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Vorstellung - Diabetes Typ1 hba1c 5,9%
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am 20.03.2019 10:13:59 | IP (Hash): 1877004861
Hallo zusammen
ich bin 30 Jahre alt und bei mir wurde letzten November Typ1 festgestellt - inkl. 10 tägigen Krankenhausaufenthalt und 3 Tage auf der Intensivstation.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich einen Blutzucker von fast 900 und der hba1c lag bei 14,7%.
Momentan liegt mein Zielbereich bei 80-120 und der hba1c bei 5,9%.
Ich mache relativ viel Sport (Crossfit, Squash, Fitness, Joggen) und habe, vor allem beim Crossfit, das Problem, dass mein Blutzucker schon mal auf 250 hoch geht, aber danach natürlich auch sehr schnell wieder fällt - kann ich solche peaks vermeiden oder ist das gar nicht sooo schlimm?
Ich versuche eigentlich mit meinem BZ unter 200 zu bleiben.
Das klappt Mittags und Abends eigentlich ganz gut, nur morgens kann es dann schon mal über 200 gehen - vor allem wenn ich mal weniger esse (spritze erst ab 3 KE, sonst ist der BZ bis zum Mittag zu niedrig)
Ich frühstücke meist Brot mit irgendwelchen veganen Aufstrichen und Gemüse/Salat dazu.
Sollte ich vielleicht noch irgendwelche langsameren KH einbauen oder generell auf Brot verzichten morgens? Oder wie kann ich das am besten regulieren?
Ich schicke meinem Arzt alle 2 Wochen meine Werte und er ist immer super zufrieden, aber ich irgendwie noch nicht zu 100%.. :-)
Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps für mich, ansonsten werde ich mal hier im Forum etwas lesen.
vielen Dank
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am 20.03.2019 15:33:41 | IP (Hash): 1763840728
Hallo Uglyjoe,
was den Sport betrifft, brauchst Du dir meiner Meinung nach keine Sorgen machen. Ich mache ebenfalls sehr viel Sport, Joggen und Tischtennis. Beim Joggen esse ich mich vorher bis auf ca. 230 -250 hoch und erst dann laufe ich los, da ich eine Unterzuckerung beim Laufen vermeiden möchte. Beim Tischtennis, wenn ich ein Wettkampfspiel habe, kann es sein das ich bis auf 380 hochschieße (Adrenalienausstoß). Diesbezüglich habe ich mit meinem Diabetologen auch schon gesprochen, der meinte nur, das sei alles in Ordnung und habe keine negativen Auswirkungen, da es ja meist nur von kurzer Dauer ist.
LG tecumseh
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Elfe
Rang: Gastam 20.03.2019 19:07:22 | IP (Hash): 1853499897
Hallo,
oh je, war bei Dir ein heftiger Einstieg.
War bei mir nicht ganz so arg per Werte und ambulante Behandlung von Anfang an.
Mein Zielwert liegt bei Punkt 100 mg/dl, um genügend Puffer zu haben bes. zu UZ (unter 60 mg/dl).
Augenmerk meines Arztes liegt eher auf zu niedrigen Werten - hohe Werte (manchmal an die 300 mg/dl) interessieren eher mich ;-) oberhalb der Nierenschwelle von ca. 180 mg/dl.
Hatte zu Anfang einfache Vorgaben vom Arzt, wie ich Kohlenhydrate per Mahlzeiteninsulin berücksichtigen muss: 1 BE zu 1 Einheit.
INSULINER-Schulung war dann so allgemein zu Kohlenhydrate etc., auch BZ-Senkung durch Sport möglich.
Die Feinabstimmung der Insulindosen findet aber im ärztlichen Quartals-Gespräch statt, einschließlich sogen. IE/BE-Faktoren und Basalratentest, wie man was überprüfen und anpassen kann.
Insulinempfindlich hatte ich so viele tiefe Werte, daß ich noch in einen Hypo-Kurs musste.
Da wird im Prinzip die Grundschulung wiederholt, allerdings mit Augenmerk auf nicht mehr so offensichtliche Hypoanzeichen und eben auch Senkung per Bewegung einrechnen (Dosen in Wirkung nicht 'übereinander' spritzen).
Werde immer wieder ärztlich ermahnt, auch kurzzeitig hohe BZ-Werte 'zuzulassen'.
Stimmt wohl anhand meines HbA1c-Wertes deutlich unter 6. obwohl starker Streuung nach unten & oben.
Kontrolliere BZ nach bestimmten Vorgaben:
Nach Mahlzeit 3 h, ob Insulin (Wirkungszeit) und Mahlzeit gepasst hat,
vor Autofahren oder Sport ev. zusätzlich.
Habe so und so immer Traubenzucker dabei, falls sich trotz eigener Einschätzung ein UZ anzeigen könnte.
Auch das ist ein Resultat der Schulungen und ärztlicher Ermahnungen, prophylaktisch immer dieses am man.
Wichtig ist für Dich, das Insulin an Dein Essen anzupassen (umgekehrt war früher) und andere BZ-relevanten Parameter zu berücksichtigen.
Gruß Elfe