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Insulinresistenz - Leberschaden durch Tabletten - Und jetzt?

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    am 25.03.2019 01:20:29 | IP (Hash): 59900792
    Elfe schrieb:
    'Leichte' Kost bei der Erwähnung von Fleisch ist jedenfalls m. E. nicht gegeben, es sei denn nur noch Geflügelfleisch oder fettarmer Schinken ist Bestandteil.


    Bei mir gibt es nur Pute, alles andere mag ich inzwischen gar nicht mehr.

    Elfe schrieb:
    Unabhängig vom Insulinthema, stellt sich die Frage, warum du meinst, daß du Velmetia und Jardiance 'nicht mehr verträgst'.
    Wäre ungewöhnlich, bei so vielen Anwendern der genannten Medikamente, von einem toxischen (giftig) Problem auszugehen.


    Weil die Leberbiopsie eine toxische Schädigung der Leber durch Medikamente hervorgebracht hat und ich NUR diese zu mir nahm? (nehme weder Schmerztabletten noch irgendwas anderes!)

    Elfe schrieb:
    Für Gelbsucht als Symptom werden als Ursache viele Möglichkeiten beschrieben, siehe z.B.
    https://www.apotheken-umschau.de/gelbsucht
    Hast du ggfs. noch andere Symptome, die helfen könnten, weitere Untersuchen durch Fachärzte zu unterstützen ?


    Wir drehen uns im Kreis, die Untersuchungen sind bereits gewesen, das Ergebnis steht fest!

    Elfe schrieb:
    Welcher Facharzt ist dein Diabetologe ? Allgemeinmediziner oder Internist ?
    Ein Internist (mit Fortbildung Diabetologie) ist als Lotse durch alle möglichen weiteren Spezialuntersuchungen besser geeignet - gibt erstaunlich viele Möglichkeiten per spezieller Blutanalyse und technischer Apparate.
    Könnte sein, daß hinter der Gelbsucht ein ganz anderer Grund steckt, als du gerade vermutest.


    Ich vermute gar nichts, es ist fakt... Mein Diabetologe ist Diabetologe (mit diversen Titeln) und natürlich normaler Arzt, das ist ja die Grundvoraussetzung um als Arzt zu arbeiten. Allerdings ist er kein Internist.
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    am 25.03.2019 02:15:01 | IP (Hash): 59900792
    Vielleicht sollte ich noch einmal detailliert mein Erlebnis letztes Jahr schildern. Ich hatte starken Juckreiz überall, gelbe Haut und gelbe Augen, dunkler Urin, Lehmfarbener Stuhl. Ich bin dann direkt ins Krankenhaus (haben auch dort eine spezielle Hepatologie Abteilung). Dort wurde ich eine Woche lang Untersucht. Erst wurden die akuten Dinge wie Gallenverschluss, Gallensteine und Gallenentzüngung abgeklärt, Nichts. Danach wurden alle Hepatitis A-D ausgeschlossen sowie eine Autoimmungerkrankung. Anschließend MRT und CT. Nichts auffälliges bis auf eben die Fettleber. Nach 4 Tagen wurde dann letztendlich die Leberbiopsie gemacht und ich nach Hause geschickt, weil man eh nicht mehr machen könnte. Die Leber kann man nicht therapieren und ohne zu wissen was los ist schon gar nicht. Nachdem das Ergebnis kam (toxische Schädigung der Leber durch Medikamente und eine bereits leichte Leberfibrose, das ist die Vorstufe zur Leberzirrhose) musste ich die Tabletten absetzen und wurde dann direkt mit Insulin vertraut gemacht. Engmaschige Kontrolle der Blutwerte, alles wurde besser, bis auf meinen hbca1 Wert, der wurde schlechter. Also Insulinmenge so hochdosiert wie möglich, immer noch gleiches Ergebnis. Daher meinte mein Diabetologe man sollte es noch einmal mit Tabletten versuchen, jedoch ohne Repaglinid. Jetzt 4 Wochen später habe ich bereits wieder gelbe Augenringe und es würde vermutlich auf das gleiche wie oben hinauslaufen... daher dieser Post weil ich einfach nicht weiter weiß und auf Erfahrungen anderer hoffte. Allerdings bin ich wohl einer dieser Einzelfälle :(

    Wegen Metformin habe ich auch mal gesucht und diesen "Leitfaden" von der Uni Klinik München gefunden (dort wird es als Ursache für Leberschäden genannt):
    http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Medizinische-Klinik-und-Poliklinik-II/download/inhalt/downloads/klinikleitfaden/kapitel_34_lebererkrankun.pdf
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    am 25.03.2019 12:58:39 | IP (Hash): 1140227185
    Die Leber ist halt das Organ, in dem ALLES, was wir irgendwie aufnehmen, für seine weitere Verwendung irgendwo im Organismus via Blutkreislauf auf- oder wengstens vorbereitet wird. Schon Mist, wenn sie irgendwas nicht verträgt, was wir eigentlich irgendwie gebrauchen könnten.

    Als besondere Belastung für die Leber gilt Fett, wenn sie es einlagern. Denn die Leber ist von Hause aus nicht als Fettspeicher eingerichtet, kann aber mit Überlastung dazu gezwungen werden. Die Gänsestopfleber ist dafür das Paradebeispiel, übrigens mit Getreidebrei, also KHs!

    Die bisher einzige Möglichkeit, der verfetteten Leber ihre Fettlast abzunehmen, geht mit Fasten bzw. sehr wenig Essen. Damit wird sie schlicht gezwungen, zuerst die nächstliegende Speichermasse an- und aufzubrauchen, und das ist die, die sie sich selbst falsch eingelagert hat. Funktioniert sogar sehr förderlich mit über 20 Jahre altem T2: Hab meinen alltäglichen Insulinbedarf gut halbieren können, und zwar im Zeitrahmen von Herrn guten Woche. Für den Erhalt des Erfolgs wird empfohlen, die knappe Küche wenigstens 2 weitere Wochen beizubehalten.

    Nach Berlin guten Woche ist auf der Waage noch so gut wie kein Gewichtsverlust ablesbar, aber wenn man eh Kilos über hat, kann man ja auch über die Konsolidierungszeit hinaus verlängern. Daumendrück :)

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 25.03.2019 14:52:06 | IP (Hash): 410050975
    datobi schrieb:
    Wegen Metformin habe ich auch mal gesucht und diesen "Leitfaden" von der Uni Klinik München gefunden (dort wird es als Ursache für Leberschäden genannt):
    http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Medizinische-Klinik-und-Poliklinik-II/download/inhalt/downloads/klinikleitfaden/kapitel_34_lebererkrankun.pdf

    Hallo datobi,

    deine Zusammenstellung ist leider ohne Datum und wahrscheinlich nicht ganz vollständig. Repaglinid und Metformin sind aufgeführt, Sitagliptin jedoch nicht. Insofern könntest du anstelle des Kombimedikaments Velmetia nur Jauvia, Xelevia o.ä. nehmen. Leider spricht dieser Artikel dagegen:
    https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/Bekanntgaben/Archiv/2010/20100611.html

    Hast du dich unterdessen schon mal näher mit GLP1-Analoga, z.B. Trulicity befasst?
    Bearbeitet von User am 25.03.2019 14:53:19. Grund: .
  • Elfe

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    am 25.03.2019 18:50:49 | IP (Hash): 824047619
    Hallo Datobi,

    habe dich insgesamt verstanden, was du an Untersuchungen und Versuche hinter dir hast.
    Die offensichtlichen ! organischen ! Gründe wurden untersucht - Fettleber ist die einzige sichere Diagnose.
    Dagegen kann Jürgens Hinweis dienen, es mit Fasten bzw. Formula-Diät zu versuchen.
    Weniger Kalorien aufnehmen, ist da das einzig wahre.

    Lässt sich auch mit normalen Lebensmitteln hinbekommen, wenn man sich mit Energiedichte/Sättigungsgefühl beschäftigt.
    Daß du Putenfleisch nicht mehr sehen kannst, ist nachvollziehbar.
    Habe so etwas nur als Aufschnitt, festes Stück Fleisch in warmer Mahlzeit auch nur selten und eher kleine Menge.
    Ei in jeglicher Form ist da so meins, kann ich viel besser verdauen und Insulingabe besser dosieren.

    Du warst in einer Klinik für die ganzen Untersuchungen !
    Die Profs Docs sind so spezialisiert, daß die nur ihr Fachgebiet auf dem Schirm haben.
    War zu meinem Problem in Spezialabteilung, echt nicht gut.
    Haben ambulanten Befund per MRT verneint - war mit den selben Bildern dort.

    Medikamente als alleinigen toxischen Grund zu sehen, ist mehr als oberflächlich.
    Wurde denn seitens der Ärzte ev. Kontakt mit Giften in deinem Umfeld besprochen, ev. per Blutanalyse bestimmt !?
    Wohnsituation - Altbau, Bleirohre z.B.
    Arbeitsumfeld - Umgang mit gefährlichen Stoffen per Einatmen, Aufnahme per Hautkontakt z.B.

    Diabetologie ist eine Fortbildung/Spezialisierung, die auf Facharzt Allgemeinmedizin oder Internist aufsetzt.
    Ein Allgemeinmediziner hat den Überblick über den menschlichen Organismus,
    ein Internist kennst sich besser mit den inneren Organen aus.

    Mein Diabetologe ist Internist und überweist mich an andere Spezialisten, die Organe besser untersuchen können. Die entsprechenden Ergebnisse werden von ihm beurteilt und ggfs. die Medikamentenverschreibung übernommen.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 25.03.2019 18:55:21. Grund: Korrektur Schreibfehler
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    am 26.03.2019 07:46:32 | IP (Hash): 59900792
    Elfe schrieb:
    Medikamente als alleinigen toxischen Grund zu sehen, ist mehr als oberflächlich.
    Wurde denn seitens der Ärzte ev. Kontakt mit Giften in deinem Umfeld besprochen, ev. per Blutanalyse bestimmt !?
    Wohnsituation - Altbau, Bleirohre z.B.
    Arbeitsumfeld - Umgang mit gefährlichen Stoffen per Einatmen, Aufnahme per Hautkontakt z.B.


    Kein Altbau, Insgesamt Privat nichts verändert, Beruflich nur am PC daher keine gefährlichen Stoffe.

    Elfe schrieb:
    Diabetologie ist eine Fortbildung/Spezialisierung, die auf Facharzt Allgemeinmedizin oder Internist aufsetzt.Ein Allgemeinmediziner hat den Überblick über den menschlichen Organismus, ein Internist kennst sich besser mit den inneren Organen aus.


    Schon klar, er leitet aber sein Fokus ist auf Diabetes Patienten "Zentrum für angewandte Diabetologie".

    Elfe schrieb:
    Mein Diabetologe ist Internist und überweist mich an andere Spezialisten, die Organe besser untersuchen können. Die entsprechenden Ergebnisse werden von ihm beurteilt und ggfs. die Medikamentenverschreibung übernommen.


    Könnte ich auch mal schauen ob es einen in meiner Gegend gibt.
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    am 26.03.2019 08:55:30 | IP (Hash): 1552368144
    datobi schrieb:
    Elfe schrieb:
    Medikamente als alleinigen toxischen Grund zu sehen, ist mehr als oberflächlich.
    Wurde denn seitens der Ärzte ev. Kontakt mit Giften in deinem Umfeld besprochen, ev. per Blutanalyse bestimmt !?
    Wohnsituation - Altbau, Bleirohre z.B.
    Arbeitsumfeld - Umgang mit gefährlichen Stoffen per Einatmen, Aufnahme per Hautkontakt z.B.


    Kein Altbau, Insgesamt Privat nichts verändert, Beruflich nur am PC daher keine gefährlichen Stoffe.

    Hallo Datobi,

    ich denke nicht, dass du dich zu diesem Punkt weiter verteidigen musst. Wenn deine Leberschädigung bei der Einnahme der Tabletten entsteht und beim Absetzen wieder verschwindet, kann man die Tabletten mit ziemlicher Sicherheit als Verursacher annehmen.

    Warum testest du nicht einfach durch, ob es eventuelle nur an einem Medikament liegt. So viele Varianten müsstest du doch nicht testen:
    - Metformin weglassen, Januvia und Jardiance nehmen,
    - Januvia weglassen, Metformin und Jardiance nehmen,
    - Jardiance weglassen, Metformin und Januvia nehmen.
    Durch den Wegfall eines Medikaments wird zwar dein BZ etwas höher verlaufen. Das ist aber bei weitem nicht so schlimm, als eine kaputt gespielte Leber.

    Die andere Möglichkeit wäre, gleich ein anderes Medikament auszuprobieren und zu testen, ob deine Leber dieses verträgt. Auf der Hand liegt da, wie schon mehrfach beschrieben, Trulicity. Das wirkt etwas stärker als Januvia und reicht deshalb vielleicht als Monotherapie aus. Die zusätzliche Unterstützung der Abnahme wäre auch nicht zu verachten.

    Egal, was du machst - handele schnell, du hast nur eine Leber.

    Alles Gute, Rainer
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 26.03.2019 17:54:18 | IP (Hash): 824047619
    Hallo Datobi,
    möchte dir nochmals antworten.
    Du bezeichnest dich als Einzelfall, ich selber würde mich als 'schwierigen' Patienten bezeichnen.
    Allein die Diagnose der grundsätzliche Bauchspeicheldrüsenerkrankung hat paar Jahre gedauert,
    für andere Symptome (Stuhl bzw. Verdauungsprobleme und Hautjucken - wie du das auch beschrieben hast), habe ich bis heute keine verlässliche Diagnose.
    Ausgeschlossen wurde dies und das, aber wie ich offensichtliches Problem angehen soll !?
    So ein Konglomerat wird angenommen, teils Veranlagung, teils falsches Verhalten, aber eben auch Insulin notwendig + andere Tabletten.
    ~
    Mein PC-Arbeitsplatz war insofern nicht ganz so Emissionsfrei per Feinstaub, da Laserdrucker und ztw. auch Kopierer im Raum.
    Per Arbeitsschutz wurde der Kopierer zumindest in einen anderen größeren Bereich verfrachtet.
    ~
    Selbstversuch mit Medikamenten á la Rainer (Bananenvergleich, Produkt reift beim Kunden), ist nicht gut !
    Mit Kenntnis über Zulassung von Medikamenten ist bekannt, daß Wirkung strengen Zulassungsrichtlinien unterliegt. Ein Manko aber dabei ist, daß klinische Studien an gesunden (männlichen) Probanden getestet wird (gegen Placebo).
    Probleme zeigen sich z.T. erst später, wenn mit anderen Gesundheitsproblemen solche Medikamente angewendet werden (da gibt's etliche Klagen - wer denn die Tagespresse liest).
    Um alle Symptome und Kriterien einzuschätzen, braucht es einen kompetenten Arzt, der uns als einzelnen Patienten einschätzen kann, was eben auch beinhalten kann, dieses Medikament in Summe eben nicht.

    Gruß Elfe
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    am 26.03.2019 21:13:58 | IP (Hash): 1480485782

    Neben dem Fett in der Leber sorgt vor allem bei uns T2 ein insgesamt höherer alltäglicher BZ-Verlauf für einen höheren Insulinbedarf. Bei nüchtern meistens um 200 brauche ich z.B. für eine Scheibe Brot mehr als doppelt so viel Insulin zum Ausgleich mit Auslauf wieder bei 200, wie ich für eine gleiche Scheibe von 100 auf 100 brauche.

    Für meinen gesunden Abweg von meistens um 200 auf meistens um 100 hatte ich einen gnadenlosen T1 als Coach. Unter seiner Anleitung dürfte ich erst BEs essen, wenn mein BZ bei 120-100 war, besser 100. Also nix auf 200 noch ausgiebig frühstücken :(
    Aber ich hatte schließlich nach der Anleitung gefragt und hab bisher auch noch keine zielführendere gefunden.

    Warum dieser Beitrag? Weil Insulin das am längsten genutzte Zuckermittel mit den wenigsten bisher bekannten Nebenwirkungen ist, und weil sich der BZ damit sehr zuverlässig in dem Rahmen steuern lässt, den man einhalten will. Unter einer Voraussetzung: Man muss sich schon die systematische Mühe machen und über einige Wochen testen, wie viele Einheiten vom jeweils verfügbaren Insulin in welcher Situation zu wie vielen BEs passen. Könnte ein HBA1c um 8 sagen wollen, dass Dein Dok Dich zu Deiner INSULINER-Zeit dazu nie angeleitet hat?
    ---------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 26.03.2019 21:16:36 | IP (Hash): 1480485782
    Gelöscht
    Bearbeitet von User am 26.03.2019 21:21:48. Grund: Doppelt