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Allgemeine Fragen
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am 12.12.2018 17:47:45 | IP (Hash): 740935586
Schönen guten Tag liebe Leserinnen und Leser,
ich bin mir recht unsicher, im welchem Unterforum normale Frage zum Thema Diabetes kategorisiert werden, deshalb stelle ich sie hier, im allgemeinen Bereich des Forums.
Ein Freund von mir hat Diabetes und ich möchte mich gerne in das Thema einarbeiten dabei brauche etwas Hilfe von erfahrenen Leuten. Ich habe mich bereits im Internet durch etliche Seiten gelesen, jedoch würde ich gerne nochmal eine Antwort von euch wollen, zu folgenden Fragen, um mir darüber absolut im Klaren zu sein:
1.) Warum genau treten Symptome wie Durst oder Appetitlosigkeit bei Diabetikern-Typ 1 auf?
2.) Man hat als Diabetiker-Typ 1 eine gewisse Therapie, die man täglich zu bewältigen hat. Darf man aber beispielsweise ein Stückchen Kuchen essen?
3.) Was kann im schlimmsten Fall passieren und was sollte man dann am besten tun?
4.) Woran kann man genau erkennen, ob es einen Diabetiker-Typ 1 gut geht? -
am 12.12.2018 21:18:14 | IP (Hash): 1578813348
Grundsätzlich:
Dein Freund ist für seinen Diabetes zuständig und dafür, wie er sich damit verhält, ansonsten allenfalls sein gesetzlicher Betreuer, so er einen hat, und bei Kindern bis um 12-14 Jahre die Eltern. - Nichts nervt mehr, als wenn andere einen ständig beobachten und ständig erzählen, was sie meinen, was man mit Diabetes essen und machen dürfte.
Zu 1) Den Körper durchlaufen in 24 Stunden mehrere tausend Liter Blut, und von diesen mehreren tausend filtern die Nieren um 180. Diese um 180 sind der Primärharn. Daraus nehmen die Nieren im ersten Schritt alle Transportgüter, die das Blut mit sich führt, und in einem zweiten geben sie alles davon, was weiter gebraucht wird, in den Kreislauf zurück. Also normal zuerst mal das meiste Wasser bis auf 1-2 Liter, die für den Transport des Abfalls in die Blase und dann ins Klo gebraucht werden.
Und auch die Glukose geben die Nieren wieder zurück in den Kreislauf. Allerdings können sie nicht mehr als bis zu ihrer Schwelle bei 160-180mg/dl, also 1,6-1,8 Gramm pro Liter Blut. Bei einem BZ von 300 kann mithin gut 1 Gramm Glukose pro Liter nicht zurück in den Kreislauf zurück gegeben werden und wird ausgeschieden. Und jedes Gramm Glukose hält 5 Gramm Wasser gebunden und nimmt die mit ins Klo. Klar dass die dann im Kreislauf fehlen und via Durst nachgefüllt werden müssen. Und klar auch, dass die Ausscheide- und in der Folge Nachfüllmenge von der Höhe des Blutzuckers über der Nierenschwelle - und zwar bei ALLEN Formen von Diabetes und nicht nur T1.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 12.12.2018 21:36:57 | IP (Hash): 404142897
zu 2)
Oder auch zwei oder drei... Vorausgesetzt man spritzt das dafür notwendige Insulin. -
Elfe
Rang: Gastam 13.12.2018 01:26:00 | IP (Hash): 1651450962
Hallo Max,
finde super, daß du deinen Freund unterstützen möchtest :-)
Und grundsätzlich auch, im Internet findest du mehr Infos zum häufigen Typ 2, was so Ernährung usw. angeht.
Typ 1 (und auch 2er) können mit Insulin sehr gut auf aufgenommene Kohlenhydrate reagieren.
Da gibt's kaum Verbote - flüssiger Zucker (Cola, Fruchtsaft) wären nicht so gut, die sind so schnell in der Blutbahn, daß äußerlich gegebenes Insulin kaum abfangen kann.
Zu deinen Fragen:
1.) Durstsymptome hatte ich vor Diagnose nicht.
Was für andere als 'Appetitlosigkeit' für Ausstehende aussehen kann, ist eben auch (bei mir), daß Angebotenes eben nicht so wirklich passt. Insulin muss auf Kohlenhydrate abgestimmt werden. Manches lässt sich per Augenmaß abschätzen per Grundnahrungsmittel, für Soßen und Panade gibt es so pie x Daumen KH-Angaben.
2.) Die tägliche Therapie besteht darin, Insulin bestmöglich zu dosieren. Stück Kuchen absolut drin, egal was sonst so im WWW herumgeistert.
3.) 4.) Gut wäre, wenn du als bester Freund auf Unterzucker-Anzeichen achtest, da schwinden so die Sinneswahrnehmungen.
Je nach dem, wie ihr eure gemeinsame Zeit verbringt:
a) Im Gegenüber beim Gespräch kannst du so unkonzentriertes Verhalten schon früh erkennen - per Antworten und Blickkontakt.
b) Beim gemeinsamen Bier auch eher Insulindosis beachten, so Sinnesschwinden ist da nicht nur dem Alkohol geschuldet
c) Beim gemeinsamen Sporteln ist Schwitzen als offensichtliches Unterzuckersymptom eher nicht zu gebrauchen. Dennoch gibt's da schon Unterschied zwischen fix & foxi zu schlapp/schwach.
Sprechen miteinander - und ggfs. bietest du dann den Traubenzucker an (Dextro 1 = 0,5 BE).
d) Bei Bewusstlosigkeit, wenn Betroffener noch nicht mal mehr Zuckerflüssiges schlucken kann, Rettungsdienst rufen.