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Prädiabetes - welches Messgerät?

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    Mitglied seit: 30.05.2018
    am 31.05.2018 00:34:12 | IP (Hash): 1411560736
    Hallo,

    ich erhoffe mir Hilfe bei der Einleitung erster Maßnahmen nach der Diagnose eines latenten Diabetes Mellitus. Dabei ist mir klar, dass ich längerfristig nicht um den Besuch beim Diabetologen und der Ernährungsberatung herum komme.

    Vorab kurz zu meiner Person: Ich bin männlich Anfang 30, hatte schon als Kind/Teenager erhöhte BZ-Werte, bin erblich vorbelastet (Typ II), wiege 96kg bei 1,79m und habe stets recht ungesund gelebt: Zu fettes Essen, zu viel Alkohol und Softdrink und zu wenig Bewegung.

    Gesundheitliche Probleme hatte ich bisher keine, kürzlich wurden aber im Rahmen einer Blinddarm-OP deutlich erhöhte BZ-Werte festgestellt. Mehrfach über den Tag gemessen lag der BZ nüchtern zwischen 130-170 mg/dl, nach dem Essen auch über 200 mg/dl. Der OP-Stress sowie hohe Entzündungswerte (CRP über 200 mg/l) können das Ergebnis beeinflusst haben, der HbA1c ist bisher nicht bestimmt worden.

    Nun möchte/muss ich meine Ernährung umstellen, wozu es im Netz ja eine Vielzahl von Anhaltspunkten gibt. Ich hoffe, dass ich in erster Linie durch Gewichtsverlust auch den BZ in den Griff bekomme. Dazu würde ich gerne meinen BZ überwachen und wüsste gerne, welche Messgeräte hierzu empfehlenswert wären bzgl. der Genauigkeit.

    Vielen Dank, sweetly
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    am 31.05.2018 07:33:17 | IP (Hash): 1345764145
    Hallo Sweetly,

    jedes Markengerät ist geeignet. Ich persönlich bin mit meinem Contour Next sehr zufrieden. Suche die Ausführung aus, die dir am besten gefällt und lass dir vom Hersteller ein Gerät kostenlos als "Testgerät"schicken. Von Billiggeräten, (also von Geräten mit billigen Teststreifen) rate ich aus eigener Erfahrung dringend ab. Mit den weit gestreuten Werten, die bei denen evntuell rauskommen, kannst du nicht viel anfangen. Die verunsichern dich nur.

    Eine gute Anleitung für dein Vorhaben findest du hier:
    http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf

    Ich würde dir allerdings empfehlen, zum Arzt zu gehen und das HbA1c bestimmen zu lassen. Wenn du nach der OP 3 Monate abwartest, dann beeinflusst sie den Wert nicht mehr. Allerdings würde ich es auch nicht schlimm finden, wenn du nur durch den Einfluss der höheren Werte bei der OP als Diabetiker diagnostiziert wirst. Du hättest den Vorteil der regelmäßigen Überwachung, Nachteile sehe ich nicht.

    Viel Erfolg, Rainer

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    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
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    am 31.05.2018 07:52:27 | IP (Hash): 101415037
    Aus ner ganz einfachen eigenen Erfahrung rate ich zu Abbott Precision, weil da nämlich die Teststreifen einzeln luftdicht verpackt sind. Kein Vorteil, wenn Du son Döschen nach dem ersten Öffnen immer zügig verbrauchst. Aber wenn Du nach einigen Wochen nut immer praktisch die selben guten Werte misst, macht ja Sinn, die Tests auf ne Stichprobe alle paar Tage zu verringern. Denn wär ja dumm, wenn mal ne Stichprobe aus dem erwarteten Rahmen fällt und Du dann das vielleicht noch halbvolle Döschen wegschmeißt und ein neues anfängst, weil ja sein kann, dass die Streifen im alten schon verdorben waren und nicht mehr richtig anzeigten.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 31.05.2018 08:52:24 | IP (Hash): 1345764145
    hjt_Jürgen schrieb:
    ..., weil da nämlich die Teststreifen einzeln luftdicht verpackt sind... Denn wär ja dumm, wenn mal ne Stichprobe aus dem erwarteten Rahmen fällt und Du dann das vielleicht noch halbvolle Döschen wegschmeißt.

    Ich gehöre zu den Wenigmessern, deshalb kann ich dazu meine Erfahrung einbringen:
    So schnell verderben die Streifen (zumindest bei Contour XT) nicht, wenn man die Dose immer wieder gut verschließt. Über die 3 Monate, die eine Dose gewöhnlich bei mir hält, habe ich noch nie Qualitätseinbußen festgestellen können. Auch die Überschreitung des MHD, die in einigen Fällen ganz erheblich war, hat keine Nachteile ergeben. Nur aus diesem Grund würde ich nicht auf die einzeln verpackten Streifen zurückgreifen, die man bei jeder Nutzung erst mühsam auspacken muss.
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    am 31.05.2018 09:54:07 | IP (Hash): 101415037
    Super, wenn auch die Döschen lange halten. Zum Umständlichen Auspacken hier mal ein kleines Video, https://www.youtube.com/watch?v=gGJpoka0mJA das nur einen Haken hat: Ich nehme den Streifen nach dem Öffnen der Verpackung gar nicht erst raus, sondern schiebe das dann freigelegte Ende direkt in das Testgerät.

    Also genau 3 einfache kleine Handgriffe: 1. Streifen vom 5er-Pack abziehen und 2. Streifenverpackung nach unten aufziehen und 3. mit dem freigelegten Ende in das Testgerät schieben. Sorry, aber einfacher als aus jedem Döschen ;)

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    am 31.05.2018 15:41:39 | IP (Hash): 11675838
    Es geht eigentlich jedes Gerät, es sollte nur irgendwo draufstehen "entspricht der DIN Norm 15197:2015" welche ua die Genauigkeit festlegt.

    Es gibt manchmal im Supermarkt BZ-Messgeräte und ich glaube da erfüllen nicht alle Geräte die Vorgaben. Teilweise waren sie wohl richtig schlecht oder es gab Rückrufaktionen. (Beispiel: https://www.focus.de/finanzen/videos/schwere-vorwuerfe-aldi-soll-gefaehrliche-blutmessgeraete-verkauft-haben_id_5623068.html )

    Ich denke alle Geräte die man in Diabetiker-Läden kaufen kann erfüllen die Norm, glaube schon alleine weil es die Krankenkassen sonst nicht zahlen?
    Denke von dieser Liste sollte alles taugen: https://www.diabsite.de/geraete/bz-messgeraete/index.html (kann sein dass die Liste nicht ganz aktuell ist)

    Ansonsten nehmen sich die Geräte alle nicht viel. Beim "accu-check Aviva Connect" ist vielleicht noch ein Vorteil dass man die gemessenen Werte am PC betrachten kann ohne irgendwelche extra Software zu installieren. Das ist soweit ich weiss das einzige Gerät wo das so einfach geht.
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    am 01.06.2018 21:15:26 | IP (Hash): 676048226
    Danke für eure Antworten. Ich habe mir jetzt das Contour Next zugelegt und werde ab nächster Woche regelmäßig messen. Da gerade am Anfang recht häufig gemessen werden soll (1x morgens sowie 2x nach jeder Mahlzeit), werden die Teststreifen recht schnell weggehen und nicht alt werden.

    Ich hätte noch ein paar Zusatzfragen zum Stechen. Desinfiziert ihr die Fingerkuppe vor jedem Stich und falls ja, womit macht ihr das? Wechselt ihr den Finger für jede Messung oder bietet sich ein Finger besonders an? Oder stecht ihr gar ganz woanders und garnicht in die Fingerkuppen? Bei mind. 5 Messungen am Tag wird man ja recht bald wieder die gleiche Stelle hernehmen müssen...

    Danke und mfG, sweetly
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 01.06.2018 21:33:34 | IP (Hash): 1215484617
    Hallo Sweetly,

    vor dem CGM, also lange, lange her, gehörte ich zu den vielmessern mit ca 12 Messungen am Tag. Eine Desinfektion der Finger ist nicht nötig da du nicht in Bereichen, wie Krankenhäuser oder Arztpraxen, mist an denen , auch resistente, Krankheitskeime in großen Mengen vorkommen . Außerdem können Desinfektionsmittel und deren Zusätze, die an den Fingern kleben bleiben könnten die Werte verfälschen. Es reicht aus wenn die Hände gewaschen werden und hinterher getrocknet werden. Wichtig dabei ist, dass die Seife gründlich abgespült werden muss. Ausserdem ist es vorteilhaft, zur Blutgewinnung, wenn man das Händewaschen und -trocknen wie eine Massage betreibt.
    Bearbeitet von User am 01.06.2018 22:19:47. Grund: -
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 02.06.2018 07:38:15 | IP (Hash): 500556722
    sweetly schrieb:
    Ich hätte noch ein paar Zusatzfragen zum Stechen. Desinfiziert ihr die Fingerkuppe vor jedem Stich und falls ja, womit macht ihr das? Wechselt ihr den Finger für jede Messung oder bietet sich ein Finger besonders an?

    Ich müsste meine Finger nach dem Waschen sehr lange und sorgfältig abtrocknen, damit nicht zu viel Feuchtigkeit hängen bleibt. Das ist mir zu aufwändig, deshalb nehme ich die andere Methode. Ich wische den ersten Blutstropfen ab und reinige damit gleichzeitig die Umgebung der Pieksstelle. Zum Messen nehme ich dann den zweiten Tropfen. Das geht auch ganz gut und führt bei mir nicht zu Verfälschungen.

    Du weißt bestimmt, dass du nicht vorne in die Fingerkuppe pieksen sollst. Vorne laufen viele Nervenenden zusammen, deshalb ist es dort schmerzhafter als seitlich. Ich habe am Anfang auch viel gemessen, so wie du es vor hast. Ich habe eine bevorzugte Fingerkuppe, deshalb erfolgt der Wechsel in der Hauptsache dadurch, dass nicht genau die gleiche Stelle dran kommt. Ich brauche auch die Lanzetten nicht häufig zu wechseln. Aber jeder hat andere Finger - bei empfindlichen Fingern musst du mehr Aufmerksamkeit verwenden.

    Alles Gute, Rainer
    Bearbeitet von User am 02.06.2018 07:41:10. Grund: .
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