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    am 16.01.2019 16:38:09 | IP (Hash): 1733102221
    Hallo zusammen,

    nach einer Schwangerschaftsdiabetes vor ca. 12 Jahren war es (laut Arzt) absehbar, dass es mich irgendwann auch trifft. Hab anfangs immer meine Werte kontrollieren lassen und es dann - nachdem die immer gut waren - leider schleifen lassen. Ich ärgere mich sehr darüber aber sollte wohl eher in die Zukunft blicken und froh sein, dass ich es jetzt weiß (das fällt mir jedoch aktuell noch schwer). Ich bin 36 und übergewichtig (BMI=36)

    Die Untersuchung beim Arzt ergab Werte, die mich wirklich erschüttert haben:
    NBZ: 17,6
    HBA1C: 10,8
    GesaMTCholesterin an der Grenze
    Triglyceride erhöht
    TSH erhöht
    GGT erhöht
    Vitamin D Mangel

    Die Werte müssen - so der Arzt (und das ist mir auch klar) so schnell wie möglich runter. Bis kommenden Montag soll ich konsequent die Ernährung umstellen (mache ich nach LOGI aber mit quasi vollständigem KH-Verzicht, außer den KH die eben im Gemüse enthalten sind) Metformin einschleichen und viel Bewegung in meinen Alltag einbauen. Damit soll erstmal festgestellt werden, wieviel "Spielraum" ich bei der Ernährung habe. Am Montag wird dann entschieden ob bzw. wieviel Insulin ich zusätzlich benötige - von dem ich langfristig (laut Arzt) aber wieder weg soll. Zusätzlich hat er mir ein Vitamin-D-Präparat verordnet (1x tägl. zu den Mahlzeiten)

    Seit heute morgen messe ich auch selbst (und erstmal etwas öfter, damit ich ein Gefühl für die Werte bekomme) und die machen mich doch etwas stutzig:

    früh nicht gemessen und nicht gefrühstückt, da ich zum Arzt musste und unklar war, ob nochmal Blut abgenommen wird.
    mittags nüchtern: 14,6 :-(
    1h nach dem Essen: 14,6 (?)
    1h nach dem Essen 1h Schwimmen, danach: 12,5

    Das Essen scheint bei mir überhaupt keine Rolle zu spielen? Kann das denn sein? Und wie sind eure Erfahrungen - hat jemand so "astronomische" Werte ohne Insulin in den Griff bekommen? Ich würde mich sehr über einen Erfahrungsaustausch freuen.

    Viola
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    am 16.01.2019 17:44:21 | IP (Hash): 2070914518
    Viola82 schrieb:
    Das Essen scheint bei mir überhaupt keine Rolle zu spielen? Kann das denn sein?

    Aber sicher. Von was soll der BZ steigen, wenn du tatsächlich keine oder fast keine KH zu dir nimmst? Da bleibt kaum mehr als das, was die Leber ausschüttet, und dafür scheint die Leistung deiner BSD ja auszureichen.

    Viola82 schrieb:
    Und wie sind eure Erfahrungen - hat jemand so "astronomische" Werte ohne Insulin in den Griff bekommen?

    Ja, hab ich. Bei der ersten mehr zufälligen Blutzuckermessung meines Lebens hatte ich gut 320 mg/dl, entsprechend etwa 17,8 mmol/l auf der Uhr. Mit KH-Reduktion, Metformin und später zusätzlich Miglitol hab ich den BZ über 15 Jahre in einem vertretbaren Rahmen halten können. Erst als die Werte dann irgendwann doch langsam höher wurden, bin ich auf Insulin umgestiegen.
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    am 16.01.2019 17:47:31 | IP (Hash): 1733102221
    Danke für deine Antwort. Das macht mir doch ein bisschen Mut! Ich werde mich jetzt erstmal hier durchs Forum lesen. Dann stell ich vielleicht nicht so viele Fragen, die schon zig mal gestellt wurden. :-)
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    am 16.01.2019 18:40:15 | IP (Hash): 510122268
    Dass Du viel zu kurz bist, kommt Dir bestimmt längst zu den Ohren raus. Daran lässt sich so schnell auch nichts ändern UND jede Änderung würde mit gesünderem BZ ganz sicher sehr viel leichter fallen. Deswegen würde ich Dir eine kleine Gewaltkur nach Professor Taylor/Newcastle empfehlen https://www.ncl.ac.uk/magres/research/diabetes/reversal/#publicinformation Leberfasten nach Dr. Worm wäre die deutsche Version.

    Der sachliche Hintergrund ist einfach skizziert: Unsere Leber regelt unter vielem anderem, wie viel Glukose sie in unseren Kreislauf abgibt, gesund immer nur so viel, wie gerade verbraucht wird. Mit zu viel eingelagertem Fett gerät diese Regelung aus der Spur, und es wird mehr oder weniger viel zu viel Glukose ausgegeben.
    Nach den beiden oben angesprochenen Rezepten wird die tägliche Energiezufuhr auf 600-800 kcal begrenzt. Taylor und Worm empfehlen dazu Shakes, und die machen die Sache insofern etwas einfacher, als sie alle wichtigen Bestandteile enthalten und gleichzeitig vom normalen großen Futtertopf fernhalten, aber dasselbe Ergebnis lässt sich auch mit so wenigen kcals vom ganz normalen Essen erreichen.

    Durch die wenigen kcals muss der Organismus sofort zu seiner ausreichenden Energieversorgung auf eingelagertes Fett zurückgreifen, und da greift er zuerst auf das nächstliegende, also das in der Leber eingelagerte. Das funktioniert so gut, dass der Blutzucker bei den meisten Menschen, die sich daran halten, ohne zuckersenkende Medis nach 1-2 Wochen in den gesunden Bereich zurück schaltet.

    Für die Verstärkung des Erfolgs wird dazu geraten, die Kur 4-6 Wochen durch zu ziehen und dann laaangsam zu normalem Essen über zu gehen. Wobei sich nach der krassen Vorübung schon anbietet, die Portionen mit der Personenwaage abzustimmen und so zu bemessen, dass die Anzeige konstant wenigstens eindeutig ablesbar zurück geht. In der Gegend vom angestrebten Normalgewicht fällt dann meisten sehr erschreckend auf, mit wie wenig Futter wir tatsächlich auskommen. Und da tröstet nur wenig, dass wir Typ2 wahrscheinlich die besten=sparsamsten Futterverwerter unter der Sonne sind ;( Damendrück!!!

    Ich hab übrigens im Frühjahr 91 mit HBA1c 15und angefangen und bin der festen Überzeugung, dass ich heute für meinen BZ im völlig gesunden Bereich noch keine Medis und erst recht kein Insulin, wie tatsächlich seit über 10 Jahren, bräuchte, wenn ich damals so angefangen und seitdem konsequent durchgehalten hätte.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 16.01.2019 19:43:40 | IP (Hash): 1929086186
    Viola82 schrieb:
    früh nicht gemessen und nicht gefrühstückt, da ich zum Arzt musste und unklar war, ob nochmal Blut abgenommen wird.
    mittags nüchtern: 14,6 :-(
    1h nach dem Essen: 14,6 (?)
    1h nach dem Essen 1h Schwimmen, danach: 12,5
    Das Essen scheint bei mir überhaupt keine Rolle zu spielen? Kann das denn sein?

    Hallo Viola.

    erst mal willkommen hier im Forum. :=)

    Deine beobachteten Werte sind nichts unnormales. Typ2-Diabetiker berichten häufig darüber, dass ohne Frühstück ihr BZ immer weiter ansteigt, bis sie endlich etwas essen. Das ist dir wahrscheinlich vor dem Mittagessen passiert. Mit Frühstück hätte der Wert vor dem Mittagessen vielleicht bei 11 oder 12 gelegen und die 14,6 nach einer Stunde würden dazu passen. Aber das wirst du ja noch oft genug bei weiteren Mahlzeiten beobachten können. Gut, dass du deinen BZ so selbst misst und beobachtest.

    Auch gut finde ich, dass du dich für eine LOGIsche Ernährung entschieden hast. Die KH so weit zu reduzieren, ist aus meinen Erfahrungen gar nicht nötig, es sei denn, du willst dich ketogen ernähren. Probiere ruhig mit deiner Ernährung ein bisschen rum und kontrolliere den Effekt auf den BZ. Wenn du Anregungen zu LOGI haben möchtest, dann kann ich dir das Buch "Stopp Diabetes" von Gonder, Riechert und das LOGI-Forum https://forum.nicolai-worm.de/ empfehlen.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 16.01.2019 19:44:00. Grund: .
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    am 16.01.2019 20:41:22 | IP (Hash): 1733102221
    Lieber Jürgen, lieber Rainer,

    vielen Dank für eure Tipps.

    Das mit dem Leberfasten werde ich mir mal näher anschauen. Hab mich damit noch nicht beschäftigt, klingt aber interessant. Gibt es irgend eine Seite auf der ich mich informieren kann, worauf ich achten muss, wenn ich ohne Shakes Leberfasten möchte? Ich schließe nicht aus das zu probieren, da ich aber wirklich kein Shake-Fan bin würde ich erstmal versuchen das ganze ohne zu schaffen - eine Mischform wäre für mich auch denkbar (shakes an manchen Tagen, an manchen nicht - oder ist davon abzuraten?). Mit meiner aktuellen Ernährung komme ich (denke ich zumindest) auch nicht über die 800kcal (sollte ich vielleicht mal in einem Online-Kcal-Rechner überprüfen).
    Aber was heißt schon aktuelle Ernährung - nach zwei Tagen sollte man das vielleicht noch nicht so bezeichnen. Im Moment ist die Motivation riesig, hoffe das hält an.

    Das Frühstück habe ich bisher weggelassen, weil ich echt kein großer Frühstücker bin (außer am WE, in der Woche ist mir das zu früh) und da ich möglichst schnell ein paar kg abnehmen möchte (was mit weniger Mahlzeiten leichter fällt). Ich werde das trotzdem mal ausprobieren mit dem Frühstück. Beim Abendessen ergings mir ähnlich wie mittags: vor dem Essen 12,2 und nach dem Essen 12,6 - also auch kaum eine Erhöhung.

    Mal sehen wie es mir mit dem Metformin ergeht, habe es im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung schon bis in die Frühschwangerschaft genommen. Das Einschleichen war damals der reinste Horror. Kurz nach der Einnahme Übelkeit, Magenkrämpfe usw. Hab heute mit 500mg zum Abendessen genommen und da ich gar keine Probleme damit habe vorhin nochmal 500mg nachdosiert. Das sollte doch eigentlich kein Problem sein, oder? Ich soll so schnell wie möglich auf 1000mg abends + 500mg morgens steigern. Ich glaub ich wähl den schnellen Weg, bis Montag bin ich nämlich krankgeschrieben und da komm ich mit den Nebenwirkungen besser zurecht.
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    am 16.01.2019 20:57:51 | IP (Hash): 1929086186
    Viola82 schrieb:
    ...

    Ja, hier findest du auch viel Infos und Erfahrungsberichte zum Leberfasten:
    https://forum.nicolai-worm.de/
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    am 16.01.2019 21:50:12 | IP (Hash): 510122268
    https://forum.nicolai-worm.de/index.php/Thread/20365-INSULINER-Erfahrungen-z-B-mit-besonders-kleinem-Schmalhans-SchmalLOGI/?pageNo=1 war meine Variante

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    am 16.01.2019 22:22:55 | IP (Hash): 1733102221
    Ich habe mir heute Abend gleich das Buch von Dr.Worm als E-Book gekauft und gefühlt schon die Hälfte gelesen. Sehr informativ, aber auch sehr erschreckend - hab mich dann auch nochmal mit meinen Blutwerten auseinandergesetzt, das muss ich erstmal verdauen. Die Triglyceride sind ja genauso schlecht wie die Blutzuckerwerte. Ich hoffe, dass ich das wirklich schnell in den Griff bekomme...
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    am 16.01.2019 22:48:25 | IP (Hash): 1733102221
    Eine Frage habe ich noch: Kann mir jemand sagen wie lange es dauert, bis das Metformin richtig wirkt? Tritt die Wirkung sofort ein oder erst nach einigen Tagen bis Wochen?
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    am 16.01.2019 23:42:25 | IP (Hash): 510122268
    Metformin bremst die Glukose-Ausgabe der Leber. Macht es eigentlich von da an, wo es da hinein gelangt. Aber die Bremswirkung ist nicht gewaltig. Schließlich wird da der BZ auch nicht gesenkt, wie Du aus Deiner KiWu Zeit weißt, sondern nur ein bisschen am Ansteigen gehindert. Ne Woche Leberfasten ist garantiert um Welten wirksamer als ne Woche Höchstdosis Metformin.

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    am 17.01.2019 00:21:11 | IP (Hash): 609268810
    Wie Jürgen schon sagt,
    die Einnahme von Metformin ist eine gute Unterstützung.
    Um vieles wirksamer und nachhaltiger ist die Veränderung des Lebensstils mit Ernährungsumstellung und mehr Bewegung.
    Es ist beinahe schon egal, mit welcher Ernährungsweise du sich anfreundet, wichtig ist eine Kalorienrestriktion und das Ende des Bombardements mit leicht verfügbaren Kohlenhydraten.
    Bearbeitet von User am 17.01.2019 00:22:14. Grund: .
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    am 17.01.2019 06:09:47 | IP (Hash): 363002209
    Viola82 schrieb:
    Die Triglyceride sind ja genauso schlecht wie die Blutzuckerwerte. Ich hoffe, dass ich das wirklich schnell in den Griff bekomme...

    Na klar, das kriegst du mit dem eingeschlagenen Weg schnell in den Griff.

    Schnell heißt aber nicht in wenigen Tagen oder Wochen, sondern in ein paar Monaten. Die Zeit hast du auch. Es geht nicht um die schnelle Senkung von BZ und Triglyceriden, es geht um dauerhafte Verbesserung. Dass der BZ dabei noch eine Weile zu hoch verläuft, ist kein Problem. So lange die Werte in die richtige Richtung gehen, bist du gut dabei - egal ob das nun 3 oder 4 Monate oder noch länger dauert.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 17.01.2019 06:10:47. Grund: .
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    am 17.01.2019 08:43:28 | IP (Hash): 1493777981
    Gestern Abend 11,9, heute nüchtern 13,2 - kann man das schon als ersten Erfolg sehen?

    Wenn "schnell" nicht in Tagen/Wochen bedeutet, wäre es dann sinnvoll anfangs mit Insulin die Werte zu senken und das Insulin dann mit besser werdenden Werten zu reduzieren bzw. wieder davon los zu kommen, oder wöre eine Insulingabe bzgl. Leber, Blutwerten und Gewichtsreduktion eher kontraproduktiv?
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    am 17.01.2019 10:12:45 | IP (Hash): 363002209
    Viola82 schrieb:
    Wenn "schnell" nicht in Tagen/Wochen bedeutet, wäre es dann sinnvoll anfangs mit Insulin die Werte zu senken ...

    Alles was (nicht nur einmalig) in die richtige Richtung geht, ist ein Erfolg. Besonders gut kannst du den Erfolg am weiteren Sinken der Nüchternwerte ablesen.

    Die schnelle Senkung mit Insulin wäre eine Option und manchmal wird das auch gemacht. Dummerweise gibt es aber Studien, die raus gefunden haben, dass sich bei einer schnellen Senkung mit starken Diabetesmedikamenten ein starkes Risiko für Neuropathien und Retinopathien ergibt. Also gehe lieber in Ruhe die Tippel-Tappel-Tour. Nachteile ergeben sich daraus nicht, aber du kannst die beschriebenen möglichen Risiken vermeiden.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 17.01.2019 10:13:02. Grund: .
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    am 17.01.2019 10:26:31 | IP (Hash): 1734406319
    Insulin hat keine einheitlich für alle berechenbare Wirkung, sondern die muss bislang für jeden neuen User in Wochen systematischen Testens herausgefunden werden. Was Du damals in der Schwangerschaft erlebt hast, war derbe übers Knie gebrochen und ist insgesamt nur deswegen für Schwangere einigermaßen erträglich, weil es sich da um recht wenig zu hohen BZ handelt, der da mit recht kleinen Dosen ausgeglichen werden kann/konnte. Und da konnte frau auch schnell mal nen Happen reinschieben, wenn der BZ ein bisschen zu tief gesunken war/sinken wollte.

    Wenn Du heute in der Größenordnung spritzen würdest, würdest Du wahrscheinlich keinerlei Effekt messen. Für den müsstest Du dir sehr viel mehr einjagen und hättest dann ne Menge aufzuessen, wenn sich Dein BZ mit Deinem allgemeinen SehrWenigEssen recht plötzlich praktisch von selbst ein vergleichsweise gewaltiges Stück senken sollte.

    UND mit möglichem schnellem Normalisieren des BZ-Verlaufs ohne großen Medi-Einsatz gibt es einstweilen keine negativen Erfahrungen. Daumendrück !!!

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    am 17.01.2019 16:41:31 | IP (Hash): 1493777981
    Hallo zusammen,

    ich habe noch eine Frage. Hab mich jetzt mit euren Links durch ein paar Threads im LOGI-Forum geschlagen. Dort wird viel zur Fettleber hin und her diskutiert und es fällt mehrfach die Empfehlung per Ultraschall untersuchen zu lassen, ob man eine Fettleber hat. Ich frage mich an dieser Stelle: Warum sollte man diese Untersuchung machen? Wenn man Leberfastet und die Werte wieder in den Griff bekommt, welche Vorteile hat dann die Diagnose? Hat das irgend einen Einfluss auf die Behandlungsform beim Arzt?
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    am 17.01.2019 17:04:25 | IP (Hash): 363002209
    Du brauchst die Ultraschalluntersuchung nicht unbedingt. Damit könnte dein Arzt dann gut untersuchen, wie sich deine nichtalkoholische Fettleber (NAFL) verbessert hat. Das kann er bei dir noch viel besser an den verbesserten BZ-Werte sehen.

    Ohne Ultraschall kann man auch schon viel am Fettleberindex FLI sehen. Den kannst du ja hier mal mit dem FLI-Rechner in der Mitte des Beitrags ausrechnen:
    https://www.diabetes-online.de/a/fettleber-diabdialog-mit-dr-nicolai-worm-1703137
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    am 17.01.2019 17:44:47 | IP (Hash): 1493777981
    Den Index habe ich berechnet mit erschreckendem Ergebnis, da ja die Triglyzeride so hoch sind und der BMI ja auch. Der Arzt meinte die Triglyzeride würden mit dem Blutzucker wieder sinken. Den Index werde ich wohl erst wieder in 6 Monaten berechnen.

    Und ich habe schon die nächste Frage. Angeblich - ich selbst bekomme es ja nicht mit - habe ich seit 2 Tagen v.A. morgens üblen Mundgeruch. Sprich, seit ich mich so drastisch KH-arm ernähre. Habe gelesen, dass das von Ketonen kommen kann. Was ich nicht verstehe: diese bilden sich (wie ich gelesen habe) um das Gehirn zu Versorgen, wenn zu wenig Glukose im Blut ist. Was bei meinem Blutzuckerspiegel doch wirklich nicht anzunehmen ist - oder ist bei mir alles so kaputt, dass mein Körper gar nicht mehr weiß was er tut? :-/
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    am 17.01.2019 19:54:02 | IP (Hash): 363002209
    Du machst einen Fehler, der leider von vielen gemacht wird. Du verwechselst die gefährliche Ketoazidose mit der ganz normalen und in keiner Weise gefährlichen Ketose.

    Was du bei dir bemerkst ist sehr wahrscheinlich die ungefährliche Ketose. Die macht sich am Anfang auch durch Acetongeruch bemerkbar. Das vergeht wieder, wenn du länger oder öfter in Ketose bist.

    Eine Ketoazidose wäre bei dir äußerst unwahrscheinlich. Dazu gehört neben sehr hohem BZ auch noch absoluter Insulinmangel. Du hast noch ausreichend Eigeninsulin, sonst könnten sich deine Werte nicht so verbessern, wie du es beschreibst.

    Alles Gute, Rainer
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    am 17.01.2019 20:39:25 | IP (Hash): 1734406319
    also hast Du eine ganz normale Ketose, die sich bei uns allen immer dann einstellt, wenn wir sehr viel weniger essen, als wir verbrauchen. Dann schaltet unser Organismus von Glukose- auf Fett-Versorgung um, damit nicht durch das großzügige Umwandeln von Eiweiß zu Glukose zu viel Muskelmasse abgebaut wird. Und in dem Maße, in dem die Fettversorgunng voll funktioniert, geht die Ketose auf das notwendige Mindestmaß ohne Mundgeruch zurück ;)

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    am 17.01.2019 21:27:16 | IP (Hash): 1493777981
    Ok, also erstmal abwarten. Dann ist der Mundgeruch in Hinblick auf die Leberentfettung also eigentlich etwas erfreuliches.

    Erfreulich war außerdem:
    vor dem Abendessen: 10,2 - nach dem Essen 30 min zügiger Spaziergang
    1h nach dem Esse: 8,8 - ich hab gleich 2x gemessen, weil ich es erst nicht glauben konnte.
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 17.01.2019 21:55:36 | IP (Hash): 1734406319
    WAU!!!

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    am 17.01.2019 22:17:17 | IP (Hash): 363002209
    Viola82 schrieb:
    1h nach dem Esse: 8,8 - ich hab gleich 2x gemessen, weil ich es erst nicht glauben konnte.

    Da wird bei dir wohl doch nichts aus den 3...4 Monaten, die es eigentlich dauert.

    Das kleine Stückchen von 8,8 zu den gesunden 7,8mmol/l für den 1h-Wert schaffst du bestimmt bestimmt ganz schnell. Dass die Nüchternwerte nur langsam nachfolgen, wenn die Nachessenwerte gut werden, ist auch normal.

    Weiter viel Erfolg, Rainer
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    am 21.01.2019 11:00:42 | IP (Hash): 1024612522
    Sieht in der Tat so aus als würde es schneller gehen. Hatte heute einen Arzttermin zur Besprechung der Werte. War schwer zufrieden und auf das Insulin können wir zum Glück erstmal verzichten. Der Blutdruck macht noch etwas sorgen.

    War gestern früh nüchtern bei 7,9 heute schon bei 7,3. Eine Stunde nach dem Essen schaffe ich es mit Bewegung (danke für den Tipp!) teilweise auf Werte zwischen 4,6 und 5,6!