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    am 16.02.2019 08:27:09 | IP (Hash): 1199446936
    Guten Morgen,

    Gestern war mein Mann beim Arzt und bekam den aktuellen Labortest.

    HBA1c: 6,1 , im Dezember 6,0, und letzten Jahres Juli 8,5.

    Cholesterin ( mit dem er auch Probleme hat ), betrug diesmal 224, letzten Jahres 286.

    Soweit alles klar, aber wisst ihr was Glukose in Rahmen einer Blutkontrolle bedeutet? Dieser betrug 129, Dezember 148, und letzten Jahres 221.

    Ich war schon etwas erstaunt, bzgl dem LZ Wert das der doch so niedrig ausfiel. Aber sollte er sich wirklich wie man liest, den Wert zw 7 bis 7, 5 belassen? denn angeblich je niedriger er ist, desto höher widerrum die Folgen. So las ich das mal aus einer Studie.

    So wie es aussieht, muss das CHOL weiter gesenkt werden. verzichten zwar auf so vieles schon, also keine Transfette mehr, genauso versuchen wir nicht mehr wie 25 g gesättigte Fettsäuren zu essen.

    LG
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    am 16.02.2019 09:11:01 | IP (Hash): 1410070846
    waterfall18 schrieb:
    HBA1c: 6,1 , im Dezember 6,0, und letzten Jahres Juli 8,5.
    Soweit alles klar, aber wisst ihr was Glukose in Rahmen einer Blutkontrolle bedeutet? Dieser betrug 129, Dezember 148, und letzten Jahres 221.
    Aber sollte er sich wirklich wie man liest, den Wert zw 7 bis 7, 5 belassen? denn angeblich je niedriger er ist, desto höher widerrum die Folgen. So las ich das mal aus einer Studie.


    Ein wirklich guter HbA1c-Wert - Glückwunsch euch beiden. :=)

    Glukose bedeutet BZ und da dein Mann wahrscheinlich bei der Blutabnahme nüchtern war, handelt es sich um den Nüchternblutzucker. Das wäre übrigens eine gute Gelegenheit, die Genauigkeit eures Messgerätes zu überprüfen. Dazu müsstet ihr bei der Blutentnahme den BZ auch mit dem Handmessgerät messen und könntet dann diesen Messwert mit dem genauen Laborwert vergleichen.

    Zu deinem Vorhaben, das HbA1c auf 7% ansteigen zu lassen, wirst du hier im Forum von den Diabetikern mit Langzeiterfahrung kaum Zustimmung bekommen. Zur ACCORD-Studie, die du als Grundlage anführst, gibt es ausreichen kritische Beurteilungen. Auch die solltest du lesen. Der Hauptunterschied zu dem, was ihr macht, ist, dass für die Studienteilnehmer ohne eigenes Zutun mit 3 und mehr Medikamenten der BZ aggressiv gesenkt werden sollte. Das ist bei einigen schief gegangen. Hier hast du mal eine differenzierte Sicht auf die Ergebnisse der verschiedenen Diabetesstudien: https://www.diabetes-news.de/nachrichten/langzeitergebnisse-der-studien-ukpd-accord-advance

    Mir ist noch kein Bericht und auch noch keine Studie untergekommen, bei dem ein gutes HbA1c sich negativ ausgewirkt hat, wenn es durch eigene Bemühungen mit Ernährung und Bewegung und lediglich ergänzender Medikation erreicht wurde. Ein höheres HbA1c lässt sich leicht erreichen, jedenfalls am Anfang. Da sich dadurch aber der Diabetes schneller verschärft, wird es dann irgendwann sehr viel schwieriger, den höheren Wert auch zu halten. Ich rate euch dringend davon ab.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 16.02.2019 12:22:10. Grund: .
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    am 17.02.2019 10:06:31 | IP (Hash): 1199446936
    guten Morgen,

    ja nüchtern war er, aber es wurde eben der BZ rein rechnerisch gesehen erst 1 stunde nach dem aufwachen gemessen. es wird ja gesagt, das der Wert eigentlich unmittelbar nach dem Erwachen ausschlagbarer ist.

    okay, dann werden wir unsere Lebens/ Ernährungsweise beibehalten, und auch nicht versuchen den Wert noch mehr bewusst runterzuschrauben. Diese eine Studie hat uns eben wie gesagt etwas verwirrt, aber deine Erklärung klingt plausibler und logischer.

    Der Wert hat uns schon etwas erstaunt. Denn ich muss sagen, trotz gesunder Lebensweise, hat er doch ab und an genascht, Quarkfruchtspeisen, oder auch sogar mal 2 kleine Stückchen Schokolade. Ich sehe das eher auch so, dass die Menge das "Gift" macht. Und das ein Diabetiker ja eigentlich auch alles essen darf. Und es stellt auch gar keinen Vergleich zu früher dar,, wo abends regelrechte (F)ressorgien stattfanden (Chips etc ).

    Nur der CHOL Wert ist noch über 200. Und wir wissen nicht wie wir den noch etwas zurückbringen können. Wir halten uns meist daran nicht mehr wie 25 g gesättigte Fettsäuren zu essen. Habt ihr da vielleicht auch einen Tipp?

    LG
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    am 17.02.2019 10:25:29 | IP (Hash): 572811963
    waterfall18 schrieb:
    Nur der CHOL Wert ist noch über 200. Und wir wissen nicht wie wir den noch etwas zurückbringen können.

    Mein Tipp:

    weiter machen wie bisher und den nächsten Wert abwarten.

    Die Lipidwerte brauchen bei Änderung der Ernährung viel Zeit, um sich neu einzustellen. Insofern könnt ihr darauf hoffen, dass das Cholesterin noch weiter runter geht. Ein leicht erhöhter Wert richtet übrigens auch nicht innerhalb kurzer Zeit Schaden an, dazu braucht es schon Jahre bzw. sogar Jahrzehnte.

    Wenn ihr etwas konkretes machen wollt, dann wäre die Einzelwerte für LDL- und HDL-Cholesterin und nach Möglichkeit auch noch die Triglyceride sinnvoll. Fragt bei der nächsten Blutabnahme doch mal nach, ob diese Werte mitbestimmt werden können. Eventuell müsst ihr das dann selber bezahlen, aber viel mehr als 10€ wird das nicht ausmachen.

    Übrigens spielt der BZ auch für die Lipidwerte ein große Rolle. Wenn ihr tatsächlich den BZ für ein 7er HbA1c ansteigen lassen würdet, dann würden sich garantiert das Cholsterin und besonders auch die Triglyceride erheblich verschlechtern. Glücklicherweise habt ihr das nicht mehr vor.

    Weiter alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 17.02.2019 12:35:24. Grund: .
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    am 17.02.2019 12:48:28 | IP (Hash): 1199446936
    Huhu,

    danke nochmal für deine Antwort.

    Denke auch, das man einfach das nächste Ergebnis abwarten soll. Bzgl dem Cholesterin: Die Ärztin vermerkte auf dem Befund lediglich HDL - Triglyceride. Die genaeren Werte wie sich HDL und LDL zusammensetzt, muss er beim nächsten Mal erfragen.
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    am 24.02.2019 10:20:43 | IP (Hash): 513015451
    Nachtrag : trotz des überraschenden positiven lz ergebnis waren die nüchternwerte nie unter 140. Das ist ja eigentlich nicht optimal. Soll man dennoch trotz guten endergebnis die nüchternwerte niedriger bekommen?

    Immerhin haben sie sich seit paar Wochen auf die 134 eingependelt.
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    am 24.02.2019 11:01:34 | IP (Hash): 831995458
    waterfall18 schrieb:
    trotz des überraschenden positiven lz ergebnis waren die nüchternwerte nie unter 140. Das ist ja eigentlich nicht optimal. Soll man dennoch trotz guten endergebnis die nüchternwerte niedriger bekommen?

    Es kommt darauf an ...

    Wenn die Werte in der Nacht unter 100 liegen und nur am Morgen der BZ auf die 140 ansteigt, dann könnt ihr das akzeptieren. Nach den Mahlzeiten wäre das ja auch ein guter Wert, gegen den kurzzeitig nichts einzuwenden ist. Wenn dagegen der Wert die ganze Nacht über weit über 100 verläuft, dann würde ich etwas dagegen unternehmen, sinnvoll wäre dann die Unterstützung mit Metformin.

    Ihr könnt das ja nachts mal stichprobenweise überprüfen. Das gute HbA1c deutet eigentlich schon darauf hin, dass der BZ nur morgens so ansteigt und nicht nachtsüber dauerhaft zu hoch ist.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 24.02.2019 11:01:54. Grund: .