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Unsicher bezüglich Blutzuckerwerten
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am 25.09.2018 11:58:42 | IP (Hash): 400676720
hjt_Jürgen schrieb:
Und den BZ bei voll entwickeltem Diabetes 24/7 ordentlich bis gesund steuern ist keine Hexerei, sondern mit der Gewöhnung daran eine eher leichtere Übung. In meinen Augen eine leichte und leicht ausgleichbare Behinderung. Jeder appe Arm und jedes lahme Bein behindert um Welten mehr.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Sehr schön gesagt, Jürgen.
Ich pflege zurzeit zu sagen: Ich lebe jetzt so, wie es auch jeder (Noch-)Nicht-Diabetiker tun sollte!
Seit 23 Jahren leide ich an einer Muskelatrophie und meine Tochter erkrankte mit 22 Jahren an Krebs.
Im Vergleich zur Muskelatrophie sollte mich der Diabetes wie behindern? Ich habe keinen Grund über den Diabetes zu klagen und sage trotz allem: das Leben ist schön.
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
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Zolletta
Rang: Gastam 25.09.2018 14:33:44 | IP (Hash): 526563806
Hallo Michaela,
das mit Deinem Freund tut mir sehr leid, dazu mein herzliches Beileid.
Wenn man es natürlich so philosphisch sieht, ja, dann könnte man alles immer bekommen. Man könnte aber auch mal verschont bleiben. Die Liste meiner Krankheiten und Einschränkungen ist bereits sehr lang, einschließlich Unfruchtbarkeit und seit über 10 Jahre quälendem Tinnitus, ich finde es schon verständlich, dass man da irgendwann mal sagt: Nicht auch das noch!
Ich freue mich wirklich für Euch, wenn Ihr mit all den Einschränkungen so gut klar kommt - wobei ich eben nicht wissen kann, ob es so viele sind wie bei mir. Für mich bedeutet, wie ich schon schrieb, der weitgehende Verzicht auf Süßigkeiten den Verzicht auf eine der wenigen Freuden, die mir noch geblieben sind. Klingt dramatisch und traurig, ist aber tatsächlich so.
Wie es aussieht, habe ich nun wohl die Wahl, noch einige Jahre ein bisschen Freude an den Genüssen des Lebens zu haben und dann am Insulin zu hängen (oder auch nicht, so genau weiß das ja offensichtlich niemand) oder ein Leben zu führen, in dem ich nur noch verzweifelt bin, weil ich mich zu allem anderen auch noch ernährungstechnisch einschränken muss. -
Zolletta
Rang: Gastam 25.09.2018 15:09:57 | IP (Hash): 526563806
Ach ja, was ich noch zur Sache beitragen wollte: Der HbA1c wird durchaus noch zum Ausschluss von Diabetes verwendet, zmindest in Verbindung mit der Nüchternglucose. Das hat meine Hausärztin so gehandhabt und die Diabetologin hätte es auch so gemacht, hätte ich nicht von der Sache mit dem ohnehin utopischen Kinderwunsch erzählt. Diabetes hab ich ja auch nicht. Aber ich hätte trotzdem ein "normal" erwartet und ein "Haken drunter" erhofft, jetzt kann ich mich halt wieder mit etwas auseinandersetzen. -
am 25.09.2018 21:15:32 | IP (Hash): 183638859
Zolletta schrieb:
Ich freue mich wirklich für Euch, wenn Ihr mit all den Einschränkungen so gut klar kommt - wobei ich eben nicht wissen kann, ob es so viele sind wie bei mir. Für mich bedeutet, wie ich schon schrieb, der weitgehende Verzicht auf Süßigkeiten den Verzicht auf eine der wenigen Freuden, die mir noch geblieben sind. Klingt dramatisch und traurig, ist aber tatsächlich so.
Hallo Zolletta,
Siehst Du, genau das unterscheidet uns: es interessiert mich einen Scheiß, wer von uns mehr Probleme hat. Ich muss mit meinen eigenen klarkommen. Niemand hat uns je ein bequemes Leben versprochen.
Wenn der Verzicht auf Süßigkeiten für Dich so schlimm ist, dann solltest Du dringend etwas in Deinem Leben ändern. Think positive! Weisst Du, was sich selbst erfüllende Prophezeiungen sind?
Such Dir ein zeitraubendes Hobby, welches Dir Freude macht! Geh' nochmal zur Schule!
Mein Körper lässt mehr und mehr nach - dieses Jahr werde ich mit 55 Jahren das Level 3 in Chinesischer Sprache absolvieren. In Wort und Schrift. Dabei hatte ich noch keinen einzigen Tag einen Lehrer. Insgesamt gibt es 6 Level. Verstehst Du, worauf ich hinaus will? Es nützt nix, wenn ich jetzt hadere weil ich keinen Marathon mehr laufen kann - ich habe mir also etwas meinen Fähigkeiten angepasstes gesucht und festgestellt, dass die kleinen grauen Zellen noch ganz gut unterwegs sind.
Ich wünsche Dir viel Erfolg weiterhin.
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 28.09.2018 19:09:08 | IP (Hash): 1399646975
Zolletta schrieb:
Ich hatte ja gesagt, dass ich mich noch einmal melde, wenn ich den Toleranztest gemacht habe. Das war heute der Fall. Tja, was soll ich sagen - leider, wie ich schon befürchtet hatte - alles andere als zufriedenstellend, wenn man so will sind alle Werte aus der Norm.
101 nüchtern, 172 nach 1ST, 159 (!) nach zwei Stunden.
Also habe ich zu allen anderen Problemen, und das sind leider nicht wenige, auch noch eine ausgewachsene Glucosetoleranzstörung und vermutlich dann bald zusätzlich Diabetes.
Außerdem habe ich feststellen dürfen, dass mein Messgerät Mist misst, nämlich viel zu niedrig. Laut meinem Messgerät hatte ich nüchtern nämlich 90, nach einer Stunde 162 und nach 2 Stunden 139, also wäre alles soweit einigermaßen in der Norm gewesen.
Meinen tollen HbA1c von 5, der zuletzt gemessen wurde und meine Nüchternglucose von 92 kann ich mir also in die Haare schmieren.
Die anderen Werte kommen noch, wer weiß, vielleicht kann ich mich am Ende doch noch an einem beginnenden Typ 1 oder irgendwas anderem tollen erfreuen.
Ich muss das erstmal verdauen ... ich bin irgendwie sprachlos, wie man immer so in die Scheiße langen kann. Ja, ich weiß, nun wird man mir wieder sagen, das ist harmlos gegenüber den Diabetikern, aber ich betrachte die GesaMTSchau meines Lebens, die Bilanz und die ist zum k...
Hallo Zolletta,
mit deinen oGTT-Werten bist du im Prädiabetesbereich.
Was eigentlich nur heißt: Auf Ernährung achten und nicht alles mögliche zwischendurch, sondern überlegt (+ regelmäßige Bewegung).
Ist eigentlich gar nix neues - soll jeder Mensch - eigentlich, zur Vorsorge, auch zu allem anderen wie Risiko zu Herzkreislauferkrankungen.
Das Einzelmessen per (doch gar nicht so ungenauen) Messgerät (in % umgerechnet) kannst du m. E. einsparen, mit jährlicher Bestimmung des HbA1c-Wertes.
Der sagt über die Verzuckerung der roten Blutkörperchen aus, wie sich erhöhte Blutzuckerwerte wirklich im Organismus zeigen, erst bei mehreren Stunden hoher Zucker ist die Verbindung irreversibel.
Du kannst davon ausgehen, daß eine Vielzahl von biochemischen Vorgängen im Körper stattfinden, die für ein Gleichgewicht sorgen.
Das gilt m. E. auch für anderes wie Erinnerung.
Das Gehirn schmeißt so manche schmerzhafte Erfahrung in den Müll oder vergräbt diese ganz tief irgendwo hin, wo die auch bleiben sollen.
'Ausgraben mit Wiederkauen' in allen Einzelheiten finde ich lt. eigener Erfahrungen nicht zielführend.
Erfahrung ja, nicht mehr und nicht weniger, dann aber auch gut.
Wie handele ich jetzt und in Zukunft ist wichtiger.
Du hast bestimmt vieles erreicht, worauf du stolz sein kannst, ohne auf frühe Wünsche zurückzufallen.
Als Laie meine ich, daß weder Diabetes 1 noch 2 droht.
Für 2 nicht typisch (siehe Körpergewicht), BZ-Werte o.k..
Für späten 1er (LADA) wäre jetzt so die Altersgrenze - größer 35, dafür bei dir keine Anzeichen.
Mich selber hat es per LADA mit 40 erwischt, vollkommen unerwartet mit 2er familiärem Hintergrund eher so in Jahrzehnten erwartet.
Blutzucker größer 400 mit HbA1c größer 8, da braucht's keinen oGTT mehr.
Zolletta schrieb:
Wie es aussieht, habe ich nun wohl die Wahl, noch einige Jahre ein bisschen Freude an den Genüssen des Lebens zu haben und dann am Insulin zu hängen (oder auch nicht, so genau weiß das ja offensichtlich niemand) oder ein Leben zu führen, in dem ich nur noch verzweifelt bin, weil ich mich zu allem anderen auch noch ernährungstechnisch einschränken muss.
Mit Insulin ab ersten Diabetologen-Termin ist die Ernährung bei mir viel weniger eingeschränkt, als du meinst.
Gibt da kaum Verbotenes (fl. Zuckergetränke und tütenweise Gummizeugs), normale Ernährung ist kaum eingeschränkt (muss halt was rechnen IE/BE).
Meine selbst gemessenen Einzelwerte bewegen sich zwischen 30 - 300.
Schimpfe bekomme ich vom Arzt wegen der zu niedrigen Werte, nicht zu hohen.
Im Gegenteil - soll höhere Werte (größer 200) tolerieren, um wieder Unterzuckerungsgrenze zu spüren.
Überschreitung der Nierenschwelle (180 mg/dl) ist nicht so schlimm.
Denke stimmt, da trotz der großen Schwankungen bei mir keinerlei sogen. Folgeerkrankungen (Augen, Nerven, Nieren) vorhanden sind.
Und mit Insulinunterstützung sind mehr Lebensmittel erlaubt, als Präsis sich verbieten.
Aktuelle Diabetesbehandlung richtet sich an Lebensumständen, nicht umgekehrt - wie früher (Essen nach Gehalt, Uhr (gesehen bei Großeltern)).
Wie gesagt, dafür gibt es bei dir keine Anzeichen - abhaken, WVL in einem Jahr (wenn überhaupt).
Gruß Elfe
@skytower
Tut mir sehr leid - Muskelatrophie.
Und trotzdem schwingst du dich täglich auf's Fahrrad wg. Blutzucker/-fettWerten.
Habe mir deinen Beitrag vom 1.9. ausgedruckt und hängt an Pinwand als Vorbild :-)
Bearbeitet von User am 28.09.2018 19:17:19. Grund: Korrektur Wortergänzung -
Zolletta
Rang: Gastam 29.09.2018 16:57:34 | IP (Hash): 987275650
Hallo Elfe,
ja, Prädiabetes, so sieht es wohl aus, auch wenn die Ärztin es nicht so nennen wollte und selbst ziemlich ratlos war, weil es bei mir eben keinen einzigen "Risikofaktor" gab. Im Gegensatz zu Dir erwarte ich allerdings einen Umschwung zum Diabetes, denn es wäre zu untypisch für mich, wenn mir das erspart bliebe.
Und nein, leider habe ich nichts erreicht, auf das ich stolz sein könnte, ich war mein ganzes Leben immer nur Zuschauerin beim Glück der anderen.
Aktuell hatte ich wieder einen positiven Schwangerschaftstest und wieder entwickelt es nicht nicht weiter. Das ist nun die 9. (!) nicht intakte Schwangerschaft in Folge. Ich frage mich wirklich sehr oft, was ich getan habe, um so viel erdulden zu müssen und ganz am Ende dann doch ohne Baby dazustehen. Aber darauf werde ich, wie auf alles andere, keine Antwort finden.
Trauriger Gruß! -
Elfe
Rang: Gastam 29.09.2018 19:49:43 | IP (Hash): 1500459287
Hallo Zolletta,
natürlich hast du was erreicht: Eher in einem Nebensatz hast du berichtet, daß du promoviert (Dr.) hast.
Dazu gehört eine ganze Menge an Fachwissen, Durchhaltevermögen u.a.m.
Du hast dich viel zu sehr auf ein eigenes Kind fixiert, dem du alles geben möchtest, was du selbst nicht hattest ? (Auch darüber hast du ansatzweise berichtet.)
Ein eigenes Kind scheint dir - von der Natur - nicht gegeben zu sein.
Wie wäre es, wenn du dich mal damit beschäftigst, einem Pflegekind ein Zuhause zu geben ?
Diese Kinder sind schon geboren und brauchen Hilfe.
Sehr herausfordernd für Pflegeeltern, ev. zeitlich begrenzt, aber dennoch eine Möglichkeit, deine Kinderliebe praktisch umzusetzen.
In meiner Stadt werden Pflegepersonen dringend gesucht, für Kinder, die aus ihren Familien herausgenommen werden mussten.
Gruß Elfe
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Zolletta
Rang: Gastam 30.09.2018 08:08:50 | IP (Hash): 987275652
Liebe Elfe,
boah, das saß. Lass mich raten: Du hast natürlich eigene Kinder und auch nie ein Problem, welche zu bekommen?! Oder Du wolltest keine, aber ersteres scheint mir wahrscheinlicher, denn solche Frauen sind es vornehmlich, die anderen schreiben: "Ein eigenes Kind scheint Dir nicht gegeben zu sein." Vielen Dank.
Und dann immer der tolle Ratschlag von wegen Pflegekindschaft. Ich will kein Kind aus einer problematischen Familie, auf das ich mich einlasse und das mir dann wieder von seinen "echten" Eltern genommen wird. Was ist das denn dann bitte für ein Schmerz? Das macht mich ja vollends kaputt.
Ja, ich will das, was jede Durchschnittsfrau sich wünscht und auch ganz selbstverständlich bekommt, während ich mich seit zig Jahren und mit nunmehr 9 Abgängen rumquäle. Das wird so nebenbei zur Kenntnis genommen, bin ja nur ich. Solange man selbst das Problem nicht hat ...
Ich werde nun noch mein letztes Geld für die letzte künstliche Befruchtung ausgeben und wenn das wieder nicht klappt, ist für mich de facto alles vorbei.
Noch zum Thema Promotion: Damit habe ich mich auch nur rumgequält, fünf Jahre lang, in der Hoffnung, damit einen einigermaßen guten Job zu bekommen. Auch das hat nicht geklappt, ich bin beruflich totunglücklich, schlecht bezahlt und jede Bewerbung, die ich schreibe, wird abgelehnt.
Ach ja, und nebenbei habe ich noch zig gesundheitliche Probleme, unter anderen ganz neu dazugekommen: Prädiabetes. Tolles Leben, echt.
Gruß, Zoletta -
am 30.09.2018 09:47:15 | IP (Hash): 885002328
Zolletta schrieb:
Liebe Elfe,
boah, das saß. Lass mich raten: Du hast natürlich eigene Kinder und auch nie ein Problem, welche zu bekommen?! Oder Du wolltest keine, aber ersteres scheint mir wahrscheinlicher, denn solche Frauen sind es vornehmlich, die anderen schreiben: "Ein eigenes Kind scheint Dir nicht gegeben zu sein." Vielen Dank.
Und dann immer der tolle Ratschlag von wegen Pflegekindschaft. Ich will kein Kind aus einer problematischen Familie, auf das ich mich einlasse und das mir dann wieder von seinen "echten" Eltern genommen wird. Was ist das denn dann bitte für ein Schmerz? Das macht mich ja vollends kaputt.
Ja, ich will das, was jede Durchschnittsfrau sich wünscht und auch ganz selbstverständlich bekommt, während ich mich seit zig Jahren und mit nunmehr 9 Abgängen rumquäle. Das wird so nebenbei zur Kenntnis genommen, bin ja nur ich. Solange man selbst das Problem nicht hat ...
Ich werde nun noch mein letztes Geld für die letzte künstliche Befruchtung ausgeben und wenn das wieder nicht klappt, ist für mich de facto alles vorbei.
Noch zum Thema Promotion: Damit habe ich mich auch nur rumgequält, fünf Jahre lang, in der Hoffnung, damit einen einigermaßen guten Job zu bekommen. Auch das hat nicht geklappt, ich bin beruflich totunglücklich, schlecht bezahlt und jede Bewerbung, die ich schreibe, wird abgelehnt.
Ach ja, und nebenbei habe ich noch zig gesundheitliche Probleme, unter anderen ganz neu dazugekommen: Prädiabetes. Tolles Leben, echt.
Gruß, Zoletta
Ganz hart, aber ich kann einfach nicht anders:
Nichts disqualifiziert so eindeutig als Mutter, wie Dein zitierter Beitrag. Deine Biologie scheint dem bisher nur vorbeugende Rechnung getragen zu haben.
Mal Hand auf’s Herz:
+Wie könnte DEIN Kind überhaupt je SEIN eigenes Leben entwickeln und leben?
+Welche sozialen Entwicklungschancen würdest Du Deinem Kind mit Deiner Einstellung vermitteln, nach der Gott und die Welt IMMER nur gegen Dich sind und Dir jede positive Alternative von vornherein verbauen?
+Welche Chancen hätte Dein Kind, mit einer generell erwartungsvollen optimistischen Grundeinstellung in SEIN eigenes Leben hinein und in seine Welt hinaus zu wachsen?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Zolletta
Rang: Gastam 30.09.2018 10:24:20 | IP (Hash): 381153059
Diese antwort ist eine derartige frechheit, dass mir echt die luft wegbleibt und mir nichts anderes mehr einfällt, als meinen account hier löschen Zu lassen. Ich erinnere mich nicht daran, in irgendeiner weise zu dir auch nur unfreundlich gewesen zu sein, schreibst selbst von deinen enkeln und haust jemandem wie mir so was An den kopf.
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Zolletta
Rang: Gastam 30.09.2018 18:07:18 | IP (Hash): 1898404851
Eins möchte ich noch sagen, ehe mein Account hier hoffentlich bald gelöscht wird.
Ich bin der Meinung, egal, wie sehr einen ein User nerven oder wie wenig man ihn verstehen können mag, solche Aussagen wie die folgende sind ein No go:
"Nichts disqualifiziert so eindeutig als Mutter, wie Dein zitierter Beitrag. Deine Biologie scheint dem bisher nur vorbeugende Rechnung getragen zu haben."
Ich denke, keiner hier kennt mich aus vielleicht zwanzig Beiträgen, in denen ich zugegebenermaßen zum Teil mein Herz ausgeschüttet und zum Teil meinen Frust rausgelassen habe, so gut, um überhaupt ansatzweise beurteilen zu können, ob ich eine gute Mutter wäre. Jedoch einer Frau, die 9 Abgänge, genauer gesagt 2 Fehlgeburten und 7 frühe Abgänge erdulden musste und sich nichts mehr gewünscht hat, als ein Kind, zu sagen, die Biologie leiste dem Vorschub, weil sie sich "als Mutter disqualifiziert hat", finde ich geradezu erschreckend.
Ich selbst käme nie auf die Idee, Derartiges zu sagen, niemandem gegenüber. Dazu kommt, dass ich Jürgen, der sich ja nicht gerade selten sehr apodiktisch äußert, meinerseits nie angegangen bin.
Gut, das ist ein Forum über Diabetes, mit meinem unerfüllten Kinderwunsch bin ich hier ohnehin falsch, aber solche Äußerungen wie die oben, finde ich, egal in welchem Kontext, den Hammer und ich bin der Meinung, so sollte man nicht miteinander umgehen. -
Elfe
Rang: Gastam 01.10.2018 18:42:27 | IP (Hash): 1505651263
Zolletta schrieb:
Liebe Elfe,
boah, das saß. Lass mich raten: Du hast natürlich eigene Kinder und auch nie ein Problem, welche zu bekommen?! Oder Du wolltest keine, aber ersteres scheint mir wahrscheinlicher, denn solche Frauen sind es vornehmlich, die anderen schreiben: "Ein eigenes Kind scheint Dir nicht gegeben zu sein." Vielen Dank.
Und dann immer der tolle Ratschlag von wegen Pflegekindschaft. Ich will kein Kind aus einer problematischen Familie, auf das ich mich einlasse und das mir dann wieder von seinen "echten" Eltern genommen wird. Was ist das denn dann bitte für ein Schmerz? Das macht mich ja vollends kaputt.
Ja, ich will das, was jede Durchschnittsfrau sich wünscht und auch ganz selbstverständlich bekommt, während ich mich seit zig Jahren und mit nunmehr 9 Abgängen rumquäle. Das wird so nebenbei zur Kenntnis genommen, bin ja nur ich. Solange man selbst das Problem nicht hat ...
Ich werde nun noch mein letztes Geld für die letzte künstliche Befruchtung ausgeben und wenn das wieder nicht klappt, ist für mich de facto alles vorbei.
Noch zum Thema Promotion: Damit habe ich mich auch nur rumgequält, fünf Jahre lang, in der Hoffnung, damit einen einigermaßen guten Job zu bekommen. Auch das hat nicht geklappt, ich bin beruflich totunglücklich, schlecht bezahlt und jede Bewerbung, die ich schreibe, wird abgelehnt.
Ach ja, und nebenbei habe ich noch zig gesundheitliche Probleme, unter anderen ganz neu dazugekommen: Prädiabetes. Tolles Leben, echt.
Gruß, Zoletta
Hallo Zolletta,
nun gut, dann werde ich mal was deutlicher: Von der Natur gegeben.
Fakt ist, daß bereits viele Schwangerschaften aus unterschiedlichen Gründen nicht ausgetragen werden und vorher abgehen.
Und wenn die Gene einen nicht lebensfähigen Menschen zulassen, ist es Eltern nicht vergönnt, ein eigenes Kind zu bekommen. Für mich ist das vorausschauende Natur (Biologie … wie auch immer).
Und, wir können uns streiten, ab wieviel Zellen ist ein Kind ein Kind und sogen. Sternenkinder.
Mein Gewissen lässt in keinster Weise zu, unter diesen Bedingungen so oft - nun auch noch künstliche Befruchtung - zu versuchen.
Wie es ist, in einer 'problematischen' Familie aufzuwachsen, weiß ich nur zu gut.
Deshalb wollte ich natürlich bei den eigenen Kindern alles besser machen.
Doch dafür braucht es den richtigen Partner, der dieses auch möchte.
Es gibt auch niederschwellige Hilfsangebote für Kinder, wo man sich einbringen kann - ehrenamtlich.
Auch damit kann man viel für Kinder tun.
Ich selber bin jedenfalls sehr dankbar für diese Hilfe, wäre sonst nicht erwachsen geworden.
Prädiabetes sollte dein/kein Problem für dich sein.
Heißt nur, daß man etwas bewusster hinschaut, was man isst und trinkt.
Jährlich Langzeitwert bestimmen lassen - oGTT jährlich eigentlich nicht notwendig, ev. jetzt von Ärztin angesprochen aufgrund aktueller Gespräche.
Selber bin ich später 1er/INSULINER.
Nicht so einfach, aber man gewöhnt sich.
Eigentlich mein kleinstes Problem - weil irgendwie logisch/rechnen.
Wäre zumindest höflich, wenn du die Forumsbeiträge an dich lesen und zumindest ansatzweise durchdenken würdest, statt Vorurteile/Vermutungen auszuschütten. Jeder von uns hat seine eigene Biographie.
Gruß Elfe -
am 01.10.2018 23:39:37 | IP (Hash): 183638859
Elfe schrieb:
Wäre zumindest höflich, wenn du die Forumsbeiträge an dich lesen und zumindest ansatzweise durchdenken würdest, statt Vorurteile/Vermutungen auszuschütten. Jeder von uns hat seine eigene Biographie.
Gruß Elfe
Wenn Zollettas Insulinresistenz mal genau so ausgeprägt wird, wie die Resistenz über andere Meinungen nachzudenken, dann wird das sicher anstrengend...........
Freundlich gegrüßt und schönen Tag gewünscht!
Bearbeitet von User am 01.10.2018 23:40:09. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Zolletta
Rang: Gastam 02.10.2018 07:59:40 | IP (Hash): 526563806
Ich für mein Teil finde es sehr traurig, wie das hier abläuft.
Das letzte, was man mir vorwerfen kann, ist, dass ich mich nicht mit den Antworten befasst hätte, die man mir hier gegeben hat. Dann pampig zu reagieren, wenn meine Reaktion nicht so ausfällt, wie es der Schreibende sich erwartet hat, finde ich wenig passend. Und tut mir leid, Elfe, Deine Meinung zu Fehlgeburten und künstlicher Befruchtung teile ich nun einmal nicht. Wenn es nach dir ginge, dürfte keine Frau mit verklebten Eileitern, kein Mann mit nicht ganz optimalem Spermiogramm ein Kind haben. Ich kann nur sagen, es ist sehr einfach, wenn man selbst Kinder hat (was ich bei Dir nicht einmal weiß, denn Dein Posting war diesbezüglich nicht eindeutig) oder keine will, dies anderen abzusprechen. Es ist auch leicht, sich über das Leid anderer Menschen zu erheben und noch eins draufzusetzen.
Dass nun abschließend einige Leute mirgegenüber ausgesprochen beleidigend werden, finde ich schade und verletzend. Ich selbst bin von mir aus niemanden angegangen.
Ich bitte um Verständnis darum, dass ich auf die letzten beleidigenden Äußerungen nicht mehr reagieren werde (die von skytower ist im übrigen auch noch sachlich falsch, eine Insulinresistenz wurde bei mir noch nicht einmal diagnostiziert, also läuft auch dieser "Gag" auf meine Kosten fatalerweise in die Leere).
Ich möchte mich an dieser Stelle verabschieden und denjenigen noch einmal danken, die versucht haben, mir in der Sache zu helfen. Ich habe mir bezüglich der Zuckerwerte eine Meinung bilden können und es war ein Fehler, die dahinterliegende Problematik überhaupt zu schildern, das sehe ich ein.
Euch alles Gute!
Gruß, Zolletta -
am 02.10.2018 10:36:27 | IP (Hash): 1059847465
Wie ich Dich verstehe, willst Du unbedingt DEIN KIND zur Erfüllung DEINES Lebens, weil ein Kind jeder normalen Frau von Natur aus zustehe.
Sorry, aber ich hatte so ein Frauenbild bislang als überkommen und überstanden abgehakt und so eins meinen Töchtern vor 35 Jahren schon nicht mehr vermittelt.
Und dieser DEINER einen absoluten Erfüllung ordnest Du nach Deiner Schilderung seit Jahren ALLES ANDERE völlig unter, willst dieses Kind praktisch mit all Deiner Kraft und Macht an Dich und in Dich rein (letzte Kohle für Befruchtungsversuch) reißen.
Doch, ich weiß von wenigen Müttern in meinen Umfeldern, die ihre Selbstverwirklichung ausschließlich an ihren Kindern aufgehängt haben. D.h. ihre Kinder sind praktisch ihr Eigentum und sie allein wissen selbst bei den erwachsenen noch ausschließlich, was für die gut ist.
Dabei fällt mir immer die Kreidekreis Parabel ein und im Gegensatz zu der darin eine Grusche, die ihr Kind mit allen Folgen um jeden Preis krampfhaft festhält :(
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 02.10.2018 17:29:21 | IP (Hash): 1505651263
Hallo Jürgen,
stimme dir zu: Frauenbild ist vollkommen überholt.
Viel mehr wird heutzutage die Familie als Ganzes als wichtig angesehen mit Einbeziehung des Vaters (was bei Zollettas Sichtweise vollkommen fehlt), sowohl was Erziehung als auch Einkommen betrifft.
Finde, Zollettas Bedauern zum Ansprechen des Themas jenseits von Diabetes, bedauerlich.
Denke, wie schon gesagt, daß jeder seine eigene Biographie hat, anderes auch hier besprochen werden darf/kann.
Gruß Elfe