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So ist es mir ergangen

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    am 02.12.2018 14:26:06 | IP (Hash): 1444308455
    Ich war ja letzte Woche in der Klinik, da ich sehr stark schwankende Blutzuckerwerte zwischen 45 und 300 mg/dl habe. Ich bekam dort das Messsystem Dexcom installiert, welches 5 Tage lang meine Werte aufzeichnete. Insgesamt hatte ich immer wieder Unterzuckerungen, eigentlich täglich nachts gegen 2 Uhr und dann wieder morgens gegen 8 Uhr (kurz vor dem Frühstück). Vor dem Frühstück hatte ich regelmäßig Werte um die 55 mg/dl, einmal auch 45 mg/dl!
    Anscheinend kann mein Körper nicht genug Glucose selbst bilden. Die Ärzte bezeichnen es als gestörte Glygoneogenese. Vermutlich durch meine Nebenniereninsuffizienz, Polyglanduläres Autoimmunsyndrom. Einen Prädiabetes habe ich auch, allerdings muss man momentan nichts machen, da der Zucker von selbst wieder runter geht.
    Das wichtigste ist für mich die Ernährung, möglichst wenig schnelle KH, häufige, kleine Mahlzeiten....damit die Schwankungen nicht zu stark sind. Und immer Traubenzucker mit dabei haben!
    Immerhin halten es die Ärzte auch für sinnvoll, dass ich vorerst ein mobiles Messsystem behalte, da muss ich noch mit der Krankenkasse sprechen. Aber bis April 2019 habe ich noch Material für den FreeStyle Libre. Allerdings ist für mich im Akutfall der Unterzuckerung nach wie vor das Pieksen angesagt, denn wenn der BZ schnell absinkt, ist der Libre zu ungenau.
    Soweit erstmal. Einen schönen ersten Advent!
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    am 02.12.2018 16:53:42 | IP (Hash): 86435339
    chrissi41 schrieb:
    Ich war ja letzte Woche in der Klinik, da ich sehr stark schwankende Blutzuckerwerte zwischen 45 und 300 mg/dl habe. Ich bekam dort das Messsystem Dexcom installiert, welches 5 Tage lang meine Werte aufzeichnete. Insgesamt hatte ich immer wieder Unterzuckerungen, eigentlich täglich nachts gegen 2 Uhr und dann wieder morgens gegen 8 Uhr (kurz vor dem Frühstück). Vor dem Frühstück hatte ich regelmäßig Werte um die 55 mg/dl, einmal auch 45 mg/dl!
    Anscheinend kann mein Körper nicht genug Glucose selbst bilden. Die Ärzte bezeichnen es als gestörte Glygoneogenese.


    Der BZ sinkt, wenn mehr Insulin ausgegeben wird, als für den gesunden BZ gebraucht wird. Warum? Ist das untersucht worden?
    Denn auffällig wenig Glukose/Glykogen würde nur mit gleichzeitig auffällig wenig Insulin zutreffen.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 03.12.2018 17:03:42 | IP (Hash): 537036630
    Tja, anscheinend ist bei mir die Reaktion auf den Blutzuckerspiegel verzögert oder sonst nicht optimal.
    Eine richtige Erklärung hatten die Ärzte aber leider auch nicht....einen Prädiabetes habe ich auf jeden Fall, eigentlich hätte ich ja laut meinem Diabetologen vor Ort sowieso einen Diabetes, bei BZ-Werten über 200 mg/dl.
    Naja, ich bin es schon gewöhnt, dass mir jeder Arzt etwas anderes erzählt!
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    am 03.12.2018 20:20:22 | IP (Hash): 369643245
    Hallo Chrissi,
    du beobachtest die BZ-Werte, aber du hast - noch/wieder - kein Insulin verordnet bekommen ?

    Möglichst wenig schnelle Kohlenhydrate - bzw. 'verpackt' mit verlangsamenden Bestandteilen wie Ballaststoffen, Eiweiß, Fett - ist so die heutzutage übliche Ernährungsempfehlung für Diabetiker.

    'Die häufigen kleinen Mahlzeiten' wurden eher früher empfohlen, auch für Gesunde, widerlegt (s. Intervallfasten u.a.).
    Ich selber habe mir im Alltag 2-3 Hauptmahlzeiten angewöhnt, klappt auch ganz gut.
    Morgens Haferflockenmüsli + andere Zutaten hält den BZ gleichmäßig und macht/hält satt, dann am frühen Abend essen, in Ruhe.
    Deine beschriebenen nächtlichen UZ zeigen ev., daß du dein Abendessen in Zusammenstellung noch etwas optimieren könntest in Richtung gleichmäßigen Verlauf.

    Deine beschriebenen um die 50er beschriebenen BZ-Werte sind bei einem Gesunden nicht unbedingt UZ-Werte. Daß wird mir als INSULINER eingebläut, mit Sicherheitspuffer. Auch für unterwegs Traubenzucker dabei zu haben.

    Habe jedoch festgestellt, daß so 'ne Menge von 2-3 Zusatz-BEs bei BZ um die 50 mg/dl zum Anheben gar nicht nötig sind, sondern eine reicht. Und dann lieber 5 Gummibärchen statt Traubenzuckergebrösel mit viel Wasser zum Herunterspülen. Bei 40er dann lieber 2 BE flüssiges in Form von Saft.

    Wenn du UZ-Symptome als Unwohlsein spürst, wäre schon ganz gut, was Zuckerhaltiges zu dir zu nehmen.
    Nachts zeigt sich UZ bei mir:
    Durch wirklich starkes Schwitzen (sonst eher nicht der Fall tagsüber), Unruhe (hin und her drehen), Herzklopfen spürbar. Habe am Bett Traubenzucker deponiert, die kleinen Mengen (2-3 g so runde Dinger (Apotheke/Rossmann, statt Dextro-Täfelchen (nur in jeder Tasche für unterwegs)). Kleiner/gleich 1 BE reicht dann schon zum Besserwerden in Minutenschwelle. Wasserhahn ist in der Nähe, sonst auch Wasserflasche ans Bett stellen.
    Blutig messen ? Nur für die 'Buchführung' ?
    Ach nö, passt schon, zeigt auch Aufstehwert an.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 03.12.2018 20:57:55. Grund: Korrektur Schreibfehler
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    am 04.12.2018 08:44:44 | IP (Hash): 1267738496
    "Nebenniereninsuffizienz, Polyglanduläres Autoimmunsyndrom"
    Deswegen habe ich mich hier angemeldet, damit dieser Strang nicht in die falsche Richtung läuft. Die wichtigste Frage: Wie wird die Nebenniereninsuffizienz behandelt? Erhälst du Hormonsubsitution (Hydrocortison)?
    Die Nebennieren steuern auch den Blutzucker, ein Mangel an Nebennierenhormonen führt zu Unterzucker. Unterzucker nachts um 2 und am Morgen deuten auf einen solchen Hormonmangel hin. Nachts geben die Nebennieren am wenigsten Hormone ab und gegen Morgen schütten sie Aufwachhormone aus. Bei einer Insuffizienz geschieht das nicht in ausreichender Menge, Folge Unterzucker.
    Ich selbst habe gar keine Nebennieren mehr und nur noch einen Rest meiner Bauchspeicheldrüse, muss also beide Hormone substituieren. In allen Schulungen (Nebennieren und Diabetes) wurde mir immer eingeschärft "Nebennieren first" erst dann BZ-Einstellung. Wenn du deinen Unterzucker nur mit KHs bekämpfst, kann das irgendwann in eine Addison Krise führen und das ist kein Spass wie ich aus eigener Erfahrung weiss.
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    am 04.12.2018 15:24:46 | IP (Hash): 1172832013
    Ich habe vermutlich eine sekundäre Nebenniereninsuffizienz, weil ich schon seit fast 10 Jahren hochdosierte Kortison einnehme. Ich versuche permanent, es auf eine halbwegs niedrige Dosis zu reduzieren, allerdings ohne Erfolg. Ich hatte vor 2 Jahren bei 15 mg Prednisolon bereits eine Addison-Krise. Und der Blutzucker ist bei mir auch meistens der Grund, warum das Reduzieren vom Kortison nicht klappt. Momentan nehme ich 20 mg Prednisolon.....die Ärzte wollten bei meinem letzten Krankenhausaufenthalt in einem Schritt von 20 auf 10 mg Prednisolon reduzieren, was natürlich gar nicht ging.
    Wenn ich abends noch eine kleine Menge Prednisolon nehme (jetzt habe ich dafür Lodotra), ist es etwas besser.
    Ich habe den Eindruck, auch die Schilddrüse spielt bei mir mit rein (Hashimoto)

    Also, alles etwas schwierig!
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    am 05.12.2018 07:01:29 | IP (Hash): 670732187
    Hallo Chrissi,
    vielleicht kannst du auf Hydrocortison umgestellt werden, wenn das nicht mit anderen Krankheiten kollidiert. Für die Nebenniereninsuffizienz ist das wohl das Optimum, da es identisch mit dem körpereigenen Cortison ist. Aber das ist hier wohl nicht das Forum um dieses Thema zu vertiefen. Kennst du das https://www.glandula-online.de ? vielleicht findest du hier dazu Hilfe.
    Für die BZ-Einstellung findest du dann hier schon die richtigen Tipps. Ich habe jedenfalls einiges hier gelernt.
    Alles Gute
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    am 05.12.2018 15:54:20 | IP (Hash): 1172832013
    Hallo,
    Es wurde schon versucht, das Prednisolon auf Hydrocortison umzustellen, leider ging es mir darunter nicht gut. Anscheinend baut mein Körper das Kortison extrem schnell ab. Momentan versuche ich, das Prednisolon schrittweise durch Hydrocortison zu ersetzen.
    Das glandula-online kenne ich...Danke!