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Vorstellung
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am 09.04.2018 08:50:44 | IP (Hash): 980566348
Achte auf deine Gedanken - Sie sind der Anfang deiner Taten !
Guten Tag und Hallo allen Betroffenen von Diabetes Mellitus,
mein Name ist Kay ,50 Jahre und ich bin seit September 2014 an Diabetis Typ 2 erkrankt.
Wir sicher bei den meisten von euch,kam diese Diagnose ueberraschend bei einer Routine-
Untersuchung.
Mein HbA1C - Wert betrug seinerzeit 10,6 .Eine spätere Messung bestätigte den Anfangsverdacht. Diabetes Typ 2 !
Im den darauffolgenden Monaten bzw.Jahre pegelte er sich zwischen 7,5 und 8,2 ein.Jetzt steigt er auf einmal.Lag letztens sogar bei 8,7.Mein Hausarzt meinte ,,Venenblut".Alles gut hab ich verstanden.Ich denke,so ist es aber nicht !
Meine Medikation beträgt derzeit eine halbe Metformin abends,sowie eine halbe Blutdruck-Tablette am Morgen.
Ursachen waren sicher neben mein Übergewicht ( 107 Kilo bei 1,80 m) mein übermäßiger Cola und Cappuccino-Genuss über Jahre..
Rauchen hab ich vor 10 Jahren aufgegeben und Alkohol trinkt ich gar keinen.
So weit mal zu meiner Selbsterkenntnis.
Mir hilft es leider nicht am Zuckerprogramm teilzunehmen,brav meine Untersuchungen zu absolvieren und nach Bestätigung ,dass alles gut...( noch) erstmal keine Folgeerkrankungen zu befürchten sind-ich als Belohnung am nächsten Dörnerladen meiner Esslust hingebe-,um mich hinterher zu aergern.
Ich hab Schwierigkeiten meine Sucht nach Zucker zu begreifen.
Ich möchte den Kreislauf hier durchbrechen und einen Weg finden,zufrieden mit der Krankheit alt zu werden.
Denn die Folgeerkrankungen werden kommen ! Das ist mir schon bewusst.
Das heimtückische ist ,ich merke es körperlich nicht,nur meine Psyche belastet das immer mehr und mehr,da ich weiß das ich schwer erkrankt bin.
Ein erster Schritt !?
Ich steh noch am Anfang. Glaube banal alles was mir schmeckt,ist ungesund und alles was mir nicht so schmeckt, ist akzeptabel.( mit wenigen Ausnahmen)
Ernährungstechnisch hab ich auch ueberhaupt keine Ahnung.
Würde ueber Empfehlungen froh und dankbar sein.
Was sind agemein eure Tipps,gerade am Anfang ?
Freue mich über Rückmeldungen von euch.
Grüße Kay
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am 09.04.2018 16:09:03 | IP (Hash): 991063678
Kay schrieb:
Im den darauffolgenden Monaten bzw.Jahre pegelte er sich zwischen 7,5 und 8,2 ein.Jetzt steigt er auf einmal.Lag letztens sogar bei 8,7.Mein Hausarzt meinte ,,Venenblut".Alles gut hab ich verstanden.Ich denke,so ist es aber nicht !
Hallo Kay,
willkommen bei uns im Forum, :=)
Du siehst das richtig, das "Alles gut" von deinem Hausarzt liegt voll daneben. Wenn er deinen Diabetes bei so einem schlechten HbA1c noch mit einer halben Metformin behandeln will, dann versteht er nicht viel von der Krankheit. Leider musst du am Ende für seine Fehler bezahlen, währen er bestenfalls leicht mit den Schultern zuckt.
Suche dir einen anderen Arzt oder melde dich lieber gleich bei einem Diabetologen an. Ein Ziel-HbA1c zwischen 6,5 ... 7,5% solltest du mindestens anstreben. Mit mehr bzw. stärker wirkenden Diabetesmedikamenten dürfte das zu schaffen sein. Wenn du dich dann zusätzlich noch weiter informierst und eigene Anstrengungen dazu kommen, dann sollte es möglich sein, dein restliches Leben trotz Diabetes gesund zu genießen.
Beste Grüße, Rainer -
am 10.04.2018 03:14:26 | IP (Hash): 1702160529
Hallo,
ich stimme Rainer voll zu.
Geh zum Diabetologen,und ja,viel Bewegung und KH armes Essen werden dein HbA1c -Wert verbessern .
Du musst lernen mit Diabetes zu leben und deinen treuen Freund nicht die Oberhand zu geben.In der jetzigen Zeit geht das ganz gut.Am Anfang zwar nicht gerade leicht aber mit der Zeit immer besser.
Sonne muss dabei sein! -
am 10.04.2018 16:34:01 | IP (Hash): 301620185
Hallo Kay,
wie alle anderen schon schrieben: als erstes brauchst Du einen richtigen Arzt, der Dir Metformin und andere Medikamente in adäquater Dosis verpasst.
Zum Thema Ernährung. Ich habe gottseidank noch nie Verlangen nach Süßem gehabt, kann Dir aber also disbzgl. konkret nicht helfen, aber auch ich habe natürlich "Laster", die ungünstig für meinen BZ sind. Daher lautet mein Tipp: Was für Dich "schlecht" ist, kannst Du nur herausfinden, indem Du Dich (eine Zeitlang) kontinuierlich beobachtest und mißt (1h und 2h nach dem Essen, Zusammenhang Bewegung, Stresslevel/Schlaf etc). Viele sagen, dass sei übertrieben. Aber mir hat es insofern geholfen: Lebensmittel, die mich auf 180+ katapultier(t)en WILL ich gar nicht mehr. Für mich waren die einzelnen hohen Werte sehr erschreckend (wurden von erster Diabetologin ebenfalls bagatellisiert! Musste auch ein wenig nach gutem Arzt schauen).
Du musst Dir klarmachen, dass diese Werte Deine (kleinen) Gefäße verkleben und Du damit diabetischen Folgeerkrankungen Vorschub leistest. Klar soll man nicht in Panik verfallen, aber wichtig ist es ins Handeln zu kommen. Ich wünsche Dir Alles Gute!
P.S.: Ich habe seit Oktober 2017 seit ich Metformin und Trulicity nehme 14kg verloren und habe praktisch keine BZ-Spitzen mehr! Aber natürlich ist die IR noch da und ich brauche die Medikamente wahrscheinlich "lebenslang".1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 11.04.2018 09:10:22 | IP (Hash): 1214545532
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Vielen Dank an jeden Einzelnen für eure Antworten und Anregungen.
Ich muss mich noch mit den Funktionen hier im Forum etwas vertraut machen.
Meine ehemalige Haus - Ärztin - jetzt in Rente - war noch vom alten Schlage und gab mir in puncto Ernährung überhaupt keine Empfehlungen.
Praktisch alles erlaubt,nur eben maßvoll.
Sowas hörte ich natürlich anfangs gerne als ,,Süßer",wie es im Schwesternjargon so schön heißt.
Aber gut ...
Ich hab mich hier angemeldet , um ernsthaft ein Verständnis zu Diabetis allgemein, insbesondere zu meinen Typ 2 zu erlangen ,was mir hoffentlich mittelfristig helfen wird,ein selbstverantwortliches Leben mit dieser Krankheit führen zu können.
Vielen Dank
Grüße Kay
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am 11.04.2018 10:07:15 | IP (Hash): 1284852423
Hab vor 27 Jahren auch mal ähnlich wie Du angefangen, mit HBA1c 15und. Also Diagnose einige Jahre nach dem ersten Überschreiten eines Diagnose-Grenzwertes. Und auch mir hat der Dok damals - und nicht nur einer! - erklärt, dass ich für meinen Diabetes immer mehr Medis brauchen und nach und nach immer mehr vom üblichen Sträußchen an Folgekrankheiten entwickeln würde.
NEIN, kein Dok- oder Medizin-Bashing: Bei HBA1c 7-8, also der aktuell weltweiten Empfehlung für T2, sind immer mehr an Medi-Bedarf und immer mehr an Folgekrankheiten im Laufe von 10-20 Jahren völlig normal. Wobei die Folgekrankheiten in dem Bereich noch milde an- und lange Zeit verlaufen und einfacher zu behandeln gehen als die Anleitung zum BZ im Remissionsbereich unter HBA1c 6, in dem in allen bekannten Einzelfällen deutlich weniger bis gar keine Folgekrankheiten auftreten.
Einzelfälle deswegen, weil blinde oder gar state of the art doppelt blinde Studien in dem Bereich völlig unmöglich sind.
Aber was spricht dagegen, dass Du aus Deinem Deinen Einzelfall machst? Mit Deinem Blutzucker 24/7 in den meisten von 24 Stunden im völlig gesunden Bereich? Mit so wenig wie möglich bis gar keinen Medis? Und dass Du dabei entdeckst und erfährst, dass sich ein Diabetes Typ2 nicht nur als Krankheit erleiden lässt, sondern dass der durchaus auch zum Gesundheits-Coach umzudrehen geht? Eben "Fit wie ein Diabetiker"?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 11.04.2018 19:10:29 | IP (Hash): 375048800
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,,Fit wie ein Diabetiker"
Der Gedanke gefällt mir !