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Lange nichts gegessen - im Anschluss hoher BZ?
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am 23.05.2018 13:37:54 | IP (Hash): 194300177
" Denn für die Umstellung auf die Fettnutzung brauchen diese meisten Zellen halt ein paar Tage Zeit, die ihnen aber vor allem bei der Entwicklung von T1 und bei unzulänglicher Insulinversorgung in den seltensten Fällen gelassen wird."
Erzähl bitte mehr von diesen seltenen Fällen in denen es funktioniert hat dass ein T1 Patient ohne Insulinversorgung weitergelebt hat weil seine Zellen in ein paar Tagen auf Fettnutzung umgestellt haben.
Bearbeitet von User am 23.05.2018 13:38:45. Grund: asdf -
Cracktros
Rang: Gastam 23.05.2018 14:01:23 | IP (Hash): 2116120788
Die Theorie, dass Insulin und Kohlehydrate des Teufels Werkzeug ist, wird überwiegend an Abnehmwillige Stoffwechselgesunde und Typ-2-Diabetiker verkauft.
Dabei werden zum Teil abenteuerliche Mythen erzählt: "Wird die Zufuhr von Kohlenhydraten verringert, wird die Fettverbrennung angekurbelt" oder, dass die "Fettverbrennung gehemmt wird"- liege am hoher Insulinspiegel. Und dann wird der Typ-1-Diabetes, mit dem ungewollten Gewichtsverlust herangezogen. Aber, weder Stoffwechselgesunde noch Typ-2-Diabetiker können die Insulinzufuhr so sehr drosseln, dass kein Insulin mehr zur Sekretion kommt. Das bedeutet, dass diese Menschen immer auch Kohlehydrate in "unwichtige Zellen",-ein blödsinniger Begriff, denn ich hier aufgeschnappt habe- zuführen.
Dann wird auch der Mythos der "Eskimos die Gesund ohne Kohlehydrate" auskommen, gebetsmühlenartig wiederholt. Hierführ werden methodisch falsch durchgeführte Studien Zitiert. Nicht erwähnt wird, das Inuit, mit traditioneller Ernährung, im Durchschnitt 10 Jahre kürzer leben als die restliche Bevölkerung einer Region. Auch nicht erwähnt werden die Hinweise auf ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko, bedingt durch diese Ernährung.
Auf lange Sicht gesehen, gibt also genügend Hinweise, dass der Verzicht von KH in der Ernährung keine vorteile bringt.
Weiterführende Links
Einr methodenkritischen Analyse aller wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Inuit und Lebenserwartung, Herz-Erkrankungen und Schlaganfall.
https://www.onlinecjc.ca/article/S0828-282X(14)00237-2/abstract
Bearbeitet von User am 23.05.2018 14:48:54. Grund: . -
am 23.05.2018 15:09:21 | IP (Hash): 598940259
Pelzlöffel schrieb:
" Denn für die Umstellung auf die Fettnutzung brauchen diese meisten Zellen halt ein paar Tage Zeit, die ihnen aber vor allem bei der Entwicklung von T1 und bei unzulänglicher Insulinversorgung in den seltensten Fällen gelassen wird."
Erzähl bitte mehr von diesen seltenen Fällen in denen es funktioniert hat dass ein T1 Patient ohne Insulinversorgung weitergelebt hat weil seine Zellen in ein paar Tagen auf Fettnutzung umgestellt haben.
Ich denke nicht, dass ich geschrieben habe, dass T1 in sehr seltenen Fällen ohne Insulin auskommen. Ich kenne keinen T1, der ohne Insulin aus Pen oder Pumpe auskommt.
Ich hatte schreiben wollen, dass ich nur von seltenen Fällen von T1 in Ketose weiß, also solchen, die sich über längere Zeit(en) ketogen ernähren. Selbstverständlich spritzen die ganz normal Basal und Bolus, allerdings erheblich weniger über den Tag, als bei energiegleicher normal glukogener Ernährung.
Bei plötzlichem Umstellen von Ernährung und Insulindosen wären allerdings Lipolyse und Ketoazidose erfolgt. Deswegen haben sie diese paar Tage der Umstellung gebraucht, in denen sie eben so völlig anders zu essen begonnen haben und bei gleichbleibendem BZ-Verlauf ihr Insulin eben dem sich ändernden Bedarf fortlaufend angepasst und so nach und nach ein gutes Stück weit reduziert haben.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 23.05.2018 16:16:39 | IP (Hash): 1351133912
@Jürgen,
die Bestimmung von Ketonen sind ein Indiz für das vorhanden sein -oder fehlen- einer Ketoazidose. Es ist aber nur ein Indiz. Zu ein mehr an Ketonkörpern (die durch einen extrem gesteigerten Fettabbau, bei fehlendem Insulin entstehen) muss noch ein niedriger ph-Wert der Blutgase gemessen werden um eine Ketoazidose zu Attestieren.
Beim Thema Typ-1-Diabetes und Ketoazidose können zwei Gruppen identifiziert werden. In der einen Gruppe befinden sich Menschen mit Typ-1-Diabetes und einer Neigung zur Ketoazidose. In der anderen Gruppe gibt es Menschen mit Typ-1-Diabetes die diese Neigung nicht zeigen.
Aber, mangelt es an Insulin kommt es zum Verlust von Gewicht- und zwar zu einem höheren Verlust, als der Mangel an Kohlehydraten vermuten lässt- und erhöhten Ketonkörpern im Blut und Urin. Es kommt also, zur eine ungewollten Ketose. Zumindest eine Zeitlang, bis auch hier die Ketoazidose einsetz.
Am häufigsten werden Ketoazidosen und Ketosen bei der Erst-Diagnose des Typ-1-Diabetes beobachtet aber, auch fieberhafte Infektionen- ohne Insulinanpassung-, Cortison gaben -ohne Insulinanpassung- und technische Probleme mit Pumpen und Pens führen oft zu Ketosen und Ketoazidosen .
Da aber Stoffwechsel-gesunde und die aller meisten Typ-2-Diabetiker über so viel Insulin verfügen, dass sie immer KH in Zellen gelangen lassen können, bleibt dieser Effekt aus.
Kurz zur Biochemie: Betrachtet werden muss der Glucosemangel im Pentosephosphat-Zyklus mit dem Folgendem Mangel an NADHP/H+, der zur Blockierung des Fettstoffwechsels führt. Zusätzlich zur extremen Steigerung der Lipolyse durch fehlendem Insulin. -
am 23.05.2018 16:40:06 | IP (Hash): 598940259
Aber mit kontinuierlicher Insulin Anpassung im Nüchtern-Zielbereich von 100-140 alles im grünen Bereich, oder?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 23.05.2018 17:46:55 | IP (Hash): 1351133912
hjt_Jürgen schrieb:
Aber mit kontinuierlicher Insulin Anpassung im Nüchtern-Zielbereich von 100-140 alles im grünen Bereich, oder?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Ich werde mich hüten jemanden einem Idealem grünen Bereich vorzuschlagen.
Für mich habe ich beschossen:
- einen möglichst niedriger HbA1C, anzustreben,
- mit möglichst wenigen oder keinen Unterzuckerungen,
-und möglichst geringen Blutzuckerschwankungen/Blutzuckerspitzen nach dem Essen.
-Dazu möchte ich auch möglichst geringe Einschränkungen im Lifestyle erleben.
Der, aus diesem Überlegungen, resultierende Zielbereich ist ein Kompromiss aus dem Wunsch möglichst nahe an Gesunden BZ-Werten zu kommen, der Möglichkeit die, die Insulintherapie und mein Stoffwechsel dazu liefert, keine Schäden aus zu hohen und zu niedrigen Werten zu erleiden, oder einseitiger oder falscher Ernährung und der psyche - nicht verbissen daran zu gehen, mit Freunden etwas teilen zu können, Teilhabe zu haben.
mit Pumpe und CGM, und der richtigen Insulindosierung, ist es mir möglich einen Nüchtern-Zielbereich, ohne Unterzuckerung und nachlassendem Unteruckerungsgefühl, von 80-100 mg/dl anzustreben. Warum sollte ich das nicht anstrengen? Ohne Pumpe war daran nicht zu denken. Ein schier unmöglich erscheinendes Unterfangen. Kein Basalinsulin konnte ein gleichmäßige Nacht - BZ -Kurve erzeugen. Nächtliches aufwachen zum Down-Phänomen Wegspritzen, oder Hypobehandlung eingeschlossen. Kein Essen, Low Carb, High Carb waren auch keine Lösung.
/Topic
Schade das sich Balth mit seiner Frage nicht mehr meldet, denn so können wir auch nichts raten.