Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Vorstellung - bin die Neue

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 5
    Mitglied seit: 02.12.2018
    am 02.12.2018 17:08:31 | IP (Hash): 1809041703
    Hallo an Alle,
    ich wurde am letzten Mittwochabend völlig von der Diagnose Diabetes überrascht.
    Im Rahmen einer Blutuntersuchung wegen Verdacht auf Blasenentzündung und plötzlichem Bluthochdruck (24-h-Messung erfolgte unmittelbar) rief mich noch abends meine Hausärztin an, dass mein Nüchternzucker bei 10,9 mmol/l gelegen habe. Dann hatte ich am Donnerstag ein langes Gespräch mit ihr (1,5 Stunden - die ist klasse, nimmt sich Zeit), bekam die Überweisung zum Kardiologen (da habe ich übermorgen Termin für 24-h-EKG) sowie ein Testgerät verabreicht. In der Praxis hatte ich 2 Stunden nach dem Frühstück einen Wert von 11,5 mmol.
    Verschrieben wurde mir vorerst Tablette Metformin 500 mg abends eine.
    Ernährungsberatung kann ich bekommen, aber im Dezember wird das nix mehr.
    Ich soll vorerst nur morgens nüchtern messen. Das ging mit dem Gerät recht holprig los (Gluco-test DUO TD 4285) - ich konnte es einrichten, hab den Test mit der Testlösung gemacht und als es "ernst" wurde zeigte es Batterieleerstand an. Sowohl die Ersatzbatterie als auch nagelneue Batterien aus meinem Bestand entlockten dem Gerät keinen Piep mehr. Also bin ich zur Apotheke und dort wurde mir geholfen. Allerdings bauchte die PTA auch mehrere Anläufe, bis die Batterie richtig lag. Ich freu mich direkt schon auf den nächsten Wechsel...
    Ich habe leichtes Übergewicht, gehe 2x wöchentlich zum Sport, außerdem noch Reha-Sport, habe einen lauffreudigen Hund, 1.00m² Garten allein zu bewirtschaften und leide weißgott nicht an Bewegungsmangel. Ernährt habe ich mich seit geraumer Zeit nach der 16:8-Methode (16 Stunden nichts essen). Weil ich meinen eigenen Rhythmus habe und gern abends esse, gab es die erste Mahlzeit zwischen 15 und 16 Uhr, hab damit 7 kg abgenommen. Ich weiß was gesund (eigentlich). Bin der Typ, der von Vollkornbrot und Kartoffeln zunimmt, also habe ich viel Gemüse, Hülsenfrüchte und Eier gegessen. Fleisch und Wurst moderat. Nun muss ich alles umstellen und weiß grad nicht, ob ich frühstücken soll. Mein Wert gestern 2 Std nach dem Frühstück (Haferbrei) lag bei 9,2 mmol, heute früh nüchtern bei 11,2 mmol.
    Ich bin von den ganzen Infos erstmal ziemlich "erschlagen" und versuche nun, das für mich Richtige zu finden. Was ich mit Sicherheit seit langem habe ist das metabolische Syndrom. Leber wird diesen Monat auch noch geschallt. Um eine Fettleber weg zu bekommen soll man KH aus Brot usw.weg lassen. Soll man aber bei Diabetes wiederum nicht.
    Ich erhoffe mir im Forum Hilfe und Informationen und werd mich tapfer durch die Beiträge lesen.
    Einen schönen 1. Restadvent allen Usern
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 3923
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 02.12.2018 17:22:49 | IP (Hash): 86435339
    Steffi1953 schrieb:
    Um eine Fettleber weg zu bekommen soll man KH aus Brot usw.weg lassen. Soll man aber bei Diabetes wiederum nicht.


    Du machst mich neugierig: warum nicht?

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 2701
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 02.12.2018 21:13:20 | IP (Hash): 13715571
    Steffi1953 schrieb:
    Ich habe leichtes Übergewicht, gehe 2x wöchentlich zum Sport, außerdem noch Reha-Sport, habe einen lauffreudigen Hund, 1.00m² Garten allein zu bewirtschaften und leide weißgott nicht an Bewegungsmangel. Ernährt habe ich mich seit geraumer Zeit nach der 16:8-Methode (16 Stunden nichts essen). Weil ich meinen eigenen Rhythmus habe und gern abends esse, gab es die erste Mahlzeit zwischen 15 und 16 Uhr, hab damit 7 kg abgenommen. Ich weiß was gesund (eigentlich). Bin der Typ, der von Vollkornbrot und Kartoffeln zunimmt, also habe ich viel Gemüse, Hülsenfrüchte und Eier gegessen. Fleisch und Wurst moderat.

    Hallo Steffi,

    willkommen im Forum. :=)

    Dein Bewegungs- und Ernährungs- und Abnehmprogamm ist eigentlich schon so, wie man es neudiagnostizierten Diabetikern empfehlen würde. Ich denke nicht, dass du da viel zum Positiven ändern kannst. Bleibe dabei, vielleicht kannst an der einen oder anderen Stelle noch ein bisschen konsequenter sein, aber alles anders machen musst du nicht.

    Beobachte in Ruhe, wie sich dein BZ entwickelt und lass dich nicht verunsichern, wenn nicht mehr sehr viel passiert. Einige Wochen oder auch Monate mehr mit dem höheren BZ werden dich nicht gleich umschmeißen. Wenn der BZ nicht weiter nach unten geht, dann wird dir deine Ärztin stärkere Diabetesmedikamente geben. Mit denen klappt es dann auf jeden Fall.

    Wie Jürgen mit seiner Frage bereits angedeuten wollte, ist zum Abbau einer nichtalkoholischen Fettleber (NAFL) genau das gleiche Ernährungs- und Bewegungskonzept geeignet, mit dem du auch seine BZ-Werte möglichst gut in den Griff bekommen kannst. Hier hast du mal Infos zu NAFL aus einer Kolumne von Hans Lauber:
    https://www.diabetes-online.de/a/fettleber-diabdialog-mit-dr-nicolai-worm-1703137

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 02.12.2018 21:18:09. Grund: .
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 469
    Mitglied seit: 06.11.2015
    am 02.12.2018 21:33:50 | IP (Hash): 553061172
    Wow....da kannst du nicht mehr viel selber machen.......respekt rainer, so motiviere ich eine neu diagnostizierte diabetikerin, mal wieder unglaublich was du dir rausnimmst

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 3923
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 02.12.2018 21:51:35 | IP (Hash): 86435339
    Michael74 schrieb:
    Wow....da kannst du nicht mehr viel selber machen.......respekt rainer, so motiviere ich eine neu diagnostizierte diabetikerin, mal wieder unglaublich was du dir rausnimmst


    Du weißt, dass längst viele tausend Betroffene in genau der von Rainer angeschriebenen Art gesund und ohne Medis mit ihrem Diabetes auskommen, und dass es jeden Tag mehr werden.

    Warum willst Du Neuen diese Möglichkeit so unbedingt vermiesen?

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 5
    Mitglied seit: 02.12.2018
    am 02.12.2018 23:09:51 | IP (Hash): 1809041703
    Ich lese auf einschlägigen (konservativen?) Seiten immerzu - iss Vollkornprodukte. Genau die machten mich aber dick. Ich weiss, dass ich mit KH aus Obst, Hülsenfrüchten und Gemüse besser abnehme als mit Vollkornbrot, Kartoffeln und Reis. Und ich fühle mich auch besser.

    Im www. werden von 8 Mahlzeiten täglich bis zu 3 Mahlzeiten ebenso wie von viel KH in Form von Vollkorn bis zu nur einmal am Tag ganz wenig davon alle möglichen Varianten und Lehren empfohlen.

    Hier aus den "10 Regeln der DGE:
    "Tipp
    Schon mit 2 Scheiben Vollkornbrot, 100 g gekochten Vollkornnudeln und 4 gehäuften Esslöffeln Haferflocken können Sie die Hälfte der empfohlenen Ballaststoffmenge erreichen."

    Die "Logi-Diät" zieht andere Schlüsse.

    Wenn ich diese Menge (DGE) an EINEM Tag essen würde ginge ich auf wie ne Drangtonne. Erfahrungswert. Mein Bäuchlein ist nämlich entstanden mithilfe von Vollkornbrot und Kartoffeln. Weil die angeblich ja nicht dick machen. Seit Anfang des Jahres reduzierte ich diese Art der KH auf ein Minimum (ab und zu mal ne Scheibe Vollkornbrot, Kartoffeln kaum noch) und stieg stattdessen um auf gedünstetes und rohes Gemüse, Salate, Geflügelfleisch aus Direktvermarktung, Quark, Joghurt und Obst als Spätmahlzeit, Raps- und Olivenöl. Damit habe ich 9 kg abgenommen. Außerdem insgesamt nur 2 Mahlzeiten am Tag und 16 Stunden ohne Essen. Hab mich sehr wohlgefühlt dabei.

    Mein Problem ist ab und zu der Heißhunger auf Süßes. Dem habe ich bisher nachgegeben und das muss ich überwinden. Aber da ich noch alle Enkel kennenlernen möchte, die meine Kinder mir bescheren mögen muss ich den inneren Schweinehund besiegen. Ich trinke schon jahrelang nur Leitungswasser, ungesüßten Tee und Kaffee. Da kann ich nix einsparen.

    Erst einmal warte ich nun die Untersuchungen beim Kardiologen ab und den Ultraschall der Leber. Hängt ja alles irgendwie zusammen.
    Und ich glaube - alle Menschen sind unterschiedlich, auch in der Verstoffwechselung der Nahrung und so muss jeder seinen eigenen Weg finden. Ich hoffe, hier nich nur Klugschnacker, sondern wirkliche Hilfe und "Erleuchtung" zu finden. Da ich aber nun schon einige Beiträge hier im Forum gelesen habe - also irgendwie ist da auch viel "Zickenkrieg" dabei ... Nun ich werde sehen.


  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 5
    Mitglied seit: 02.12.2018
    am 02.12.2018 23:16:11 | IP (Hash): 1809041703
    Wie Jürgen mit seiner Frage bereits angedeuten wollte, ist zum Abbau einer nichtalkoholischen Fettleber (NAFL) genau das gleiche Ernährungs- und Bewegungskonzept geeignet, mit dem du auch seine BZ-Werte möglichst gut in den Griff bekommen kannst. Hier hast du mal Infos zu NAFL aus einer Kolumne von Hans Lauber:
    https://www.diabetes-online.de/a/fettleber-diabdialog-mit-dr-nicolai-worm-1703137


    Rainer -Danke für den link !
    Bearbeitet von User am 02.12.2018 23:17:01. Grund: name
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 2701
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 03.12.2018 20:05:16 | IP (Hash): 362996803
    Hallo Steffi,

    noch ein kleiner Hinweis:

    Dein IF 16/8 ist wirklich ein guter Weg zur weiteren Gewichtsreduzierung und zum Abbau einer nichtalkoholischen Fettleber. Allerdings berichten etliche Diabetiker, dass am Morgen ihr Nüchternwert immer weiter ansteigt, bis sie etwas gegessen haben.

    Teste mal aus, ob das bei dir auch der Fall ist. Wenn nicht, dann kannst du auf jeden Fall bei 16/8 bleiben. Andernfalls solltest du früh doch lieber eine Kleinigkeit essen. Ob z.B. ein Stück Käse ausreicht um den BZ-Anstieg zu stoppen oder ob du etwas anderes suchen musst, kannst du nur ausprobieren.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 5
    Mitglied seit: 02.12.2018
    am 08.12.2018 00:26:21 | IP (Hash): 1809041703
    Hallo Rainer,
    vielen Dank für Deinen Hinweis!

    Ich bin jetzt bei LCHF-Ernährung "gelandet". Instinktiv hab ich mich schon fast ein Jahr in dieser Richtung ernährt und 10kg abgenommen. Schrieb ich ja schon. Aber es gab immer noch eine Scheibe Brot oder ein Brötchen am Tag. Das entfällt nun auch.

    Ich habe schon gemerkt, dass mein Nüchternzucker hoch ist. Ich esse gern abends und habe bisher ohne Probleme auf ein Frühstück verzichtet (weil - wenn man 21 Uhr das Letzte isst +16 Stunden ...) .

    Das Metformin (1 a´500 mg) nehme ich mit der letzten Mahlzeit ein. Der Nüchternzucker lag in den letzten Tagen zwischen 7.7 und 10,5. Bis mittags zur Messung um 12 Uhr sank er im Bereich von 6,5 bis 9,7 (nüchtern). Dann gehe ich meist mit dem Hund und nach der Bewegung ist der Wert (immer noch nüchtern) wieder etwas höher. Das verstehe ich gar nicht.
    So um 14 Uhr rum esse ich eine Kleinigkeit und der Wert fällt dann bis abends kontinuierlich. Zwei Stunden nach der Hauptmahlzeit am Abend liegt der Wert dann so bei 8, um am Morgen wieder höher zu sein. Das kapiere ich nicht. Ich hab aber schon hier in einem anderen Thread einen Kommi von Dir gelesen, dass es bei dieser Ernährungsform anfangs normal ist, dass der Nüchternzucker höher ist. Finde ich irgendwo eine Erklärung dazu?

    Danke
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 2701
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 08.12.2018 12:30:24 | IP (Hash): 1268908335
    Hallo Steffi,

    bei dir muss sich alles erst noch einspielen. Dein BZ ist noch ganz schön hoch und die Nüchternwerte bewegen sich erfahrungsgemäß als letzte nach unten. So lange der NBZ noch langsam weiter sinkt, (einzelne Ausreißer brauchst du gar nicht erst zu beachten,) kannst du ganz in Ruhe abwarten, wie viel du mit der richtigen Ernährung noch erreichen kannst. Deine Ärztin wird bestimmt auch noch die Dosis Metformin erhöhen, die 500mg sind erst mal nur zum langsamen Einschleichen gedacht. Auch die höhere Metformindosis wird sich positiv auswirken. Über den BZ-Anstieg, den du jetzt noch nach einem Hundespaziergang feststellst und um geringfügig höhere Nüchternwerte bei ketogener Ernährung brauchst du dir erst Gedanken zu machen, wenn es immer noch so ist, nachdem sich alles eingespielt hat.

    Ich gratuliere dir zu deiner Entscheidung für eine LCHF-Ernährung - aus meiner Sicht kannst du keine bessere treffen. Über deine Ernährung und auch über deinen Diabetes können wir uns dann auch gerne hier im LCHF-Forum https://forum.lchf.de/ unterhalten.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.