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Emily
Rang: Gastam 20.11.2008 14:24:34
Hallo,
ich bin´s mal wieder. Bei mir hat sich nicht viel geändert, wollte euch mal was berichten. Meine Eltern, beide knapp über 70 haben einen Prädiabetes wie ich auch. Bei beiden ist er nur mäßig ausgeprägt.
Mutti HbA1c 6,0%
nüchtern 86mg
1 St. 187mg
2St. 154mg
Vati HbA1c 6,2%
nüchtern 96mg
1St. 199mg
2St. 109mg
Ich HbA1c 5,6%
nüchtern 93mg
1St. 225mg
2St. 197mg
Meine Eltern bewegen sich nicht gerne, ich dafür umso mehr. Ich gehe immer noch nach jedem Essen gleich mit meinem Hund spazieren.
Scheint es also doch sowas von wichtig zu sein das man sich ausreichend bewegt. Wer weis wie mein HbA1c aussehen würde, wenn ich nicht so viel laufen würde.
So jetzt nochwas anderes. Habe Pipi Streifen gekauft und immer mal getestet. Da gibt es Tage da verfärbt es sich immer etwas, dann wieder nicht. Auch morgens, obwohl der BZ Abends immer unter 100mg ist. Komisch. Habt ihr ne Ahnung was es da für Einflüsse gibt, warum es minimal anzeigt?
Wenn ich mal nicht gleich losrennen kann nach dem Essen steigt er auch über 140mg nach 45 Min, immer, manchmal auch mehr. Meine Diab. hat gesagt einmal in der Woche ist es erlaubt, wenn er so hoch ansteigt ( 200-300mg) Ist aber äußerst selten. Was meint ihr dazu? Schlagt ihr auch mal so hoch über die Stränge?
Gruß Emily -
thomas2002
Rang: Gastam 20.11.2008 16:43:03
für mich währen eure werte horrorwerte.
als ich nur metformin einnahm, schob ich ab 120 panik, unter insulin schaffe ich es mit etwas disziplin selten über 120-140.
sage doch bitte eurem arzt, das er euch metformin oder actos verschreiben soll. byetta währe genauso wirksam, ist jedoch erheblich teurer. und die maximaldosis währe es für keinen von euch.
begründung: euer jahrgang hätte kein probleme mehr 90+- zu werden, und die folgeerkrankungen währen auch nicht ohne.
ein hba1c um 5,x ist machbar. von thomas2002 -
Rainer
Rang: Gastam 21.11.2008 11:13:21
Hallo Emely,
verabschiede dich schnell von dem Gedanken, dass du nur Prädiabetes hast. Das ist ein richtiger ausgewachsener Diabetes. Die 3 mg/dl überschreitest du bei der nächsten Messung spielend, womit du dann den willkürlich (viel zu hoch) festgesetzten Grenzwert erreichst. Fordere von deinem Arzt unbedingt, dich ordentlich gegen Diabetes zu behandeln. Dein HbA1c-Wert zeigt ja, dass du mit deinem Diabetes recht gut umgehst. Das Bewegen nach dem Essen macht auf jeden Fall viel Sinn.
Die Aussage von deinem Arzt, dass der BZ ruhig mal bis auf 300 gehen kann, halte ich für abenteuerlich. Der hohe BZ wirkt toxisch auf die Beta-Zellen der BSD und das vermutlich schon ab 140. Jedes mal, wenn du deinem BZ einen Ausflug über 200 erlaubst, vergiftest du damit ein paar Beta-Zellen mehr und verschärfst den Diabetes. Bei deinem oGTT kannst du ja sehen, dass der BZ dann auch ein paar Stunden sehr hoch bleibt und seine zerstörende Wirkung gut entfalten kann.
Deshalb solltest du versuchen, immer unter 140 zu bleiben. Und wenn du in Ausnahmefällen höhere Werte zulässt, dann würde ich 160-180 als absolutes Maximum betrachten. Zur Zeit dürfte es für dich noch relativ einfach sein, das mit Bewegung, KH-Reduzierung und Medikamenten zu erreichen. Das ganze bekommst du natürlich mit Urin-Teststreifen nicht hin. Damit kannst du nur etwas sehen, wenn der BZ eine Weile über 180 liegt. Du musst dir ein Messgerät und Teststreifen besorgen. Das Gerät kannst du eventuell kostenlos bekommen, die teuren Streifen leider nicht. Die Chancen, dass dein Doc dir welche verschreibt, sind gering, aber versuchen kannst du es ja mal.
Ob du diese enge Grenze einhalten willst oder lieber die bequemere Möglichkeit nutzt, deinen BZ auch mal höher fliegen zu lassen, musst du für dich allein entscheiden. Aber bedenke, wenn dein Doc sich irrt, dann zuckt er nur mit den Schultern und beruft sich auf den unzureichenden Stand der Wissenschaft. Mit den schlimmen diabetischen Folgekrankheiten musst du dann leben. Wenn du dich an die 140 hältst und sich nach Jahren herausstellt, dass 160 auch gereicht hätten, dann hast du zwar etwas zuviel Aufwand betrieben, aber du bist noch vollkommen gesund. Eigentlich ist das eine ganz leichte Entscheidung - oder?
Alles Gute, Rainer
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Emily
Rang: Gastam 21.11.2008 16:13:33
Hallo,
Thomas, für meinen Arzt kam es überhaupt nicht in Frage Medis zu verschreiben da mein HbA1c noch gut ist und ich so schlank bin und bei meinen Eltern hat der Arzt nur gesagt sie sollen abnehmen, was sie auch gemacht haben und noch weiter versuchen.
Rainer, ja die Aussage meines Arztes hat mich auch fast umgehauen, aber wie gesagt es ist auch seit dem nicht mehr passiert das er so aussgerissen ist. Übrigens ich überwache meinen BZ mit Betacheck das geht so einigermaßen. Gerät hab ich, muß mal meinen HA fragen ob er mir Teststreifen verschreibt, macht er manchmal. Termin bei Diadoc hab ich erst wieder im Februar.
Emily -
Rainer
Rang: Gastam 21.11.2008 17:31:27
Hallo Emily,
dann ist ja alles bestens. Wenn du es schaffst, den BZ meist unter 140 zu halten, dann könnte sich der 2h-Wert mit der Zeit sogar verbessern. Der Nachteil ist, dass dein Doc den Diabetes dann gar nicht mehr ernst nimmt - das kann frustrierend sein. Der Vorteil ist aber, dass du gesund und ohne diabetische Probleme leben kannst. von Rainer -
thomas2002
Rang: Gastam 21.11.2008 20:08:07
hallo emily,
wechsle den arzt. bist du bei einem diadoc? hausärzte sind gut im erkennen, sind jedoch keine fachärzte. die wirkungen der folgekrankheiten haben nichts mit deinem gewicht zu tun, sondern mit genen und bz - spiegel und blutdruck. das argument ist halt die höhen der bz-spitzen und das ständige jojo. der höchste bz-punkt ist bei einem gesunden idr nach 45 min
es ist _dein_ körper. von thomas2002 -
Emily
Rang: Gastam 23.11.2008 12:48:07
Hallo Rainer und Thomas,
Danke für eure Antworten, ja mit dem Essen das ist gar nicht so einfach. Will ich satt werden muß ich mehr essen, also steigt der BZ zu hoch, will ich das er unter dem Limit bleibt darf ich nur wenig essen und werde nicht satt bzw. sättige mich mit Fleisch ect. oder Käse ist es wieder nicht gut für die Nieren. Naja solange ich immer nach dem Essen spazieren gehe mach ichs ja richtig.
Emily -
klaus nachtr.
Rang: Gastam 23.11.2008 13:27:19
komischer arzt, als wenn schlanke keinen dm bekommen würden, der hba1c dient nicht zur diagnose.
und daß man von fleisch und käse nierenprobleme bekommt, ist doch seit jahren als märchen bekannt.
folgeerkrankungen bekommt man nicht vom behandelten dm sondern vom unbehandelten. -
Emily
Rang: Gastam 23.11.2008 14:11:25
Hallo Anonym,
"komischer arzt, als wenn schlanke keinen dm bekommen würden, der hba1c dient nicht zur diagnose."
Genau, ganz meine Meinung, nicht das ich so erpischt auf Medis wäre, aber eine geringe Dosis wäre nicht schlecht, müsste ich nicht immer sofort nach dem Essen bei Wind und Wetter losrasen um meinen HbAc1 zu halten.
Aber alle Diadocs ( ist Gemeinschaftspraxis, als meiner nicht da war, war ich bei Vertretung) sind der gleichen Meinung. Bei BMI von 18 und einem HbA1c von 5,6% brauche ich keine Medis. Ist aber anstrengend das zu halten.
Emily
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thomas2002
Rang: Gastam 23.11.2008 18:57:47
wenn die so erpicht auf den hba1c schauen, lege denen einen anständigen hin.
verlange aber vorher von denen einen oggt.
bedenke, daß durch die neue gesundheits"reform" einiges auf die dr.es zukommt, was im augenblick noch keiner so richtig überblickt. kein wunder, daß die ihre kosten erstmal niedrig halten wollen. meine exdiadocteuse wurde auch erst nach einem eilfax des labors aktiv. sie ist nach einem streit - sie hat auch noch laut vorgelesen, daß sie mich als uneinsichtig eintragen würde - geschichte. wir haben in der bundesrepublik vertragsfreiheit. von thomas2002