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Zahlungen der KK?
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Jürgen
Rang: Gastam 03.12.2008 10:05:48
Moin Michael,
die meisten Spiegel im Organismus schwanken gesund nur in einem engen Rahmen. Einfaches Beispiel, der Blutzucker, gesund gerade mal von etwa 60 bis etwa 120 mg/dl, max um 70 bis um 140. Krank weit darüber hinaus.
Interessant ist, dass die meisten anderen Spiegel häufig wenigstens an den oberen Rand ihres gesunden Rahmens zurückkehren, wenn jemand seinen BZ systematisch und zuverlässig und mit möglichst wenig Medis in seinen gesunden Rahmen zurück führt.
Bisdann, Jürgen -
Michael
Rang: Gastam 03.12.2008 10:40:04
ich frage deswegen weil ich 2006 auch schon Trycliceride von 300 hatte...vieleicht hatte ich da auch schon Zuckerprobleme
keine ahnung
...das heißt selbst wenn ein Gesunder 100 Gramm Dextro Energen auf nüchternen Magen isst ,hat er einen BZ der nicht über 140 raus geht
kann man gar nicht glauben von Michael -
Jürgen
Rang: Gastam 03.12.2008 11:02:39
Ein wirklich gesunder Mensch wird seinen BZ unter keinen normal denkbaren Essumständen über die 140 zu treiben schaffen. Die Einschränkung mit wirklich deswegen, weil viele Ärzte und Betroffene davon ausgehen, dass jemand bis zum Reißen der viel zu hohen Diagnose-Latte gesund sei.
Auffällig hohe Triglyzeride sind schon lange vor auffälligen BZ-Werten ein guter Hinweis auf den Weg zum Typ2. Denn eine grundlegende Störung besteht darin, dass Glukose, die nicht sofort zur Energiegewinnung der Zellen verwurstet wird, nicht vorrangig als Glykogen in Muskeln und Leber gespeichert wird, sondern hauptsächlich zu Triglyzeriden umgebaut in die Fettzellen gedrückt wird. von Jürgen -
Michael
Rang: Gastam 03.12.2008 12:44:35
nicht vorrangig als Glykogen in Muskeln und Leber gespeichert wird, sondern hauptsächlich zu Triglyzeriden umgebaut in die Fettzellen gedrückt wird.
kannst du das nochmal für doofe Menschen wie mich etwas genauer erklären? von Michael -
Jürgen
Rang: Gastam 03.12.2008 19:47:45
Nie zugeben, dass Du doof sein könntest. Es könnte Dich mal jemand beim Wort nehmen ;-)
Glukose ist Zelltreibstoff. Dafür essen wir die. Aber die Zellen brauchen ja nicht immer grad dann Treibstoff, wenn wir essen. Also wird nur die Glukose als Treibstoff verbrannt, die gerade dafür benötigt wird, und der Rest wird gespeichert. Und zwar in den Muskelzellen und in der Leber in der Form von Glykogen. Das hat den Vorteil, dass die so gespeicherte Energie bei Bedarf praktisch sofort wie Glukose nutzbar ist, und den Nachteil, dass es wegen seiner Wasserbindung pro Energieeinheit viel Platz und Gewicht beansprucht. Deswegen haben halt die Sorten Menschen überlebt, die gerade schnell und weit genug vorm Säbelzahntiger weglaufen konnten, aber auch mal ein paar Wochen ohne rechte Nahrung auskommen konnten.
Für's Weglaufen brauchten die eben ausreichend Glykogen. Aber jedes bisschen zu viel davon hat auch zu schwer und zu dick gemacht. Und deswegen gibt es für die Langzeitspeicherung den Fettspeicher. Das Prinzip kennst Du schon aus der Ernährung: 1g Fett enthält mehr als doppelt so viel Energie wie 1g Zucker. Natürlich waren die damals mit den Säbelzahntigern alle schlanker, als die meisten von uns heute, denn mit den Energiereserven, die heute viele von uns mitschleppen, wären diese vielen ja bei jeder Flucht gleich auf der Strecke geblieben. Aber so satt wie wir jeden Tag zu essen gewöhnt sind, hatten unsere Vorfahren ja noch vor 100 Jahren hier nicht.
Anyway, diese Untersuchung hier http://www.pnas.org/content/104/31/12587.full hat ergeben, dass gesunde schlanke junge Leute vom gleichen Futterinput 60% mehr an Glukose in Glykogen gespeichert haben, als schlanke junge Leute (Kinder von Typ2) mit so genannter Insulinresistenz, bei denen nach dem Essen ein entsprechend erhöhter Triglyzerid-Spiegel beobachtet wurde. Woraus geschlossen wird, dass einer der Grundsteine zum Typ2 in einer Fehlfunktion in den Kraftwerken der Muskelzellen angelegt ist. Woraus man weiter schließen kann, dass es für so betroffene Menschen wie auch später für die mit auffälligem BZ hilfreich ist, den KH-Anteil am Futter-Input zu begrenzen. von Jürgen