mich nah an einer Essstörung.
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    am 15.12.2017 10:36:54 | IP (Hash): 1523010919
    Pelzlöffel schrieb:
    Dass fettiges vor/zur Mahlzeit die Aufnahme verlangsamt ist auch bekannt.

    Verlangsamt das nur die Aufnahme oder fällt der BZ Anstieg dadurch auch geringer aus?
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    am 15.12.2017 12:29:00 | IP (Hash): 169186595
    Kannst Du nur selbst bei Dir ausprobieren. Ich messe - sehe an der Verlaufskurve vom Libre - keinen Unterschied, ob mit oder ohne Fett, und ich hab 3 Jahre lang lchf gegessen und seit einem Jahr das Fett als Hauptenergielieferant gegen Carbs ausgetauscht, dabei also praktisch alle Kombinationsvarianten mal gegessen und im Ergebnis gesehen.

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    am 15.12.2017 13:02:56 | IP (Hash): 1922179689
    r2d2 schrieb:
    Pelzlöffel schrieb:
    Dass fettiges vor/zur Mahlzeit die Aufnahme verlangsamt ist auch bekannt.

    Verlangsamt das nur die Aufnahme oder fällt der BZ Anstieg dadurch auch geringer aus?

    Die BZ-Spitzen scheinen niedriger. Ich denke mal *weil* die Aufnahme langsamer ist.
    Mein Bolus-insulin ist ein recht langsames (Actrapid) da scheint es dann besser zu passen.
    zB Ich trinke oft Milch zu Mahlzeiten, obwohl die Milch selbst ja auch KH enthält sind die pp-Verläufe dann besser. Mit Nudeln habe ich auch viel rumprobiert, mit viel Kram dabei (Grünzeug, Fleisch, Eier,..) funktioniert es irgendwie besser als die selbe Menge Nudeln pur.

    Es wird ja auch gesagt dass bei UZ Schokolade nicht so gut ist, weil sie durch das Fett zu langsam wirkt. Das habe ich aber noch nicht probiert.
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    am 15.12.2017 17:34:21 | IP (Hash): 1369667954
    r2d2 schrieb:
    Pelzlöffel schrieb:
    Dass fettiges vor/zur Mahlzeit die Aufnahme verlangsamt ist auch bekannt.

    Verlangsamt das nur die Aufnahme oder fällt der BZ Anstieg dadurch auch geringer aus?

    Hallo r2d2,

    bei Diabetikern mit noch einer Menge Eigeninsulin bedeutet langsamer BZ-Anstieg immer auch, dass der BZ weniger hoch wird. Bei dem verlangsamten Anstieg hat dein eigenes Insulin länger Zeit, den BZ abzusenken und kann deshalb besser wirken.