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Insulin fast wirkungslos beim Anfänger?
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am 06.07.2019 23:53:55 | IP (Hash): 439858319
Danke Jürgen, das ist schon erschreckend. Ein Glück, dass man sich heute gut selbst informieren und mit Leidensgenossen austauschen kann!
Mit dem Gesundheits-Coach finde ich einen guten Ansatz, das werde ich auch so umsetzen. Ich bin auf jeden Fall nicht so einer, der denkt, er kann jetzt grad alles fressen, anschließend runterspritzen und fertig. Wie gesagt, Wochenende der ein oder andere Ausreißer, aber sonst ohnehin low-carb. Vielleicht kann ich das ja noch ein bisschen optimieren.
Was die Blutfette angeht, wäre durchaus eine Korrektur wünschenswert. Aktueller Stand vom 03.07.2019:
Triglyceride: 643 mg/dl (norm max. 150)
Cholesterin, gesamt: 205 mg/dl (norm max. 200)
HDL-Cholesterin: 27 mg/dl (norm min. 40)
LDL-Cholesterin: 71 mg/dl (norm max. 115)
NON-HDL-Cholesterin: 178 mg/dl (norm max. 145)
Ich könnte mein Blut also fast auf’s Brot schmieren statt Margarine. Ich bin nur froh, dass ich mit dem Blutdruck noch nie Probleme hatte. Egal, wieviel ich auf die Waage bringe, der Ticker steht konstant auf 120/80 mmHg. Toi, toi, toi.
HbA1c steht bei 9,9 – wären wir hier beim Eiskunstlauf, wäre das eigentlich ein toller Wert.
Ich werde direkt am Montag mal einen Termin bei meinem Fahrlehrer machen. Hoffentlich sind die Wartezeiten nicht zu lange. Ich kann mir gut vorstellen, das mit ICT gut in den Griff zu bekommen. Bin jetzt mit 132 mg/dl das erste Mal seit Wochen (Monaten?) unter 200 mg/dl BZ. Ein Glück. -
am 07.07.2019 09:41:49 | IP (Hash): 105091062
Sieht aus, als wärst Du aufm gesunden Weg. Aber vielleicht lässt Du’s mal bisschen langsamer gehen. Sonst könnte Dein neuer Fahrlehrer auf die Idee kommen, dass sich die Angelegenheit auch ohne teure Teststreifen und ohne teures Insulin erledigen ließe. Ganz einfach mit Tabletten im Rahmen bis HBA1c 8. Und dann vielleicht erstmal ein Basal. Und wenn das dann nach 2 oder 3 Jahren mit mehr als 100 Einheiten am Tag nicht mehr ausreicht, auch mit Bolus. - Für Deine Aufnahme und wenigstens für die erste Fahrstunde musst Du also dringend noch eindeutigen Insulinbedarf übrig lassen ;)
Dabei fällt mir ein, als ich damals in 91 in den Bereich um 200 und besser kam, brauchte ich für die Zeitung immer längere Arme. Hat mich tierisch irritiert und geängstigt. Und die Arztauskünfte waren spärlich. Ok, heute haben wir Internet, und heute ist mir ja auch längst klar, dass die optischen Systeme in unseren Augen wesentlich aus Flüssigkeiten bestehen und dass die ihre Eigenschaften mit der Veränderung ihrer Zusammensetzung verändern können. Und weniger Glukose verringert auch die Drücke, denn wo 1 Teil Glukose 5 Teile Wasser bindet, ist natürlich Wasser über, wenn plötzlich weniger Glukose schwimmen will.
Mit der Zeit können sich die Muskeln, die unsere Linsen für die jeweilige Entfernung passend stellen, an die Veränderung gewöhnen. Und wo die Gewöhnung nicht ausreicht, ist dann halt mit ner (neuen) Brille abzuhelfen. Aber erst, wenn die neue "Einstellung" ein paar Wochen stabil war. Sonst könnte die neue Brille ein paar Wochen weiter schon wieder alt sein. Daumendrück!
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.07.2019 16:14:02 | IP (Hash): 439858319
Danke für den Tipp! Meinste echt, der versorgt mich mit Globuli, nur, weil ich das kurzfristig mit Ach, Krach & 5 Liter lispro in den Griff bekommen hab? Dann ziehe ich dem aber den Kittel lang!
Gestern mal 3 kleine Laugenstangen gefuttert und trotz 35 IE von 250 auf 325 mg/dl 1,5 h später. Dazu bekomme ich ja jetzt schon 2.000 mg Metformin & 100 mg Sitaglipgtin am Tag und 1,5 mg Dulaglutid die Woche. Außer einem SGLT-2-Hemmer und Sulfonylharnstoffen bleibt da nicht mehr viel und Letztere kann er selbst nehmen wenn er mag.
Das mit den Augen ist so eine Sache, die mir auch erst im Nachhinein auffiel. Wie bei allem, was sich nur langsam verändert, merkt man das einfach oft gar nicht. Nachdem ich dann die 400+ mg/dl auf dem Schirm hatte, wurde mir erst klar, dass ich trinke wie ein Kamel, brunze wie ein Eber, schlapp bin wie ein Faultier und viel weniger sehe beim Autofahren. Da ich ein IT-Fuzzi bin, erstreckt sich mein durchschnittlicher Sehbedarf eher so auf 30 cm, von daher fiel der Verlust der Fernsicht erst mal nicht auf.
Bleibt zu hoffen, dass sich das wieder ein bisschen nachregelt in den nächsten Wochen und Monaten – solange werde ich definitiv noch meinen Optiker aushungern. Reich werden muss der an mir ja nicht. :) -
am 07.07.2019 16:38:32 | IP (Hash): 439858319
Nachtrag: Eben schon wieder, 195 mg/dl BZ. Ok, kleiner Korrekturbolus. 20 IE rein in den Speck. Danach nix gefuttert, davor stundenlang auch nichts. Ergebnis 1 h später: 215 mg/dl.
Ich glaube, ich bin echt im falschen Film. Haben die mir Wasser mitgegeben, um mich zu veräppeln?!? -
am 07.07.2019 17:10:50 | IP (Hash): 105091062
Sooo schnell haben die Preußen in ihren besten Zeiten kein Tor geschossen. Eine kontinuierliche Messung könnte vielleicht zeigen, wie die Kurve anschließend ein bisschen runter geht, so in den folgenden 2 Stunden - auf 175? - Nein, nicht duck und wech!
Du könntest so ne halbe Stunde nach sonem Schuß ja mal etwas Bewegung machen. Braucht kein Sport zu sein und nix zusätzliches. Nur was an Bewegung, was den Puls für ne halbe Stunde leicht beschleunigt. Damit kann sich die Umlaufgeschwindigkeit vom Kreislauf locker um das 2-3fache erhöhen und damit ebenso die Kontaktmöglichkeiten für Deine 20 Einheiten. Denn von dem Moment, wo die aus dem Speck in die Blutbahn gelangen, sind sie nach 5 Minuten nur noch 10 Einheiten wert, nach weiteren 5 MInuten nur noch 5 usw.
Klar fallen die 20 IEs nicht alle auf einmal ins Blut, sondern tröpfeln so nach und nach. Aber auch nach und nach wirkt in dem Maße mehr, in dem der beschleunigte Kreislauf die wirksame Reichweite erhöht.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.07.2019 18:35:09 | IP (Hash): 439858319
Ok, also 2 h nach dem Bolus waren es dann 206 mg/dl statt 215 nach der ersten Stunde. Immer noch höher als der Ausgangswert (195 mg/dl), und das nach 20 IE lispro extra lecker und anhaltender Futterkarenz. Meine ollen Preußen scheinen also schon ziemlich schwerhörig zu sein.
Das mit der Bewegung ist ein guter Tipp. Ich bin ja ein Sesselfurzer und das ist bestimmt generell nicht förderlich. Glücklicherweise habe ich auch ab und an Außendienst, sodass ich mich wenigstens zeitweise bewegen muss. Ich überlege schon, mir vielleicht ein Laufband zuzulegen. Man kann darauf ja auch einfach in Ruhe ein paar km latschen. -
am 07.07.2019 19:29:23 | IP (Hash): 105091062
Nachdem mir die alte Polio inzwischen das ganze Fahrgestell lahmgelegt hat und nur noch wenige Schritte in der Wohnung gehen, 4beinig, nutze ich seit Jahren die für mich hilfsmittelmäßig einfachste Möglichkeit: Ich drücke mich hier am Schreibtisch auf den Armlehnen des Sessels und mit der Restfunktion der Beine in den Stand und lass mich wieder - nein, nicht plumpsen! - sinken. Generell wenigstens so 100mal nach jedem Essen in Raten zu 20.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.07.2019 23:09:09 | IP (Hash): 439858319
Autsch, mein Beileid zum Fahrgestellzustand. :( Hast das volle Programm gebucht, oder?
Ich finde auf jeden Fall fantastisch, wie Du im Rahmen der Möglichkeiten eigene Wege gefunden hast, um Dich zu bewegen. Einfacher wirds ja jetzt nicht, wenn man seine Hinterläufe nicht benutzen kann.
Vielleicht probiere ich morgen mal einfach einen Überfall in der Schwerpunktpraxis direkt bei Toröffnung, in der Hoffnung, dass ich doch kurz zu nem Arzt komme. Die brauchen bei mir ja auch nicht bei Adam und Eva anzufangen und mir zu erklären, wie sich die kleinen Würfelzuckerstückchen lieb haben und vermehren usw.
Bin eben übrigens mal zur Punktlandung auf 91 mg/dl eingeflogen. Ist doch schon mal was. Falls ich den lieben Kittelträgern noch ein bisschen Glargin (oder Degludec, falls die Götter mir wohl gesonnen sind) und ein paar Teststreifen aus den Rippen schneiden kann, wäre das schön. Schau’n mer mal. -
am 08.07.2019 18:38:57 | IP (Hash): 439858319
Sodele, zurück von der Expedition in die „Schwerpunktpraxis“. War einer Safari auch nicht unähnlich, anscheinend bleibt Diabetologen nach dem 3. Porsche dann einfach nix mehr übrig, um ab und an mal 10–20 € in die Bude zu stecken. Vielleicht organisiere ich bei Gelegenheit mal eine Spendensammlung für Fachärzte in Not.
Die mich aufnehmende Dame hat mir nicht großartig zugehört, war aber freundlich und sichtlich bemüht, der Arzt hat mir auch nicht großartig zugehört, aber sein Desinteresse wenigstens mit Mimik und Gestik in Einklang gebracht. Der Gesamteindruck war also schon recht homogen.
Ich konnte auf jeden Fall gut sehen, auf wen ich mich künftig verlassen muss. Wenigstens bin ich mit einem rosa Zettel für einen Eimer Lantus und eine Sackkarre voll Spritzen, Nadeln und Lanzetten raus. Halali.